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Solaranlage Kosten nach Größe 2026: 5, 10, 15 & 20 kWp

Was kostet eine PV-Anlage je kWp? 5 kWp ab 6.000 €, 20 kWp ab 18.000 €. Preise mit & ohne Speicher, Dachfläche und Amortisation im Vergleich 2026.

Photovoltaik-Anlage auf einem Einfamilienhausdach in verschiedenen Größen

Das Wichtigste in Kürze

  • Preis pro kWp sinkt mit der Größe: Eine 5-kWp-Anlage kostet 2026 rund 1.200–1.500 €/kWp, eine 20-kWp-Anlage nur noch etwa 900–1.100 €/kWp – große Dächer profitieren von der Fixkosten-Degression (Gerüst, Wechselrichter, Anfahrt, Planung verteilen sich auf mehr Leistung).
  • Komplettpreise ohne Speicher (2026, schlüsselfertig, brutto bei 0 % MwSt.): ca. 6.000–7.500 € (5 kWp), 10.000–13.000 € (10 kWp), 13.500–18.000 € (15 kWp) und 18.000–22.000 € (20 kWp).
  • Speicher als Zusatzposten: Ein Batteriespeicher kostet 2026 rund 270–420 €/kWh installiert; ein typischer 10-kWh-Speicher schlägt mit etwa 3.000–5.000 € zu Buche und wird per Faustformel mit 1–1,5 kWh je kWp dimensioniert.
  • Dimensionierung nach Faustregel: rund 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch und ca. 5–6 m² Dachfläche pro kWp – eine 10-kWp-Anlage belegt also etwa 45–55 m² und passt zum typischen Einfamilienhaus mit 4.000–6.000 kWh Verbrauch.
  • 0 % Mehrwertsteuer bleibt: Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt 2026 unverändert und unbefristet für Lieferung und Installation von PV-Anlagen inklusive Speicher an Wohngebäuden (Vermutungsgrenze 30 kWp).
  • Einspeisung & Amortisation: Die Teileinspeisung sinkt zum 1. August 2026 voraussichtlich auf 7,71 ct/kWh (bis 10 kWp) und gilt ab Inbetriebnahme 20 Jahre; die Amortisation liegt je nach Größe und Eigenverbrauch typisch bei 8–14 Jahren.

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Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Solaranlage kostet, ist die Anlagengröße in kWp die entscheidende Stellschraube – und der Preis pro kWp hängt stark davon ab, wie viel Leistung Sie aufs Dach bringen. Der Effekt ist erheblich: Von rund 1.200–1.500 €/kWp bei einer kleinen 5-kWp-Anlage sinkt der spezifische Preis auf etwa 900–1.100 €/kWp bei 20 kWp, weil sich Fixkosten wie Gerüst, Wechselrichter und Planung auf mehr Leistung verteilen. Als schlüsselfertige Komplettpreise ohne Speicher bedeutet das grob 6.000–7.500 € für 5 kWp bis 18.000–22.000 € für 20 kWp. Dieser Ratgeber stellt die vier gängigen Größen 5, 10, 15 und 20 kWp – jeweils mit und ohne Speicher – in einer Preistabelle nebeneinander und ordnet jede Größe einer Dachfläche, einem Verbrauch und einer Amortisation zu. Die genaue Auslegung und den erwarteten Jahresertrag für Ihr Dach berechnen Sie am schnellsten im PV-Ertragsrechner; den allgemeinen Kostenüberblick mit Steuer und Betriebskosten liefert der Ratgeber Photovoltaik Kosten 2026, die Schritt-für-Schritt-Auslegung der Beitrag PV-Anlage planen und dimensionieren.

Warum der Preis pro kWp mit der Größe sinkt

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Eine große Anlage ist pro kWp günstiger als eine kleine. Das liegt an der Fixkosten-Degression. Ein erheblicher Teil der Kosten einer PV-Anlage fällt unabhängig von der Leistung an:

  • Gerüst und Anfahrt – ob 5 oder 20 kWp, das Gerüst muss aufgebaut, der Monteurtrupp muss anfahren.
  • Planung und Netzanmeldung – Angebot, Auslegung, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister kosten fast gleich viel.
  • Wechselrichter – ein Gerät deckt oft einen breiten Leistungsbereich ab; die Kosten steigen nicht proportional zur Modulzahl.

Verteilen sich diese Fixkosten auf mehr Kilowatt-Peak, sinkt der Preis je kWp deutlich. Das Fraunhofer ISE beziffert den durchschnittlichen schlüsselfertigen Systempreis für Aufdachanlagen von 10–100 kWp für März 2026 auf rund 1.015 €/kWp – den niedrigsten Stand aller Zeiten, bei einer Bandbreite von etwa 970–1.200 €/kWp. Seit 2006 sind die Systempreise damit um über 75 % gefallen: Damals lagen sie noch bei rund 5.500 €/kWp, 2026 bei 1.000–1.500 €/kWp.

Kleine Anlagen unter 10 kWp liegen wegen der Fixkosten am oberen Rand dieser Spanne oder darüber. Deshalb gilt 2026 die Faustregel: Lieber etwas größer bauen, solange das Dach es hergibt – Modulfläche ist der günstigste Teil des Systems.

Preis pro kWp nach Anlagengröße 2026

Anlagengröße Preis pro kWp (ca.) Charakter
5 kWp 1.200–1.500 €/kWp teuerste Stufe pro kWp, viele Fixkosten
10 kWp 1.000–1.300 €/kWp Standardgröße Einfamilienhaus
15 kWp 900–1.200 €/kWp Degression greift deutlich
20 kWp 900–1.100 €/kWp günstigster kWp-Preis, großes Dach

Werte inklusive Montage, ohne Speicher, brutto bei 0 % MwSt. Der genaue Preis hängt von Dachform, Modultyp und Region ab.

Komplettpreise: 5, 10, 15 und 20 kWp im Vergleich

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Aus dem €/kWp-Preis ergeben sich die schlüsselfertigen Komplettpreise. Die folgende Tabelle ist das Herzstück dieses Ratgebers: Sie zeigt für jede Größe den Preis ohne und mit einem passend dimensionierten Speicher.

PV-Preistabelle nach Größe (2026, schlüsselfertig, 0 % MwSt.)

Größe Ohne Speicher Passender Speicher Mit Speicher (gesamt) Ca. Jahresertrag
5 kWp 6.000–7.500 € 5–7,5 kWh (~1.800–3.500 €) ca. 7.800–11.000 € ~5.000 kWh
10 kWp 10.000–13.000 € 10–15 kWh (~3.000–7.000 €) ca. 13.000–20.000 € ~10.000 kWh
15 kWp 13.500–18.000 € 15–20 kWh (~4.500–8.500 €) ca. 18.000–26.500 € ~15.000 kWh
20 kWp 18.000–22.000 € 20–25 kWh (~5.500–10.500 €) ca. 23.500–32.500 € ~20.000 kWh

Speicherpreis auf Basis von rund 270–420 €/kWh installiert, Dimensionierung 1–1,5 kWh je kWp. Jahresertrag nach Faustwert ~1.000 kWh je kWp; je nach Standort und Ausrichtung realistisch 900–1.100 kWh/kWp.

Wichtig zur Einordnung: Der Speicher ist der größte Kostentreiber mit der breitesten Spanne. Der Preis pro Kilowattstunde reicht 2026 von rund 270 bis 420 €/kWh installiert – je nach Hersteller, Kapazität und ob das System hochvoltbasiert und modular aufgebaut ist. Ein typischer 10-kWh-Speicher liegt bei etwa 3.000–5.000 €. Ob sich diese Investition rechnet, hängt stark von Ihrem Eigenverbrauch ab – dazu weiter unten mehr.

Der durchschnittliche spezifische Jahresertrag einer PV-Anlage in Deutschland liegt bei rund 1.000 kWh je kWp und Jahr, mit einer Bandbreite von etwa 900–1.100 kWh/kWp je nach Standort und Dachausrichtung. Eine 10-kWp-Anlage produziert also grob 10.000 kWh im Jahr – deutlich mehr, als ein typischer Haushalt direkt verbrauchen kann. Genau deshalb ist die Frage nach der richtigen Größe immer auch eine Frage nach Eigenverbrauch, Speicher und Einspeisung.

Welche kWp-Größe passt zu Ihrem Dach und Verbrauch?

Die Anlagengröße wird von zwei Seiten begrenzt: von der verfügbaren Dachfläche und vom sinnvoll nutzbaren Strombedarf. Zwei einfache Faustregeln helfen bei der ersten Einordnung:

  • Dachfläche: ca. 5–6 m² pro kWp (moderne Module liefern rund 0,2 kWp pro m² Modulfläche).
  • Verbrauch: rund 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch, mit sinnvoller Überdimensionierung um den Faktor 1,2–1,5 bei Wärmepumpe oder E-Auto.

Dachfläche und Modulzahl je Größe

Größe Dachfläche (ca.) Modulzahl (à ~0,2 kWp) Typischer Haushalt
5 kWp 25–30 m² ~11–12 Module 1–2 Personen, kleines Dach
10 kWp 45–55 m² ~22–23 Module Einfamilienhaus, 3–5 Personen
15 kWp 70–85 m² ~33–38 Module großes EFH, Wärmepumpe/E-Auto
20 kWp 90–110 m² ~44–50 Module sehr großes Dach, hoher Bedarf

Ein typisches Einfamilienhaus mit 4.000–6.000 kWh Jahresverbrauch fährt mit 8–12 kWp gut. Kommen Wärmepumpe oder Wallbox hinzu, steigt der Bedarf schnell auf 6.000–10.000 kWh – dann sind 12–20 kWp sinnvoll, sofern das Dach mitspielt. Weil Modulfläche 2026 so günstig ist, lohnt es sich fast immer, das Dach voll zu belegen, statt bewusst kleiner zu planen: Der Mehrpreis pro zusätzlichem kWp ist gering, der Zusatzertrag über 20 Jahre erheblich.

Eine wichtige Schwelle liegt bei 10 kWp: Anlagen bis zu dieser Größe genießen die höchste Einspeisevergütung pro kWh, ab 7 kWp installierter Leistung greifen zudem strengere Steuerungspflichten (dazu unten mehr). Wer knapp über 10 kWp plant, sollte prüfen, ob sich die Anlage baulich klar oberhalb dieser Grenze rechnet – oder ob 9,9 kWp die pragmatischere Wahl sind. Die genaue Auslegung für Ihr Dach – inklusive Verschattung, Ausrichtung und PVGIS-Ertragssimulation – erledigen Sie am besten im PV-Ertragsrechner oder mit der ausführlichen Dimensionierungs-Anleitung. Speziell für das freistehende Einfamilienhaus liefert der Ratgeber Photovoltaik fürs Einfamilienhaus weitere Praxiswerte.

Lohnt sich ein Speicher bei Ihrer Anlagengröße?

Der Speicher ist die teuerste Einzelentscheidung – und die mit dem größten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Der Kern ist einfach: Selbst genutzter Strom ist rund 30–40 ct/kWh wert (das ist der Strompreis, den Sie nicht mehr vom Versorger kaufen müssen), während eingespeister Strom 2026 nur mit 7,71 ct/kWh vergütet wird. Jede Kilowattstunde, die Sie durch einen Speicher selbst verbrauchen statt einzuspeisen, bringt also die Differenz von rund 22–32 ct.

Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote eines Einfamilienhauses typisch bei nur etwa 30 %. Ein Speicher hebt sie auf 60–80 %. Die Faustformel zur Dimensionierung: 1–1,5 kWh Speicherkapazität je kWp PV-Leistung. Zu einer 10-kWp-Anlage passen also etwa 10–15 kWh.

Speicherkosten nach passender Kapazität

PV-Größe Empfohlener Speicher Speicherkosten (ca.)
5 kWp 5–7,5 kWh 1.800–3.500 €
10 kWp 10–15 kWh 3.000–7.000 €
15 kWp 15–20 kWh 4.500–8.500 €
20 kWp 20–25 kWh 5.500–10.500 €

Basis: 270–420 €/kWh installiert. Der Nullsteuersatz gilt auch für den Speicher.

Ehrlich eingeordnet: Ein Speicher verlängert die Amortisation der Gesamtanlage oft eher, als dass er sie verkürzt – rein rechnerisch. Er lohnt sich vor allem, wenn Sie hohen Abendverbrauch haben, eine Wärmepumpe oder ein E-Auto betreiben, und wenn Sie Wert auf Unabhängigkeit legen. Bei einer kleinen 5-kWp-Anlage mit geringem Verbrauch ist ein großer Speicher dagegen oft überdimensioniert. Die detaillierte Rechnung samt Lebensdauer und Zyklen finden Sie im Batteriespeicher-Leitfaden und im Stromspeicher-Preisvergleich 2026.

Steuer und Einspeisung: Was bei jeder Größe gilt

0 % Mehrwertsteuer – unabhängig von der Größe

Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG: Für Lieferung und Installation von PV-Anlagen inklusive Batteriespeicher an oder in der Nähe von Wohngebäuden fällt 0 % Umsatzsteuer an. Diese Regelung ist unbefristet und gilt 2026 unverändert. Die im Gesetz genannte 30-kWp-Grenze ist nur eine Vermutungsregel – auf einem Wohngebäude gilt der Nullsteuersatz unabhängig von der Leistung. Alle Preise in diesem Ratgeber sind bereits Bruttopreise bei 0 % MwSt.; ein separater Steueraufschlag entfällt.

Einspeisevergütung sinkt zum 1. August 2026

Für Anlagen, die ab dem 1. August 2026 in Betrieb gehen, sinkt die Einspeisevergütung voraussichtlich um die halbjährliche Degression nach § 49 EEG. Für die Teileinspeisung (Sie verbrauchen einen Teil selbst) sind das dann 7,71 ct/kWh für den Anteil bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für den Leistungsanteil zwischen 10 und 40 kWp. Wer noch bis Ende Juli in Betrieb geht, sichert sich den aktuell gültigen Satz von 7,78 ct/kWh. Der Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist ab dann 20 Jahre garantiert.

Bedeutung für die Größe: Bei Anlagen über 10 kWp gilt für den Leistungsanteil oberhalb von 10 kWp der niedrigere Satz. Eine 20-kWp-Anlage erhält also einen gemischten Vergütungssatz – ein weiterer Grund, warum sich große Anlagen vor allem über Eigenverbrauch und nicht über Einspeisung rechnen. Details zur Reform und zum Ausblick 2027 finden Sie im Ratgeber Einspeisevergütung 2026.

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Solarspitzengesetz: Smart Meter und 60-%-Drosselung

Seit dem Solarspitzengesetz (in Kraft seit 25.02.2025) gelten für neue Anlagen zusätzliche Pflichten. Neue Anlagen ab 2 kWp benötigen ein intelligentes Messsystem; ohne Smart Meter und Steuerbox wird die Einspeisung auf 60 % der installierten Leistung gedrosselt. Zudem entfällt bei negativen Börsenpreisen die Vergütung. Das betrifft Anlagen von 2 bis 100 kWp gleichermaßen; Bestandsanlagen vor diesem Datum sind ausgenommen. Für die Kostenplanung heißt das: Ein Smart-Meter-Einbau kann als zusätzlicher Posten hinzukommen – kalkulieren Sie ihn im Angebot mit ein.

Amortisation: Wann rechnet sich welche Größe?

Die Amortisationszeit – also die Zeit, bis die Ersparnis die Investition wieder eingespielt hat – liegt 2026 typisch bei 7–12 Jahren, in ungünstigen Fällen (schlechte Ausrichtung, wenig Eigenverbrauch) bis zu 14 Jahre. Bei hohem Eigenverbrauch und günstigem Speicher sind auch 6–7 Jahre möglich. Über die gesamte Laufzeit von 20+ Jahren liegt die Rendite häufig bei 5–7 %.

Faustwerte zur Amortisation je Größe

Größe Investition (ohne Speicher) Amortisation (Richtwert) Wirtschaftlicher Hebel
5 kWp 6.000–7.500 € 9–13 Jahre hoher €/kWp-Preis bremst
10 kWp 10.000–13.000 € 8–12 Jahre Standard, gutes Verhältnis
15 kWp 13.500–18.000 € 8–12 Jahre günstiger €/kWp, viel Einspeisung
20 kWp 18.000–22.000 € 8–14 Jahre nur mit hohem Eigenverbrauch top

Die tatsächliche Amortisation hängt maßgeblich von Eigenverbrauchsquote, Strompreis und Ausrichtung ab. Ein Speicher verlängert die Amortisation rechnerisch meist, erhöht aber die Autarkie.

Die zentrale Stellgröße ist der Eigenverbrauch. Je mehr Sie selbst nutzen, desto schneller amortisiert sich die Anlage – weil selbst genutzter Strom rund viermal so viel wert ist wie eingespeister. Deshalb amortisiert sich eine 20-kWp-Anlage im Haushalt ohne Wärmepumpe oder E-Auto nicht automatisch schneller als eine 10-kWp-Anlage: Der zusätzliche Strom wird überwiegend zu 7,71 ct/kWh eingespeist. Erst mit Wärmepumpe, Wallbox oder Warmwasserbereitung über PV wird die große Anlage voll wirtschaftlich. Wie sich Ihre konkrete Amortisation über die Laufzeit entwickelt, rechnet der PV-Ertragsrechner auf Basis Ihres realen Verbrauchs durch.

Wovon ich bei der Größenwahl abrate

Aus der Praxis drei Fehler, die bei der Dimensionierung immer wieder Geld kosten:

  • Zu klein aus Angst vor der Investition. Wer aus Kostenscheu nur 5 kWp baut, obwohl das Dach 12 kWp hergibt, verschenkt die Fixkosten-Degression und späteren Ertrag. Eine Nachrüstung ist fast immer teurer als der gleich große Erstausbau, weil Gerüst, Anfahrt und Anmeldung erneut anfallen.
  • Speicher überdimensionieren. Ein 20-kWh-Speicher zu einer 5-kWp-Anlage mit geringem Verbrauch bringt kaum Zusatznutzen, kostet aber mehrere Tausend Euro. Halten Sie sich an die Faustformel 1–1,5 kWh je kWp und orientieren Sie sich am tatsächlichen Abendverbrauch.
  • Knapp über 10 kWp ohne Grund. Bauen Sie 10,5 kWp, verlieren Sie für den Anteil über 10 kWp einen Teil der Einspeisevergütung und lösen ab 7 kWp die Steuerungspflichten aus – ohne nennenswerten Zusatzertrag. Entweder klar unter 10 kWp bleiben oder deutlich darüber ausbauen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine PV-Anlage 2026 je nach Größe (5, 10, 15, 20 kWp)?

Schlüsselfertig und ohne Speicher liegen die Komplettpreise 2026 bei rund 6.000–7.500 € für 5 kWp, 10.000–13.000 € für 10 kWp, 13.500–18.000 € für 15 kWp und etwa 18.000–22.000 € für 20 kWp (brutto, bei 0 % MwSt.). Mit Speicher kommen je nach Kapazität 3.000–8.000 € und mehr hinzu. Den genauen Preis für Ihr Dach ermitteln Sie am schnellsten im PV-Ertragsrechner.

Warum wird der Preis pro kWp mit steigender Anlagengröße günstiger?

Ein großer Teil der Kosten ist fix: Gerüst, Anfahrt, Planung, Netzanmeldung und ein Wechselrichter kosten bei 5 kWp fast so viel wie bei 20 kWp. Verteilen sich diese Fixkosten auf mehr Leistung, sinkt der Preis je kWp – von rund 1.200–1.500 €/kWp bei 5 kWp auf etwa 900–1.100 €/kWp bei 20 kWp. Deshalb lohnt es sich 2026 fast immer, das Dach voll zu belegen.

Welche kWp-Größe passt zu meinem Dach und Stromverbrauch?

Faustregel: rund 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch und ca. 5–6 m² Dachfläche pro kWp. Ein Einfamilienhaus mit 4.000–6.000 kWh Verbrauch fährt mit 8–12 kWp gut; mit Wärmepumpe oder E-Auto sollten Sie den Wert um Faktor 1,2–1,5 überdimensionieren, weil Modulfläche 2026 sehr günstig ist. Rechnen Sie Ihre passende Größe und den Ertrag im PV-Ertragsrechner durch.

Lohnt sich ein Speicher bei meiner Anlagengröße?

Ein Speicher kostet 2026 rund 270–420 €/kWh und wird mit 1–1,5 kWh je kWp dimensioniert – zu 10 kWp passen also etwa 10–15 kWh. Er hebt die Eigenverbrauchsquote von ~30 % auf 60–80 % und lohnt sich vor allem, weil selbst genutzter Strom (Ersparnis ~30–40 ct/kWh) weit mehr wert ist als die Einspeisevergütung von 7,71 ct/kWh. Bei kleinen Anlagen mit geringem Verbrauch ist ein großer Speicher aber oft überdimensioniert.

Wie viel Dachfläche brauche ich für 5, 10, 15 oder 20 kWp?

Rechnen Sie mit rund 5–6 m² pro kWp: 5 kWp ≈ 25–30 m², 10 kWp ≈ 45–55 m², 15 kWp ≈ 70–85 m² und 20 kWp ≈ 90–110 m². Eine 10-kWp-Anlage besteht aus etwa 22–23 modernen Modulen à rund 0,2 kWp. Für Flachdächer gelten wegen Aufständerung und Reihenabstand andere Werte – Details im Ratgeber Photovoltaik aufs Flachdach.

Wann amortisiert sich eine PV-Anlage 2026?

Je nach Größe, Eigenverbrauch und Speicher liegt die Amortisation typisch bei 7–12 Jahren. Bei hohem Eigenverbrauch und günstigem Speicher sind auch 6–7 Jahre möglich, bei ungünstiger Ausrichtung bis zu 14 Jahre. Die Rendite über 20 Jahre beträgt häufig 5–7 %. Entscheidend ist die Eigenverbrauchsquote, nicht allein die Anlagengröße.

Gilt 2026 weiterhin 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen?

Ja. Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt 2026 unverändert und unbefristet für Lieferung und Installation von PV-Anlagen inklusive Batteriespeicher an oder in der Nähe von Wohngebäuden. Die 30-kWp-Grenze ist nur eine Vermutungsregel – auf einem Wohngebäude gilt 0 % USt. unabhängig von der Leistung. Alle Preise in diesem Ratgeber sind bereits Bruttopreise bei 0 % MwSt.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026 und ändert sich das mit der Größe?

Ab dem 1. August 2026 sinkt die Teileinspeisung voraussichtlich auf 7,71 ct/kWh für den Anteil bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für den Anteil 10–40 kWp; Volleinspeisung liegt bei 12,23 ct/kWh (bis 10 kWp). Der Satz zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt 20 Jahre. Größere Anlagen erhalten für den Leistungsanteil über 10 kWp also einen niedrigeren Mischsatz.

Muss ich bei einer neuen Anlage einen Smart Meter einbauen?

Seit dem Solarspitzengesetz (25.02.2025) benötigen neue Anlagen ab 2 kWp ein intelligentes Messsystem; ohne Smart Meter und Steuerbox wird die Einspeisung auf 60 % der installierten Leistung gedrosselt. Zudem entfällt bei negativen Börsenpreisen die Vergütung. Das betrifft Anlagen von 2 bis 100 kWp – Bestandsanlagen vor diesem Datum sind ausgenommen.

Nächster Schritt: Ihre passende kWp-Größe berechnen

Ob 5, 10, 15 oder 20 kWp für Ihr Dach die wirtschaftlichste Wahl ist, hängt von Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Ihrem Stromverbrauch und der Frage ab, ob Wärmepumpe oder E-Auto hinzukommen. Pauschale Größenempfehlungen ersetzen keine dachgenaue Rechnung. Mit dem kostenlosen PV-Ertragsrechner von reduco ermitteln Sie in wenigen Minuten den erwarteten Jahresertrag, die passende Anlagengröße und eine realistische Amortisation für Ihre Adresse – auf Basis echter Einstrahlungsdaten. Für die vollständige Gebäudeanalyse inklusive Fördermöglichkeiten und Kosten-Nutzen-Bewertung nutzen Sie die kostenlose Gebäudeanalyse von reduco, die Ihre PV-Planung mit dem restlichen Sanierungsfahrplan verknüpft.

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