Wärmepumpe Test 2026: 5 Modelle im Vergleich, Testsieger Note 2,0
Stiftung Warentest kürt die Viessmann Vitocal 250-A zum Testsieger (Note 2,0). Vergleichen Sie 5 Wärmepumpen ab 27.000 € – alle Noten und Kosten im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze
- Testsieger: Die Viessmann Vitocal 250-A erreicht die beste Gesamtnote 2,0 ("Gut") – vor allem dank der besten Effizienz und dem leisesten Betrieb.
- Vier "Gut", einmal "Befriedigend": Vier der fünf getesteten Modelle erhielten die Note "Gut" (2,0 bis 2,3), das Mitsubishi-Modell die Note "Befriedigend" (2,8). Alle arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290.
- Komplettkosten: Installiert kosten die Anlagen je nach Modell rund 27.000–40.000 EUR; das Mitsubishi-Modell ist mit 27.000–32.000 EUR die günstigste Option.
- Förderung (ab 21.07.2026): Über die KfW 458 sind einkommensabhängig bis zu 80 % Zuschuss möglich, gedeckelt auf 28.000 EUR förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit – maximal 22.400 EUR für Geringverdiener, im Standardfall (30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus) rund 12.880 EUR.
- Altbau-Tipp: Für hohe Vorlauftemperaturen punktet der Vaillant aroTHERM plus mit dem besten COP bei A-7/W35 (2,9) und der höchsten Vorlauftemperatur (75 °C).
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Update (Stand: 14. Juli 2026) – Neue BEG-Förderung nach dem GModG: Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, Bundestag + Bundesrat 10.07.2026) und der neuen BEG-Förderrichtlinie gelten ab 21. Juli 2026 neue Fördersätze: Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt von 20 % auf 16 % (und danach halbjährlich weiter bis 0 % ab 01.08.2028), der Effizienzbonus (5 %) entfällt ersatzlos, und die maximal förderfähigen Kosten für die Heizung sinken von 30.000 EUR auf 28.000 EUR. Neu ist ein einkommensabhängiger Deckel von bis zu 80 %. Die Förder-Angaben in diesem Artikel sind auf diesen Stand aktualisiert.
Welche Wärmepumpe ist die beste? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die optimale Wärmepumpe hängt von Ihrem Gebäude, Ihrer Heizlast, Ihrer Vorlauftemperatur und Ihrem Budget ab. Was sich aber objektiv vergleichen lässt, sind Effizienz, Geräuschentwicklung, Umwelteigenschaften und Bedienbarkeit – und genau das hat die Stiftung Warentest im Heft 10/2025 getan.
Der Test umfasst fünf aktuelle Luft-Wasser-Wärmepumpen, die alle mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) arbeiten und für den Einsatz in Bestandsgebäuden geeignet sind. Dieser Artikel stellt die Ergebnisse vor, ordnet sie ein und zeigt, welches Modell für welchen Gebäudetyp am besten passt.
Die Testergebnisse im Überblick
Im Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest (test 10/2025) war die Viessmann Vitocal 250-A Testsieger mit dem Gesamturteil gut (2,0). Vier der fünf geprüften Luft-Wasser-Wärmepumpen erhielten „Gut" (2,0 bis 2,3), das Mitsubishi-Set „Befriedigend" (2,8) – kein Gerät fiel durch, keines erreichte „Sehr gut". Alle fünf arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290. Die Unterschiede zwischen den Herstellern sind kleiner, als viele Verbraucher erwarten.
Die vollständige Testtabelle mit allen Einzelnoten (Energieeffizienz, Handhabung, Geräusch, Datenschutz) veröffentlicht die Stiftung Warentest unter test.de. Im Folgenden ordnen wir jedes Modell mit seinen Herstellerdaten und aktuellen Marktpreisen 2026 ein und zeigen, für welchen Gebäudetyp es passt – die Preise stammen aus eigener Marktrecherche, nicht aus dem Test.
Testsieger: Viessmann Vitocal 250-A
Stärken
Der Viessmann Vitocal 250-A setzt sich in der Energieeffizienz an die Spitze (Note 1,8). Die wichtigsten Kenndaten:
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Nennleistung (A7/W35) | 10,0 kW |
| COP (A7/W35) | 5,0 |
| COP (A-7/W35) | 2,8 |
| COP (A-7/W55) | 2,1 |
| SCOP (35 °C) | 5,3 (A+++) |
| SCOP (55 °C) | 3,4 (A++) |
| Schallleistungspegel | 52 dB(A) |
| Schalldruckpegel (3 m) | 38 dB(A) |
| Min. Betriebstemperatur | -28 °C |
| Max. Vorlauftemperatur | 70 °C |
| Kältemittelmenge R290 | ca. 1,2 kg |
| Modulationsbereich | 25-100 % |
Der Vitocal 250-A überzeugt durch die beste Effizienz im Testfeld, den leisesten Betrieb und die intuitivste Bedienung per App (ViCare). Mit einem Modulationsbereich von 25-100 % kann das Gerät die Leistung sehr weit herunterregeln, was das Takten in der Übergangszeit minimiert.
Schwächen
Der Preis: Mit ca. 17.000 EUR für das Gerät (ohne Installation) ist der Vitocal 250-A das teuerste Modell im Testfeld. Installiert kostet die Anlage 35.000-40.000 EUR. Nach Abzug der KfW-458-Förderung (46-80 %, einkommensabhängig) verbleibt ein Eigenanteil von rund 13.000-27.000 EUR – immer noch spürbar mehr als bei günstigeren Modellen.
Gelegentlich berichten Eigentümer von Software-Bugs in der ViCare-App und im Regler. Viessmann behebt diese regelmäßig per OTA-Update, aber in den ersten Wochen nach der Installation kann die Bedienung frustrierend sein.
Für wen geeignet?
Der Vitocal 250-A ist die erste Wahl für Eigentümer, die die bestmögliche Effizienz und den leisesten Betrieb wünschen und bereit sind, dafür einen höheren Preis zu zahlen. Besonders gut geeignet für:
- Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen (der hohe COP bei A-7/W55 zahlt sich hier aus)
- Dicht bebaute Gebiete mit strengen Schallschutzanforderungen
- Gebäude, in denen die Wärmepumpe im Sommer auch kühlen soll
Alpha Innotec Hybrox 11 (Note 2,2)
Stärken
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Nennleistung (A7/W35) | 11,0 kW |
| COP (A7/W35) | 4,7 |
| COP (A-7/W35) | 2,7 |
| COP (A-7/W55) | 2,0 |
| SCOP (35 °C) | 5,1 (A+++) |
| Min. Betriebstemperatur | -25 °C |
| Max. Vorlauftemperatur | 65 °C |
| Modulationsbereich | 30-100 % |
Die Alpha Innotec Hybrox 11 bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Solide Effizienz, zuverlässiger Betrieb und ein deutlich niedrigerer Preis als der Testsieger. Der Hersteller Alpha Innotec (eine Marke der NIBE-Gruppe) hat langjährige Erfahrung im Wärmepumpenmarkt und produziert in Deutschland (Kasendorf, Oberfranken). Die schwedische Muttermarke bietet mit der NIBE S2125 und einem SCOP bis 6,22 ein technisch eng verwandtes, besonders effizientes Gerät.
Schwächen
Die App-Steuerung ist weniger komfortabel als bei Viessmann oder Vaillant. Das Servicenetz ist kleiner – in ländlichen Regionen kann es schwieriger sein, einen zertifizierten Servicepartner zu finden. Die maximale Vorlauftemperatur von 65 °C reicht für die meisten Bestandsgebäude aus, limitiert aber den Einsatz in sehr alten, unsanierten Gebäuden mit extrem hohem Vorlauftemperaturbedarf.
Für wen geeignet?
Eigentümer, die eine gute Effizienz zu einem fairen Preis suchen. Besonders geeignet für:
- Teilsanierte Altbauten mit Vorlauftemperaturen bis 55 °C
- Preis-bewusste Eigentümer, die den Testsieger-Aufpreis vermeiden wollen
- Einfamilienhäuser mit 100-160 m² und einer Heizlast von 8-12 kW
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus (Note 2,2)
Stärken
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Nennleistung (A7/W35) | 10,2 kW |
| COP (A7/W35) | 4,8 |
| COP (A-7/W35) | 2,8 |
| COP (A-7/W55) | 2,0 |
| SCOP (35 °C) | 5,2 (A+++) |
| Min. Betriebstemperatur | -25 °C |
| Max. Vorlauftemperatur | 65 °C |
| Modulationsbereich | 28-100 % |
Stiebel Eltron ist einer der traditionsreichsten deutschen Hersteller und produziert die WPL-A-Serie am Standort Holzminden – dieselbe Technik verkauft die Schwestermarke Tecalor über den Fachhandel, wie der Vergleich Tecalor oder Stiebel Eltron zeigt. Die Effizienzwerte liegen nahe am Testsieger, insbesondere bei niedrigen Vorlauftemperaturen (Fußbodenheizung). Der COP bei A-7/W35 von 2,8 ist identisch mit dem Viessmann-Modell.
Der Service von Stiebel Eltron wird in Erfahrungsberichten häufig positiv hervorgehoben: schnelle Reaktionszeiten, gut ausgebildete Servicetechniker, eigene Schulungsakademie für Installateure.
Schwächen
Die Geräuschentwicklung ist mit Note 2,6 nach dem Mitsubishi-Modell die zweitschwächste im Testfeld. Im Normalbetrieb ist das Gerät etwas lauter als der Viessmann und der Vaillant. In der Praxis berichten Eigentümer, dass der Nachtmodus die Situation deutlich verbessert, aber in Reihenhaus-Situationen mit geringen Grenzabständen kann das relevant sein.
Die Bedienoberfläche des Reglers wird von manchen Nutzern als weniger intuitiv empfunden als die Apps von Viessmann oder Vaillant.
Für wen geeignet?
Eigentümer, die Wert auf deutsche Fertigung und guten Service legen. Besonders geeignet für:
- Neubauten und sanierte Altbauten mit Fußbodenheizung (hier spielt der Geräuschunterschied keine Rolle, weil niedrige VL = leiserer Betrieb)
- Eigentümer, denen ein verlässliches Servicenetz wichtig ist
- Für einen ausführlichen Modellvergleich lesen Sie unseren Stiebel Eltron Ratgeber
Vaillant aroTHERM plus (Note 2,3)
Stärken
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Nennleistung (A7/W35) | 10,5 kW |
| COP (A7/W35) | 4,8 |
| COP (A-7/W35) | 2,9 |
| COP (A-7/W55) | 2,1 |
| SCOP (35 °C) | 5,2 (A+++) |
| Min. Betriebstemperatur | -25 °C |
| Max. Vorlauftemperatur | 75 °C |
| Modulationsbereich | 25-100 % |
Der Vaillant aroTHERM plus hat den besten COP bei A-7/W35 im Testfeld (2,9) und die höchste maximale Vorlauftemperatur (75 °C). Das macht ihn besonders interessant für unsanierte Altbauten, in denen hohe Vorlauftemperaturen nötig sind. Der Modulationsbereich von 25-100 % ist zusammen mit dem Viessmann der breiteste im Testfeld.
Vaillant hat mit der myVAILLANT-App eine der besten Steuerungsplattformen im Markt: intuitive Bedienung, umfangreiche Monitoring-Funktionen, kompatibel mit Smart-Home-Systemen.
Schwächen
Die Gesamtnote von 2,3 (statt 2,2 wie Alpha Innotec und Stiebel Eltron) resultiert aus marginal schwächeren Werten in der Gesamtbewertung der Energieeffizienz. In der Praxis sind die Unterschiede minimal.
Der Preis (Gerät ca. 14.000 EUR) liegt im Mittelfeld – günstiger als Viessmann, aber teurer als Mitsubishi.
Für wen geeignet?
Eine sehr gute Allround-Wahl. Besonders geeignet für:
- Unsanierte Altbauten mit hohem Vorlauftemperaturbedarf (bis 75 °C)
- Eigentümer, die eine komfortable App-Steuerung wünschen
- Hybridheizungen (Vaillant bietet ein integriertes Hybridsystem mit Gas-Brennwertmodul)
- Einen ausführlichen Modellvergleich finden Sie in unserem Vaillant Ratgeber
Mitsubishi Electric (Note 2,8)
Stärken
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Nennleistung (A7/W35) | 10,0 kW |
| COP (A7/W35) | 4,3 |
| COP (A-7/W35) | 2,5 |
| COP (A-7/W55) | 1,8 |
| SCOP (35 °C) | 4,8 (A+++) |
| Min. Betriebstemperatur | -25 °C |
| Max. Vorlauftemperatur | 65 °C |
| Modulationsbereich | 30-100 % |
Der größte Vorteil des Mitsubishi-Modells ist der Preis: Mit ca. 9.000 EUR für das Gerät ist es fast halb so teuer wie der Testsieger. Installiert liegt die Anlage bei 27.000-32.000 EUR – damit ist das Mitsubishi-Modell die günstigste Option im Testfeld.
Mitsubishi Electric hat als japanischer Konzern jahrzehntelange Erfahrung mit Kältemittelkreisläufen und Verdichtern. Die Zuverlässigkeit der Geräte ist hoch, und das Servicenetz in Deutschland ist gut ausgebaut – auch dank der Partnerschaft mit der MELCloud-Plattform für Fernwartung.
Schwächen
Die Effizienzwerte liegen unterhalb des Testfelds – insbesondere bei tiefen Außentemperaturen und hohen Vorlauftemperaturen (COP A-7/W55: 1,8 vs. 2,1 beim Testsieger). Das klingt nach einem kleinen Unterschied, summiert sich aber über ein Betriebsjahr:
Rechenbeispiel (20.000 kWh Heizwärmebedarf, WP-Tarif 22 ct/kWh):
| Modell | Geschätzte JAZ | Stromverbrauch (kWh/a) | Stromkosten pro Jahr | Differenz zum Testsieger |
|---|---|---|---|---|
| Viessmann (JAZ 3,3) | 3,3 | 6.061 | 1.333 EUR | Referenz |
| Mitsubishi (JAZ 2,8) | 2,8 | 7.143 | 1.571 EUR | +238 EUR/a |
Der Mehrverbrauch von ca. 238 EUR pro Jahr muss gegen den niedrigeren Anschaffungspreis (ca. 5.000-8.000 EUR weniger) abgewogen werden. Bei 238 EUR Mehrkosten pro Jahr amortisiert sich der günstigere Kaufpreis nach ca. 21-34 Jahren – also über die gesamte Lebensdauer der Anlage.
Die Geräuschentwicklung ist die schwächste im Testfeld. In dicht bebauten Gebieten sollte der Aufstellort sorgfältig gewählt werden.
Für wen geeignet?
Preis-bewusste Eigentümer, die die Investitionskosten minimieren wollen. Besonders geeignet für:
- Neubauten mit Fußbodenheizung (hier ist der Effizienzunterschied minimal, weil bei 35 °C VL alle Geräte gut arbeiten)
- Eigentümer mit niedrigem Heizwärmebedarf (unter 15.000 kWh/a), bei denen der absolute Stromkostenunterschied gering ausfällt
- Situationen, in denen das Budget die primäre Entscheidungsgröße ist
Preisvergleich: Was kostet die Wärmepumpe komplett?
Die Gerätepreise sind nur ein Teil der Gesamtkosten. Die folgende Tabelle zeigt die vollständigen Kosten inklusive Installation und den Eigenanteil nach verschiedenen Förderszenarien:
| Position | Viessmann | Alpha Innotec | Stiebel Eltron | Vaillant | Mitsubishi |
|---|---|---|---|---|---|
| Gerät | 17.000 EUR | 13.000 EUR | 14.000 EUR | 14.000 EUR | 9.000 EUR |
| Installation + Zubehör | 18.000-23.000 EUR | 17.000-22.000 EUR | 17.000-22.000 EUR | 17.000-22.000 EUR | 18.000-23.000 EUR |
| Gesamtkosten | 35.000-40.000 EUR | 30.000-35.000 EUR | 31.000-36.000 EUR | 31.000-36.000 EUR | 27.000-32.000 EUR |
| Nach KfW 30 % (Grundförderung) | 26.600-31.600 EUR | 21.600-26.600 EUR | 22.600-27.600 EUR | 22.600-27.600 EUR | 18.600-23.600 EUR |
| Nach KfW 46 % (Standard: 30 % + 16 % Klimabonus) | 22.100-27.100 EUR | 17.100-22.100 EUR | 18.100-23.100 EUR | 18.100-23.100 EUR | 14.100-19.100 EUR |
| Nach KfW 80 % (max., Geringverdiener) | 12.600-17.600 EUR | 7.600-12.600 EUR | 8.600-13.600 EUR | 8.600-13.600 EUR | 4.600-9.600 EUR |
Hinweis: Die KfW-Förderung (Programm 458) ist ab 21.07.2026 auf 28.000 EUR förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit gedeckelt. Bei Gesamtkosten über 28.000 EUR wird nur auf 28.000 EUR der Fördersatz angewendet, die darüber liegenden Kosten sind nicht förderfähig. Maximale Förderung: 22.400 EUR (80 % von 28.000 EUR für Geringverdiener).
Die Förderdetails (neue BEG-Förderrichtlinie, gültig ab 21. Juli 2026):
- Grundförderung: 30 % (unverändert)
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % (beim Austausch von Öl, Kohle, Gasetagenheizung, Nachtspeicher unabhängig vom Alter; Gas oder Biomasse, wenn die Anlage 20 Jahre oder älter ist). Der Satz sinkt halbjährlich weiter – 12 % ab 01.02.2027, 8 % ab 01.08.2027, 4 % ab 01.02.2028 und 0 % ab 01.08.2028. Wer wechseln will, sollte den Antrag also frühzeitig stellen.
- Einkommensbonus: 40 % (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 EUR), 30 % (über 30.000 bis 40.000 EUR) bzw. 10 % (über 40.000 bis 50.000 EUR). Neu: Bei mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt reduziert sich das maßgebliche Einkommen einmalig pauschal um 10.000 EUR (Familienzuschlag).
- Effizienzbonus: entfällt ab 21.07.2026 ersatzlos (bis 20.07.2026 gab es 5 % für R290 oder Erdwärme)
- Gesamt-Deckel: höchstens 80 % (Geringverdiener) bzw. 70 % Zuschuss
Für eine detaillierte Übersicht aller Fördermöglichkeiten lesen Sie unseren KfW-458-Ratgeber und die Wärmepumpenförderung 2026.
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Welche Wärmepumpe für welches Gebäude?
Die Wahl des richtigen Modells hängt nicht nur vom Preis und der Testnote ab, sondern vor allem vom Gebäudetyp und den Betriebsbedingungen.
Empfehlung nach Gebäudetyp
| Gebäudetyp | Vorlauftemperatur | Empfohlene Leistung | Beste Wahl aus dem Testfeld |
|---|---|---|---|
| Neubau mit Fußbodenheizung | 30-35 °C | 5-8 kW | Mitsubishi (günstigster Preis, Effizienzunterschied minimal bei niedriger VL) |
| Sanierter Altbau mit Fußbodenheizung | 35-40 °C | 6-10 kW | Stiebel Eltron oder Alpha Innotec (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis) |
| Altbau mit neuen Heizkörpern | 40-50 °C | 8-12 kW | Viessmann oder Vaillant (beste Effizienz bei höherer VL) |
| Unsanierter Altbau mit alten Heizkörpern | 50-60 °C | 10-16 kW | Vaillant (höchste max. VL 75 °C, bester COP bei A-7) |
| Hybridheizung mit Gas | 35-50 °C | 6-10 kW | Vaillant (integriertes Hybridsystem verfügbar) |
Die Leistungsfrage: 10 kW genug?
Alle fünf Testgeräte haben eine Nennleistung von ca. 10 kW bei A7/W35. Für die Mehrheit der deutschen Einfamilienhäuser (80-180 m², teil- bis vollsaniert) ist das ausreichend. Bei unsanierten Altbauten über 160 m² oder in besonders kalten Klimazonen kann eine höhere Leistung nötig sein.
Die Hersteller bieten alle getesteten Modelle auch in größeren Leistungsstufen an (14-16 kW). Die Testergebnisse lassen sich auf die größeren Modelle übertragen, da diese auf derselben Technologieplattform basieren.
Wie Sie die richtige Leistung für Ihr Gebäude ermitteln, erfahren Sie in unserem Dimensionierungsratgeber.
Weitere relevante Hersteller (nicht im Test)
Der Stiftung-Warentest-Test umfasst nur fünf Modelle. Am deutschen Markt sind weitere relevante Hersteller vertreten:
| Hersteller | Beliebtes Modell | Preis (Gerät, ca.) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Bosch | Compress 7400i AW | 12.000-15.000 EUR | Gute Verfügbarkeit, breites Servicenetz |
| Buderus | Logatherm WLW176i AR | 7.500-11.000 EUR | SCOP 4,77, baugleich mit Bosch |
| Daikin | Altherma 3 H HT | 11.000-14.000 EUR | Sehr erfahrener Kältemittelhersteller |
| Wolf | CHA-Monoblock | 12.000-15.000 EUR | Kompakte Monoblock-Bauweise |
| Panasonic | Aquarea J Generation | 10.000-13.000 EUR | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Toshiba | Estia | 9.000-12.000 EUR | R32 vs. R290, SCOP bis 4,8 |
| Hitachi | Yutaki | 10.000-13.000 EUR | COP bis 5,25 |
| IDM | AERO / TERRA | 13.000-18.000 EUR | Erdwärme-Spezialist, SCOP bis 5,56 |
| Novelan | Helox R290 | 9.000-12.000 EUR | Vorlauf bis 78 °C |
| Kermi | x-change | 9.000-12.000 EUR | COP bis 4,96 |
| Remko | Smart WKF | 8.825-9.291 EUR | Deutscher Mid-Market, R32, COP bis 5,26 |
| Samsung | EHS Mono HT | 9.000-12.000 EUR | Günstige Alternative aus Korea |
| NIBE | F2120 | 13.000-16.000 EUR | Schwedische Qualität, sehr leise |
Gerade bei den asiatischen Anbietern lohnt der direkte Vergleich zweier Aquarea- und Altherma-Modelle: Welche Serie bei Effizienz und Preis vorne liegt, klärt der Ratgeber Panasonic oder Daikin.
Testkriterien der Stiftung Warentest im Detail
Für die Einordnung der Testergebnisse ist es hilfreich, die Testmethodik zu verstehen. Die Stiftung Warentest bewertete in drei gewichteten Gruppen (Prüfung im europäischen Gemeinschaftstest zwischen März und Juni 2025):
Energieeffizienz und Umwelteigenschaften (70 % Gewichtung)
Mit Abstand am stärksten gewichtet ist die Kombination aus Effizienz und Umweltverhalten. Die Geräte wurden in einer Klimakammer bei Außentemperaturen von +12 °C bis -15 °C geprüft. Berücksichtigt wurden unter anderem:
- COP bei verschiedenen Betriebspunkten (A7/W35, A7/W55, A-7/W35, A-7/W55) und SCOP nach EN 14825
- Modulationsfähigkeit (Teillastverhalten)
- GWP und Menge des Kältemittels (alle R290: GWP 3, hervorragend)
- Geräuschentwicklung im Betrieb (Schallleistungs- und Schalldruckpegel, Nachtmodus)
Die Geräuschentwicklung fließt hier als Teilaspekt ein. Sie ist besonders praxisrelevant, weil Lärm der häufigste Nachbarschaftskonflikt bei Wärmepumpen und einer der häufigsten Kritikpunkte in Erfahrungsberichten ist. Da alle getesteten Modelle R290 verwenden, fielen die Umwelt-Unterschiede gering aus.
Handhabung (25 % Gewichtung)
Bewertet wurden:
- Bedienung am Gerät und per App
- Einstellmöglichkeiten (Heizkurve, Timer, Warmwasser)
- Qualität der Installations- und Bedienungsanleitung
- Inbetriebnahme-Prozedur
Datenschutz und IT-Sicherheit (5 % Gewichtung)
Bewertet wurden das Datensendeverhalten der Android- und iOS-Apps, die Sicherheit der Nutzerkonten (etwa Passwortschutz) und die Netzwerksicherheit.
Monoblock vs. Split: Was wurde getestet?
Alle fünf getesteten Modelle sind Monoblock-Geräte. Das bedeutet: Der gesamte Kältemittelkreislauf befindet sich in der Außeneinheit. Zwischen Außen- und Inneneinheit fließt nur Heizungswasser – keine Kältemittelleitungen.
Die Vorteile des Monoblocks:
- Einfachere Installation: Kein Kälteschein nötig, jeder SHK-Installateur kann das Gerät anschließen.
- Keine Kältemittelleitungen im Haus: Geringeres Leckagerisiko, kein Kältemittel in Innenräumen.
- Wartung nur am Außengerät.
Die Nachteile:
- Frostschutz der Wasserleitung: Die Heizungsleitung zwischen Außen- und Inneneinheit muss frostsicher isoliert sein.
- Etwas weniger flexibel bei der Aufstellung als Split-Geräte.
Für einen Vergleich der Bauweisen lesen Sie unseren Artikel zu Split vs. Monoblock.
Sole-Wärmepumpen: Alternative zum Luft-Test?
Der Stiftung-Warentest-Test umfasst ausschließlich Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sole-Wasser-Wärmepumpen (Erdwärmepumpen) wurden nicht getestet, sind aber in vielen Fällen die effizientere Alternative:
| Eigenschaft | Luft-WP (Testfeld) | Sole-WP (typisch) |
|---|---|---|
| JAZ (Bestand) | 2,5-4,0 | 3,5-4,5 |
| JAZ (Neubau) | 3,2-5,4 | 3,5-5,4 |
| Investition | 27.000-40.000 EUR | 40.000-60.000 EUR |
| Wintereffizienz | COP sinkt bei Frost | COP konstant |
| Lautstärke | 35-50 dB(A) | Nahezu lautlos |
| Heizstab nötig | Ja (2-5 % der Jahresenergie) | Selten/nie |
Wenn das Budget und die Grundstückssituation es zulassen, ist eine Sole-Wärmepumpe der besten Erdwärme-Hersteller in vielen Fällen die langfristig wirtschaftlichere Lösung – insbesondere in kalten Klimazonen und bei hohem Heizwärmebedarf. Mehr dazu in unserem Vergleich Luft- vs. Erdwärmepumpe.
Häufige Fragen
Welche Wärmepumpe ist Testsieger 2026?
Der aktuelle Testsieger der Stiftung Warentest (Heft 10/2025, relevant für 2026) ist die Viessmann Vitocal 250-A mit der Gesamtnote 2,0 ("Gut"). Sie überzeugt durch die beste Energieeffizienz, den leisesten Betrieb und die beste Bedienbarkeit. Der Gerätepreis liegt bei ca. 17.000 EUR, installiert bei 35.000-40.000 EUR.
Welche Wärmepumpe hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Das Mitsubishi-Modell bietet mit ca. 9.000 EUR Gerätepreis (Note 2,8, "Befriedigend") den niedrigsten Anschaffungspreis – allerdings bei niedrigerer Effizienz und höherer Lautstärke. Für Neubauten mit Fußbodenheizung, wo der Effizienzunterschied gering ist, kann es die wirtschaftlich sinnvollste Wahl sein. Die Alpha Innotec Hybrox 11 bietet mit Note 2,2 und ca. 13.000 EUR Gerätepreis den besten Kompromiss aus Effizienz und Preis.
Sind die Testergebnisse auch für größere Leistungsklassen gültig?
Ja, mit Einschränkungen. Die Hersteller verwenden für größere Leistungsklassen (14-16 kW) dieselbe Technologieplattform, oft mit demselben Verdichtertyp in einer größeren Variante. Die Effizienzwerte sind in der Regel vergleichbar, können aber bei den größeren Modellen leicht abweichen. Die Geräuschentwicklung steigt mit der Leistung tendenziell an.
Muss ich den Testsieger kaufen?
Nein. Vier der fünf getesteten Modelle erhielten die Note "Gut", das Mitsubishi-Modell die Note "Befriedigend" (2,8). Der Unterschied zwischen dem Testsieger (2,0) und dem schlechtesten Modell (2,8) ist in der Praxis überschaubar. Wichtiger als die Marke ist die korrekte Dimensionierung, ein hydraulischer Abgleich, die Optimierung der Vorlauftemperatur und ein erfahrener Installateur.
Warum verwenden alle Testgeräte R290?
R290 (Propan) ist ein natürliches Kältemittel mit einem GWP (Treibhauspotenzial) von nur 3 – gegenüber 2.088 bei R410A und 675 bei R32. Die EU-F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 verschärft die Obergrenzen für synthetische Kältemittel schrittweise, weshalb alle großen Hersteller auf R290 umgestiegen sind. Bis zum 20. Juli 2026 qualifizierte R290 zudem für den 5-%-Effizienzbonus der KfW 458; mit der neuen BEG-Förderrichtlinie entfällt dieser Bonus ab 21. Juli 2026 ersatzlos.
Wie finde ich den richtigen Installateur?
Fragen Sie bei den Herstellern nach zertifizierten Fachpartnern in Ihrer Region. Achten Sie auf: Erfahrung mit Wärmepumpen (mindestens 20-30 Installationen), Bereitschaft zur Heizlastberechnung vor dem Angebot, schriftliches Festpreisangebot inklusive aller Nebenkosten, Referenzprojekte in Ihrer Nähe.
Nächster Schritt: Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Gebäude?
Die Testergebnisse geben eine gute Orientierung, aber die beste Wärmepumpe für Ihr Gebäude hängt von Ihrer individuellen Situation ab: Heizlast, Vorlauftemperatur, Förderung, Budget und geplante Sanierungsmaßnahmen. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude und ermitteln die wirtschaftlich optimale Lösung – unabhängig von einzelnen Herstellern.
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