Ratgeber
Luft-Luft-Wärmepumpe: Kosten, Funktion und Einsatzgebiete 2026

Hendrik Stotz
Zertifizierter Energieeffizienz-Experte
Stand: 8. September 202616 Minuten

Bekannt aus


















Das Wichtigste in Kürze
- Kosten: Inklusive Einbau 4.500–14.000 EUR – ein Single-Split-Gerät liegt bei 2.000–4.000 EUR, ein Multi-Split-Ganzhaussystem bei 8.000–14.000 EUR.
- Funktion: Heizt und kühlt direkt über die Raumluft, ohne Wasserkreislauf, Heizkörper oder Fußbodenheizung – kann aber kein Warmwasser bereiten.
- Effizienz: Der SCOP liegt typisch bei 3,5–4,2 und damit oft leicht höher als bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im gleichen Gebäude.
- Förderung: Über die BEG EM sind seit dem 21. Juli 2026 einkommensabhängig 30–80 % möglich, aber stark eingeschränkt – das Gerät muss BAFA-gelistetes, primäres Heizsystem sein. Der frühere 5 %-Effizienzbonus ist für alle Wärmepumpen ersatzlos entfallen.
- Warmwasser: Für Warmwasser ist eine separate Lösung nötig, meist eine Brauchwasser-Wärmepumpe für ca. 2.000–3.500 EUR.
- Eignung: Ideal für gut gedämmte Gebäude (KfW 40/55, Heizwärmebedarf unter ca. 50 kWh/m²/a); für unsanierte Altbauten ungeeignet.
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Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kostet 2026 inklusive Einbau zwischen 4.500 und 14.000 EUR – ein Bruchteil dessen, was eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet. Sie heizt direkt über die Luft, braucht keine Heizkörper, keine Fußbodenheizung und keinen Wasserkreislauf. Dafür kann sie kein Warmwasser bereiten. Ob sich das System für Ihr Gebäude lohnt, welche Förderung es gibt und wo die Grenzen liegen – dieser Ratgeber klärt alle Fragen ehrlich.
Update (Stand: 14. Juli 2026) – Neue BEG-Förderung nach dem GModG: Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, Bundestag + Bundesrat 10.07.2026) und der neuen BEG-Förderrichtlinie gelten ab 21. Juli 2026 neue Fördersätze: Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt von 20 % auf 16 % (und danach halbjährlich weiter bis 0 % ab 01.08.2028), der Effizienzbonus (5 %) entfällt für alle Wärmepumpen ersatzlos, die maximal förderfähigen Kosten für die Heizung sinken von 30.000 € auf 28.000 €, und statt des starren 70-%-Deckels gilt nun ein einkommensabhängiger Deckel von bis zu 80 %.
Was ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie als erwärmte Luft direkt in den Innenraum ab. Im Prinzip ist es ein reversibler Klimasplit – dasselbe Gerät, das im Sommer kühlt, heizt im Winter.
Der entscheidende Unterschied zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe: Es gibt keinen Wasserkreislauf. Die Wärme wird nicht über Heizkörper oder Fußbodenheizung verteilt, sondern direkt über die Luft. Das macht die Installation deutlich einfacher und günstiger, bringt aber auch Einschränkungen mit sich. Welches der beiden Systeme zu welchem Gebäude passt, stellt der Direktvergleich Luft-Luft oder Luft-Wasser-Wärmepumpe Kriterium für Kriterium gegenüber.
Beide Bauarten sind übrigens Luftwärmepumpen, denn beide ziehen ihre Energie aus der Außenluft. Im Alltag ist mit „Luftwärmepumpe" allerdings fast immer die wasserführende Variante gemeint; deren Preise stehen im Kostenratgeber zur Luft-Wasser-Wärmepumpe. Dieser Ratgeber behandelt ausschließlich die Luft-Luft-Bauform.
Funktionsprinzip
Das Funktionsprinzip ist identisch mit dem einer herkömmlichen Wärmepumpe:
- Verdampfer (Außeneinheit): Kältemittel nimmt Wärme aus der Außenluft auf und verdampft.
- Kompressor: Der Verdichter erhöht den Druck und damit die Temperatur des gasförmigen Kältemittels.
- Kondensator (Inneneinheit): Das heiße Kältemittel gibt die Wärme an die Raumluft ab und wird wieder flüssig.
- Expansionsventil: Das Kältemittel wird entspannt und der Kreislauf beginnt von vorn.
Im Kühlbetrieb wird der Kreislauf einfach umgekehrt – die Inneneinheit entzieht dem Raum Wärme und die Außeneinheit gibt sie an die Umgebung ab.
Bauformen
Es gibt zwei grundlegende Varianten:
Single-Split: Ein Außengerät versorgt ein Innengerät. Ideal für einzelne Räume – zum Beispiel ein Wohnzimmer oder ein Home-Office.
Multi-Split: Ein leistungsstärkeres Außengerät versorgt mehrere Innengeräte (typisch 2–5 Stück). Damit lässt sich ein ganzes Haus beheizen und kühlen, wobei jeder Raum individuell geregelt werden kann.
Die Innengeräte gibt es als Wandgeräte, Deckengeräte, Truhengeräte oder Kanalgeräte für den Einbau in abgehängte Decken. Wandgeräte sind am verbreitetsten und am günstigsten. Welche Single-Split- und Multi-Split-Baureihen ein Hersteller führt, zeigt beispielhaft der Bosch Klimaanlage Test 2026.
Beide Varianten benötigen eine Außeneinheit. Wer darauf verzichten will, kann zu einem Monoblock- oder Fenster-Klimagerät ohne Außeneinheit greifen – eine kompaktere, aber weniger effiziente Lösung für einzelne Räume.
Was kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe 2026?
Die Kosten liegen deutlich unter denen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Hauptgrund: Es entfallen Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, hydraulischer Abgleich und die Einbindung in ein wassergeführtes Heizsystem.
| Variante | Gerätekosten | Installation | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| Single-Split (1 Raum) | 1.200–2.500 EUR | 800–1.500 EUR | 2.000–4.000 EUR |
| Multi-Split (2–3 Räume) | 3.000–5.500 EUR | 2.500–4.500 EUR | 5.500–10.000 EUR |
| Multi-Split (4–5 Räume, ganzes Haus) | 5.000–8.000 EUR | 3.000–6.000 EUR | 8.000–14.000 EUR |
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Kostenaufschlüsselung im Detail
| Position | Typischer Kostenanteil | Erläuterung |
|---|---|---|
| Innengerät(e) | 600–2.000 EUR pro Stück | Wandgeräte am günstigsten, Kanalgeräte am teuersten |
| Außengerät | 1.200–3.500 EUR | Multi-Split-Geräte mit höherer Leistung kosten mehr |
| Kältemittelleitungen | 40–80 EUR/m | Länge abhängig von der Entfernung zwischen Innen- und Außengerät |
| Montage und Inbetriebnahme | 1.500–4.000 EUR | Wanddurchbrüche, Befestigung, Vakuumieren, Befüllen |
| Elektroarbeiten | 300–800 EUR | Absicherung, ggf. eigener Stromkreis |
| Kondensatableitung | 100–300 EUR | Schlauch oder Rohr zur Ableitung des Kondenswassers |
Wichtig: Beauftragen Sie ausschließlich zertifizierte Kältetechnik-Fachbetriebe. Nur diese dürfen Kältemittelleitungen herstellen und Anlagen in Betrieb nehmen. Eine unsachgemäße Installation führt zu Leistungsverlust, höherem Stromverbrauch und kann den Garantieanspruch vernichten.
Laufende Kosten
Die Betriebskosten einer Luft-Luft-Wärmepumpe sind niedrig – vorausgesetzt, das Gebäude ist gut gedämmt und der Heizwärmebedarf entsprechend gering.
Beispielrechnung für ein gut gedämmtes Einfamilienhaus (120 m², KfW 55, Heizwärmebedarf 40 kWh/m²/a):
| Position | Kosten pro Jahr |
|---|---|
| Stromkosten Heizung (4.800 kWh ÷ SCOP 3,8 = 1.263 kWh × 0,24 EUR) | ca. 303 EUR |
| Stromkosten Kühlung (ca. 300 kWh, geschätzt) | ca. 72 EUR |
| Wartung (alle 2 Jahre à 150–250 EUR) | ca. 100 EUR |
| Gesamt | ca. 475 EUR |
Zum Vergleich: Eine Gasheizung im gleichen Gebäude würde ca. 530–580 EUR Brennstoffkosten verursachen (4.800 kWh × 0,11–0,12 EUR/kWh) – Tendenz steigend durch den CO₂-Preis. Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist bei gut gedämmten Gebäuden also bereits heute günstiger im Betrieb.
Nicht vergessen: Sie brauchen zusätzlich eine Lösung für Warmwasser. Eine elektrische Warmwasser-Wärmepumpe (Brauchwasserwärmepumpe) kostet ca. 2.000–3.500 EUR und verbraucht bei einem 3-Personen-Haushalt rund 300–500 kWh Strom pro Jahr.
Effizienz: COP und SCOP
Die Effizienz einer Luft-Luft-Wärmepumpe wird über den COP (Coefficient of Performance) und den SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) gemessen.
| Außentemperatur | Typischer COP |
|---|---|
| +7 °C (Normprüfpunkt) | 4,0–4,5 |
| 0 °C | 3,2–3,8 |
| −7 °C | 2,5–3,2 |
| −15 °C | 2,0–2,5 |
SCOP (saisonale Effizienz über die gesamte Heizperiode): 3,5–4,2
Der SCOP einer Luft-Luft-Wärmepumpe ist oft leicht höher als der einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im gleichen Gebäude. Der Grund: Die Wärme muss nicht erst auf ein wassergeführtes System mit Vorlauftemperaturen von 35–55 °C übertragen werden, sondern wird direkt an die Raumluft abgegeben. Der Temperaturhub ist geringer, und geringerer Temperaturhub bedeutet höhere Effizienz. Welche Effizienzwerte konkrete Baureihen erreichen, vergleicht der Datenblatt-Check Klimaanlage Daikin oder Mitsubishi.
Förderung: BEG-Zuschüsse und ihre Einschränkungen
Hier wird es kompliziert – und viele Interessenten erleben eine Überraschung. Grundsätzlich ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) förderfähig. Die Fördersätze entsprechen denen anderer Wärmepumpen:
- Grundförderung: 30 % (unverändert)
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % (bei Austausch bestimmter Altanlagen) – seit 21. Juli 2026 abgesenkt von 20 % und danach halbjährlich weiter sinkend bis auf 0 % ab 01.08.2028
- Einkommensbonus: 40 % (zu versteuerndes Einkommen ≤ 30.000 EUR), 30 % (> 30.000–40.000 EUR) oder 10 % (> 40.000–50.000 EUR); bei mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt reduziert sich das maßgebliche Einkommen einmalig um 10.000 EUR (Familienzuschlag)
- Maximal: einkommensabhängiger Deckel von 80 % (Geringverdiener) bzw. 70 % der förderfähigen Kosten (gedeckelt auf 28.000 EUR pro Wohneinheit für die erste Wohneinheit)
Aber: Wichtige Einschränkungen
1. Das Gerät muss als Heizungsanlage zugelassen sein, nicht nur als Klimaanlage. Die meisten handelsüblichen Split-Klimageräte sind primär als Klimaanlagen klassifiziert. Für die BEG-Förderung muss das Gerät auf der BAFA-Liste der förderfähigen Wärmepumpen stehen. Das betrifft nur bestimmte Modelle bestimmter Hersteller. Wie viele Geräte von Bosch und Mitsubishi dort gelistet sind, zeigt der Vergleich Klimaanlage Bosch oder Mitsubishi.
2. Die Luft-Luft-Wärmepumpe muss das primäre Heizsystem des Gebäudes sein. Eine Ergänzung zur bestehenden Gasheizung reicht nicht aus. Das Gerät muss nachweislich den überwiegenden Wärmebedarf des Gebäudes decken.
3. Der Effizienzbonus ist ganz entfallen – für jede Wärmepumpe. Der frühere 5 %-Effizienzbonus für natürliche Kältemittel oder Erdwärme-/Wasserquellen ist mit der neuen BEG-Förderrichtlinie zum 21. Juli 2026 ersatzlos gestrichen worden. Bis dahin war das Fehlen dieses Bonus ein Nachteil speziell für Luft-Luft-Wärmepumpen; seitdem entfällt er für alle Systeme gleichermaßen. Die maximale Förderhöhe richtet sich jetzt allein nach dem einkommensabhängigen Deckel von bis zu 80 %.
4. In der Praxis: Förderung oft nicht realisierbar. Wer ein einzelnes Split-Klimagerät für das Wohnzimmer installiert, wird keine Förderung erhalten – das Gerät ist offensichtlich kein primäres Heizsystem. Realistisch ist die Förderung nur bei einer Ganzhausanlage (Multi-Split) in einem gut gedämmten Gebäude, bei der die Luft-Luft-Wärmepumpe nachweislich die gesamte Heizlast abdeckt.
Rechenbeispiel: Förderung für ein Multi-Split-System
Familie Schmidt ersetzt ihre 25 Jahre alte Gasheizung in einem gut gedämmten Einfamilienhaus (KfW 55) durch ein Multi-Split-System mit 5 Innengeräten. Das Gerät steht auf der BAFA-Liste. Zu versteuerndes Einkommen: 35.000 EUR, ein minderjähriges Kind im Haushalt. Durch den Familienzuschlag (einmalige Reduktion um 10.000 EUR) sinkt das maßgebliche Einkommen auf 25.000 EUR – damit greift der höchste Einkommensbonus von 40 % und der Deckel von 80 %.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Anschaffung + Installation | 13.000 EUR |
| Förderfähige Kosten (max. 28.000 EUR/WE) | 13.000 EUR |
| Grundförderung (30 %) | 3.900 EUR |
| Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) | 2.080 EUR |
| Einkommensbonus (40 %, Einkommen nach Familienzuschlag ≤ 30.000 EUR) | 5.200 EUR |
| Effizienzbonus | entfällt (seit 21.07.2026 gestrichen) |
| Summe der Fördersätze | 86 %, gedeckelt auf 80 % |
| Fördersumme (80 %-Deckel) | 10.400 EUR |
| Eigenanteil | 2.600 EUR |
Dieses Szenario ist der Idealfall. In der Praxis scheitern viele Anträge daran, dass das konkrete Gerät nicht BAFA-gelistet ist oder die Luft-Luft-Wärmepumpe nicht als primäres Heizsystem anerkannt wird.
Tipp: Klären Sie vor dem Kauf mit einem Energieberater und dem Installateur, ob Ihr konkretes Vorhaben förderfähig ist. Ein qualifizierter Energieberater kann die BAFA-Listung prüfen und die Antragstellung begleiten.
Luft-Luft vs. Luft-Wasser: Der ehrliche Vergleich
Die zentrale Frage lautet: Wann ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe sinnvoller als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe? Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
| Kriterium | Luft-Luft-Wärmepumpe | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Kosten (inkl. Installation) | 4.500–14.000 EUR | 27.000–40.000 EUR |
| Warmwasserbereitung | Nein | Ja |
| Heizsystem benötigt | Nein (direkte Lufterwärmung) | Ja (Heizkörper/Fußbodenheizung) |
| Kühlung im Sommer | Ja (Standard) | Nur mit Active Cooling (Aufpreis) |
| SCOP (typisch) | 3,5–4,2 | 3,0–4,0 |
| BEG-Förderung | 30–80 %, aber eingeschränkt | 30–80 %, etabliert |
| Effizienzbonus (5 %) | Entfällt (seit 21.07.2026 für alle gestrichen) | Entfällt (seit 21.07.2026 für alle gestrichen) |
| Installation | 1–2 Tage | 2–5 Tage |
| Wärmeverteilung | Über Luft (Innengeräte pro Raum) | Über Wasser (Heizkörper/FBH) |
| Geeignet für schlecht gedämmte Altbauten | Bedingt | Ja (mit Hochtemperatur-WP) |
| Geeignet für Neubau/gut gedämmt | Sehr gut | Sehr gut |
| Lautstärke Inneneinheit | 20–30 dB(A) | Keine (Wärme über Heizkörper) |
| Lautstärke Außeneinheit | 45–55 dB(A) | 45–55 dB(A) |
| Lebensdauer | 12–18 Jahre | 15–20 Jahre |
Wann ist die Luft-Luft-Wärmepumpe die bessere Wahl?
Die Luft-Luft-Wärmepumpe gewinnt in folgenden Szenarien:
- Das Budget ist begrenzt. Bei Gesamtkosten von unter 14.000 EUR vs. 27.000+ EUR ist der Unterschied erheblich – selbst nach Förderung.
- Es gibt kein wassergeführtes Heizsystem. In Gebäuden mit Elektroheizung, Nachtspeicheröfen oder Kachelofen gibt es keine Heizkörper und keine Rohrleitungen. Die Installation eines Wasserkreislaufs für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wäre extrem aufwändig und teuer.
- Kühlung ist genauso wichtig wie Heizung. Luft-Luft-Wärmepumpen kühlen serienmäßig – und das sehr effizient.
- Das Gebäude ist sehr gut gedämmt. In einem KfW-40/55-Haus oder Passivhaus ist der Heizwärmebedarf so niedrig, dass eine direkte Lufterwärmung vollkommen ausreicht.
Wann ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe besser?
- Sie brauchen Warmwasser. Die Luft-Luft-Wärmepumpe kann kein Warmwasser bereiten – Sie benötigen eine zusätzliche Lösung.
- Das Gebäude ist schlecht gedämmt. Bei hohem Heizwärmebedarf reicht die Lufterwärmung allein nicht aus, um alle Räume gleichmäßig warm zu halten.
- Sie bevorzugen Strahlungswärme. Heizkörper und Fußbodenheizung erzeugen Strahlungswärme, die als angenehmer empfunden wird als erwärmte Luft.
- Fördersicherheit ist wichtig. Die BEG-Förderung für Luft-Wasser-Wärmepumpen ist etabliert und unkompliziert – bei Luft-Luft gibt es deutlich mehr Unsicherheiten.
Einen detaillierten Kostenvergleich verschiedener Heizsysteme über 20 Jahre finden Sie in unserem Wärmepumpe vs. Gasheizung Vergleich.
Für wen lohnt sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Ideal geeignet
Gut gedämmte Neubauten (KfW 40/55, Passivhaus): In einem Passivhaus oder KfW-40-Haus liegt der Heizwärmebedarf bei 15–30 kWh/m² pro Jahr. Das ist so wenig, dass eine direkte Lufterwärmung vollkommen genügt. Viele Passivhäuser in Skandinavien nutzen exakt dieses Konzept. In Norwegen haben rund 60 % aller Haushalte eine Luft-Luft-Wärmepumpe – dort ist es Standard, nicht Exot.
Gebäude ohne wassergeführtes Heizsystem: Ältere Häuser mit Nachtspeicherheizung, Elektrodirektheizung oder Kachelofen haben oft keinerlei Heizungsrohre. Die Nachrüstung eines kompletten Wasserkreislaufs für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann leicht 10.000–20.000 EUR zusätzlich kosten. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe umgeht dieses Problem komplett.
Ergänzungsheizung: Ein einzelnes Split-Gerät im Wohnzimmer oder Hauptaufenthaltsraum kann die bestehende Heizung entlasten und die Heizkosten senken – besonders in der Übergangszeit (Frühjahr/Herbst), wenn die Hauptheizung überdimensioniert ist.
Ferienwohnungen und Wochenend-Häuser: Die schnelle Aufheizzeit (ein Raum ist in 10–15 Minuten auf Temperatur) und die geringen Investitionskosten machen die Luft-Luft-Wärmepumpe ideal für Objekte, die nicht dauerhaft bewohnt werden. Wird in einem Anbau oder Ferienhaus zusätzlich Warmwasser gebraucht, kommt für genau diese kleinen Objekte auch eine Mini-Wärmepumpe als kompakte Alternative infrage.
Bedingt geeignet
Sanierte Altbauten (KfW 70/85): Nach einer energetischen Sanierung kann der Heizwärmebedarf niedrig genug sein. Entscheidend ist eine gute Dämmung und moderate Heizlast. Hier lohnt sich eine individuelle Berechnung.
Nicht geeignet
Unsanierte Altbauten mit hohem Heizwärmebedarf: Bei einem Heizwärmebedarf von über 100 kWh/m² pro Jahr reicht die Lufterwärmung nicht aus, um das Gebäude gleichmäßig zu beheizen. Die Innengeräte müssten überdimensioniert und permanent auf hoher Stufe laufen – das ist ineffizient, laut und unkomfortabel.
Gebäude mit hohem Warmwasserbedarf: Große Familien oder Mehrfamilienhäuser mit erheblichem Warmwasserbedarf brauchen ein integriertes System. Zwei separate Anlagen (Luft-Luft-WP + Brauchwasser-WP) können zwar funktionieren, sind in Summe aber oft nicht günstiger als eine einzige Luft-Wasser-Wärmepumpe, die beides abdeckt.
Lautstärke: Wie laut wird es?
Die Geräuschentwicklung ist ein häufiges Thema – sowohl gegenüber den Bewohnern als auch gegenüber den Nachbarn.
| Komponente | Schalldruckpegel | Vergleich |
|---|---|---|
| Innengerät (niedrigste Stufe) | 20–22 dB(A) | Leiser als ein Flüstern |
| Innengerät (mittlere Stufe) | 25–35 dB(A) | Vergleichbar mit einer Bibliothek |
| Innengerät (höchste Stufe) | 35–45 dB(A) | Vergleichbar mit einem Kühlschrank |
| Außengerät | 45–55 dB(A) | Vergleichbar mit normalem Gespräch |
Innengeräte moderner Premiumhersteller (Mitsubishi Electric, Daikin, Panasonic) erreichen auf der niedrigsten Stufe 19–22 dB(A) – im Schlafzimmer kaum wahrnehmbar.
Außengeräte sollten nicht direkt vor dem Schlafzimmerfenster des Nachbarn platziert werden. Ein Mindestabstand von 3 Metern zur Grundstücksgrenze ist empfehlenswert. Die TA Lärm schreibt für reine Wohngebiete nachts maximal 35 dB(A) am Immissionsort vor – das ist bei korrekter Platzierung in der Regel einzuhalten.
Beliebte Hersteller und Modellreihen
Die führenden Hersteller im Bereich Luft-Luft-Wärmepumpen mit Heizfunktion:
| Hersteller | Modellreihe (Beispiel) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Mitsubishi Electric | MSZ-LN / MSZ-AP | Sehr leise, hohe Effizienz, BAFA-gelistete Modelle verfügbar |
| Daikin | Stylish / Perfera | Breites Sortiment, gute Ersatzteilversorgung |
| Panasonic | Etherea / TZ-Serie | Nanoe-X-Luftreinigung, solide Verarbeitung |
| Samsung | Wind-Free | Zugluftfreie Luftverteilung über Mikroperforation |
| LG | Artcool / Dualcool | Design-Innengeräte, Ionisator-Funktion |
Tipp: Achten Sie beim Kauf darauf, ob das konkrete Modell für den Heizbetrieb bis mindestens −15 °C spezifiziert ist. Günstige Klimageräte ohne Winterfestigkeit schalten bei Frost den Heizbetrieb ab – für eine Nutzung als Hauptheizung in Deutschland unbrauchbar.
Warmwasser: Die wichtigste Einschränkung
Die Luft-Luft-Wärmepumpe erwärmt ausschließlich die Raumluft. Für die Warmwasserbereitung brauchen Sie eine separate Lösung:
| Lösung | Kosten | Stromverbrauch (3-Pers.-HH) | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Brauchwasser-Wärmepumpe | 2.000–3.500 EUR | 300–500 kWh/a | Effizienteste Lösung, COP 2,5–3,5 |
| Elektro-Durchlauferhitzer | 200–500 EUR | 1.500–2.500 kWh/a | Günstig in der Anschaffung, teuer im Betrieb |
| Elektro-Warmwasserspeicher | 300–800 EUR | 1.200–2.000 kWh/a | Etwas besser als Durchlauferhitzer |
| Solarthermie + Speicher | 4.000–8.000 EUR | 0 kWh (Mai–Sept.) | Nur im Sommer autark, braucht Backup |
Die wirtschaftlichste Kombination ist Luft-Luft-Wärmepumpe + Brauchwasser-Wärmepumpe. Die Gesamtinvestition für ein Ganzhaussystem mit Warmwasser liegt dann bei 10.000–17.500 EUR – immer noch deutlich unter einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Luft-Luft-Wärmepumpe oder Klimaanlage: Wo ist der Unterschied?
Technisch sind moderne Split-Klimaanlagen mit Heizfunktion nichts anderes als Luft-Luft-Wärmepumpen: Beide übertragen Wärme direkt an die Raumluft, nur die Vermarktung unterscheidet sich. Wer primär kühlen und in der Übergangszeit heizen will, findet die Geräte im Split-Klimaanlagen-Vergleich; die Testsieger-Modelle stehen im Mitsubishi-Klimaanlagen-Test. Für die Vollheizung eines Hauses mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung bleibt dagegen die Luft-Wasser-Wärmepumpe die richtige Wahl.
Welche Leistung braucht eine Luft-Luft-Wärmepumpe? Auslegung und Zahl der Innengeräte
Im Datenblatt steht die Kühlleistung meist ganz oben, für die Heizung zählt jedoch ein anderer Wert: Pdesignh gibt an, welche Heizlast das Gerät im Auslegungspunkt der durchschnittlichen Heizperiode deckt. Beide Werte fallen deutlich auseinander.
| Wandgerät (Samsung Wind-Free) | Kühlleistung (Pdesignc) | Gedeckte Heizlast (Pdesignh) | SCOP |
|---|---|---|---|
| AR09TXFCAWKN | 2,5 kW | 2,1 kW | 4,0 |
| AR12TXFCAWKN | 3,5 kW | 2,2 kW | 4,0 |
| AR24TXEAAWKN | 6,5 kW | 4,1 kW | 4,0 |
Quellen: Samsung, Produktdatenblatt Wind-Free nach Verordnung (EU) 626/2011 · Stand: September 2026
Für den Kühlfall nennt die Verbraucherzentrale als Faustwert mindestens 60 Watt pro Quadratmeter; ein 25 m² großes Wohnzimmer braucht damit rund 1,5 kW Kühlleistung. Im Heizfall entscheidet dagegen die Heizlast des Raums, und die hängt an Dämmstandard und Baujahr, nicht an der Fläche allein.
Beheizt wird außerdem nur, wo ein Innengerät hängt: Warme Luft wandert nicht durch geschlossene Türen, jeder Raum braucht sein eigenes Gerät. Wie viele Innengeräte ein Multi-Split-Außengerät versorgt und wie viel Wärme es dabei liefert, steht im Datenblatt der Serie: Panasonic gibt für Power Heat Multi Z 6,40 kW Nennheizleistung bei zwei und 8,60 kW bei drei Innengeräten an. Wie viel Kilowatt Ihr Gebäude insgesamt braucht, zeigt die kW-Tabelle zur Dimensionierung; belastbar wird die Zahl erst mit einer Heizlastberechnung.
Was spart eine Luft-Luft-Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung?
Belastbar wird der Vergleich erst, wenn beide Systeme auf derselben Einheit stehen: dem Preis je Kilowattstunde Wärme, die im Raum ankommt.
| Kennwert | Luft-Luft-Wärmepumpe | Gas-Brennwertkessel |
|---|---|---|
| Arbeitspreis | 37,0 ct/kWh Haushaltsstrom | 11,93 ct/kWh Erdgas (EFH) |
| Effizienz | SCOP 4,0 | Norm-Nutzungsgrad 98 % (Hs) |
| Kosten je kWh Wärme | 9,3 ct | 12,2 ct |
| 4.800 kWh Heizwärme pro Jahr | 444 EUR | 584 EUR |
Quellen: BDEW-Strompreisanalyse (21.08.2026), BDEW-Gaspreisanalyse (24.08.2026), Samsung-Produktdatenblatt, Viessmann Vitodens 200-W · Stand: September 2026
Es bleiben rund 140 EUR im Jahr, und das gegen einen neuen Brennwertkessel im Bestwert; ein alter Kessel erreicht diesen Nutzungsgrad nicht. Gerechnet ist mit dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis: Mit einem eigenen Wärmepumpentarif oder mit selbst erzeugtem PV-Strom sinkt die Seite der Wärmepumpe weiter.
Der Jahresbetrag ist allerdings nur die halbe Rechnung, denn über die Nutzungsdauer entscheidet der Eigenanteil nach Förderung. Wie sich das rechnet, zeigt der Ratgeber zur Amortisation der Wärmepumpe; alle Brennstoffe nebeneinander stellt der Heizkostenvergleich 2026.
Luft-Luft-Wärmepumpe als Ergänzung zur bestehenden Gas- oder Ölheizung
Nicht jedes Vorhaben zielt auf die Vollheizung. Ein einzelnes Wandgerät im Hauptaufenthaltsraum übernimmt Frühjahr und Herbst, während der Kessel für die kalten Wochen und für das Warmwasser stehen bleibt. Technisch genügt dafür ein Standardgerät: LG spezifiziert das Wandgerät S12EC mit 3,5 kW Leistung, Heizbetrieb bis −15 °C Außentemperatur und 19 dB(A) auf der leisesten Stufe.
Der Heizkosteneffekt bleibt überschaubar. Verschiebt das Gerät angenommene 3.000 kWh Wärme pro Jahr vom Kessel auf die Wärmepumpe, sind das bei den oben genannten Arbeitspreisen rund 88 EUR im Jahr. Der eigentliche Gewinn liegt im Komfort und in der Kühlung im Sommer.
Zwei Einschränkungen gehören dazu: Als Ergänzung ist das Gerät nicht BEG-förderfähig, weil es nicht das primäre Heizsystem des Gebäudes ist. Und der Einbau bleibt Sache eines Fachbetriebs, denn Split-Geräte dürfen nur Kälte- und Klimatechniker installieren. Den rechtlichen Rahmen ordnet der Ratgeber zur Split-Klimaanlage als Übergangsheizung ein.
Vor- und Nachteile der Luft-Luft-Wärmepumpe im Überblick
Dafür spricht:
- Niedrige Investition und kurze Bauzeit, weil Wasserkreislauf, Pufferspeicher und Warmwasserspeicher entfallen.
- Kühlen im Sommer ist serienmäßig enthalten und keine Aufpreis-Option.
- Jeder Raum wird einzeln geregelt, ungenutzte Zimmer bleiben aus.
- Hohe Effizienz ohne Heizkurve und Vorlauftemperatur: Die oben genannten Wandgeräte erreichen einen SCOP von 4,0.
Dagegen spricht:
- Kein Warmwasser, dafür ist immer eine zweite Anlage nötig.
- Die Kühlleistung ist kein Maß für die Heizleistung: Beim größten Gerät der Reihe stehen 6,5 kW Kühlleistung nur 4,1 kW gedeckter Heizlast gegenüber.
- Sichtbare Innengeräte in jedem beheizten Raum plus ein Außengerät an der Fassade.
- Warme Luft statt Strahlungswärme, dazu spürbare Luftbewegung im Raum.
- Förderung nur im Ausnahmefall, weil das Gerät primäres Heizsystem sein muss.
Häufige Fragen
Was kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe 2026?
Ein Single-Split-Gerät kostet inklusive Installation 2.000–4.000 EUR. Ein Multi-Split-System für ein ganzes Einfamilienhaus liegt bei 8.000–14.000 EUR. Dazu kommen ggf. 2.000–3.500 EUR für eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe.
Kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe ein ganzes Haus heizen?
Ja – vorausgesetzt, das Gebäude ist gut gedämmt (Heizwärmebedarf unter ca. 50 kWh/m²/a). Ein Multi-Split-System mit Innengeräten in jedem Raum kann die gesamte Heizlast abdecken. In Norwegen ist dieses Konzept Standard: Rund 60 % der Haushalte heizen mit Luft-Luft-Wärmepumpen.
Kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe auch kühlen?
Ja, und das ist einer der großen Vorteile. Jedes moderne Split-Gerät kann heizen und kühlen. Im Kühlbetrieb wird der Kältekreislauf umgekehrt – die Inneneinheit entzieht dem Raum Wärme und gibt sie über die Außeneinheit ab. Im Sommer funktioniert das System also wie eine klassische Klimaanlage. Wer den Kühlstrom selbst erzeugt, kann eine Klimaanlage mit Photovoltaik-Strom betreiben und so für 10–15 statt 37 ct/kWh kühlen.
Gibt es Förderung für Luft-Luft-Wärmepumpen?
Grundsätzlich ja – über die BEG EM sind seit dem 21. Juli 2026 einkommensabhängig 30–80 % Förderung möglich (Grundförderung 30 %, Klimageschwindigkeitsbonus 16 %, Einkommensbonus bis 40 %). Aber: Das Gerät muss auf der BAFA-Liste stehen und als primäres Heizsystem des Gebäudes dienen. Wer einfach ein Klimagerät zum Heizen nutzen will, erhält keine Förderung. Klären Sie die Förderfähigkeit vor dem Kauf mit einem Energieberater.
Wie laut ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Die Innengeräte erreichen auf der niedrigsten Stufe 20–22 dB(A) – leiser als ein Flüstern. Die Außeneinheit liegt bei 45–55 dB(A), vergleichbar mit einem normalen Gespräch. Bei korrekter Platzierung sind die Geräuschimmissionen unkritisch.
Luft-Luft oder Luft-Wasser: Was ist besser?
Das hängt vom Gebäude ab. Luft-Luft ist günstiger, einfacher zu installieren und kühlt serienmäßig. Dafür gibt es kein Warmwasser, die Wärmeverteilung ist weniger gleichmäßig und die Förderung unsicher. Für gut gedämmte Gebäude ohne bestehendes Wasserheizungssystem ist Luft-Luft oft die wirtschaftlichere Wahl. Für Altbauten mit vorhandenem Heizkörpersystem ist Luft-Wasser meist die bessere Lösung. Kosten, Montage und Förderung der Luft-Wasser-Variante rechnet der Kostenratgeber zur Luftwärmepumpe im Detail durch; die Kriterien der Entscheidung stellt der Direktvergleich Luft-Luft oder Luft-Wasser gegenüber.
Heizt eine Luft-Luft-Wärmepumpe auch bei Minusgraden?
Ja, sofern das Gerät für den Heizbetrieb bei Frost freigegeben ist. LG gibt für das Wandgerät S12EC Heizbetrieb bis −15 °C Außentemperatur an, Panasonic für die Multi-Split-Serie Power Heat Multi Z einen Betriebsbereich bis −25 °C. Die Heizleistung sinkt dabei deutlich: Die Außeneinheit CU-2Z50ABEC liefert laut Panasonic bei −15 °C maximal 5,90 kW und bei −25 °C noch 3,90 kW, gegenüber 6,40 kW Nennheizleistung. Dazu kommen Abtauzyklen, in denen das Gerät kurzzeitig nicht heizt. Für die Auslegung zählt deshalb nicht die Nennleistung, sondern die Leistung bei Ihrer Auslegungstemperatur.
Worauf kommt es beim Kauf einer Luft-Luft-Wärmepumpe an?
Auf vier Punkte. Erstens auf den SCOP der durchschnittlichen Heizperiode, denn Datenblätter weisen daneben oft einen höheren Wert für die warme Heizperiode aus: bei der Samsung-Wind-Free-Reihe 4,0 gegenüber 4,6 bis 4,7. Zweitens auf die untere Einsatzgrenze im Heizbetrieb, die im Datenblatt steht und nicht im Prospekt. Drittens auf das Kältemittel: Das verbreitete R-32 hat ein Treibhauspotenzial von 675, und die Vorgaben für Kältemittel ändern sich. Viertens auf den Fachbetrieb, der den Kältekreis anschließt.
Nächster Schritt: Eignung prüfen
Ob eine Luft-Luft-Wärmepumpe für Ihr Gebäude die richtige Lösung ist, hängt vor allem vom Dämmzustand, der Heizlast und Ihrer bestehenden Infrastruktur ab. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht – aber eine fundierte Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einschätzung zu Heizlast, Sanierungspotenzial und Fördermöglichkeiten. So sehen Sie sofort, ob eine Luft-Luft-Wärmepumpe ausreicht oder ob eine Luft-Wasser-Lösung wirtschaftlicher wäre.
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