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Lohnt sich Photovoltaik 2026? Rendite & Amortisation

Lohnt sich Photovoltaik 2026? Jede selbst genutzte kWh spart 37,2 ct, die Einspeisung bringt nur 7,78 ct. Rendite, Amortisation & Rechenbeispiel im Überblick.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses in der Sonne

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Renditemotor ist die Spreizung: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen den Haushaltsstrompreis von 37,2 ct/kWh (Musterhaushalt 2026, BDEW/Fraunhofer ISE) – die gleiche Kilowattstunde ins Netz eingespeist bringt nur 7,78 ct/kWh (Bundesnetzagentur, gültig 1. Feb – 31. Juli 2026). Die Differenz von rund 30 ct ist der eigentliche Grund, warum sich Photovoltaik 2026 lohnt.
  • Erzeugungskosten weit darunter: Solarstrom vom eigenen Dach kostet Sie über die Lebensdauer nur 6–14 ct/kWh (Stromgestehungskosten, Fraunhofer ISE). Jede selbst genutzte kWh hat damit rund 23–31 ct Marge gegenüber den eigenen Erzeugungskosten.
  • Fraunhofer ISE ist eindeutig: Auf die Frage, ob kleine PV-Anlagen attraktive Renditen bringen können, lautet die Antwort „Ja" – je größer der Abstand zwischen Strombezugspreis und Erzeugungskosten, desto mehr lohnt der Eigenverbrauch.
  • 0 % Mehrwertsteuer gilt weiter: Auf Kauf und Installation einer Anlage bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an (§ 12 UStG) – Speicher inklusive.
  • Amortisation typisch 8–12 Jahre, Rendite oft 5–8 %: Das sind gängige Rechenspannen für eine gut ausgelegte Anlage mit hohem Eigenverbrauch – keine garantierten Werte, sondern das Ergebnis der Spreizung oben.
  • Warten kostet Rendite: Die Einspeisevergütung sinkt zum 1. August 2026 erneut um rund 1 % (§ 49 EEG), und der bei Inbetriebnahme fixierte Satz gilt dann 20 Jahre.

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Die kurze Antwort auf die Frage im Titel: Ja, Photovoltaik lohnt sich 2026 – und zwar deutlicher, als viele denken. Der Grund ist keine üppige Förderung, sondern eine simple Rechnung. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, ersetzt teuren Netzstrom für 37,2 ct/kWh (BDEW-Musterhaushalt 2026, Fraunhofer ISE). Erzeugen kostet Sie diese kWh über 20 Jahre gerechnet aber nur 6–14 ct/kWh. Diese Marge ist der Kern der Wirtschaftlichkeit – nicht die Einspeisung, die mit 7,78 ct/kWh (Bundesnetzagentur) nur noch ein Trostpreis für den Überschuss ist.

Dieser Ratgeber rechnet die Rendite von der belastbaren Seite auf: von der Spreizung zwischen Bezugspreis und Erzeugungskosten. Die konkreten Anschaffungspreise pro kWp behandeln wir bewusst nicht erneut – dafür gibt es die Detailratgeber zu den Photovoltaik-Kosten und Förderung 2026 und den Solaranlagen-Kosten nach Größe in kWp. Hier geht es um die Frage, die danach kommt: Rechnet sich das Ganze – und wann?

Warum sich Photovoltaik 2026 rechnet: die 37-Cent-Spreizung

Fast alle Missverständnisse rund um die PV-Rendite entstehen, weil Menschen auf die Einspeisevergütung schauen. Die ist über die Jahre gesunken und liegt heute niedrig. Wer daraus schließt, PV lohne sich nicht mehr, verwechselt aber die Nebenrolle mit der Hauptrolle.

Die Hauptrolle spielt der Eigenverbrauch. Und der wird nicht mit dem Einspeisesatz bewertet, sondern mit dem Preis, den Sie sonst für Netzstrom zahlen würden. Diese beiden Zahlen liegen 2026 weit auseinander:

Verwendung Ihrer Solar-kWh Wert pro kWh Rechtsgrundlage / Quelle
Selbst verbraucht (ersetzt Netzstrom) 37,2 ct Haushaltsstrompreis 2026, BDEW/Fraunhofer ISE
Ins Netz eingespeist (Überschuss, bis 10 kWp) 7,78 ct Bundesnetzagentur, 1. Feb – 31. Juli 2026
Vorteil je selbst verbrauchter kWh ≈ 29,4 ct Differenz beider Werte

Quellen: Bundesnetzagentur, EEG-Förderung; Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur Photovoltaik. Musterhaushalt 3.500 kWh/Jahr, brutto inkl. Grundpreis.

Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ist also fast fünfmal so wertvoll wie eine eingespeiste. Genau deshalb dreht sich die gesamte Wirtschaftlichkeitsrechnung um eine einzige Stellschraube: Wie viel des erzeugten Stroms nutzen Sie selbst?

Fraunhofer ISE formuliert die Logik in seinem Faktenpapier direkt: Eigenverbrauch lohnt sich umso mehr, je größer die Differenz zwischen Strombezugskosten und den Stromgestehungskosten der Anlage ist. Und auf die Kernfrage, ob kleine PV-Dachanlagen attraktive Renditen bringen können, antwortet das Institut mit einem klaren „Ja" (Fraunhofer ISE).

Was Solarstrom vom eigenen Dach wirklich kostet

Die zweite Zahl in dieser Differenz sind die Stromgestehungskosten – auf Englisch LCOE. Sie beantworten die Frage: Was kostet mich eine selbst erzeugte Kilowattstunde über die Lebensdauer der Anlage, wenn ich Anschaffung, Betrieb und Ertrag verrechne? Für kleine PV-Dachanlagen in Deutschland liegen sie laut Fraunhofer ISE bei 6–14 ct/kWh.

Stellt man beide Werte nebeneinander, wird die Rechnung offensichtlich:

  • Sie erzeugen die kWh für 6–14 ct.
  • Sie ersetzen damit Netzstrom für 37,2 ct.
  • Ihr Gewinn je selbst verbrauchter kWh: rund 23–31 ct.

Selbst der Überschuss, den Sie einspeisen, bleibt mit 7,78 ct/kWh meist noch knapp über oder im Bereich der unteren Erzeugungskosten – er ist also kein Verlustgeschäft, sondern nur deutlich weniger lukrativ als der Eigenverbrauch. Die Kunst der Wirtschaftlichkeit besteht folglich darin, den Eigenverbrauchsanteil zu maximieren, statt die Einspeisung zu optimieren.

Eigenverbrauch: der Hebel, an dem alles hängt

Ohne Batteriespeicher liegt der Eigenverbrauchsanteil eines Haushalts – bezogen auf den erzeugten Strom – typischerweise bei 20–40 % (Fraunhofer ISE, HTW-Daten). Der Rest wird eingespeist. Genau hier setzt jede Renditeoptimierung an: Je mehr Sie in diese Spanne hineinschieben, desto mehr Kilowattstunden bewerten Sie mit 37,2 statt mit 7,78 ct.

Es gibt zwei grundsätzliche Wege, den Eigenverbrauch zu erhöhen:

  1. Verbrauch in die Sonnenstunden verschieben – Waschmaschine, Spülmaschine, Warmwasser und Laden des E-Autos auf die Mittagsstunden legen. Das kostet nichts und hebt den Eigenverbrauch spürbar. Die konkreten Taktiken dazu finden Sie im Ratgeber Solarstrom-Eigenverbrauch optimieren sowie in der Anleitung, wie Sie den Eigenverbrauch ohne Speicher erhöhen.
  2. Einen Batteriespeicher ergänzen – er verschiebt Solarstrom vom Tag in den Abend und hebt den Eigenverbrauchsanteil deutlich an. Ob sich die Zusatzinvestition rechnet, ist eine eigene Rechnung; sie steht im Ratgeber Stromspeicher: lohnt sich das 2026? und in der Kostenübersicht zur 10-kWp-PV-Anlage mit Speicher. Wie viel Unabhängigkeit ein Speicher bringt, zeigt der Ratgeber Autarkiegrad mit Photovoltaik und Speicher berechnen.

Der wichtigste Punkt: Auch ohne Speicher lohnt sich Photovoltaik. Ein Eigenverbrauch von 20–40 % reicht bei einer 37-ct-Ersparnis völlig aus, um die Anlage in einen positiven Bereich zu bringen. Der Speicher ist ein Renditeverstärker, keine Voraussetzung. Wer wissen möchte, ob sich eine Anlage sogar ganz ohne Einspeisevergütung trägt, findet die Antwort im Ratgeber Photovoltaik ohne Einspeisevergütung – lohnt sich das?.

Rechenbeispiel: 10-kWp-Anlage auf dem Einfamilienhaus

Machen wir die Rendite an einem typischen Fall greifbar – einer 10-kWp-Anlage auf einem Einfamilienhaus. Für den Ertrag rechnen wir mit den transparenten Annahmen, die auch Fraunhofer ISE seinen Wirtschaftlichkeitsrechnungen zugrunde legt.

Wie viel Strom die Anlage erzeugt

Fraunhofer ISE kalkuliert kleine PV-Anlagen mit optimaler Südausrichtung bei 30° Neigung, einer Globalstrahlung von 1.100 kWh/(m²·a), einer Performance Ratio von 85 %, einer jährlichen Degradation von 0,5 %, einer Nutzungsdauer von 20 Jahren und einem kalkulatorischen Zinssatz von 4 % (Fraunhofer ISE). Die Performance Ratio beschreibt, wie viel der theoretisch möglichen Energie tatsächlich beim Zähler ankommt; bei neuen, sorgfältig geplanten Anlagen liegt sie im Jahresmittel bei 80–90 %.

Als Faustwert für den spezifischen Jahresertrag nennt Fraunhofer ISE für Deutschland rund 950 kWh je kWp. Für unsere 10-kWp-Anlage ergibt das:

Kennwert Annahme Ergebnis
Anlagengröße 10 kWp
Spezifischer Jahresertrag 950 kWh/kWp 9.500 kWh/Jahr
Eigenverbrauchsanteil (ohne Speicher) 30 % 2.850 kWh selbst genutzt
Einspeisung (Überschuss) 70 % 6.650 kWh eingespeist

Quelle der Kennwerte: Fraunhofer ISE. Eigenverbrauchsanteil als Mittelwert der Spanne 20–40 % ohne Speicher.

Was die Anlage pro Jahr einbringt

Jetzt bewerten wir die beiden Ströme mit den verifizierten Cent-Beträgen:

Position Menge Wert je kWh Jahresbetrag
Eigenverbrauch (spart Netzstrom) 2.850 kWh 37,2 ct ≈ 1.060 €
Einspeisung (Überschuss, bis 10 kWp) 6.650 kWh 7,78 ct ≈ 517 €
Wirtschaftlicher Ertrag pro Jahr (brutto) ≈ 1.577 €

Quellen: Fraunhofer ISE (Strompreis, Ertrag); Bundesnetzagentur (Einspeisesatz). Beispielrechnung, gerundet.

Von diesem Bruttoertrag gehen noch die laufenden Betriebskosten ab – Versicherung, Wartung und Reparaturrücklage. Fraunhofer ISE beziffert sie mit rund 1–2 % der Investitionskosten pro Jahr. Selbst am oberen Rand bleibt der Löwenanteil der 1.577 € als Nettoertrag stehen.

Die genauen Anschaffungskosten – und damit die exakte Amortisationszeit – hängen vom Angebot ab und variieren regional stark. Deshalb verweisen wir für den €/kWp-Anker auf die Photovoltaik-Kosten 2026 und die Kosten nach Anlagengröße. Setzt man einen marktüblichen Anschaffungspreis an, ergibt sich aus einem Jahresertrag in dieser Größenordnung eine Amortisation von typisch 8–12 Jahren und eine Rendite von häufig 5–8 % – bezogen auf reine Eigenkapitalfinanzierung, bei der der kalkulatorische Zinssatz der erzielbaren Rendite entspricht. Diese Spannen sind kein garantierter Wert, sondern das rechnerische Ergebnis der oben belegten Spreizung. Fraunhofers Basisannahme von 4 % Zins ist dabei eher konservativ – die hohe Eigenverbrauchsmarge hebt viele reale Anlagen darüber.

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Steuern und Förderung: 0 % Mehrwertsteuer als Renditebooster

Ein Baustein verbessert die Rendite sofort und ohne Antrag: der Nullsteuersatz. Seit 2023 fällt auf die Lieferung und Installation von Solarmodulen, Speicher und wesentlichen Komponenten keine Umsatzsteuer an, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden installiert wird und die im Marktstammdatenregister eingetragene Bruttoleistung bis 30 kWp beträgt (§ 12 UStG).

Für unsere 10-kWp-Anlage auf dem Einfamilienhaus gilt das uneingeschränkt – inklusive Speicher. Konkret bedeutet das: Der Preis, den Sie im Angebot lesen, ist bereits Ihr Endpreis. Es kommen keine 19 % obendrauf. Bei einer fünfstelligen Investition sind das mehrere tausend Euro, die die Anschaffung – und damit die Amortisationszeit – direkt verkürzen. Die weiteren steuerlichen Aspekte, etwa die Ertragsteuerbefreiung, behandelt der Ratgeber Photovoltaik und Steuern 2026.

Die Einspeisevergütung selbst ist der zweite, kleinere Baustein. Für Anlagen bis 10 kWp beträgt sie bei Überschusseinspeisung 7,78 ct/kWh und bei Volleinspeisung 12,34 ct/kWh (gültig 1. Feb – 31. Juli 2026). Wer den Strom über einen Direktvermarkter verkauft, erhält als anzulegenden Wert 8,18 ct/kWh (Überschuss) bzw. 12,74 ct/kWh (Voll). Alle Sätze und Größenklassen listet der Ratgeber Einspeisevergütung 2026: aktuelle Sätze.

Ein wichtiger Hinweis zur Einordnung: Der im Solarpaket I vorgesehene Zuschlag von +1,5 ct/kWh ist noch nicht wirksam. Er greift erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission, die weiterhin aussteht (Bundesnetzagentur). Rechnen Sie ihn also nicht in Ihre Kalkulation ein.

Warum das Warten Rendite kostet

Die Einspeisevergütung sinkt planmäßig. Seit dem 1. Februar 2024 werden die anzulegenden Werte alle sechs Monate – jeweils zum 1. Februar und 1. August – um 1 % gegenüber dem Vorzeitraum abgesenkt (§ 49 EEG). Zum 1. August 2026 sinkt die Überschussvergütung damit erneut um rund 1 %, von 7,78 ct auf etwa 7,70 ct/kWh.

Entscheidend ist die Stichtagslogik: Der bei Inbetriebnahme geltende Satz wird für 20 Jahre festgeschrieben. Wer früher startet, sichert sich den höheren Satz für zwei Jahrzehnte. Warum sich das Handeln in diesem Jahr besonders lohnt, vertieft der Ratgeber Photovoltaik noch 2026 installieren.

Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?

Kurz gesagt: Nein, beschlossen ist das nicht. Es kursieren Pläne, im Rahmen einer EEG-Novelle die feste Einspeisevergütung für kleine Neuanlagen umzubauen oder zu beenden. Diese Pläne befinden sich aber im Stadium eines Regierungs- beziehungsweise Diskussionsentwurfs – sie sind kein geltendes Recht.

Was heute rechtlich feststeht, ist allein die beschriebene Degression von 1 % je Halbjahr. Was diskutiert wird und welche Szenarien realistisch sind, ordnet der Ratgeber EEG-Novelle 2027: geplante PV-Änderungen ein; einen Überblick über den Zeitstrahl gibt der Beitrag Einspeisevergütung: Änderungen 2026 und 2027.

Für die Renditefrage ist das ohnehin zweitrangig. Wie das Rechenbeispiel zeigt, trägt der Eigenverbrauch mit rund 1.060 € den größeren Teil des Jahresertrags – und dieser Wert hängt nicht an der Einspeisevergütung, sondern am Strompreis, den Sie sonst zahlen würden. Selbst ein starker Umbau der Einspeisung würde die Grundrechnung „37 ct sparen statt 8 ct verkaufen" nicht umdrehen.

Was ist mit steigenden Modulpreisen?

Nach Jahren des Preisverfalls sind die Modulpreise zuletzt leicht gestiegen. Das klingt zunächst nach einem Argument fürs Warten – ist aber keins. Zwei belegte Fakten entschärfen die Sorge.

Erstens: Der Modulpreis macht nur noch rund ein Fünftel der Investitionskosten einer Aufdachanlage aus (Fraunhofer ISE). Der weitaus größere Teil entfällt auf Wechselrichter, Montage, Verkabelung und Handwerkerleistung. Selbst deutliche Modulpreisschwankungen wirken sich daher nur gedämpft auf den Gesamtpreis – und damit auf Ihre Rendite – aus.

Zweitens der langfristige Trend: Zwischen 2010 und 2020 sind die Preise für PV-Module um 90 % gefallen (Fraunhofer ISE). Fraunhofer erwartet entlang der Preis-Erfahrungskurve langfristig weiter sinkende Preise, auch wenn kurzfristige Trendwenden möglich sind. Ein leichter Anstieg in einem Jahr ändert an dieser Größenordnung nichts.

Ein ergänzender Punkt zur oft gehörten Sorge, der PV-Ausbau treibe die Strompreise: Seit der Abschaffung der EEG-Umlage Mitte 2022 enthält der Strompreis keine Bestandteile mehr zur Vergütung von PV-Strom (Fraunhofer ISE). Der Zubau verteuert den Haushaltsstrom also nicht direkt – im Gegenteil senkt Solarstrom die Börsenpreise an sonnigen Stunden.

Rendite verstärken: Wärmepumpe, Wallbox und Speicher

Die Rendite Ihrer PV-Anlage steigt mit jeder Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen. Genau deshalb wirken Wärmepumpe, Wallbox und Speicher wie Renditeverstärker: Sie schaffen zusätzliche Abnahme für den Solarstrom, der sonst für 7,78 ct ins Netz gegangen wäre – und heben ihn auf den Wert von 37,2 ct.

Für die grundsätzliche Auslegung auf dem Einfamilienhaus – Dachfläche, Anlagengröße, Ausrichtung – bündelt der Ratgeber Photovoltaik auf dem Einfamilienhaus die wichtigsten Entscheidungen.

Häufige Fragen (FAQ)

Lohnt sich Photovoltaik 2026 überhaupt noch?

Ja. Die Wirtschaftlichkeit hängt nicht an der Einspeisevergütung, sondern am Eigenverbrauch. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Netzstrom für 37,2 ct/kWh, während die Erzeugung nur 6–14 ct/kWh kostet (Fraunhofer ISE). Diese Marge von rund 23–31 ct pro kWh macht die Anlage rentabel – Fraunhofer ISE bejaht die Renditefrage für kleine Dachanlagen ausdrücklich.

Wie hoch ist die Rendite einer Photovoltaikanlage 2026?

Für eine gut ausgelegte Anlage mit hohem Eigenverbrauch sind Renditen von häufig 5–8 % pro Jahr realistisch – abhängig von Anschaffungspreis, Eigenverbrauchsanteil und Ausrichtung. Das ist ein Rechenbeispiel, kein garantierter Wert. Fraunhofer ISE rechnet in seinem Basisszenario mit 4 % kalkulatorischem Zins, was bei reiner Eigenkapitalfinanzierung der erzielbaren Rendite entspricht; die hohe Eigenverbrauchsmarge hebt viele reale Anlagen darüber.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage (10 kWp mit/ohne Speicher)?

Typisch sind 8–12 Jahre. Eine Anlage ohne Speicher amortisiert sich tendenziell schneller, weil sie günstiger ist; ein Speicher kostet extra, hebt aber den Eigenverbrauch und damit den jährlichen Ertrag. Die genaue Zeit hängt vom Anschaffungspreis ab – Details dazu in den Ratgebern zu Photovoltaik-Kosten und zur 10-kWp-Anlage mit Speicher.

Wie viel spart jede selbst verbrauchte Kilowattstunde im Vergleich zur Einspeisung?

Rund 29 ct. Eine selbst verbrauchte kWh ersetzt Netzstrom für 37,2 ct/kWh (Musterhaushalt 2026, BDEW/Fraunhofer ISE), während die gleiche kWh ins Netz eingespeist nur 7,78 ct/kWh bringt (Bundesnetzagentur, bis 31. Juli 2026). Eigenverbrauch ist damit fast fünfmal so wertvoll wie Einspeisung.

Lohnt sich Photovoltaik auch ohne Batteriespeicher?

Ja. Auch ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil bei 20–40 % des erzeugten Stroms (Fraunhofer ISE). Bei einer Ersparnis von 37,2 ct je selbst genutzter kWh reicht das für eine positive Rendite. Ein Speicher ist ein Renditeverstärker, keine Voraussetzung. Ob sich eine Anlage sogar ohne Einspeisevergütung trägt, klärt der Ratgeber Photovoltaik ohne Einspeisevergütung.

Wie viel Einspeisevergütung gibt es 2026 pro kWh?

Für Anlagen bis 10 kWp beträgt die Überschusseinspeisung 7,78 ct/kWh und die Volleinspeisung 12,34 ct/kWh (gültig 1. Feb – 31. Juli 2026, Bundesnetzagentur). Bei Direktvermarktung liegt der anzulegende Wert bei 8,18 ct/kWh (Überschuss) bzw. 12,74 ct/kWh (Voll). Der geplante Zuschlag von +1,5 ct/kWh aus dem Solarpaket I ist mangels EU-Genehmigung noch nicht wirksam.

Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?

Nein, beschlossen ist das nicht. Es gibt einen Regierungs- bzw. Diskussionsentwurf für eine EEG-Novelle, der die feste Vergütung kleiner Neuanlagen umbauen könnte – geltendes Recht ist er aber nicht. Feststeht nur die Degression von 1 % je Halbjahr (§ 49 EEG). Einordnung im Ratgeber EEG-Novelle 2027.

Erhöhen Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher die Rentabilität der PV-Anlage?

Ja. Alle drei schaffen zusätzliche Abnahme für Solarstrom, der sonst für 7,78 ct eingespeist würde, und heben ihn auf den Eigenverbrauchswert von 37,2 ct. Wärmepumpe und E-Auto sind große flexible Verbraucher, ein Speicher verschiebt Tagesstrom in den Abend. Details in den Ratgebern zu Wärmepumpe + PV, Wallbox + PV und Stromspeicher.

Gilt der 0 % Mehrwertsteuersatz auf Photovoltaik 2026 noch?

Ja. Auf Lieferung und Installation von Solarmodulen, Speicher und wesentlichen Komponenten fällt keine Umsatzsteuer an, wenn die Anlage auf oder nahe Wohngebäuden installiert wird und die Bruttoleistung laut Marktstammdatenregister bis 30 kWp beträgt (§ 12 UStG). Für die typische 10-kWp-Anlage am Einfamilienhaus gilt der Nullsteuersatz uneingeschränkt, Speicher inklusive.

Nächster Schritt: Rendite für Ihr Dach berechnen lassen

Die Grundrechnung ist eindeutig: Solarstrom vom eigenen Dach kostet 6–14 ct, ersetzt Netzstrom für 37,2 ct und lohnt sich 2026 in aller Regel. Wie stark – das hängt von Ihrem Dach ab: Ausrichtung, Neigung, Verschattung, Ihr Stromverbrauch und wie viel davon in die Sonnenstunden fällt. Diese individuellen Faktoren entscheiden, ob Ihre Anlage am oberen oder unteren Rand der genannten Rendite- und Amortisationsspannen landet.

Genau hier setzt reduco an: Die Gebäudeanalyse berücksichtigt die konkreten Eigenschaften Ihres Hauses, statt mit pauschalen Faustwerten zu rechnen. Fordern Sie über das folgende Formular unverbindlich Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region an – so sehen Sie schwarz auf weiß, welche Anlagengröße, welcher Preis und welche Rendite für Ihr Dach realistisch sind.

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