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Ratgeber17 Min. Lesezeit

Fenster-Wärmepumpe & Monoblock-Klimagerät ohne Außeneinheit 2026

Klimagerät ohne Außeneinheit 2026: Monoblock liefert 1,8–3,5 kW, EER 2,5–3,2, 50–65 dB(A). Was Geräte ab 300 € bzw. mit Einbau ab 1.499 € können und für wen sich das lohnt.

Monoblock-Klimagerät ohne Außeneinheit an der Innenwand mit zwei Kernbohrungen zur Außenwand

Das Wichtigste in Kürze

  • Keine Außeneinheit an der Fassade: Monoblock-Klimageräte (z. B. Olimpia Splendid Unico) führen Kompressor und Verflüssiger im Innengerät – die Kühlleistung liegt bei 1,8–3,5 kW.
  • Wirkungsgrad deutlich schlechter als Split: typischer EER 2,5–3,2 gegenüber über 4,0 bei Inverter-Splitgeräten – das sind rund 30–40 % mehr Stromverbrauch für dieselbe Kühlleistung.
  • Hörbar im Raum: Weil der Kompressor innen sitzt, liegt die Lautstärke bei 50–65 dB(A), während Split-Innengeräte nur 20–30 dB(A) erreichen.
  • Wanddurchbruch trotzdem nötig (fest installiert): zwei Kernbohrungen mit 16 oder 20 cm (anderswo 162 mm) Durchmesser; mobile Geräte brauchen nur einen Abluftschlauch durchs Fenster.
  • Förderung meist Fehlanzeige: Reine Klimageräte sind nicht BEG-förderfähig; nur reversible Luft-Luft-Wärmepumpen auf der BAFA-Liste kommen für 30–70 % Zuschuss infrage.
  • Preise: mobiler Monoblock ab 300–600 €, fest installiertes Gerät 900–1.800 €, komplett mit Einbau ab rund 1.499 € (HP-Modelle mit Heizen 1.749–2.649 €).

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Ein Klimagerät ohne Außengerät klingt nach der idealen Lösung für Mietwohnung, Altbau oder Denkmalschutz: kein Loch in der Fassade, keine Außeneinheit, kein Genehmigungsstreit. Tatsächlich gibt es zwei sehr unterschiedliche Bauarten – den mobilen Monoblock mit Abluftschlauch und den fest installierten Monoblock mit zwei kleinen Kernbohrungen. Beide kühlen einen einzelnen Raum, beide arbeiten mit spürbar schlechterem Wirkungsgrad als ein klassisches Split-Klimaanlage mit Außeneinheit-System.

Neu im Markt ist außerdem die Fenster-Wärmepumpe – ein kompaktes Plug-and-play-Gerät, das direkt ins Fenster gesetzt wird. In diesem Ratgeber trennen wir die Bauarten sauber, nennen nur quellenbelegte Zahlen zu EER, Lautstärke und Kosten und sagen ehrlich, wovon wir abraten. Wer ohnehin über das Heizen nachdenkt, findet die Grundlagen unter Heizen mit der Klimaanlage und Luft-Luft-Wärmepumpe: Funktion und Kosten.

Wie funktioniert ein Klimagerät ohne Außeneinheit?

Jedes Klimagerät arbeitet nach demselben Kältekreis: Ein Kältemittel nimmt im Verdampfer Wärme aus der Raumluft auf, ein Kompressor verdichtet es, und im Verflüssiger gibt es die Wärme wieder ab. Bei einem Splitgerät sitzt dieser Verflüssiger samt Kompressor in der Außeneinheit – die warme Abluft landet draußen, im Raum ist es leise.

Beim Monoblock steckt der komplette Kältekreis in einem einzigen Gehäuse im Raum. Die abzuführende Wärme muss trotzdem nach draußen – entweder über einen Abluftschlauch durchs gekippte Fenster (mobil) oder über zwei Wandöffnungen zur Außenwand (fest installiert). Dass der heiße Kompressor im Wohnraum steht, erklärt beide zentralen Nachteile: mehr Lärm und weniger Effizienz.

Wichtig zur Abgrenzung: Der Begriff „Monoblock" meint bei einer Heizungs-Wärmepumpe etwas völlig anderes – dort steht die komplette Technik in einem Außengerät und nur Wasser fließt ins Haus. Den Unterschied erklären wir unter Splitgerät und Monoblock-Wärmepumpe im Vergleich. In diesem Artikel geht es ausschließlich um Klima-Monoblocks ohne Außeneinheit.

Bauarten im direkten Vergleich

Bauart Leistung EER/SEER Lautstärke Wanddurchbruch Preis Genehmigung Miete
Mobiler Monoblock (Abluftschlauch) 2,0–2,6 kW EER 2,5–3,0 50–65 dB(A) nein (Fensterschlauch) ab 300–600 € i. d. R. frei
Fest installierter Monoblock 1,8–3,5 kW EER 2,5–3,2 50–65 dB(A) 2× 16–20 cm bzw. 162 mm 900–1.800 € (mit Einbau ab 1.499 €) Vermieter-Zustimmung
Fenster-Wärmepumpe (Midea) ~2,5 kW (heizen) COP ~2,0–2,4 herstellerabhängig nein (Fensterrahmen) je nach Markt meist frei
Split mit Außeneinheit 2,0–3,5 kW+ EER/SEER > 4,0 20–30 dB(A) innen 1 kleine Leitungsführung ab 1.800 € Zustimmung nötig

Die Tabelle zeigt das Grundmuster: Wer auf die Außeneinheit verzichtet, zahlt mit Wirkungsgrad und Lautstärke. Die Kühlleistung der Unico-Monoblocks liegt laut Hersteller im Bereich 1,8–3,5 kW, ohne jede Einheit an der Fassade (Olimpia Splendid).

Mobil oder fest installiert – was ist besser?

Der mobile Monoblock ist die unkomplizierteste Variante: aufstellen, Abluftschlauch ins gekippte Fenster, einstecken, fertig. Genau das macht ihn für Mieter attraktiv. Der Haken: Durch das gekippte Fenster strömt ständig warme Außenluft nach, was den effektiven Kühlerfolg drückt. Einfache Geräte starten ab 300–600 €.

Der fest installierte Monoblock verzichtet auf den Schlauch und nutzt stattdessen zwei dauerhaft eingebaute Wandöffnungen. Olimpia Splendid nennt zwei Kernbohrungen mit 16 oder 20 cm Durchmesser je nach Modell; HP-Versionen mit Heizbetrieb brauchen zusätzlich eine dritte kleine Bohrung für den Kondensatablauf (Olimpia Splendid). Andere Geräte arbeiten mit zwei Wandbohrungen à 162 mm plus zwei neutralen Lüftungsgittern an der Außenwand. Optisch fällt davon außen kaum etwas auf – ein echtes Plus im Denkmalschutz oder in der streng geregelten WEG.

Kriterium Mobiler Monoblock Fest installierter Monoblock
Installation Plug-and-play, keine Bohrung 2 Kernbohrungen, Fachmontage
Kühlerfolg mäßig (warme Zuluft durchs Fenster) besser, dauerhaft
Optik außen Schlauch im Fensterspalt nur zwei kleine Gitter
Flexibilität mitnehmbar, Raumwechsel ortsfest
Genehmigung (Miete) meist frei Vermieter-Zustimmung
Preis ab 300–600 € 900–1.800 € (mit Einbau ab 1.499 €)

Sonderfall Midea PortaSplit – kein echter Monoblock

Häufig taucht in diesem Zusammenhang die Midea PortaSplit auf, oft fälschlich als „Monoblock ohne Außeneinheit" verkauft. Das stimmt nicht: Die PortaSplit ist ein mobiles Split-System mit werkzeugloser Schnellkupplung – es gibt also sehr wohl eine kleine Außeneinheit, die per Kupplung verbunden wird. Die Daten: Kühlleistung 3,5 kW (SEER 6,1, A++), Heizleistung 3,5 kW (SCOP 4,0, A+), 39 dB(A) im Silent-Modus, geeignet für Räume bis 42 m² (Midea). Wer ein echtes Gerät ohne jede Außeneinheit sucht, landet bei den Unico-Monoblocks – nicht bei der PortaSplit.

Fenster-Wärmepumpe: der neue Trend

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Die Fenster-Wärmepumpe (englisch „Packaged Window Heat Pump", vor allem von Midea) ist eine kompakte Luft-Luft-Wärmepumpe, die direkt in den Fensterausschnitt gesetzt wird. Sie arbeitet plug-and-play, braucht keine wasserführenden Leitungen und keinen Installateur.

So verlockend das klingt – die Grenzen sind klar. Die Heizleistung liegt bei etwa 2,5–2,6 kW bei einem COP von rund 2,0–2,4, während moderne Heizungs-Wärmepumpen COP-Werte von 4 bis über 5 erreichen. Vor allem aber ist das Gerät für US-Schiebefenster konzipiert und passt nicht zu deutschen Dreh-Kipp-Fenstern. Midea positioniert es ausdrücklich nicht als Heizungsersatz für Einfamilienhäuser, sondern als raumweise Lösung für Wohnungen, Mietwohnungen oder Übergangszeiten.

Für den deutschen Markt heißt das nüchtern: Die Fenster-Wärmepumpe ist ein spannender Trend, aber mit Standard-Fenstern hierzulande aktuell selten praxistauglich. Realistischer bleiben für die meisten Haushalte ein Monoblock oder – mit Außeneinheit – ein effizientes Splitgerät. Hinzu kommt: Ein dauerhaft im Fensterausschnitt sitzendes Gerät blockiert das Fenster, kann die Dichtigkeit beeinträchtigen und ist im Winter eine offene Wärmebrücke. Wer die Technik dennoch ausprobieren möchte, sollte sie als reine Ergänzung für die Übergangszeit verstehen – nicht als Ersatz für eine geplante Heizungslösung.

Heizen mit dem Monoblock – realistisch?

Viele Monoblock- und Unico-HP-Modelle haben einen Heizbetrieb. Doch die Heizleistung ist begrenzt: Die meisten Geräte heizen nur bis etwa +5 bis +7 °C Außentemperatur zuverlässig. Genau in den kalten Wochen, in denen man Wärme am dringendsten braucht, fällt die Leistung also ab.

Als Übergangsheizung im Frühjahr und Herbst oder als Zusatzwärme in einem einzelnen Raum kann das funktionieren. Als Vollheizung taugen Monoblock-Geräte nicht. Wer ernsthaft mit einem Luft-Luft-System heizen will, sollte ein effizientes Splitgerät prüfen – mehr dazu unter Split-Klimaanlage als Übergangsheizung und GEG und Wärmepumpe zum Kühlen im Sommer.

Effizienz, EER/SEER und Energielabel

Der größte sachliche Nachteil der außeneinheitslosen Bauart ist die Effizienz. Weil der heiße Kompressor im Raum steht und ein Teil der gekühlten Luft ungenutzt nach draußen geht, erreichen Monoblocks typische EER-Werte von 2,5–3,2, während Inverter-Splitgeräte über 4,0 liefern. Das bedeutet rund 30–40 % mehr Stromverbrauch für dieselbe Kühlleistung. Bei der Energieeffizienzklasse landen Monoblocks meist bei A oder A+, Splitgeräte bei A++ bis A+++.

Das EU-Energielabel für Klimageräte ist über die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 626/2011 geregelt – auch für Ein- und Zweikanalgeräte (Monoblocks) (EPREL/EU). Die Schwellen im Kühl- und Heizbetrieb:

Effizienzklasse SEER (Kühlen) SCOP (Heizen)
A+++ ≥ 8,50 ≥ 5,10
A++ ≥ 6,10 ≥ 4,60
A+ ≥ 5,60 ≥ 4,00
A ≥ 5,10 ≥ 3,40

Quelle: Verordnung (EU) Nr. 626/2011, Anhang II (EUR-Lex). Als Qualitätsmaßstab dient der Blaue Engel: Er fordert für Raumklimageräte einen SEER ≥ 7 im Kühl- und einen SCOP ≥ 4,6 im Heizbetrieb sowie den Verzicht auf halogenierte Kältemittel (Umweltbundesamt). Diese Werte erreichen Monoblocks praktisch nie – ein realistischer Blick auf die Erwartungen.

Lautstärke: der unterschätzte Faktor

Weil der Kompressor im Raum arbeitet, liegt die Betriebslautstärke von Monoblock-Geräten typischerweise zwischen 50 und 65 dB(A), während Split-Innengeräte nur etwa 20–30 dB(A) erreichen. Zur Einordnung: 60 dB(A) entsprechen etwa einem normalen Gespräch. Im Schlafzimmer ist das für viele zu laut – ein Punkt, den Prospekte gern verschweigen. Wer ruhigen Betrieb braucht, kommt um ein Splitgerät kaum herum.

Kältemittel: R290 und R32

Schon seit 2020 dürfen ortsveränderliche (mobile) Einraum-Klimageräte in der EU nur noch mit Kältemitteln mit einem GWP unter 150 in Verkehr gebracht werden – deshalb arbeiten mobile Monoblocks heute fast durchweg mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan), das laut Umweltbundesamt auch energetisch die beste Wahl ist (Umweltbundesamt). Für fest installierte Monosplit-Geräte mit weniger als 3 kg Füllmenge gilt erst seit dem 01.01.2025 eine GWP-Grenze von 750 (ab 2027 verschärft auf 150) – viele dieser Splitgeräte arbeiten daher noch mit R32 (GWP 675). Was die Kältemittel unterscheidet und worauf Sie achten sollten, lesen Sie unter Kältemittel R32 und R290.

Was kostet ein Klimagerät ohne Außeneinheit?

Bei den Anschaffungskosten ist die Spreizung groß. Einfache mobile Monoblocks mit Abluftschlauch gibt es ab 300–600 €. Fest installierte Geräte kosten als Gerät etwa 900–1.800 €; komplett mit Montage, Kernbohrung, Inbetriebnahme und Garantie beginnen Preise bei rund 1.499 €, HP-Modelle mit Heiz- und Kühlbetrieb liegen bei etwa 1.749–2.649 €.

Kostenpunkt Mobiler Monoblock Fest installierter Monoblock
Gerät 300–600 € 900–1.800 €
Montage/Kernbohrung entfällt im Komplettpreis enthalten
Komplettpreis (Kühlen) ab 300–600 € ab ca. 1.499 €
Komplettpreis (HP, Heizen+Kühlen) ca. 1.749–2.649 €

Beim Stromverbrauch schlägt die schwächere Effizienz durch. Mobile Geräte verbrauchen typisch 0,8–1,5 kWh pro Stunde Kühlbetrieb. Ein Gerät mit 1,2 kW über sechs Stunden täglich kommt auf rund 216 kWh im Monat. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, Stand April 2026) sind das gut 80 € im Monat; mit einem günstigen Tarif von 30 ct/kWh entsprechend etwa 65 € (BDEW). Ein effizientes Splitgerät käme bei gleichem Komfort spürbar günstiger weg – wer die Betriebskosten weiter senken will, kombiniert das Kühlen mit Solarstrom, siehe Klimaanlage mit Photovoltaik betreiben.

Welche Leistung für welchen Raum?

Als Faustregel zur Dimensionierung gilt: bis 20 m² etwa 2,0 kW, bis 30 m² etwa 2,6 kW, bis 40 m² etwa 3,5 kW Kühlleistung. Monoblocks eignen sich für die gelegentliche Nutzung in Einzelräumen – nicht für die dauerhafte Klimatisierung großer Wohnflächen.

Raumgröße Empfohlene Kühlleistung
bis 20 m² ca. 2,0 kW
bis 30 m² ca. 2,6 kW
bis 40 m² ca. 3,5 kW

Förderung: meist nicht förderfähig

Hier müssen wir nüchtern sein: Reine Kühlgeräte ohne Heizbetrieb sind von der BEG-Förderung ausgeschlossen. Nur reversible Luft-Luft-Wärmepumpen (mit Heiz- und Kühlbetrieb) können als Wärmepumpe gefördert werden – und auch nur, wenn sie auf der BAFA-Liste der förderfähigen Wärmepumpen stehen und 65 % erneuerbare Wärme decken.

Wenn ein Gerät förderfähig wäre, beträgt die Heizungsförderung 30 bis 70 % der förderfähigen Investitionskosten von maximal 30.000 € pro Wohneinheit (also bis zu 21.000 € Zuschuss). Die Grundförderung beträgt 30 %, mit Boni sind bis zu 70 % möglich (KfW Heizungsförderung 458). Der Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Zusätzlich gilt ab 2026: Luft-Luft- und Außenluft-Wasser-Wärmepumpen müssen für die Förderung eine Geräuschemission aufweisen, die 10 dB unter dem gesetzlichen Grenzwert liegt (zuvor genügten 5 dB).

Für die allermeisten Monoblock-Klimageräte heißt das in der Praxis: keine Förderung. Wer eine geförderte Lösung sucht, ist mit einer richtigen Wärmepumpe besser beraten als mit einem Klimagerät. Auch bei reversiblen Geräten lohnt der Blick aufs Detail: Ein Monoblock mit 50–65 dB(A) reißt das verschärfte 10-dB-Kriterium ohnehin nicht und steht praktisch nie auf der BAFA-Liste – die Förderung scheitert also gleich an mehreren Bedingungen. Wer dauerhaft heizen und kühlen will, sollte deshalb von Anfang an die Investition in eine förderfähige Wärmepumpe gegen die laufenden Stromkosten eines Klimageräts rechnen.

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Miete, Eigentum und WEG: was ist erlaubt?

Die Rechtslage hängt stark davon ab, ob Sie bauliche Veränderungen vornehmen.

Mobile Monoblock-Geräte, die nur über einen Abluftschlauch durchs Fenster entlüften und keine baulichen Veränderungen erfordern, sind in der Mietwohnung in der Regel genehmigungsfrei und kein zustimmungspflichtiger Eingriff. Fest installierte Geräte mit Wanddurchbruch gelten dagegen als bauliche Veränderung im Sinne des § 555b BGB und bedürfen zwingend der Zustimmung des Vermieters; in der WEG genügt nach § 20 WEG eine einfache Mehrheit der Eigentümerversammlung. Die Paragrafen finden Sie im Volltext unter § 555b BGB und § 20 WEG.

Situation Mobiler Monoblock Fest installierter Monoblock
Eigentum (selbst genutzt) frei frei (in WEG ggf. Beschluss)
WEG (Wohnungseigentum) frei § 20 WEG: einfache Mehrheit
Miete i. d. R. genehmigungsfrei § 555b BGB: Vermieter-Zustimmung

Gerade für Mieter ist der mobile Monoblock damit oft der einzige rechtssichere Weg, ohne Diskussion mit Vermieter oder Eigentümergemeinschaft zu kühlen.

Für wen lohnt es sich – und wovon wir abraten

Ein Klimagerät ohne Außeneinheit lohnt sich, wenn:

  • Sie zur Miete wohnen und keine Außeneinheit anbringen dürfen;
  • ein einzelner Raum (Schlaf- oder Arbeitszimmer) im Sommer gelegentlich gekühlt werden soll;
  • Denkmalschutz oder eine strenge WEG eine Fassadenmontage ausschließt;
  • Sie eine flexible, mitnehmbare Lösung wollen (mobiler Monoblock).

Wovon wir abraten:

  • als Dauerklimatisierung großer Wohnflächen – hier rächen sich Effizienz und Stromkosten;
  • als Vollheizung – die Heizleistung bricht bei Kälte ein (zuverlässig nur bis +5 bis +7 °C);
  • im ruhebedürftigen Schlafzimmer, wenn 50–65 dB(A) stören;
  • wenn Sie Förderung erwarten – reine Klimageräte sind nicht BEG-förderfähig.

Wer mehrere Räume dauerhaft kühlen will, fährt mit einem effizienten Splitgerät auf lange Sicht günstiger. Einen Marktüberblick liefern Klimaanlagen-Hersteller im Vergleich und Klimaanlage nachrüsten.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet ein Monoblock-Klimagerät ohne Außeneinheit mit Einbau?

Einfache mobile Monoblocks gibt es ab 300–600 €. Fest installierte Geräte kosten als Gerät 900–1.800 €; komplett mit Montage, Kernbohrung und Inbetriebnahme beginnen die Preise bei rund 1.499 €. HP-Modelle mit Heiz- und Kühlbetrieb liegen bei etwa 1.749–2.649 €.

Wie effizient ist eine Klimaanlage ohne Außengerät im Vergleich zum Splitgerät?

Deutlich schlechter. Monoblocks erreichen typische EER-Werte von 2,5–3,2, Inverter-Splitgeräte über 4,0. Das bedeutet rund 30–40 % mehr Stromverbrauch für dieselbe Kühlleistung. Auch bei der Energieeffizienzklasse landen Monoblocks meist bei A oder A+, Splitgeräte bei A++ bis A+++.

Kann ich mit einem Monoblock-Klimagerät auch heizen?

Viele Modelle (HP-Versionen) haben einen Heizbetrieb, der aber nur bis etwa +5 bis +7 °C Außentemperatur zuverlässig arbeitet. Als Übergangs- oder Zusatzheizung für einen Raum ist das brauchbar, als Vollheizung im Winter nicht.

Brauche ich für eine Klimaanlage ohne Außeneinheit einen Wanddurchbruch?

Beim mobilen Monoblock nicht – er entlüftet über einen Abluftschlauch durchs gekippte Fenster. Fest installierte Monoblocks brauchen zwei Kernbohrungen mit 16 oder 20 cm (anderswo 162 mm) Durchmesser, HP-Modelle zusätzlich eine kleine Bohrung für den Kondensatablauf.

Darf ich als Mieter ein Klimagerät ohne Außeneinheit installieren?

Mobile Monoblocks ohne bauliche Veränderung sind in der Regel genehmigungsfrei. Fest installierte Geräte mit Wanddurchbruch gelten als bauliche Veränderung nach § 555b BGB und brauchen zwingend die Zustimmung des Vermieters.

Wie laut ist ein Monoblock-Klimagerät im Innenraum?

Weil der Kompressor im Raum sitzt, liegt die Lautstärke typischerweise bei 50–65 dB(A). Split-Innengeräte erreichen dagegen nur 20–30 dB(A). Für ruhebedürftige Räume wie das Schlafzimmer kann ein Monoblock damit zu laut sein.

Ist ein Klimagerät oder eine Fenster-Wärmepumpe BAFA-förderfähig?

Reine Klimageräte sind von der BEG-Förderung ausgeschlossen. Nur reversible Luft-Luft-Wärmepumpen, die auf der BAFA-Liste stehen und 65 % erneuerbare Wärme decken, können gefördert werden – dann mit 30–70 % Zuschuss bei maximal 30.000 € förderfähigen Kosten.

Was ist eine Fenster-Wärmepumpe und funktioniert sie in Deutschland?

Die Fenster-Wärmepumpe ist eine kompakte Luft-Luft-Wärmepumpe (vor allem von Midea), die plug-and-play ins Fenster gesetzt wird. Sie liefert etwa 2,5–2,6 kW Heizleistung bei einem COP von rund 2,0–2,4. Sie ist für US-Schiebefenster gebaut und passt nicht zu deutschen Dreh-Kipp-Fenstern – in Deutschland aktuell selten praxistauglich.

Für wie viele Räume reicht ein Monoblock-Klimagerät?

In der Regel für einen einzelnen Raum. Faustregel: bis 20 m² ca. 2,0 kW, bis 30 m² ca. 2,6 kW, bis 40 m² ca. 3,5 kW. Für die dauerhafte Klimatisierung mehrerer Räume oder großer Flächen sind Monoblocks nicht gedacht.

Mobiler oder fest installierter Monoblock – was ist besser?

Der mobile Monoblock ist flexibel, mitnehmbar und meist genehmigungsfrei, kühlt aber schlechter, weil durchs gekippte Fenster warme Luft nachströmt. Der fest installierte Monoblock kühlt zuverlässiger und sieht außen unauffällig aus, erfordert aber zwei Kernbohrungen und – zur Miete – die Zustimmung des Vermieters.

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