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Vitocal 150-A oder 250-A? Unterschied & 970 € Aufpreis

Vitocal 150-A oder 250-A? Beide mit 70 °C und aktiver Kühlung, die 250-A kostet nur ca. 970 € mehr. So finden Sie das passende Modell für Ihr Haus.

Viessmann Vitocal 150-A und 250-A Wärmepumpe im direkten Vergleich an einem Einfamilienhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Preisunterschied: Auf gleicher Baugröße (A04) kostet die 250-A nur rund 970 € mehr (ca. 6.217 € vs. 7.190 € brutto, Gerät ohne Einbau) – über alle Baugrößen realistisch 1.000–3.000 € Aufpreis.
  • Verbreiteter Irrtum: Beide Modelle kühlen aktiv und schaffen 70 °C Vorlauf (bis −10 °C Außentemperatur) – hier gibt es keinen Unterschied.
  • 250-A = Allround- und Modernisierungsmodell: mehr Leistung (bis 18,5 kW statt 14,9 kW), leiser (Nachtmodus 35 dB(A) in 4 m, AAD+), Scroll-Verdichter in großen Baugrößen, umfangreichere Hydraulik.
  • Nur die 250-A ist Testsieger: Stiftung Warentest 10/2025, Gesamtnote GUT (2,0), Handhabung 1,0 – die 150-A wurde nicht getestet.
  • 150-A = günstigere Einstiegslinie: im Neubau und sanierten Altbau mit Flächenheizung praktisch genauso sparsam (SCOP W35 bis 4,93, Klasse A+++), Compact-Variante mit 190-l-Warmwasserspeicher.
  • Förderung 2026: beide R290 (GWP 3) → bis 70 % KfW-Zuschuss, max. 21.000 €, inklusive 5 % Effizienzbonus.

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Die Viessmann Vitocal 150-A und die Vitocal 250-A sind beide Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan), beide schaffen 70 °C Vorlauf und beide können aktiv kühlen. Der oft vermutete große Graben zwischen „Einsteiger“ und „Premium“ ist deshalb kleiner, als viele denken: Auf gleicher Baugröße trennt die beiden nur ein Aufpreis von rund 970 €. Dieser Direktvergleich stellt die Schwestermodelle Punkt für Punkt gegenüber – Preis, Kühlung, Vorlauftemperatur, Effizienz, Schall und Ausstattung – und beantwortet die eine Frage, die zählt: Wann lohnt der Aufpreis zur 250-A, und wann reicht die 150-A?

Die kurze Antwort vorweg: Die Vitocal 250-A ist das leistungsstärkere Modernisierungs- und Allround-Modell mit mehr Reserve, umfangreicherer Hydraulik und dem Stiftung-Warentest-Testsiegel. Die Vitocal 150-A ist die kompaktere, günstigere Einstiegslinie, die im gut gedämmten Gebäude mit Flächenheizung praktisch dieselbe Effizienz liefert. Wer die komplette Modellpalette sucht, findet sie in der Viessmann Modell- und Preisübersicht.

Vitocal 150-A vs. 250-A: Der Vergleich auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst alle relevanten Unterschiede und – mindestens genauso wichtig – die Gemeinsamkeiten zusammen. Sie ist der Kern jeder Kaufentscheidung, denn sie trennt die echten Unterscheidungsmerkmale von den vermeintlichen.

Merkmal Vitocal 150-A Vitocal 250-A
Gerätepreis A04 (brutto, Straße) ca. 6.217 € ca. 7.190 €
Preisspanne (Gerät) ca. 6.217–10.067 € (A04–A13) ca. 7.190–17.500 € (A04–A19)
Leistungsbereich 2,1–14,9 kW 2,1–18,5 kW
Baugrößen 6 (A04–A16) 7 (A04–A19)
Max. Vorlauftemperatur 70 °C (bis −10 °C) 70 °C (bis −10 °C)
Aktivkühlung ja (AC-Variante, 4,0–13,3 kW) ja (Active Cooling)
COP A7/W35 (Bestwert) bis 5,2 bis 5,31
SCOP W35 4,4–4,93 bis 5,01
Schall Außeneinheit 51–55 dB(A) ErP (AAD) ab ~49 dB(A), Nacht 35 dB(A)/4 m (AAD+)
Kältemittel R290 (GWP 3) R290 (GWP 3)
Verdichter Doppelrollkolben Doppelrollkolben, Scroll (A16/A19)
Warmwasserspeicher Compact mit 190 l integriert separat einplanen
Stiftung Warentest nicht getestet Testsieger 2,0 (10/2025)
Marktstart April 2025 etabliert

Quellen: Viessmann Produktangaben (Vitocal 150-A / 250-A), reduco.ai Einzeltests, Stiftung Warentest 10/2025. Gerätepreise sind Fachhandels-/Orientierungswerte (Straßenpreise, brutto), keine Hersteller-UVP.

Man sieht schon hier: In den vier Merkmalen, die Kaufinteressenten am häufigsten falsch einschätzen – Vorlauftemperatur, Kühlung, Kältemittel und Fördersatz – sind beide Geräte identisch. Die realen Unterschiede stecken in Leistung, Ausstattung, Akustik und Effizienz bei hohem Vorlauf. Genau die schauen wir uns jetzt an.

Preisunterschied: kleiner als gedacht

Der wohl größte Irrtum bei diesem Vergleich betrifft den Preis. Viele erwarten zwischen „Einsteiger“ und „Premium“ eine Differenz von mehreren Tausend Euro. Tatsächlich liegt der Aufpreis auf Geräteebene bei gleicher Baugröße deutlich niedriger.

Baugröße Vitocal 150-A Vitocal 250-A Aufpreis 250-A
A04 (Einstieg) ca. 6.217 € ca. 7.190 € ~970 €
größere Baugrößen bis ca. 10.067 € (A13) bis ca. 17.500 € (A19) ~1.000–3.000 €

Straßenpreise brutto, nur Gerät (ohne Einbau, Hydraulik, Speicher). UVP/Listenpreise liegen rund 40 % höher.

Bei der kleinsten Baugröße A04 kostet die 250-A also rund 970 € mehr als die 150-A – bezogen auf ein komplett installiertes System von oft 24.000–34.000 € sind das rund 3–4 %. Über die größeren Baugrößen und die umfangreichere Hydraulik der 250-A wächst der reale Aufpreis auf etwa 1.000–3.000 €. Der Grund ist nicht ein einzelnes „Killer-Feature“, sondern das Bündel aus mehr Serienausstattung, leiserer Akustik-Stufe und größerer Leistungsspreizung.

Wichtig zur Einordnung: Das sind Fachhandels- und Orientierungswerte, keine offiziellen Viessmann-UVPs. Reale Angebote schwanken je nach Region, gewählter Hydraulik-Konfiguration und Installationsaufwand erheblich. Eine belastbare Zahl bekommen Sie erst mit einem konkreten Angebot auf Basis einer fachgerechten Heizlastberechnung für Ihr Gebäude.

Der große Irrtum: Kühlung und 70 °C Vorlauf

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Zwei hartnäckige Missverständnisse führen dazu, dass Käufer zur teureren 250-A greifen, obwohl sie den Aufpreis dafür gar nicht bräuchten.

„Nur die 250-A kann kühlen“ – falsch

Beide Modelle können aktiv kühlen. Die 150-A wird dafür als -AC-Variante (AWO-E-AC) angeboten und erreicht laut Viessmann eine Kühlleistung von 4,0 bis 13,3 kW. Sie kehrt den Kältekreis um und gibt im Sommer über die Flächenheizung oder Gebläsekonvektoren aktiv Kälte ab – genau wie die 250-A. Der Unterschied liegt also nicht in der Kühlfunktion selbst. Wer allein wegen der Kühlung zur 250-A tendiert, zahlt für ein Merkmal drauf, das die 150-A ebenfalls mitbringt. Wie aktive und passive Kühlung funktionieren, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe kühlen im Sommer.

„Die 250-A schafft eine höhere Vorlauftemperatur“ – auch falsch

Beide Geräte erreichen laut Datenblatt 70 °C Vorlauftemperatur – und das bis zu einer Außentemperatur von −10 °C. Bei der maximalen Vorlauftemperatur gibt es keinen Unterschied; auch die 150-A ist damit grundsätzlich altbautauglich und kann bestehende Heizkörper bedienen.

Der Unterschied liegt in der Effizienz bei hohem Vorlauf. Die 250-A moduliert tiefer, hat mehr Reserve und hält ihren Wirkungsgrad im Hochtemperaturbetrieb besser. Die 150-A schafft die 70 °C zwar auch, verliert bei dauerhaft hohem Vorlauf (W55) aber spürbar an Jahreseffizienz – dazu gleich mehr. Für das Verständnis von Vorlauftemperatur und Heizkörpern im Bestand lohnt der Blick in Wärmepumpe mit Heizkörpern im Altbau.

Effizienz: COP und SCOP im Vergleich

Bei der Effizienz liegt die 250-A vorn – aber weniger deutlich, als der Preisunterschied vermuten lässt, und stark abhängig vom Betriebspunkt.

Effizienzwert Vitocal 150-A Vitocal 250-A
COP A7/W35 (Bestwert) bis 5,2 bis 5,31 (Datenblatt)
SCOP W35 (Flächenheizung) 4,4–4,93 bis 5,01
SCOP W55 (Heizkörper, hoher Vorlauf) 3,3–3,95 höher, konstanter

Im Niedertemperaturbetrieb (W35) – also mit Fußbodenheizung im Neubau oder gut sanierten Altbau – sind beide Modelle nahezu gleichauf. Die 150-A erreicht einen COP von bis zu 5,2 bei A7/W35 und einen saisonalen SCOP bis 4,93 (Klasse A+++). Die 250-A legt mit einem Datenblatt-COP bis 5,31 (Marketing nennt „bis 5,5“) und einem SCOP bis 5,01 nur geringfügig nach. Für ein gut gedämmtes Haus mit Flächenheizung ist der Effizienzvorteil der 250-A im Alltag kaum spürbar.

Anders sieht es im Hochtemperaturbetrieb (W55) aus – dem typischen Altbau mit Heizkörpern. Hier fällt der SCOP der 150-A deutlich auf 3,3–3,95, während die 250-A ihren Wirkungsgrad dank tieferer Modulation und mehr Reserve stabiler hält. Über die Jahre kann dieser Unterschied den scheinbaren Preisvorteil der 150-A über die Stromrechnung wieder auffressen. Was COP, SCOP und die reale Jahresarbeitszahl bedeuten, erklärt der Ratgeber COP, JAZ und SCOP verständlich.

Leistung, Baugrößen und Kaltwetter-Reserve

Der klarste technische Unterschied ist die Leistung. Die 150-A deckt mit sechs Baugrößen (A04–A16) einen modulierenden Bereich von 2,1 bis 14,9 kW ab. Die 250-A geht mit sieben Baugrößen (A04–A19) bis 18,5 kW – und liefert damit die Reserve für größere oder schlechter gedämmte Gebäude.

Entscheidend ist nicht nur die Nennleistung, sondern die Leistung bei Kälte. Bei −7 °C Außentemperatur liefert die 250-A in der Baugröße A10 noch 9,7 kW, die A19 sogar bis 12,3 kW. Diese Kaltwetter-Reserve ist im unsanierten Altbau ein echtes Argument: An den wenigen sehr kalten Tagen des Jahres muss die Wärmepumpe die volle Heizlast allein stemmen, ohne dass der Elektroheizstab dauerhaft einspringt.

In den großen Baugrößen (A16/A19) setzt die 250-A zudem auf einen Scroll-Verdichter, während die 150-A durchgehend den Doppelrollkolben-Verdichter mit geringerer Modulationstiefe nutzt. Für die typischen Einfamilienhaus-Baugrößen (A04–A13) verwenden beide Modelle denselben Doppelrollkolben-Verdichter – der Verdichter-Unterschied greift also erst im oberen Leistungssegment. Die richtige Leistungsgröße ergibt sich aus einer sauberen Heizlastberechnung – Faustformeln unterschätzen die nötige Reserve im unsanierten Altbau häufig.

Ausstattung und Hydraulik: Wo die 250-A wirklich punktet

Hier steckt der eigentliche Mehrwert des Aufpreises. Die 250-A bringt ab Werk eine deutlich umfangreichere Hydraulik mit als die 150-A:

Ausstattung Vitocal 150-A Vitocal 250-A
Pufferspeicher 16 l integriert
Ausdehnungsgefäß 18 l
Durchlauferhitzer (Zuheizer) 8 kW integriert
Umschaltventil 4/3-Wege-Ventil
Volumenstromregelung Standard Hydro-AutoControl
Bedienung Standard-Regelung 7-Zoll-Touchdisplay
Warmwasserspeicher Compact-Variante 190 l integriert separat einzuplanen

Die 250-A ist damit näher an einer „Plug-and-Play“-Lösung: Pufferspeicher, Ausdehnungsgefäß, Zuheizer und Umschaltventil sind bereits integriert, was den Installationsaufwand und mögliche Fehlerquellen reduziert. Das erklärt auch einen Teil des Aufpreises – Sie bezahlen nicht nur die Wärmepumpe, sondern eine weitgehend fertig konfektionierte Hydraulik-Einheit.

Ein wichtiger Haken, der oft übersehen wird: Die 250-A hat trotz umfangreicher Hydraulik keinen integrierten Warmwasserspeicher. Den müssen Sie separat einplanen und aufstellen. Die 150-A gibt es dagegen als Compact-Variante mit integriertem 190-l-Warmwasserspeicher – ein echter Platzvorteil in engen Technikräumen. Wer wenig Stellfläche hat und einen All-in-One-Aufbau sucht, ist mit der 150-A Compact unter Umständen besser bedient.

Schall: Die 250-A ist leiser

An der Grundstücksgrenze und in dicht bebauten Wohngebieten ist die Lautstärke oft genehmigungsrelevant. Hier hat die 250-A dank der Akustik-Stufe AAD+ (Super Silent) einen messbaren Vorteil.

Schallwert Vitocal 150-A (AAD) Vitocal 250-A (AAD+)
Schallleistung (ErP) 51–55 dB(A) ab ~49 dB(A)
Nachtmodus 52–59 dB(A) Schallleistung 35 dB(A) in 4 m Abstand

Die 250-A ist damit tendenziell 2–4 dB(A) leiser als die 150-A. Das klingt nach wenig, ist auf der logarithmischen Dezibel-Skala aber ein spürbarer Unterschied – 3 dB(A) entsprechen etwa einer Halbierung der Schallleistung. An einer knappen Grundstücksgrenze, wo die Immissionsrichtwerte der TA Lärm nachts eingehalten werden müssen, kann diese Reserve über die Genehmigungsfähigkeit des Aufstellorts entscheiden. Wer viel Abstand zum Nachbarn hat, wird den Unterschied dagegen kaum bemerken.

Stiftung Warentest: Nur die 250-A ist Testsieger

Ein Argument, das sich nicht in Datenblättern findet, aber viele Kaufentscheidungen prägt: Das Prüfsiegel gilt nur für ein Modell.

Die Vitocal 250-A wurde im Stiftung-Warentest-Test 10/2025 Testsieger mit der Gesamtnote GUT (2,0) und der Bestnote 1,0 in der Handhabung – als einziges Gerät im Testfeld. Geprüft wurde die Variante AWO-E-AC 251.A10. Damit holte die 250-A bereits zum zweiten Mal die Spitzenposition. Alle Details stehen im Vitocal 250-A Test.

Die Vitocal 150-A wurde von Stiftung Warentest nicht getestet. Das GUT-Urteil (2,0) lässt sich technisch nicht einfach übertragen, weil sich die Modelle in Hydraulik, Verdichter-Ausführung und Akustik unterscheiden. Wer also gezielt das Testsiegel sucht, findet es ausschließlich bei der 250-A. Das heißt nicht, dass die 150-A schlecht wäre – sie war schlicht nicht im Prüffeld. Der Vitocal 150-A Test ordnet ihre Stärken und Schwächen unabhängig ein.

Förderung 2026: Für beide identisch

Bei der Förderung gibt es zwischen den beiden Modellen keinen Unterschied. Beide arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan, GWP 3) und qualifizieren sich damit für die volle Heizungsförderung – inklusive des Effizienzbonus für natürliche Kältemittel, den synthetische Kältemittel nach der EU-F-Gas-Verordnung nicht erhalten.

Förderbaustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau einer Wärmepumpe
Klimageschwindigkeitsbonus +20 % Austausch einer alten fossilen Heizung
Einkommensbonus +30 % Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr
Effizienzbonus +5 % natürliches Kältemittel R290 (beide Modelle)
Maximaler Zuschuss bis 70 % max. 21.000 € (70 % von 30.000 € Kosten)

Quelle: KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458).

Interessant wird es beim Aufpreis: Solange die förderfähigen Kosten den Deckel von 30.000 € (erste Wohneinheit) nicht überschreiten, wird auch der Aufpreis der 250-A anteilig bezuschusst. Bei 55 % Förderung bleiben von den ~970 € Mehrpreis netto nur noch rund 440 € übrig; bei 70 % Förderung sogar nur etwa 290 €. Liegen Ihre Gesamtkosten dagegen bereits über dem 30.000-€-Deckel, zahlen Sie den Aufpreis voll selbst, weil die zusätzlichen Kosten nicht mehr gefördert werden. Alle Details zu Antrag und Fristen stehen in der Wärmepumpen-Förderung 2026.

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Kaufentscheidung: Wann welches Modell?

Statt einer pauschalen Empfehlung hier eine ehrliche Entscheidungshilfe nach Gebäude und Anforderung:

Ihre Situation Empfehlung
Neubau / gut sanierter Altbau, Fußbodenheizung (W35) Vitocal 150-A
Wenig Platz, Warmwasserspeicher soll integriert sein Vitocal 150-A Compact (190 l)
Knappes Budget, Effizienz zählt mehr als Ausstattung Vitocal 150-A
Unsanierter/teilsanierter Altbau, Heizkörper, hoher Vorlauf Vitocal 250-A
Heizlast über 14,9 kW erforderlich Vitocal 250-A (bis 18,5 kW)
Enge Grundstücksgrenze / strenge Schallauflagen Vitocal 250-A (AAD+, Nacht 35 dB(A))
Testsiegel und maximale Reserve wichtig Vitocal 250-A (Testsieger 2,0)

Die 150-A ist die richtige Wahl, wenn Ihr Gebäude mit niedriger Vorlauftemperatur läuft – also Neubau oder gut sanierter Altbau mit Flächenheizung. Dort erreicht sie SCOP-Werte bis 4,93 und ist praktisch genauso sparsam wie die 250-A, bei geringeren Anschaffungskosten. Die Compact-Variante mit integriertem 190-l-Speicher spart zusätzlich Platz.

Die 250-A lohnt sich, sobald es Richtung Bestandssanierung mit Heizkörpern, hohem Vorlauf, hoher Heizlast oder knappen Schallauflagen geht. Der Aufpreis von rund 1.000–3.000 € zahlt sich dann über bessere Effizienz im Hochtemperaturbetrieb, mehr Leistungsreserve, die leisere AAD+-Stufe und die umfangreichere Hydraulik aus.

Wovon ich abrate

  • Nicht allein wegen Kühlung oder 70 °C Vorlauf zur 250-A greifen. Beide Punkte beherrscht die 150-A ebenso – wer nur deshalb aufpreist, zahlt für nichts drauf.
  • Die 150-A nicht in den unsanierten Altbau mit Heizkörpern und dauerhaft hohem Vorlauf zwingen. Der SCOP fällt bei W55 auf 3,3–3,95, und der Preisvorteil geht über Jahre über die Stromrechnung verloren.
  • Bei der 250-A den fehlenden Warmwasserspeicher nicht vergessen. Trotz umfangreicher Hydraulik ist ein separater Speicher einzuplanen – anders als bei der 150-A Compact mit 190 l integriert.
  • An engen Grundstücksgrenzen die 150-A nicht ohne Schallgutachten einplanen. Mit 51–55 dB(A) (AAD) ist sie 2–4 dB(A) lauter als die 250-A und kann genehmigungsrelevant werden.
  • Straßen- und Komplettpreise nicht als Festpreis verstehen. Es sind Fachhandels-Orientierungswerte, keine UVP – reale Angebote schwanken je nach Region, Hydraulik und Installationsaufwand.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie groß ist der Preisunterschied zwischen Vitocal 150-A und 250-A?

Auf Geräteebene bei gleicher Baugröße ist die 250-A rund 970 € teurer (A04: ca. 6.217 € vs. ca. 7.190 € brutto, Straßenpreis). Über alle Baugrößen und Varianten liegt der Aufpreis realistisch bei etwa 1.000–3.000 €. Weil beide für die volle KfW-Förderung qualifizieren, fällt die Differenz nach Zuschuss anteilig geringer aus – sofern die förderfähigen Kosten den Deckel von 30.000 € nicht überschreiten.

Was ist der Hauptunterschied zwischen Vitocal 150-A und 250-A?

Beide sind R290-Monoblöcke mit 70 °C Vorlauf und Aktivkühlung. Die 250-A ist das Modernisierungs- und Allround-Modell: mehr Leistung (bis 18,5 statt 14,9 kW), höhere Kaltwetter-Reserve, umfangreichere Hydraulik (Ausdehnungsgefäß, 8-kW-Zuheizer, 7-Zoll-Display), etwas höherer SCOP, leiser (AAD+) und Stiftung-Warentest-Testsieger. Die 150-A ist die günstigere, kompaktere Einstiegslinie für Neubau und sanierte Altbauten mit Flächenheizung.

Kann die Vitocal 150-A auch kühlen, oder nur die 250-A?

Beide Modelle können aktiv kühlen. Die 150-A wird als -AC-Variante (AWO-E-AC) mit einer Kühlleistung von 4,0 bis 13,3 kW angeboten. Der verbreitete Irrtum, nur die 250-A könne kühlen, stimmt nicht – der Unterschied liegt nicht in der Kühlfunktion selbst, sondern in Leistung, Ausstattung und Effizienz bei hohem Vorlauf.

Hat die 250-A eine höhere maximale Vorlauftemperatur als die 150-A?

Nein. Beide erreichen laut Viessmann 70 °C Vorlauf – und das bis zu einer Außentemperatur von −10 °C. Der Unterschied liegt in der Effizienz bei hohem Vorlauf: Die 250-A hält den Wirkungsgrad im Hochtemperaturbetrieb dank tieferer Modulation und mehr Reserve besser, weshalb sie im Altbau mit Heizkörpern die klügere Wahl ist.

Wann lohnt sich die teurere Vitocal 250-A?

Im unsanierten oder teilsanierten Altbau mit Heizkörpern und hohem Vorlauf, bei höherer benötigter Leistung (bis 18,5 kW), bei knappen Grundstücksgrenzen (leiser dank AAD+) und wenn das Stiftung-Warentest-Testsiegel (Note 2,0) wichtig ist. Der Aufpreis von rund 1.000–3.000 € zahlt sich dort über Effizienz und Leistungsreserve aus.

Wann reicht die günstigere Vitocal 150-A?

Im Neubau oder gut sanierten Altbau mit Flächenheizung und niedriger Vorlauftemperatur (W35). Dort erreicht die 150-A SCOP-Werte bis 4,93 (Klasse A+++) und ist praktisch genauso sparsam wie die 250-A – bei geringeren Anschaffungskosten. Die Compact-Variante mit integriertem 190-l-Warmwasserspeicher spart zusätzlich Platz.

Ist die Vitocal 250-A der Stiftung-Warentest-Testsieger, die 150-A auch?

Nur die 250-A. Sie wurde im Test 10/2025 Testsieger mit der Gesamtnote GUT (2,0) und der Bestnote 1,0 in der Handhabung. Die 150-A wurde von Stiftung Warentest gar nicht getestet – das Testsiegel gilt also ausdrücklich nicht für das Einstiegsmodell.

Nutzen 150-A und 250-A dasselbe Kältemittel?

Ja, beide arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) mit einem sehr niedrigen GWP von 3. Damit qualifizieren sich beide für den 5-%-Effizienzbonus der KfW-Heizungsförderung und sind von künftigen Einschränkungen synthetischer Kältemittel nicht betroffen.

Nächster Schritt: Welche Vitocal passt zu Ihrem Gebäude?

Ob 150-A oder 250-A die wirtschaftlichere Wahl ist, hängt an vier Faktoren: Dämmzustand, benötigte Vorlauftemperatur, Heizlast und Aufstellsituation. Genau diese Punkte lassen sich nicht am Datenblatt entscheiden, sondern nur am konkreten Gebäude. Mit reduco analysieren Sie Ihr Haus in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einschätzung, welche Baugröße und welches Modell technisch und wirtschaftlich passen – inklusive Heizlast-Orientierung, Fördermittelberechnung und einer ehrlichen Kosten-Nutzen-Abwägung zwischen Einstiegs- und Allround-Modell.

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