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Wärmepumpe Förderung 2026: KfW 458 und BAFA, bis zu 80 % Zuschuss

Hendrik Stotz

Hendrik Stotz

Zertifizierter Energieeffizienz-Experte

Stand: 7. September 202617 Minuten

Luft-Wasser-Wärmepumpe an einem sanierten Einfamilienhaus, für das die KfW-Förderung 458 beantragt wurde

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Das Wichtigste in Kürze

  • Maximaler Zuschuss: 22.400 € entsprechen 80 % von 28.000 € förderfähigen Kosten. Den 80-%-Deckel erreichen nur Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 € (bis 40.000 € mit Familienzuschlag), alle anderen sind bei 70 % gedeckelt.
  • Standardfall und Vermieter: Selbstnutzer ohne Einkommensbonus kommen auf 46 % oder 12.880 €, Vermieter auf 30 % oder 8.400 €.
  • Zuständig ist die KfW: Programm 458 zahlt den Zuschuss für die Wärmepumpe. Das BAFA fördert Gebäudehülle und Heizungsoptimierung und führt die Anlagenliste, aus der das Gerät stammen muss.
  • Reihenfolge: Erst die Bestätigung zum Antrag, dann der Vertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung, dann der Antrag. Ein Vorhabenbeginn vor Antragstellung schließt die Förderung aus.
  • Ab 1. Februar 2027: Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt auf 12 %, die Höchstkosten auf 27.250 €. Der Standardfall verliert damit rund 1.435 €.
  • Ergänzungskredit: KfW 358 startet bei 0,01 % effektiv, KfW 359 bei 4,10 % (Stand 04.09.2026), beide bis 120.000 € je Wohneinheit.

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Die Förderung für eine Wärmepumpe läuft 2026 ausschließlich über die KfW. Das Programm 458 zahlt 30 % Grundförderung, dazu kommen bis zu 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und bis zu 40 % Einkommensbonus, gerechnet auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten. Selbstnutzer landen im Standardfall bei 46 % oder 12.880 €, einkommensschwache Haushalte am Deckel von 22.400 €, Vermieter bei 8.400 €. Entscheidend ist die Reihenfolge: Erst der Antrag, dann der Auftrag. Ab dem 1. Februar 2027 sinken Bonussatz und Höchstkosten gemeinsam.

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KfW 458 im Überblick: die vier Bausteine der Wärmepumpen-Förderung

Die Wärmepumpe ist in der Bundesförderung für effiziente Gebäude eine Einzelmaßnahme nach Nummer 5.3 Buchstabe c. Bewilligungsstelle ist seit Januar 2024 die KfW, nicht mehr das BAFA. Die Sätze stehen nicht im Gebäudemodernisierungsgesetz, sondern in der BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17. Juli 2026, die seit dem 21. Juli 2026 gilt. Wie das Programm für alle anderen Heizsysteme funktioniert, erklärt der Ratgeber zur KfW-Förderung für die Heizung über das Programm 458.

Förderbestandteil Fördersatz Voraussetzung Berechtigte
Grundförderung 30 % Heizung mit mindestens 65 % erneuerbarer Energie Alle (Selbstnutzer, Vermieter, WEG, Unternehmen)
Klimageschwindigkeitsbonus 16 % Austausch einer funktionstüchtigen fossilen Altanlage Nur selbstnutzende Eigentümer
Einkommensbonus 40 % / 30 % / 10 % zvE bis 30.000 / 40.000 / 50.000 € im Jahr Nur selbstnutzende Eigentümer
Familienzuschlag zvE minus 10.000 € Mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt gemeldet Nur selbstnutzende Eigentümer
Maximum (Deckel) 80 % / 70 % 80 % bei zvE bis 30.000 € (mit Familienzuschlag bis 40.000 €), sonst 70 %

Quellen: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 8.4.1 bis 8.4.5; KfW-Merkblatt Zuschuss 458, Stand 07/2026 · Stand: September 2026

Warum der Deckel bei 70 statt bei 80 Prozent liegt

Die Bausteine sind kombinierbar, ihre Summe ist es nicht. Ein selbstnutzender Eigentümer mit niedrigem Einkommen käme rechnerisch auf 30 plus 16 plus 40, also 86 %. Gezahlt werden höchstens 80 %, und diese 80 % gelten ausschließlich bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 €. Mit Familienzuschlag verschiebt sich die Grenze auf 40.000 €. Alle übrigen Antragsteller sind bei 70 % gedeckelt, selbst wenn ihre Bausteine 76 % ergeben.

Weggefallen seit dem 21. Juli 2026: Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag

Zwei Bausteine gibt es nicht mehr. Der Effizienzbonus von 5 % für Erdwärme oder natürliche Kältemittel ist ersatzlos entfallen, ebenso der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € für Biomasse. Wenn eine Seite Ihnen noch 20 % Klimageschwindigkeitsbonus, 30.000 € Höchstkosten oder das BAFA als Bewilligungsstelle nennt, rechnet sie mit Zahlen aus der Zeit vor dem 21. Juli 2026. Alle Programme im Vergleich führt der Überblick über alle Heizungsförderprogramme 2026 auf.

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026?

Der Fördersatz ergibt sich aus Ihrem zu versteuernden Haushaltseinkommen, aus der Frage, ob Sie selbst im Haus wohnen, und aus dem Alter der alten Heizung. Die folgende Matrix zeigt den kompletten Korridor. Sie unterstellt einen Selbstnutzer, der eine berechtigende fossile Altanlage austauscht und damit die 16 Prozentpunkte des Klimageschwindigkeitsbonus mitnimmt.

Zu versteuerndes Haushaltseinkommen Einkommensbonus ohne Kind mit Kind unter 18 Gesamtsatz mit 30 % plus 16 % Zuschuss bei 28.000 €
bis 30.000 € 40 % 40 % 86 %, gekappt auf 80 % 22.400 €
über 30.000 bis 40.000 € 30 % 40 % 76 % / 86 %, gekappt auf 70 % / 80 % 19.600 € / 22.400 €
über 40.000 bis 50.000 € 10 % 30 % 56 % / 76 %, gekappt auf 70 % 15.680 € / 19.600 €
über 50.000 bis 60.000 € 0 % 10 % 46 % / 56 % 12.880 € / 15.680 €
über 60.000 € 0 % 0 % 46 % 12.880 €
Vermieter, WEG, Unternehmen 0 % 0 % 30 % 8.400 €

Quellen: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 8.3.1 und 8.4; eigene Berechnung auf 28.000 € förderfähige Kosten · Stand: September 2026

Vier Ankerzahlen genügen für die meisten Gespräche mit dem Fachbetrieb: 8.400 € bei reiner Grundförderung, 12.880 € im Standardfall mit Klimageschwindigkeitsbonus, 19.600 € am 70-%-Deckel und 22.400 € am 80-%-Deckel. Wie sich die Stufen im Detail berechnen, zeigt der Ratgeber zum Einkommensbonus für die Wärmepumpe.

Rechenweg: förderfähige Kosten mal Fördersatz

Der Zuschuss ist nie ein Prozentsatz Ihrer Rechnung, sondern ein Prozentsatz der förderfähigen Kosten. Für die erste Wohneinheit sind das höchstens 28.000 €, für die zweite bis sechste je 15.000 € und ab der siebten je 8.000 €. Kostet Ihre Wärmepumpe 34.000 €, bleiben 6.000 € von vornherein außen vor. Liegt die Rechnung unter dem Deckel, gilt der tatsächliche Betrag. Oberhalb von 50.000 € zu versteuerndem Einkommen bleibt es beim Standardsatz, wie die Heizungsförderung bei hohem Einkommen im Detail vorrechnet.

Was Vermieter, WEG und Unternehmen bekommen

Antragsberechtigt sind laut Nummer 6.1 der Richtlinie alle Investoren, also auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Contractoren, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen. Nicht antragsberechtigt sind Bund und Länder. Über das Zuschussprodukt 458 selbst stellen nur Privatpersonen und WEG den Antrag, Unternehmen und Kommunen über die für sie vorgesehenen KfW-Produkte. Ausgeschlossen sind im 458 außerdem im Grundbuch eingetragene Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Nießbrauchberechtigte. Für Vermieter bleibt es bei 30 %, weil Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus beide an die Selbstnutzung gebunden sind. Wer im Mehrfamilienhaus selbst eine Wohnung bewohnt und die übrigen vermietet, erhält den Klimageschwindigkeitsbonus nur anteilig für die selbstgenutzte Einheit. Die effektive Quote sinkt damit mit jeder weiteren Wohneinheit Richtung 30 %.

BAFA oder KfW: Wer fördert die Wärmepumpe 2026?

Diese Frage kostet jedes Jahr Anträge. Nummer 9.1 der BEG-Förderrichtlinie teilt die Zuständigkeit sauber auf: Das BAFA führt die Maßnahmen nach den Nummern 5.1, 5.2, 5.3 Buchstabe g, 5.4 und 5.5 durch, die KfW die Nummern 5.3 Buchstabe a bis f sowie h bis j. Die Wärmepumpe steht unter 5.3 Buchstabe c und gehört damit eindeutig zur KfW.

Maßnahme Nummer Bewilligungsstelle Fördersatz 2026
Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen) 5.1 BAFA 15 %, iSFP-Bonus 5 Punkte ab 30.000 €
Anlagentechnik ohne Heizung (Lüftung) 5.2 BAFA 15 %
Errichtung eines Gebäudenetzes 5.3 g BAFA 30 %
Wärmepumpe 5.3 c KfW 30 % plus Boni
Solarthermie, Biomasse, Brennstoffzelle 5.3 a, b, d KfW 30 % plus Boni
Anschluss an Wärme- oder Gebäudenetz 5.3 h, i KfW 30 % plus Boni
Heizungsoptimierung 5.4 BAFA 15 %, Emissionsminderung Biomasse 50 %
Fachplanung und Baubegleitung 5.5 BAFA 50 %

Quellen: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 5 und 9.1; BAFA, BEG Einzelmaßnahmen Gebäudehülle · Stand: September 2026

Für dieselben förderfähigen Ausgaben darf nur ein Antrag gestellt werden, entweder bei der KfW oder beim BAFA. Wer Wärmepumpe und Dämmung gemeinsam plant, stellt daher zwei getrennte Anträge bei zwei Stellen. Und noch eine Abgrenzung, die im Alltag Zeit spart: Der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten ist für sämtliche Maßnahmen nach Nummer 5.3 ausgeschlossen, und die 50-%-Förderung für Fachplanung und Baubegleitung gibt es innerhalb der Heizungstechnik nur für das Gebäudenetz nach Buchstabe g. Für den Wärmepumpen-Einbau gilt damit beides nicht.

Die BAFA-Anlagenliste entscheidet trotzdem mit

Auch wenn der Zuschuss von der KfW kommt, bleibt das BAFA für Käufer relevant. Die Technischen Mindestanforderungen sagen: Gefördert werden nur Anlagen, die in den Wärmeerzeugerlisten des BAFA gelistet sind, und diese Listen sind abschließend. Das BAFA-Wärmeerzeugerportal führt sechs Kategorien, darunter Wärmepumpen. Die Hersteller pflegen ihre Daten selbst ein, und die Listung allein begründet noch keinen Förderanspruch. Prüfen Sie Modell und Typbezeichnung vor der Unterschrift gegen die BAFA-Liste der förderfähigen Wärmepumpen.

Bestätigung zum Antrag oder technische Projektbeschreibung?

Beide Papiere heißen unterschiedlich, weil sie zu unterschiedlichen Stellen gehören. Für die Wärmepumpe brauchen Sie die Bestätigung zum Antrag (BzA) der KfW. Die technische Projektbeschreibung beim BAFA begleitet dagegen Hüllen- und Optimierungsmaßnahmen. Wer das verwechselt, verliert im schlimmsten Fall Wochen und den Anspruch auf den vollen Bonussatz.

Was wird bei einer Wärmepumpe gefördert und was nicht?

Förderfähig sind laut Nummer 8.2 der Richtlinie nicht nur das Material, sondern auch der fachgerechte Einbau, die Inbetriebnahme und alle erforderlichen Umfeldmaßnahmen. Das ist großzügiger, als viele Angebote vermuten lassen, ändert aber nichts am Deckel von 28.000 €. Vorausgesetzt wird ein Bestandsgebäude: Bauantrag oder Bauanzeige müssen bei Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegen.

Position Förderfähig Anmerkung
Wärmepumpe, Innen- und Außeneinheit ja nur Geräte aus der BAFA-Liste
Montage, Hydraulik, Inbetriebnahme ja Fachunternehmen erforderlich
Puffer- und Warmwasserspeicher ja als Teil der Anlage
Elektroarbeiten, Zählerplatz, Steuerung ja Umfeldmaßnahme
Demontage und Entsorgung der Altanlage ja Pflicht für den Klimageschwindigkeitsbonus
Hydraulischer Abgleich, Heizlastberechnung ja zugleich Fördervoraussetzung
Heizkörpertausch, Flächenheizung, Schallschutz ja soweit für den Betrieb nötig
Miete einer Ersatzheizung bei Defekt ja ab Antragstellung, höchstens 12 Monate
Miete, Leasing, Contracting der Anlage ja Raten für bis zu 10 Jahre
Eigenleistung, Arbeitszeit nein nur Materialkosten, mit Bestätigung
Eigenbau, Prototypen, Gebrauchtgeräte nein Prototyp ab weniger als vier Exemplaren
Gasbetriebene Wärmepumpe, Raumluft als Quelle nein ausdrücklich ausgeschlossen

Quellen: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 5.3 und 8.2 a; KfW-Merkblatt 458, Stand 07/2026 · Stand: September 2026

Sonderfälle: Ersatzheizung bei Havarie, Leasing und Contracting

Zwei Regelungen kennt kaum jemand. Fällt die alte Heizung aus, sind die Mietkosten für eine provisorische Heizung bis zum Einbau der Wärmepumpe mitförderfähig, ab Antragstellung für höchstens ein Jahr. Und die Wärmepumpe muss Ihnen nicht gehören: Mietkauf, Miete, Leasing und Contracting sind förderfähig, die vereinbarten Raten zählen entsprechend der Nutzungsdauer für bis zu zehn Jahre als förderfähige Ausgaben. Betriebs-, Instandhaltungs- und Energiekosten bleiben außen vor.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Förderung?

Die Anschaffung liegt je nach Wärmequelle weit auseinander, der Zuschuss dagegen kaum, weil er am Deckel von 28.000 € hängt. Genau das macht die Erdwärme im Eigenanteil so viel teurer als die Luft-Wasser-Variante.

Wärmepumpentyp Kosten inklusive Einbau Zuschuss im Standardfall (46 %) Eigenanteil
Luft-Wasser 27.000–40.000 € 12.880 € 14.120–27.120 €
Sole-Wasser (Erdwärme) 40.000–60.000 € 12.880 € 27.120–47.120 €
Wasser-Wasser (Grundwasser) 40.000–55.000 € 12.880 € 27.120–42.120 €

Quellen: reduco-Preisspannen aus dem Ratgeber Wärmepumpe Kosten (Stand 08/2026); Zuschuss berechnet auf 28.000 € förderfähige Kosten · Stand: September 2026

Die vollständige Aufschlüsselung nach Gerät, Montage, Speicher und Elektroarbeiten finden Sie unter Kosten einer Wärmepumpe im Detail. Für den Markt insgesamt meldet der Bundesverband Wärmepumpe für 2025 299.000 abgesetzte Heizungswärmepumpen, ein Plus von 55 % gegenüber dem Vorjahr, davon 283.000 Luft-Wärmepumpen.

Drei Rechenbeispiele bis zum Eigenanteil

Position Selbstnutzer, zvE über 50.000 € Familie, zvE 38.000 €, ein Kind Vermieter, 4 Wohneinheiten
Investition 34.000 € 34.000 € 60.000 €
Förderfähige Kosten 28.000 € 28.000 € 60.000 € (Deckel 73.000 €)
Grundförderung 30 % 8.400 € 8.400 € 18.000 €
Klimageschwindigkeitsbonus 16 % 4.480 € 4.480 € entfällt
Einkommensbonus entfällt 40 % nach Familienzuschlag entfällt
Rechnerischer Satz 46 % 86 % 30 %
Nach Deckelung 46 % 80 % 30 %
Zuschuss 12.880 € 22.400 € 18.000 €
Eigenanteil 21.120 € 11.600 € 42.000 €

Quellen: eigene Berechnung nach BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 8.3.1 und 8.4 · Stand: September 2026

Die Familie erreicht den 80-%-Deckel, weil der Familienzuschlag ihr zu versteuerndes Einkommen rechnerisch auf 28.000 € senkt. Der Vermieter liegt unter dem Höchstbetrag von 73.000 € für vier Wohneinheiten, deshalb werden die 30 % auf die tatsächliche Investition angewendet.

Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus: Wer die 16 und die 40 Prozent bekommt

Beide Boni gibt es nur für selbstnutzende Eigentümer und nur für die selbstgenutzte Wohneinheit. Wer sie mitnehmen will, muss zwei getrennte Nachweisketten liefern.

Welche Altanlage 16 Prozent auslöst, auch Biomasse ab 20 Jahren

Der Klimageschwindigkeitsbonus greift beim Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- und Nachtstromspeicherheizungen ohne Anforderung an das Alter. Bei funktionstüchtigen Gasheizungen und, das ist neu gegenüber vielen Ratgebern, auch bei Biomasseheizungen zählt der Bonus erst, wenn die Inbetriebnahme zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 20 Jahre zurückliegt. Pflicht sind zusätzlich die fachgerechte Demontage und Entsorgung der Altanlage. Danach dürfen die versorgten Wohneinheiten nicht mehr von fossilen Heizungen versorgt werden, ausgenommen Brennstoffzelle und wasserstofffähige Heizung. Nachzuweisen sind Meldebescheinigung und Grundbuchauszug.

Zu versteuerndes Einkommen: Durchschnitt aus 2023 und 2024

Maßgeblich ist der Durchschnitt der zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang. Bei einem Antrag im Jahr 2026 sind das die Bescheide für 2023 und 2024. Nachgewiesen wird ausschließlich per Einkommensteuerbescheid, § 2 Absatz 5a EStG bleibt außen vor. Zum Haushalt zählen nur die am Hauptwohnsitz gemeldeten Eigentümer und deren Ehe-, Lebens- oder eheähnliche Partner; minderjährige Kinder zählen nicht zum Einkommen. Praktisch wichtig: Wer den Einkommensbonus nach dem Merkblatt 07/2026 beantragt, kann die Nachweise laut KfW voraussichtlich erst ab Januar 2027 einreichen.

Familienzuschlag: 10.000 Euro weniger anrechenbares Einkommen

Ist mindestens ein Kind im Haushalt gemeldet, das bei Antragseingang geboren war und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, sinkt das anzusetzende zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen pauschal und einmalig um 10.000 €. Nicht je Kind, sondern einmal für den Haushalt. Das KfW-Merkblatt verlangt zusätzlich, dass für dieses Kind eine Kindergeldberechtigung im Haushalt vorliegt und dass es dort mit Hauptwohnsitz gemeldet ist.

Technische Voraussetzungen der Wärmepumpen-Förderung: Effizienz, Schall, Kältemittel

Die Technischen Mindestanforderungen entscheiden darüber, ob ein konkretes Gerät überhaupt in Frage kommt. Sie sind der Grund, warum die BAFA-Listen abschließend sind.

Anforderung Wert 2026 Gilt für
Effizienz ETAs, Wärmequelle Luft mindestens 150 % bei 35 °C, 125 % bei 55 °C Luft-Wasser
Effizienz ETAs, Erdwärme und Wasser mindestens 180 % bei 35 °C, 140 % bei 55 °C Sole-Wasser, Wasser-Wasser
Effizienz Luft-Luft bis 12 kW ETAs mindestens 181 % plus Klasse A++ oder A+++ Luft-Luft
Effizienz Luft-Luft über 12 kW ETAs,h mindestens 150 % Luft-Luft
Auslegung Jahresarbeitszahl mindestens 3,0 nach VDI 4650 Blatt 1 alle
Schall des Außengeräts mindestens 10 dB unter dem Grenzwert der Verordnung 813/2013 Luft-Wasser
Netzdienlichkeit Schnittstelle nach § 14a EnWG, ab 01.07.2027 im Format des Code of Conduct alle
Kältemittel ab 01.01.2028 nur noch natürliche Kältemittel alle
Listung Eintrag in der BAFA-Wärmeerzeugerliste alle
Zweckbindung 10 Jahre zweckentsprechende Nutzung alle

Quellen: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Technische Mindestanforderungen Nr. 3.1 und 3.4 sowie Richtlinie Nr. 7.1 · Stand: September 2026

Netzdienliche Schnittstelle nach § 14a EnWG und die iMSys-Pflicht

Neu eingebaute Wärmepumpen brauchen eine digitale, interoperable Schnittstelle zur netzorientierten Steuerung. Ab dem 1. Juli 2027 muss sie dem Code of Conduct for Energy Smart Appliances entsprechen, in der Praxis meist EEBUS nach VDE-AR-E 2829-6. Zusätzlich müssen Sie nach der Inbetriebnahme ein intelligentes Messsystem beim Messstellenbetreiber bestellen. Ohne diese Punkte gibt es keinen Zuschuss.

Kältemittel: ab 1. Januar 2028 nur noch natürliche

Empfohlen sind natürliche Kältemittel bereits heute, ab dem 1. Januar 2028 werden ausschließlich solche Geräte gefördert. Anerkannt sind unter anderem Propan (R290), Isobutan (R600a), Propen (R1270), Ammoniak (R717), Wasser (R718) und Kohlendioxid (R744). Was das für Kaufentscheidungen in den Jahren davor bedeutet, ordnet der Ratgeber zur Kältemittel-Anforderung ab 2028 ein. Nicht gefördert werden gasbetriebene Wärmepumpen und Geräte, die Raumluft als Wärmequelle nutzen.

Hydraulischer Abgleich und die Bohrfirma bei Erdwärme

Der Einbau muss mit einer Optimierung des gesamten Heizungsverteilsystems verbunden werden, einschließlich hydraulischem Abgleich. Nachgewiesen wird das über das VdZ-Bestätigungsformular. Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen mit neuen Erdwärmesondenbohrungen muss die Bohrfirma nach DVGW W120-2 zertifiziert und die Bohrung verschuldensunabhängig versichert sein.

Antrag in sechs Schritten: BzA, Vertrag mit Bedingung, Zusage

Der Ablauf folgt dem Merkblatt 458 in der Fassung 07/2026. Die Reihenfolge ist zwingend, und der teuerste Fehler passiert gleich zu Beginn. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Antragstellung ergänzt die folgende Übersicht.

Schritt Was zu tun ist Wer erledigt es
1 Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen lassen Energieeffizienz-Experte oder Fachunternehmer
2 Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung und voraussichtlichem Umsetzungsdatum schließen Eigentümer und Fachbetrieb
3 Zuschuss im Kundenportal Meine KfW beantragen, BzA und Vertrag hochladen Eigentümer
4 Zusage abwarten, dann das Vorhaben durchführen Fachbetrieb
5 Bestätigung nach Durchführung (BnD) erstellen lassen Experte oder Fachunternehmer
6 Identifizieren, BnD und Rechnungen einreichen, Auszahlung beantragen Eigentümer

Quellen: KfW-Merkblatt Zuschuss 458, Stand 07/2026, gültig ab 21.07.2026 · Stand: September 2026

Die Vertragsklausel, ohne die der Zuschuss verfällt

Das Merkblatt ist an dieser Stelle unmissverständlich: Der Abschluss von Liefer- oder Leistungsverträgen ohne aufschiebende oder auflösende Bedingung der KfW-Zusage gilt bereits als Vorhabenbeginn, ebenso der tatsächliche Start der Bauarbeiten. Ein Vorhabenbeginn vor Antragstellung schließt die Förderung aus. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen dagegen vorher erbracht werden. Warum diese Regel keine Formalie ist, zeigt der Ratgeber zum Förderantrag vor Vorhabenbeginn.

36 Monate Bewilligungszeitraum und die Nachweisfrist

Ab der Zusage haben Sie 36 Monate Zeit für die vollständige Umsetzung. Die Nachweise müssen innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Vorhabens eingehen, gerechnet ab dem Datum der letzten Rechnung, spätestens sechs Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums. Wird dieser Termin verpasst, verfällt der Zuschuss und kann nicht ausgezahlt werden. Zwischen einer BEG-Einzelmaßnahme und einer Förderung über die BEG Wohngebäude liegen zudem drei Jahre Sperrfrist, in beide Richtungen.

WEG und Mehrfamilienhaus: Basisantrag plus Zusatzantrag

Bei Wohnungseigentümergemeinschaften und Mehrfamilienhäusern läuft die Antragstellung über einen gemeinschaftlichen Basisantrag. Selbstnutzer beantragen Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus über einen eigenen Zusatzantrag, und zwar spätestens sechs Monate nach der Zusage zum Basisantrag und vor dessen Nachweiseinreichung. Beide Boni sind je Wohneinheit nur einmal beantragbar.

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Gibt es 2027 noch Förderung für Wärmepumpen?

Ja, aber weniger. Die Richtlinie schreibt den Abbau bereits heute fest, halbjährlich zum 1. Februar und zum 1. August. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung.

Zeitraum Klimageschwindigkeitsbonus Höchstkosten 1. Wohneinheit Standardfall Selbstnutzer
21.07.2026 bis 31.01.2027 16 % 28.000 € 46 % = 12.880 €
01.02. bis 31.07.2027 12 % 27.250 € 42 % = 11.445 €
01.08.2027 bis 31.01.2028 8 % 26.500 € 38 % = 10.070 €
01.02. bis 31.07.2028 4 % 25.750 € 34 % = 8.755 €
01.08.2028 bis 31.01.2029 entfällt 25.000 € 30 % = 7.500 €
01.02. bis 31.07.2029 entfällt 24.250 € 30 % = 7.275 €
01.08.2029 bis 31.01.2030 entfällt 23.500 € 30 % = 7.050 €
01.02. bis 31.07.2030 entfällt 22.750 € 30 % = 6.825 €
ab 01.08.2030 entfällt 22.000 € 30 % = 6.600 €

Quellen: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 8.3.1 a und 8.4.4; Standardfall ab 2027 nach Nr. 8.4.1 c und 8.4.6 mit einem Gerät aus der Union gerechnet · Stand: September 2026

Den kompletten Fahrplan mit allen Übergangsregeln vertieft der Klimageschwindigkeitsbonus 2027 im Detail.

Ab Quartal 1 2027: 15 Prozent Sockel plus Wertschöpfungs-Bonus für EU-Geräte

Zum ersten Quartal 2027 sinkt der Fördersatz für Wärmepumpen nach Nummer 8.4.1 Buchstabe c von 30 % auf 15 %. Gleichzeitig kommt nach Nummer 8.4.6 ein Bonus von 15 Prozentpunkten hinzu, wenn die geförderte Wärmepumpe ihren Ursprung in der Union hat. Für ein EU-Gerät bleibt es damit effektiv bei 30 %, für ein importiertes Gerät bei 15 %. Was Ursprung in der Union konkret verlangt, regelt laut Richtlinie erst das Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen, und ein taggenaues Startdatum innerhalb des Quartals nennt sie nicht. Ebenfalls ab Quartal 1 2027 greift ein Ersatzinvestitions-Deckel nach Nummer 8.3.3, und zwar nur beim Austausch einer bereits erneuerbaren Anlage nach Nummer 5.3 Buchstabe a bis f und j, etwa einer alten Wärmepumpe oder Biomasseheizung. Ging diese vor dem 1. Januar 2008 in Betrieb, zählen pauschal 25 % der Gesamtkosten als förderfähig; wurde sie seit dem 1. Januar 2008 in Betrieb genommen, entfällt die Förderung ab Quartal 1 2027 ganz. Für den Ersatz einer fossilen Heizung ändert sich nichts.

Was ein halbes Jahr Warten bei der Wärmepumpen-Förderung kostet

Konkret: Aus 12.880 € Zuschuss werden ab dem 1. Februar 2027 noch 11.445 €. Das sind 1.435 € weniger für exakt dieselbe Anlage, weil Bonussatz und Höchstkosten zugleich sinken. Ein weiteres Halbjahr später fehlen 2.810 €. Die Einzelschritte und ihre Wirkung auf verschiedene Einkommensfälle rechnet der Ratgeber zur schrittweisen Kürzung der Wärmepumpen-Förderung durch.

Land, Kommune und Ergänzungskredit: Was sich mit der KfW kombinieren lässt

Die Bundesförderung ist selten der einzige Topf. Nummer 8.6 der Richtlinie erlaubt die Kumulierung mit anderen öffentlichen Fördermitteln, also Krediten, Zulagen und Zuschüssen, bis zu 60 % der geförderten Investitionskosten. Für kommunale Antragsteller sind es bis zu 90 %. Ausgeschlossen ist die gleichzeitige Nutzung der Kommunalrichtlinie, der NKI-Kälte-Klima-Richtlinie, des KWKG, des EEG, der Bundes-Wärmenetzförderung sowie der Altprogramme MAP, APEE und HZO für dieselben Ausgaben.

Landesprogramme in NRW und Bayern im Vergleich

Die beiden großen Flächenländer arbeiten unterschiedlich, zahlen für die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus aber beide keinen Landeszuschuss. Nordrhein-Westfalen setzt auf Darlehen: Die NRW.BANK vergibt Modernisierungsdarlehen mit Tilgungsnachlass, progres.nrw fördert nur noch Erdwärmesonden in Bestandsgebäuden ab drei Wohneinheiten, und von den großen Städten zahlen 2026 vor allem Düsseldorf und Münster. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung in NRW. Bayern hat weder einen Zuschuss noch ein passendes Darlehen: Das Zinsverbilligungsprogramm der BayernLabo gilt nur für Neubau, Erwerb und Erweiterung, nicht für den Heizungstausch. Nur einzelne Kommunen stocken auf, München etwa mit 15 Prozent, wie der Überblick zur Wärmepumpen-Förderung in Bayern zeigt.

KfW 358 gegen KfW 359: bis zu vier Prozentpunkte Zinsunterschied

Den Eigenanteil können Sie über den Ergänzungskredit finanzieren, bis 120.000 € je Wohneinheit, bis 35 Jahre Laufzeit, bis 10 Jahre Zinsbindung und je nach Variante 1 bis 10 tilgungsfreie Anlaufjahre. Der zinsverbilligte 358 setzt Selbstnutzung und ein Haushaltsjahreseinkommen bis 90.000 € voraus.

Laufzeit / tilgungsfrei / Zinsbindung KfW 358 (Plus) KfW 359
5 / 1 / 5 Jahre 0,01 % 4,10 %
10 / 2 / 10 Jahre 1,16 % 4,28 %
25 / 3 / 10 Jahre 2,27 % 4,43 %
35 / 5 / 10 Jahre 2,44 % 4,45 %
10 / 10 / 10 Jahre 2,54 % 4,47 %

Quellen: KfW-Konditionenanzeiger Programm 358 und Programm 359, effektive Jahreszinsen, Stand 04.09.2026 · Stand: September 2026

Der Abstand zwischen beiden Programmen beträgt je nach Laufzeit rund zwei bis vier Prozentpunkte. Beantragt wird über die Hausbank, und die Kombination mit dem Zuschuss 458 ist ausdrücklich vorgesehen. Wie sich Zuschuss, Kredit und Eigenkapital sinnvoll mischen lassen, zeigt der Ratgeber Eigenanteil der Wärmepumpe finanzieren.

Steuerbonus nach § 35c oder § 35a statt Zuschuss: Wann sich das rechnet

Für dieselbe Maßnahme schließen sich Zuschuss und Steuerermäßigung aus. Nummer 8.6 der Richtlinie sagt das ausdrücklich, und beide Steuernormen sagen es umgekehrt ebenfalls.

Kriterium KfW 458 § 35c EStG § 35a Absatz 3 EStG
Fördersatz 30 bis 80 % 20 %, verteilt auf 7, 7 und 6 % 20 % der Arbeitskosten
Höchstbetrag 22.400 € je Wohneinheit 40.000 € je Objekt 1.200 € im Jahr
Auszahlung Zuschuss nach Nachweisprüfung Steuerermäßigung über drei Jahre Steuerermäßigung im Zahlungsjahr
Voraussetzung Antrag vor Auftrag, BzA, gelistetes Gerät Objekt älter als zehn Jahre, eigene Wohnzwecke nur Arbeitskosten, unbare Zahlung
Für dieselbe Maßnahme kombinierbar nein nein

Quellen: § 35c EStG und § 35a EStG, gesetze-im-internet.de; BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026, Nr. 8.6 · Stand: September 2026

Für die Wärmepumpe schlägt der Zuschuss den Steuerbonus fast immer. 46 % sofort sind mehr wert als 20 % über drei Jahre, und der Höchstbetrag nach § 35c wird bei einer einzelnen Heizungsmaßnahme ohnehin nicht ausgeschöpft. Interessant wird die Steuervariante nur, wenn Sie den Antragsweg verpasst haben oder die Anlage nicht förderfähig ist. Sinnvoll ist dagegen die Aufteilung: Wärmepumpe über die KfW, Dämmung oder Fenster nach § 35c steuerlich absetzen. Auch zu beachten: Ab 3.000 € Zuschussauszahlung im Kalenderjahr meldet die KfW die Daten an die Finanzbehörden.

Typische Fehler beim Förderantrag, die den Zuschuss kosten

Vertrag ohne Fördervorbehalt oder Bauarbeiten vor dem Antrag

Der teuerste Fehler kostet den kompletten Zuschuss, im Standardfall 12.880 €. Ein bindender Vertrag ohne aufschiebende oder auflösende Bedingung gilt als Vorhabenbeginn, ebenso der erste Spatenstich. Beides vor Antragstellung schließt die Förderung aus, ohne Ermessensspielraum.

Die alte Heizung geht vor dem Antrag kaputt

Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt eine funktionstüchtige Altanlage voraus. Fällt der Kessel vorher aus, sind 16 Prozentpunkte weg, also 4.480 €. Grundförderung und Einkommensbonus bleiben. Dokumentieren Sie den Betriebszustand vor der Antragstellung, etwa über das Wartungsprotokoll oder den Schornsteinfegerbericht.

Das Gerät steht nicht in der BAFA-Liste

Ein nicht gelistetes Modell ist nicht förderfähig, unabhängig davon, wie gut seine Datenblattwerte aussehen. Gleiches gilt für gasbetriebene Wärmepumpen, Geräte mit Raumluft als Wärmequelle, Eigenbauten, Prototypen und Gebrauchtanlagen.

Nachweisfrist verpasst oder Rechnung bar bezahlt

Rechnungen sind unbar zu begleichen, Barzahlung ist ein Ausschlussgrund. Die Nachweise müssen innerhalb der Sechsmonatsfrist eingehen, sonst verfällt die Zusage. Und je Maßnahme gibt es nur einen Antrag: Wer zu niedrig kalkuliert hat, kann nicht nachträglich aufstocken.

Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Förderung

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe im Jahr 2026?

Zwischen 30 % und 80 % der förderfähigen Kosten. Der Standardfall für Selbstnutzer mit alter fossiler Heizung liegt bei 46 %, also 12.880 € bei 28.000 € förderfähigen Kosten. Vermieter erhalten 30 %, das Maximum von 22.400 € erreichen nur Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 € beziehungsweise bis 40.000 € mit Familienzuschlag.

Zählt beim Einkommensbonus das Brutto- oder das Nettoeinkommen?

Weder noch. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen aus dem Einkommensteuerbescheid, also der Betrag nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträgen. Er liegt deutlich unter dem Bruttoeinkommen. Herangezogen wird der Durchschnitt des zweiten und dritten Jahres vor dem Antrag, für Anträge in 2026 also 2023 und 2024.

Bekommen Vermieter Förderung für eine Wärmepumpe?

Ja, aber nur die Grundförderung von 30 %. Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus sind an die Selbstnutzung gebunden und stehen Vermietern nicht zu. Antragsberechtigt sind daneben auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen.

Wie viel Förderung gibt es für eine Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus?

Die förderfähigen Kosten steigen je Wohneinheit: 28.000 € für die erste, je 15.000 € für die zweite bis sechste und je 8.000 € ab der siebten. Ein Sechsfamilienhaus kommt damit auf 103.000 €. Der Höchstbetrag verteilt sich zu gleichen Teilen auf alle Wohneinheiten, und die Boni gelten nur für die eine selbstgenutzte Einheit.

Ist der hydraulische Abgleich Pflicht für die Förderung der Wärmepumpe?

Ja. Der Einbau muss mit einer Optimierung des gesamten Heizungsverteilsystems verbunden werden, einschließlich hydraulischem Abgleich beziehungsweise Anpassung der Luftvolumenströme. Nachgewiesen wird das über das VdZ-Bestätigungsformular für Einzelmaßnahmen. Ohne diesen Nachweis wird der Zuschuss nicht ausgezahlt.

Welche Unterlagen braucht die KfW für die Wärmepumpen-Förderung?

Für den Antrag: die Bestätigung zum Antrag und den Vertrag mit Fördervorbehalt. Für den Klimageschwindigkeitsbonus: Meldebescheinigung und Grundbuchauszug. Für den Einkommensbonus zusätzlich die Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Vorjahres, für den Familienzuschlag die Meldebestätigung des minderjährigen Kindes. Zur Auszahlung: Bestätigung nach Durchführung und die unbar bezahlten Rechnungen.

Wann fällt die Förderung für Wärmepumpen ganz weg?

Der Klimageschwindigkeitsbonus entfällt ab dem 1. August 2028. Die Grundförderung bleibt, sinkt aber ab Quartal 1 2027 auf 15 % und wird für Geräte mit Ursprung in der Union durch einen Wertschöpfungs-Bonus von 15 Prozentpunkten ausgeglichen. Die förderfähigen Höchstkosten fallen halbjährlich bis auf 22.000 € ab dem 1. August 2030.

Kann ich die Wärmepumpen-Förderung mit einem Landesprogramm kombinieren?

Ja, bis zu einer Gesamtsumme von 60 % der geförderten Investitionskosten aus allen öffentlichen Töpfen. Für dieselben Ausgaben darf jedoch nur ein Antrag gestellt werden, entweder bei der KfW oder beim BAFA. Kommunalrichtlinie, KWKG, EEG und die Bundes-Wärmenetzförderung sind für dieselben Ausgaben ausgeschlossen.

Welche Förderung gibt es beim Tausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe?

Bei einer funktionstüchtigen Ölheizung greift der Klimageschwindigkeitsbonus ohne Altersgrenze, anders als bei einer Gasheizung, die mindestens 20 Jahre laufen muss. Selbstnutzer kommen damit auf mindestens 46 % oder 12.880 €. Voraussetzung sind die fachgerechte Demontage und Entsorgung der Altanlage sowie der Verzicht auf jede verbleibende fossile Heizung im Gebäude.

Nächster Schritt: Ihre Förderhöhe für das eigene Haus ermitteln

Welcher der sechs Fälle aus der Fördersatz-Matrix auf Sie zutrifft, hängt an drei Angaben: dem zu versteuernden Einkommen der Jahre 2023 und 2024, der Frage, ob Sie selbst im Haus wohnen, und dem Typenschild Ihrer alten Heizung. Eine erste Einschätzung liefert der kostenlose Förderrechner, der Bundes-, Landes- und Kommunalprogramme zusammenrechnet. Wie hoch die Investition in Ihrem Gebäude ausfällt und welche Maßnahmen sich davor lohnen, klärt die Gebäudeanalyse von reduco, damit Sie mit belastbaren Zahlen ins Gespräch mit Fachbetrieb und Energieberater gehen.

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