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Wärmepumpe · Niedersachsen

Wärmepumpe in Braunschweig: Kosten, Förderung & Angebote 2026

Wärmepumpe in Braunschweig: 20 % der Wohngebäude stammen aus den 1960ern. Eignung, Kosten & bis zu 70 % Förderung prüfen – jetzt kostenlose Angebote sichern.

75 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

23,3 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

163

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

41 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Braunschweig: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Braunschweig wurden rund 75 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 191913%1919–194820%1949–19577%1958–196820%1969–197814%1979–19903%1991–20004%2001–201117%2012–20152%ab 20160%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Braunschweig (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Braunschweig hat eine geschätzte Heizlast von rund 23,3 kW (mittlere 50 %: 14,032,1 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 23 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW8%
10–15 kW19%
15–20 kW11%
20–30 kW31%
≥ 30 kW30%

Heizträger in Braunschweig heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas85%
Öl1%
Fernwärme13%
Holz0%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Kein Jahrzehnt hat Braunschweig so stark geprägt wie die 1960er: Geschätzt 20 % der Wohngebäude stammen aus den Jahren 1958 bis 1968 – gleichauf mit den Vorkriegsjahrgängen die stärkste Baualtersgruppe der Stadt. Genau diese Häuser stehen heute reihenweise vor dem Heizungstausch – massiv gebaut, aber selten durchgreifend gedämmt, meist mit Gas beheizt und mit Heizkörpern, die für 70 °C Vorlauf ausgelegt wurden. Für die Wärmepumpe ist das kein Ausschlusskriterium, sondern eine Planungsaufgabe. Wenn Sie in Braunschweig eine Wärmepumpe einbauen lassen wollen, entscheiden über Ihr Projekt vier Punkte: die Eignung Ihres Hauses, die Kosten, die bis zu 70 % mögliche Förderung und passende Angebote von Fachbetrieben.

Warum die 60er-Jahre-Häuser den Ton angeben

Die Braunschweiger Baualtersstruktur hat zwei Schwerpunkte: rund 20 % der Wohngebäude aus 1919–1948 und ebenso 20 % aus 1958–1968, dazu 14 % aus 1969–1978. Nur etwa 3 % entfallen auf die besser gedämmten Jahre 1979–1990, während die Jahre 2001 bis 2011 rund 17 % ausmachen. Der typische Wärmepumpen-Kandidat in der Stadt ist damit ein Haus aus der Wirtschaftswunder-Zeit, das energetisch noch nicht auf dem Stand ist – bei insgesamt 42.738 Wohngebäuden in einer Stadt mit rund 252.962 Einwohnern eine große Zielgruppe.

Was diese Bauperiode auszeichnet: solide Außenwände, aber schlanke Dämmung und oft die erste, längst überalterte Zentralheizung. Der geschätzte Wärmebedarf im unsanierten Zustand liegt in Braunschweig im Median bei 163 kWh/m²·a – ein klarer Altbau-Wert. Die gute Nachricht: Wer die Vorlauftemperatur durch größere Heizkörper, Dämmung einzelner Bauteile oder eine Flächenheizung auf 45–55 °C senkt, bringt genau diese Häuser in den Bereich, in dem eine Wärmepumpe effizient läuft. Auch im Bestand erreichen die Geräte im Feld eine Jahresarbeitszahl um 3 (Fraunhofer ISE, allgemein).

Heizlast: die Zahl, die vor jedem Angebot steht

Bevor ein Fachbetrieb ein Gerät auslegt, muss die Heizlast auf dem Tisch liegen. Geschätzt liegt sie für ein Braunschweiger Einfamilienhaus bei 23,3 kW, die mittleren 50 % der Häuser zwischen 14 kW und 32,1 kW. Diese Spanne ist der Grund, warum Pauschalangebote in die Irre führen:

Heizlast (EFH, geschätzt) Anteil
unter 10 kW 8 %
10–15 kW 19 %
15–20 kW 11 %
20–30 kW 31 %
30 kW und mehr 30 %

Rund 27 % der Einfamilienhäuser liegen unter 15 kW und sind meist ohne größere Umbauten wärmepumpentauglich. Die 30 % ab 30 kW dagegen brauchen im unsanierten Zustand oft erst eine Teilsanierung. Dass geschätzt 41 % der Einfamilienhäuser freistehend sind, verschiebt den Schnitt nach oben: mehr Außenfläche bedeutet mehr Wärmeverlust. Reihen- und Doppelhäuser, die 23 % der Wohngebäude stellen, kommen dank geteilter Wände häufig deutlich günstiger weg.

Weg vom Gas – und was die Förderung trägt

In Braunschweig ist der Umstieg fast immer ein Abschied vom Gas: Geschätzt 85 % der Wohngebäude heizen damit, rund 13 % hängen an der Fernwärme, Öl macht etwa 1 % aus, Holz spielt praktisch keine Rolle. Wer eine funktionierende Gasheizung ersetzt, kann die BEG-Förderung von bis zu 70 % der Kosten in Anspruch nehmen (allgemeine Regelung 2026, Grundförderung plus Boni, gedeckelt). Der Gebäudemix – 43 % Einfamilienhäuser, 23 % Reihen- und Doppelhäuser, 33 % Mehrfamilienhäuser – zeigt zugleich, dass die Lösungen unterschiedlich ausfallen: vom kompakten Reihenhaus bis zum Mehrparteienbau mit Kaskade.

reduco ist dabei kein Berater vor Ort, sondern eine Datenanalyse mit angeschlossenem Netzwerk geprüfter Fachbetriebe. Der kostenlose Wärmepumpen-Check ordnet Ihr Haus in die hier genannten Bänder ein und zeigt, ob Ihr 60er-Jahre-Bau ohne oder erst nach Teilsanierung tauschreif ist – bevor Sie das erste Angebot einholen.

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Häufige Fragen

Weil sie mit geschätzt 20 % der Wohngebäude die größte Baualtersgruppe stellen und jetzt gehäuft vor dem Heizungstausch stehen. Sie sind solide gebaut, aber oft nur schwach gedämmt – die Vorlauftemperatur ist deshalb der entscheidende Hebel für eine effiziente Wärmepumpe.

In den meisten Fällen ja. Da geschätzt 75 % der Wohngebäude vor 1979 gebaut wurden, muss die Vorlauftemperatur meist gesenkt werden. Gelingt das über Dämmung oder größere Heizkörper, erreichen Wärmepumpen auch im Bestand eine JAZ um 3 (Fraunhofer ISE, allgemein).

Das hängt an der Heizlast, die für ein Einfamilienhaus geschätzt bei 23,3 kW liegt, mit einer typischen Spanne von 14 bis 32,1 kW. Erst die konkrete Berechnung für Ihr Haus – nicht die Quadratmeterzahl – bestimmt die Gerätegröße.

Für den Ersatz einer Gasheizung greift die BEG-Förderung von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten (allgemeine Regelung 2026, gedeckelt). Da geschätzt 85 % der Braunschweiger Wohngebäude mit Gas heizen, betrifft das die große Mehrheit der Eigentümer.

Nein. Geschätzt 30 % der Einfamilienhäuser liegen bei 30 kW oder mehr. Hier hilft meist eine Teilsanierung – etwa Dach oder Fenster –, um die Heizlast und die Vorlauftemperatur in den effizienten Bereich zu bringen.

Nur zum Teil: Geschätzt 13 % der Wohngebäude nutzen Fernwärme, 85 % heizen weiter mit Gas. Wo kein Fernwärmeanschluss möglich ist, ist die Wärmepumpe die naheliegende Alternative zum Gaskessel.

Er ordnet Ihr Gebäude anhand von Baujahr, Typ und geschätzter Heizlast in die genannten Bänder ein und zeigt, ob ein Tausch ohne oder erst nach Teilsanierung sinnvoll ist. Passt es, vermittelt reduco geprüfte Fachbetriebe aus dem Netzwerk.

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