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Photovoltaik-Ertragsrechner

Lohnt sich Solar auf Ihrem Dach? Adresse suchen, Gebäude wählen, Annahmen anpassen und Sie erhalten Anlagengröße, Ertrag, Autarkie, Ersparnis und Amortisation. Kostenlos, ohne Anmeldung.

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PV-Rechner: Ertrag, Kosten und Amortisation für Ihr Dach berechnen

Kostenloser Online-Rechner · zuletzt aktualisiert: September 2026

Der PV-Rechner zeigt Ihnen in unter zwei Minuten, wie viel Strom Ihr Dach liefert und ob sich die Anlage rechnet. Als Solarrechner arbeitet er mit den Ertragsdaten von PVGIS 5.3 der Europäischen Kommission sowie mit Ausrichtung, Neigung und Verschattung aus dem 3D-Modell Ihres Gebäudes. Sie erhalten mögliche Anlagengröße in Kilowatt-Peak, Jahresertrag in kWh, Eigenverbrauch, Autarkiegrad, jährliche Ersparnis, Amortisationszeit und Rendite.

Zur Einordnung: Eine 10-kWp-Anlage nach Süden erzeugt je nach Standort rund 9.900 kWh im Norden bis 11.400 kWh im Süden pro Jahr, kostet schlüsselfertig 10.000–13.000 € ohne Speicher und amortisiert sich typischerweise in 9 bis 13 Jahren. Entscheidend ist dabei nicht die Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh, sondern der Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für rund 37 ct/kWh, also fast das Fünffache.

So funktioniert der PV-Ertragsrechner

Vier Schritte von der Adresse zur Wirtschaftlichkeit, kostenlos und ohne Anmeldung:

  1. 1

    Adresse eingeben

    Reduco lädt Ihr Gebäude aus amtlichen 3D-Dachdaten und liest Dachflächen, Ausrichtung und Neigung automatisch aus.

  2. 2

    Dach auswählen

    Klicken Sie Ihr Haus auf der Karte an und prüfen Sie die erkannten Dachflächen im 3D-Modell.

  3. 3

    Anlage anpassen

    Dachbelegung in kWp, Stromverbrauch, Strompreis, Batteriespeicher sowie Wärmepumpe oder Wallbox einstellen.

  4. 4

    Ergebnis ansehen

    Alle Kennzahlen jeweils mit und ohne Speicher im direkten Vergleich.

Wie viel kWh pro kWp bringt eine PV-Anlage in Deutschland?

Der Jahresertrag folgt einer einfachen Formel: installierte Leistung in kWp mal spezifischer Ertrag in kWh je kWp. Der spezifische Ertrag entspricht der Zahl der Volllaststunden und hängt vom Standort ab, nicht von der Anlagengröße. Eine 30-kWp-Anlage bringt also nicht mehr kWh je kWp als eine 6-kWp-Anlage, sondern schlicht fünfmal so viele kWp.

Die Werte unten kommen aus PVGIS 5.3 für 35 Grad Südneigung und 14 Prozent Systemverluste.

Region mit BeispielstandortenPVGIS 5.3, 35° Süd10 kWp pro Jahr
Norden: Hamburg, Rostock987–1.030 kWh/kWp9.870–10.300 kWh
Mitte und Osten: Kassel, Leipzig1.016–1.078 kWh/kWp10.160–10.780 kWh
Süden: Freiburg, München1.118–1.139 kWh/kWp11.180–11.390 kWh
Dachanlagen im Bestand922 kWh/kWp9.220 kWh

Die ersten drei Zeilen gelten für unverschattete Flächen bei einer Performance Ratio von rund 85 %. Die letzte Zeile ist der Realitätsanker: Fraunhofer ISE nennt für deutsche PV-Dachanlagen im Mittel 922 Vollbenutzungsstunden, Trendszenario der Übertragungsnetzbetreiber mit Bezugsjahr 2021, weil reale Dächer Gauben, Kamine, Bäume und ungünstige Neigungen haben.

Welche Ausrichtung und Dachneigung ist optimal für Photovoltaik?

Das Ertragsmaximum liegt bei Süd und 40 Grad Neigung, ist aber flach ausgebildet: Zwischen 30 und 45 Grad Südneigung verlieren Sie praktisch nichts, ein Südost- oder Südwestdach kostet nur 6 bis 7 Prozent. Erst Ost-West-Lagen und vor allem Norddächer schlagen deutlich durch.

DachlageNeigungErtrag gegenüber Süd 40°
Süd30–45°99–100 %
Südost oder Südwest30–40°93–94 %
Ost-West-Dach30°79–81 %
Ost oder West einzeln45°74–76 %
Flachdach unaufgeständert84 %
Flachdach, Süd aufgeständert10–15°91–94 %
Südfassade senkrecht90°71 %
Nord40°47 %

Relatives Ertragspotenzial unverschatteter Flächen nach Fraunhofer ISE für den Standort Freiburg, berechnet mit PVGIS; 100 % entspricht Süd bei 40 Grad. Auf dem Flachdach ist flach aufständern richtig, weil steile Südaufständerung über den Reihenabstand Fläche frisst: Fraunhofer ISE rechnet bei 20 bis 25 Grad Neigung mit rund 1 MW je Hektar, also etwa 10 kWp je 100 m². Das Montagesystem kostet auf dem Flachdach rund 212 € je kWp statt rund 141 € auf dem Schrägdach.

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?

Preise für fertig installierte Aufdachanlagen sind laut Fraunhofer ISE seit 2006 um rund 70 % gefallen, der Marktdurchschnitt lag im Frühjahr 2026 bei etwa 1.015 € je kWp netto. Schlüsselfertig und brutto liegt eine 10-kWp-Anlage 2026 bei 1.000–1.300 € je kWp, weil auf Module, Speicher und Installation der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG greift: Bis 30 kW (peak) Bruttoleistung im Marktstammdatenregister gelten ohne weitere Prüfung 0 % Umsatzsteuer. Bei einer 20.000-Euro-Anlage sind das rund 3.800 € Ersparnis gegenüber 19 %.

AnlagengrößePreis je kWpKomplett ohne SpeicherMit passendem Speicher
5 kWp1.200–1.500 €6.000–7.500 €7.500–12.750 € (5–7,5 kWh)
10 kWp1.000–1.300 €10.000–13.000 €13.000–23.500 € (10–15 kWh)
15 kWp900–1.200 €13.500–18.000 €18.000–32.000 € (15–20 kWh)
20 kWp900–1.100 €18.000–22.000 €24.000–39.500 € (20–25 kWh)

Der Preis je kWp sinkt mit der Größe, weil Gerüst, Anfahrt, Planung und Netzanmeldung Fixkosten sind. Die Verbraucherzentrale NRW rät zum Vergleich mehrerer Angebote: Preise für gleich große Anlagen liegen weit auseinander. Nebenkosten kommen hinzu: Gerüst 400–2.000 €, ein fälliger Zählerschranktausch 1.200–2.500 €. Die laufenden Betriebskosten setzt Fraunhofer ISE mit 1 bis 2 % der Investition pro Jahr an.

Lohnt sich ein Batteriespeicher zur PV-Anlage?

Zwei Kennzahlen werden ständig verwechselt. Die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil des Solarstroms, den Sie selbst nutzen. Der Autarkiegrad ist der Anteil Ihres Gesamtverbrauchs, den die Anlage deckt. Ein Speicher hebt beide, den Autarkiegrad aber deutlicher.

Kennzahlohne Speichermit Speicher
Eigenverbrauchsquote20–40 %etwa doppelt so hoch
Autarkiegrad25–30 %bis 70 %
Jahresnutzen einer 10-kWp-Anlagerund 1.160 €rund 1.600 €
Preis je kWh Kapazitätentfällt300–700 € ab 5 kWh
Amortisation des Speichersentfälltrechnerisch 7 bis 16 Jahre

Die Spanne 20–40 % Eigenverbrauch nennt Fraunhofer ISE für Haushalte ohne Speicher, mit Batterie verdoppelt sich der Wert typischerweise. Faustregel für die Größe: 1,5 kWh Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Rechnen Sie rund 20 % Speicherverluste durch Wandlung, Standby und Tiefentladeschutz ein. Die Verbraucherzentrale nennt 300–700 € je kWh Kapazität und erwartet 10 bis 15 Jahre Lebensdauer. Ein 10-kWh-Speicher kostet 3.000–7.000 € und bringt im Beispiel unten rund 440 € pro Jahr, trägt sich also nur am unteren Preisende sicher.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026 und wann amortisiert sich PV?

Der Renditemotor ist die Spreizung: Selbst verbrauchter Strom ersetzt Netzstrom für 37,0 ct/kWh im Durchschnitt der BDEW-Strompreisanalyse vom August 2026, eingespeist bringt dieselbe Kilowattstunde 7,70 ct. Das ist Faktor 4,8. Solarstrom vom eigenen Dach kostet über die Lebensdauer nach Fraunhofer ISE 6 bis 14 ct/kWh, deshalb amortisieren sich gut ausgelegte Anlagen typischerweise in 9 bis 13 Jahren bei 5 bis 8 % Rendite. Garantiert ist das nicht, es sind Rechenspannen.

Für Photovoltaik gibt es 2026 keinen Bundeszuschuss, sondern nur Steuervorteile, den KfW-Förderkredit 270 und Länderprogramme, die meist den Speicher fördern.

AnlagenteilTeileinspeisungVolleinspeisung
bis 10 kW7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
10 bis 40 kW6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh
40 bis 100 kW5,44 ct/kWh10,24 ct/kWh

Sätze der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahme vom 01.08.2026 bis 31.01.2027, anteilig nach Leistungsstufe. Nach § 49 EEG 2023 sinken sie alle sechs Monate um 1 %, jeweils zum 1. Februar und zum 1. August. Gezahlt wird nach § 25 EEG 2023 für 20 Jahre plus den Rest des Inbetriebnahmejahres.

Ab wann ist Direktvermarktung von PV-Strom sinnvoll?

Für ein Einfamilienhaus rechnet sich Direktvermarktung derzeit nicht. Der anzulegende Wert liegt in der Direktvermarktung nach § 53 EEG 2023 nur 0,4 ct/kWh über dem Satz der Einspeisevergütung, bei rund 9.300 kWh Einspeisung sind das etwa 37 € Mehrerlös im Jahr. Dagegen stehen Dienstleisterkosten von rund 140 € pro Jahr. Fraunhofer ISE beziffert in einer Untersuchung für Agora Energiewende die Mehrkosten einer Pflicht-Direktvermarktung für einen Vierpersonenhaushalt im Bestandsgebäude auf 185 bis 277 € pro Jahr, je nach Eigenverbrauch. Tragfähig wären laut Agora erst Vermarktungskosten unter 50 € pro Jahr.

Installierte LeistungVergütungswegWirtschaftlichkeit
bis 100 kWfeste Einspeisevergütung, Direktvermarktung freiwilligMehrerlös 0,4 ct/kWh nach § 53 EEG
über 100 kWDirektvermarktung über die Marktprämie, PflichtAusfallvergütung höchstens 3 Monate am Stück, 6 pro Jahr

Rechtsgrundlage ist § 21 EEG 2023. Technisch brauchen Sie ein intelligentes Messsystem mit Steuerungseinrichtung und Fernsteuerbarkeit; die Entgelte dafür sind im Messstellenbetriebsgesetz gedeckelt. Ein Wechsel in die Direktvermarktung und zurück ist jederzeit möglich.

Rechenbeispiel: 10 kWp in Mitteldeutschland

Satteldach nach Süden, 10 kWp, 10.500 kWh Jahresertrag, 4.000 kWh Haushaltsverbrauch, Strompreis 37,0 ct/kWh, Einspeisung 7,70 ct/kWh. Ohne Speicher bei 30 % Autarkie: 1.200 kWh selbst genutzt bringen 444 € Ersparnis, 9.300 kWh Einspeisung bringen 716 €, zusammen rund 1.160 € pro Jahr. Mit 10-kWh-Speicher und 70 % Autarkie: 2.800 kWh selbst genutzt bringen 1.036 €, nach 20 % Speicherverlusten bleiben 7.300 kWh Einspeisung mit 562 €, zusammen rund 1.600 €. Der Speicher bringt also rund 440 € mehr im Jahr und kostet 3.000–7.000 €. Die Anlage ohne Speicher kostet 10.000–13.000 € und ist nach etwa 9 bis 13 Jahren bezahlt, 1 % Betriebskosten eingerechnet.

Häufige Fragen zum Photovoltaik-Rechner

Ist der PV-Rechner kostenlos?

Ja, der PV-Rechner ist kostenlos, online nutzbar und verlangt keine Anmeldung. Sie geben nur Ihre Adresse ein, damit das Dach aus den amtlichen 3D-Gebäudedaten geladen werden kann.

Wie genau ist die Ertragsberechnung im Solarrechner?

Der Ertrag kommt aus PVGIS 5.3 der Europäischen Kommission, derselben Datenbasis, mit der auch Fraunhofer ISE seine Ertragsvergleiche rechnet. Vier Größen entscheiden über die Genauigkeit: exakter Standort, Ausrichtung und Neigung aus dem 3D-Modell, tatsächliche Verschattung und Ihr Verbrauchsprofil. Teilverschattung einzelner Zellreihen kostet überproportional viel Ertrag, deshalb ersetzt das Ergebnis keine Planung vor Ort.

Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Photovoltaikanlage pro Jahr?

Bei Südausrichtung und 35 Grad Neigung rund 9.900 bis 10.300 kWh in Norddeutschland, 10.200 bis 10.800 kWh in der Mitte und im Osten sowie 11.200 bis 11.400 kWh in Süddeutschland. Über alle deutschen Dachanlagen hinweg nennt Fraunhofer ISE 922 Vollbenutzungsstunden, also rund 9.220 kWh, weil kaum ein Dach perfekt steht.

Was bringt eine Ost-West-Ausrichtung im Vergleich zu Süd?

Ein Ost-West-Dach mit 30 Grad liefert 79 bis 81 % des Südertrags je kWp, ein einzelnes Ost- oder Westdach mit 45 Grad 74 bis 76 %. Dafür sind beide Dachhälften nutzbar statt nur der Südseite: Das verdoppelt die mögliche Modulzahl und ergibt in Summe rund 60 % mehr Strom. Das Erzeugungsprofil verschiebt sich zudem in Morgen- und Abendstunden und hebt so den Eigenverbrauch.

Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?

Planen Sie 5 bis 7 m² Dachfläche je kWp ein, die reine Modulfläche liegt bei rund 4,5 m² je kWp. Belegen Sie das Dach so voll wie sinnvoll möglich: Überschuss wird 20 Jahre lang vergütet, und bis 30 kW (peak) bleibt die Anlage steuerfrei.

Was kostet eine Photovoltaikanlage mit Speicher?

Eine 10-kWp-Anlage mit 10 bis 15 kWh Speicher kostet schlüsselfertig 13.000–23.500 €, also rund 1.300–2.350 € je kWp. Für den Speicher allein nennt die Verbraucherzentrale 300–700 € je kWh Kapazität ab 5 kWh, kleinere Speicher liegen je kWh darüber.

Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

Ja, aber über den Eigenverbrauch statt über die Einspeisung. Wer bis zum 31.12.2026 in Betrieb geht, sichert sich 7,70 ct/kWh für 20 Jahre plus den Rest des Inbetriebnahmejahres. Der am 29.07.2026 vom Kabinett beschlossene Regierungsentwurf zur EEG-Novelle sieht für neue Anlagen unter 25 kW ab 2027 statt der festen Vergütung nur noch eine Übergangszahlung von höchstens 36 Monaten vor. Das ist ein Entwurf und kein geltendes Recht, bestehende Zusagen bleiben bestehen.

Welche Förderung gibt es 2026 für Photovoltaik?

Keinen Bundeszuschuss. Es gibt 0 % Umsatzsteuer auf Anlage, Speicher und Installation bis 30 kW (peak), Steuerfreiheit der Einnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG bis 30 kW (peak) je Wohn- oder Gewerbeeinheit und höchstens 100 kW (peak) je Steuerpflichtigem sowie den KfW-Förderkredit 270 mit bonitätsabhängigem Effektivzins ab rund 3,8 %. Zuschüsse kommen nur aus Länder- und Kommunalprogrammen, meist für den Speicher.

Muss ich meine Photovoltaikanlage anmelden?

Ja. Vor dem Anschluss brauchen Sie eine Netzanschlussanfrage beim Netzbetreiber, und binnen eines Monats nach Inbetriebnahme müssen Sie die Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registrieren. Für Anlagen bis 100 kW, die seit dem 25.02.2025 in Betrieb gegangen sind, begrenzt § 9 EEG die Einspeiseleistung zudem auf 60 % der installierten Leistung, bis ein intelligentes Messsystem mit Steuerungseinrichtung eingebaut und geprüft ist.

Datengrundlage & Quellen: Fraunhofer ISE · PVGIS 5.3 (Europäische Kommission, JRC) · Bundesnetzagentur · EEG 2023 in geltender Fassung · UStG und EStG · Verbraucherzentrale · BDEW · Agora Energiewende · KfW. Die Ergebnisse sind eine unverbindliche Orientierung auf Basis öffentlicher Gebäudedaten und ersetzen keine individuelle Fachberatung.