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Wolf oder Vaillant Wärmepumpe 2026: 2,3 vs 2,3 im Test

Wolf CHA vs Vaillant aroTHERM plus: Warentest-Noten, COP bis 5,72, Schall, 70 vs 75 °C Vorlauf und Preise ab 7.949 € im ehrlichen Direktvergleich für Sie.

Wolf CHA Monoblock und Vaillant aroTHERM plus Wärmepumpe im Direktvergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Beide GUT (2,3) – aber nicht im selben Test: Die Wolf CHA-10/400V holte ihre 2,3 im Stiftung-Warentest 10/2023 (Platz 2 von 6), die Vaillant aroTHERM plus ihre 2,3 erst im Test 10/2025 (Platz 4 von 5) – verschiedene Kohorten, kein echter Gleichstand.
  • Einziger Head-to-Head (10/2023): Damals lag Wolf (2,3) vor der älteren Vaillant (2,5); die neue aroTHERM-plus-Generation hat sich seither auf 2,3 verbessert.
  • Effizienz: Wolf CHA-10 erreicht COP 5,72 bei A7/W35, Vaillant bis 5,3–5,4; im kalten Punkt A-7/W35 liegt Vaillant mit COP 3,01 knapp vor Wolf (2,88).
  • Vorlauf & Schall: Vaillant schafft 75 °C ohne Heizstab und ist im Nachtmodus mit bis zu 27,5 dB(A) etwas leiser; Wolf erreicht 70 °C rein über die Wärmepumpe und 34 dB(A) in 3 m.
  • Preis & Förderung: Geräte ab 7.949 € (Wolf) bzw. 8.856 € (Vaillant); komplett installiert ca. 17.500–25.700 € vs. 18.000–24.000 €. Beide laufen mit R290 und sichern über die KfW bis zu 70 % Zuschuss (max. 21.000 €).

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Wolf oder Vaillant? Beide gehören zu den etablierten deutschen Heiztechnik-Marken, beide setzen auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan), und beide erreichten bei der Stiftung Warentest die Note GUT (2,3). Genau hier beginnt aber das größte Missverständnis: Die beiden 2,3-Noten stammen aus unterschiedlichen Testausgaben – Wolf aus 10/2023, Vaillant aus 10/2025 – und damit aus verschiedenen Testkohorten unter verschiedenen Bedingungen. Es ist kein Gleichstand im selben Test. Der einzige echte Direktvergleich war 10/2023, dort lag die Wolf CHA (2,3) sogar vor der damaligen Vaillant (2,5). Dieser Artikel zeigt Ihnen Note für Note, Kennwert für Kennwert, welches Gerät zu welchem Gebäude passt – ehrlich und ohne Marketing. Die tiefen Einzelprofile finden Sie unter Wolf Wärmepumpe: Modelle & Preise und aroTHERM plus: Test & Erfahrungen.

Direktvergleich: Wolf CHA vs Vaillant aroTHERM plus

Die folgende Tabelle stellt beide Geräte Spec für Spec gegenüber – auf Basis des offiziellen Wolf-ErP-Datenblatts und der Stiftung-Warentest-Prüfungen. Wichtig zum Einordnen: Geprüft wurden die Wolf CHA-10/400V (10 kW-Klasse) und die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A mit Hydraulikstation VWZ MEH 97/7.

Kriterium Wolf CHA-10/400V Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A
Heizleistung (A7/W35) 4,10 kW (modulierend 3,0–10,0 kW) 10 kW-Klasse (modulierend)
COP A7/W35 5,72 bis 5,3–5,4 (mild)
COP A-7/W35 (kalt) 2,88 (7,95 kW) 3,01 (10,58 kW)
SCOP / ηs (35 °C) ηs 141 %, A+++ SCOP bis 5,4 / ηs bis 202 %, A+++
Energieeffizienzklasse (55 °C) A++ A++ (SCOP 3,86)
Max. Vorlauf (ohne Heizstab) 70 °C 75 °C
Kältemittel R290, 3,4 kg, GWP 3 R290, 1,3 kg, GWP 3
Schall Nachtbetrieb 34 dB(A) Schalldruck in 3 m bis 27,5 dB(A) Schalldruck (Nachtmodus)
Schallleistung ErP 53 dB(A) 50 dB(A)
Stiftung Warentest GUT (2,3), Platz 2/6 – Ausgabe 10/2023 GUT (2,3), Platz 4/5 – Ausgabe 10/2025
Gerätepreis (Straße) ab ca. 7.949 € ab ca. 8.856 €
Komplettpreis installiert ca. 17.500–25.700 € ca. 18.000–24.000 €
KfW-458-Effizienzbonus (R290) ja (5 %) ja (5 %)

Quellen: Wolf CHA-10/400V ErP-Datenblatt; test.de Wolf CHA-10/400V (10/2023); test.de Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 (10/2025); Vaillant aroTHERM plus Produktseite. Hinweis: COP/SCOP gelten je Betriebspunkt; Komplettpreise sind Marktspannen inkl. Installation, keine Listenpreise.

Schon diese Tabelle macht klar: Es gibt keinen pauschalen Sieger. Wolf punktet bei der reinen COP im milden Betriebspunkt und beim Gerätepreis, Vaillant bei Vorlauftemperatur, Schall und im kalten Auslegungspunkt. Im Folgenden ordne ich die einzelnen Disziplinen ein.

Der Warentest-Mythos: Warum 2,3 nicht gleich 2,3 ist

Im Netz kursiert die Aussage „Wolf und Vaillant haben beide 2,3 bei der Stiftung Warentest – also gleich gut". Das ist faktisch irreführend. Die beiden Noten stammen aus zwei verschiedenen Testausgaben mit unterschiedlichen Geräten, unterschiedlichen Vergleichsfeldern und teilweise weiterentwickelter Prüfmethodik.

Wolf CHA-10/400V (Ausgabe 10/2023): Gesamturteil GUT (2,3), Platz 2 von 6 geprüften Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Teilnote für Energieeffizienz lag bei 2,2. Testsieger war damals die Viessmann Vitocal 250-A mit 2,1. Entscheidend: Wolf wurde seit 2023 nicht erneut geprüft und war im aktuellen Test 10/2025 (nur fünf Geräte: Viessmann, Alpha Innotec, Stiebel Eltron, Vaillant, Mitsubishi) gar nicht vertreten.

Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A (Ausgabe 10/2025): Gesamturteil GUT (2,3), Platz 4 von 5. Bemerkenswert: Sie erzielte dabei die höchste im Labor gemessene Jahresarbeitszahl (4,2) aller fünf Geräte. Die ältere aroTHERM-plus-Generation hatte im Test 10/2023 noch GUT (2,5) erreicht – die neue Generation hat sich also messbar verbessert.

Der einzige echte Direktvergleich (10/2023): Stellt man beide Marken in derselben Testkohorte gegenüber, lag die Wolf CHA-10/400V mit 2,3 vor der damaligen Vaillant aroTHERM plus mit 2,5. Wolf schnitt in der einzigen direkten Gegenüberstellung also leicht besser ab. Seitdem hat Vaillant nachgelegt, Wolf wurde nicht erneut getestet.

Was das für die Bewertung heißt: Die aktuell verfügbare, unabhängige Bestätigung ist bei Vaillant frischer (10/2025) als bei Wolf (10/2023). Wer Wert auf eine aktuelle, von Stiftung Warentest geprüfte Note legt, findet diese nur bei Vaillant. Die Wolf-Note ist belastbar, aber drei Jahre alt. Die Methodik 10/2025 von Stiftung Warentest gewichtet Energieeffizienz und Umwelteigenschaften mit 70 %, Handhabung mit 25 % und Datenschutz/IT-Sicherheit mit 5 %; gemessen wird von -15 °C bis +12 °C, im Altbau-Szenario mit 55 °C Vorlauf (Heizkörper) und 35 °C (Fußbodenheizung), der Geräuschwert bei -7 °C.

Mehr zur Methodik und zum gesamten Testfeld finden Sie im Wärmepumpen-Test 2026.

Effizienz: COP und SCOP je Betriebspunkt

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Die Effizienz einer Wärmepumpe lässt sich nicht an einer einzigen Zahl festmachen – sie hängt stark vom Betriebspunkt ab. Genau deshalb lohnt der Blick auf mehrere Messpunkte statt nur auf den werbewirksamen Spitzen-COP.

Milder Betriebspunkt (A7/W35)

Hier glänzt die Wolf CHA-10/400V mit einem COP von 5,72 bei 4,10 kW Nennleistung (nach EN 14511, laut offiziellem ErP-Datenblatt). Die Vaillant aroTHERM plus erreicht in milden Betriebspunkten je nach Modell bis zu COP 5,3–5,4. In dieser Disziplin liegt Wolf also rechnerisch leicht vorn.

Kalter Auslegungspunkt (A-7/W35)

Wenn es draußen wirklich kalt wird, kehrt sich das Bild: Die Wolf CHA-10/400V kommt bei A-7/W35 auf einen COP von 2,88 (bei 7,95 kW Heizleistung), die Vaillant VWL 105/8.1 A auf COP 3,01 (bei 10,58 kW). Vaillant arbeitet im kalten Punkt also etwas effizienter und liefert dabei mehr Leistung – relevant für größere oder schlechter gedämmte Häuser.

Saisonale Effizienz (SCOP / ηs)

Über die Heizsaison gemittelt zählt die jahreszeitbedingte Effizienz. Wolf gibt für die CHA-10/400V eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ηs von 141 % (Niedertemperatur 35 °C) an, Energieeffizienzklasse A+++. Vaillant nennt für die aroTHERM plus einen SCOP bis 5,4 bei 35 °C (ηs bis 202 %), ebenfalls A+++, und bei 55 °C einen SCOP von 3,86 (ηs 151 %), A++.

In der Praxis erreicht die Vaillant aroTHERM plus laut Herstellerangaben eine Jahresarbeitszahl von 4,8–5,0 an der Fußbodenheizung (35 °C) und 3,5–3,8 an Heizkörpern (55 °C); im Warentest-Labor 10/2025 wurde eine JAZ von 4,2 gemessen – der Bestwert aller fünf Geräte. Für Wolf nennt das ErP-Datenblatt keinen separaten SCOP-Punktwert, sondern nur den ηs-Wert.

Wer den Unterschied zwischen COP, SCOP und JAZ vertiefen will, findet die Grundlagen im Ratgeber COP, JAZ und Wirkungsgrad einfach erklärt.

Vorlauftemperatur: Der entscheidende Altbau-Faktor

Für unsanierte Altbauten mit klassischen Heizkörpern ist die maximale Vorlauftemperatur oft wichtiger als der Spitzen-COP. Hier liegt der klarste Unterschied zwischen beiden Marken.

Die Vaillant aroTHERM plus erreicht bis zu 75 °C Vorlauf allein über den Wärmepumpenkreislauf – ohne elektrischen Heizstab. Die Wolf CHA-07 und CHA-10 schaffen rein über die Wärmepumpe bis 70 °C; die größere CHA-16 erreicht 75 °C nur mit Unterstützung des elektrischen Heizelements.

Warum das praktisch zählt: In einem unsanierten Altbau mit hohem Vorlaufbedarf wird bei der Wolf häufiger das E-Heizelement zugeschaltet. Jede Kilowattstunde aus dem Heizstab läuft mit einer Arbeitszahl von 1,0 – also reinem Stromverbrauch ohne Umwelt-Wärmegewinn. Das drückt die Jahresarbeitszahl und erhöht die Heizkosten. Vaillant hat hier im Altbau einen Effizienzvorteil, weil seltener teurer Heizstab-Strom nötig ist.

Wichtig zur Einordnung: Dieser Vorteil zählt nur in Gebäuden, die tatsächlich dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen brauchen. In Häusern mit Fußbodenheizung oder ausreichend großen Heizkörpern (Auslegung um 35–45 °C) spielen die zusätzlichen 5 °C praktisch keine Rolle – dort ist die Differenz irrelevant. Ob Ihre vorhandenen Heizkörper für eine Wärmepumpe ausreichen, klären Sie im Ratgeber Wärmepumpe mit Heizkörpern im Altbau.

Schall: Welche läuft leiser?

In dicht bebauten Wohngebieten ist die Lautstärke ein häufiger Streitpunkt mit Nachbarn. Beide Geräte sind leise, im reduzierten Nachtbetrieb hat aber Vaillant tendenziell die Nase vorn.

Schallwert Wolf CHA-10/400V Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A
Schalldruck Nachtbetrieb 34 dB(A) in 3 m (frei aufgestellt) bis 27,5 dB(A) (Nachtmodus)
Schallleistung ErP 53 dB(A) 50 dB(A)
Schallleistung Tag (max.) 60 dB(A)
Schallleistung reduzierter Nachtbetrieb 51 dB(A)

Quellen: Wolf CHA-10/400V ErP-Datenblatt; test.de Vaillant aroTHERM plus.

Vaillant gibt für die /8.1-Generation bis zu 27,5 dB(A) Schalldruck im Nachtmodus an, die Schallleistung liegt bei 50 dB(A). Die Wolf CHA-10/400V erreicht 34 dB(A) Schalldruck in 3 m Entfernung und 53 dB(A) Schallleistung (ErP). Beide sind damit klar im leisen Bereich; entscheidend bleibt in der Praxis ohnehin die Aufstellung – Abstand zur Grundstücksgrenze, Reflexionsflächen und Schwingungsentkopplung wirken oft stärker als die Datenblatt-Differenz von wenigen Dezibel.

Kältemittel und Bauweise: Wo sie sich gleichen

Bei den grundsätzlichen Technologie-Entscheidungen liegen Wolf und Vaillant nah beieinander – beide sind moderne R290-Monoblöcke.

Kältemittel R290 (Propan): Beide nutzen das natürliche Kältemittel mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial (GWP 3). Der Unterschied liegt in der Füllmenge: Wolf rund 3,4 kg, Vaillant rund 1,3 kg. Die höhere Füllmenge bei Wolf kann je nach örtlichen Vorschriften größere Sicherheitsabstände bei der Aufstellung erfordern – ein Punkt, den der Fachbetrieb prüfen muss. Vaillant setzte bereits 2020 als einer der ersten Hersteller auf R290 und hat damit die längste Felderfahrung mit Propan-Wärmepumpen am Markt.

Monoblock-Bauweise: Beide sind Monoblock-Wärmepumpen – alle kältemittelführenden Teile sitzen im Außengerät, zwischen außen und innen laufen nur Heizwasserleitungen. Das bedeutet für beide: keine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs nötig, schnellere Montage und kein Risiko undichter Kältemittelleitungen. Im Winter muss die Heizwasserleitung jeweils per integriertem Frostschutz gesichert werden. Den grundsätzlichen Unterschied erläutert der Ratgeber Split oder Monoblock: Vergleich.

Modellpalette Wolf: Die CHA-Monoblock-Reihe umfasst CHA-07 (7 kW), CHA-10 (10 kW), CHA-16 (16 kW, bis 75 °C mit E-Heizelement) und seit 2025 die CHA-20/24 (20–24 kW); per Kaskade sind bis 100 kW für Mehrfamilienhäuser möglich. Seit 2025 ist das Wolf-Link-Smart-Modul ohne Aufpreis enthalten.

Preise: Gerät und Komplettinstallation

Preise sind bei Wärmepumpen besonders heikel, weil online kursierende „Gerätepreise" oft Set-Preise inklusive Inneneinheit sind, nicht das reine Außengerät. Beide Marken liegen komplett installiert auf ähnlichem Niveau.

Reine Gerätepreise (Straße)

Position Wolf CHA-10/400V Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1
Außeneinheit / Basis-Set ab ca. 7.949 € ca. 8.856 €
Quelle Preisvergleich 12 Angebote 5 Angebote

Die Wolf CHA-Monoblock 10/400V (mit E-Heizelement) startet im Preisvergleich bei ca. 7.949 € (reine Außeneinheit/Basis-Set), das Vaillant-Außengerät VWL 105/8.1 bei ca. 8.856 €. Im Stiftung-Warentest 10/2025 wurde für das geprüfte Vaillant-System (VWL 105/8.1 A + VWZ MEH 97/7) ein Markt-/Listenpreis-Anker von ca. 19.729 € (Stand 07/2025) erhoben – das zeigt, wie weit reines Gerät und einbaufertiges System auseinanderliegen.

Komplettpreise installiert (Einfamilienhaus)

Typ Spanne inkl. Installation
Wolf CHA-10 ca. 17.500–25.700 € (typisch oft 15.000–20.000 €)
Vaillant aroTHERM plus ca. 18.000–24.000 €
Marktdurchschnitt alle WP 27.000–40.000 €

Beide liegen also komplett installiert auf vergleichbarem Niveau – Wolf tendenziell etwas günstiger beim reinen Gerät, in der Gesamtinstallation überschneiden sich die Spannen weitgehend. Wichtig: Diese Komplettpreise sind Marktspannen, keine Listenpreise. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Gebäude, Speichergröße und Demontageaufwand ab. Holen Sie immer mindestens drei Angebote ein und achten Sie darauf, dass Set- und Gerätepreise nicht miteinander verwechselt werden.

Förderung: Marke egal, beide R290

Bei der Förderung gibt es keinen Unterschied zwischen den Marken – und das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse für die Kaufentscheidung. Beide arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 und erhalten daher den 5-%-Effizienzbonus der KfW-Heizungsförderung 458.

Förderbausteine im Überblick

Baustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau Wärmepumpe
Klimageschwindigkeitsbonus bis 20 % Ersatz funktionstüchtiger Öl-/Gas-/Kohleheizung
Einkommensbonus bis 30 % Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr
Effizienzbonus 5 % Natürliches Kältemittel (R290) – gilt für Wolf UND Vaillant
Maximalförderung bis 70 % Gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten

Quelle: KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458).

Rechenbeispiel (gilt für beide Marken identisch):

  • Förderfähige Kosten: 30.000 €
  • Grundförderung (30 %): 9.000 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus (20 %): 6.000 €
  • Effizienzbonus R290 (5 %): 1.500 €
  • Gesamtförderung: 16.500 € (55 %)
  • Eigenanteil: 13.500 €

Bei niedrigem Einkommen kommen weitere 30 % hinzu – gedeckelt auf 70 %, also maximal 21.000 € Zuschuss bei 30.000 € förderfähigen Kosten pro Wohneinheit. Die Marke spielt für die Förderhöhe keine Rolle: Beide R290 = beide 5 % Effizienzbonus. Alle Details zur Antragstellung finden Sie im Ratgeber Wärmepumpenförderung 2026: Übersicht.

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Wann Wolf, wann Vaillant? Die Entscheidungsmatrix

Da beide Geräte technisch dicht beieinander liegen und identisch gefördert werden, entscheidet das konkrete Gebäude – plus persönliche Prioritäten.

Wolf CHA spricht für sich, wenn …

  • Preis-Leistung im Vordergrund steht: Der reine Gerätepreis startet niedriger (ab ca. 7.949 €), die COP im milden Betriebspunkt (5,72) ist hervorragend.
  • Sie deutsche Fertigung schätzen: Die Wolf GmbH sitzt in Mainburg (Niederbayern) und produziert in Deutschland – Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik aus einer Hand.
  • Smart-Funktionen ohne Aufpreis zählen: Seit 2025 ist das Wolf-Link-Smart-Modul serienmäßig enthalten.
  • Ihr Haus moderate Vorlauftemperaturen braucht: Bei Fußbodenheizung oder gut dimensionierten Heizkörpern reichen die 70 °C der CHA-07/10 völlig aus.

Vaillant aroTHERM plus spricht für sich, wenn …

  • Sie einen unsanierten Altbau mit Heizkörpern haben: 75 °C allein über die Wärmepumpe, ohne Heizstab – das schont die Jahresarbeitszahl bei hohem Vorlaufbedarf.
  • Leiser Nachtbetrieb wichtig ist: Bis 27,5 dB(A) im Nachtmodus, ideal bei knappen Abständen zur Nachbarschaft.
  • Sie auf Felderfahrung setzen: Vaillant betreibt R290-Wärmepumpen seit 2020 und hat damit die längste Praxiserfahrung mit Propan am Markt.
  • Eine aktuelle, unabhängige Note zählt: Die Vaillant-Bewertung stammt aus 10/2025, die Wolf-Note aus 10/2023.

Ehrliche Nachteile beider Geräte

Kein Gerät ist perfekt. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie sich festlegen.

Wolf CHA:

  • Maximal 70 °C rein über die Wärmepumpe (CHA-07/10): Im unsanierten Altbau mit hohem Vorlaufbedarf wird häufiger das E-Heizelement zugeschaltet, was die JAZ senkt. Die CHA-16 erreicht 75 °C nur mit Heizstab.
  • Höhere R290-Füllmenge (3,4 kg vs. 1,3 kg): Das kann je nach örtlichen Vorschriften größere Sicherheitsabstände bei der Aufstellung bedeuten.
  • Test drei Jahre alt: Die belastbare Stiftung-Warentest-Note stammt aus 10/2023; eine aktuelle unabhängige Prüfung fehlt.

Vaillant aroTHERM plus:

  • Schweres Außengerät: Mit rund 206 kg gehört es zu den schwereren Monoblöcken – das kann Transport und Fundament aufwendiger machen.
  • An Heizkörpern und bei starker Kälte liegt die Effizienz leicht unter den Top-Geräten; im Warentest 10/2025 reichte es nur für Platz 4 von 5.

Für beide gilt: Die online kursierenden „Gerätepreise" von 11.000–17.000 € sind meist Set-Preise inklusive Inneneinheit, nicht das reine Gerät. Lassen Sie sich Angebote immer klar in Gerät, Speicher und Installation aufschlüsseln.

Häufige Fragen (FAQ)

Wolf oder Vaillant Wärmepumpe – welche ist besser?

Pauschal ist keine besser. Beide erreichten bei Stiftung Warentest die Note GUT (2,3) – allerdings in verschiedenen Testausgaben (Wolf CHA-10/400V in 10/2023, Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 in 10/2025) und unter unterschiedlichen Bedingungen, also kein direkter Gleichstand. In der einzigen echten Gegenüberstellung (Test 10/2023) lag Wolf mit 2,3 vor der damaligen Vaillant (2,5). Wolf punktet beim Gerätepreis und der hohen COP, Vaillant mit 75 °C Vorlauf ohne Heizstab und sehr leisem Nachtbetrieb.

Welche Note hat die Wolf CHA bei Stiftung Warentest?

Die Wolf CHA-10/400V erhielt in der Testausgabe 10/2023 das Gesamturteil GUT (2,3) und Platz 2 von 6 geprüften Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Teilnote für Energieeffizienz lag bei 2,2. Wichtig: Wolf wurde seit 2023 nicht erneut von Stiftung Warentest getestet und war im aktuellen Test 10/2025 nicht vertreten.

Welche Note hat die Vaillant aroTHERM plus bei Stiftung Warentest?

Die neue Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A erhielt in der Ausgabe 10/2025 das Gesamturteil GUT (2,3) und Platz 4 von 5. Sie erzielte dabei die höchste im Labor gemessene Jahresarbeitszahl (4,2) aller fünf Geräte. Die ältere aroTHERM-plus-Generation hatte im Test 10/2023 noch GUT (2,5) erreicht – die neue Generation hat sich also messbar verbessert.

Welche Wärmepumpe ist leiser – Wolf CHA oder Vaillant aroTHERM plus?

Im reduzierten Nachtbetrieb ist die Vaillant aroTHERM plus tendenziell leiser: Vaillant gibt für die /8.1-Generation bis zu 27,5 dB(A) Schalldruck im Nachtmodus an, die Schallleistung liegt bei 50 dB(A). Die Wolf CHA-10/400V erreicht 34 dB(A) Schalldruck in 3 m Entfernung und 53 dB(A) Schallleistung (ErP). Beide sind damit leise; entscheidend bleibt die Aufstellung und der Abstand zu Nachbarn.

Wie unterscheiden sich Wolf CHA und Vaillant aroTHERM plus bei der Vorlauftemperatur?

Die Vaillant aroTHERM plus erreicht bis zu 75 °C Vorlauf allein über den Wärmepumpenkreislauf – ohne elektrischen Heizstab. Die Wolf CHA-07 und CHA-10 schaffen rein über die Wärmepumpe bis 70 °C; die größere CHA-16 erreicht 75 °C nur mit Unterstützung des E-Heizelements. Für unsanierte Altbauten mit klassischen Heizkörpern hat Vaillant hier einen Effizienzvorteil, weil seltener teurer Heizstab-Strom nötig ist.

Was kostet eine Wolf CHA bzw. eine Vaillant aroTHERM plus installiert?

Beide liegen komplett installiert auf ähnlichem Niveau: Wolf CHA-10 ca. 17.500–25.700 €, für ein typisches Einfamilienhaus häufig 15.000–20.000 €. Vaillant aroTHERM plus ca. 18.000–24.000 €. Reine Gerätepreise (Außeneinheit/Basis-Set) starten bei Wolf ab ca. 7.949 €, bei Vaillant ab ca. 8.856 €. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Gebäude, Speicher und Demontage ab – immer mindestens drei Angebote einholen.

Bekommen Wolf und Vaillant die gleiche Förderung?

Ja. Beide arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) und erhalten daher den 5-%-Effizienzbonus der KfW-Heizungsförderung 458. Insgesamt sind bis zu 70 % Zuschuss möglich (Grundförderung 30 %, bis 20 % Klimageschwindigkeitsbonus, bis 30 % Einkommensbonus, 5 % Effizienzbonus – gedeckelt auf 70 %). Bei förderfähigen Kosten bis 30.000 € pro Wohneinheit sind das maximal 21.000 €. Die Marke spielt für die Förderhöhe keine Rolle.

Welches Kältemittel nutzen Wolf CHA und Vaillant aroTHERM plus?

Beide verwenden das natürliche Kältemittel R290 (Propan) mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial (GWP 3). Die Füllmenge unterscheidet sich: Wolf CHA-10/400V rund 3,4 kg, Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 rund 1,3 kg. Vaillant setzte bereits 2020 auf R290 und hat damit die längste Felderfahrung mit Propan-Wärmepumpen am Markt.

Sind Wolf und Vaillant Monoblock- oder Split-Wärmepumpen?

Beide sind Monoblock-Wärmepumpen: Alle kältemittelführenden Teile sitzen im Außengerät, zwischen außen und innen laufen nur Heizwasserleitungen. Das bedeutet für beide: keine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs nötig, schnellere Montage und kein Risiko undichter Kältemittelleitungen. Im Winter muss die Heizwasserleitung jeweils per integriertem Frostschutz gesichert werden.

Nächster Schritt: Welche passt zu Ihrem Gebäude?

Ob Wolf CHA oder Vaillant aroTHERM plus die wirtschaftlichere Wahl ist, lässt sich nicht am Datenblatt allein entscheiden – es hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, vorhandenen Heizkörpern, Vorlaufbedarf und Ihren individuellen Fördermöglichkeiten ab. Gerade weil beide Geräte technisch dicht beieinander liegen und identisch gefördert werden, lohnt sich die gebäudespezifische Analyse besonders. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt – inklusive Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Analyse. Wer beide Marken im breiteren Feld einordnen will, findet das im Überblick Vaillant Wärmepumpe: Modelle & Preise.

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