Wärmepumpe Landkreis Rastatt: Ihr Wärmeplan sagt Einzelheizung
Im Kreis Rastatt liegen die ersten Wärmepläne vor – bei 0 % Fernwärme im Wohnbestand heißt das für die meisten: Wärmepumpe. Jetzt Haus kostenlos prüfen.
Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Rastatt – 23 Gemeinden, rund 57.000 Wohngebäude.
61 %
Gebäude vor 1979
oft mit Sanierungsbedarf
20,6 kW
Ø Heizlast EFH
unsaniert, geschätzt
152
kWh/m²·a Wärmebedarf
Median, unsaniert
81 %
Freistehende EFH
günstig für Aufstellort
Gebäudebestand in Landkreis Rastatt: Baualter entscheidet
Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Landkreis Rastatt wurden rund 61 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:
Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.
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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus
Ein typisches Einfamilienhaus in Landkreis Rastatt hat eine geschätzte Heizlast von rund 20,6 kW (mittlere 50 %: 14,1–26,9 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 21 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.
Heizträger in Landkreis Rastatt heute
Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:
Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.
Im Landkreis Rastatt liegen bereits für mehrere der 23 Gemeinden Wärmepläne vor – darunter Gaggenau, Bühl und die Kreisstadt Rastatt –, obwohl die gesetzliche Frist für Kommunen unter 100.000 Einwohnern erst am 30.06.2028 abläuft (waermeplanung-bw.de). Viele Eigentümer lesen das als Grund zum Abwarten – doch genau das Gegenteil steht in den Plänen. Für die große Mehrheit der Häuser weisen sie kein Wärmenetz aus, sondern Einzelversorgung. Und Einzelversorgung heißt 2026 praktisch: Wärmepumpe. Die Pumpe ist hier nicht die Alternative zum Warten, sie ist das Ergebnis des Wartens.
Fernwärme? Nur in wenigen Clustern – der Rest bleibt bei der Einzelheizung
Der Blick in die Daten macht es unmissverständlich: Im Wohngebäudebestand des Kreises liegt der Fernwärme-Anteil bei 0 %, während modelliert 69 % mit Gas und 31 % mit Öl heizen. Fernwärme müsste also praktisch bei null neu aufgebaut werden – und die Wärmepläne sehen das nur für einzelne verdichtete Cluster vor. Die Stadtwerke Gaggenau nennen als Eignungsgebiete Bad Rotenfels, die Kernstadt und Ottenau; die Ortsteile Selbach, Hörden und Sulzbach erklären sie ausdrücklich für nicht netzgeeignet und verweisen dort direkt auf Wärmepumpen und die neutrale Beratung der Energieagentur (stadtwerke-gaggenau.de). Bühl geht bei seinen großen Neubaugebieten Kirchgassgraben (7,9 ha) und Hinterfeldweg in Kappelwindeck (2,3 ha) bewusst den dezentralen Weg: geplant sind kalte Nahwärmenetze mit Eisspeicher, Wärmepumpen in den Gebäuden und PV für den nötigen Strom – also gerade kein klassisches Fernwärmenetz (buehl.de).
Selbst in der Kreisstadt ist Geduld ein schlechter Ratgeber: Die Stadtwerke Rastatt betreiben nach 15 Jahren rund 30 km Fernwärmeleitungen und versorgen damit etwa 1.400 Haushalte – der großflächige Netzausbau beginnt laut eigener Aussage erst ab 2028 (stadtwerke-rastatt.de). Wichtig: Die Energieagentur Mittelbaden stellt selbst klar: Bei den Maßnahmen der Wärmepläne handelt es sich um „Vorschläge, die umgesetzt werden sollen, aber nicht müssen“ (energieagentur-mittelbaden.de). Die Kreishandwerkerschaft rät Eigentümern deshalb, nicht auf den Abschluss der Planung zu warten, sondern Fachbetriebe anzusprechen und laufende Förderungen zu nutzen (khs-mittelbaden.de). Wer außerhalb eines ausgewiesenen Eignungsgebiets wohnt, kann nicht auf ein Netz warten, das niemand bauen muss.
Der Bestand ist jünger als anderswo – das spielt der Wärmepumpe in die Hände
Die gute Nachricht für die 69 % Gas- und 31 % Ölheizer: Der Kreis Rastatt hat einen vergleichsweise jungen Bestand. Nur 61 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979 (modelliert), viele Häuser sind also ohne Vollsanierung wärmepumpentauglich. Trotzdem lohnt der genaue Blick, denn die geschätzte Heizlast ist hoch: Für ein typisches, unsaniertes Einfamilienhaus modelliert reduco rund 20,6 kW, mit großer Spanne (mittlere 50 % etwa 14,1 bis 26,9 kW). 37 % der Einfamilienhäuser liegen im Band 20–30 kW, weitere 16 % darüber. Das ist entscheidend für die Auslegung – rechnen Sie nicht mit Standard-Beispielen für 8–10-kW-Anlagen, sonst sind Investition und Stromkosten systematisch zu niedrig angesetzt.
Die Hebel sind allgemein bekannt: Eine niedrige Vorlauftemperatur (Zielwert grob 55 °C) und passende Heizkörper entscheiden über die Effizienz, und bei einer Jahresarbeitszahl von etwa 3 senkt jedes vermiedene Grad Vorlauf dauerhaft die Stromkosten. Modelliert fallen 68 % der Wohngebäude im Kreis in die Effizienzklassen F bis H – wo die Hülle schwach ist, hebt eine Teildämmung (Dach, oberste Geschossdecke) die Vorlauftemperatur spürbar. Mit 81 % freistehenden Einfamilienhäusern ist der Aufstellort des Außengeräts hier seltener das Problem als in enger bebauten Kreisen; klären Sie Grenzabstand und Schallschutz trotzdem früh.
Förderung: der Systemwechsel am 21.07.2026 und der einzige lokale Zuschuss
Diese Seite erscheint am Vorabend des Förder-Umbruchs. Noch bis heute, 20.07.2026, 20:00 Uhr können Sie einen Antrag zu den bisherigen Bedingungen stellen – also nach der bekannten KfW-Logik mit 30 % Grundförderung und Boni bis maximal 70 %. Ab dem 21.07.2026 gelten neue Konditionen: Die technologiespezifischen Boni – darunter der Klimageschwindigkeitsbonus – fallen weg, der Einkommensbonus wird stärker gestaffelt, und für Haushalte mit minderjährigen Kindern kommt über alle Einkommensstufen hinweg ein Familienzuschlag hinzu. Die exakten Prozentsätze für die Zeit danach sind noch nicht veröffentlicht – prüfen Sie die aktuellen Sätze vor dem Antrag direkt bei der KfW.
Lokal gibt es genau einen belegten kommunalen Zuschuss – und der gilt nur in Gaggenau: Die Stadtwerke fördern eine Strom-Wärmepumpe mit einmalig 595,00 € brutto (stadtwerke-gaggenau.de). Zwei Haken: Der Antrag muss vor der Anschaffung eingehen (ein häufiger, teurer Fehler), und es besteht eine 5-jährige Bindung an den Tarif gansWÄRMEstrom WP – ein Tarifaufschlag kann die 595 € über fünf Jahre übersteigen, das ist also kein geschenktes Geld. Bemerkenswert: Denselben Betrag zahlen die Stadtwerke weiterhin für einen neuen Gashausanschluss oder eine Erdgasbrennwertheizung – ein lokaler Zuschuss ersetzt die technische Prüfung nicht. Für Bühl, Rastatt und die übrigen Gemeinden ist kein eigenes Wärmepumpen-Programm belegt – dort bleibt es bei der Bundesförderung. Einen kreiseigenen Zuschuss gibt es nicht – der Landkreis wirkt über die kostenfreie, anbieterunabhängige Erstberatung der Energieagentur Mittelbaden (Hotline 07222 1590821), Gesellschafterin ist unter anderem der Kreis selbst (landkreis-rastatt.de).
reduco unterhält keine Niederlassung im Landkreis Rastatt. Wir liefern die Datenanalyse für Ihr konkretes Gebäude und vermitteln bei Bedarf an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Kreis bedienen. Ob Ihre Adresse in einem der wenigen Netzgebiete liegt oder auf Einzelversorgung angewiesen ist, klärt am schnellsten der kostenlose Wärmepumpen-Check für Ihr genaues Haus.
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Häufige Fragen
Für die meisten Häuser nein. Der Fernwärme-Anteil im Wohnbestand liegt bei 0 %, und die Wärmepläne weisen Netze nur für wenige Cluster aus – etwa Bad Rotenfels, Gaggenau-Kernstadt und Ottenau. Bühl setzt in seinen Neubaugebieten sogar ausdrücklich auf kalte Nahwärme mit Wärmepumpen statt auf klassische Fernwärme. Selbst in Rastatt startet der großflächige Ausbau erst ab 2028, und die Maßnahmen der Pläne sind Vorschläge, keine Pflicht. Prüfen Sie Ihre Adresse, bevor Sie auf ein Netz warten.
Die technologiespezifischen Boni, darunter der Klimageschwindigkeitsbonus, fallen weg. Stattdessen wird der Einkommensbonus stärker gestaffelt, dazu kommt ein Familienzuschlag für Haushalte mit minderjährigen Kindern. Anträge zu den bisherigen Bedingungen sind noch bis zum 20.07.2026, 20:00 Uhr möglich. Die genauen neuen Prozentsätze sind noch nicht veröffentlicht – prüfen Sie sie tagesaktuell bei der KfW, bevor Sie den Antrag stellen.
Ja, die Stadtwerke Gaggenau zahlen einmalig 595,00 € brutto für eine Strom-Wärmepumpe. Aber: Der Antrag muss vor der Anschaffung eingehen, und Sie binden sich fünf Jahre an den Tarif gansWÄRMEstrom WP. Über die Laufzeit kann ein Tarifaufschlag die 595 € auffressen – rechnen Sie das durch, statt es als reinen Gewinn zu sehen. In den übrigen Gemeinden gibt es diesen Zuschuss nicht.
Nein. Einen kreiseigenen Wärmepumpen-Zuschuss gibt es nicht. Der Landkreis wirkt mittelbar über die Energieagentur Mittelbaden gGmbH, die als Gesellschaft von Kreis, Stadt Baden-Baden und regionalen Stadtwerken eine kostenfreie, anbieterunabhängige Erstberatung anbietet (Hotline 07222 1590821). Geld fließt darüber nicht, aber neutrale Orientierung zu Technik und Förderung.
Meist ja. Der Kreis Rastatt hat sogar einen vergleichsweise jungen Bestand: Nur 61 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979 (modelliert), viele sind ohne Vollsanierung tauglich. Entscheidend sind eine korrekte Heizlastberechnung, eine niedrige Vorlauftemperatur und – bei den 68 % in den Klassen F bis H – oft eine Teildämmung der Hülle.
Größer, als viele Beispielrechnungen suggerieren. Für ein typisches unsaniertes Einfamilienhaus modelliert reduco rund 20,6 kW Heizlast, mit einer mittleren Spanne von etwa 14,1 bis 26,9 kW. 37 % der Einfamilienhäuser liegen im Band 20–30 kW. Standard-Angebote für 8–10-kW-Anlagen passen hier oft nicht – lassen Sie die Heizlast individuell berechnen.
Am schnellsten über den kostenlosen Wärmepumpen-Check von reduco. Er schätzt Heizlast, mögliche Vorlauftemperatur und Sanierungsbedarf für Ihre genaue Adresse im Landkreis Rastatt und zeigt, welche Förderungen – vom Bund und, in Gaggenau, von den Stadtwerken – für Sie realistisch sind.
