Bosch oder Vaillant Wärmepumpe? Vergleich ab 16.200 €
Bosch Compress vs. Vaillant aroTHERM plus: beide R290, 75 °C Vorlauf, SCOP bis 5,07, Warentest 2,3. So finden Sie die für Sie passende Wärmepumpe.

Das Wichtigste in Kürze
- Preis komplett installiert: Die Vaillant aroTHERM plus startet mit ca. 16.200–25.950 € etwas günstiger als die Bosch Compress 6800i AW mit ca. 22.000–35.000 € (jeweils vor Förderung). Nach bis zu 70 % BEG-Förderung sinkt der Eigenanteil bei beiden R290-Geräten deutlich – bei Bosch ab rund 9.000 €.
- Kältemittel: Beide arbeiten mit dem natürlichen R290 (Propan) mit einem GWP von 3. Das sichert die Zukunftssicherheit gegenüber der F-Gase-Verordnung und den 5 % KfW-Effizienzbonus.
- Vorlauftemperatur: Beide erreichen bis 75 °C und sind damit altbautauglich. Die Bosch 6800i AW hält auch bei -10 °C Außentemperatur noch 65 °C ohne elektrischen Heizstab.
- Effizienz: Vaillant führt beim SCOP knapp mit bis ~5,07 (35 °C, /8.1-Generation) vor Bosch mit 4,77; bei 55 °C liegen beide auf A++ gleichauf (Bosch SCOP 3,64, Vaillant ETAs bis 151 %).
- Schall: Bosch nennt für die kleinste Compress 6800i AW 4 nur 25,8 dB(A) im Nachtmodus (3 m) – den leisesten Einzelwert; die Vaillant /8.1 liegt bei 27,5 dB(A).
- Stiftung Warentest 10/2025: Die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A erhielt die Note GUT (2,3); Bosch war nicht im Testfeld. Testsieger wurde die Viessmann Vitocal 250-A mit 2,0.
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Bosch oder Vaillant? Das ist der Vergleich zweier fast identischer Premium-Zwillinge. Beide Spitzenmodelle – die Bosch Compress 6800i AW und die Vaillant aroTHERM plus – sind Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan), beide erreichen bis zu 75 °C Vorlauftemperatur und damit auch im unsanierten Altbau die volle Heizkörper-Kompatibilität, und beide sichern über die KfW den 5 % Effizienzbonus. Die kurze Antwort: Einen klaren Gesamtsieger gibt es nicht. Die Vaillant liegt beim Datenblatt-SCOP knapp vorn (bis ~5,07 gegenüber 4,77) und hat mit der Stiftung-Warentest-Note 2,3 (gut) ein unabhängiges Testurteil vorzuweisen; die Bosch kontert mit dem leisesten Einzelwert am Markt (25,8 dB(A) im Nachtmodus) und hält ihre hohe Vorlauftemperatur auch bei tiefen Außentemperaturen. Preislich startet die Vaillant komplett installiert etwas günstiger (ab ~16.200 € gegenüber ~22.000 €).
Dieser Direktvergleich arbeitet die Trade-offs Feld für Feld heraus – Kältemittel, Effizienz, Vorlauf, Schall, Test, Preis, Förderung und Garantie. Wer beide Marken zunächst einzeln verstehen will, findet die vollständigen Modellübersichten unter Bosch Compress Modelle und Preise und Vaillant Wärmepumpe Modelle und Preise. Verwandte Duelle stehen unter Bosch oder Viessmann und Vaillant oder Daikin.
Direktvergleich auf einen Blick
Die folgende Tabelle stellt die beiden aktuellen Altbau-Spitzenmodelle gegenüber: die Bosch Compress 6800i AW (der 75-°C-Altbauspezialist der Bosch-Home-Comfort-Gruppe) und die Vaillant aroTHERM plus in der aktuellen /8.1-Generation. Beide sind Monoblock-Geräte mit R290 – die kältemitteltechnischen Komponenten sitzen komplett im Außengerät, eine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs entfällt.
| Kriterium | Bosch Compress 6800i AW | Vaillant aroTHERM plus |
|---|---|---|
| Kältemittel | R290 (Propan), Füllmenge 1,6 kg | R290 (Propan), GWP 3 |
| SCOP bei 35 °C | 4,77 (A+++) | bis ~5,07 (/8.1) |
| Effizienz bei 55 °C | SCOP 3,64 (A++) | ETAs bis 151 % (A++) |
| Max. Vorlauftemperatur | 75 °C | 75 °C |
| Schall Nachtmodus (3 m) | 25,8–28,5 dB(A) | 27,5 dB(A) |
| Leistungsklassen | 3,9–11,6 kW (5 Größen) | 3–12 kW (5 Klassen) |
| Garantie | 5 J. nach Registrierung (5+2 optional) | 5 J. nach Registrierung |
| Stiftung Warentest 10/2025 | nicht getestet | Note 2,3 (gut) |
| Komplettpreis inkl. Einbau (vor Förderung) | ca. 22.000–35.000 € | ca. 16.200–25.950 € |
Quellen: Bosch Home Comfort – Compress 6800i AW, Vaillant – aroTHERM plus, Stiftung Warentest 10/2025, 42watt. Die Bosch- und Vaillant-Schallwerte beziehen sich auf unterschiedliche Leistungsklassen und sind nicht 1:1 vergleichbar (siehe Abschnitt Schall).
Schon diese Übersicht zeigt: Die Unterschiede sind Nuancen, keine Welten. Beide Geräte spielen technologisch in derselben Liga. Wer eine Entscheidung sucht, muss die Feinheiten kennen – und vor allem das konkrete Angebot des lokalen Fachbetriebs, denn die Installateurspreise streuen stärker als die Datenblätter.
Kältemittel: Beide R290 – warum das 2026 entscheidet
Der wichtigste gemeinsame Nenner ist das Kältemittel. Sowohl die Bosch Compress 6800i AW als auch die Vaillant aroTHERM plus arbeiten mit R290 (Propan) – einem natürlichen Kältemittel mit einem sehr niedrigen Treibhauspotenzial – GWP 3 nach EU-F-Gas-Verordnung. Bosch füllt die Compress 6800i AW mit 1,6 kg R290. Zum Vergleich: Ältere Wärmepumpen mit dem synthetischen R410A haben einen GWP von 2.088.
Das ist 2026 keine Nebensächlichkeit, sondern ein handfester Förder- und Zukunftsfaktor:
- 5 % Effizienzbonus: Beide Geräte qualifizieren sich für den Effizienzbonus der KfW, der ausschließlich für natürliche Kältemittel (R290, R600a, R1270) gewährt wird.
- Zukunftssicherheit: Die EU-F-Gase-Verordnung reguliert synthetische Kältemittel schrittweise. Geräte mit R410A werden im Servicefall teurer und verlieren voraussichtlich ab 2028 die Förderfähigkeit. R290 ist von dieser Entwicklung ausgenommen.
- Hohe Vorlauftemperaturen: Die thermodynamischen Eigenschaften von Propan ermöglichen die 75 °C Vorlauf, die beide Modelle für den Altbau brauchen.
In diesem Punkt gibt es also weder für Bosch noch für Vaillant einen Vorteil – beide sind auf dem aktuellen, zukunftssicheren Stand. Wer den technischen Hintergrund vertiefen möchte, findet ihn im Ratgeber R32 vs. R290: welches Kältemittel ist zukunftssicher. Ein echter Unterschied zwischen den beiden Herstellern entsteht erst bei Effizienz, Schall, Preis und Garantie.
Effizienz: SCOP und Vorlauftemperatur im Detail
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Die Effizienz einer Wärmepumpe entscheidet über die Stromkosten. Maßgeblich ist der SCOP (jahreszeitbedingte Leistungszahl), der die Effizienz über eine ganze Heizperiode abbildet. Hier hat die Vaillant aroTHERM plus in der neuen /8.1-Generation auf dem Datenblatt knapp die Nase vorn.
| Kennwert | Bosch Compress 6800i AW | Vaillant aroTHERM plus |
|---|---|---|
| SCOP bei 35 °C Vorlauf | 4,77 (A+++) | bis ~5,07 (/8.1) · ~4,75 (/6 A S2) |
| Effizienz bei 55 °C Vorlauf | SCOP 3,64 (A++) | ETAs bis 151 % (A++) |
| Energieeffizienzklasse (35 °C) | A+++ | A+++ |
| Max. Vorlauftemperatur | 75 °C (65 °C bei -10 °C ohne Heizstab) | 75 °C (Warmwasser bis 70 °C) |
Quellen: Bosch Home Comfort, Vaillant, 42watt.
Was das praktisch bedeutet: Der Unterschied von 4,77 zu ~5,07 beim SCOP im Niedertemperaturbereich (35 °C, ideal für Fußbodenheizung) ist rechnerisch real, aber klein. Bei einem Jahresverbrauch von rund 15.000 kWh Heizwärme summiert er sich auf wenige Hundert Kilowattstunden Strom pro Jahr – zweistellige bis niedrig dreistellige Euro-Beträge, die im Rauschen der tatsächlichen Anlagenauslegung und Heizkurveneinstellung oft untergehen. Entscheidender als die letzte Nachkommastelle ist, dass die Wärmepumpe richtig dimensioniert und die Heizkurve sauber eingestellt wird. Was SCOP, COP und JAZ genau unterscheiden, erklärt der Ratgeber COP, JAZ und SCOP einfach erklärt.
Wichtig bei Vaillant: Die aroTHERM plus wird in zwei Generationen angeboten – der älteren /6 A S2 und der neueren /8.1. Die Spitzen-SCOP-Werte von ~5,07 gelten für die /8.1-Baureihe; die ältere /6-Generation liegt näher an ~4,75 und damit praktisch gleichauf mit Bosch. Lassen Sie sich im Angebot immer das exakte Modell und dessen Datenblatt nennen.
Bei der Vorlauftemperatur liegen beide mit 75 °C exakt gleich – ein zentraler Wert für den Altbau. Ein Detail spricht für Bosch: Die Compress 6800i AW hält auch bei -10 °C Außentemperatur noch 65 °C Vorlauf allein über den Wärmepumpenkreislauf, also ohne den stromhungrigen Elektroheizstab. Das ist genau der kalte Betriebspunkt, an dem ein schlecht gedämmter Altbau die höchste Vorlauftemperatur braucht.
Schall: Wie leise sind Bosch und Vaillant?
Die Lautstärke ist bei der Außenaufstellung oft der emotionalste Punkt – besonders in dicht bebauten Wohngebieten und mit Blick auf die Nachbarn. Beide Hersteller nennen für die aktuelle Generation sehr niedrige Werte.
| Gerät | Schalldruck Nachtmodus (3 m) |
|---|---|
| Bosch Compress 6800i AW 4 (3,9 kW) | 25,8 dB(A) |
| Bosch Compress 6800i AW 5 (5 kW) | 28,5 dB(A) |
| Vaillant aroTHERM plus /8.1 (10-kW-Klasse) | 27,5 dB(A) |
Quellen: 42watt (Bosch), Vaillant aroTHERM plus 8.1 Produktinfo. Die Vaillant nennt zusätzlich eine Schallleistung von 49,9 dB(A) (ErP, A7/W55).
Der leiseste Einzelwert kommt mit 25,8 dB(A) von der kleinsten Bosch (AW 4). Allerdings ist der Vergleich mit Vorsicht zu genießen: Die 25,8 dB(A) gelten für das kleinste 3,9-kW-Modell, während sich die 27,5 dB(A) von Vaillant auf die deutlich leistungsstärkere 10-kW-Klasse (VWL 105/8.1) beziehen. Größere Geräte sind physikalisch lauter – bei gleicher Leistungsklasse liegen beide Hersteller praktisch gleichauf im Bereich 27–29 dB(A) im Nachtmodus. Beide gehören damit unabhängig von der Marke zu den leisesten Luft-Wasser-Wärmepumpen am Markt.
Zur Einordnung: Ein Flüstern liegt bei etwa 30 dB(A). Ein Schalldruck unter 30 dB(A) in 3 m Abstand bedeutet, dass die Wärmepumpe im Praxisbetrieb kaum wahrnehmbar ist. Welche gesetzlichen Grenzwerte und Abstände beim Nachbarn gelten, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Lärm und Schallschutz.
Leistungsklassen und Baureihen
Beide Hersteller decken mit fünf Leistungsstufen das gesamte Ein- und Zweifamilienhaus-Spektrum ab. Die Bosch Compress 6800i AW reicht von 3,9 bis 11,6 kW, die Vaillant aroTHERM plus von 3 bis 12 kW.
| Merkmal | Bosch Compress 6800i AW | Vaillant aroTHERM plus |
|---|---|---|
| Leistungsklassen | 5 Größen, 3,9–11,6 kW | 5 Klassen, 3–12 kW |
| Kleine Modelle | AW 4 / 5 / 7 OR-S: 230 V (1-phasig) | VWL 35 / 55 / 75 |
| Große Modelle | AW 10 / 12 OR-T: 400 V (3-phasig) | VWL 105 / 125 |
| Bauweise | Monoblock | Monoblock |
Ein praxisrelevanter Bosch-Vorteil: Die kleineren Baugrößen AW 4, 5 und 7 (OR-S) laufen mit einem einphasigen 230-V-Anschluss. Das kann in Bestandsgebäuden ohne freien Starkstromanschluss die Elektroinstallation vereinfachen. Für die typische Sanierung eines 120–160-m²-Einfamilienhauses sind bei beiden Herstellern die mittleren bis großen Leistungsklassen (7–12 kW) relevant – die genaue Auslegung ergibt sich aus der Heizlastberechnung, nicht aus der Wohnfläche.
Stiftung Warentest 10/2025: Vaillant mit Note 2,3
Der größte objektive Unterschied im Vergleich ist die unabhängige Testnote. Im Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2025) wurden fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen geprüft – alle mit R290, im praxisnahen Altbau-Szenario mit 55 °C Vorlauf und in der 10–12-kW-Klasse.
| Modell | Gesamtnote 10/2025 |
|---|---|
| Viessmann Vitocal 250-A | 2,0 (Testsieger) |
| Alpha Innotec Hybrox 11 | 2,2 |
| Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus | 2,2 |
| Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A | 2,3 (gut) |
| Mitsubishi Electric | 2,8 (befriedigend) |
| Bosch Compress | nicht getestet |
Quellen: Stiftung Warentest 10/2025, energie-experten.org.
Die Vaillant aroTHERM plus erhielt die Note GUT (2,3) – und verbesserte sich damit gegenüber dem letzten Test (2,5 im Jahr 2023). Das ist ein solides, unabhängig bestätigtes Ergebnis. Die Details zum Abschneiden stehen im Einzeltest der Vaillant aroTHERM plus.
Für Bosch gilt eine wichtige Einschränkung: Die Compress 6800i AW war in diesem Testfeld nicht vertreten. Es fehlt damit eine direkt vergleichbare, unabhängige Testnote aus 2025. Das bedeutet nicht, dass die Bosch schlechter wäre – es fehlt schlicht der externe Beleg. Wer das ausführliche Bild zum gesamten Prüffeld sucht, findet es im Ratgeber Wärmepumpe Test 2026; den Testsieger analysiert der Viessmann Vitocal 250-A Test.
Preise und Förderung: Was kosten beide inklusive Einbau?
Die Preise sind der Punkt, an dem sich die Zwillinge am deutlichsten unterscheiden – zumindest laut den Komplettpreisen der Fachportale.
| Position | Bosch Compress 6800i AW | Vaillant aroTHERM plus |
|---|---|---|
| Komplettpreis inkl. Einbau (vor Förderung) | ca. 22.000–35.000 € | ca. 16.200–25.950 € |
| Eigenanteil nach bis zu 70 % Förderung | ab ~9.000 € | ca. 9.000–15.000 € |
Die Vaillant startet komplett installiert also spürbar günstiger. Wichtig ist aber die Realität dahinter: Diese Spannen stammen aus Marktbeobachtungen der Fachportale und hängen massiv von Gebäude, Aufwand der Altheizungs-Demontage, Elektroarbeiten und regionalem Handwerkerpreis ab. Ein günstiges Bosch-Angebot kann ein teures Vaillant-Angebot problemlos unterbieten – deshalb ist der Angebotsvergleich vor Ort wichtiger als die Listenpreis-Statistik. Wie sich die Gesamtkosten zusammensetzen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten und Förderung.
Förderung 2026: bis zu 70 % Zuschuss
Beide Modelle sind über die KfW (Programm 458) förderfähig. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe über das KfW-Förderportal gestellt werden.
| Baustein | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Austausch fossiler Heizung oder Einbau WP |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Ersatz einer Öl-, Gas- oder Kohleheizung |
| Einkommensbonus | +30 % | Zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr |
| Effizienzbonus | +5 % | Natürliches Kältemittel (R290) – bei beiden erfüllt |
| Maximale Förderung | bis 70 % | Gedeckelt bei 30.000 € förderfähigen Kosten |
Quelle: KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458).
Rechenbeispiel Vaillant aroTHERM plus (Altbau-Sanierung):
- Förderfähige Kosten (gedeckelt): 30.000 €
- Grundförderung (30 %): 9.000 €
- Klimageschwindigkeitsbonus (20 %): 6.000 €
- Effizienzbonus R290 (5 %): 1.500 €
- Gesamtförderung: 16.500 € (55 %)
- Eigenanteil: 13.500 €
Kommt der Einkommensbonus (+30 % bei Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr) hinzu, sind maximal 70 % bzw. 21.000 € Förderung möglich – der Eigenanteil sinkt dann auf rund 9.000 €. Da beide Geräte den 5 % Effizienzbonus über R290 sichern, ist die Förderhöhe zwischen Bosch und Vaillant identisch; den Unterschied macht allein der Angebotspreis. Alle Details zur Antragstellung stehen im Ratgeber Wärmepumpenförderung 2026 Übersicht und im KfW-458-Leitfaden.
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Garantie: 5 Jahre bei beiden – jeweils nur mit Registrierung
Auf dem Papier bieten beide Hersteller 5 Jahre Garantie – im Kleingedruckten unterscheiden sich die Bedingungen aber.
| Garantie | Bosch Compress 6800i AW | Vaillant aroTHERM plus |
|---|---|---|
| 5-Jahres-Garantie | nach Registrierung (binnen 6 Monaten) | nach Registrierung (binnen 180 Tagen) |
| Zusätzliche Bedingung | jährliche Wartung Pflicht | – |
| Ohne Registrierung | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Verlängerung | 5+2 Jahre (7 J.) optional | – |
Wichtig: Bei beiden Herstellern greift die volle 5-Jahres-Garantie nur nach aktiver Registrierung. Bei Bosch muss der Fachbetrieb die 5-Jahres-Systemgarantie binnen 6 Monaten nach Inbetriebnahme registrieren – zusätzlich ist die jährliche Wartung Pflicht. Bei Vaillant ist die aroTHERM plus binnen 180 Tagen nach Installation digital zu registrieren. Wer die Registrierung versäumt, dem bleiben bei beiden nur die 2 gesetzlichen bzw. werksseitigen Jahre. An die Registrierung muss also in jedem Fall aktiv gedacht werden. Einen kleinen Vorteil hat Bosch durch die optionale Verlängerung auf 5+2 Jahre (7 Jahre insgesamt) – im Gegenzug macht Bosch die jährliche Wartung zur Garantiebedingung.
Altbau oder Neubau: Welche passt zu Ihrem Gebäude?
Weil beide Geräte technisch so nah beieinander liegen, entscheidet der Gebäudekontext.
Für den unsanierten Altbau mit Heizkörpern sind beide erste Wahl: Die 75 °C Vorlauf erlauben in vielen Fällen den Weiterbetrieb der vorhandenen Heizkörper ohne kompletten Austausch. Die Bosch 6800i AW ist mit ihren 65 °C noch bei -10 °C besonders auf die kalten Betriebspunkte optimiert; die Vaillant überzeugte im 55-°C-Altbau-Szenario der Stiftung Warentest mit Note 2,3. Ob Ihr Altbau ohne Heizkörpertausch auskommt, klären die Ratgeber Wärmepumpe im Altbau und beste Wärmepumpe für den Altbau.
Für den Neubau mit Fußbodenheizung (Auslegung um 35 °C) ist die 75-°C-Fähigkeit beider Modelle schlicht überdimensioniert – Sie zahlen für ein Hochtemperatur-Feature, das Sie nie nutzen. Hier lohnt sich der Blick auf die günstigeren Baureihen: Bosch bietet mit der Compress 5800i AW (bis 60 °C) ein preiswerteres Neubau-Modell an, Vaillant die kleinen aroTHERM-plus-Leistungsklassen (VWL 35/55). Entscheidend im Neubau ist eine niedrige, an die Fußbodenheizung angepasste Auslegung – nicht die maximale Vorlauftemperatur.
Wovon ich abrate
Ein ehrlicher Vergleich benennt auch die Schwächen. Diese Punkte sollten Sie bei der Entscheidung kennen:
- Bosch: höhere Komplettpreise. Die Marktspannen liegen mit bis zu 35.000 € vor Förderung tendenziell über der Vaillant. Wer preissensibel ist, sollte gezielt mehrere Bosch-Angebote einholen – die günstigere Compress 5800i AW schafft dafür nur 60 °C und ist im echten Altbau keine Alternative.
- Bosch: keine aktuelle Testnote. Im Stiftung-Warentest 10/2025 war Bosch nicht vertreten. Es fehlt damit ein direkt vergleichbarer, unabhängiger Beleg – ein Nachteil in der Argumentation, kein technischer Mangel.
- Beide: 5-Jahres-Garantie nur mit Registrierung. Sowohl bei Vaillant (binnen 180 Tagen) als auch bei Bosch (binnen 6 Monaten, plus jährliche Pflichtwartung) greift die volle 5-Jahres-Garantie erst nach aktiver Registrierung. Ohne sie bleiben nur 2 Jahre. Das ist vermeidbar, aber ein echter Stolperstein – an den in beiden Fällen gedacht werden muss.
- Vaillant: Generationen genau prüfen. Schall- und SCOP-Werte unterscheiden sich deutlich zwischen der älteren /6 A S2- und der neuen /8.1-Generation. Lassen Sie sich das exakt angebotene Modell und dessen Datenblatt zeigen – sonst vergleichen Sie Marketing-Bestwerte mit einem anderen Gerät.
- Beide: 75 °C sind im Neubau sinnlos. Mit Fußbodenheizung zahlen Sie im Neubau für eine Hochtemperatur-Reserve, die Sie nie abrufen. Dann ist die günstigere, niedriger ausgelegte Baureihe die klügere Wahl.
Grundsätzlich gilt für beide Marken: Der größte Hebel für Effizienz und Behaglichkeit ist nicht das Fabrikat, sondern die saubere Auslegung und Installation. Ein mittelmäßig geplantes Premium-Gerät schlägt kein gut geplantes – dazu gehören eine korrekte Heizlastberechnung, der hydraulische Abgleich und eine passend eingestellte Heizkurve.
Häufige Fragen (FAQ)
Bosch oder Vaillant Wärmepumpe – welche ist besser?
Beide sind hochwertige R290-Luft-Wasser-Wärmepumpen mit 75 °C Vorlauf und A+++-Effizienz bei 35 °C. Die Vaillant aroTHERM plus punktet mit einem etwas höheren SCOP (bis ~5,07) und der Stiftung-Warentest-Note 2,3 (10/2025). Die Bosch Compress 6800i AW bietet mit 25,8 dB(A) beim kleinsten Modell den leisesten Einzelwert und eine sehr breite Leistungsspreizung. Für die meisten Sanierungen sind beide gleichermaßen geeignet – die konkrete Auslegung und der Installateurpreis entscheiden.
Welche Wärmepumpe erreicht die höhere Vorlauftemperatur?
Beide Modelle erreichen bis zu 75 °C Vorlauftemperatur im Heizbetrieb – ideal für Altbauten mit bestehenden Heizkörpern. Die Bosch Compress 6800i AW hält dabei auch bei -10 °C Außentemperatur noch 65 °C ohne elektrischen Heizstab, was ihr an den kältesten Tagen einen leichten Vorteil verschafft.
Wie laut sind Bosch Compress und Vaillant aroTHERM plus?
Im schallreduzierten Nachtmodus liegt die Vaillant aroTHERM plus (/8.1) bei 27,5 dB(A) in 3 m Abstand. Bosch nennt für die kleine Compress 6800i AW 4 nur 25,8 dB(A), für die AW 5 rund 28,5 dB(A). Beide gehören damit zu den leisesten Geräten am Markt; die Werte beziehen sich allerdings auf unterschiedliche Leistungsklassen, größere Modelle sind entsprechend lauter.
Nutzen Bosch und Vaillant dasselbe Kältemittel?
Ja. Sowohl die Bosch Compress 6800i AW als auch die Vaillant aroTHERM plus arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) mit einem GWP von 3. Das macht beide zukunftssicher gegenüber der F-Gase-Verordnung und ermöglicht die hohen Vorlauftemperaturen. Beide sichern damit auch den 5 % KfW-Effizienzbonus.
Welche Marke ist besser für den Altbau?
Beide sind explizit für die Altbausanierung ausgelegt: 75 °C Vorlauf erlauben in vielen Fällen den Weiterbetrieb vorhandener Heizkörper. Die Bosch 6800i AW ist auf hohe Vorlauftemperaturen bei tiefen Außentemperaturen optimiert, die Vaillant aroTHERM plus überzeugte im Altbau-Testszenario der Stiftung Warentest (55 °C Vorlauf) mit Note 2,3. Ein klarer Sieger lässt sich hier nicht küren.
Wie schnitten Bosch und Vaillant bei Stiftung Warentest ab?
Im Test 10/2025 erreichte die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A die Gesamtnote 2,3 (gut). Bosch war in diesem Testfeld nicht vertreten. Testsieger wurde die Viessmann Vitocal 250-A mit Note 2,0, gefolgt von Alpha Innotec Hybrox 11 und Stiebel Eltron WPL-A 10.2 (je 2,2).
Wie lange ist die Garantie bei Bosch und Vaillant?
Beide Hersteller bieten 5 Jahre Garantie – jeweils nur nach Registrierung. Bosch verlangt für die Compress 6800i AW die Registrierung binnen 6 Monaten nach Inbetriebnahme plus jährliche Wartung und bietet optional eine 5+2-Jahre-Variante (7 Jahre). Vaillant setzt für die aroTHERM plus die digitale Registrierung binnen 180 Tagen nach Installation voraus. Ohne Registrierung bleiben bei beiden lediglich 2 Jahre.
Was kostet eine Bosch- oder Vaillant-Wärmepumpe inklusive Einbau?
Komplett installiert liegt die Bosch Compress 6800i AW vor Förderung bei rund 22.000–35.000 €, die Vaillant aroTHERM plus bei etwa 16.200–25.950 €. Mit der BEG-Förderung von bis zu 70 % reduziert sich der Eigenanteil deutlich – bei Bosch ab etwa 9.000 €, bei Vaillant typisch auf 9.000–15.000 €. Der konkrete Preis hängt aber stärker vom Angebot des Fachbetriebs als von der Marke ab.
Nächster Schritt: Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Gebäude?
Ob am Ende Bosch oder Vaillant die wirtschaftlichere Wahl ist, hängt weniger vom Markenlogo ab als von Ihrem Gebäude: Dämmzustand, Heizlast, vorhandene Heizkörper, verfügbarer Stromanschluss und Ihre individuellen Fördermöglichkeiten bestimmen, welches Modell und welche Leistungsklasse technisch und finanziell passt. Pauschale Marken-Empfehlungen ersetzen keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einschätzung, welche Wärmepumpe wirtschaftlich und technisch zu Ihrem Haus passt – inklusive Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Analyse als Grundlage für den Angebotsvergleich.
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