Sanierungsrechner
In wenigen Schritten zum Ist-Zustand Ihres Gebäudes und zum Sanierungspotenzial mit Wärmepumpe. Kostenlos, ohne Anmeldung.
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Kostenloser Online-Rechner · zuletzt aktualisiert: September 2026
Der Sanierungsrechner beziffert für Ihre Adresse, was eine energetische Sanierung kostet, was sie an Heizenergie spart und wie viel Eigenanteil nach der Förderung bleibt. Einzelmaßnahmen reichen von 20–50 €/m² für die Kellerdeckendämmung bis 130–250 €/m² für ein Wärmedämm-Verbundsystem. Eine Komplettsanierung auf Effizienzhaus 70 kostet 700–1.100 €/m² Wohnfläche, beim Einfamilienhaus mit 130 m² also 91.000–143.000 €.
Grundlage ist eine energetische Gebäudemodellierung mit amtlichen Kataster- und 3D-Gebäudedaten: Der Rechner arbeitet mit der tatsächlichen Dach-, Fassaden- und Fensterfläche Ihres Hauses statt mit Pauschalen und zeigt je Maßnahme Kosten, Einsparung, Effizienzklasse vorher und nachher sowie Amortisationszeit. Er ersetzt keinen Sanierungsfahrplan, liefert aber die Zahlen für die Energieberatung.
Vier Schritte von der Adresse zum Maßnahmenplan. Kostenlos und ohne Anmeldung.
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Baujahr, Wohnfläche, Gebäudetyp und Energieträger kommen automatisch aus amtlichen Gebäudedaten.
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Sie bestätigen Ihr Haus per Klick im 3D-Modell. Daraus ergeben sich Dach-, Fassaden- und Fensterflächen.
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Heizung, bereits gedämmte Bauteile und heutige Heizkosten ergänzen. Das schärft die Berechnung.
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Sie erhalten Ist-Klasse, erreichbare Zielklasse, Kosten je Maßnahme, BEG-Förderung und Amortisation in Jahren.
Am schnellsten rechnen sich die kleinen Maßnahmen: Einblasdämmung in 5–10 Jahren, Kellerdecke und oberste Geschossdecke je nach Ausgangszustand in 6–15 Jahren. Fenster (15–25 Jahre) und WDVS (16–25 Jahre) amortisieren sich energetisch kaum, lohnen sich aber, wenn Putz oder Fenster ohnehin fällig sind. Preissteigerungen einkalkulieren: Instandhaltung lag im Mai 2026 um 5,6 % über dem Vorjahr.
| Maßnahme | Preis | EFH gesamt | Heizkosten sparen |
|---|---|---|---|
| Oberste Geschossdecke, nicht begehbar | 20–40 €/m² | 1.800–3.600 € | 5–10 % |
| Kellerdecke von unten dämmen | 20–50 €/m² | 1.800–4.500 € | 5–10 % |
| Einblasdämmung Fassade | 20–60 €/m² | 3.000–9.000 € | 10–20 % |
| Zwischensparrendämmung Dach | 70–120 €/m² | 7.700–13.200 € | 8–15 % |
| Fenster, Kunststoff dreifach verglast | 500–800 € je Fenster | 6.000–9.600 € | 10–20 % |
| WDVS Fassade | 130–250 €/m² | 19.500–37.500 € | 15–25 % |
| Aufsparrendämmung Dach | 150–300 €/m² | 16.500–33.000 € | 15–30 % |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | pauschal | 27.000–40.000 € | 30–50 % |
Bezugsgebäude: Einfamilienhaus, 130 m² Wohnfläche, 150 m² Fassade, 110 m² Dachfläche, je 90 m² Kellerdecke und oberste Geschossdecke, 12 Fenster. Bruttopreise inklusive Einbau und Gerüst.
Renovierung ist optische Auffrischung ohne energetische Wirkung: Malerarbeiten 10–20 €/m², Bodenbeläge 30–100 €/m², Innenputz 20–40 €/m². Nicht förderfähig. Modernisierung meint nach § 555b BGB eine bauliche Veränderung, die nachhaltig Endenergie einspart oder den Gebrauchswert erhöht, anders als die reine Erhaltung nach § 555a BGB. Gefördert wird nur der energetische Anteil.
| Sanierungstiefe | Kosten je m² Wohnfläche | EFH 130 m² | Energieeinsparung |
|---|---|---|---|
| Einzelmaßnahme | 50–300 €/m² | 6.500–39.000 € | 10–30 % |
| Teilsanierung | 600–1.200 €/m² | 78.000–156.000 € | 30–50 % |
| Komplettsanierung EH 70 | 700–1.100 €/m² | 91.000–143.000 € | 50–65 % |
| Komplettsanierung EH 55 | 900–1.400 €/m² | 117.000–182.000 € | 65–75 % |
| Kernsanierung EH 40 | 1.000–1.800 €/m² | 130.000–234.000 € | 75–85 % |
Die Werte gelten energetisch. Eine bautechnische Kernsanierung mit Entkernung, neuer Elektrik und Innenausbau kostet 800–2.500 €/m². Faustregel: Über 70–80 % der Neubaukosten (2026 rund 2.500–3.800 €/m² ohne Grundstück) ist ein Neubau oft wirtschaftlicher.
Die Stufe ist das Verhältnis von Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust zu einem baugleichen Referenzgebäude. Je kleiner die Zahl, desto besser. Den Nachweis führt ein Energieeffizienz-Experte; die KfW bezuschusst Fachplanung und Baubegleitung mit 50 % auf maximal 10.000 € je Ein- oder Zweifamilienhaus.
| Stufe | Primärenergiebedarf | Transmissionsverlust | Tilgungszuschuss KfW 261 |
|---|---|---|---|
| EH 85 EE | bis 85 % | bis 100 % | 0 % |
| EH 70 EE | bis 70 % | bis 85 % | 0 % |
| EH 55 EE | bis 55 % | bis 70 % | 5 % |
| EH 40 EE | bis 40 % | bis 55 % | 10 % |
| EH Denkmal EE | individuell | individuell | 5 % |
Boni: NH-Klasse +5 Prozentpunkte, Worst Performing Building +10, serielle Sanierung +15 (nur EH 55 und EH 40). Kumuliert bis zu 40 % auf 150.000 € Kredit je Wohneinheit, also 60.000 €. EH 85 und EH 70 bringen nur Zinsvorteil.
Beim Heizungstausch ergeben Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus im Standardfall 46 %, also 12.880 € für die erste Wohneinheit. Der Einkommensbonus staffelt sich nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen: 40 Prozentpunkte bis 30.000 €, 30 bis 40.000 €, 10 bis 50.000 €. Gedeckelt ist die Förderung bei 70 %, nur in der untersten Einkommensstufe bei 80 %. Warten kostet Geld: Ab 01.02.2027 sinken der Höchstbetrag halbjährlich um 750 € und der Klimageschwindigkeitsbonus um 4 Prozentpunkte, ab August 2028 entfällt er ganz. Bei Wärmepumpen soll die Grundförderung ab voraussichtlich Q1 2027 auf 15 % fallen.
Der Antrag läuft vor der Umsetzung, auf Basis eines Vertrags mit aufschiebender oder auflösender Bedingung der Förderzusage. Der Bewilligungszeitraum von 36 Monaten ist nicht verlängerbar. Zuschuss und § 35c EStG schließen sich aus.
| Maßnahme | Programm | Fördersatz | Grenze |
|---|---|---|---|
| Dämmung, Fenster, Außentüren | BAFA BEG EM | 15 % | 30.000 € Kosten (1. WE), max. 4.500 € |
| dieselben Maßnahmen mit iSFP | BAFA BEG EM | 20 % oberhalb 30.000 € | 60.000 € Kosten (1. WE), max. 10.500 € |
| Anlagentechnik, Heizungsoptimierung | BAFA BEG EM | 15 % | 30.000 € Kosten (1. WE) |
| Heizungstausch | KfW 458 | 30 % plus 16 % Klimageschwindigkeit | 28.000 € Kosten (1. WE) |
| Einkommensbonus, zvE bis 30.000 € | KfW 458 | zusätzlich 40 % | max. 80 %, also 22.400 € |
| Energieberatung mit iSFP | BAFA EBW | 50 % | max. 650 € (EFH und ZFH) |
| Steuerbonus statt Zuschuss | § 35c EStG | 7 / 7 / 6 % über drei Jahre | max. 40.000 € |
Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten gilt seit 21.07.2026 nur oberhalb von 30.000 € Investition: Bei 40.000 € Kosten bekommen Sie 15 % auf die ersten 30.000 € und 20 % auf die restlichen 10.000 €.
Eine Marktdatenauswertung von über 310.000 Inseraten aus 2025 zeigt: Sanierte Wohngebäude erzielen im Schnitt 23 % höhere Preise als unsanierte, in Spitzenfällen bis zu 40 %. Der Hebel liegt im Sprung aus dem unteren Feld, von G oder F auf C.
Eine an die Effizienzklasse gekoppelte Sanierungspflicht gibt es für Wohngebäude nicht. § 40 GModG betrifft nur Nichtwohngebäude, für Wohngebäude gilt ein europäisches Durchschnittsziel von minus 16 % Primärenergieverbrauch bis 2030. Das Argument sind Betriebskosten und Marktwert, kein drohendes Verbot.
| Effizienzklasse | Endenergie in kWh/(m²·a) |
|---|---|
| A+ | bis 30 |
| A | bis 50 |
| B | bis 75 |
| C | bis 100 |
| D | bis 130 |
| E | bis 160 |
| F | bis 200 |
| G | bis 250 |
| H | über 250 |
Die Skala für Wohngebäude bleibt unter dem Gebäudemodernisierungsgesetz unverändert (Anlage 10 GModG), maßgeblich ist Endenergiebedarf oder -verbrauch.
Erst die Hülle, dann die Technik. Das ist eine Kostenfrage: Im unsanierten Bestand bleibt die Heizlast bei 16 kW, die passende Wärmepumpe kostet 34.000–40.000 €. Nach Dämmung von Dach, Fassade, Fenstern und Kellerdecke sinkt sie auf 7 kW, ein 8-kW-Gerät genügt für 27.000–32.000 €. Eine überdimensionierte, taktende Anlage kostet über 20 Jahre 3.000–8.000 € mehr Strom, eine zweite Gerüststellung 1.500–3.500 €.
Die wichtigste Ausnahme liefert das Fraunhofer ISE: In einer vierjährigen Messung an 77 Anlagen erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4 und Sole-Wasser-Geräte 4,3, ohne Zusammenhang zum Baujahr. Fällt Ihr Kessel aus, müssen Sie nicht erst dämmen.
Rechenbeispiel: Klassensprung von F auf A
Einfamilienhaus von 1975, 140 m² Wohnfläche, rund 180 kWh/(m²·a), Klasse F. Paket: WDVS 25.000 €, Dachdämmung 9.000 €, Fenster 10.000 €, Wärmepumpe 33.000 €, zusammen 77.000 € brutto. Mit gefördertem Sanierungsfahrplan kommen rund 20.000 € Zuschuss zusammen, es bleiben 57.000 € Eigenanteil. Ergebnis: rund 30 kWh/(m²·a) Endenergie und damit Klasse A, weil die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom gut drei Kilowattstunden Wärme macht. Die Heizkosten sinken um rund 1.800 € im Jahr, CO₂-Abgabe eingerechnet. Der Immobilienwert steigt rechnerisch von 343.000 € auf 422.000 €, also um 79.000 €.
Was kostet eine Komplettsanierung pro qm?
Auf Effizienzhaus 70 rechnen Sie mit 700–1.100 €/m² Wohnfläche, auf EH 55 mit 900–1.400 €/m² und für eine Kernsanierung auf EH-40-Niveau mit 1.000–1.800 €/m². Beim Einfamilienhaus mit 130 m² sind das 91.000 € bis 234.000 € vor Förderung.
Ist der Sanierungsrechner kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar?
Ja. Sie geben die Adresse ein und erhalten das Ergebnis in unter zwei Minuten, ohne Registrierung und ohne Kosten. Als Voranalyse ersetzt er weder Energieausweis noch förderfähigen Sanierungsfahrplan.
Welche Förderung gibt es für Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder Fenster?
Die BAFA fördert die Gebäudehülle mit 15 % auf maximal 30.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit, also bis zu 4.500 €. Mit iSFP steigt die Grenze auf 60.000 € und der Zuschuss auf 10.500 €. Fachplanung und Baubegleitung: 50 %.
Was bringt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?
Ein iSFP kostet beim Einfamilienhaus 1.500–2.500 € brutto, die BAFA übernimmt 50 % bis maximal 650 €. Seit dem 21. Juli 2026 lohnt der Bonus vor allem oberhalb von 30.000 € Investition, denn nur der übersteigende Betrag bekommt 20 %. Für den Heizungstausch gilt er nicht.
Wie berechne ich, ob mein Haus KfW-Effizienzhaus 115, 85 oder 70 erreicht?
Verglichen werden Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust mit dem Referenzgebäude: EH 85 heißt höchstens 85 % Primärenergiebedarf, EH 70 höchstens 70 %. Die Stufe 115 gibt es in der aktuellen Förderung nicht mehr. Den verbindlichen Nachweis erstellt ein Energieeffizienz-Experte.
Wie hoch ist der Tilgungszuschuss bei KfW 261?
Aktuell 10 % bei EH 40 EE, 5 % bei EH 55 EE und beim Effizienzhaus Denkmal. EH 85 und EH 70 bringen 0 %, also nur den günstigen Zins. Mit NH-Klasse, WPB-Bonus und serieller Sanierung sind bis zu 40 % auf 150.000 € Kredit erreichbar, also 60.000 €.
In welcher Reihenfolge sollte ich mein Haus sanieren?
Zuerst Dach, Fassade, Fenster und Kellerdecke, danach die Heizung. Sinkt die Heizlast von 16 auf 7 kW, genügt eine kleinere Wärmepumpe und Sie sparen rund 7.000 €. Ist der Kessel defekt, tauschen Sie zuerst die Heizung: Laut Fraunhofer ISE erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen auch im Bestand eine Jahresarbeitszahl von 3,4.
Lohnt es sich, vor dem Verkauf zu sanieren?
Sanierte Häuser erzielen laut einer Auswertung von über 310.000 Inseraten im Schnitt 23 % höhere Preise, in Spitzen bis 40 %. Im Beispiel des Sprungs von F auf A stehen 57.000 € Eigenanteil rund 79.000 € Wertzuwachs gegenüber. Ob die Rechnung bei Ihnen aufgeht, hängt von Lage und Nachfrage ab.
Gibt es 2026 eine Sanierungspflicht für Wohngebäude?
Nein, eine an die Effizienzklasse gekoppelte Pflicht gibt es für Wohngebäude nicht. Punktuell greifen aber Nachrüstpflichten: Die oberste Geschossdecke muss nach § 35 GModG binnen zwei Jahren nach dem ersten Eigentümerwechsel gedämmt sein, und wer mehr als 10 % eines Bauteils erneuert, muss die Werte des § 36 GModG einhalten, bei Wand und Dach 0,24 W/(m²·K).
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Datengrundlage & Quellen: KfW · BAFA · Verbraucherzentrale · dena · co2online · Fraunhofer ISE · BuVEG und ImmobilienScout24 · Statistisches Bundesamt · Umweltbundesamt · Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die Ergebnisse sind eine unverbindliche Orientierung auf Basis öffentlicher Gebäudedaten und ersetzen keine individuelle Fachberatung.