Ratgeber
Photovoltaikanlage Kosten 2026: Preise pro kWp & Komplettpreise

Hendrik Stotz
Zertifizierter Energieeffizienz-Experte
Stand: 31. August 202617 Minuten

Bekannt aus


















Das Wichtigste in Kürze
- Anschaffungspreis: Eine 10-kWp-Anlage kostet 2026 rund 1.000–1.300 €/kWp, also etwa 10.000–13.000 € ohne Speicher. Das Fraunhofer ISE setzt den Rahmen für eine fertig installierte 10-kWp-Aufdachanlage bei 900–1.500 €/kWp netto an (Datenstand Ende 2025).
- Komponenten: Solarmodule kosten je nach Klasse rund 0,12–0,20 €/Wp und machen nur noch etwa ein Fünftel der Investition aus. Ein 10-kW-Hybrid-Wechselrichter liegt bei 700–2.100 €. Der größte Posten ist die Installation.
- Stromspeicher: Schlüsselfertig 270–420 € pro kWh Kapazität, im Schnitt rund 315 €; ein 10-kWh-Speicher kostet 3.000–5.000 €.
- Einspeisevergütung: Für neue Anlagen bis 10 kWp gelten seit dem 1. August 2026 in der Teileinspeisung 7,70 ct/kWh, garantiert für 20 Jahre. Ab 2027 soll die feste Vergütung laut Regierungsentwurf entfallen.
- 0 % Mehrwertsteuer: Auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen inklusive Speicher fällt seit Januar 2023 keine Umsatzsteuer an – bis 30 kWp gilt der Nullsteuersatz pauschal, auf Wohngebäuden auch für größere Anlagen (§ 12 Abs. 3 UStG).
- Wirtschaftlichkeit: Mit Speicher amortisiert sich die Anlage in ca. 11 Jahren bei 4–6 % Rendite. Die Erträge sind steuerfrei, da Einnahmen bis 30 kWp rückwirkend seit 2022 einkommensteuerfrei sind.
Sie interessieren sich für eine Solaranlage?
AnzeigeVergleichen Sie kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region und sparen Sie bis zu 37 % durch unseren Angebotsvergleich.
- 100 % kostenlos & unverbindlich
- Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
- Durch Vergleich bis zu 37 % sparen
Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ist 2026 historisch günstig. Die Preise pro Kilowattpeak sind seit 2022 um rund 40 % gefallen, die Mehrwertsteuer liegt bei 0 %, und die Kombination mit einer Wärmepumpe macht die Investition besonders attraktiv. Gleichzeitig steigen die Netzstrompreise weiter. Wer selbst erzeugten Strom verbraucht, spart deutlich mehr als die Einspeisevergütung einbringt.
Dieser Ratgeber liefert alle Zahlen, die Sie für eine fundierte Entscheidung brauchen: Komplettpreise nach Anlagengröße, den Preis pro kWp und pro Quadratmeter, die Kosten der einzelnen Komponenten, die Preisentwicklung seit 2022, Förderung, Einspeisevergütung und eine ehrliche Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Photovoltaik-Preise 2026: Was kostet eine Photovoltaikanlage?
Die Kosten einer PV-Anlage hängen vor allem von der Anlagengröße ab. Größere Anlagen sind pro kWp günstiger, weil Fixkosten wie Gerüst, Wechselrichter und Elektroinstallation sich verteilen.
| Anlagengröße | Kosten pro kWp | Gesamtkosten (ohne Speicher) | Typischer Jahresertrag |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 1.200–1.500 € | 6.000–7.500 € | ca. 4.500–5.000 kWh |
| 8 kWp | 1.100–1.400 € | 8.800–11.200 € | ca. 7.200–8.000 kWh |
| 10 kWp | 1.000–1.300 € | 10.000–13.000 € | ca. 9.000–10.000 kWh |
| 15 kWp | 900–1.200 € | 13.500–18.000 € | ca. 13.500–15.000 kWh |
Sie interessieren sich für eine Solaranlage?
AnzeigeVergleichen Sie kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region und sparen Sie bis zu 37 % durch unseren Angebotsvergleich.
100 % kostenlos & unverbindlich · In 2 Minuten angefragt
Die Ertragswerte in der Tabelle gehen von rund 900–1.000 kWh je kWp aus. Wie stark der Photovoltaik-Ertrag pro kWp je nach Region, Ausrichtung und Neigung abweicht, zeigt unsere Ertragstabelle.
Für die beiden meistgefragten Größen mit Speicher gibt es durchgerechnete Beispiele: 8 kWp mit Speicher für den klassischen Vier-Personen-Haushalt und 20 kWp mit Speicher für große Dächer, Wärmepumpe und E-Auto. Auch der Gebäudezuschnitt verschiebt die Zahlen spürbar. Eigene Ratgeber rechnen deshalb die Doppelhaushälfte, das Garagendach, das Solar-Vordach am Hauseingang und die gewerbliche Anlage durch. Warum dieselbe Anlage je nach Bundesland unterschiedlich viel kostet, erklären die regionalen Preisunterschiede.
Seit Januar 2023 gilt ein Mehrwertsteuersatz von 0 % (§ 12 Abs. 3 UStG) auf die Lieferung und Installation von PV-Anlagen einschließlich Stromspeicher – bis 30 kWp gilt der Nullsteuersatz pauschal, auf Wohngebäuden auch für größere Anlagen. Das spart gegenüber dem regulären Satz 19 % auf den Nettopreis. Diese Regelung ist unbefristet und gilt dauerhaft. Alle Preise in diesem Ratgeber sind für Privathaushalte deshalb zugleich Bruttopreise.
Was kostet Photovoltaik pro kWp?
Eine schlüsselfertige Photovoltaikanlage kostet 2026 rund 900–1.500 € pro kWp; bei der Standardgröße von 10 kWp sind 1.000–1.300 €/kWp üblich. Der Preis pro Kilowattpeak sinkt mit der Anlagengröße: 5 kWp kosten 1.200–1.500 €/kWp, 8 kWp 1.100–1.400 €/kWp, 10 kWp 1.000–1.300 €/kWp und 15 kWp noch 900–1.200 €/kWp. Der Grund sind die Fixkosten für Gerüst, Wechselrichter und Elektroinstallation, die sich bei größeren Anlagen auf mehr Leistung verteilen. Enthalten sind Lieferung und Installation. Weil der Mehrwertsteuersatz bis 30 kWp bei 0 % liegt, ist dieser Preis zugleich der Bruttopreis.
Zur Einordnung: Das Fraunhofer ISE setzt eine 10-kWp-Aufdachanlage mit 900–1.500 €/kWp netto an (Photovoltaics Report vom 14.07.2026, Datenstand Ende 2025), die Verbraucherzentrale NRW nennt für Anlagen über 6 kWp 1.200–2.000 €/kWp (Stand 07/2024); kleinere Anlagen unter 6 kWp liegen auch darüber. Ein Stromspeicher kostet zusätzlich 270–420 € pro kWh Kapazität.
Wichtig für den Angebotsvergleich: Ein einzelner kWp-Preis sagt ohne die Anlagengröße wenig aus. Ein Angebot über 1.400 €/kWp ist bei 5 kWp fair und bei 15 kWp teuer. Die Komplettpreise für 5, 10, 15 und 20 kWp im direkten Vergleich stehen in der Übersicht Solaranlage Kosten nach Größe. Wie Sie ein konkretes Angebot an den belegten Preiskorridoren messen und den Speicheranteil sauber herausrechnen, zeigt der Ratgeber zur fairen PV-Angebots-Preisspanne 2026.
Was kostet Photovoltaik pro Quadratmeter?
Umgerechnet auf die Dachfläche kostet eine Photovoltaikanlage 2026 rund 140–260 € pro Quadratmeter. Die Rechnung dahinter: Ein Kilowattpeak belegt nach dem Faustwert der Verbraucherzentrale etwa 5–7 m² Bruttodachfläche inklusive Randabständen und Verschnitt. Bei 1.000–1.300 € pro kWp (10-kWp-Anlage) ergibt das 140 bis 260 € je Quadratmeter belegter Dachfläche.
Bezogen auf die reine Modulfläche liegt der Wert höher: Aktuelle Module leisten 405–485 Wp auf rund 2 m², brauchen also nur 4,1–4,8 m² Modulfläche je kWp. Daraus ergeben sich gut 200 bis etwa 320 € je Quadratmeter Modulfläche. Den vollständigen Rechenweg von der Bruttodachfläche über die Belegungsfläche bis zur kWp-Zahl zeigt der Ratgeber Dachfläche in kWp umrechnen.
Für die Kalkulation ist der Quadratmeterpreis trotzdem nur eine Hilfsgröße. Angebote werden pro kWp kalkuliert, nicht pro Fläche, denn Gerüst, Wechselrichter und Elektroinstallation hängen an der Leistung und am Gebäude, nicht an den Quadratmetern. Nutzen Sie den m²-Wert für die erste Überschlagsrechnung am eigenen Dach und vergleichen Sie Angebote anschließend immer über den Preis pro kWp und den Komplettpreis.
Was kosten die einzelnen Komponenten?
Ein Komplettangebot bündelt viele Einzelposten. Wer die Komponentenpreise kennt, erkennt überteuerte Angebote schneller. Die Solarmodule, umgangssprachlich oft Solarplatten genannt, sind dabei längst nicht mehr der größte Posten: Sie stehen laut Fraunhofer ISE nur noch für rund ein Fünftel der Investitionskosten. Den größten Anteil macht die Installation aus, also Gerüst, Montage, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme.
| Komponente | Typischer Preis 2026 | Rechnerisch bei 10 kWp |
|---|---|---|
| Solarmodule (ca. 21–25 Stück à 405–485 Wp) | 0,12–0,20 €/Wp Endkundenpreis; Großhandel Mainstream ~0,135 €/Wp (07/2026) | 1.200–2.000 € |
| Wechselrichter (Hybrid, 10 kW, nur Gerät) | 700–2.100 € je nach Hersteller | 700–2.100 € |
| Unterkonstruktion (Dachhaken, Schienen, Klemmen) | ca. 90–220 €/kWp (rechnerisch, ~10–15 % Anteil) | 900–2.200 € |
| Montage, Gerüst, DC-/AC-Elektroinstallation, Inbetriebnahme | ca. 330–600 €/kWp (rechnerisch, ~37–40 % Anteil) | 3.300–6.000 € |
| Stromspeicher (optional, 10 kWh) | 270–420 €/kWh schlüsselfertig | 3.000–5.000 € zusätzlich |
| Leistungsoptimierer (optional, nur bei Verschattung sinnvoll) | ca. 30–50 € je Modul | 650–1.250 € bei Vollbelegung |
| Energiemanagementsystem (optional) | 0–2.500 € je nach Ausbaustufe | 300–550 € für Einstiegssysteme |
Quellen: Fraunhofer ISE, Photovoltaics Report (Fassung 14.07.2026, Datenstand Ende 2025: 900–1.500 €/kWp netto für die fertig installierte 10-kWp-Aufdachanlage) und Aktuelle Fakten zur Photovoltaik (Modulanteil rund ein Fünftel der Investition); Großhandels-Modulpreise pvXchange-Modulpreisindex (Juli 2026); Wechselrichter- und Optimierer-Preise Herstellerdatenblätter und Marktpreise 2026; Speicher Stiftung Warentest (23.04.2026) und Verbraucherzentrale (02.07.2026); reduco-Marktbeobachtung 08/2026. Unterkonstruktion und Montage sind aus den Kostenanteilen abgeleitet, da keine amtliche Einzelstatistik existiert; Werte gerundet.
Der Rest auf den Komplettpreis entfällt auf Verkabelung, Zählerschrank-Anpassung, Planung, Netzanmeldung und die Marge des Betriebs. Drei Posten verdienen einen genaueren Blick:
Solarmodule: Im Großhandel kosteten Mainstream-Module im Juli 2026 rund 0,135 €/Wp, Hochleistungsmodule etwa 0,145 €/Wp (pvXchange-Modulpreisindex). Im Endkundeneinzelhandel liegen Markenmodule bei rund 0,16–0,20 €/Wp. Für eine 10-kWp-Anlage bedeutet das 1.200–2.000 € reine Modulkosten. Ob sich teurere Hochleistungsmodule lohnen, hängt fast nur von der verfügbaren Dachfläche ab.
Wechselrichter: Ein 10-kW-Hybrid-Wechselrichter kostet als Gerät je nach Marke rund 700–2.100 €, das entspricht etwa 10 % der Systemkosten. Preisgünstige Markengeräte beginnen bei etwa 860 €, europäische Premiumhersteller liegen am oberen Ende. Welche Geräte 2026 in Effizienz und Garantie führen, zeigt der Wechselrichter-Vergleich 2026.
Unterkonstruktion und Montage: Für den reinen Montage- und Lohnanteil gibt es keine amtliche Statistik. Belegt sind der Gesamtpreisrahmen und der Modulanteil; daraus ergibt sich rechnerisch, dass alles außer den Modulen etwa 720–1.200 €/kWp kostet. Was in diesem Block steckt und welche Positionen ein vollständiges Angebot enthalten muss, schlüsseln die Ratgeber zu den PV-Montagekosten pro kWp und zur Unterkonstruktion und den Montagesystemen auf.
Die laufenden Betriebskosten setzt das Fraunhofer ISE mit etwa 1–2 % der Investitionskosten pro Jahr an; bei einer 10-kWp-Anlage sind das rund 100–260 € für Wartung, Versicherung und Zählergebühr.
Für den Angebotsvergleich zählt am Ende die Vollständigkeit: Ein seriöser Komplettpreis umfasst Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Gerüst, DC- und AC-Installation, gegebenenfalls die Anpassung des Zählerschranks, die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister sowie Inbetriebnahme und Übergabeprotokoll. Fehlt eine dieser Positionen, ist das Angebot nicht günstiger, sondern unvollständig kalkuliert und wird später nachberechnet. Prüfen Sie außerdem, ob Modultyp, Wechselrichtermodell und Speichergröße konkret benannt sind, denn nur dann lassen sich zwei Angebote wirklich vergleichen. Wie Sie mehrere Photovoltaik-Angebote von Fachbetrieben vergleichen und dabei Lücken systematisch aufdecken, zeigt der eigene Ratgeber dazu.
Kosten für Stromspeicher
Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich, kostet aber zusätzlich. Bei gemeinsamer Montage mit der PV-Anlage liegen die Preise 2026 schlüsselfertig bei 270–420 € pro kWh Speicherkapazität, im Schnitt rund 315 €. Für den Gesamtmarkt einschließlich Nachrüstung nennt die Verbraucherzentrale eine breitere Spanne von 300–700 € pro kWh einschließlich Installation (Stand 02.07.2026); der reine Gerätepreis ohne Montage beginnt laut Stiftung Warentest bei 200 € pro kWh (Stand 23.04.2026).
| Speichergröße | Kosten | Sinnvoll für |
|---|---|---|
| 5 kWh | 1.800–2.500 € | Kleine Haushalte, 3.000–4.000 kWh/Jahr |
| 10 kWh | 3.000–5.000 € | Standard-EFH, 4.000–6.000 kWh/Jahr |
| 15 kWh | 4.500–7.000 € | Große Haushalte oder mit Wärmepumpe |
Faustformel: Der Speicher sollte etwa 1–1,5 kWh pro kWp Anlagenleistung groß sein. Für eine 10-kWp-Anlage also 10–15 kWh.
Preisentwicklung 2022–2026: vom Energiekrisen-Hoch zur Trendwende
Wer heute kauft, trifft auf ein ungewöhnliches Marktbild: Die Systempreise liegen nahe ihrem historischen Tiefpunkt, aber der jahrelange Automatismus fallender Preise ist 2026 gebrochen. Der Reihe nach.
Seit Einführung des EEG im Jahr 2000 sind die Modulpreise laut Fraunhofer ISE um 98 % gesunken, allein zwischen 2010 und 2020 um rund 90 %. Im Jahr 2022 unterbrach die Energiekrise diesen Trend: Lieferengpässe und ein Nachfrageboom trieben Module und Komplettanlagen auf zwischenzeitliche Höchststände. Ab 2023 drückte dann eine weltweite Modulschwemme die Preise in den Keller, bis Ende 2025 ein Rekordtief erreicht war. Seit 2022 sind die Systempreise dadurch um rund 40 % gefallen. Anfang 2026 folgte die Wende: China strich zum 1. April 2026 die Mehrwertsteuer-Erstattung auf PV-Exporte, parallel verteuerte der stark gestiegene Silberpreis die Zellfertigung. Die Großhandelspreise für Module stiegen im ersten Halbjahr 2026 um 25–30 %, seit Juli stagniert der Anstieg weitgehend.
| Zeitpunkt | Modulpreis Großhandel (Mainstream) | Systempreis Aufdachanlage |
|---|---|---|
| 2022 | Höchststände der Energiekrise | seither rund 40 % Preisrückgang |
| 2023 | ~0,20 €/Wp, fallend (Modulschwemme) | fallend |
| 2024 | ~0,13 €/Wp | fallend |
| Ende 2025 | ~0,10–0,11 €/Wp (Rekordtief) | 900–1.500 €/kWp netto (10 kWp, ISE) |
| Frühjahr 2026 | Trendwende, Preise steigen | ~1.015 €/kWp (historischer Tiefstand, ISE auf BSW-Datenbasis) |
| Juli 2026 | ~0,135 €/Wp (+28 % seit Januar, dann Seitwärtsbewegung) | Modulaufschlag wirkt mit ca. +6–8 % nach |
Quellen: Systempreise und Langfristtrend Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik (Systempreisreihe auf Datenbasis des BSW-Solar) und Photovoltaics Report (Fassung 14.07.2026, Datenstand Ende 2025); Modul-Monatswerte pvXchange-Modulpreisindex, hier zusammengefasst und gerundet.
Für Ihre Kaufentscheidung heißt das zweierlei. Erstens: Auf wieder fallende Preise zu warten ist 2026 keine belastbare Strategie mehr, denn die Hersteller peilen für Ende 2026 sogar 0,17–0,18 €/Wp an. Zweitens: Der Modulaufschlag trifft den Komplettpreis nur gedämpft, weil Module eben nur ein Fünftel der Kosten stellen; bei einer 10-kWp-Anlage geht es um wenige hundert Euro. Warum die Preise steigen, welche Modulklassen betroffen sind und wie es weitergeht, analysiert im Detail der Ratgeber zur Modulpreis-Entwicklung 2026.
Gegenläufig entwickeln sich die Speicher: Heimspeicher-Systempreise sind von 1.277 €/kWh im Jahr 2013 auf 477 €/kWh im Jahr 2025 gefallen (Datenbasis HTW Berlin/EUPD), schlüsselfertig installiert sind 2026 bereits 270–420 €/kWh Marktstand. Die Gründe und die Prognose bis 2027 stehen im Ratgeber zur Stromspeicher-Preisentwicklung 2026.
Für 2027 rechnet die Branche bei der Anlage selbst eher mit stabilen bis leicht steigenden Preisen, während Speicher voraussichtlich weiter günstiger werden. Wer auf einen erneuten Preisrutsch beim Gesamtsystem spekuliert, wettet also gegen die aktuelle Datenlage und riskiert zugleich die feste 20-Jahres-Vergütung, die nach dem Regierungsentwurf ab 2027 entfallen soll.
Einspeisevergütung 2026
Die Einspeisevergütung sinkt planmäßig um 1 % pro Halbjahr. Seit dem 1. August 2026 gelten laut Bundesnetzagentur für neue Anlagen (Inbetriebnahme bis 31. Januar 2027):
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,70 ct/kWh | 12,22 ct/kWh |
| 10–40 kWp (Anteil) | 6,66 ct/kWh | 10,24 ct/kWh |
Die Sätze gelten anteilig: Bei einer 15-kWp-Anlage erhalten die ersten 10 kWp den höheren Satz. Alle Größenklassen, die Degressions-Historie und die Stichtagslogik erklärt der Ratgeber zur Einspeisevergütung 2026.
Teileinspeisung vs. Volleinspeisung: Bei der Teileinspeisung verbrauchen Sie den Strom zuerst selbst und speisen nur den Überschuss ein. Bei der Volleinspeisung geht alles ins Netz. Für die meisten Eigenheimbesitzer ist die Teileinspeisung deutlich wirtschaftlicher, denn jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart aktuell 30–38 ct/kWh Netzstrom. Das ist rund das Vier- bis Fünffache der Einspeisevergütung.
Ausblick 2027: Nach dem Regierungsentwurf der EEG-Novelle, den das Kabinett am 29. Juli 2026 beschlossen hat, soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen zum 1. Januar 2027 entfallen und durch eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung von rechnerisch rund 5,2 ct/kWh ersetzt werden. Das ist noch kein geltendes Recht, der Bundestag berät ab September 2026. Sicher ist: Wer 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich den festen Vergütungssatz für 20 Jahre.
Eigenverbrauch: Der entscheidende Hebel
Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage steht und fällt mit dem Eigenverbrauchsanteil. Der Grund: Selbst verbrauchter Strom ist deutlich mehr wert als eingespeister.
| Ohne Speicher | Mit Speicher | |
|---|---|---|
| Eigenverbrauchsanteil | 25–35 % | 60–80 % |
| Autarkiegrad | 20–30 % | 50–70 % |
| Effektiver Wert pro kWh | ca. 15–18 ct | ca. 22–26 ct |
Eigenverbrauch steigern – so geht's:
- Stromspeicher: Wirkungsvollste Maßnahme, erhöht den Eigenverbrauch um 25–40 Prozentpunkte
- Wärmepumpe: Nutzt Solarstrom zum Heizen und für Warmwasser, steigert den Eigenverbrauch um 10–20 Prozentpunkte. Mehr dazu in unserem Vergleich Wärmepumpe vs. Gasheizung
- E-Auto laden: Tagsüber mit Überschussstrom laden
- Zeitgesteuerte Geräte: Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine in die Mittagsstunden legen
Wirtschaftlichkeitsrechnung: Lohnt sich PV 2026?
Rechenbeispiel für ein typisches Einfamilienhaus mit einer 10-kWp-Anlage und 10-kWh-Speicher:
Annahmen:
- Stromverbrauch: 5.000 kWh/Jahr
- Netzstrompreis: 35 ct/kWh, Steigerung 2 %/Jahr
- Jahresertrag PV: 9.500 kWh
- Eigenverbrauch mit Speicher: 65 % des Haushaltsbedarfs = 3.250 kWh
- Einspeisung: ca. 6.250 kWh
| Position | Betrag |
|---|---|
| Investition | |
| PV-Anlage 10 kWp | 11.500 € |
| Stromspeicher 10 kWh | 4.000 € |
| Gesamt | 15.500 € |
| Jährliche Erträge | |
| Eingesparter Netzstrom (3.250 kWh × 35 ct) | 1.138 € |
| Einspeisevergütung (6.250 kWh × 7,70 ct) | 481 € |
| Jahresertrag gesamt | 1.619 € |
| Jährliche Kosten | |
| Wartung, Versicherung, Zählergebühr | ca. 200 € |
| Nettoertrag pro Jahr | ca. 1.419 € |
| Amortisation | ca. 11 Jahre |
Über die Lebensdauer der Anlage von 25–30 Jahren ergibt sich ein Gesamtertrag von deutlich über 35.000 € bei einer Investition von 15.500 €. Die Rendite liegt bei ca. 4–6 % pro Jahr – steuerfrei, denn Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind von der Einkommensteuer befreit, und zwar rückwirkend für Einnahmen ab dem 1. Januar 2022 (§ 52 Abs. 4 EStG).
Ohne Speicher sinkt die Investition auf ca. 11.500 € und die Amortisationszeit auf 8–10 Jahre – aber der Autarkiegrad fällt von 65 % auf ca. 25 %.
Eine zweite Kennzahl macht die Größenordnung greifbar: die Stromgestehungskosten, also der Preis jeder selbst erzeugten Kilowattstunde über die Lebensdauer. Das Fraunhofer ISE beziffert sie für kleine Dachanlagen auf 6–14 ct/kWh. Selbst am oberen Ende kostet der eigene Solarstrom damit weniger als die Hälfte des Netzstrompreises von 30–38 ct/kWh. Diese Spreizung ist der eigentliche Renditemotor der Photovoltaik, und sie bleibt auch dann bestehen, wenn Modulpreise oder Vergütungssätze sich um einige Prozent verschieben. Wie Sie vom ersten Angebot bis zur Inbetriebnahme vorgehen, führt der Ratgeber PV-Anlage kaufen Schritt für Schritt aus.
PV und Wärmepumpe: Die ideale Kombination
Die Verbindung von Photovoltaik und Wärmepumpe ist wirtschaftlich besonders attraktiv. Der Grund: Die Wärmepumpe erhöht den Eigenverbrauchsanteil der PV-Anlage erheblich, weil sie den Solarstrom direkt zum Heizen und für Warmwasser nutzt.
Typische Einsparungen bei 20.000 kWh Wärmebedarf:
| Szenario | Jährliche Heizkosten |
|---|---|
| Wärmepumpe mit Netzstrom (24 ct/kWh, JAZ 3,0) | ca. 1.600 € |
| Wärmepumpe + PV (30 % Eigenverbrauch für WP) | ca. 1.200 € |
| Wärmepumpe + PV + Speicher (50 % Eigenverbrauch) | ca. 950 € |
Wer ohnehin eine Heizungserneuerung plant, sollte PV und Wärmepumpe gemeinsam betrachten. Alle Details zu den Kosten einer Wärmepumpe und der KfW-Förderung finden Sie in unserem Ratgeber Wärmepumpe 2026: Kosten, Förderung & Wirtschaftlichkeit.
Förderung und Finanzierung
Diese Seite rechnet die Kosten. Alle Zuschüsse, Steuervorteile und Landesprogramme im Detail, inklusive der aktuellen Einspeisesätze und der kommunalen Töpfe, stehen in der Förderung für Photovoltaik 2026. Hier nur das, was die Wirtschaftlichkeitsrechnung oben braucht:
Einspeisevergütung nach EEG
Die wichtigste Förderung ist die garantierte Einspeisevergütung für 20 Jahre ab Inbetriebnahme (siehe oben).
KfW-Kredit 270
Der KfW-Kredit „Erneuerbare Energien – Standard" (Programm 270) bietet zinsgünstige Darlehen für PV-Anlagen und Speicher. Die Konditionen variieren, liegen aber oft unter den marktüblichen Zinsen. Welche KfW-Programme für PV sonst noch in Frage kommen und welche definitiv nicht, klärt die KfW-Förderung für Photovoltaik im Überblick.
Regionale Förderprogramme
Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Zuschüsse, insbesondere für Stromspeicher. Die Verfügbarkeit und Höhe variieren regional stark.
Steuerbefreiung
- Umsatzsteuer: 0 % auf Kauf und Installation nach § 12 Abs. 3 UStG – bis 30 kWp pauschal, auf Wohngebäuden auch für größere Anlagen
- Einkommensteuer: Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind rückwirkend seit dem Veranlagungszeitraum 2022 steuerfrei – keine Gewerbeanmeldung, keine Steuererklärung für die PV-Erträge
Solarpotenzial: Eignet sich mein Dach?
Nicht jedes Dach ist gleich gut geeignet. Die wichtigsten Faktoren:
| Faktor | Ideal | Akzeptabel | Ungünstig |
|---|---|---|---|
| Ausrichtung | Süd | Ost/West | Nord |
| Dachneigung | 30–35° | 15–50° | < 10° oder > 60° |
| Verschattung | Keine | Teilweise nachmittags | Ganztags |
| Dachfläche | > 50 m² | 30–50 m² | < 30 m² |
Ost-West-Anlagen sind in der Praxis oft vorteilhaft: Sie liefern zwar 10–15 % weniger Gesamtertrag als Südanlagen, verteilen die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag. Das erhöht den Eigenverbrauch ohne Speicher deutlich.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet eine Photovoltaikanlage mit Speicher?
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 10 kWp und 10-kWh-Speicher liegen die Gesamtkosten 2026 bei rund 13.000–18.000 €. Die Anlage selbst kostet 10.000–13.000 €, der Speicher 3.000–5.000 € zusätzlich. Dank 0 % Mehrwertsteuer sind das zugleich die Bruttopreise. Im Rechenbeispiel oben ergibt eine 15.500-€-Investition rund 1.419 € Nettoertrag pro Jahr und eine Amortisation in etwa 11 Jahren.
Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?
Ja. Trotz gesunkener Einspeisevergütung ist die Wirtschaftlichkeit besser denn je, weil die Anlagenpreise stärker gefallen sind als die Vergütung und die Netzstrompreise weiter hoch liegen. Der eigentliche Gewinn liegt im Eigenverbrauch: Jede selbst verbrauchte kWh spart 30–38 ct, während die Gestehungskosten bei nur 8–12 ct liegen. Die Rendite liegt bei 4–6 % pro Jahr, steuerfrei.
Wie groß sollte die PV-Anlage sein?
Als Faustregel gilt: 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch, mindestens aber 5 kWp. Bei geplantem Einsatz einer Wärmepumpe oder eines E-Autos sollte die Anlage größer dimensioniert werden (8–15 kWp). Größere Anlagen sind pro kWp günstiger und bieten mehr Flexibilität.
Brauche ich einen Stromspeicher?
Ein Speicher ist nicht zwingend nötig, aber für die meisten Haushalte wirtschaftlich sinnvoll. Ohne Speicher nutzen Sie nur 25–35 % des Solarstroms selbst, mit Speicher 60–80 %. Bei aktuellen Speicherpreisen amortisiert sich die Zusatzinvestition in 7–10 Jahren. 95 % aller neuen PV-Anlagen werden 2026 mit Speicher installiert.
Sind Solarplatten und Solarmodule dasselbe?
Ja, beide Begriffe bezeichnen dieselben Paneele, die auf dem Dach Strom erzeugen; der fachlich korrekte Ausdruck ist Solarmodul. Ein aktuelles Standardmodul leistet 405–485 Wp auf rund 2 m² und kostet im Endkundenpreis etwa 0,12–0,20 € pro Wattpeak, das sind grob 50–100 € je Modul im Großhandel und je nach Marke und Bezugsweg auch mehr.
Was passiert ab 2027 mit der Einspeisevergütung?
Nach dem Regierungsentwurf der EEG-Novelle (Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026) soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen zum 1. Januar 2027 durch eine auf 36 Monate befristete Übergangszahlung von rechnerisch rund 5,2 ct/kWh ersetzt werden. Beschlossen ist das noch nicht, der Bundestag berät ab September 2026. Wer seine Anlage bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die feste Vergütung von 7,70 ct/kWh für 20 Jahre.
Kann ich mit PV meine Heizkosten senken?
Ja, besonders in Kombination mit einer Wärmepumpe. Der Solarstrom vom eigenen Dach kostet nur 8–12 ct/kWh statt 24 ct/kWh aus dem Netz. Eine Wärmepumpe mit PV-Unterstützung senkt die jährlichen Heizkosten um 25–40 % gegenüber reinem Netzbezug.
Muss ich die PV-Anlage beim Finanzamt anmelden?
In aller Regel nicht mehr. Für PV-Anlagen bis 30 kWp entfällt die Einkommensteuerpflicht komplett, rückwirkend für Einnahmen ab dem 1. Januar 2022 (§ 3 Nr. 72 EStG). Sie müssen keine Gewerbeanmeldung vornehmen und keine Anlage EÜR in der Steuererklärung abgeben. Die Umsatzsteuerpflicht entfällt seit dem 1. Januar 2023 durch den 0-%-Satz.
Sie möchten wissen, welches Solarpotenzial Ihr Dach hat? reduco berechnet Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage individuell für Ihr Gebäude – inklusive Kombination mit Wärmepumpe und Sanierungsmaßnahmen. Jetzt kostenlos berechnen.
Angebot für Ihre Solaranlage erhalten
AnzeigeErhalten Sie kostenlos und unverbindlich Angebote für Ihre PV-Anlage von geprüften Fachbetrieben.
- 100 % kostenlos & unverbindlich
- Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
- Durch Vergleich bis zu 37 % sparen
Lieber erst selbst rechnen? Lohnt sich Solar auf Ihrem Dach?
Photovoltaik-Rechner startenKostenlose Gebäudechecks
Datenbasiert für Ihr Gebäude – kostenlos und ohne Anmeldung.
Photovoltaik in Ihrer Region
Solarertrag und Dacheignung hängen am Standort. reduco zeigt für hunderte Städte Ertrag und Dachpotenzial aus amtlichen 3D-Gebäudedaten – plus Angebote von Fachbetrieben vor Ort.
Nach Bundesland
Städte und Kreise
Verwandte Artikel
Stromspeicher 10 kWh Preis 2026: 3.000–7.000 € mit Montage
Was kosten 10 kWh Stromspeicher 2026? Der Preis liegt bei 2.000–4.000 € ohne Montage und 3.000–7.000 € mit Montage. Plus Maße, Reichweite und Modelle.
RatgeberStromspeicher 5 kWh Preis 2026: 1.800–2.500 € installiert
Was kostet ein Stromspeicher mit 5 kWh? Preis 2026: 300–700 €/kWh inklusive Montage, welche Modelle es gibt und für welchen Haushalt die Größe reicht.
Ratgeber8 kWp PV-Anlage mit Speicher: Kosten 2026 ab 10.400 €
Was eine 8-kWp-Anlage mit 8-kWh-Speicher 2026 kostet: belegte Preisspannen ab 10.400 €, Ertrag von 7.820 bis 9.108 kWh – so rechnen Sie selbst nach.
