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Wärmepumpe · Baden-Württemberg · Landkreis

Wärmepumpe Enzkreis: Wärmeplan & bis 70 % Förderung

Der Mühlacker Wärmeplan empfiehlt für Einfamilienhaus-Gebiete – 82 % der Wohngebäude im Enzkreis – die Wärmepumpe statt Fernwärme. Jetzt kostenlos prüfen.

Aggregierte Gebäudedaten für Enzkreis28 Gemeinden, rund 57.974 Wohngebäude.

65 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

21,0 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

165

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

77 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Enzkreis: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Enzkreis wurden rund 65 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 191910%1919–19485%1949–195710%1958–196813%1969–197827%1979–19906%1991–200016%2001–20114%2012–20151%ab 20168%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Enzkreis (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Enzkreis hat eine geschätzte Heizlast von rund 21,0 kW (mittlere 50 %: 14,427,4 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 21 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW12%
10–15 kW16%
15–20 kW17%
20–30 kW38%
≥ 30 kW17%

Heizträger in Enzkreis heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas63%
Öl36%
Fernwärme1%
Holz0%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Die Frage, an der im Enzkreis fast jede Heizungsentscheidung hängt, hat die Große Kreisstadt Mühlacker bereits amtlich beantwortet: Soll ich auf ein Wärmenetz warten oder jetzt eine Wärmepumpe einbauen? Ihr am 23.04.2024 beschlossener kommunaler Wärmeplan sagt für die große Masse der Häuser klar: nicht warten. Wärmenetze sind darin nur für die Innenstadt, die Gewerbegebiete Kißlingweg/Industriestraße und das Neubaugebiet Ziegelhöhe vorgesehen. Für Einfamilienhaus-Quartiere wie Enzberg empfiehlt der Plan ausdrücklich die dezentrale Versorgung über eine Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik – das sei dort „am wirtschaftlichsten". In einem Kreis, in dem modelliert 82 % der Wohngebäude Einfamilienhäuser sind, betrifft diese Aussage die überwältigende Mehrheit der Eigentümer.

Warum die Fernwärme-Hoffnung kein Grund zum Aufschieben ist

Viele Hausbesitzer zögern, weil sie hoffen, irgendwann günstig an ein Wärmenetz angeschlossen zu werden. Für den Enzkreis ist das für die meisten ein Trugschluss. Schon heute versorgen sich modelliert nur rund 1 % der Wohngebäude über Fernwärme, während 63 % mit Gas und 36 % mit Öl heizen (modellierte Werte). Der Mühlacker Wärmeplan zeichnet für die Streusiedlungs- und Einfamilienhaus-Lagen keine Netzausweitung, sondern die Wärmepumpe als Standardweg vor; die Machbarkeitsstudie für ein Wärmenetz in Lomersheim ist lediglich noch offen. Wer in einem klassischen EFH-Gebiet wohnt, hat also keinen realistischen Netz-Anschluss in Aussicht – und verschiebt mit dem Warten nur die ohnehin kommende GEG-65-%-Pflicht beim nächsten Heizungstausch.

Wichtig: Amtlich abgeschlossen ist der Wärmeplan bislang nur für Mühlacker. Baden-Württemberg war zwar das erste Bundesland mit gesetzlicher Wärmeplanungspflicht, doch die übrigen 27 der 28 Enzkreis-Gemeinden folgen erst der Bundesfrist bis zum 30.06.2028. Prüfen Sie deshalb vor der Entscheidung den Wärmeplan Ihrer eigenen Kommune – Mühlackers Ergebnis lässt sich als Tendenz lesen, aber nicht 1:1 auf jeden Ort übertragen.

Alter Bestand, hohe Heizlast: worauf es bei der Auslegung ankommt

Der Enzkreis ist stark fossil und älter geprägt: Rund 65 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979, und modelliert fallen 73 % in die Effizienzklassen F bis H, allein etwa 40 % in Klasse H. Das schlägt auf die geschätzte Heizlast durch – im unsanierten Einfamilienhaus liegt sie modelliert bei rund 21 kW, ein Viertel der Häuser sogar über 27 kW. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein klares Signal: Eine Wärmepumpe darf hier nicht einfach 1:1 die alte Gas- oder Ölkessel-Leistung ersetzen.

Entscheidend sind eine saubere Heizlastberechnung, eine moderate Vorlauftemperatur (bei Bestandsheizkörpern oft um 55 °C erreichbar) und punktuelle Vorarbeiten: hydraulischer Abgleich, einzelne größere Heizflächen, gegebenenfalls Teildämmung. Ein solides Plus liefert die zweite Empfehlung des Wärmeplans – Photovoltaik. Mit einem lokalen Solarertrag von rund 987 kWh/kWp liegt der Enzkreis über dem Bundesschnitt (~900), und auf etwa 84 % der Dächer sind Anlagen ab 10 kWp möglich. Der selbst erzeugte Strom senkt die Betriebskosten der Wärmepumpe spürbar – genau die Kombination, die Mühlacker für EFH-Lagen vorschlägt.

Förderung und Beratung: der Bund zahlt, der Kreis berät

Eine eigene Enzkreis- oder Gemeinde-Kaufprämie für Wärmepumpen gibt es nicht – das Geld kommt vom Bund. Zentral ist der KfW-Zuschuss 458 der Heizungsförderung: 30 % Grundförderung, ein Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch alter Öl- oder Gasheizungen, ein Einkommensbonus für Haushalte mit zu versteuerndem Einkommen bis 40.000 € sowie ein Effizienzbonus für Wärmepumpen – in Summe bis zu 70 %, gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit (max. 21.000 € Zuschuss). Achtung beim Timing: Nach dem Regierungsentwurf vom Juli 2026 soll der Klimageschwindigkeitsbonus ab 2027 wegfallen – das ist ein Entwurf, noch kein geltendes Recht. Prüfen Sie den tagesaktuellen Stand vor jeder Zusage und stellen Sie den Antrag stets vor der Auftragsvergabe.

Was der Kreis beisteuert, ist Beratung statt Bargeld. Die kreiseigene, gemeinnützige Energieagentur keep gGmbH bietet Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose, herstellerneutrale Erstberatung zu Heizungstausch, Wärmepumpe und Dämmung (finanziert über das BMWK/Verbraucherzentrale, Termine nachmittags sowie an einzelnen Samstagen). In Mühlacker gibt es zudem einen vergünstigten Wärmepumpen-Stromtarif der Stadtwerke, der die laufenden Betriebskosten senkt. Beide ersetzen aber keine Fachplanung durch einen Handwerksbetrieb.

reduco betreibt vor Ort kein Büro. Wir liefern die Datenanalyse für Ihr konkretes Gebäude und vermitteln Sie an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Enzkreis bedienen – so sehen Sie erst die Zahlen und sprechen dann mit einem Handwerker.

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Häufige Fragen

Für die meisten Eigentümer nein. Der Mühlacker Wärmeplan sieht Wärmenetze nur für Innenstadt, Gewerbegebiete und das Neubaugebiet Ziegelhöhe vor und empfiehlt für Einfamilienhaus-Gebiete ausdrücklich die dezentrale Wärmepumpe mit PV. Bei rund 82 % Einfamilienhäusern im Kreis ist das Warten meist grundlos – prüfen Sie aber den Wärmeplan Ihrer eigenen Gemeinde.

Nein. Weder der Landkreis noch die Gemeinden zahlen eine zusätzliche Kaufprämie. Die Förderung kommt allein aus der Bundes-BEG über den KfW-Zuschuss 458 (bis zu 70 %). Die kreiseigene keep gGmbH steuert eine kostenlose, neutrale Beratung bei, die Stadtwerke Mühlacker einen günstigen Wärmestromtarif – aber keinen eigenen Zuschuss.

Meistens ja, mit passender Auslegung. Rund 65 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979, und die modellierte Heizlast im unsanierten EFH liegt bei etwa 21 kW. Entscheidend sind eine saubere Heizlastberechnung, eine moderate Vorlauftemperatur und gegebenenfalls größere Heizflächen oder eine Teildämmung – dann arbeitet eine Wärmepumpe auch im Bestand wirtschaftlich.

Im Enzkreis besonders. Der lokale Solarertrag liegt bei rund 987 kWh/kWp und damit über dem Bundesschnitt, und auf etwa 84 % der Dächer sind Anlagen ab 10 kWp möglich. Genau diese Kombination aus Wärmepumpe und PV empfiehlt der Mühlacker Wärmeplan – der eigene Solarstrom senkt die Stromkosten des Betriebs deutlich.

Über KfW 458 sind 30 % Grundförderung plus Klimageschwindigkeits-, Einkommens- und Effizienzbonus möglich, in Summe bis zu 70 %, bei 30.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit. Da im Enzkreis modelliert 63 % der Wohngebäude mit Gas heizen, betrifft das die Mehrheit der Häuser – der Gasheizungs-Austausch ist ausdrücklich förderfähig.

Weil der Klimageschwindigkeitsbonus laut Regierungsentwurf vom Juli 2026 ab 2027 gestrichen werden soll. Das ist noch kein geltendes Recht, aber ein reales Timing-Risiko. Prüfen Sie den aktuellen Förderstand direkt bei der KfW und stellen Sie den Antrag immer vor der Auftragsvergabe.

Die keep gGmbH gibt Ihnen eine herstellerneutrale Ersteinschätzung zu Wärmepumpe, Dämmung und Förderung – unabhängig von einem Verkäufer. Sie ist zeitlich begrenzt (nachmittags sowie an einzelnen Samstagen) und ersetzt keine Fachplanung durch einen Installateur, ist aber ein guter, kostenloser erster Schritt vor der Angebotseinholung. Am schnellsten wissen Sie, woran Sie sind, wenn Sie den kostenlosen Wärmepumpen-Check für Ihr genaues Gebäude starten – er rechnet Heizlast, Eignung und Förderhöhe direkt für Ihre Adresse durch.

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