Beste Wärmepumpe für Altbau 2026: 6 Top-Modelle
Welche Wärmepumpe passt in Ihren Altbau? 6 Modelle bis 78 °C Vorlauf im Vergleich – Testsieger-Note 2,0, Preise ab 14.500 € und bis 70 % Förderung.

Das Wichtigste in Kürze
- Testsieger 2026: Die Viessmann Vitocal 250-A ist Warentest-Sieger 10/2025 (Note 2,0, bis 70 °C Vorlauf, natürliches Kältemittel R290) – das rundeste Gerät für den typischen Altbau.
- Höchster Vorlauf (bis 78 °C): Für alte Guss- und Rippenheizkörper (ausgelegt auf 70–90 °C) schafft die Alpha Innotec Hybrox 11 bis 78 °C, Vaillant aroTHERM plus und Stiebel WPL-A 10.2 Plus bis 75 °C (alle mit natürlichem R290) – genug, um ohne Heizkörpertausch zu heizen.
- Größte Heizlast: Für unsanierte Altbauten mit 14–24 kW Bedarf sind Wolf CHA (bis 24 kW) und Daikin Altherma 3 H HT (bis 18 kW, 70 °C selbst bei -15 °C) die Spezialisten.
- Effizienz-Realität: Bei 70 °C Vorlauf sinkt der COP auf ca. 2,5–3,0; im Feld erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand aber im Schnitt eine JAZ von 3,4 – ohne Zusammenhang zum Baujahr.
- Preise: Gerätepreise laut Warentest 14.500–20.354 € (ohne Montage), komplett installiert 25.000–40.000 €; nach bis zu 70 % KfW-Förderung bleibt oft ein Eigenanteil von 8.000–16.000 €.
- Förder-Tipp: Nur natürliche Kältemittel (R290) sichern den 5 %-Effizienzbonus – ein R32-Gerät wie die Daikin Altherma 3 H HT geht leer aus. Die anderen fünf Empfehlungen (Viessmann, Vaillant, Alpha Innotec, Stiebel WPL-A Plus, Wolf) nutzen R290 und sichern ihn.
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Sie suchen nicht die Antwort auf die Frage, ob eine Wärmepumpe im Altbau funktioniert – das ist längst belegt –, sondern welches konkrete Modell Sie kaufen sollten. Genau darum geht es hier: eine Empfehlungsliste der sechs Wärmepumpen, die sich 2026 im Altbau mit hoher Vorlauftemperatur und großer Heizlast bewähren. Der amtierende Warentest-Testsieger ist die Viessmann Vitocal 250-A (Note 2,0), den höchsten Vorlauf liefert die Alpha Innotec Hybrox 11 mit 78 °C (dicht gefolgt von Vaillant aroTHERM plus und Stiebel WPL-A 10.2 Plus mit 75 °C), und für extreme Heizlast gibt es die Daikin Altherma 3 H HT (bis 18 kW, 70 °C selbst bei -15 °C).
Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Bestandsgebäude überhaupt sinnvoll ist, klärt der Grundlagen-Ratgeber Wärmepumpe im Altbau; wie die 70–75 °C technisch zustande kommen, erklärt der Deep-Dive zur Hochtemperatur-Wärmepumpe. Dieser Artikel beantwortet nur eine Frage: Welches Gerät?
Die 6 besten Altbau-Wärmepumpen 2026 im Überblick
| Modell | Max. Vorlauf | Kältemittel | Leistung | Warentest-Note | Gerätepreis* | Ideal für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Viessmann Vitocal 250-A | 70 °C | R290 | 2,6–18,5 kW | 2,0 (Sieger) | 20.354 € | Allrounder, Testsieger |
| Vaillant aroTHERM plus | 75 °C | R290 (GWP 3) | 3–12 kW | 2,3 | 19.729 € | 75 °C ohne Heizstab |
| Alpha Innotec Hybrox 11 | 78 °C | R290 | 11-kW-Klasse | 2,2 | 18.558 € | Höchster Vorlauf, Preis-Leistung |
| Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus | 75 °C | R290 | 10-kW-Klasse | 2,2 | 19.038 € | 75 °C mit natürlichem R290 |
| Wolf CHA-Monoblock | 70 °C (75 °C mit E-Heizer) | R290 | bis 24 kW | nicht getestet | – | Sehr große Heizlast |
| Daikin Altherma 3 H HT | 70 °C (bei -15 °C) | R-32 | 14–18 kW | nicht getestet | – | Extreme Kälte, Hochtemperatur |
*Gerätepreise inkl. Zubehör, ohne Montage, laut Stiftung Warentest 10/2025. Wolf und Daikin waren nicht Teil dieses Tests. Die getestete Stiebel WPL-A 10.2 Plus nutzt das natürliche Kältemittel R290 und erreicht bis 75 °C Vorlauf; die Alpha Innotec Hybrox 11 sogar bis 78 °C.
Quellen: Stiftung Warentest 10/2025, Herstellerangaben.
Was eine Wärmepumpe im Altbau können muss
Bevor wir zu den Modellen kommen, müssen wir das Anforderungsprofil klären – denn „Altbau" ist nicht gleich Altbau. Entscheidend sind zwei Kennzahlen: die Heizlast (wie viel Leistung das Haus braucht) und die Vorlauftemperatur (wie heiß das Heizwasser sein muss).
Ein unsanierter Altbau, etwa aus den 1960er-Jahren, hat eine spezifische Heizlast von rund 100–150 W/m². Ein 140-m²-Haus benötigt damit grob 14–20 kW – deutlich mehr als ein Neubau mit 4–8 kW. Gleichzeitig waren alte Guss- und Rippenheizkörper für 70–90 °C Vorlauf ausgelegt. Bleiben diese Heizflächen unverändert, muss die Wärmepumpe entsprechend heiß liefern.
Die Verbraucherzentrale nennt als Eignungsrichtwert eine Vorlauftemperatur, die möglichst ganzjährig unter 55 °C liegt. Große Heizkörper, ein hydraulischer Abgleich und eine Teil-Dämmung senken die nötige Temperatur oft genau unter diese Schwelle. Dann genügt ein Standardgerät, und die Effizienz steigt spürbar. Erst wenn die Heizung dauerhaft mehr als 55 °C braucht, kommen die echten Hochtemperatur-Modelle ins Spiel – mit dem Nachteil, dass hohe Vorlauftemperaturen den COP auf ca. 2,5–3,0 drücken.
Die drei Auswahlkriterien für den Altbau:
- Vorlauftemperatur: Reichen 55 °C (nach Optimierung) oder brauchen Sie 70–75 °C für unveränderte Heizkörper?
- Heizleistung: Bei 14–24 kW Bedarf scheiden kleine Geräte aus – die richtige Dimensionierung nach kW-Tabelle muss auf einer echten Heizlastberechnung beruhen.
- Kältemittel: R290 (Propan) sichert die maximale Förderung, R32/R454C nicht.
Wie hoch die tatsächlichen Kosten für Ihr Baujahr ausfallen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten im Altbau 1960–1980.
1. Viessmann Vitocal 250-A – der Testsieger
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Die Vitocal 250-A ist das aktuell rundeste Gerät für den Altbau und wurde bei der Stiftung Warentest 10/2025 mit der Bestnote 2,0 zum Testsieger gekürt. Sie arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan), erreicht bis zu 70 °C Vorlauf (bei Außentemperaturen bis -10 °C) und einen COP von bis zu 5,5 bei A7/W35.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Kältemittel | R290 (Propan) |
| Max. Vorlauftemperatur | 70 °C |
| Leistungsbereich | 2,6–18,5 kW |
| COP (A7/W35) | bis 5,5 |
| Warentest-Note (10/2025) | 2,0 (Testsieger) |
| Gerätepreis (o. Montage) | 20.354 € |
Der breite Leistungsbereich von 2,6 bis 18,5 kW ist im Altbau der eigentliche Trumpf: Ein einziges Modell deckt vom teilsanierten Reihenhaus bis zum großen unsanierten Einfamilienhaus fast alles ab. Viessmann bezeichnet das Gerät laut Herstellerseite ausdrücklich als „bestens für die Modernisierung geeignet". Sie ist zudem zweifache Warentest-Siegerin (2023: Note 2,1; 2025: Note 2,0). Details zum Modell finden Sie im Test der Viessmann Vitocal 250-A.
Für wen: Wer ein Gerät ohne Kompromisse sucht und mit 70 °C Vorlauf auskommt (die meisten teilsanierten Altbauten). Der Preis liegt am oberen Ende, dafür stimmt das Gesamtpaket.
2. Vaillant aroTHERM plus – 75 °C ohne Heizstab
Wenn Ihre Heizkörper unverändert bleiben und dauerhaft heißes Wasser brauchen, gehört die aroTHERM plus zur ersten Wahl: Sie erreicht Vorlauftemperaturen von 20 bis 75 °C – und das rein über den Verdichter, ohne Elektro-Heizstab. Genutzt wird R290, hier mit einem besonders niedrigen GWP von 3.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Kältemittel | R290 (GWP 3) |
| Max. Vorlauftemperatur | 75 °C |
| Leistungsbereich | 3–12 kW (VWL 35/8.1 bis 125/8.1) |
| Warentest-Note (10/2025) | 2,3 |
| Gerätepreis (o. Montage) | 19.729 € |
Vaillant beschreibt das Gerät als „perfekt für die Modernisierung mit bestehenden Heizkörpern". Der Leistungsbereich reicht bis 12 kW – das genügt für die allermeisten Einfamilienhäuser, stößt aber bei sehr großen, völlig unsanierten Objekten (18–24 kW) an seine Grenze. Dort greifen Sie zur Wolf oder Daikin. Mehr im Test des Vaillant aroTHERM plus.
Für wen: Unsanierter Altbau mit alten Heizkörpern und Heizlast bis 12 kW, bei dem 75 °C ohne E-Heizstab gefragt sind – bei zugleich maximaler Förderfähigkeit dank R290.
3. Alpha Innotec Hybrox 11 – das Preis-Leistungs-Gerät
Die Hybrox 11 landete im Warentest mit Note 2,2 auf einem geteilten zweiten Platz – und ist mit 18.558 € das günstigste der oberen Testfeld-Geräte. Sie nutzt R290 und erreicht laut Hersteller bis 78 °C Vorlauf – den höchsten Wert im gesamten Testfeld.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Kältemittel | R290 (Propan) |
| Max. Vorlauftemperatur | 78 °C |
| Leistungsklasse | 11 kW (Hybrox 11) |
| Warentest-Note (10/2025) | 2,2 |
| Gerätepreis (o. Montage) | 18.558 € |
Rund 1.800 € günstiger als der Testsieger bei nur zwei Zehntel schlechterer Note – das ist im Altbau, wo die Gesamtinvestition ohnehin hoch ist, ein ernstzunehmendes Argument. Weitere Baugrößen finden Sie in der Übersicht der Alpha Innotec Modelle und Preise.
Für wen: Teilsanierter oder unsanierter Altbau mit rund 11 kW Bedarf, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis zählt – die 78 °C decken auch alte, unveränderte Heizkörper ab.
4. Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus – 75 °C mit R290
Die getestete WPL-A 10.2 Plus holte im Warentest ebenfalls Note 2,2 – und kombiniert genau das, worauf es im Altbau ankommt: das natürliche Kältemittel R290 und bis zu 75 °C Vorlauf. Laut Datenblatt liegt die Einsatzgrenze der Vorlauftemperatur bei 75 °C, die Wärmequellen-Grenze reicht bis -25 °C. Damit ist sie ein vollwertiger 75-°C-Kandidat, der den 5 %-Effizienzbonus mitnimmt – ohne Kältemittel-Kompromiss.
| Baureihe | Max. Vorlauf | Kältemittel | Förder-Effizienzbonus? |
|---|---|---|---|
| WPL-A Plus (getestet) | 75 °C | R290 (Propan) | Ja |
| WPL-A Trend | 65 °C | R290 (Propan) | Ja |
| WPL-A Premium (Altmodell) | 75 °C | R454C (synthetisch) | Nein |
Achten Sie beim Kauf nur auf die Baureihe: Die Plus liefert 75 °C mit R290, die günstigere Trend ist bei 65 °C gedeckelt, und die ältere Premium erreicht zwar ebenfalls 75 °C, nutzt aber das synthetische R454C und verliert damit den Effizienzbonus. Für den unsanierten Altbau ist die getestete Plus die richtige Wahl. Die Einordnung liefert der Test der Stiebel Eltron WPL-A.
Für wen: Unsanierter Altbau, der 75 °C ohne Heizkörpertausch braucht und dabei R290 samt vollem Förderbonus will – die WPL-A 10.2 Plus liefert beides.
5. Wolf CHA-Monoblock – für die ganz große Heizlast
Wenn Ihr unsaniertes Haus jenseits von 15 kW braucht, wird die Luft dünn – hier spielt die Wolf CHA ihre Stärke aus. Sie nutzt R290 und ist bis zur Baugröße CHA-20/24 (2025 eingeführt) mit bis zu 24 kW verfügbar. Im reinen Wärmepumpenbetrieb erreicht sie bis 70 °C, mit integriertem Elektroheizelement bis 75 °C; die kleine CHA-10 erreicht einen COP von bis zu 5,72 (A7/W35).
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Kältemittel | R290 (Propan) |
| Max. Vorlauftemperatur | 70 °C (75 °C mit E-Heizelement) |
| Baugrößen | bis 24 kW (CHA-20/24) |
| COP (A7/W35, CHA-10) | bis 5,72 |
| Warentest | nicht getestet |
Die CHA war nicht Teil des Warentests, gehört aber zu den wenigen Serien, die ein sehr großes, unsaniertes Objekt mit einem einzigen Monoblock beheizen. Der volle 75-°C-Betrieb läuft allerdings über das Elektroheizelement, was die JAZ senkt – die reinen 70 °C schaffen mehr Effizienz. Alle Baugrößen stehen in der Übersicht der Wolf Modelle und Preise.
Für wen: Sehr großer, unsanierter Altbau oder kleines Mehrfamilienhaus mit 18–24 kW Heizlast, für das die 12-kW-Geräte zu schwach sind.
6. Daikin Altherma 3 H HT – der Kälte-Spezialist
Die Altherma 3 H HT ist eine dedizierte Hochtemperatur-Wärmepumpe: Sie hält 70 °C Vorlauf selbst bei -15 °C Außentemperatur – und das ohne Elektro-Heizstab. Verfügbar in 14/16/18 kW, mit einem SCOP bei 55 °C von 3,57–3,63 (Klasse A++).
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Kältemittel | R-32 |
| Max. Vorlauftemperatur | 70 °C (auch bei -15 °C) |
| Baugrößen | 14 / 16 / 18 kW |
| SCOP (55 °C) | 3,57–3,63 (A++) |
| Warentest | nicht getestet |
Der Preis dieser Kältefestigkeit ist das Kältemittel: Die H HT arbeitet mit R-32 und qualifiziert sich damit nicht für den 5 %-Effizienzbonus. Dafür ist sie einer der zuverlässigsten Kandidaten für Regionen mit strengen Wintern und hoher Heizlast. Die Praxiswerte lesen Sie im Erfahrungsbericht zur Daikin Altherma 3 H HT.
Für wen: Altbau in kalter Lage mit hoher Heizlast (14–18 kW), der auch bei zweistelligen Minusgraden zuverlässig 70 °C liefern muss – wenn der Wegfall des Förderbonus verschmerzbar ist.
Wie effizient läuft das im Altbau wirklich?
Die größte Sorge bei Altbau-Wärmepumpen ist die Effizienz. Hier liefert das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) die verlässlichsten Praxisdaten: In der Feldstudie „WP-QS im Bestand" wurden über vier Jahre 77 Wärmepumpenanlagen vermessen. Luft-Wasser-Geräte erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4 (Bandbreite 2,6–4,9), Erdreich-Geräte sogar 4,3.
Der entscheidende Befund: Ein Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz ließ sich nicht feststellen. Nicht das Alter des Hauses entscheidet, sondern Auslegung, Heizflächen und hydraulischer Abgleich. Gleichzeitig senkten die vermessenen Wärmepumpen den CO₂-Ausstoß gegenüber Gasheizungen im Schnitt um rund 64 % (Strommix 2024).
Wichtig zur Einordnung: Diese 3,4 gelten für den Durchschnitt. Fahren Sie ein Hochtemperatur-Gerät konstant bei 70 °C, landen Sie eher bei einem COP von 2,5–3,0. Jedes Grad weniger Vorlauf verbessert die Effizienz um rund 2–3 %. Deshalb lohnt sich vor dem Kauf fast immer die Frage, ob Sie die Vorlauftemperatur durch größere Heizkörper und hydraulischen Abgleich unter die 55-°C-Schwelle bekommen – dann brauchen Sie keines der teuren HT-Modelle. Die technische Tiefe dazu steht im Ratgeber Hochtemperatur-Wärmepumpe Altbau.
Preise & Gesamtkosten im Altbau
Der reine Gerätepreis ist nur ein Teil der Rechnung. Im Altbau kommen Demontage der Altheizung, hydraulische Anpassung, ein Pufferspeicher und oft der Austausch einzelner Heizkörper hinzu.
Gerätepreise laut Warentest 10/2025
| Modell | Gerätepreis (o. Montage) | Note |
|---|---|---|
| Viessmann Vitocal 250-A | 20.354 € | 2,0 |
| Vaillant aroTHERM plus | 19.729 € | 2,3 |
| Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus | 19.038 € | 2,2 |
| Alpha Innotec Hybrox 11 | 18.558 € | 2,2 |
| Mitsubishi Electric Set 13.10 | 14.500 € | 2,8 |
Das günstigste getestete Gerät (Mitsubishi, 14.500 €) markiert die Preis-Untergrenze, kam aber nur auf Note 2,8. Wolf CHA und Daikin Altherma 3 H HT waren nicht im Test; ihre Gerätepreise liegen erfahrungsgemäß im oberen Bereich dieser Spanne.
Komplett installiert im Altbau
| Posten | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Wärmepumpe (Gerät inkl. Zubehör) | 14.500–20.354 € |
| Montage, Hydraulik, Pufferspeicher | 8.000–15.000 € |
| Demontage Altheizung, Elektro, Fundament | 3.000–6.000 € |
| Gesamt vor Förderung | 25.000–40.000 € |
| Eigenanteil nach bis zu 70 % Förderung | 8.000–16.000 € |
Die Gesamtkosten von 25.000–40.000 € vor Förderung sind für den Altbau realistisch – nach Ausschöpfung der KfW-Förderung sinkt der Eigenanteil häufig auf 8.000–16.000 €. Diese Bandbreite deckt sich mit dem Stiftung-Warentest-Vergleich der fünf Modelle.
Förderung 2026: bis zu 70 % über die KfW 458
Die Heizungsförderung läuft 2026 über die KfW (Programm 458). Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Die Bausteine im Überblick:
| Baustein | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Einbau einer Wärmepumpe |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Tausch einer alten Öl-, Gas- oder Kohleheizung |
| Effizienzbonus | +5 % | Natürliches Kältemittel (R290) |
| Einkommensbonus | +30 % | Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr |
| Maximal | 70 % | Gedeckelt bei 30.000 € förderfähigen Kosten |
Die förderfähigen Kosten sind bei der ersten Wohneinheit auf 30.000 € gedeckelt, der maximale Zuschuss beträgt damit bis zu 21.000 €.
Rechenbeispiel – R290-Gerät im Altbau (Öltausch):
- Gesamtkosten: 32.000 € (förderfähig max. 30.000 €)
- Grundförderung (30 %): 9.000 €
- Klimageschwindigkeitsbonus (20 %): 6.000 €
- Effizienzbonus R290 (5 %): 1.500 €
- Gesamtförderung: 16.500 € (55 %)
- Eigenanteil: 15.500 €
Kommt der Einkommensbonus hinzu (unter 40.000 €/Jahr), steigt die Förderung auf die maximal 21.000 €. Genau hier zeigt sich der harte Vorteil der R290-Modelle Viessmann, Vaillant, Alpha Innotec, Stiebel WPL-A Plus und Wolf: Der 5 %-Effizienzbonus von 1.500 € entfällt allein bei der Daikin (R-32). Alle Details stehen in der Übersicht zur Wärmepumpenförderung 2026.
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R290 oder R32: Was das Kältemittel für den Altbau bedeutet
Das Kältemittel ist im Altbau kein Nebenschauplatz, sondern entscheidet über Förderung und Zukunftssicherheit. R290 (Propan) hat ein GWP von nur 3 und löst den 5 %-Effizienzbonus aus. R-32 (GWP ~675) und R454C (synthetisch) tun das nicht.
| Modell | Kältemittel | Effizienzbonus 5 %? | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Viessmann Vitocal 250-A | R290 | Ja | 70 °C, breite Leistung |
| Vaillant aroTHERM plus | R290 | Ja | 75 °C |
| Alpha Innotec Hybrox 11 | R290 | Ja | Preis-Leistung |
| Wolf CHA-Monoblock | R290 | Ja | bis 24 kW |
| Stiebel WPL-A 10.2 Plus | R290 | Ja | 75 °C |
| Daikin Altherma 3 H HT | R-32 | Nein | 70 °C bei -15 °C |
Das R32-Gerät Daikin punktet dafür mit hohen Vorlauftemperaturen selbst bei extremer Kälte. Für maximale Förderung und Zukunftssicherheit ist R290 aber vorzuziehen – zumal Geräte mit hohem GWP durch die EU-F-Gas-Verordnung langfristig unter Druck geraten. Der vollständige Vergleich steht im Ratgeber R32 vs. R290: Welches Kältemittel ist zukunftssicher?.
Achtung Aufstellung: R290 ist brennbar. Außengeräte brauchen einen Schutzbereich frei von Zündquellen, Kellerlichtschächten und Bodenabläufen – im dicht bebauten Altbau der kritischste Planungspunkt.
Wovon ich abrate: 5 Fehler beim Altbau-Kauf
So gut die Geräte sind – die meisten Enttäuschungen im Altbau entstehen nicht am Modell, sondern an der Auslegung. Diese fünf Fehler kosten am meisten:
- Untermotorisiert kaufen. Passt die Wärmepumpe nicht zur hohen Altbau-Heizlast, springt ständig der Elektro-Heizstab ein. Die JAZ fällt – bei Fehlauslegung sind Praxiswerte bis herab zu 1,65 dokumentiert – und die Stromkosten explodieren.
- Auf 55 °C begrenzte Geräte in den unsanierten Altbau setzen. Ohne Heizkörpertausch reichen 55 °C an kalten Tagen nicht; das Ergebnis ist derselbe Dauerbetrieb des Heizstabs.
- Den Kältemittel-Bonus übersehen. Wer ein R-32-Gerät (Daikin) oder ein älteres R454C-Modell kauft, verzichtet auf den 5 %-Effizienzbonus – ein vierstelliger Betrag. Die R290-Empfehlungen, inklusive der 75-°C-Modelle Vaillant und Stiebel WPL-A Plus sowie der Hybrox mit 78 °C, sichern ihn dagegen.
- Ohne Heizlastberechnung und hydraulischen Abgleich kaufen. Faustformeln nach Quadratmetern führen fast immer zur Fehldimensionierung. Investieren Sie zuerst in eine professionelle Heizlastberechnung.
- Betriebskosten schönrechnen. Bei konstant 70–75 °C liegt der COP bei 2,5–3,0 – die laufenden Kosten sind spürbar höher als bei einer Flächenheizung mit 35 °C. Rechnen Sie mit realistischen, nicht mit Prospekt-Werten.
Wer diese Punkte beachtet, findet unter den sechs Modellen fast immer das passende – die Reihenfolge ist: erst Heizlast und Zielvorlauf klären, dann Kältemittel, dann Gerät.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Wärmepumpe ist 2026 die beste für den Altbau?
Für den unsanierten Altbau mit alten Heizkörpern führen hochtemperaturfähige R290-Luft-Wasser-Wärmepumpen. Warentest-Testsieger 10/2025 ist die Viessmann Vitocal 250-A (Note 2,0, bis 70 °C). Braucht man 75 °C und mehr, sind Alpha Innotec Hybrox 11 (bis 78 °C), Vaillant aroTHERM plus und Stiebel WPL-A 10.2 Plus (je 75 °C) stark; bei sehr hoher Heizlast die Daikin Altherma 3 H HT (bis 18 kW).
Welche Wärmepumpe schafft 70–75 °C Vorlauftemperatur?
Vorlauf bis 70 °C erreicht die Viessmann Vitocal 250-A; bis 75 °C schaffen Vaillant aroTHERM plus und Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus (beide R290), die Wolf CHA-Monoblock bis 75 °C mit E-Heizelement. Den höchsten Wert liefert die Alpha Innotec Hybrox 11 mit 78 °C. Die Daikin Altherma 3 H HT hält 70 °C sogar bei -15 °C ohne Heizstab.
Ist die Viessmann Vitocal 250-A gut für den Altbau?
Ja. Sie ist zweifache Warentest-Siegerin (2023: 2,1; 2025: 2,0), arbeitet mit natürlichem Kältemittel R290, erreicht bis 70 °C Vorlauf auch bei -10 °C und ist laut Hersteller ausdrücklich für die Modernisierung von Bestandsgebäuden mit konventionellen Heizkörpern ausgelegt. Ihr breiter Leistungsbereich von 2,6 bis 18,5 kW deckt fast jede Altbau-Größe ab.
Braucht man im Altbau zwingend eine Hochtemperatur-Wärmepumpe?
Nur wenn die Heizung ganzjährig über etwa 55 °C Vorlauf braucht. Die Verbraucherzentrale nennt unter 55 °C als Eignungsrichtwert. Große Heizkörper, hydraulischer Abgleich und Teil-Dämmung senken die nötige Temperatur oft unter diese Schwelle – dann genügt ein Standardgerät und die JAZ steigt spürbar.
Welche Heizleistung braucht eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau?
Ein unsanierter Altbau hat rund 100–150 W/m² Heizlast. Ein 140-m²-Haus benötigt so grob 14–20 kW. Wichtig: nicht untermotorisieren, aber auch nicht überdimensionieren – die Auslegung muss auf einer echten Heizlastberechnung beruhen, nicht auf Faustformeln.
R290 oder R32 – welches Kältemittel ist besser für den Altbau?
R290 (Propan) hat ein GWP von nur 3 und löst den 5 %-Effizienzbonus der KfW-Förderung aus – R32 (GWP ~675) und R454C nicht. Ein R-32-Gerät wie die Daikin Altherma 3 H HT punktet dafür mit hohen Vorlauftemperaturen auch bei extremer Kälte. Für maximale Förderung und Zukunftssicherheit ist R290 vorzuziehen.
Was kostet eine Hochtemperatur-Wärmepumpe für den Altbau?
Reine Gerätepreise liegen laut Warentest bei rund 14.500–20.354 € (inkl. Zubehör, ohne Montage). Komplett installiert im Altbau sind meist 25.000–40.000 € realistisch. Nach bis zu 70 % KfW-458-Förderung (max. 21.000 € Zuschuss) sinkt der Eigenanteil häufig auf 8.000–16.000 €.
Welche JAZ ist im Altbau realistisch?
Die Fraunhofer-ISE-Feldstudie mit 77 Anlagen ermittelte für Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand eine durchschnittliche JAZ von 3,4 (Bandbreite 2,6–4,9). Ein Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz ließ sich nicht nachweisen – entscheidend sind Auslegung, Heizflächen und hydraulischer Abgleich, nicht das Alter des Hauses.
Wovon sollte man beim Wärmepumpenkauf für den Altbau abraten?
Von untermotorisierten oder auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegten Geräten. Passt die Wärmepumpe nicht zur hohen Altbau-Heizlast, springt ständig der Elektro-Heizstab ein, die JAZ fällt (Praxiswerte bis 1,65 bei Fehlauslegung) und die Stromkosten explodieren. Ebenso vom Kauf ohne Heizlastberechnung und hydraulischen Abgleich.
Nächster Schritt: Welches Modell passt zu Ihrem Altbau?
Ob in Ihrem Haus 55 °C nach Optimierung genügen oder ob es wirklich 75 °C braucht, wie hoch die tatsächliche Heizlast ausfällt und welches der sechs Modelle damit wirtschaftlich und technisch am besten passt – das hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, Heizflächen und Ihren Fördermöglichkeiten ab. Pauschale Empfehlungen ersetzen keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe wirtschaftlich zu Ihrem Altbau passt – inklusive Heizlast-Einordnung, Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Analyse.
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