Energieberatung Landkreis Rastatt – kostenlos vor Ort starten
Im Landkreis Rastatt stecken 68 % der Wohngebäude in Effizienzklasse F bis H. So nutzen Sie die kostenfreie Energieagentur vor Ort – jetzt Sanierungs-Check starten.
Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Rastatt – 23 Gemeinden, rund 57.000 Wohngebäude.
68 %
Klasse F–H
hoher Sanierungsbedarf, geschätzt
61 %
Gebäude vor 1979
unsaniert oft Klasse E–H
207
kWh/m²·a Endenergie
Median, unsaniert
225 m²
Ø Wohnfläche EFH
Bezug für Kostenschätzung
Geschätzte Energieeffizienzklassen in Landkreis Rastatt
Im unsanierten Modellzustand liegen rund 68 % der Wohngebäude in Landkreis Rastatt in einer der schlechten Effizienzklassen F, G oder H – dort ist der Sanierungshebel am größten:
Effizienzklassen unsaniert modelliert (GEG-Bänder); real sanierte Gebäude liegen besser.
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Wo eine Sanierung in Landkreis Rastatt ansetzt
| Ø Wand-U-Wert (unsaniert) | 0,89 W/m²·K |
| Zielwert nach Sanierung | ≈ 0,20 W/m²·K |
| Heizwärmebedarf (Median) | 152 kWh/m²·a |
| Typische Wohnfläche EFH | 225 m² |
Ein hoher Wand-U-Wert zeigt großes Einsparpotenzial durch eine Fassaden- oder Dachdämmung. Was sich für Ihr konkretes Gebäude lohnt – Reihenfolge, Kosten, Förderung und Amortisation – berechnet der kostenlose Sanierungs-Check weiter unten für Ihre Adresse.
Energieberatung ist im Landkreis Rastatt keine Behördennummer, sondern eine Adresse. Mit der Energieagentur Mittelbaden gGmbH (Im Wöhr 6, 76437 Rastatt) hat der Kreis eine eigene, öffentlich getragene Energieagentur – zuständig für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden. Die rund 45-minütige Erstenergieberatung ist kostenfrei und anbieterunabhängig; sie findet telefonisch oder vor Ort in Baden-Baden, Bühl, Rastatt, Gaggenau, Sinzheim und Durmersheim statt. Für kurze 10-Minuten-Fragen gibt es zusätzlich die kostenfreie Energie-Hotline dienstags von 10 bis 11 Uhr und donnerstags von 15 bis 16 Uhr – nach vorheriger Terminvereinbarung unter 07222 15 90 80.
Der Zeitpunkt ist günstig: Die gemeinsame Kampagne „Zukunftssicher Wohnen – Einfach. Regional. Versorgt." von Energieagentur, Stadtkreis Baden-Baden, Landkreis Rastatt und dem Netzwerk RegioENERGIE läuft auch 2026 weiter; die aktuell veröffentlichten Termine reichen von Juli bis Dezember 2026. Alle Abendvorträge zu Heizung und Photovoltaik, die „Energiesprechstunde in Ihrer Nähe" und die Online-Expertenvorträge sind kostenfrei; Anmeldung unter 07222 15 90 80. Weitere Termine stehen erst fest, wenn die Agentur sie veröffentlicht – prüfen Sie die Terminseite daher direkt vor der Planung.
Der baden-württembergische Sonderweg: warum der Sanierungsfahrplan hier doppelt zählt
Der eigentliche Hebel steckt im Landesrecht. Neben dem bundesweiten GEG gilt in Baden-Württemberg weiterhin das EWärmeG mit seiner 15-Prozent-Pflicht: Nach jedem Heizungstausch müssen Sie 15 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Legen Sie einen Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg vor, sinkt dieser Pflichtanteil bei Wohngebäuden auf 10 Prozent – ein Instrument, das Eigentümer in anderen Bundesländern schlicht nicht haben. Wichtig: EWärmeG und GEG laufen parallel und haben unterschiedliche Erfüllungsoptionen. Ein Sanierungsfahrplan oder eine PV-Anlage zählen auf die EWärmeG-Quote, ersetzen aber nicht die 65-Prozent-Anforderung des GEG beim neuen Heizsystem. Diese beiden Regelwerke dürfen Sie nicht gleichsetzen.
Für den Rastatter Gebäudebestand ist das kein Randthema. 69 Prozent der Wohngebäude heizen mit Gas, weitere 31 Prozent mit Öl, der Fernwärmeanteil liegt bei praktisch null. 61 Prozent der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979, 68 Prozent liegen (modelliert) in den Effizienzklassen F bis H, und der mittlere Wand-U-Wert von 0,89 W/m²K verrät, wie viel Wärme durch ungedämmte Außenwände verschwindet. Für die vielen gasbeheizten Häuser wird der Sanierungsfahrplan damit nicht nur zum Förderbonus, sondern zu einem Stück Pflichterfüllung – er senkt die EWärmeG-Quote und liefert gleichzeitig die geordnete Reihenfolge der Maßnahmen.
Die dreistufige Rastatter Beratungsleiter
Denken Sie in drei Stufen, statt alles auf einmal zu erwarten:
- Kostenlose Erstberatung bei der Energieagentur Mittelbaden – zur Orientierung, ca. 45 Minuten. Sie ist ausdrücklich kein förderfähiger Sanierungsfahrplan und kein BAFA-Beratungsbericht.
- Verbraucherzentrale-Check über die Agentur: Der Basis-Check ist kostenfrei, der Gebäude-Check und der Eignungs-Check Heizung kosten jeweils 40 € (Stand Juli 2026). Ergänzend betreiben die Stadtwerke Rastatt eine kostenlose Hotline und verleihen Energiekosten-Messgeräte.
- Der geförderte Sanierungsfahrplan (iSFP): Die BAFA-Energieberatung für Wohngebäude übernimmt 50 Prozent des Beratungshonorars – maximal 650 € beim Ein- oder Zweifamilienhaus, maximal 850 € ab drei Wohneinheiten, plus bis zu 250 € für die Erläuterung in einer WEG-Versammlung. Diese Stufe leistet ein gelisteter Energieeffizienz-Experte, nicht die kostenlose Erstberatung.
Woher das Geld wirklich kommt
Einen eigenen Sanierungszuschuss des Landkreises Rastatt gibt es nach Recherche über die offiziellen Kreis- und Agenturseiten nicht. Der Kreis liefert die Beratungsinfrastruktur; das Geld kommt vom Bund (BAFA/KfW) und vom Land. Für PV ist das Landesdarlehen „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik" der L-Bank relevant – zinsverbilligt ab 5.000 €, aber ein Darlehen über die eigene Hausbank, kein Zuschuss, und begrenzt auf Anlagen bis 30 kWp und Gebäude mit höchstens drei Wohneinheiten. Das kollidiert mit dem Rastatter Dachpotenzial: 86 Prozent der Wohngebäude haben ein Dachpotenzial von mindestens 10 kWp, größere Anlagen fallen also schnell aus dieser Förderkulisse. Auf einen künftigen Wärmenetzanschluss zu warten, ist bei nahezu null Prozent Fernwärme für die meisten keine Strategie – zumal die Agentur selbst betont, die Maßnahmen der kommunalen Wärmepläne seien Vorschläge, die umgesetzt werden sollten, aber nicht müssen. Der Stand unterscheidet sich je Gemeinde und ist nur auf der jeweiligen Gemeinde-Homepage verlässlich.
reduco selbst hat kein Büro im Kreis. Wir liefern die Gebäudeanalyse und vermitteln an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Landkreis Rastatt bedienen – die kostenlosen Angebote der Energieagentur bleiben davon unberührt und ergänzen sich gut.
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Häufige Fragen
Nein. Über die offiziellen Seiten des Kreises und der Energieagentur Mittelbaden ist kein kreiseigenes Zuschussprogramm auffindbar. Der Kreis stellt Beratung bereit; die Zuschüsse kommen von BAFA und KfW, das PV-Darlehen von der L-Bank. Wer Ihnen einen „Kreis-Zuschuss" verspricht, erfindet ihn.
Nein. Die rund 45-minütige Erstberatung der Energieagentur dient der Orientierung und ist weder ein förderfähiger iSFP noch ein BAFA-Beratungsbericht. Für den iSFP-Bonus und Förderanträge brauchen Sie eine kostenpflichtige, BAFA-geförderte Beratung durch einen gelisteten Energieeffizienz-Experten.
Er senkt bei Wohngebäuden die EWärmeG-Pflichtquote nach einem Heizungstausch von 15 auf 10 Prozent und ist über die BAFA zu 50 Prozent förderfähig. Damit erfüllt er in Rastatt zwei Zwecke zugleich: Landespflicht abmildern und Maßnahmen sinnvoll ordnen.
Nein. EWärmeG und GEG gelten parallel mit eigenen Erfüllungsoptionen. Der Sanierungsfahrplan zählt auf die EWärmeG-Quote, ersetzt aber nicht die 65-Prozent-Anforderung des GEG an ein neues Heizsystem. Beide Regelwerke müssen Sie getrennt betrachten.
Oft ja – aber prüfen Sie die Anlagengröße. Weil im Kreis 86 Prozent der Wohngebäude ein Dachpotenzial von mindestens 10 kWp haben, geraten größere Anlagen rasch über die 30-kWp-Grenze und fallen aus dem L-Bank-Programm. Dann rechnen sich Speicher, Wallbox und Eigenverbrauch meist auch ohne dieses Darlehen; die generelle 0-Prozent-Mehrwertsteuer auf PV gilt bundesweit.
Die Kampagne „Zukunftssicher Wohnen" bietet kostenfreie Vorträge und Energiesprechstunden in Baden-Baden, Bühl, Rastatt, Gaggenau, Sinzheim und Durmersheim; die derzeit veröffentlichten Termine reichen bis Dezember 2026. Anmeldung online oder unter 07222 15 90 80. Die aktuelle Terminliste steht auf der Seite der Energieagentur Mittelbaden.
Weil sie über die richtige Wärmepumpen-Größe entscheidet. Im unsanierten Rastatter Einfamilienhaus liegt die geschätzte Heizlast im Mittel bei rund 20,6 kW – wird zuerst die Gebäudehülle verbessert, sinkt der Wert, und die Anlage wird kleiner und günstiger. Genau diese Reihenfolge prüft ein Sanierungsfahrplan. Sie wollen wissen, wo Ihr Haus wirklich steht? Der kostenlose Sanierungs-Check analysiert Ihr konkretes Gebäude im Landkreis Rastatt – Effizienzklasse, sinnvolle Reihenfolge und passende Förderung – bevor Sie den ersten Termin machen.
