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Luftwärmepumpe vs. Erdwärmepumpe: Kosten, Effizienz und Förderung im Vergleich

Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe? Ehrlicher Vergleich 2026: Kosten, JAZ, Förderung, Lautstärke und 20-Jahres-Wirtschaftlichkeit.

Luft-Wasser-Wärmepumpe und Erdwärmepumpe im Vergleich

Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe – welches System passt zu Ihrem Gebäude? Rund 85 % aller in Deutschland installierten Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Systeme. Nur etwa 12 % sind Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärme). Heißt das, Erdwärme ist die schlechtere Wahl? Nein. Es heißt, dass die Luft-Wasser-Variante einfacher und günstiger zu installieren ist. Ob sie auch über 20 Jahre die wirtschaftlichere Lösung ist, steht auf einem anderen Blatt.

Dieser Ratgeber vergleicht beide Systeme ehrlich: Anschaffungskosten, Effizienz, Förderung, Lautstärke, Platzbedarf und die Gesamtkosten über 20 Jahre. Am Ende wissen Sie, welche Wärmepumpe für Ihre Situation die bessere Investition ist.

So funktionieren die beiden Systeme

Beide Wärmepumpentypen arbeiten nach dem gleichen thermodynamischen Prinzip: Ein Kältemittelkreislauf entzieht einer Wärmequelle Energie und hebt sie auf ein nutzbares Temperaturniveau an. Der Unterschied liegt in der Wärmequelle.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Wärmequelle. Ein Ventilator saugt Umgebungsluft an und leitet sie über einen Verdampfer, in dem das Kältemittel die Wärme aufnimmt. Das Außengerät steht typischerweise im Garten oder an der Hauswand.

Konsequenz: Die Effizienz schwankt mit der Außentemperatur. An einem milden Wintertag mit 5 °C arbeitet die Anlage deutlich effizienter als bei -10 °C. Außerdem bildet sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Eis am Verdampfer, das regelmäßig abgetaut werden muss – die sogenannten Abtauzyklen kosten zusätzlich Energie.

Erdwärmepumpe (Sole-Wasser)

Die Erdwärmepumpe nutzt das Erdreich als Wärmequelle. Über Erdsonden (vertikale Bohrungen, 50–100 m tief) oder Erdkollektoren (horizontale Verlegung in 1,2–1,5 m Tiefe) zirkuliert eine frostsichere Flüssigkeit (Sole), die dem Boden Wärme entzieht.

Konsequenz: Ab etwa 10 Metern Tiefe herrscht das ganze Jahr über eine nahezu konstante Bodentemperatur von rund 10 °C. Die Erdwärmepumpe arbeitet dadurch unter stabilen Bedingungen – unabhängig davon, ob draußen -15 °C oder +35 °C sind. Abtauzyklen entfallen komplett.

Der große Vergleich: Alle Fakten auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen. Details zu den einzelnen Punkten folgen in den nächsten Abschnitten.

Kriterium Luft-Wasser-Wärmepumpe Erdwärmepumpe (Sole-Wasser)
Gesamtkosten inkl. Einbau 25.000–40.000 EUR 25.000–50.000 EUR
Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,0–4,0 4,0–5,0
Jährliche Stromkosten (20.000 kWh Wärmebedarf) ca. 1.200–1.600 EUR ca. 960–1.200 EUR
Effizienzbonus BEG (5 %) Nur mit R290-Kältemittel Automatisch (Erdwärmequelle)
Maximale BEG-Förderung Bis 70 % Bis 70 %
Lautstärke Außengerät 45–55 dB(A) Kein Außengerät, nahezu lautlos
Platzbedarf außen ca. 1 m² Aufstellfläche Erdsonde: wenige m²; Kollektor: 200–300 m²
Installation 1–2 Tage 1–3 Wochen (inkl. Bohrung/Erdarbeiten)
Genehmigung In der Regel nicht nötig Erdsonde: wasserrechtliche Genehmigung
Abtauzyklen Ja (bei Frost) Nein
Passive Kühlung im Sommer Nur mit Zusatzausstattung (aktiv) Ja, über Erdsonde (sehr günstig)
Lebensdauer Gerät 15–20 Jahre 20–25 Jahre
Lebensdauer Wärmequelle Unbegrenzt (Luft) 50+ Jahre (Erdsonde/Kollektor)
Amortisation gegenüber Gas 8–12 Jahre 10–14 Jahre

Kosten im Detail

Anschaffung und Installation

Die Investitionskosten sind der größte Unterschied zwischen beiden Systemen – und der Hauptgrund, warum Luft-Wasser-Wärmepumpen den Markt dominieren.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: 25.000–40.000 EUR

Die Kosten setzen sich zusammen aus dem Wärmepumpengerät (10.000–18.000 EUR), Speicher, Installation, Elektroarbeiten und hydraulischem Abgleich. Die Spanne ergibt sich vor allem aus der Gerätewahl und der Komplexität der vorhandenen Heizungsinstallation. Eine detaillierte Aufschlüsselung finden Sie in unserem Wärmepumpen-Kostenratgeber.

Erdwärmepumpe: 25.000–50.000 EUR

Die Erdwärmepumpe kostet im Gerät ähnlich viel. Der Preisaufschlag entsteht durch die Erschließung der Wärmequelle: Eine Erdsondenbohrung kostet allein 5.000–10.000 EUR (50–100 EUR pro Bohrmeter), hinzu kommen Genehmigung, Gutachten und Sole-Befüllung. Bei einem Erdkollektor sind die Erschließungskosten mit 5.000–10.000 EUR für Erdarbeiten und Material niedriger. Alle Details im Erdwärmepumpen-Ratgeber.

Laufende Kosten

Die laufenden Kosten unterscheiden sich zugunsten der Erdwärmepumpe, weil sie weniger Strom für die gleiche Wärmemenge benötigt.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus, 20.000 kWh Wärmebedarf/Jahr, Wärmepumpenstrom 24 ct/kWh

Position Luft-Wasser (JAZ 3,5) Erdwärme (JAZ 4,5)
Stromverbrauch 5.714 kWh/Jahr 4.444 kWh/Jahr
Stromkosten 1.371 EUR/Jahr 1.067 EUR/Jahr
Wartung 200 EUR/Jahr 200 EUR/Jahr
Jährliche Betriebskosten 1.571 EUR/Jahr 1.267 EUR/Jahr
Ersparnis Erdwärme 304 EUR/Jahr

Die Erdwärmepumpe verbraucht in diesem Beispiel rund 22 % weniger Strom als die Luft-Wasser-Variante. Über 20 Jahre summiert sich der Unterschied auf über 6.000 EUR – ohne Berücksichtigung steigender Strompreise.

Förderung: Wo liegt der Unterschied?

Beide Systeme werden über das KfW-Programm 458 gefördert. Die Förderbausteine sind identisch – mit einer relevanten Ausnahme beim Effizienzbonus.

Förderbaustein Luft-Wasser-WP Erdwärme-WP
Grundförderung 30 % 30 %
Klimageschwindigkeitsbonus 20 % 20 %
Einkommensbonus (≤ 40.000 EUR Haushaltseinkommen) 30 % 30 %
Effizienzbonus 5 % – nur mit natürlichem Kältemittel (z. B. R290) 5 % – automatisch durch Erdwärmequelle
Maximale Förderung 70 % 70 %
Förderfähige Kosten (Deckel) 30.000 EUR 30.000 EUR
Maximaler Zuschuss 21.000 EUR 21.000 EUR

Der Effizienzbonus im Detail: Die Erdwärmepumpe erhält den 5 % Effizienzbonus automatisch, weil sie eine Erdwärmequelle nutzt. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bekommt ihn nur, wenn sie mit einem natürlichen Kältemittel wie R290 (Propan) arbeitet. Die meisten aktuellen Modelle namhafter Hersteller verwenden bereits R290, sodass der Unterschied in der Praxis oft gering ist. Wer jedoch ein Gerät mit synthetischem Kältemittel (z. B. R410A, R32) wählt, verliert den Bonus – das sind 1.500 EUR weniger Zuschuss.

Einen vollständigen Überblick über alle Förderprogramme für energetische Sanierung finden Sie in unserem Förderratgeber.

20-Jahres-Wirtschaftlichkeitsrechnung (TCO)

Die entscheidende Frage: Welches System ist über die gesamte Nutzungsdauer günstiger? Dafür rechnen wir die Gesamtkosten über 20 Jahre durch.

Annahmen

  • Einfamilienhaus, 20.000 kWh Wärmebedarf/Jahr
  • Luft-Wasser-WP: 32.000 EUR Investition, JAZ 3,5
  • Erdwärmepumpe (Erdsonde): 42.000 EUR Investition, JAZ 4,5
  • Förderung: 50 % (Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus + Effizienzbonus), förderfähige Kosten gedeckelt bei 30.000 EUR → 15.000 EUR Zuschuss für beide Varianten
  • Wärmepumpenstrom: 24 ct/kWh, jährliche Steigerung 1,5 %
  • Wartung: 200 EUR/Jahr
  • Kein Gerätetausch innerhalb von 20 Jahren

Berechnung

Position Luft-Wasser-WP Erdwärme-WP
Investition 32.000 EUR 42.000 EUR
Abzüglich Förderung (50 % auf 30.000 EUR) −15.000 EUR −15.000 EUR
Eigenanteil 17.000 EUR 27.000 EUR
Stromkosten Jahr 1 1.371 EUR 1.067 EUR
Stromkosten 20 Jahre (kumuliert, inkl. 1,5 %/a Steigerung) 31.704 EUR 24.658 EUR
Wartung (20 Jahre) 4.000 EUR 4.000 EUR
Gesamtkosten 20 Jahre 52.704 EUR 55.658 EUR
Differenz +2.954 EUR

Was das Ergebnis bedeutet

In diesem Szenario ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe über 20 Jahre rund 3.000 EUR günstiger. Die niedrigeren Betriebskosten der Erdwärmepumpe reichen nicht ganz aus, um den höheren Eigenanteil wettzumachen – vor allem, weil die Förderdeckelung bei 30.000 EUR die Erdwärmepumpe benachteiligt: Von ihren 42.000 EUR Gesamtkosten werden nur 30.000 EUR gefördert, 12.000 EUR bleiben ungefördert.

Aber: Das Bild kippt unter bestimmten Bedingungen zugunsten der Erdwärmepumpe:

  • Höherer Wärmebedarf (ab ca. 25.000 kWh/Jahr): Die Stromersparnis wird größer und überwiegt die Mehrinvestition.
  • Erdkollektor statt Erdsonde: Ein Erdkollektor kostet ab 25.000 EUR – dann sinkt der Eigenanteil deutlich, und die Erdwärmepumpe gewinnt auch über 20 Jahre.
  • Passive Kühlung: Wer die Kühlfunktion im Sommer nutzt, spart sich eine separate Klimaanlage (3.000–6.000 EUR) und deren Betriebskosten.
  • Gerätetausch nach 20 Jahren: Beim Wechsel auf eine neue Wärmepumpe fällt bei der Erdwärme keine erneute Erschließung an – die Erdsonde hält 50+ Jahre. Das spart beim zweiten Gerät 5.000–10.000 EUR.
  • Steigende Strompreise: Je stärker die Strompreise steigen, desto mehr profitiert die effizientere Erdwärmepumpe.

Effizienz: JAZ im Praxisvergleich

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe pro eingesetzter Kilowattstunde Strom über ein ganzes Jahr erzeugt. Sie ist der wichtigste Effizienzindikator.

Kennzahl Luft-Wasser-WP Erdwärme-WP
Typische JAZ 3,0–4,0 4,0–5,0
JAZ im Altbau (Fraunhofer ISE) 3,4 (Durchschnitt) 4,3 (Durchschnitt)
JAZ bei 55 °C Vorlauf 2,5–3,0 3,5–4,0
Effizienz bei -10 °C Außentemperatur Deutlich reduziert Unverändert hoch

Die Erdwärmepumpe erreicht im Jahresschnitt eine um 20–30 % höhere Effizienz. Das liegt an der konstanten Quelltemperatur des Erdreichs von rund 10 °C, während die Außenluft in Deutschland zwischen -15 °C und +35 °C schwankt. Besonders im kalten Winter, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist, schlägt der Vorteil der Erdwärme voll durch: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe muss dann gegen die niedrigsten Temperaturen arbeiten und zusätzlich Abtauzyklen durchführen.

Die Fraunhofer-ISE-Studie, die 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden über vier Jahre gemessen hat, bestätigt diese Werte in der Praxis. Mehr dazu in unserem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Lautstärke: Ein oft unterschätzter Faktor

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe hat ein Außengerät mit Ventilator, das je nach Modell und Betriebsstufe 45 bis 55 dB(A) erzeugt. Das entspricht etwa der Lautstärke eines leisen Gesprächs bis hin zu einem Kühlschrank in einem Meter Abstand. In der Praxis ist das Geräusch vor allem in der Nacht und bei tiefen Außentemperaturen relevant, weil die Wärmepumpe dann mit höherer Leistung läuft.

Bauordnungsrechtliche Anforderungen (TA Lärm) schreiben vor, dass an der Grundstücksgrenze in Wohngebieten nachts maximal 35 dB(A) erreicht werden dürfen. Das erfordert ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück oder schallmindernde Maßnahmen.

Die Erdwärmepumpe hat kein Außengerät. Alle Komponenten befinden sich im Gebäudeinneren. Die einzige Geräuschquelle ist die Umwälzpumpe der Sole – vergleichbar mit einer Zentralheizungspumpe und in der Praxis nicht wahrnehmbar. Für Grundstücke mit enger Bebauung oder geräuschsensiblen Nachbarn ist das ein erheblicher Vorteil.

Wann lohnt sich welche Wärmepumpe?

Die Erdwärmepumpe ist die bessere Wahl, wenn:

Sie ein großes Grundstück haben. Mit ausreichend Gartenfläche (200–300 m²) kommt ein Erdkollektor in Frage – das günstigste Erdwärmesystem ab etwa 25.000 EUR Gesamtkosten.

Sie einen hohen Wärmebedarf haben. Bei Gebäuden mit mehr als 25.000 kWh/Jahr Wärmebedarf (z. B. schlecht gedämmter Altbau, großes Haus, Mehrfamilienhaus) gleicht die Stromersparnis die Mehrinvestition innerhalb von 12–15 Jahren aus.

Geräuschlosigkeit wichtig ist. In dicht bebauten Wohngebieten oder bei empfindlichen Nachbarverhältnissen vermeidet die Erdwärmepumpe jede Diskussion über Lärmbelastung.

Sie Kühlung im Sommer wünschen. Passive Kühlung über die Erdsonde ist extrem energieeffizient und kann eine Klimaanlage ersetzen. Es läuft nur die Umwälzpumpe – Stromkosten von wenigen Cent pro Stunde.

Sie langfristig planen. Die Erdsonde hält 50+ Jahre und überlebt mindestens zwei Wärmepumpen-Generationen. Beim Gerätetausch nach 20–25 Jahren entfallen die Erschließungskosten komplett.

Sie neu bauen. Im Neubau können Erdarbeiten in die Bauphase integriert werden, was Kosten spart und die Baustellenlogistik vereinfacht.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die bessere Wahl, wenn:

Das Budget begrenzt ist. Nach Abzug der Förderung kann der Eigenanteil für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe unter 12.000 EUR liegen. Bei der Erdwärmepumpe sind es meist 15.000–25.000 EUR.

Das Grundstück keine Bohrung erlaubt. Kein Platz für einen Kollektor, Wasserschutzgebiet, ungünstige Geologie – in diesen Fällen scheidet Erdwärme aus. Bohrungen in Wasserschutzgebieten sind grundsätzlich nicht zulässig.

Keine Bohrgenehmigung erteilt wird. Die wasserrechtliche Genehmigung (Untere Wasserbehörde) kann in manchen Regionen mehrere Monate dauern oder abgelehnt werden.

Sie es schnell brauchen. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in 1–2 Tagen installiert. Bei einer Erdwärmepumpe dauern allein Genehmigung, Bohrung und Erdarbeiten oft mehrere Wochen.

Sie im Altbau sanieren und schrittweise vorgehen. Wer erst die Heizung tauscht und später dämmt, profitiert von der unkomplizierten Installation der Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Voraussetzungen für eine Erdwärmepumpe

Wer sich für Erdwärme interessiert, muss vorab einige Punkte klären:

  1. Bohrgenehmigung: Für Erdsonden ist immer eine wasserrechtliche Genehmigung der Unteren Wasserbehörde erforderlich. Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Landkreis zwischen 4 und 12 Wochen.

  2. Kein Wasserschutzgebiet: In Wasserschutzgebieten (Zone I und II) sind Erdsondenbohrungen ausgeschlossen. In Zone III kann es Einschränkungen geben. Ob Ihr Grundstück betroffen ist, erfahren Sie beim zuständigen Landratsamt.

  3. Zertifiziertes Bohrunternehmen: Die Bohrung muss von einem Unternehmen durchgeführt werden, das nach DVGW W120 (Qualifikationsanforderungen für Bohrunternehmen) zertifiziert ist. Das stellt die fachgerechte Ausführung und Abdichtung der Bohrung sicher.

  4. Grundstücksgröße: Für einen Erdkollektor benötigen Sie das 1,5- bis 2-fache der beheizten Wohnfläche als unversiegelte Gartenfläche. Für Erdsonden reichen wenige Quadratmeter, allerdings muss die Bohrmaschine (Bohrhöhe ca. 6–8 m) auf das Grundstück gelangen.

  5. Geologische Eignung: Die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds beeinflusst die nötige Bohrtiefe und damit die Kosten. In Regionen mit wasserführenden Schichten oder gut leitendem Gestein reichen kürzere Bohrungen.

Häufige Fragen

Welche Wärmepumpe ist effizienter – Luft oder Erdwärme?

Die Erdwärmepumpe ist effizienter. Sie erreicht eine JAZ von 4,0–5,0, während Luft-Wasser-Wärmepumpen bei 3,0–4,0 liegen. Der Unterschied ergibt sich aus der konstanten Bodentemperatur von rund 10 °C, die der Erdwärmepumpe das ganze Jahr über stabile Arbeitsbedingungen bietet.

Was ist günstiger – Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe?

In der Anschaffung ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe günstiger (25.000–40.000 EUR vs. 25.000–50.000 EUR). Über 20 Jahre betrachtet sind die Gesamtkosten bei einem typischen Einfamilienhaus vergleichbar, weil die Erdwärmepumpe 200–500 EUR pro Jahr weniger Stromkosten verursacht. Bei hohem Wärmebedarf oder einem Erdkollektor kann die Erdwärmepumpe langfristig günstiger sein.

Bekommt die Erdwärmepumpe mehr Förderung?

Beide Systeme erhalten die gleiche maximale Förderung von 70 % über das KfW-Programm 458. Der einzige Unterschied: Die Erdwärmepumpe erhält den 5 % Effizienzbonus automatisch, während eine Luft-Wasser-Wärmepumpe dafür ein natürliches Kältemittel (z. B. R290) benötigt. Da die meisten aktuellen Luft-Wasser-Modelle R290 verwenden, ist der Unterschied in der Praxis oft gering.

Wie laut ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Das Außengerät erzeugt je nach Modell und Betriebsstufe 45–55 dB(A). Moderne Geräte mit Nachtmodus reduzieren die Lautstärke auf 35–40 dB(A). An der Grundstücksgrenze in Wohngebieten dürfen nachts maximal 35 dB(A) gemessen werden (TA Lärm). Ein ausreichender Abstand zum Nachbargrundstück ist deshalb wichtig.

Kann ich eine Erdwärmepumpe im Altbau einbauen?

Ja, das ist technisch problemlos möglich. Die Erdwärmepumpe wird im Gebäudeinneren installiert und an das vorhandene Heizsystem angeschlossen. Entscheidend sind die Voraussetzungen auf dem Grundstück (Platz, Genehmigung, kein Wasserschutzgebiet). Die höhere Effizienz der Erdwärme ist im Altbau sogar besonders wertvoll, weil der Wärmebedarf höher ist und der Effizienzvorteil stärker ins Gewicht fällt.

Kann eine Erdwärmepumpe auch kühlen?

Ja – über die Erdsonde ist passive Kühlung möglich. Dabei wird die kühle Sole direkt über die Fußbodenheizung geleitet, ohne dass der Kompressor läuft. Die Raumtemperatur lässt sich so um 2–4 °C senken, bei Stromkosten von wenigen Cent pro Stunde. Voraussetzung ist eine Flächenheizung (Fußboden- oder Wandheizung).

Wie lange hält eine Erdsonde?

Die Erdsonde hat eine Lebensdauer von 50 Jahren und mehr. Sie überlebt damit mindestens zwei Wärmepumpen-Generationen. Beim Gerätetausch nach 20–25 Jahren kann die vorhandene Erdsonde weiterverwendet werden – die Erschließungskosten fallen nur einmal an.

Brauche ich eine Genehmigung für eine Erdwärmepumpe?

Für eine Erdsonde (Vertikalbohrung) ist immer eine wasserrechtliche Genehmigung der Unteren Wasserbehörde erforderlich. Die Bohrung muss von einem nach DVGW W120 zertifizierten Unternehmen ausgeführt werden. Für einen Erdkollektor (horizontale Verlegung) genügt in den meisten Bundesländern eine Anzeige. Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in der Regel keine Genehmigung nötig.

Nächster Schritt: Eignung prüfen

Ob Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe – die wirtschaftlich beste Lösung hängt von Ihrem Gebäude, Grundstück, Wärmebedarf und Förderpotenzial ab. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine konkrete Kosten-Nutzen-Rechnung für beide Systeme – inklusive Fördermittelberechnung, 20-Jahres-Vergleich und Empfehlung. Datenbasiert, nicht geschätzt.

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