Photovoltaik Einfamilienhaus 2026: 8–12 kWp, Kosten & Ertrag
Wie groß, wie teuer, wie viel Ertrag? Für ein Einfamilienhaus sind 8–12 kWp typisch, ein 10-kWp-System mit Speicher kostet 14.000–20.000 €. Alle Zahlen 2026.

Das Wichtigste in Kürze
- Anlagengröße: Für ein Einfamilienhaus sind meist 8–12 kWp die richtige Größe; ein 4-Personen-Haushalt (4.000–5.000 kWh/Jahr) kommt oft mit 6–8 kWp aus. Faustregel Dachfläche: rund 4,5–6 m² pro kWp, also etwa 50–60 m² für eine 10-kWp-Anlage.
- Kosten 2026: Eine reine PV-Anlage sollte höchstens rund 1.600 €/kWp kosten, mit Speicher höchstens 2.200 €/kWp – ein komplettes 10-kWp-System mit Speicher liegt typisch bei 14.000–20.000 €.
- Ertrag: Rund 1.000 kWh pro kWp und Jahr (Süden bis ~1.200, Norden ~950). Eine 10-kWp-Anlage erzeugt also etwa 9.000–10.000 kWh Solarstrom pro Jahr.
- Eigenverbrauch & Autarkie: Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch beim EFH bei rund 30 %; mit Batteriespeicher steigt die Autarkie auf bis zu rund 70 %.
- Wirtschaftlichkeit: Der Solarstrom ersetzt Netzstrom zu 37,0 ct/kWh; Überschuss bringt bei Teileinspeisung 7,78 ct/kWh Einspeisevergütung – 20 Jahre fest, ab 1. August 2026 nur noch ~7,71 ct/kWh für Neuanlagen.
- Steuer: 0 % Mehrwertsteuer auf Anlage und Speicher (§ 12 Abs. 3 UStG) und einkommensteuerfrei bis 30 kWp je Wohneinheit (§ 3 Nr. 72 EStG).
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Die Frage "Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auf meinem Einfamilienhaus?" lässt sich 2026 in den meisten Fällen klar mit Ja beantworten – wenn die Anlage richtig dimensioniert ist. Für ein typisches Einfamilienhaus sind 8–12 kWp die passende Größenordnung, und ein komplettes 10-kWp-System mit Speicher kostet realistisch 14.000–20.000 €. Der selbst verbrauchte Solarstrom ersetzt Netzstrom zu 37 ct/kWh, während die Stromgestehungskosten einer kleinen Dachanlage nur bei rund 9–10 ct/kWh liegen. Wie viel eine Anlage konkret auf Ihrem Dach bringt, hängt aber von Verbrauch, Dachfläche und Ausrichtung ab – eine erste Einschätzung liefert unser PV-Ertragsrechner in wenigen Minuten.
Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten Entscheidungsgrößen fürs Einfamilienhaus: Größe, Kosten, Ertrag, Eigenverbrauch, Dachfläche und sinnvolle Erweiterungen. Für die reine Dimensionierungs-Mathematik lohnt der vertiefende Beitrag zum PV-Anlage planen und dimensionieren; die vollständige Kosten- und Förderübersicht finden Sie unter Photovoltaik Kosten und Förderung 2026.
Wie groß sollte die PV-Anlage fürs Einfamilienhaus sein?
Die richtige Anlagengröße ergibt sich aus zwei Faktoren: Ihrem Stromverbrauch und der verfügbaren Dachfläche. Beim Einfamilienhaus dominieren in der Praxis 8–12 kWp – das ist die Größe, die die meisten Dächer aufnehmen und die zu einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch passt.
Anlagengröße nach Verbrauch und Ausbauplänen
Als grobe Orientierung dient folgende Tabelle. Sie zeigt, welche Anlagengröße zu welchem Nutzungsprofil passt:
| Haushalt / Nutzung | Jahresverbrauch | Empfohlene Anlagengröße |
|---|---|---|
| 2 Personen, sparsam | 2.500–3.500 kWh | 5–7 kWp |
| 4 Personen, Standard | 4.000–5.000 kWh | 6–8 kWp |
| 4 Personen + Wallbox/E-Auto | 6.000–8.000 kWh | 9–11 kWp |
| EFH mit Wärmepumpe + Wallbox | 8.000–12.000 kWh | 10–12 kWp |
Ein 4-Personen-Haushalt mit 4.000–5.000 kWh Jahresverbrauch kommt rechnerisch oft schon mit 6–8 kWp aus. Wichtig ist aber ein anderer Grundsatz: Belegen Sie das Dach so voll wie sinnvoll möglich. Jedes zusätzliche kWp ist relativ günstig, weil Gerüst, Anfahrt, Wechselrichter und Montage weitgehend fix bleiben. Und da der Solarstrom mit rund 9–10 ct/kWh deutlich billiger ist als Netzstrom, verschenken Sie mit einer zu kleinen Anlage bares Geld – erst recht, wenn später Verbraucher dazukommen.
Warum "größer" fast immer die richtige Antwort ist
Wer heute knapp plant und in zwei Jahren eine Wärmepumpe oder eine Wallbox mit PV-Überschussladen nachrüstet, ärgert sich über ein halb belegtes Dach. Nachträgliches Erweitern ist teuer, weil das Gerüst und die Anfahrt erneut anfallen und der Wechselrichter oft nicht mehr passt. Wenn Wärmepumpe, Wallbox oder E-Auto absehbar sind, sollte die Anlage von Anfang an größer ausfallen – meist 10–12 kWp statt 6–8 kWp.
Ein weiterer Punkt: Bis 30 kWp je Wohneinheit sind die Erträge einkommensteuerfrei, und der Nullsteuersatz gilt ohnehin. Es gibt also aus steuerlicher Sicht keinen Grund, unterhalb der Dachkapazität zu bleiben. Die genaue kWp-Berechnung nach Verbrauch und Dachmaßen zeigt der Leitfaden zum Dimensionieren der PV-Anlage.
Wie viel Dachfläche braucht eine PV-Anlage fürs EFH?
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Moderne Module mit 400–450 Wp haben rund 2 m² Fläche. Pro installiertem kWp brauchen Sie deshalb etwa 4,5–6 m² belegbare Dachfläche. Für eine 10-kWp-Anlage sind das rund 50–60 m².
| Anlagengröße | Anzahl Module (~420 Wp) | Benötigte Dachfläche |
|---|---|---|
| 6 kWp | ca. 14 | 30–36 m² |
| 8 kWp | ca. 19 | 40–48 m² |
| 10 kWp | ca. 24 | 50–60 m² |
| 12 kWp | ca. 28 | 55–72 m² |
Diese Werte gelten für die belegbare Fläche, nicht für die gesamte Dachfläche. Randabstände, Dachfenster, Gauben, Kamine, Entlüftungen und Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude verkleinern die tatsächlich nutzbare Fläche spürbar. Ein typisches Satteldach eines Einfamilienhauses mit 8–10 m Traufbreite bietet auf der Südseite meist genug Platz für 8–12 kWp – knapp wird es eher bei kleinen, stark gegliederten oder verschatteten Dächern.
Wenn Ihr Süddach zu klein ist, ist eine Ost-West-Belegung eine gute Alternative: Sie bringt zwar nur etwa 80–90 % des Süd-Ertrags, verteilt die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag – was den Eigenverbrauch erhöht. Auch ein Flachdach lässt sich sinnvoll belegen, dort werden die Module aufgeständert.
Was kostet eine PV-Anlage fürs Einfamilienhaus 2026?
Die Preise für Photovoltaik sind in den letzten Jahren stark gefallen. Als wirtschaftliche Obergrenze gelten 2026 laut Finanztip rund 1.600 € pro kWp für die reine Anlage und rund 2.200 € pro kWp inklusive Speicher.
Kostenübersicht nach Anlagengröße
| System | Ohne Speicher | Mit Speicher |
|---|---|---|
| 6 kWp | 9.000–11.000 € | 13.000–16.000 € |
| 8 kWp | 11.000–13.000 € | 14.000–18.000 € |
| 10 kWp | 13.000–16.000 € | 14.000–20.000 € |
| 12 kWp | 15.000–19.000 € | 17.000–24.000 € |
Ein komplettes 10-kWp-System mit Batteriespeicher liegt typisch bei 14.000–20.000 €. Die große Spanne erklärt sich durch Speichergröße, Dachtyp (Ziegel vs. Blech vs. Flachdach), Wechselrichter-Qualität und regionale Handwerkerpreise. Auf Anlage und Speicher fällt dank Nullsteuersatz keine Mehrwertsteuer an – das ist bereits in den genannten Bruttopreisen berücksichtigt.
Der Batteriespeicher selbst kostet installiert etwa 400–800 € pro kWh. Wirtschaftlich sinnvoll ist er nach Finanztip bis rund 600 €/kWh – ein Niveau, das 2026 dank gefallener Speicherpreise oft erreichbar ist. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Größe finden Sie im Beitrag Solaranlage-Kosten nach Größe (kWp).
Was die Wirtschaftlichkeit ausmacht
Entscheidend ist nicht der Anschaffungspreis allein, sondern das Verhältnis aus Kosten und selbst genutztem Strom. Das Fraunhofer ISE beziffert die Stromgestehungskosten kleiner Dach-PV bis 10 kWp auf rund 9–10 ct/kWh (Fraunhofer ISE). Das ist ein Viertel des aktuellen Netzstrompreises von 37 ct/kWh – jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart also den Löwenanteil.
Wie viel Strom erzeugt die Anlage – und wie viel davon nutzen Sie selbst?
Als Faustregel liefert 1 kWp in Deutschland rund 1.000 kWh Solarstrom pro Jahr (Finanztip). Im Süden sind bis zu 1.200 kWh/kWp möglich, im Norden eher 950–1.000. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 9.000–10.000 kWh pro Jahr.
Ertrag nach Anlagengröße und Region
| Anlagengröße | Norddeutschland (~950) | Mittel (~1.000) | Süddeutschland (~1.150) |
|---|---|---|---|
| 6 kWp | 5.700 kWh | 6.000 kWh | 6.900 kWh |
| 8 kWp | 7.600 kWh | 8.000 kWh | 9.200 kWh |
| 10 kWp | 9.500 kWh | 10.000 kWh | 11.500 kWh |
Ein reiner Süd-Ertrag ist das Maximum. Ost-West-Dächer bringen etwa 80–90 % davon, dafür mit einer gleichmäßigeren Verteilung über den Tag – morgens und abends, wenn im Haushalt am meisten Strom verbraucht wird.
Eigenverbrauch und Autarkie im Einfamilienhaus
Entscheidend für die Rentabilität ist, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst nutzen. Ohne Batteriespeicher nutzen Sie im Einfamilienhaus im Schnitt nur rund 30 % des Solarstroms direkt selbst – der Rest wird eingespeist. Mit einem Batteriespeicher kann die Autarkie im typischen Einfamilienhaus auf bis zu rund 70 % steigen (Verbraucherzentrale).
Den Eigenverbrauch heben Sie zusätzlich, indem Sie stromintensive Verbraucher gezielt tagsüber laufen lassen: Waschmaschine, Spülmaschine, Wärmepumpe oder das Laden des E-Autos über die Wallbox. Genau hier liegt der große Hebel im Einfamilienhaus – wer den Verbrauch in die Sonnenstunden verschiebt, braucht weniger Netzstrom und weniger Speicherkapazität.
Wie viel spart die PV-Anlage pro Jahr?
Die jährliche Ersparnis setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: dem vermiedenen Netzstromeinkauf und der Einspeisevergütung für den Überschuss.
- Selbst verbrauchter Strom ersetzt Netzstrom zu aktuell 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse 2026, Vorjahr 39,3 ct/kWh).
- Eingespeister Überschuss bringt bei Teileinspeisung 7,78 ct/kWh Einspeisevergütung – 20 Jahre lang fest (Bundesnetzagentur).
Für eine 10-kWp-Anlage mit Speicher ergibt sich so je nach Verbrauch eine jährliche Ersparnis im mittleren vierstelligen Bereich. Finanztip rechnet für ein 10-kWp-System mit 10-kWh-Speicher mit einer Amortisation nach etwa 14 Jahren und einer Rendite von rund 3,6 % über 20 Jahre bzw. 5,3 % über 30 Jahre – bei einer Modul-Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren also ein solides, inflationsgeschütztes Investment.
Ein Rechenbeispiel für ein EFH mit 5.000 kWh Verbrauch und 10-kWp-Anlage mit Speicher (70 % Autarkie): Sie sparen den Bezug von rund 3.500 kWh Netzstrom (3.500 × 0,37 € ≈ 1.295 € pro Jahr) und speisen die restlichen ~6.500 kWh Erzeugung überwiegend ein (~6.500 × 0,0778 € ≈ 506 € pro Jahr) – zusammen also grob 1.800 € Ersparnis im Jahr. Die genaue Höhe hängt stark von Ihrem Lastprofil ab; eine belastbare Zahl für Ihr Dach liefert der PV-Ertragsrechner.
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Steuer und Einspeisevergütung 2026 im Überblick
Steuerlich ist die kleine Dach-PV so einfach wie nie:
- Nullsteuersatz (0 % USt): Auf Lieferung und Installation von PV-Anlage und Speicher fällt seit 1. Januar 2023 keine Mehrwertsteuer an – das gilt weiterhin 2026 (§ 12 Abs. 3 UStG).
- Einkommensteuerbefreiung: Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit (max. 100 kWp je Steuerpflichtigem) sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Für praktisch jedes Einfamilienhaus bedeutet das: keine Einnahmen-Überschuss-Rechnung, keine Umsatzsteuervoranmeldung.
Die Einspeisevergütung beträgt für Gebäudeanlagen bis 10 kWp in Teileinspeisung aktuell 7,78 ct/kWh und gilt in dieser Höhe vom 1. Februar bis 31. Juli 2026. Ab dem 1. August 2026 sinkt sie durch die halbjährliche Degression von 1 % auf rund 7,71 ct/kWh für Neuanlagen. Wer die Anlage vor dem 1. August in Betrieb nimmt, sichert sich also den etwas höheren Satz für die vollen 20 Jahre. Details zu den aktuellen Sätzen finden Sie im Beitrag zur Einspeisevergütung 2026, die steuerliche Seite vertieft der Ratgeber Photovoltaik Steuern 2026.
Sinnvolle Erweiterungen: Speicher, Wärmepumpe, Wallbox
Eine PV-Anlage entfaltet ihr volles Potenzial erst im Zusammenspiel mit weiteren Komponenten. Die drei wichtigsten Erweiterungen fürs Einfamilienhaus:
Batteriespeicher
Ein Speicher verdoppelt in etwa Ihren Eigenverbrauch und hebt die Autarkie von ~30 % auf rund 70 %. Für ein EFH sind 5–10 kWh eine gängige Größe – grob orientiert an etwa 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Wirtschaftlich lohnt er sich vor allem bei höchstens rund 600 €/kWh. Ob 5 oder 10 kWh die richtige Wahl sind, klärt der Beitrag PV-Speicher: 5 oder 10 kWh; die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit behandelt der Batteriespeicher-Leitfaden.
Wärmepumpe
Wenn Sie Ihre Heizung ohnehin modernisieren, ist die Kombination aus PV und Wärmepumpe naheliegend. Die Wärmepumpe verbraucht viel Strom – idealerweise tagsüber und in der Übergangszeit, wenn die Sonne scheint. Das erhöht den Eigenverbrauch deutlich. Realistisch lassen sich so Autarkiegrade bis rund 55 % im Gesamthaushalt erreichen, wie der Beitrag Wärmepumpe und Photovoltaik zeigt. Wichtig: Legen Sie die PV-Anlage dann von Anfang an größer aus (10–12 kWp).
Wallbox und E-Auto
Ein E-Auto ist der stärkste Eigenverbrauchs-Treiber überhaupt. Mit PV-Überschussladen tanken Sie den Wagen bevorzugt mit selbst erzeugtem Solarstrom – zu 9–10 ct/kWh statt an der teuren öffentlichen Ladesäule. Wie Sie das in wenigen Schritten einrichten, beschreibt der Beitrag Wallbox und PV-Überschussladen.
Planungs-Tipp: alles zusammen denken
Wenn Wärmepumpe, Wallbox oder E-Auto geplant sind, steigt Ihr Stromverbrauch deutlich, und eine größere Anlage rechnet sich. Planen Sie Leerrohre und ausreichend Dachbelegung von Anfang an mit – das ist erheblich günstiger als späteres Nachrüsten. Der zusätzliche Verbrauch erhöht Ihren Eigenverbrauch, weil Wärmepumpe und E-Auto den Solarstrom direkt nutzen können.
Wovon ich abrate
Ein paar häufige Fehler beim Einfamilienhaus, die bares Geld kosten:
- Die Anlage zu klein planen. Wer aus Kostenscheu nur 5–6 kWp installiert, obwohl das Dach 10 kWp hergibt, verschenkt günstige Erzeugung. Die Zusatzkosten pro kWp sind gering, der Nutzen über 25 Jahre erheblich.
- Den Speicher überdimensionieren. Ein 15-kWh-Speicher im 4.000-kWh-Haushalt bleibt im Winter oft leer und rechnet sich nicht. Orientieren Sie sich an ~1 kWh je 1.000 kWh Verbrauch.
- Nur auf die Einspeisevergütung schielen. Mit 7,78 ct/kWh ist die Einspeisung nur ein Zubrot. Das Geld verdienen Sie über den Eigenverbrauch – deshalb sind Speicher und lastverschiebende Verbraucher wichtiger als eine maximale Einspeisung.
- Nachrüsten statt gleich mitplanen. Wärmepumpe oder Wallbox erst nach der PV-Installation zu bedenken, führt fast immer zu einer zu kleinen Anlage und teurem Umbau.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie groß sollte eine Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus sein?
Für ein typisches Einfamilienhaus sind 8–12 kWp die passende Größenordnung. Ein 4-Personen-Haushalt mit 4.000–5.000 kWh Jahresverbrauch kommt oft schon mit 6–8 kWp aus. Planen Sie später Wärmepumpe, Wallbox oder ein E-Auto ein, sollte die Anlage größer ausfallen – meist 10–12 kWp. Faustregel: Belegen Sie das Dach so voll wie sinnvoll möglich, denn jedes zusätzliche kWp ist relativ günstig und der Solarstrom bleibt deutlich billiger als Netzstrom.
Wie viel kostet eine PV-Anlage fürs Einfamilienhaus 2026 – mit und ohne Speicher?
Als wirtschaftliche Obergrenze gelten 2026 rund 1.600 € pro kWp für die reine Anlage und rund 2.200 € pro kWp inklusive Speicher. Ein komplettes 10-kWp-System mit Batteriespeicher liegt typisch bei 14.000–20.000 €. Der Speicher selbst kostet installiert etwa 400–800 € pro kWh; wirtschaftlich sinnvoll ist er bis rund 600 €/kWh. Auf Anlage und Speicher fällt dank Nullsteuersatz keine Mehrwertsteuer an.
Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage auf dem Einfamilienhaus im Jahr?
Als Faustregel liefert 1 kWp in Deutschland rund 1.000 kWh Solarstrom pro Jahr. Im Süden sind bis zu 1.200 kWh/kWp möglich, im Norden eher 950–1.000. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 9.000–10.000 kWh pro Jahr. Süddächer bringen den höchsten Ertrag, Ost-West-Dächer etwa 80–90 % davon, dafür mit gleichmäßigerer Verteilung über den Tag.
Wie hoch ist der Eigenverbrauch und die Autarkie im Einfamilienhaus?
Ohne Batteriespeicher nutzen Sie im Schnitt rund 30 % des Solarstroms direkt selbst, der Rest wird eingespeist. Mit einem Batteriespeicher kann die Autarkie im typischen Einfamilienhaus auf bis zu rund 70 % steigen. Mehr Autarkie erreichen Sie, indem Sie Verbraucher wie Waschmaschine, Wärmepumpe oder Wallbox gezielt tagsüber laufen lassen.
Wie viel Dachfläche braucht eine PV-Anlage fürs Einfamilienhaus?
Moderne Module mit 400–450 Wp haben etwa 2 m² Fläche. Pro kWp brauchen Sie rund 4,5–6 m² belegbare Dachfläche. Für eine 10-kWp-Anlage sind das etwa 50–60 m². Randabstände, Dachfenster, Gauben und Verschattungen verkleinern die nutzbare Fläche – die tatsächlich belegbare Fläche prüft der Installateur objektspezifisch vor Ort.
Wie viel spart eine PV-Anlage dem Einfamilienhaus pro Jahr?
Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom zu aktuell rund 37 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt 2026), während der eingespeiste Überschuss 7,78 ct/kWh Einspeisevergütung bringt. Für eine 10-kWp-Anlage mit Speicher ergibt sich so je nach Verbrauch eine jährliche Ersparnis im mittleren vierstelligen Bereich. Finanztip rechnet für ein 10-kWp-System mit Speicher mit einer Amortisation nach etwa 14 Jahren und einer Rendite von rund 3,6 % über 20 Jahre.
Lohnt sich ein Batteriespeicher fürs Einfamilienhaus?
Ein Speicher verdoppelt in etwa Ihren Eigenverbrauch und hebt die Autarkie auf rund 70 %. Wirtschaftlich lohnt er sich vor allem, wenn er höchstens rund 600 € pro kWh kostet – ein Niveau, das 2026 dank stark gefallener Speicherpreise oft erreichbar ist. Für ein EFH sind 5–10 kWh eine gängige Größe, grob orientiert an etwa 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch.
Sollte ich die PV-Anlage direkt für Wärmepumpe und Wallbox mit auslegen?
Ja – wenn Wärmepumpe, Wallbox oder E-Auto geplant sind, steigt Ihr Stromverbrauch deutlich, und eine größere Anlage (10–12 kWp statt 6–8 kWp) rechnet sich. Der zusätzliche Verbrauch erhöht Ihren Eigenverbrauch, weil Wärmepumpe und E-Auto viel Solarstrom direkt nutzen können. Planen Sie Leerrohre und ausreichend Dachbelegung von Anfang an mit, das ist günstiger als späteres Nachrüsten.
Nächster Schritt: Ertrag und Ersparnis für Ihr Dach berechnen
Ob sich Photovoltaik auf Ihrem Einfamilienhaus lohnt und welche Anlagengröße optimal ist, hängt von Ihrem Verbrauch, Ihrer Dachfläche und Ausrichtung ab. Statt mit Faustregeln zu rechnen, ermitteln Sie mit dem kostenlosen PV-Ertragsrechner in wenigen Minuten eine erste Einschätzung zu Ertrag, Eigenverbrauch und jährlicher Ersparnis – als niederschwelliger erster Schritt, bevor Sie Angebote einholen.
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