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Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Kosten 2026 ab 5.200 €

Hendrik Stotz

Hendrik Stotz

Zertifizierter Energieeffizienz-Experte

Stand: 7. September 202619 Minuten

Luft-Wasser-Wärmepumpe vor einem Einfamilienhaus nach dem Austausch der Gasheizung

Bekannt aus

ESMT Berlin
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ZIA Innovation 2026
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Das Wichtigste in Kürze

  • Gesamtkosten: Eine Wärmepumpe inklusive Einbau kostet im Schnitt rund 36.000 €, die Spanne reicht von 20.000 bis über 60.000 € (Auswertung von 160 Angeboten für Einfamilienhäuser durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, test.de, 25.06.2025). Typische Gas-Umrüstungen im Einfamilienhaus liegen bei 26.000 bis 38.000 €.
  • Eigenanteil: Bei 28.000 € förderfähigen Kosten bleiben im Standardfall (46 % Förderung) 15.120 €. Mit vollem Einkommensbonus (80 %) sinkt der Eigenanteil je nach Hausgröße auf 5.200 bis 15.600 €.
  • Förderung: 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, einkommensabhängig bis 80 %, maximal 22.400 € (KfW-Merkblatt 458, gültig ab 21.07.2026). Die 16 % gelten nur bei Antragstellung bis 31.01.2027.
  • Die Bedingung, an der es scheitert: Eine Gas-Zentralheizung muss für den Klimageschwindigkeitsbonus mindestens 20 Jahre in Betrieb sein, eine Gas-Etagenheizung qualifiziert unabhängig vom Alter.
  • Eignung: Ihr Haus ist ohne Umbauten geeignet, wenn die Vorlauftemperatur ganzjährig unter 55 °C bleibt. Im Fraunhofer-ISE-Feldtest mit 77 Bestandsanlagen erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von 3,4, ohne erkennbaren Zusammenhang zum Baujahr.
  • Gasanschluss und Bauzeit: Der eigentliche Einbau dauert meist 2–3 Tage. Die Stilllegung des Gasanschlusses kostet laut bundesweiter Marktauswertung 0 bis 6.545 €, im Median 455 €.

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Sie haben eine funktionierende Gasheizung im Keller und wollen sie durch eine Wärmepumpe ersetzen. Die Fragen dahinter sind immer dieselben: Was kostet es wirklich, von Gas auf Wärmepumpe umzustellen, wie viel davon übernimmt der Staat, und taugt Ihr Haus überhaupt dafür? Genau darum geht es hier: um die Kosten der Umrüstung nach Haustyp, den Eigenanteil nach Förderung, den Ablauf mit Terminen und die Frage, was mit dem Gasanschluss passiert. Eine Wärmepumpe inklusive Einbau kostet im Schnitt rund 36.000 €, im Standardfall bleiben nach Abzug der KfW-Förderung 15.120 € Eigenanteil, mit vollem Einkommensbonus im kleinsten Fall nur 5.200 €.

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Zwei Abgrenzungen vorweg, damit Sie hier nicht das Falsche suchen: Ob eine Wärmepumpe grundsätzlich das bessere System für Sie ist, klärt der Systemvergleich Wärmepumpe und Gasheizung. Was eine neue Gasheizung heute kostet, steht in Gasheizung Kosten 2026. Und ob Sie überhaupt noch eine Gasheizung einbauen dürfen, beantwortet Gasheizung wieder erlaubt: Was das GModG ändert. Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit dem Umbau selbst.

Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Kosten nach Haustyp und Heizlast

Die meisten Kostenübersichten nennen eine Spanne und lassen Sie damit allein. Aussagekräftiger ist die Rechnung nach Haustyp, weil zwei Dinge zusammenwirken: Mit der Wohnfläche steigt die nötige Heizleistung und damit der Gerätepreis, gleichzeitig deckelt die KfW die förderfähigen Kosten bei 28.000 € je erster Wohneinheit. Ab dieser Grenze wächst der Zuschuss nicht mehr mit.

Haustyp Heizlast Wärmepumpe installiert Förderfähig Eigenanteil bei 46 % bei 70 % bei 80 %
Einfamilienhaus 100 m², saniert 5–8 kW ca. 26.000 € 26.000 € 14.040 € 7.800 € 5.200 €
Einfamilienhaus 150 m², teilsaniert 8–12 kW ca. 30.000 € 28.000 € 17.120 € 10.400 € 7.600 €
Einfamilienhaus 200 m², unsanierter Altbau 12–20 kW ca. 38.000 € 28.000 € 25.120 € 18.400 € 15.600 €

Investitionssummen als Erfahrungswerte innerhalb der auf test.de dokumentierten Marktspanne. Fördersätze und Höchstbeträge: KfW-Merkblatt 458, Stand 07/2026.

Die Pointe dieser Tabelle steht in keinem Versorger-Ratgeber: Die effektive Förderquote sinkt mit der Hausgröße. Beim 100-m²-Haus liegen die Gesamtkosten unter dem Deckel, dort sind 46 % Förderung auch tatsächlich 46 %. Beim 200-m²-Altbau greift der Deckel hart. Nominal sind es weiterhin 46 %, gerechnet auf die vollen 38.000 € sind es nur noch rund 34 %. Das große Haus bekommt also nicht dreimal so viel Zuschuss wie das kleine, sondern denselben Maximalbetrag. Wer die Rechnung für die eigene Wohnfläche nachvollziehen will, findet die Auslegung in der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Was kostet die Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe im Detail?

Ich veröffentliche hier bewusst keine Preistabelle nach einzelnen Bauteilen, und das hat einen Grund. Bei der Auswertung von 160 Angeboten fand die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, dass nur rund ein Viertel der Kostenvorschläge alle wesentlichen Leistungen enthielt. In einem Fünftel fehlte die Angabe zum hydraulischen Abgleich, in nahezu 90 % war kein Heizkörpertausch eingeplant (test.de, 25.06.2025). Positionspreise aus solchen Angeboten sind nicht vergleichbar, weil in jedem Angebot etwas anderes fehlt. Nützlicher ist die Frage, welche Blöcke überhaupt in einem vollständigen Angebot stehen müssen.

Kostenblock Was dahintersteckt Was den Preis treibt
Wärmepumpe und Speicher Gerät, Warmwasserspeicher, gegebenenfalls Pufferspeicher Leistung in kW, Kältemittel, Schallschutz
Demontage und Hydraulik Ausbau und Entsorgung der Gastherme, Einbindung ins vorhandene Heizungsnetz Zustand des Verteilnetzes, Aufstellort
Elektroarbeiten Zuleitung, Zählerplatz, Anmeldung beim Netzbetreiber Alter des Zählerschranks, Steuerbarkeit nach § 14a EnWG
Außenanlage Fundament oder Konsole, Kernbohrungen, Kondensatableitung Bodenverhältnisse, Abstand zum Gebäude
Heizkörper und Abgleich Tausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper, hydraulischer Abgleich Anzahl der betroffenen Räume
Inbetriebnahme und Nachweise Einregulierung, Heizkurve, Fachunternehmererklärung für die KfW Dokumentationsaufwand

Fehlt einer dieser Blöcke im Angebot, ist es nicht billiger, sondern unvollständig. Besonders teuer wird das beim hydraulischen Abgleich: Er ist Fördervoraussetzung, denn die KfW verlangt, dass der Heizungseinbau mit einer Optimierung des gesamten Heizungsverteilungssystems verbunden wird. Wer ihn nachträglich beauftragen muss, zahlt zweimal Anfahrt. Eine Positionsliste zum Abhaken finden Sie in Heizung tauschen: Kosten im Überblick.

Bei den laufenden Kosten fällt der Vergleich klar aus: Die Wartung einer Wärmepumpe kostet etwa 150 bis 300 € jährlich, der Besuch des Schornsteinfegers entfällt bei reinen Wärmepumpenanlagen vollständig.

Förderung für die Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe: bis zu 80 % über KfW 458

Die Förderung läuft über den Zuschuss KfW 458. Seit dem 21.07.2026 gilt eine neue Fassung der Förderrichtlinie, und die Zahlen haben sich spürbar verändert. Der Klimageschwindigkeitsbonus ist von 20 auf 16 % gesunken, der Effizienzbonus von 5 % und der Emissionsminderungszuschlag sind ersatzlos entfallen, die maximal förderfähigen Kosten der ersten Wohneinheit liegen jetzt bei 28.000 € statt 30.000 €. Viele Ratgeberseiten im Netz rechnen noch mit den alten Werten.

Baustein Satz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau einer Wärmepumpe im Bestand, Bauantrag des Gebäudes mindestens fünf Jahre alt
Klimageschwindigkeitsbonus 16 % Selbstnutzer, funktionstüchtige Altheizung; Satz sinkt ab 01.02.2027
Einkommensbonus 40 / 30 / 10 % zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / bis 40.000 € / bis 50.000 €
Familienzuschlag Bemessungsgrenze +10.000 € mindestens ein kindergeldberechtigtes Kind unter 18 Jahren im Haushalt
Deckel maximal 80 % bzw. 70 % 80 % bei zvE bis 30.000 € (bzw. 40.000 € mit Familienzuschlag), sonst 70 %
Förderfähige Kosten 28.000 € (1. Wohneinheit) je 15.000 € für die 2. bis 6., je 8.000 € ab der 7. Wohneinheit

Quelle: KfW-Merkblatt 458, Stand 07/2026. Maßgeblich für das Einkommen ist der Durchschnitt der zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang, bei einem Antrag in 2026 also 2023 und 2024. Nachgewiesen wird ausschließlich per Einkommensteuerbescheid. Alle Details zum Verfahren stehen in KfW 458 für den Heizungstausch.

Klimageschwindigkeitsbonus: 20 Jahre bei der Gas-Zentralheizung, kein Mindestalter bei der Etagenheizung

Das ist die Bedingung, an der die Förderung in der Praxis gelingt oder scheitert, und sie wird fast überall verkürzt wiedergegeben. Das KfW-Merkblatt unterscheidet zwei Fälle. Funktionstüchtige Öl-, Kohle- und Gas-Etagenheizungen sowie Nachtstromspeicherheizungen berechtigen zum Bonus unabhängig von ihrem Alter. Für funktionstüchtige Gas-Zentralheizungen gilt dagegen: Die Inbetriebnahme muss zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 20 Jahre zurückliegen.

Für die typische Zielgruppe dieses Artikels, das Einfamilienhaus mit Gas-Zentralheizung im Keller, heißt das konkret: Ist Ihr Kessel 2010 eingebaut worden, fehlen Ihnen bis 2030 die 16 %. Ist er von 2004, qualifizieren Sie. Prüfen Sie das Typenschild oder das Kesselbuch, bevor Sie mit 46 % rechnen. Zweite Bedingung, die viele übersehen: Die alte Anlage muss bei Antragstellung funktionstüchtig sein. Ist die Gasheizung bereits defekt, entfällt der Bonus unabhängig vom Alter, und es bleibt bei der Grundförderung. Steht die Anlage bereits still, hilft die Abwägung in Heizung kaputt: reparieren oder tauschen bei der Entscheidung.

Antragstellung ab Klimageschwindigkeitsbonus
bis 31.01.2027 16 %
01.02.2027 12 %
01.08.2027 8 %
01.02.2028 4 %
01.08.2028 0 %

Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung, nicht der Einbau. Wer den Antrag im Januar 2027 stellt und im Herbst 2027 baut, behält die 16 %. Parallel sinken die maximal förderfähigen Kosten ab 01.02.2027 halbjährlich um jeweils 750 €. Beide Effekte zusammen kosten einen Standardfall zwischen Januar und Februar 2027 rund 1.435 € Zuschuss: 12.880 € gegenüber 11.445 €.

Rechenbeispiel: Eigenanteil im Standardfall und mit Einkommensbonus

Der Standardfall ist der Selbstnutzer mit einem Haushaltseinkommen über 50.000 €, der seine 25 Jahre alte, noch laufende Gas-Zentralheizung austauscht:

  • Förderfähige Kosten: 28.000 €
  • Grundförderung 30 %: 8.400 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus 16 %: 4.480 €
  • Zuschuss gesamt: 12.880 € (46 %)
  • Eigenanteil: 15.120 €, zuzüglich aller Kosten oberhalb der 28.000-€-Grenze

Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen bei höchstens 30.000 €, oder bei bis zu 40.000 € mit Familienzuschlag, kommen 40 % Einkommensbonus dazu. Rechnerisch wären das 86 %, die Auszahlung ist aber auf 80 % gedeckelt:

  • Förderfähige Kosten: 28.000 €
  • Zuschuss gesamt: 22.400 € (80 %)
  • Eigenanteil: 5.600 €

Diese 80 % sind der Ausnahmefall, nicht die Regel, und sie sind ehrlich nur unter diesen Bedingungen erreichbar. Maßgeblich ist Ihr Einkommensteuerbescheid, nicht Ihr heutiges Gehalt. Reicht der Zuschuss nicht, ist der Ergänzungskredit KfW 358/359 mit bis zu 120.000 € je Wohneinheit kombinierbar. Eine Kumulierung mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist bis zu 60 % der Investitionskosten möglich, die Steuerermäßigung für Sanierungsmaßnahmen ist dagegen ausgeschlossen.

Warum die Gas-Hybridheizung den Klimageschwindigkeitsbonus kostet

Wer die Gasheizung als Spitzenlast behalten und nur eine kleine Wärmepumpe dazustellen will, verliert die 16 %. Die Förderrichtlinie ist an dieser Stelle eindeutig: Nach dem Austausch dürfen die versorgten Wohneinheiten nicht mehr von fossilen oder mit Gas betriebenen Heizungen im Gebäude oder gebäudenah versorgt werden. Ausgenommen sind nur wasserstofffähige Heizungen und gasbetriebene Brennstoffzellenheizungen. Die Grundförderung von 30 % bleibt, der Bonus fällt weg. Bei 28.000 € förderfähigen Kosten sind das 4.480 €, die die Brückenlösung zusätzlich kostet. Wann sie sich trotzdem lohnt, steht in Hybridheizung aus Wärmepumpe und Gas.

Antrag vor Vertragsbeginn: der teuerste Fehler beim Heizungstausch

Die Reihenfolge ist gesetzlich vorgegeben und verzeiht keinen Fehler. Zuerst erstellt ein Energieeffizienz-Experte oder das Fachunternehmen die Bestätigung zum Antrag (BzA). Dann schließen Sie den Liefer- oder Leistungsvertrag ab, und zwar mit aufschiebender oder auflösender Bedingung, also so, dass er nur bei bewilligter Förderung wirksam wird. Erst danach beantragen Sie den Zuschuss im Kundenportal „Meine KfW“. Ein Vertrag ohne diese Bedingung oder der Beginn der Bauarbeiten vor Ort gilt als Vorhabenbeginn und schließt die Förderung aus.

Entwarnung gibt es beim Zeitdruck: Nach der Zusage haben Sie 36 Monate Zeit für die Umsetzung. Die Nachweise müssen innerhalb von sechs Monaten nach der letzten Rechnung eingereicht werden, spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums. Und wenn die Gasheizung mitten im Verfahren ausfällt, fördert die KfW ab Antragstellung auch die Miete einer provisorischen Heizung für bis zu ein Jahr. Der Antrag muss also nicht in Panik gestellt werden. Er muss nur vor dem Vertrag stehen. Zwei weitere Bedingungen übersieht man leicht: Rechnungen sind unbar zu begleichen, und die geförderte Anlage muss zehn Jahre lang zweckentsprechend genutzt werden.

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Gasheizung austauschen: Ablauf in acht Schritten und wie lange es dauert

Von der ersten Beratung bis zur betriebsbereiten Wärmepumpe vergehen in der Praxis mehrere Monate, der eigentliche Einbau dauert davon nur wenige Tage. Die folgenden Zeitangaben sind Erfahrungswerte aus der Praxis, die einzige harte Frist ist der Bewilligungszeitraum der KfW.

Schritt Was passiert Wer Dauer
Beratung und Grobcheck Bestandsaufnahme, Aufstellort, Warmwasserkonzept Fachbetrieb oder Energieberater 1–2 Wochen
Heizlast und Eignung Heizlastberechnung, Vorlauftemperatur, Heizkörper prüfen Fachbetrieb 1–2 Wochen
Angebote einholen Zwei bis drei vollständige Angebote vergleichen Sie 2–4 Wochen
Bestätigung zum Antrag BzA über die KfW-Systeme erstellen lassen Energieeffizienz-Experte oder Fachunternehmen wenige Tage
Vertrag und Förderantrag Vertrag mit aufschiebender Bedingung, dann Antrag über „Meine KfW“ Sie 1–4 Wochen bis zur Zusage
Lieferung und Demontage Gerät bestellen, Gastherme ausbauen und entsorgen Fachbetrieb Lieferzeit je nach Modell mehrere Wochen
Installation und Inbetriebnahme Aufstellung, Hydraulik, Elektrik, Heizkurve, hydraulischer Abgleich Fachbetrieb 2–3 Tage
Gasanschluss und Nachweise Gasvertrag kündigen, Anschluss stilllegen, BnD einreichen Sie und Netzbetreiber Nachweisfrist 6 Monate

Müssen mehrere Heizkörper getauscht oder das Verteilsystem angepasst werden, kommen zwei bis fünf Tage dazu. Bei einer Erdwärmebohrung ändert sich die Rechnung komplett, weil Genehmigung und Bohrtermin dominieren. Für die klassische Umrüstung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und vorhandenen Heizkörpern gilt aber: Sie sind nach drei Tagen wieder warm.

Wie lange bleibt die Heizung während der Umrüstung aus?

In der Regel genau einen Tag. Die alte Gastherme wird morgens demontiert, am selben oder am folgenden Tag steht die Wärmepumpe hydraulisch angebunden im Keller. Planen Sie den Termin trotzdem nicht für Ende Januar, sondern für die Übergangszeit. Fällt die Gasheizung vorher unplanmäßig aus, ist die geförderte Mietheizung der saubere Weg, und Sie behalten den Klimageschwindigkeitsbonus, weil die Anlage bei Antragstellung noch als funktionstüchtig gilt.

Angebote für die Wärmepumpe vergleichen: worauf Sie achten müssen

Die Preisspanne für dieselbe Leistung ist erheblich, und die Angebotsqualität schwankt noch stärker als der Preis. Achten Sie darauf, dass alle sechs Kostenblöcke aus der Tabelle oben benannt sind, dass die Heizlast als Zahl im Angebot steht und dass der hydraulische Abgleich als eigene Position auftaucht. Fehlt die Heizlast, ist die Auslegung geraten. Zu große Geräte takten und verschleißen schneller, zu kleine springen im Winter in den teuren Heizstab.

Ist mein Haus für eine Wärmepumpe geeignet? Vorlauftemperatur und Heizkörper prüfen

Der größte Irrtum vorweg: Eine Wärmepumpe braucht weder eine Fußbodenheizung noch ein frisch gedämmtes Haus. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, also wie heiß das Heizwasser sein muss, damit an kalten Tagen alle Räume warm werden.

Vorlauftemperatur unter 55 Grad: der Selbsttest an einem kalten Wintertag

Als Faustregel gilt ein Gebäude als geeignet, wenn die Vorlauftemperatur ganzjährig unter 55 °C bleibt. Flächenheizungen sind ideal, ausreichend große Heizkörper genügen aber ebenfalls. Den Test können Sie selbst machen:

  1. Stellen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Gasheizung an der Regelung auf 45–50 °C herunter.
  2. Warten Sie ein bis zwei Tage bei winterlichen Außentemperaturen.
  3. Prüfen Sie, ob alle Räume warm werden.

Werden alle Zimmer warm, ist Ihr Haus geeignet. Bleibt ein einzelner Raum kalt, ist meist nur dieser eine Heizkörper zu klein. Bleiben mehrere Räume kalt, ist die Heizlast höher als gedacht, und es lohnt sich, vor dem Tausch über die Dämmung nachzudenken.

Müssen für die Wärmepumpe alle Heizkörper raus?

Nein, und das ist inzwischen gut belegt. Der vierjährige Feldtest des Fraunhofer ISE mit Messungen an 77 Anlagen kommt zu dem Ergebnis, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden können wie Flächenheizungen. Getauscht werden muss also in der Regel nur, was ohnehin zu klein ist, meist einzelne Heizkörper in wenigen Räumen. Welche Bauarten sich eignen, behandelt Wärmepumpe mit vorhandenen Heizkörpern im Altbau.

Wärmepumpe im unsanierten Altbau: Jahresarbeitszahl 3,4 im Bestand

Im selben Feldtest erreichten die 61 Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4 (Spanne 2,6–4,9), die 16 Sole-Wasser-Anlagen 4,3 (Spanne 3,6–5,4). Untersucht wurden Gebäude der Baujahre 1826 bis 2001 mit 90–370 m² beheizter Fläche. Der entscheidende Satz der Forscher: Eine Korrelation zwischen Baujahr der Gebäude und Effizienz der Wärmepumpe konnte nicht festgestellt werden. Die ab 1977 errichteten Häuser waren bis auf eine Ausnahme durchweg unsaniert. Die Elektroheizstäbe, das klassische Gegenargument, übernahmen bei den Luft-Wasser-Anlagen lediglich 1,3 % der elektrischen Arbeit. Die CO₂-Emissionen lagen 2024 im Schnitt 64 % unter denen einer Gasheizung.

Gasanschluss stilllegen oder zurückbauen: Kosten, Ablauf und Ersparnis

Wenn Sie künftig ausschließlich mit der Wärmepumpe heizen und auch das Warmwasser darüber bereiten, brauchen Sie den Gasanschluss nicht mehr. Das ist der Punkt, an dem die meisten Ratgeber aufhören und die meisten Eigentümer Geld verlieren.

Inaktiv, außer Betrieb oder stillgelegt: die drei Varianten der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur unterscheidet drei Zustände plus den Rückbau, und die Unterschiede sind erheblich. Beim inaktiven Netzanschluss bleibt die Leitung technisch betriebsbereit und unter Gas, nur Zähler und Regler werden ausgebaut. Die Außerbetriebnahme ist eine zeitlich begrenzte gasdichte Betriebseinstellung. Die Stilllegung ist die dauerhafte physische Trennung des Netzanschlusses nahe der Versorgungsleitung, die Leitung wird gasfrei gemacht und beidseitig verschlossen. Danach endet die Unterhaltungspflicht des Netzbetreibers. Der Rückbau entfernt Anschlussleitung und Anlagenteile komplett. Eine spätere Gasversorgung ist dann nur noch über einen vollständig neuen Netzanschluss möglich.

Variante Was passiert Kosten (Marktauswertung 2026)
Pausierung / inaktiver Anschluss Zähler raus, Leitung bleibt unter Gas 21,42–230,62 € pro Jahr
Stilllegung dauerhafte Trennung, Leitung gasfrei 0–6.545 €, Median 455,18 €
Rückbau Anschlussleitung wird komplett entfernt 0–6.900 €, Median 1.190 €

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband, Auswertung der Webseiten von 54 örtlichen Gasnetzbetreibern im Februar 2026, veröffentlicht am 06.05.2026.

Der Median von 455,18 € sagt dabei mehr als die Spanne: Ein Teil der Netzbetreiber legt den Anschluss kostenfrei still, andere verlangen vierstellige Beträge für dieselbe Arbeit. Wo Sie wohnen, entscheidet also stärker über den Preis als der Aufwand. Mein Rat: Fragen Sie schriftlich nach der reinen Stilllegung und lassen Sie den Rückbau weg. Er ist die teuerste Variante, weil die Leitungen aufwendig aus dem Boden geholt werden, und er kostet Sie die Option, später ohne neuen Hausanschluss wieder Gas zu beziehen.

Was Sie beim Netzbetreiber unterschreiben sollten und was nicht

Die Rechtslage ist offen, und genau deshalb lohnt sich Genauigkeit. Das Oberlandesgericht Oldenburg entschied am 05.12.2025, dass die Stilllegung keine „Änderung“ im Sinne des § 9 NDAV ist und damit die Rechtsgrundlage für eine Kostenforderung fehlt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Netzbetreiber ist in Revision gegangen, der Bundesgerichtshof muss entscheiden. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung von April 2026 will Netzbetreibern die Kostenerstattung für die Außerbetriebnahme untersagen, in Kraft ist er nicht.

Praktisch heißt das: Die Stilllegung ist noch nicht gesetzlich kostenfrei. Unterschreiben Sie kein Auftragsformular mit pauschaler Kostenübernahme, ohne den Betrag vorher schriftlich zu haben. Und prüfen Sie eine Rechnung, statt sie zu bezahlen. Ein Widerspruch kostet Sie nichts und ist angesichts der offenen Rechtsfrage gut begründbar.

Gaslieferant, Messstellenbetreiber, Netzbetreiber: wen Sie kündigen müssen

Drei Stellen sind beteiligt, und das Trennen der Leitung erledigt keine davon automatisch. Den Gasliefervertrag kündigen Sie beim Versorger, hier gilt Ihre vertragliche Laufzeit, die durchaus 24 Monate betragen kann. Den Messstellenbetreiber informieren Sie über den Zählerausbau, sofern ein eigener Messstellenvertrag besteht. Den Netzanschlussvertrag beenden Sie beim Gasnetzbetreiber, üblich ist hier ein Monat zum Monatsende. Wichtig: Der Umstieg auf ein anderes Heizsystem begründet grundsätzlich kein Sonderkündigungsrecht für den Liefervertrag. Wer nur die Leitung kappen lässt, zahlt unter Umständen weiter den Grundpreis. Planen Sie die Kündigung deshalb vor dem Umbautermin.

Nach der Umrüstung sparen Sie die komplette Gasrechnung samt Grundpreis und CO₂-Anteil. Dazu kommt der Schornsteinfeger: Fällt die Gas-Brennwertfeuerstätte weg, entfallen Kehr- und Überprüfungspflichten, bei reinen Wärmepumpenanlagen entfällt der Besuch vollständig.

Gasheizung erneuern oder auf Wärmepumpe umrüsten? Vollkosten über 15 Jahre

Die ehrliche Alternative zur Umrüstung ist nicht „nichts tun“, sondern eine neue Gasheizung. Seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz ist die ordnungsrechtlich wieder zulässig. Also rechne ich beide Wege über 15 Jahre durch, für ein Einfamilienhaus mit 150 m² und 20.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr. Wo Ihr eigener Verbrauch im Vergleich liegt, zeigt die Tabelle zum Gasverbrauch im Einfamilienhaus nach Wohnfläche.

Position Neue Gasheizung Wärmepumpe
Investition rund 8.000 € rund 30.000 €
Förderung 0 € 12.880 € (46 %)
Eigenanteil 8.000 € 17.120 €
Energie pro Jahr 20.000 kWh × 11,93 ct = 2.386 € 5.590 kWh × 24 ct + 140 € Grundpreis = rund 1.480 €
Wartung pro Jahr rund 200 € rund 225 €
Schornsteinfeger rund 25 € pro Jahr entfällt
Summe nach 15 Jahren rund 47.200 € rund 42.700 €

Die Eingangswerte: Die 8.000 € für das neue Brennwertgerät sind der typische Modernisierungspreis im Einfamilienhaus, die Herleitung mit allen Einzelposten steht in Gasheizung Kosten 2026. Der Gaspreis von 11,93 ct/kWh für Haushalte in Einfamilienhäusern stammt aus der BDEW-Gaspreisanalyse vom 24.08.2026 und enthält den Grundpreis anteilig sowie den CO₂-Preis 2026. Der Wärmepumpentarif von 24 ct/kWh plus 140 € Grundpreis ist der Durchschnitt für Tarife nach § 14a EnWG mit separatem Zähler aus dem Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW vom 20.02.2026. Der Stromverbrauch ergibt sich aus rund 19.000 kWh Wärmebedarf geteilt durch die gemessene Jahresarbeitszahl von 3,4.

Das Ergebnis: Die Wärmepumpe liegt nach 15 Jahren rund 4.500 € vorn, und zwar ohne jede angenommene Preissteigerung. Mit 70 % Förderquote wächst der Vorsprung auf rund 11.200 €, mit 80 % auf rund 14.000 €. Amortisationszeiten nenne ich hier bewusst nicht, weil sie von Annahmen abhängen, die niemand kennt.

CO₂-Preis und Grüngasquote: zwei Risiken nur auf der Gasseite

Die Rechnung oben ist statisch. Zwei absehbare Entwicklungen belasten aber ausschließlich die Gasvariante. Erstens der CO₂-Preis: Für 2026 werden die Zertifikate im nationalen Emissionshandel im Korridor von 55 bis 65 € je Tonne versteigert, in der Verkaufsphase im November und Dezember 2026 zu 68 €. Der europäische Emissionshandel ETS 2 für Gebäude startet 2028, und dort gibt es keinen Preiskorridor und keine Preisobergrenze. Zweitens die Grüngasquote: Wird nach dem 29.07.2026 eine gasbetriebene Heizung neu in ein bestehendes Gebäude eingebaut, muss der Eigentümer nach § 43 GModG sicherstellen, dass die Wärme ab 01.01.2029 zu mindestens 10 %, ab 2030 zu 15 %, ab 2035 zu 30 % und ab 2040 zu 60 % aus biogenen Brennstoffen oder Wasserstoff stammt. Für vorher eingebaute Heizungen gilt keine Quote. Wer heute eine neue Gastherme einbaut, kauft diese Treppe mit. Was das kostet, ordnet Gasheizung wieder erlaubt: Was das GModG ändert ein.

Wann die Umrüstung von Gasheizung auf Wärmepumpe nicht funktioniert

In den allermeisten Häusern funktioniert der Umstieg. Es gibt aber Konstellationen, in denen ich abrate oder zumindest zum Warten rate.

Konstellation Warum es hier scheitert Was stattdessen sinnvoll ist
Vorlauf über 60 °C, kein Heizkörpertausch gewollt Effizienz fällt deutlich, Heizstab läuft mit Heizkörper einzeln tauschen oder Hochtemperatur-Wärmepumpe prüfen
Verkauf in ein bis zwei Jahren geplant Investition trägt sich in der Haltedauer nicht Instandsetzung, Wirkung auf den Verkaufspreis separat bewerten
Komplettsanierung steht kurz bevor Wärmepumpe würde zu groß ausgelegt erst dämmen, dann Heizlast neu rechnen, dann tauschen
Gasheizung soll als Spitzenlast bleiben kein Klimageschwindigkeitsbonus, 4.480 € weniger bewusst entscheiden, ob die Brücke die 16 % wert ist
Kein Aufstellort mit Abstand zum Nachbargrundstück Schallschutz und Genehmigungsfragen Innenaufstellung oder Sole-Wasser-Variante prüfen
Gas-Zentralheizung jünger als 20 Jahre Klimageschwindigkeitsbonus entfällt Grundförderung von 30 % nutzen oder bis zum 20. Betriebsjahr warten

Der letzte Fall ist der häufigste Enttäuschungsmoment. Er ist aber kein Ausschlussgrund, sondern eine Rechenaufgabe: 30 % statt 46 % bedeuten bei 28.000 € förderfähigen Kosten 4.480 € weniger Zuschuss. Gleichzeitig sinkt der Bonus ab 2027 ohnehin. Wer 2030 tauschen muss, hat dann gar keinen mehr.

Kommt die Wärmepumpe für Sie nicht infrage, bleibt der Vergleich der übrigen Optionen. Ölheizungsbesitzer finden die passende Rechnung in Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten, Besitzer einer Gastherme in der Wohnung in Gastherme austauschen: Kosten 2026.

Häufige Fragen zur Umrüstung von Gasheizung auf Wärmepumpe

Was kostet es, eine Gasheizung auf eine Wärmepumpe umzurüsten?

Eine Wärmepumpe kostet inklusive Einbau im Schnitt rund 36.000 €, die Spanne reicht von 20.000 bis über 60.000 € (Auswertung von 160 Angeboten für Einfamilienhäuser, test.de, 25.06.2025). Für die typische Umrüstung im Einfamilienhaus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen realistische Angebote bei 26.000 € für ein saniertes 100-m²-Haus bis rund 38.000 € für einen unsanierten 200-m²-Altbau. Nach Abzug der Förderung bleiben davon im Standardfall 14.040 bis 25.120 € Eigenanteil.

Wie viel Förderung bekomme ich 2026 für den Wechsel von Gas auf Wärmepumpe?

Im Standardfall 46 %, das sind 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus. Bezogen auf die maximal förderfähigen 28.000 € der ersten Wohneinheit ergibt das 12.880 € Zuschuss. Mit Einkommensbonus sind bis zu 80 % möglich, maximal 22.400 €. Der Effizienzbonus von 5 % und der Emissionsminderungszuschlag sind seit dem 21.07.2026 entfallen.

Bekomme ich den Klimageschwindigkeitsbonus auch, wenn meine Gasheizung noch keine 20 Jahre alt ist?

Bei einer Gas-Zentralheizung nicht. Die KfW verlangt, dass die Inbetriebnahme zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 20 Jahre zurückliegt. Anders bei Gas-Etagenheizungen sowie Öl-, Kohle- und Nachtstromspeicherheizungen: Diese berechtigen unabhängig vom Alter zum Bonus. Ohne den Bonus bleiben Ihnen die 30 % Grundförderung.

Muss ich für eine Wärmepumpe alle Heizkörper austauschen?

Nein. Der Feldtest des Fraunhofer ISE an 77 Bestandsanlagen zeigt, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden können wie Flächenheizungen. Getauscht werden in der Praxis meist nur einzelne zu kleine Heizkörper in wenigen Räumen. Welche das sind, ergibt sich aus der Heizlastberechnung und dem Selbsttest mit abgesenkter Vorlauftemperatur.

Was passiert mit dem Gasanschluss, wenn ich auf eine Wärmepumpe umrüste?

Wenn Sie auch das Warmwasser über die Wärmepumpe bereiten, brauchen Sie ihn nicht mehr. Sie können ihn pausieren lassen, stilllegen oder komplett zurückbauen lassen. Sinnvoll ist in aller Regel die Stilllegung, also die dauerhafte Trennung nahe der Versorgungsleitung. Der Rückbau ist teurer, und danach ist eine Gasversorgung nur noch mit einem komplett neuen Anschluss möglich.

Was kostet die Stilllegung des Gasanschlusses und muss ich sie bezahlen?

Laut bundesweiter Marktauswertung des vzbv aus dem Februar 2026 verlangen Netzbetreiber zwischen 0 und 6.545 €, im Median 455,18 €. Ein Teil der Netzbetreiber legt den Anschluss kostenfrei still, andere verlangen vierstellige Beträge. Ob die Netzbetreiber überhaupt Geld verlangen dürfen, ist offen: Das Oberlandesgericht Oldenburg hat das im Dezember 2025 verneint, das Urteil ist aber nicht rechtskräftig und liegt beim Bundesgerichtshof. Lassen Sie sich den Betrag vorher schriftlich geben und widersprechen Sie einer Rechnung, statt sie ungeprüft zu zahlen.

Wie lange dauert die Umrüstung von der Gasheizung auf eine Wärmepumpe?

Die Gastherme durch eine Wärmepumpe zu ersetzen dauert bei vorhandenen Heizkörpern meist 2–3 Tage, ohne Heizung sind Sie dabei in der Regel nur einen Tag. Der Gesamtprozess von der ersten Beratung über Angebote, Förderantrag und Lieferzeit bis zur Inbetriebnahme zieht sich über mehrere Monate. Zeitdruck entsteht daraus nicht: Nach der KfW-Zusage haben Sie 36 Monate für die Umsetzung.

Lohnt sich die Umrüstung, wenn die Gasheizung erst zehn Jahre alt ist?

Wirtschaftlich selten. Ohne Klimageschwindigkeitsbonus fällt die Förderung auf 30 %, gleichzeitig hat der Kessel noch Restlaufzeit. In dieser Konstellation ist es meist sinnvoller, die Zeit für die Vorbereitung zu nutzen: Vorlauftemperatur absenken, einzelne Heizkörper tauschen, Dämmung angehen. Wer dann tauscht, bekommt eine kleinere und günstigere Wärmepumpe.

Für welche Häuser funktioniert die Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe nicht?

Kritisch wird es, wenn die Vorlauftemperatur dauerhaft über 60 °C liegt und kein Heizkörper getauscht werden soll, wenn kein Aufstellort mit ausreichendem Abstand zum Nachbargrundstück existiert oder wenn eine Komplettsanierung unmittelbar bevorsteht und die Wärmepumpe dadurch zu groß ausgelegt würde. Ein zu junger Gaskessel ist kein technischer Ausschlussgrund, kostet aber den Klimageschwindigkeitsbonus.

Nächster Schritt: Passt die Wärmepumpe zu Ihrem Gebäude?

Ob Ihr Haus ohne größere Umbauten geeignet ist, welche Leistung die Wärmepumpe braucht und wie hoch Ihr Eigenanteil am Ende wirklich ausfällt, hängt von Baujahr, Dämmzustand, Heizkörpern, dem Alter Ihrer Gasheizung und Ihrem Einkommen ab. Die Spanne von rund 5.200 € bis 25.120 € Eigenanteil in der Kostentabelle zeigt, wie weit das auseinandergeht. Mit der kostenlosen Gebäudeanalyse von reduco prüfen Sie in wenigen Minuten, welche Heizleistung Ihr Gebäude braucht, welche Fördermittel Ihnen konkret zustehen und mit welchem Eigenanteil Sie realistisch planen sollten.

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