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PV-Anlage planen & dimensionieren 2026: kWp berechnen + Solarrechner

PV-Anlage planen 2026: kWp aus Jahresverbrauch berechnen, 5–7 m² pro kWp Dachfläche, Ausrichtung optimieren. Mit Solarrechner-Vergleich, PVGIS-Anleitung und 4 Beispielen.

Planung einer PV-Anlage mit Dachflächenberechnung und Dimensionierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Faustformel kWp: 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch als Mindestgröße – in der Praxis mit Überdimensionierungsfaktor 1,2 bis 1,5 planen. Ein 4-Personen-Haushalt mit 3.800 kWh kommt so auf rund 5 kWp Untergrenze, sinnvoll sind 8–10 kWp.
  • Dachflächenbedarf: rund 5 bis 7 m² Fläche pro 1 kWp (Faustformel der Verbraucherzentrale); ca. 2,2 Module pro kWp; nutzbar sind je nach Dach 75–90 % der Bruttofläche.
  • Spezifischer Ertrag: Der Verbraucherzentrale-Solarrechner setzt für Süd bei optimaler Neigung rund 1.025 kWh pro kWp und Jahr an; für konservative Beispielrechnungen werden 900 kWh/kWp genutzt. Stiftung Warentest nennt unter optimalen Bedingungen bis zu 1.000 kWh/kWp.
  • Optimale Ausrichtung: Südausrichtung mit 30° Neigung = 100 % Ertrag; Neigungen unter 25° oder über 60° kosten bis zu 10 %. Eine Ost-West-Belegung liefert pro Modul noch rund 86 % und ist auf Flachdächern oft wirtschaftlicher.
  • Speicher: Faustregel 1 kWh Speicher pro 1 kWp PV-Leistung – damit steigt der Eigenverbrauch von 20–30 % (ohne Speicher) auf rund 50–70 %.
  • Wirtschaftlicher Hebel: Jede selbst verbrauchte kWh spart Ihnen Ihren Strombezugspreis (je nach Tarif), eingespeister Strom bringt nur 7,78 ct/kWh – Eigenverbrauch schlägt Einspeisung deutlich.
  • Steuerfrei bis 30 kWp: PV-Anlagen bis 30 kW (peak) je Wohneinheit sind einkommensteuerbefreit – die alte 10-kWp-Grenze gilt nicht mehr. Rendite über 20 Jahre: 3 bis 6 Prozent.

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„Wie groß muss meine PV-Anlage sein?" – das ist die wichtigste Frage, die Sie sich vor dem Kauf einer Photovoltaikanlage stellen sollten. Eine zu kleine Anlage lässt Potenzial auf dem Dach liegen. Eine falsch dimensionierte Anlage kostet Sie über 20 Jahre Tausende Euro an verschenktem Eigenverbrauch oder unnötiger Einspeisung zu nur 7,78 Cent pro Kilowattstunde.

Dieser Planungsratgeber führt Sie in sechs Schritten von der Bedarfsermittlung bis zur fertigen Anlagenkonfiguration. Mit konkreten Berechnungsbeispielen, einer Ertragsmatrix für jede Dachausrichtung, einem Vergleich der gängigen Solarrechner und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für das kostenlose Simulationstool PVGIS. Am Ende wissen Sie exakt, wie viele kWp, wie viele Module und wie viel Speicher Sie brauchen.

Einen Überblick über den gesamten Kaufprozess – von der Angebotseinholung bis zur Inbetriebnahme – finden Sie im separaten PV-Anlage kaufen: Ratgeber für Eigenheimbesitzer.

PV-Anlage dimensionieren: die Schnellantwort-Tabelle

Bevor wir in die sechs Detailschritte einsteigen, hier die konsolidierte Antwort auf „Wie groß muss meine PV-Anlage sein?" auf einen Blick. Die Tabelle verknüpft Personenzahl und Zusatzverbraucher mit kWp, Modulzahl, Speicher und Dachflächenbedarf. Sie ist als Startpunkt gedacht – die exakte Auslegung ermitteln Sie über die Schritte 1 bis 6.

Haushalt / Setup Jahresverbrauch Empfohlene Anlage Module (à 450 Wp) Speicher Dachfläche (brutto)
1–2 Personen, nur Haushaltsstrom 1.800–2.700 kWh 4–6 kWp 9–14 4–6 kWh 20–42 m²
3–4 Personen, nur Haushaltsstrom 3.500–3.800 kWh 8–10 kWp 18–22 8–10 kWh 40–70 m²
4 Personen + Wärmepumpe ~8.500 kWh 12–15 kWp 27–33 10–15 kWh 60–105 m²
4 Personen + Wärmepumpe + E-Auto ~11.000 kWh 15–20 kWp 33–44 15–20 kWh 75–140 m²

Die Dachflächenangaben basieren auf der Faustformel von 5 bis 7 m² pro kWp. Wer eine reine Süddachseite voll belegen kann, liegt am unteren Rand; bei Ost-West-Belegung über zwei Dachseiten oder bei Verschattung eher am oberen Rand. Sehr kleine Anlagen mit nur wenigen Quadratmetern Fläche lohnen sich wegen der anteilig hohen Fixkosten (Gerüst, Wechselrichter, Anmeldung) dagegen selten – wirtschaftlich sinnvoll wird es meist erst ab einigen Kilowatt Leistung. Für den Einstieg mit minimalem Aufwand ist dann eher ein Balkonkraftwerk eine Überlegung wert.

Faustformel: kWp pro m² und m² pro kWp

Die zweithäufigste Planungsfrage lautet: „Wie viele kWp passen auf mein Dach?" Auch dafür gibt es eine schnelle Faustformel. Diese Box beantwortet die m²-Frage in beide Richtungen.

Kennzahl Wert (2026er Module)
Fläche pro 1 kWp (Faustformel) 5–7 m²
Reine Modulfläche pro kWp ~4,3–4,7 m²
Leistung pro m² Modulfläche ~210–230 Wp/m²
Module pro kWp (à 430–450 Wp) ~2,2–2,3 Module
Fläche pro Modul ~1,95 m²
Modulleistung (TOPCon-Standard) 430–450 Wp

So rechnen Sie schnell um:

  • Vom Dach zur Leistung: nutzbare Fläche (m²) ÷ 5,5 m²/kWp = installierbare kWp. Beispiel: 40 m² nutzbar ÷ 5,5 ≈ 7 kWp.
  • Von der Leistung zur Fläche: gewünschte kWp × 5,5 m²/kWp = benötigte Bruttofläche. Beispiel: 10 kWp × 5,5 ≈ 55 m².
  • Von der Leistung zur Modulzahl: kWp ÷ 0,44 kWp/Modul ≈ Anzahl Module. Beispiel: 10 kWp ÷ 0,44 ≈ 23 Module.

Die Spanne von 5 bis 7 m² pro kWp ist bewusst breit: Sie deckt Aufdachmontage auf dem Schrägdach (eher 5 m²/kWp) bis zur aufgeständerten Flachdachanlage mit Reihenabständen (eher 7 m²/kWp) ab. Wie Sie die nutzbare Fläche Ihres konkreten Dachs ermitteln, zeigt Schritt 2.

Schritt 1: Strombedarf ermitteln

Die Anlagengröße leitet sich aus Ihrem tatsächlichen und zukünftigen Stromverbrauch ab. Der häufigste Fehler bei der Planung: Nur den heutigen Verbrauch zugrunde legen und kommende Großverbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto ignorieren.

Typischer Haushaltsstromverbrauch

Die folgenden Werte basieren auf dem Stromspiegel 2024/2025 für Einfamilienhäuser (EFH) ohne elektrische Warmwasserbereitung:

Personen im Haushalt Stromverbrauch EFH (kWh/Jahr)
1 Person ~1.800 kWh
2 Personen ~2.700 kWh
3 Personen ~3.500 kWh
4 Personen ~3.800 kWh
5 Personen ~4.500 kWh

Prüfen Sie Ihren tatsächlichen Verbrauch auf der letzten Jahresabrechnung Ihres Stromversorgers. Die Tabellenwerte sind Durchschnittswerte – Ihr individueller Verbrauch kann davon erheblich abweichen, etwa durch einen Pool, ein Homeoffice oder eine elektrische Warmwasserbereitung.

Zusatzverbrauch durch Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist der größte einzelne Stromverbraucher, den ein Einfamilienhaus haben kann. Wie viel Strom sie benötigt, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes und der Jahresarbeitszahl (JAZ) ab:

  • Neubau oder gut sanierter Altbau (JAZ ~4): +3.000 bis 5.200 kWh pro Jahr
  • Unsanierter Altbau (JAZ ~3,2): +5.000 bis 7.500 kWh pro Jahr

Wenn Sie eine Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren, sollten Sie die PV-Anlage von Anfang an entsprechend dimensionieren. Nachträgliches Erweitern ist möglich, aber teurer und aufwendiger.

Zusatzverbrauch durch E-Auto

Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.000 km pro Jahr und einem Verbrauch von 20 kWh/100 km ergibt sich ein Zusatzbedarf von 2.000 bis 3.000 kWh pro Jahr. Der niedrigere Wert gilt, wenn Sie überwiegend auswärts laden. Der höhere Wert, wenn Sie das E-Auto regelmäßig an der heimischen Wallbox laden.

Gesamtverbrauch berechnen

Addieren Sie alle Verbraucher:

Verbraucher Stromverbrauch (kWh/Jahr)
Haushaltsstrom (4-Pers.-HH) 3.800
Wärmepumpe Neubau (JAZ 4) 3.000–5.200
E-Auto (12.000 km) 2.000–3.000
Summe 8.800–12.000

Dieser Gesamtverbrauch ist Ihre Planungsgrundlage. Im nächsten Schritt rechnen Sie daraus die benötigte Anlagengröße in kWp.

Von kWh zu kWp: Die Umrechnungsformel

Die Formel lautet:

kWp = Jahresverbrauch (kWh) / spezifischer Ertrag (kWh/kWp)

Der spezifische Ertrag hängt von Ihrem Standort und der Dachausrichtung ab. Bei guter Südausrichtung setzt der Solarrechner der Verbraucherzentrale rund 1.025 kWh pro kWp und Jahr als Referenz an; Stiftung Warentest nennt unter optimalen Bedingungen bis zu 1.000 kWh pro kWp. Wer konservativ rechnen will, nutzt – wie die Verbraucherzentrale in ihren Beispielrechnungen – 900 kWh/kWp. Für die Mindestdimensionierung ist der konservative Ansatz die sichere Wahl.

Die Faustformel: 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Diese Faustformel liefert die Mindestgröße. In der Praxis empfehle ich einen Überdimensionierungsfaktor von 1,2 bis 1,5 – warum, erfahren Sie weiter unten im Abschnitt „Warum größer fast immer besser ist".

Beispiel: Ein 4-Personen-Haushalt mit 3.800 kWh Jahresverbrauch benötigt mindestens 3,8 kWp. Mit 1,3-fachem Faktor: rund 5 kWp als Untergrenze. Für einen zukunftssicheren Betrieb mit Speicher empfehlen sich 8 bis 10 kWp.

Schritt 2: Dachfläche berechnen

Nachdem Sie wissen, wie viele kWp Sie benötigen, müssen Sie prüfen, ob Ihr Dach dafür ausreicht. Die verfügbare Dachfläche ist in vielen Fällen der begrenzende Faktor.

Vom Modul zur Dachfläche

Moderne Solarmodule (2026er Standard) haben folgende typische Maße:

  • Modulformat: ca. 1.720–1.762 mm x 1.134 mm
  • Modulfläche: ca. 1,95 m² pro Modul
  • Modulleistung: 430–450 Wp (TOPCon-Technologie, 21–24 % Wirkungsgrad)

Für 1 kWp benötigen Sie bei einem 450-Wp-Modul 2,22 Module – also eine reine Modulfläche von etwa 4,3 bis 4,7 m² pro kWp. In der Praxis müssen Sie zusätzlich Abstandsflächen für Montage, Hinterlüftung, Brandschutz-Freiflächen und Hindernisse einrechnen:

Kennzahl Wert
Reine Modulfläche pro kWp ~4,3–4,7 m²
Bruttofläche inkl. Abstände pro kWp ~5–6 m²
Nutzbare Dachfläche (% der Bruttofläche) 75–90 %

Die Bruttofläche von 5 bis 6 m² pro kWp berücksichtigt Montageabstände zu Dachrändern, Firstnähe, Brandschutzwege und die Abstände zwischen Modulreihen (bei Flachdächern). Von der gesamten Dachfläche können Sie je nach Gebäude nur 75 bis 90 Prozent tatsächlich nutzen – Schornsteine, Gauben, Dachfenster, Satellitenschüsseln und Lüftungsrohre reduzieren die verfügbare Fläche.

Rechenbeispiel Dachfläche

Ein typisches Satteldach-EFH mit einer Dachseite von 8 x 10 Metern:

  1. Bruttofläche Südseite: 80 m²
  2. Nutzbare Fläche (85 %): 68 m²
  3. Maximale Leistung (68 m² / 5,5 m²/kWp): ~12,4 kWp
  4. Anzahl Module (12,4 kWp / 0,44 kWp): ~28 Module

Haben Sie weniger Dachfläche zur Verfügung, können Sie mit leistungsstärkeren Modulen (450 Wp statt 430 Wp) etwas mehr kWp pro m² herausholen. Der Unterschied ist allerdings gering – entscheidender ist die tatsächlich nutzbare Fläche. Reicht das Hausdach nicht aus, lassen sich zusätzliche Flächen erschließen, etwa über ein Solar-Terrassendach mit integrierten Modulen, das Wetterschutz und Stromerzeugung kombiniert.

Detaillierte Informationen zu den baulichen Voraussetzungen Ihres Dachs – Statik, Eindeckung, Alter, Ausschlusskriterien – finden Sie im Artikel Solar-Dach: Montage und Voraussetzungen. Ist die Dacheindeckung in die Jahre gekommen, klärt der Ratgeber PV vor oder nach der Dachsanierung, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten.

Aktuelle Modultechnologien 2026

Der Modulmarkt hat sich 2026 deutlich konsolidiert:

  • TOPCon-Module dominieren mit etwa 60–70 % Marktanteil. Sie bieten Wirkungsgrade von 21–24 % und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. TOPCon ist 2026 der weltweite Industriestandard; das Fraunhofer ISE hat TOPCon-Zellen mit bis zu 24,0 % Wirkungsgrad hergestellt.
  • HJT-Module (Heterojunction) erreichen 22–24 % Wirkungsgrad und haben bessere Schwachlichtperformance, sind aber etwas teurer.
  • Bifaziale Module machen rund 75 % der Produktion aus. Sie erzeugen auf der Rückseite zusätzlich Strom durch reflektiertes Licht und liefern auf Flachdächern mit heller Oberfläche +5 bis 15 % Mehrertrag.
  • Modulpreise: 0,08–0,14 EUR/Wp auf Großhandelsebene. Ein einzelnes 450-Wp-Modul kostet damit auf Modulebene nur noch 35 bis 63 Euro.

Für die Planung bedeutet das: Module sind 2026 so günstig wie nie. Das Dach voll zu belegen ist wirtschaftlich fast immer sinnvoll. Wer statt der klassischen Aufdach-Montage eine optisch hochwertige Lösung sucht, findet im Ratgeber Solardach: Kosten von Indach-PV und Solardachziegeln einen Vergleich der dachintegrierten Bauformen – die allerdings teurer sind und etwas weniger Ertrag liefern.

Schritt 3: Ausrichtung und Neigung bewerten

Neben der reinen Dachfläche bestimmen Ausrichtung (Azimut) und Neigung (Tilt) maßgeblich, wie viel Strom Ihre PV-Anlage tatsächlich erzeugt. Perfekte Bedingungen sind in Deutschland eine Südausrichtung mit 30–35° Neigung. Doch auch andere Ausrichtungen können wirtschaftlich sehr attraktiv sein.

Ertrag nach Region

Der spezifische Ertrag in Deutschland variiert je nach Standort erheblich:

Region Beispielstädte Spezifischer Ertrag (kWh/kWp/Jahr)
Norddeutschland Hamburg, Kiel 850–950
Mitteldeutschland Frankfurt, Berlin 950–1.050
Süddeutschland München, Freiburg 1.000–1.160
Deutschlandschnitt (Süd, optimal) ~1.000–1.025

Als Orientierung für den Deutschlandschnitt dient der Referenzwert des Verbraucherzentrale-Solarrechners von rund 1.025 kWh/kWp bei Süd und optimaler Neigung. Der Unterschied zwischen Hamburg und Freiburg beträgt bis zu 30 %. Das bedeutet: Eine 10-kWp-Anlage in Freiburg erzeugt bei optimaler Ausrichtung bis zu 11.600 kWh pro Jahr, dieselbe Anlage in Kiel nur rund 8.500 kWh. Für die Dimensionierung heißt das: Im Norden müssen Sie tendenziell etwas größer planen als im Süden. Verlassen Sie sich für Ihren konkreten Standort aber nicht auf Tabellen – die exakte Zahl liefert die PVGIS-Simulation in Schritt 5.

Ertragsmatrix: Ausrichtung und Neigung

Die folgende Tabelle zeigt den relativen Ertrag in Prozent des Optimums (Süd, 30° Neigung):

Neigung Süd Südost/Südwest Ost/West Nord
0° (Flachdach) 87 % 87 % 87 % 87 %
10° 95 % 95 % 93 % 85 %
20° 98 % 96 % 90 % 78 %
30° (Optimal) 100 % 96 % 86 % 70 %
40° 99 % 94 % 82 % 62 %
45° 97 % 92 % 75–80 % 58 %
60° 91 % 86 % 70 % 50 %
90° (Fassade) 70 % 66 % 55 % 35 %

Wie lesen Sie die Tabelle? Wenn Ihr Dach nach Südwesten zeigt und eine Neigung von 40° hat, erreichen Sie 94 % des maximal möglichen Ertrags. Das ist ein hervorragender Wert. Selbst eine reine Ost-West-Belegung bei 30° liefert noch 86 % – wirtschaftlich in den meisten Fällen absolut lohnend.

Wann ein Ost-West-System die bessere Wahl ist

Auf Flachdächern und bei Satteldächern mit Ost-West-Ausrichtung lohnt sich häufig eine Belegung beider Dachseiten. Ein Ost-West-System erzeugt zwar pro Modul nur 80–90 % des Ertrags einer reinen Südanlage, bietet aber entscheidende Vorteile:

  • Gleichmäßigeres Erzeugungsprofil: Morgens produziert die Ostseite, abends die Westseite. Diese „Doppelhöcker"-Kurve passt besser zum typischen Verbrauchsprofil eines Haushalts.
  • Höherer Eigenverbrauch: Durch die breitere Erzeugung über den Tag steigt der direkte Eigenverbrauch auch ohne Speicher.
  • Mehr Gesamtleistung: Auf einem 100-m²-Flachdach können Sie mit Ost-West-Aufständerung 15–18 kWp installieren. Mit reiner Südaufständerung wären es wegen der gegenseitigen Verschattung der Modulreihen nur 8–10 kWp.

Gerade bei Flachdächern ist die Ost-West-Belegung deshalb oft der wirtschaftlich bessere Ansatz, obwohl jedes einzelne Modul weniger liefert. Die bis zu 40 % höhere installierte Leistung überkompensiert den geringeren spezifischen Ertrag. Warum eine Ost-West-Anlage mit 80–90 % Ertrag in vielen Fällen rentabler ist als eine reine Südanlage, vertieft der Artikel Photovoltaik Ost-West 2026: 80–90 % Ertrag, oft rentabler als Süd.

Nordausrichtung: Lohnt sich das?

Eine reine Nordausrichtung ist bei steilen Dächern (45° und mehr) selten wirtschaftlich – hier erreichen Sie nur 58 % oder weniger des Optimalertrags. Bei flacheren Neigungen unter 20° liegt der Ertrag jedoch noch bei 78–85 % und kann sich rechnen, insbesondere wenn die Südseite bereits voll belegt ist und die Modulpreise so niedrig sind wie 2026. Ist das Dach ausgereizt, kommt als zusätzliche Fläche auch eine senkrechte Belegung infrage: Eine Fassaden-Photovoltaik an der Hauswand liefert bei Südausrichtung noch rund 70 % des Optimalertrags und punktet vor allem im Winter. Für die genaue Berechnung empfehle ich die PVGIS-Simulation (Schritt 5).

Schritt 4: Verschattung analysieren

Verschattung ist der stille Ertragskiller jeder PV-Anlage. Ein einzelnes verschattetes Modul kann die Leistung einer gesamten Modulreihe drastisch reduzieren. Diesen Schritt zu überspringen oder zu unterschätzen ist einer der häufigsten Planungsfehler.

Arten der Verschattung

  • Nahverschattung: Schornsteine, Gauben, Antennen, Satellitenschüsseln direkt auf dem Dach. Diese werfen scharfe Schatten auf einzelne Module.
  • Fernverschattung: Bäume, Nachbargebäude, Hügel. Diese verursachen großflächige Verschattung, oft nur zu bestimmten Tageszeiten oder Jahreszeiten.
  • Horizontverschattung: Berge oder Gebäudereihen am Horizont, die den Sonnenauf- oder -untergang blockieren. In Tallagen kann das den Ertrag im Winter deutlich reduzieren.
  • Selbstverschattung: Bei aufgeständerten Modulen auf Flachdächern können die vorderen Reihen die hinteren verschatten.

Wie stark wirkt sich Verschattung aus?

Die Auswirkungen sind oft gravierender als erwartet:

Verschattungssituation Auswirkung
1 % Teilverschattung eines Moduls Bis zu 40 % Leistungsverlust des Moduls
10 % durchschnittliche Verschattung 15–20 % Ertragsverlust der Anlage
1 verschattetes Modul im String Bis zu 90 % Leistungsverlust des gesamten Strings

Der Grund für diese überproportionale Wirkung liegt in der Reihenschaltung: In einem String (einer Reihe von in Serie geschalteten Modulen) bestimmt das schwächste Modul den Strom. Ein einziges teilverschattetes Modul bremst alle anderen Module im selben String aus.

Technische Lösungen gegen Verschattung

Wenn Verschattung unvermeidlich ist, gibt es zwei bewährte Gegenmaßnahmen:

Leistungsoptimierer (DC-Optimierer):

  • Werden an jedes einzelne Modul montiert
  • Jedes Modul arbeitet unabhängig an seinem optimalen Arbeitspunkt
  • Kosten: 50–80 EUR pro Modul
  • Sinnvoll bei teilweiser Verschattung oder unterschiedlichen Modulausrichtungen

Mikrowechselrichter:

  • Jedes Modul hat seinen eigenen kleinen Wechselrichter
  • Maximale Unabhängigkeit der Module voneinander
  • Kosten: 90–200 EUR pro Modul
  • Sinnvoll bei starker Verschattung oder sehr komplexen Dachgeometrien

Weitere Informationen zu Wechselrichter-Typen und zur Wahl zwischen String-Wechselrichter, Hybrid-Wechselrichter und Mikrowechselrichter finden Sie im Wechselrichter-Ratgeber.

Verschattungsanalyse in der Praxis

Für eine professionelle Verschattungsanalyse gibt es drei Wege:

  1. Selbstbeobachtung: Fotografieren Sie Ihr Dach zu verschiedenen Tageszeiten und Jahreszeiten. Achten Sie besonders auf die Wintermonate, wenn die Sonne tief steht.
  2. PVGIS-Simulation: Das Tool berücksichtigt die Horizontverschattung Ihres Standorts automatisch. Nahverschattung müssen Sie manuell abziehen.
  3. Professionelle Vor-Ort-Analyse: Seriöse Solarteure nutzen Drohnenaufnahmen oder Sonnenverlaufsanalysen mit spezieller Software. Bestehen Sie bei Angeboten über 10.000 Euro auf einer Verschattungsanalyse vor Vertragsabschluss.

Schritt 5: Ertrag berechnen mit PVGIS

PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System) ist das Standardtool zur Ertragssimulation. Es wird vom Joint Research Centre der Europäischen Kommission betrieben, ist kostenlos und gilt als Referenz in der Branche.

Was ist PVGIS?

PVGIS berechnet den erwarteten Jahresertrag Ihrer PV-Anlage auf Basis langjähriger Wetterdaten, Ihrer geografischen Koordinaten, der Modulausrichtung und typischer Systemverluste.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Standort eingeben: Geben Sie Ihre Adresse oder Koordinaten in die Karte ein. PVGIS positioniert einen Marker auf Ihrem Standort und lädt die lokalen Einstrahlungsdaten.

2. PV-Technologie wählen: Wählen Sie „Kristallines Silizium" – das trifft auf TOPCon- und die meisten HJT-Module zu.

3. Installierte Leistung (kWp) eingeben: Tragen Sie die geplante Anlagenleistung ein, zum Beispiel 10 kWp.

4. Systemverluste einstellen: Der Standardwert von 14 % ist ein guter Ausgangspunkt. Dieser Wert berücksichtigt Leitungsverluste, Verschmutzung, Temperaturverluste und Wechselrichter-Verluste. Wenn Sie Verschattung haben, erhöhen Sie diesen Wert um 5–10 Prozentpunkte.

5. Neigung (Slope) eingeben: Geben Sie die Dachneigung in Grad ein. Wenn Sie sie nicht kennen: Die meisten deutschen Satteldächer haben 30–45° Neigung. Flachdächer haben 0–5°. Sie können auch „Optimierte Neigung" wählen – dann berechnet PVGIS den theoretisch besten Winkel für Ihren Standort.

6. Azimut (Ausrichtung) eingeben: 0° = Süd, -90° = Ost, 90° = West, 180° = Nord. Wenn Sie die genaue Ausrichtung nicht kennen, nutzen Sie Google Maps: Die Nordrichtung zeigt immer nach oben.

7. Berechnung starten: Klicken Sie auf „Berechnen". PVGIS liefert Ihnen:

  • Jahresertrag (kWh/Jahr): Der erwartete Gesamtertrag
  • Monatliche Erträge: Wichtig für die Eigenverbrauchsplanung
  • Optimaler Neigungswinkel und Azimut: Falls Sie noch Spielraum bei der Montage haben
  • Einstrahlung auf die Modulebene: In kWh/m² pro Jahr

Beispielrechnung mit PVGIS

Standort: Frankfurt am Main Anlage: 10 kWp, Südausrichtung, 35° Neigung, 14 % Systemverluste

Ergebnis: ca. 10.200 kWh/Jahr (spezifischer Ertrag: ~1.020 kWh/kWp)

Dieselbe Anlage mit Ost-West-Belegung (je 5 kWp Ost + 5 kWp West, 35°):

Ergebnis: ca. 8.600–8.800 kWh/Jahr (spezifischer Ertrag: ~860–880 kWh/kWp)

Das sind rund 86 % des Südertrags – exakt wie die Ertragsmatrix voraussagt. Dafür ist die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag verteilt.

Solarrechner: PV-Anlage online berechnen

„Gibt es nicht einfach einen Solarrechner, der mir die Anlagengröße ausspuckt?" – doch, und sogar mehrere. Allerdings unterscheiden sich die Tools erheblich in Genauigkeit, Unabhängigkeit und Datentiefe. Ein guter Solarrechner ersetzt nicht die Schritte 1 bis 6 dieses Ratgebers, aber er bündelt sie zu einer schnellen Erstabschätzung. Entscheidend ist, das richtige Werkzeug für die richtige Frage zu wählen.

Welche Eingaben braucht ein Solarrechner?

Jeder seriöse Solarrechner fragt im Kern dieselben vier bis fünf Parameter ab – es sind exakt die Größen, die Sie in den vorherigen Schritten ermittelt haben:

  1. Jahresstromverbrauch (kWh) oder ersatzweise die Personenzahl im Haushalt – die Basis für die kWp-Dimensionierung (Schritt 1).
  2. Dachfläche bzw. verfügbare Modulfläche (m²) – begrenzt die maximal installierbare Leistung (Schritt 2).
  3. Ausrichtung (Azimut) und Dachneigung – bestimmen den spezifischen Ertrag (Schritt 3).
  4. Postleitzahl oder Standort – steuert die regionale Sonneneinstrahlung.
  5. Optional: geplanter Speicher, Wärmepumpe, E-Auto – für Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit.

Wenn ein Rechner nach keinem dieser Werte fragt und trotzdem eine konkrete kWp-Zahl oder Ersparnis nennt, ist das Ergebnis wertlos. Je mehr dieser Parameter ein Tool berücksichtigt, desto belastbarer ist die Prognose.

Solarrechner-Vergleich: Welches Tool wofür?

Tool Betreiber Kostenlos Stärke Schwäche
Verbraucherzentrale-Solarrechner Verbraucherzentrale (unabhängig) Ja Neutral, verbraucherorientiert, plausible Wirtschaftlichkeit Vereinfachte Ertragsmodellierung
PVGIS EU Joint Research Centre Ja Präziseste Ertragssimulation, langjährige Wetterdaten Keine Wirtschaftlichkeit, technisch
Angebots-/Anbieter-Rechner Solarteure & Plattformen Meist ja Schnell, mündet in konkretes Angebot Verkaufsinteresse, oft optimistische Annahmen

Der Solarrechner der Verbraucherzentrale ist die beste neutrale Anlaufstelle für eine erste Wirtschaftlichkeitseinschätzung. Er rechnet transparent mit rund 1.025 kWh/kWp (Süd, optimale Neigung) bzw. konservativ mit 900 kWh/kWp und ist nicht an Verkaufsinteressen gebunden. Für die technisch genaueste Ertragsprognose führt jedoch kein Weg an PVGIS vorbei (siehe Schritt 5): Das vom EU Joint Research Centre betriebene, kostenlose Tool berechnet den Jahresertrag aus Standort, kWp, Neigung, Azimut, Montageart und Systemverlusten auf Basis langjähriger Satelliten-Wetterdaten.

Solarrechner vs. PVGIS vs. echtes Angebot

Die drei Werkzeuge bauen aufeinander auf – nutzen Sie sie in dieser Reihenfolge:

  • Schritt A – Solarrechner (Verbraucherzentrale): liefert in 5 Minuten eine grobe kWp-Empfehlung und eine erste Wirtschaftlichkeitsschätzung. Ideal, um zu prüfen, ob sich PV für Sie überhaupt lohnt.
  • Schritt B – PVGIS: verfeinert die Ertragsprognose für Ihre konkrete Ausrichtung und Neigung auf +/- 5 bis 10 %. Damit kontrollieren Sie später, ob die Ertragsangaben im Angebot realistisch sind.
  • Schritt C – konkretes Angebot: Erst der Solarteur dimensioniert verbindlich (inklusive Verschattungsanalyse, Statik und Netzanschluss). Nutzen Sie die Ergebnisse aus A und B, um Angebote kritisch zu hinterfragen.

Ein häufiger Fehler: sich allein auf den Rechner im Angebots-Tool eines Anbieters zu verlassen. Diese Tools sind bequem, neigen aber zu optimistischen Ertrags- und Eigenverbrauchsannahmen. Gegenrechnen mit Verbraucherzentrale-Solarrechner und PVGIS schützt vor überdimensionierten Angeboten.

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Wer es einfacher mag, kann seinen Bedarf auch über ein geführtes Tool ermitteln und direkt geprüfte Angebote regionaler Fachbetriebe anfordern. Die manuelle Rechnung über die Schritte oben bleibt aber die transparenteste Methode, um zu verstehen, warum eine bestimmte Anlagengröße zu Ihnen passt.

Schritt 6: Speicher dimensionieren

Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil Ihrer PV-Anlage erheblich. Ohne Speicher nutzen Sie laut Verbraucherzentrale typischerweise nur 20–30 % Ihres Solarstroms selbst; mit Speicher steigt dieser Anteil auf rund 50–70 %. Dass der Eigenverbrauch insgesamt zunimmt, belegt das Fraunhofer ISE: Der Eigenverbrauch von Solarstrom in Deutschland stieg 2024 auf 17 % der Netto-PV-Erzeugung (2023: 13 %) – ein klarer Trend hin zu mehr Eigennutzung.

Faustregeln für die Speichergröße

Es gibt zwei bewährte Faustregeln:

  1. 1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp PV-Leistung (1:1-Verhältnis)
  2. 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresverbrauch

Beide Regeln führen zu ähnlichen Ergebnissen. Die erste orientiert sich an der Erzeugung, die zweite am Verbrauch.

PV-Leistung Jahresverbrauch Empfohlene Speichergröße
5 kWp ~4.000 kWh 5 kWh
8 kWp ~5.000 kWh 5–8 kWh
10 kWp ~6.000 kWh 10 kWh
12 kWp ~8.000 kWh 10–12 kWh
15 kWp ~10.000 kWh 10–15 kWh
20 kWp ~12.000 kWh 15–20 kWh

Eigenverbrauchsquote mit und ohne Speicher

Konfiguration Eigenverbrauchsanteil Autarkiegrad
PV ohne Speicher 20–30 % 25–40 %
PV mit passendem Speicher 50–70 % 50–70 %

Der Eigenverbrauch ist der entscheidende Wirtschaftlichkeitsfaktor: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen Ihren Strombezugspreis (je nach Tarif, meist im hohen zweistelligen Cent-Bereich). Eingespeister Strom bringt dagegen nur 7,78 ct/kWh Einspeisevergütung. Diese Differenz ist der wirtschaftliche Hebel des Speichers – und der Grund, warum Eigenverbrauch fast immer wertvoller ist als Einspeisung. Wie Sie ihn gezielt steigern, zeigt der Ratgeber Solarstrom-Eigenverbrauch optimieren: 7 Strategien.

Speicher nicht überdimensionieren

Größer ist beim Speicher nicht automatisch besser. Ein zu großer Speicher wird im Alltag nie vollständig geladen und die zusätzliche Kapazität amortisiert sich nicht. Bei aktuellen Speicherpreisen von 315 bis 440 EUR/kWh (2026) sollten Sie die Wirtschaftlichkeit genau prüfen. Welche Geräte im Stromspeicher-Test 2026 am besten abschneiden, hilft bei der konkreten Modellauswahl.

Ausführliche Informationen zur Speicherwahl finden Sie im Batteriespeicher-Leitfaden. Einen Vergleich konkreter Speichergrößen – 5 kWh vs. 10 kWh und mehr – bietet der Artikel Photovoltaik-Speichergrößen im Vergleich. Wenn Sie zunächst ohne Speicher starten und ihn später ergänzen wollen, zeigt der Ratgeber Stromspeicher nachrüsten, worauf es bei einer Bestandsanlage ankommt.

§14a EnWG: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen

Wenn Sie eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder einen Speicher mit einer Leistung über 4,2 kW installieren, fallen diese seit Januar 2024 unter die Regelung des §14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtungen). Das bedeutet:

  • Ihr Netzbetreiber darf die Leistungsaufnahme dieser Geräte zeitweise auf mindestens 4,2 kW drosseln (nicht abschalten). Wie Sie die Anlage und diese Geräte korrekt beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister anmelden, erklärt der Ratgeber Photovoltaik anmelden 2026.
  • Als Kompensation erhalten Sie eine Ermäßigung auf die Netzentgelte. Beim Modul 1 (pauschale Reduktion) sind das rund 110 bis 190 EUR pro Jahr; alternativ reduziert Modul 2 den Arbeitspreis um 40 %, und seit April 2025 gibt es das zeitvariable Modul 3.
  • Die Drosselung betrifft nur den Netzbezug – Ihren selbst erzeugten Solarstrom können Sie weiterhin unbegrenzt nutzen. Ein gut dimensionierter Speicher hilft, Drosselzeiten zu überbrücken; mit der passenden Technik liefert er bei Netzausfall sogar Notstrom und Ersatzstrom.

Vier Planungsbeispiele: Von einfach bis komplex

Beispiel 1: 4-Personen-Haushalt, nur Haushaltsstrom

Ausgangslage:

  • Stromverbrauch: 3.800 kWh/Jahr (Stromspiegel-Durchschnitt, 4 Personen)
  • Kein E-Auto, keine Wärmepumpe geplant
  • Dach: Satteldach, Südausrichtung, 35° Neigung
  • Standort: Mitteldeutschland (~1.000 kWh/kWp)

Dimensionierung:

  • Mindest-kWp: 3.800 / 1.000 = 3,8 kWp
  • Mit Überdimensionierungsfaktor 1,3: ~5 kWp
  • Empfehlung: 8–10 kWp (Dach ausnutzen, Zukunftssicherheit)
  • Speicher: 8–10 kWh
  • Anzahl Module (à 450 Wp): 18–22 Module
  • Benötigte Dachfläche: ca. 35–44 m² (netto) bzw. 100–130 m² (brutto)

Warum mehr als das Minimum? Selbst ohne Wärmepumpe und E-Auto ergibt eine größere Anlage wirtschaftlich Sinn: Die Modulkosten pro kWp sinken, der Eigenverbrauch mit Speicher steigt, und Sie sind für zukünftige Verbraucher vorbereitet.

Beispiel 2: 4-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe

Ausgangslage:

  • Haushaltsstrom: 3.800 kWh/Jahr
  • Wärmepumpe (Neubau, JAZ 4): +4.700 kWh/Jahr
  • Gesamtverbrauch: 8.500 kWh/Jahr
  • Dach: Satteldach, Südwest-Ausrichtung, 40° Neigung (94 % Ertrag)
  • Standort: Süddeutschland (~1.050 kWh/kWp bei Süd, ~987 kWh/kWp bei Südwest/40°)

Dimensionierung:

  • Mindest-kWp: 8.500 / 987 = 8,6 kWp
  • Mit Überdimensionierungsfaktor 1,5: ~13 kWp
  • Empfehlung: 12–15 kWp
  • Speicher: 10–15 kWh
  • Anzahl Module (à 450 Wp): 27–33 Module
  • Benötigte Dachfläche: ca. 53–65 m² (netto) bzw. 150–200 m² (brutto)

Die höhere Überdimensionierung ist hier besonders sinnvoll: Eine Wärmepumpe verbraucht den meisten Strom im Winter, wenn die PV-Anlage am wenigsten liefert. Eine größere Anlage kann diese „Winterlücke" teilweise kompensieren und über das Jahr gerechnet einen höheren Eigenverbrauch erzielen.

Beispiel 3: 4-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe und E-Auto

Ausgangslage:

  • Haushaltsstrom: 3.800 kWh/Jahr
  • Wärmepumpe (Neubau, JAZ 4): +4.700 kWh/Jahr
  • E-Auto (12.000 km, 20 kWh/100 km): +2.500 kWh/Jahr
  • Gesamtverbrauch: 11.000 kWh/Jahr
  • Dach: Satteldach, Ost-West, 35° Neigung (86 % Ertrag)
  • Standort: Mitteldeutschland (~1.000 kWh/kWp bei Süd, ~860 kWh/kWp bei Ost-West)

Dimensionierung:

  • Mindest-kWp: 11.000 / 860 = 12,8 kWp
  • Mit Überdimensionierungsfaktor 1,3: ~17 kWp
  • Empfehlung: 15–20 kWp (beide Dachseiten belegen)
  • Speicher: 15–20 kWh
  • Anzahl Module (à 450 Wp): 33–44 Module (verteilt auf Ost- und Westseite)
  • Benötigte Dachfläche: ca. 65–86 m² (netto) bzw. 190–260 m² (brutto, auf zwei Dachseiten)

Der Vorteil der Ost-West-Belegung zeigt sich hier besonders: Das E-Auto kann morgens (Ostseite) oder abends (Westseite) geladen werden, ohne dass der gesamte Ertrag in wenige Mittagsstunden fällt. Die Wallbox lässt sich mit dem PV-Überschussladen intelligent steuern.

Eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Komplettanlagen mit Speicher finden Sie im verlinkten Ratgeber.

Beispiel 4: Mehrfamilienhaus (10 Wohneinheiten)

Ausgangslage:

  • Allgemeinstrom + Mieterstrom-Konzept
  • Geschätzter Gesamtverbrauch: 25.000–35.000 kWh/Jahr
  • Flachdach: 250 m² nutzbare Fläche
  • Standort: Frankfurt am Main (~1.000 kWh/kWp)

Dimensionierung:

  • Empfohlene Anlagengröße: 25–35 kWp
  • Ost-West-Aufständerung auf Flachdach (maximale Flächennutzung)
  • Geschätzte Investitionskosten: 35.000–50.000 EUR
  • Speicher: Je nach Mieterstrom-Modell 20–30 kWh

Bei Mehrfamilienhäusern ist die Planung komplexer: Mieterstromgesetz, Messkonzept, Abrechnung und die Abstimmung mit den Mietparteien kommen hinzu. Die wirtschaftlichen Vorteile sind jedoch erheblich – insbesondere durch den hohen Eigenverbrauchsanteil bei vielen Wohneinheiten.

Informationen zu den aktuellen Kosten und Fördermöglichkeiten finden Sie im Artikel Photovoltaik 2026: Kosten, Förderung & Wirtschaftlichkeit.

Warum größer planen fast immer besser ist

Viele Eigenheimbesitzer planen ihre PV-Anlage zu konservativ. 2026 sprechen gleich mehrere Gründe dafür, die Anlage eher großzügig zu dimensionieren:

  • Modulpreise auf historischem Tiefstand: Im Großhandel liegen die Preise 2026 bei 0,08 bis 0,14 EUR/Wp – ein einzelnes 450-Wp-Modul kostet auf Modulebene nur 35 bis 63 Euro. Fast jedes zusätzliche Modul amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.
  • Fixkosten verteilen sich auf mehr Module: Gerüst, Wechselrichter, Elektroinstallation, Anmeldung und Montagefahrt fallen ohnehin an – wie sich diese Montagekosten im Detail zusammensetzen, zeigt der separate Ratgeber. Jedes zusätzliche Modul macht die Gesamtanlage pro kWp günstiger.
  • Zukünftige Verbraucher einplanen: Wärmepumpe, E-Auto, Klimaanlage und Warmwasser-Wärmepumpe kommen schneller als gedacht. Wer heute 5 kWp installiert, steht in drei Jahren möglicherweise vor einer teuren Nachrüstung.
  • Winterlücke kompensieren: Im Winter erzeugt eine PV-Anlage nur 20–30 % ihres Sommerwertes, während eine Wärmepumpe gerade dann am meisten Strom braucht. Eine größere Anlage liefert auch in den Wintermonaten noch relevante Erträge.
  • Steuerfrei bis 30 kWp und Eigenverbrauch schlägt Einspeisung: Die steuerlichen Vorteile und der wirtschaftliche Hebel des Eigenverbrauchs (siehe Abschnitt zu Einspeisevergütung und Steuern) machen jede zusätzliche selbst genutzte kWh wertvoller als die Einspeisung zu 7,78 ct/kWh.

Einen umfassenden Überblick über alle Fördermöglichkeiten für Ihre PV-Anlage bietet der Artikel Solarförderung 2026: Alle Programme im Überblick. Aktuelle Preise pro kWp und einen Kostenrechner liefert der Ratgeber Photovoltaik Kosten 2026: Preise pro kWp & Rechner.

Einspeisevergütung und Steuern in die Planung einbeziehen

Die Anlagengröße entscheidet auch über Förderhöhe und Steuerstatus. Beides sollten Sie schon in der Planung berücksichtigen – besonders bei größeren Dächern und Mehrfamilienhäusern.

Einspeisevergütung 2026 nach Anlagengröße

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die EEG-Fördersätze halbjährlich. Für Anlagen mit Inbetriebnahme zwischen dem 1. Februar und dem 31. Juli 2026 gelten gestaffelte Sätze – je größer das Anlagensegment, desto niedriger die Vergütung pro kWh:

Anlagensegment Teileinspeisung (Überschuss) Volleinspeisung
bis 10 kWp 7,78 ct/kWh 12,34 ct/kWh
bis 40 kWp 6,73 ct/kWh 10,35 ct/kWh
bis 100 kWp (Gebäude) 5,50 ct/kWh 10,35 ct/kWh

Bei der Teileinspeisung (Überschusseinspeisung) nutzen Sie den Strom vorrangig selbst und speisen nur den Überschuss ein – das ist der Standardfall für Eigenheime. Bei der Volleinspeisung wird der gesamte Strom verkauft; das lohnt sich nur, wenn Sie kaum Eigenverbrauch haben. Für ein Einfamilienhaus mit 8–10 kWp ist die Teileinspeisung mit 7,78 ct/kWh fast immer die richtige Wahl, weil der Eigenverbrauch deutlich mehr wert ist als die Einspeisung.

Wichtig für die Aktualität: Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass im Rahmen des Solarpakets I ein Zuschlag von +1,5 ct/kWh auf die Einspeisevergütung geplant ist. Dieser ist jedoch noch nicht in Kraft, da die beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission aussteht. Die aktuellen Sätze und ihre Entwicklung erläutert der Ratgeber Einspeisevergütung 2026: aktuelle Sätze ab 7,78 ct/kWh.

Steuerfrei bis 30 kWp und 0 % Mehrwertsteuer

Zwei Steuervorteile machen die großzügige Dimensionierung 2026 besonders attraktiv:

  • Einkommensteuer: Nach § 3 Nr. 72 EStG sind Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen mit einer installierten Bruttoleistung bis 30 kW (peak) je Wohn- oder Gewerbeeinheit und höchstens 100 kW (peak) pro Steuerpflichtigem einkommensteuerfrei.
  • Umsatzsteuer: Seit Januar 2023 gilt beim Kauf einer privaten PV-Anlage für ein Wohngebäude ein Nullsteuersatz von 0 % Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG). Bei Anlagen bis 30 kWp gilt die Wohngebäude-Bedingung automatisch als erfüllt.

Die alte 10-kWp-Grenze, an der viele noch orientiert planen, existiert steuerlich nicht mehr. Details zu Abschreibung, Liebhaberei und Kleinunternehmerregelung finden Sie im Ratgeber Photovoltaik Steuern 2026: 0 % MwSt & steuerfrei bis 30 kWp.

Häufige Fehler bei der PV-Planung

Neben der zu kleinen Dimensionierung gibt es weitere Fehler, die Sie bei der Planung vermeiden sollten:

  1. Verschattung ignorieren: Selbst „wenig Schatten" kann den Ertrag deutlich reduzieren. Lassen Sie eine Verschattungsanalyse machen.
  2. Nur eine Dachseite nutzen: Bei einem Ost-West-Dach beide Seiten belegen statt nur eine. Die Gesamtleistung und das Verbrauchsprofil sprechen dafür.
  3. Speicher zu groß wählen: Ein 20-kWh-Speicher für eine 5-kWp-Anlage wird nie voll. Die 1:1-Regel (kWh zu kWp) ist ein guter Startpunkt.
  4. Zukünftigen Verbrauch nicht einplanen: Wärmepumpe und E-Auto kommen schneller als gedacht. Lieber jetzt 5 kWp mehr installieren als in drei Jahren nachrüsten.
  5. Kein PVGIS genutzt: Die kostenlose Simulation dauert 10 Minuten und gibt Ihnen eine belastbare Ertragsprognose. Verlassen Sie sich nicht allein auf die Angaben im Angebot.

Häufige Fragen

Wie groß muss meine PV-Anlage sein?

Als Faustformel gilt: 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch als Mindestgröße, in der Praxis mit Überdimensionierungsfaktor 1,2 bis 1,5. Ein 4-Personen-Haushalt mit 3.800 kWh kommt so auf rund 5 kWp Untergrenze; sinnvoll sind 8–10 kWp. Kommt eine Wärmepumpe hinzu (rund 8.500 kWh Gesamtverbrauch), planen Sie 12–15 kWp; mit zusätzlichem E-Auto (rund 11.000 kWh) eher 15–20 kWp. Die Schnellantwort-Tabelle oben fasst alle Setups zusammen.

Wie viele kWp passen pro m² Dachfläche – und wie viele m² brauche ich pro kWp?

Die Verbraucherzentrale nennt als Faustformel rund 5 bis 7 m² Fläche pro 1 kWp. Das entspricht etwa 2,2 Modulen à 430–450 Wp pro kWp bzw. rund 210–230 Wp pro m² Modulfläche. Umgekehrt: nutzbare Dachfläche ÷ 5,5 m²/kWp ergibt die installierbare Leistung. 40 m² nutzbares Dach reichen also für rund 7 kWp.

Welcher Solarrechner ist seriös – und wie genau ist er?

Für eine neutrale Erstabschätzung ist der kostenlose Solarrechner der Verbraucherzentrale die beste Wahl: Er rechnet transparent mit rund 1.025 kWh/kWp (Süd, optimal) bzw. konservativ 900 kWh/kWp und ist nicht an Verkaufsinteressen gebunden. Für die technisch genaueste Ertragsprognose nutzen Sie PVGIS vom EU Joint Research Centre (Abweichung +/- 5–10 %). Angebots-Rechner von Anbietern sind bequem, neigen aber zu optimistischen Annahmen – gegenrechnen lohnt sich.

Wie viel kWh liefert 1 kWp pro Jahr in Deutschland?

Bei Südausrichtung und optimaler Neigung setzt der Verbraucherzentrale-Solarrechner rund 1.025 kWh pro kWp und Jahr an, Stiftung Warentest bis zu 1.000 kWh/kWp. Konservativ rechnet man mit 900 kWh/kWp. Regional reicht die Spanne von etwa 850 kWh/kWp im Norden bis über 1.100 kWh/kWp im Süden – den exakten Wert liefert PVGIS für Ihren Standort.

Ist eine Ost-West-Anlage schlechter als eine Südanlage?

Pro Modul erzeugt eine Ost-West-Anlage bei 30° Neigung rund 86 % des Südertrags. Auf Flachdächern lassen sich aber bis zu 40 % mehr Module installieren, weil die gegenseitige Verschattung geringer ist. Die Gesamtproduktion ist dann höher, und das Erzeugungsprofil passt besser zum Verbrauch. In vielen Fällen ist Ost-West die wirtschaftlich bessere Lösung.

Wie groß sollte der Batteriespeicher sein?

Die Faustregel lautet: 1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp PV-Leistung oder pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein 10-kWp-System kombinieren Sie typischerweise mit einem 10-kWh-Speicher. Überdimensionierung lohnt sich beim Speicher anders als bei Modulen nicht, da die Kosten pro kWh mit 315 bis 440 EUR deutlich höher sind als bei Modulen. Welche Größe konkret passt, vergleicht der Artikel PV-Speicher: 5 kWh oder 10 kWh?.

Bis zu welcher Größe ist eine PV-Anlage steuerfrei?

Nach § 3 Nr. 72 EStG sind PV-Anlagen bis 30 kW (peak) je Wohn- oder Gewerbeeinheit und höchstens 100 kW (peak) pro Steuerpflichtigem einkommensteuerfrei. Beim Kauf gilt zudem seit 2023 ein Umsatzsteuer-Nullsatz von 0 %. Die alte 10-kWp-Grenze existiert steuerlich nicht mehr – Sie können bedenkenlos 15, 20 oder 25 kWp installieren.

Wie viel Einspeisevergütung bekomme ich 2026?

Für Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme zwischen Februar und Juli 2026 zahlt die Bundesnetzagentur 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung bzw. 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung. Für das Segment bis 40 kWp sind es 6,73 ct (Teil), bis 100 kWp 5,50 ct. Für Eigenheime ist die Teileinspeisung fast immer richtig, weil Eigenverbrauch wertvoller ist als die Einspeisung.

Wie genau ist die Ertragsprognose von PVGIS?

PVGIS basiert auf langjährigen Wetterdaten (Datenbank PVGIS-SARAH2) und ist in der Branche als Referenztool anerkannt. Die Abweichung vom tatsächlichen Ertrag liegt in der Praxis bei +/- 5 bis 10 %. Nahverschattung durch Schornsteine oder Bäume wird nicht automatisch erfasst und muss manuell berücksichtigt werden.

Lohnt sich PV noch bei einem Norddach?

Bei flacher Neigung (unter 20°) liefert auch ein Norddach noch 78–85 % des Südausrichtungs-Ertrags. Bei steilen Norddächern (45° und mehr) sinkt der Ertrag auf unter 58 % und eine Installation ist selten wirtschaftlich. Nutzen Sie PVGIS für Ihren konkreten Standort und entscheiden Sie auf Basis der simulierten Erträge.

Muss ich bei der Planung den §14a EnWG beachten?

Ja, wenn Sie eine Wärmepumpe, Wallbox oder einen Speicher mit über 4,2 kW installieren. Diese gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen und müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Ihr Netzbetreiber darf die Bezugsleistung zeitweise auf mindestens 4,2 kW drosseln (nicht abschalten). Dafür erhalten Sie eine Netzentgeltreduktion von rund 110 bis 190 EUR pro Jahr (Modul 1). Ihren selbst erzeugten Solarstrom können Sie weiterhin ohne Einschränkung nutzen.

Nächste Schritte

Die Dimensionierung ist der Ausgangspunkt. Sobald Sie wissen, wie groß Ihre Anlage sein soll, geht es an die Umsetzung:

  1. Angebote einholen: Holen Sie mindestens drei Angebote von regionalen und überregionalen Solaranlagen-Anbietern ein. Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch Modultyp, Wechselrichter und Garantiebedingungen.
  2. Kaufprozess starten: Der komplette Ablauf von der Angebotsphase bis zur Inbetriebnahme ist im PV-Anlage kaufen: Ratgeber beschrieben.
  3. Dach prüfen lassen: Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Dach die Anlage tragen kann, lesen Sie unseren Ratgeber zu Dach-Montage und Voraussetzungen.
  4. Förderung sichern: Informieren Sie sich über die aktuelle Solarförderung 2026 und die Kosten und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik.

Eine richtig dimensionierte PV-Anlage ist eine der besten Investitionen, die Sie als Eigenheimbesitzer 2026 tätigen können. Nehmen Sie sich die Zeit für eine sorgfältige Planung – die 20 bis 25 Jahre Betriebsdauer geben Ihnen Recht.

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