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Heizung tauschen: Alle Kosten, Systeme & Förderung im Überblick

Neue Heizung 2026: Was kosten Wärmepumpe, Gasheizung, Pelletheizung und Fernwärme? Alle Systeme im Kostenvergleich mit aktueller Förderung.

Installateur bei der Montage von Rohrleitungen für eine neue Heizungsanlage

Eine neue Heizung kostet zwischen 7.000 und 60.000 Euro, je nach System. Mit der richtigen Förderung sinken die effektiven Kosten erheblich: Für Wärmepumpen übernimmt der Staat bis zu 70 Prozent. Für Gasheizungen gibt es dagegen keinen Zuschuss.

Nach der Verunsicherung durch das Heizungsgesetz und die geplante GMG-Reform stehen viele Eigentümer 2026 vor der Frage: Welches System ist das richtige, und was kostet es wirklich? Dieser Artikel vergleicht alle gängigen Heizsysteme mit aktuellen Preisen, Förderung und laufenden Kosten.

Alle Heizsysteme im Kostenvergleich

Heizsystem Anschaffung (inkl. Einbau) Max. Förderung Effektive Kosten Laufende Kosten/Jahr*
Gas-Brennwert 7.000–10.000 € keine 7.000–10.000 € 2.500–3.000 €
Luft-Wasser-WP 27.000–40.000 € 70 % (KfW 458) 11.000–19.000 € 1.600–2.200 €
Sole-Wasser-WP (Erdwärme) 40.000–60.000 € 70 % (KfW 458) 19.000–39.000 € 1.200–1.800 €
Pelletheizung 28.000–35.000 € 30 % (KfW 458) 19.600–26.000 € 1.800–2.400 €
Fernwärme 5.000–15.000 € teilweise 5.000–12.000 € 2.000–3.000 €
Hybridheizung (Gas + WP) 25.000–40.000 € bis 70 % (WP-Anteil) 12.000–20.000 € 1.800–2.500 €

Laufende Kosten für ein EFH mit 20.000 kWh/a Heizwärmebedarf, inkl. Brennstoff/Strom, Wartung, CO₂-Abgabe (2026). Ohne PV-Eigenverbrauch.

Die Systeme im Detail

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die mit Abstand beliebteste Wahl bei Neuinstallationen. Rund 80 % aller in Deutschland verbauten Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Systeme. Ein Außengerät entzieht der Umgebungsluft Wärme, ein Kältemittelkreislauf bringt diese auf Heiztemperatur.

  • Kosten: 27.000–40.000 € (Gerät, Montage, Elektrik, Pufferspeicher, Demontage Altanlage)
  • JAZ: 2,5–4,5 (Jahresarbeitszahl, abhängig von Vorlauftemperatur und Klima; Durchschnitt laut Fraunhofer ISE: 3,4)
  • Lebensdauer: 15–20 Jahre
  • Geeignet für: Gedämmte Gebäude mit Vorlauftemperatur ≤ 55 °C, Neubauten, Altbauten nach Sanierung
  • Förderung: Bis 70 % über KfW 458

Detaillierte Kosten inkl. Aufschlüsselung aller Positionen, WP-Stromtarife und Wirtschaftlichkeitsberechnung finden Sie in unserem Ratgeber zu Wärmepumpen-Kosten und Förderung.

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)

Nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs (ca. 10 °C in 100 m Tiefe) über Erdsonden oder Flächenkollektoren. Effizienter als Luft-Wärmepumpen, aber teurer wegen der Bohrung.

  • Kosten: 40.000–60.000 € (inkl. Erdsondenbohrung, ca. 50–80 €/Bohrmeter)
  • JAZ: 3,5–4,5
  • Lebensdauer: 20–25 Jahre (Erdsonde: 50+ Jahre)
  • Geeignet für: Neubauten, größere Grundstücke, Gebäude mit hohem Heizbedarf
  • Förderung: Bis 70 % über KfW 458

Gas-Brennwertheizung

Technisch ausgereift, günstig in der Anschaffung, aber zunehmend unwirtschaftlich durch steigende CO₂-Preise und ohne staatliche Förderung.

  • Kosten: 7.000–10.000 €
  • Lebensdauer: 15–20 Jahre
  • Geeignet für: Übergangszeit, wenn Fernwärme geplant ist; Gebäude mit sehr hoher Vorlauftemperatur
  • Förderung: Keine. Weder KfW noch BAFA fördern reine Gasheizungen
  • GMG: Weiterhin erlaubt, Bio-Treppe ab 2029 (min. 10 % Biomethan)

Einen ausführlichen Direktvergleich von Wärmepumpe und Gas – inklusive Betriebskosten über 20 Jahre – finden Sie in unserem Artikel Wärmepumpe vs. Gasheizung.

Pelletheizung

Verbrennt Holzpellets, gilt als CO₂-neutral (biogener Brennstoff). Benötigt einen Lagerraum für die Pellets.

  • Kosten: 28.000–35.000 € (inkl. Pelletsilo, Fördersystem, Pufferspeicher und Installation)
  • Lebensdauer: 15–20 Jahre
  • Geeignet für: Ländliche Gebiete, Gebäude mit vorhandenem Lagerraum, Häuser ohne Gasanschluss
  • Förderung: 30 % Grundförderung über KfW 458 (kein Klimageschwindigkeitsbonus)

Fernwärme

In städtischen Gebieten zunehmend verfügbar. Der Anschluss ist vergleichsweise günstig, die laufenden Kosten hängen vom lokalen Versorger ab.

  • Kosten: 5.000–15.000 € (Hausanschluss + Übergabestation)
  • Lebensdauer: Übergabestation 20–30 Jahre
  • Geeignet für: Städtische Gebiete mit Wärmenetz
  • Wichtig: Prüfen Sie Preistransparenz und Vertragsbindung. Das GMG plant eine verpflichtende Preistransparenzplattform und Schlichtungsstelle.

Wärmeplanungsgesetz: Kommt Fernwärme in Ihre Straße?

Seit dem 1. Januar 2024 ist das Wärmeplanungsgesetz (WPG) in Kraft. Es verpflichtet alle Kommunen in Deutschland, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen:

  • Großstädte (über 100.000 Einwohner): Wärmeplan bis 30. Juni 2026
  • Alle übrigen Kommunen: Wärmeplan bis 30. Juni 2028

Die Wärmepläne zeigen für jedes Quartier, welche Wärmeversorgung geplant ist: Fernwärme-Ausbaugebiet, Wasserstoff-Netzgebiet oder dezentrale Versorgung (z. B. Wärmepumpe). So erfahren Eigentümer, ob ein Fernwärmeanschluss für ihr Gebäude realistisch ist.

Wie Sie den Wärmeplan Ihrer Kommune prüfen:

  1. Besuchen Sie die Website Ihrer Stadt oder Gemeinde und suchen Sie nach "Wärmeplanung" oder "kommunale Wärmeplanung"
  2. In vielen Großstädten sind die Entwürfe bereits einsehbar (z. B. über Online-Karten)
  3. Alternativ: Anfrage beim Bauamt oder der Klimaschutzleitstelle Ihrer Kommune
  4. Falls Ihre Kommune noch keinen Wärmeplan veröffentlicht hat, fragen Sie nach dem geplanten Zeitrahmen

Wichtig: Auch wenn Fernwärme für Ihr Quartier vorgesehen ist, kann es noch Jahre dauern, bis die Leitung tatsächlich liegt. Eine funktionierende Heizung müssen Sie nicht ersetzen, aber wenn ohnehin ein Tausch ansteht, lohnt es sich, die Zeitplanung beim lokalen Versorger zu erfragen.

Betriebskosten im 20-Jahres-Vergleich

Die Anschaffungskosten sind nur ein Teil der Rechnung. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer. Die folgende Tabelle zeigt die kumulierten Kosten über 20 Jahre für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr.

Annahmen:

  • Strompreis WP-Tarif: 24 ct/kWh, jährliche Steigerung 1 %
  • Gaspreis: 11 ct/kWh, jährliche Steigerung 2 % (inkl. steigender CO₂-Kosten)
  • Pelletpreis: 6 ct/kWh, jährliche Steigerung 1,5 %
  • Fernwärmepreis: 10 ct/kWh, jährliche Steigerung 2 %
  • CO₂-Preis Gas: 55 EUR/t (2026), steigend auf ca. 150 EUR/t (2045) durch EU-ETS2
  • Luft-WP JAZ 3,0 / Sole-WP JAZ 4,0
  • Förderung Wärmepumpen: 55 % (Grund + Klimabonus + Effizienz), Pellet: 30 %
Kostenposition Gas-Brennwert Luft-Wasser-WP Sole-Wasser-WP Pelletheizung Fernwärme
Anschaffung (netto, nach Förderung) 9.000 € 15.500 € 33.500 € 22.500 € 10.000 €
Energiekosten 20 J. (kumuliert) 53.600 € 35.400 € 26.500 € 28.400 € 48.800 €
Wartung 20 J. 5.600 € 4.500 € 4.000 € 6.000 € 2.000 €
CO₂-Abgabe 20 J. (kumuliert) ca. 5.800 €
Gesamtkosten 20 J. ca. 74.000 € ca. 55.400 € ca. 64.000 € ca. 56.900 € ca. 60.800 €

Die Gasheizung ist über 20 Jahre das teuerste System – trotz der niedrigsten Anschaffungskosten. Die CO₂-Abgabe allein kostet über die Laufzeit rund 5.800 EUR, und das ist konservativ gerechnet: Ab 2028 werden die CO₂-Preise über das EU-ETS2 marktbasiert gebildet, Experten erwarten 100–160 EUR/t CO₂.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe bietet das beste Verhältnis aus Anschaffungskosten und Gesamtkosten über 20 Jahre. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe hat dank besserer Effizienz (JAZ 4,0 vs. 3,0) die niedrigsten Energiekosten, die hohen Bohrkosten machen sie aber in der Gesamtbilanz teurer als die Luft-Wasser-Variante.

Welche Heizung passt zu welchem Gebäude?

Nicht jedes Heizsystem eignet sich für jedes Gebäude. Die folgende Übersicht hilft bei der Orientierung:

Unsanierter Altbau (vor 1978, ohne oder mit wenig Dämmung)

  • Energiekennwert: 150–300 kWh/m²a
  • Vorlauftemperatur: oft 60–75 °C
  • Empfehlung: Hochtemperatur-Wärmepumpe (R290) mit gleichzeitigem Tausch der kritischen Heizkörper. Alternativ: Hybridheizung (Gas + WP) als Übergangslösung, wenn eine Sanierung in den nächsten 5–10 Jahren geplant ist.
  • Vor dem Heizungstausch prüfen: Lohnt sich eine Teilsanierung (Fenster, oberste Geschossdecke)? Oft senkt schon die Dämmung der obersten Geschossdecke (20–40 EUR/m²) die Vorlauftemperatur um 5–10 °C und verbessert die JAZ erheblich.

Teilsanierter Altbau (Fenster getauscht, Teildämmung)

  • Energiekennwert: 80–150 kWh/m²a
  • Vorlauftemperatur: 45–55 °C
  • Empfehlung: Luft-Wasser-Wärmepumpe – der Standardfall. Funktioniert zuverlässig, die Vorlauftemperatur passt, die Förderung greift voll.
  • Tipp: Hydraulischer Abgleich und ggf. Tausch von 2–3 unterdimensionierten Heizkörpern reichen meist aus, um die Vorlauftemperatur unter 50 °C zu bringen.

Neubau (KfW-Effizienzhaus, gut gedämmt)

  • Energiekennwert: 30–60 kWh/m²a
  • Vorlauftemperatur: 30–40 °C (Fußbodenheizung Standard)
  • Empfehlung: Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe. Beide erreichen hier JAZ-Werte von 3,5–5,0. Die niedrige Vorlauftemperatur und der geringe Heizbedarf machen die Wärmepumpe zum wirtschaftlichsten System.
  • Gasheizung im Neubau: Technisch erlaubt (GMG), aber wirtschaftlich und strategisch fragwürdig – kein Zuschuss, steigende CO₂-Kosten, Bio-Treppe ab 2029.

Mehrfamilienhaus (3–12 Wohneinheiten)

  • Empfehlung: Zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe (bei verfügbarer Fläche). Fernwärme, wenn im Wärmeplan vorgesehen. Kaskadenaufstellung mehrerer Luft-WP-Einheiten ist bei größeren Gebäuden üblich.
  • Besonderheiten: Höhere förderfähige Kosten pro Gebäude, größere Dimensionierung, höherer Planungsaufwand. Details dazu im Abschnitt unten.

Heizungstausch im Mehrfamilienhaus: Besonderheiten

Der Heizungstausch in Mehrfamilienhäusern (MFH) unterscheidet sich in mehreren Punkten vom Einfamilienhaus. Die Kosten sind absolut höher, aber pro Wohneinheit oft günstiger – und die Fördersystematik ist besonders vorteilhaft.

Förderfähige Kosten bei Mehrfamilienhäusern

Die KfW staffelt die förderfähigen Kosten nach Wohneinheiten:

Wohneinheit Förderfähige Kosten
1. WE 30.000 €
2.–6. WE (je) 15.000 €
Ab 7. WE (je) 8.000 €

Rechenbeispiele nach Gebäudegröße

3-Familienhaus:

  • Förderfähige Kosten: 30.000 + 2 × 15.000 = 60.000 €
  • Typische Kosten Luft-WP (zentral): 35.000–50.000 €
  • Bei 70 % Förderung: Zuschuss bis zu 35.000 €
  • Eigenanteil: ab ca. 0–15.000 €

6-Familienhaus:

  • Förderfähige Kosten: 30.000 + 5 × 15.000 = 105.000 €
  • Typische Kosten Luft-WP (zentral): 45.000–70.000 €
  • Bei 70 % Förderung: Zuschuss bis zu 49.000 €
  • Eigenanteil: ab ca. 0–21.000 €

10-Familienhaus:

  • Förderfähige Kosten: 30.000 + 5 × 15.000 + 4 × 8.000 = 137.000 €
  • Typische Kosten Luft-WP (Kaskade): 60.000–100.000 €
  • Bei 70 % Förderung: Zuschuss bis zu 70.000 €
  • Eigenanteil: ab ca. 0–30.000 €

Besonderheiten bei WEG und Vermietung

  • Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG): Der Beschluss zum Heizungstausch erfordert eine einfache Mehrheit in der Eigentümerversammlung. Der Klimageschwindigkeitsbonus (20 %) steht nur selbstnutzenden Eigentümern zu, nicht Vermietern.
  • Vermieter: Können die Kosten (abzüglich Förderung) über die Modernisierungsumlage nach § 559 BGB auf die Mieter umlegen – maximal 50 ct/m² monatlich, wenn Fördermittel beantragt wurden.
  • Warmwasserbereitung: Im MFH wird häufig eine zentrale Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser eingesetzt. Alternativ können dezentrale Durchlauferhitzer in jeder Wohneinheit die Warmwasserbereitung übernehmen – das vereinfacht die WP-Dimensionierung und vermeidet Legionellenprobleme.

Förderung: So viel gibt der Staat dazu

KfW 458: Heizungstausch

Das zentrale Förderprogramm für den Heizungstausch. Die Zuschüsse sind gestaffelt:

Förderbaustein Zuschuss Bedingung
Grundförderung 30 % Für alle förderfähigen Heizsysteme
Klimageschwindigkeitsbonus 20 % Austausch von Öl, Gas, Kohle, Nachtspeicher, oder Heizung >20 Jahre alt
Einkommensbonus 30 % Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Maximum 70 % Kumuliert, max. 70 %

Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 20 % bis Ende 2028. Ab 2029 sinkt er alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte: 17 % ab 2029, 14 % ab 2031, und so weiter.

Förderfähige Kosten: max. 30.000 € für die erste Wohneinheit, bei Mehrfamilienhäusern zusätzlich 15.000 € für die 2.–6. Wohneinheit und 8.000 € ab der 7. Wohneinheit.

Einen vollständigen Überblick über alle KfW-Förderprogramme für Sanierung und Heizungstausch finden Sie in unserem Leitfaden zur KfW-Förderung 2026.

Rechenbeispiel: Luft-Wasser-Wärmepumpe für 32.000 €, Austausch einer 25-jährigen Gasheizung, Haushaltseinkommen 35.000 €:

  • Förderfähige Kosten: 30.000 € (Deckelung)
  • Grundförderung: 30 % = 9.000 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 20 % = 6.000 €
  • Einkommensbonus: 30 % = 9.000 €
  • Aber: Max. 70 % = 21.000 €
  • Eigenanteil: 11.000 €

KfW 358/359: Ergänzungskredit

Zusätzlich zur Zuschussförderung gibt es zinsgünstige Kredite bis 120.000 € pro Wohneinheit. Das Programm KfW 358 richtet sich an Haushalte mit einem Einkommen unter 90.000 € pro Jahr und bietet besonders günstige Konditionen.

Wann muss die Heizung raus?

Gesetzliche Pflicht (GEG § 72):

  • Konstanttemperaturkessel älter als 30 Jahre: Austauschpflicht
  • Ausnahme: Niedertemperatur- und Brennwertkessel: kein Zwang
  • Bei Eigentümerwechsel: Austausch alter Kessel innerhalb von 2 Jahren

Wirtschaftliche Gründe:

  • Reparaturkosten steigen mit dem Alter
  • Ersatzteile für alte Modelle werden knapp
  • CO₂-Kosten steigen jährlich
  • Förderung ist budgetiert, je früher, desto sicherer

Faustregel: Wenn Ihre Heizung älter als 20 Jahre ist und eine größere Reparatur ansteht, ist der Tausch fast immer wirtschaftlicher als die Reparatur.

In 5 Schritten zur neuen Heizung

1. Gebäude analysieren Wie hoch ist Ihr Energieverbrauch? Welche Vorlauftemperatur brauchen Sie? reduco liefert diese Analyse in wenigen Minuten.

2. System auswählen Basierend auf Gebäudetyp, Dämmzustand und lokalen Gegebenheiten (Gasanschluss, Fernwärme, Grundstücksgröße).

3. Förderung beantragen Vor der Auftragserteilung bei der KfW (Heizungstausch) oder BAFA (Einzelmaßnahmen). Tipp: Ein Energieberater ist für den KfW-458-Antrag erforderlich, dessen Kosten sind ebenfalls förderfähig.

4. Angebote einholen Mindestens drei Angebote von qualifizierten Fachbetrieben. Achten Sie auf Erfahrung mit dem gewählten System.

5. Umsetzen und dokumentieren Nach der Installation: Abnahme durch den Energieberater, Verwendungsnachweis an die KfW, Förderung abrufen.

Häufige Fragen

Was ist die günstigste Heizung 2026?

In der Anschaffung: Gas-Brennwert (7.000–10.000 €). Über die gesamte Lebensdauer: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Förderung. Trotz Anschaffungskosten von 27.000–40.000 € vor Förderung machen die KfW-Zuschüsse und die deutlich niedrigeren Betriebskosten die Wärmepumpe langfristig zur günstigsten Option.

Brauche ich einen Energieberater für den Heizungstausch?

Für den KfW-458-Antrag: Ja, ein Energieeffizienz-Experte muss den Heizungstausch begleiten. Die Kosten dafür (ca. 500–1.000 €) sind über KfW förderfähig. Für eine reine Gasheizung ohne Förderung brauchen Sie keinen Energieberater, aber dann gibt es eben auch kein Geld vom Staat.

Kann ich die alte Ölheizung noch reparieren?

Ja, funktionierende Heizungen dürfen weiter betrieben und repariert werden. Eine Pflicht zum Austausch besteht nur bei Konstanttemperaturkesseln über 30 Jahren (§ 72 GEG). Bedenken Sie aber: Jedes Jahr Reparatur ist ein Jahr, in dem Sie steigende CO₂-Kosten zahlen und auf die Förderung für eine neue Heizung verzichten.

Was kostet eine neue Heizung für ein Mehrfamilienhaus?

Die Kosten skalieren mit der Anzahl der Wohneinheiten. Für ein MFH mit 6 Wohneinheiten liegt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bei ca. 45.000–70.000 €. Die Förderung über KfW 458 berechnet sich pro Wohneinheit: 30.000 € (1. WE) + 5 × 15.000 € = 105.000 € förderfähige Kosten, bei 70 % Zuschuss maximal 49.000 €. Details finden Sie im Abschnitt "Heizungstausch im Mehrfamilienhaus" oben.

Sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus in den nächsten Jahren?

Ja. Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt aktuell 20 % und gilt in dieser Höhe bis Ende 2028. Ab 2029 sinkt er alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte: auf 17 % (2029–2030), 14 % (2031–2032) und so weiter. Wer den vollen Bonus mitnehmen will, sollte den Heizungstausch vor Ende 2028 beantragen.

Lohnt sich eine Gasheizung 2026 noch?

In der Anschaffung ist die Gasheizung mit 7.000–10.000 € das günstigste System. Über 20 Jahre ist sie jedoch das teuerste: Ohne Förderung, mit steigenden CO₂-Kosten und der Bio-Treppe ab 2029 summieren sich die Gesamtkosten auf rund 74.000 € – gegenüber ca. 55.000 € für eine geförderte Luft-Wasser-Wärmepumpe. Eine Gasheizung kann als Übergangslösung sinnvoll sein, wenn Fernwärme in absehbarer Zeit geplant ist. Einen detaillierten Vergleich beider Systeme finden Sie in unserem Artikel Wärmepumpe vs. Gasheizung.


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