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Sigenergy SigenStor Test: 5-in-1-Speicher bis 48 kWh

Sigenergy SigenStor im Test: 5-in-1-Speicher mit DC-Wallbox, bis 48 kWh & 98 % Wirkungsgrad. Preise ab 4.800 € & ehrliche Einordnung ohne Marketing-Hype.

Modularer Stromspeicher für eine Photovoltaik-Anlage im Eigenheim

Das Wichtigste in Kürze

  • 5-in-1-System: Der SigenStor vereint PV-Wechselrichter, Batteriespeicher, Batterie-Leistungselektronik, DC-Wallbox und Energiemanagement in einem stapelbaren Turm – Kapazität 8,06–48,36 kWh je Turm (1–6 Module, LiFePO4).
  • Wirkungsgrad ehrlich: Datenblatt-Maximum 98,0 % (einphasig) / 98,4 % (dreiphasig) am Wechselrichter; der beworbene Round-Trip von ~97,8 % ist eine Herstellerangabe, kein neutraler HTW-Systemwert.
  • Notstrom & Wallbox: 0 ms USV-Umschaltung, bis 25 kW dreiphasig Ersatzstrom; integrierter DC-EV-Charger 12,5/25 kW, bidirektional (V2G/V2H).
  • Sicherheit: Je Batteriemodul integrierter Feuerlöscher, Überdruckventil (ab 5 kPa) und 7 Temperatursensoren; Schutzart IP66.
  • Preis: BAT-8.0-Modul (7,8 kWh) ca. 4.800 €, Controller ca. 3.500 €; Komplettsystem ~10 kWh ca. 9.000–11.000 € brutto (grobe Marktspanne, viele Händler „Preis auf Anfrage").
  • Garantie & Test: 10 Jahre Batteriegarantie (80 % Restkapazität, > 6.000 Zyklen); Sigenergy war nicht in der HTW-Stromspeicher-Inspektion 2026 (bester SPI dort 97 %).

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Der Sigenergy SigenStor ist einer der meistdiskutierten Heimspeicher des Jahres – ein 5-in-1-System, das PV-Wechselrichter, Batteriespeicher, Batterie-Leistungselektronik, einen DC-Schnelllader fürs E-Auto und das Energiemanagement in einem stapelbaren Turm vereint. Je Turm sind 8,06 bis 48,36 kWh möglich, das Datenblatt nennt einen maximalen Wechselrichter-Wirkungsgrad von 98,0 % (einphasig) bzw. 98,4 % (dreiphasig). In diesem Produkt-Test ordne ich die harten Datenblatt-Fakten ein, trenne Herstellermarketing von unabhängiger Messung und sage, für wen sich der SigenStor lohnt. Wer einen breiten Marktüberblick sucht, findet ihn im Stromspeicher-Test 2026; für einen direkten Marken-Vergleich lohnt der Blick auf die BYD Battery-Box und die Tesla Powerwall 3.

Wichtig vorab und ehrlich: Der oft beworbene Round-Trip-Wirkungsgrad von rund 97,8 % ist eine Herstellerangabe – nicht dasselbe wie der Datenblatt-Wert des Wechselrichters und auch kein unabhängig gemessener Systemwert. Sigenergy war in der HTW-Stromspeicher-Inspektion 2026 nicht unter den vermessenen Systemen. Genau diese Einordnung – Datenblatt statt Affiliate-Testsieger – ist der Kern dieses Beitrags.

Sigenergy SigenStor: Was steckt hinter dem 5-in-1-Speicher?

Sigenergy ist ein vergleichsweise junger Hersteller: Das Unternehmen startete 2023 und hat sich mit einem ungewöhnlich stark integrierten Produktkonzept schnell einen Namen gemacht. Der SigenStor ist kein reiner Batterieturm wie die BYD Battery-Box oder der Huawei LUNA2000, sondern ein 5-in-1-Gerät: Fünf Komponenten, die sonst einzeln an der Wand hängen, stecken hier in einem stapelbaren Turm.

Komponente Funktion im SigenStor
PV-Wechselrichter Wandelt Solarstrom vom Dach in nutzbaren Wechselstrom
Batteriespeicher LiFePO4-Module BAT 5.0 / BAT 8.0, stapelbar
Batterie-Leistungselektronik (PCS) Steuert das Laden und Entladen der Batterie
EV-DC-Charger Lädt das E-Auto direkt mit Gleichstrom (optional)
Energiemanagement (EMS) Steuert Eigenverbrauch, Notstrom und Tarife

Der praktische Vorteil dieser Integration: weniger Wandfläche, weniger Verkabelung und ein einheitliches Bediensystem statt mehrerer Apps. Der Turm wächst modular mit – vom kleinen Einsteigerspeicher bis zur großen Anlage mit E-Auto-Anbindung. Statt Wechselrichter, Batterie und Wallbox einzeln zu planen, kommt hier alles aus einer Hand.

Technische Daten: Kapazität, Wirkungsgrad und Leistung

Der SigenStor besteht immer aus einem Energy Controller (dem Kopf mit Wechselrichter und Steuerung) und einem bis sechs Batteriemodulen. Aus dieser Kombination ergeben sich die Eckdaten.

Merkmal Wert
System 5-in-1 (PV-WR + Speicher + Batterie-PCS + EV-DC-Charger + EMS)
Kapazität je Turm 8,06–48,36 kWh (1–6 Batteriemodule)
Batteriemodule BAT 5.0: 5,2 kWh nutzbar / BAT 8.0: 7,8 kWh nutzbar
Zellchemie LiFePO4 (Lithium-Eisen-Phosphat)
Lade-/Entladeleistung 4–24 kW
Wechselrichter einphasig 3,0–6,0 kW, 2 MPP-Tracker
Wechselrichter dreiphasig 5,0–25,0 kW, bis zu 4 MPP-Tracker
Max. Wirkungsgrad Wechselrichter 98,0 % (1-phasig) / 98,4 % (3-phasig)
Notstrom-Umschaltung 0 ms (USV-fähig), bis 25 kW dreiphasig
Schutzart IP66 (Innen- und Außenaufstellung)
Betriebstemperatur -20 °C bis +55 °C
Garantie 10 Jahre Batterie (80 % Restkapazität), > 6.000 Zyklen

Quellen: SigenStor-Datenblatt, Herstellerangaben. Der Round-Trip-Wirkungsgrad ist kein datenblattgarantierter Wert (siehe Abschnitt Wirkungsgrad).

Batteriemodule BAT 5.0 und BAT 8.0

Die Batterie besteht aus stapelbaren LiFePO4-Modulen in zwei Größen. Das BAT 5.0 bietet 5,2 kWh nutzbar (5,38 kWh brutto), das BAT 8.0 bringt 7,8 kWh nutzbar (8,06 kWh brutto). Pro Turm lassen sich bis zu sechs Module kombinieren – macht 8,06 kWh mit einem einzelnen BAT-8.0-Modul bis 48,36 kWh im Vollausbau. Wer noch mehr braucht, stellt mehrere Türme parallel. Die Zellchemie LiFePO4 kommt ohne Kobalt aus und gilt als thermisch stabil und langlebig – die gleiche Chemie nutzen auch BYD und die meisten aktuellen Heimspeicher.

Energy Controller: ein- oder dreiphasig

Der Kopf des Turms ist der Energy Controller mit dem integrierten Hybrid-Wechselrichter. Es gibt ihn einphasig (3,0–6,0 kW, 2 MPP-Tracker) für kleinere Anlagen und dreiphasig (5,0–25,0 kW, bis zu 4 MPP-Tracker) für größere Dächer und höhere Leistung. Vier MPP-Tracker sind viel – damit lassen sich mehrere unterschiedlich ausgerichtete Dachflächen (z. B. Ost, West und Nord) getrennt optimieren, was bei verwinkelten Dächern ein echter Vorteil ist.

Wirkungsgrad: Datenblatt-Wert vs. Herstellerangabe

Hier lohnt genaues Hinsehen, weil im Netz zwei sehr unterschiedliche Zahlen kursieren:

  • Maximaler Wechselrichter-Wirkungsgrad (Datenblatt): 98,0 % beim einphasigen, 98,4 % beim dreiphasigen Energy Controller; die Broschüre nennt bis zu 98,3 %. Das ist ein neutraler, im Datenblatt ausgewiesener Wert – er beschreibt aber nur die DC/AC-Wandlung des Wechselrichters, nicht den kompletten Speicherweg.
  • Round-Trip-Wirkungsgrad ~97,8 % (Herstellerangabe): Diese Zahl bezieht sich auf den gesamten Weg Solar → Batterie → Haushalt und wird von Sigenergy sowie Affiliate-Portalen prominent beworben. Sie ist nicht im neutralen Datenblatt garantiert und berücksichtigt Standby-Verluste, Batterie-Wandlung und Regelung nur nach Herstellermethodik.

Zur Einordnung: In der unabhängigen HTW-Stromspeicher-Inspektion 2026 lagen die Batteriewirkungsgrade der Feldbesten bei rund 97,1 %, der beste System Performance Index (SPI) in der 10-kW-Klasse bei 97 % (Fox ESS). Der SigenStor wurde dort nicht vermessen – ein direkt vergleichbarer, neutraler Systemwert liegt für Sigenergy also nicht vor. Das ist kein Makel des Geräts, aber ein Grund, den beworbenen Round-Trip-Wert nüchtern als das zu lesen, was er ist: eine Herstellerangabe.

Notstrom, Inselbetrieb und die 0-ms-Umschaltung

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Ein Kaufargument des SigenStor ist die Notstromfähigkeit. Laut Datenblatt schaltet das System bei einem Netzausfall in 0 ms auf Backup um – das ist USV-fähig (unterbrechungsfrei), Rechner und empfindliche Geräte laufen ohne Unterbrechung weiter. Die dreiphasige Backup-Nennleistung liegt bei bis zu 25 kW, und der Speicher beherrscht auch den Inselbetrieb, also den Betrieb komplett ohne Netz.

Damit spielt der SigenStor in der oberen Liga: Viele Wettbewerber schalten mit spürbarer Verzögerung um oder liefern einphasig deutlich weniger Ersatzleistung. Wie eine PV-Notstromlösung technisch funktioniert und was sie im Alltag wirklich leistet, erklärt der Ratgeber Notstrom mit Photovoltaik und Speicher. Ein Hinweis vorweg: Für die volle Ersatzstrom-Funktion sind je nach Konfiguration Zusatzkomponenten (etwa ein Gateway bzw. Power Sensor) nötig – dazu unten mehr.

Integrierte DC-Wallbox: E-Auto laden mit bis zu 25 kW

Das vielleicht auffälligste Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte EV-DC-Charger. Über das Sigen EV DC Charging Modul lädt der SigenStor das E-Auto direkt mit Gleichstrom – wahlweise mit 12,5 kW oder 25 kW. Der Clou: Das Laden ist bidirektional (V2G/V2H), der Wagen kann also auch Strom zurück ins Haus oder ins Netz speisen.

Weil hier direkt DC-seitig geladen wird, entfällt ein Wandlungsschritt gegenüber einer klassischen AC-Wallbox hinter dem Wechselrichter – das kann Verluste sparen, wenn Solarstrom direkt ins Auto fließt. Wie PV-Überschussladen grundsätzlich funktioniert und worauf es dabei ankommt, lesen Sie im Ratgeber Wallbox und PV-Überschussladen. Zu beachten: Der DC-Charger ist ein Zusatzmodul, kein Standardlieferumfang – er muss separat mitbestellt werden und erhöht den Endpreis entsprechend.

Sicherheit: Brandschutz mit integriertem Feuerlöscher

Beim Thema Sicherheit fährt Sigenergy ein mehrschichtiges Konzept auf. Jedes Batteriemodul verfügt über:

  • einen integrierten Feuerlöscher, der bei zu hohen Temperaturen automatisch auslöst,
  • ein Überdruckventil, das ab 5 kPa öffnet,
  • 7 Temperatursensoren pro Modul zur frühen Erkennung von Hotspots,
  • und insgesamt ein fünffach abgestuftes Sicherheitskonzept.

In Kombination mit der ohnehin thermisch stabilen LiFePO4-Chemie und der Schutzart IP66 (für Innen- und Außenaufstellung, Betrieb von -20 °C bis +55 °C) ist der SigenStor damit sicherheitstechnisch sehr solide aufgestellt. Der integrierte Feuerlöscher je Modul ist ein Merkmal, das nicht jeder Wettbewerber bietet – gerade für die Aufstellung im Keller oder Hauswirtschaftsraum ist das ein beruhigendes Argument.

Preise: Was kostet der SigenStor?

Hier wird es unübersichtlich – und das ist der erste ehrliche Kritikpunkt. Viele Fachhändler weisen die Komponenten nur mit „Preis auf Anfrage" aus, transparente Endkundenpreise sind schwer zu bekommen. Die folgenden Werte sind Richtwerte aus dem Fachhandel und dienen der groben Orientierung, nicht als Festpreis.

Position Preis (Richtwert) Hinweis
Batteriemodul BAT 8.0 (7,8 kWh nutzbar) ca. 4.800 € brutto LiFePO4, > 6.000 Zyklen
Zusätzliches Erweiterungsmodul (8 kWh) ca. 4.000 € brutto modular bis 6 Module / 48,36 kWh je Turm
Hybrid Energy Controller 6–10 kW ca. 3.500 € brutto ein- oder dreiphasig, bis 4 MPP-Tracker
Montage/Installation 1.000–1.500 € je nach Aufwand und Region
Komplettsystem mit ~10 kWh (Controller + Speicher + Montage) ca. 9.000–11.000 € brutto grobe Marktspanne, ohne PV-Module

Quellen: Richtwerte aus dem Fachhandel; viele Anbieter nennen nur „Preis auf Anfrage".

Ein einzelnes BAT-8.0-Modul kostet also rund 4.800 €, der Controller ca. 3.500 €, die Montage 1.000–1.500 €. Für ein einsatzfertiges System mit rund 10 kWh (Controller + Speicher + Montage, ohne PV-Module) sollten Sie als grobe Marktspanne 9.000–11.000 € brutto einplanen. Das ist kein Schnäppchen, aber angesichts des integrierten Wechselrichters und der DC-Wallbox auch kein Ausreißer nach oben. Wie sich die Speicherpreise generell entwickeln und wo andere Marken pro Kilowattstunde liegen, zeigt der Stromspeicher-Preisvergleich 2026.

Förderung und Steuer: 0 % Umsatzsteuer statt Zuschuss

Eine gute und eine nüchterne Nachricht. Die gute: Wird der Speicher zusammen mit einer PV-Anlage gekauft, greift der Nullsteuersatz – seit 2023 fallen auf Solarmodule, wesentliche Komponenten und Speicher 0 % Umsatzsteuer an, geregelt in § 12 Abs. 3 UStG (für Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden). Das spart auf einen Schlag die 19 %, die sonst on top kämen.

Die nüchterne: Eine SigenStor-spezifische Bundesförderung gibt es nicht. Reine Batteriespeicher werden über KfW oder BAFA aktuell nicht bezuschusst. Es können jedoch regionale Länder- oder Kommunalprogramme greifen – diese ändern sich häufig und sind vor dem Kauf separat zu prüfen. Rechnen Sie sich hier keine Wunschzahlen schön: Konkrete Fördersätze gelten immer nur für ein konkretes, aktuelles Programm in Ihrer Region.

Ob sich der Speicher überhaupt rechnet, hängt vor allem am Eigenverbrauch. Die Verbraucherzentrale rechnet vor, dass eine typische PV-Anlage ohne Speicher rund 30 % des Stroms selbst nutzt, mit Speicher dagegen etwa 70 % – bei Solarstrom-Gestehungskosten von 10–15 ct/kWh gegenüber deutlich teurerem Netzstrom. Details zur Steuerseite finden Sie im Ratgeber Photovoltaik-Steuern 2026.

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SigenStor im Vergleich: BYD, Tesla, Huawei – und der HTW-Test

Wie ordnet sich der SigenStor im Markt ein? Der große Unterschied zu reinen Batterietürmen ist die Integration: BYD und der Huawei LUNA2000 sind DC-Speicher ohne eigenen Wechselrichter und brauchen ein passendes Fremdgerät. Die Tesla Powerwall 3 bringt – wie der SigenStor – einen eigenen Hybrid-Wechselrichter mit, hat aber keinen integrierten DC-Schnelllader fürs Auto.

Merkmal Sigenergy SigenStor BYD Battery-Box Tesla Powerwall 3
Bauart 5-in-1 mit WR + DC-Charger DC-Turm ohne WR Speicher mit Hybrid-WR
Zellchemie LiFePO4 LFP (Blade) LFP
Kapazität je Einheit 8,06–48,36 kWh 5,12–22,08 kWh 13,5 kWh
Integrierte Wallbox Ja (12,5/25 kW DC, bidirektional) Nein Nein
Garantie 10 Jahre (80 %) 10 Jahre 10 Jahre
Unabhängiger HTW-SPI 2026 nicht vermessen vermessen nicht vermessen

Was die HTW-Stromspeicher-Inspektion 2026 zeigt – und was nicht

Ein wichtiger Punkt gegen Marketing-Nebel: In der renommierten HTW-Stromspeicher-Inspektion 2026 wurden Systeme von BYD, Energy Depot, Fox ESS, Fronius, Kostal, RCT Power, SAX Power und SMA vermessen. Sigenergy war nicht dabei. Den besten System Performance Index in der 10-kW-Klasse erreichte Fox ESS mit 97 %, dahinter RCT Power und Energy Depot mit jeweils über 95 %; das Schlusslicht kam nur auf 89,3 %.

Für den SigenStor heißt das: Alle im Netz kursierenden „Testsieger"-Auszeichnungen und Round-Trip-Zahlen stammen aus Herstellerangaben oder von Portalen, die Sigenergy-Systeme selbst verkaufen bzw. vermitteln – nicht aus der unabhängigen HTW-Messung. Das macht den SigenStor nicht schlecht; es heißt nur, dass ein neutraler Systemwert (noch) fehlt. Wer Wert auf unabhängig gemessene Effizienz legt, findet die belegten Spitzenreiter im Stromspeicher-Test 2026.

Wovon ich abrate – die ehrlichen Schwächen

Kein Speicher ist perfekt. Diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf kennen:

  • Round-Trip-Wirkungsgrad ist Herstellerangabe. Die beworbenen ~97,8 % sind nicht datenblattgarantiert; neutral bestätigt ist nur der maximale Wechselrichter-Wirkungsgrad (98,0/98,4 %). Verlassen Sie sich nicht allein auf die Marketing-Zahl.
  • Kein unabhängiger HTW-Wert. Sigenergy wurde in der HTW-Inspektion 2026 nicht vermessen – ein neutraler System Performance Index fehlt.
  • Intransparente Preise. Viele Händler nennen nur „Preis auf Anfrage". Holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sich alle Komponenten einzeln ausweisen.
  • Starke App- und Cloud-Abhängigkeit. Der volle Funktionsumfang (Dynamiktarife, virtuelles Kraftwerk/VPP, Sigen AI) läuft über Hersteller-App und Cloud – Datenschutz und Herstellerbindung sollten Sie bewusst abwägen.
  • Zusatzkomponenten nötig. DC-EV-Charger sowie einige Sensor- und Notstrom-Funktionen erfordern Zusatzmodule (z. B. Sigen Power Sensor / Gateway) – das erhöht den Endpreis gegenüber dem beworbenen Basissystem.
  • Junger Hersteller. Marktstart 2023 – die Langzeit-Felderfahrung ist naturgemäß kürzer als bei etablierten Marken. Achten Sie auf Servicenetz und Ersatzteilversorgung in Ihrer Region.

Nichts davon ist ein K.-o.-Kriterium. Aber es sind genau die Punkte, die in Affiliate-„Tests" gern untergehen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was bedeutet 5-in-1 beim Sigenergy SigenStor?

Der SigenStor vereint fünf Komponenten in einem stapelbaren Turm: PV-Wechselrichter, Batteriespeicher, Batterie-Leistungselektronik (PCS), einen DC-EV-Charger und das Energiemanagementsystem (EMS). Das spart Wandfläche und Verkabelung gegenüber Einzelgeräten und liefert ein einheitliches Bediensystem statt mehrerer Apps.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad des SigenStor?

Das Datenblatt nennt einen maximalen Wechselrichter-Wirkungsgrad von 98,0 % (einphasig) bzw. 98,4 % (dreiphasig). Der von Sigenergy beworbene Round-Trip-Wirkungsgrad von rund 97,8 % ist dagegen eine Herstellerangabe; ein unabhängiger HTW-Systemwert liegt für Sigenergy nicht vor. Zum Vergleich: Der beste unabhängig gemessene System Performance Index der 10-kW-Klasse lag 2026 bei 97 %.

Wie viel kWh Speicher sind möglich?

Je SigenStor-Turm sind 8,06 bis 48,36 kWh möglich (1 bis 6 Batteriemodule à 5 oder 8 kWh). Das kleinste sinnvolle System startet mit einem BAT-8.0-Modul bei 8,06 kWh; mehrere Türme lassen sich für noch größere Kapazitäten parallel kombinieren.

Was kostet ein SigenStor mit rund 10 kWh?

Als grobe Marktspanne sind für ein Komplettsystem mit ~10 kWh (Controller + Speicher + Montage) etwa 9.000–11.000 € brutto anzusetzen. Ein einzelnes 8-kWh-Batteriemodul liegt bei ca. 4.800 €, der Hybrid-Controller bei ca. 3.500 €. Viele Händler nennen allerdings nur „Preis auf Anfrage", daher sind mehrere Angebote empfehlenswert.

Ist der SigenStor notstrom- und inselfähig?

Ja. Der SigenStor schaltet laut Datenblatt in 0 ms auf Backup um (USV-fähig) und liefert dreiphasig bis zu 25 kW Ersatzstrom, inklusive Inselbetrieb. Für den vollen Ersatzstrom-Umfang sind je nach Aufbau Zusatzkomponenten wie ein Gateway erforderlich.

Wie sicher ist der Speicher beim Brandschutz?

Jedes Batteriemodul hat ein mehrschichtiges Sicherheitskonzept: einen integrierten Feuerlöscher, der bei hohen Temperaturen automatisch auslöst, ein Überdruckventil (ab 5 kPa) und 7 Temperatursensoren pro Modul. Zusammen mit der thermisch stabilen LiFePO4-Chemie und der Schutzart IP66 ist der Speicher damit gut abgesichert.

Kann man mit dem SigenStor das E-Auto laden?

Ja. Über das integrierte Sigen EV DC Charging Modul (12,5 oder 25 kW) lädt der SigenStor bidirektional – Solarstrom fließt ins Auto und bei Bedarf (V2G/V2H) zurück ins Haus oder Netz. Der DC-Charger ist ein Zusatzmodul und muss separat bestellt werden.

Wie lange ist die Garantie?

Sigenergy gibt 10 Jahre Batteriegarantie mit einer garantierten Restkapazität von 80 %; die Zellen sind auf über 6.000 Vollzyklen ausgelegt. Das ist marktüblich und liegt auf einem Niveau mit BYD und Tesla.

War Sigenergy in der HTW-Stromspeicher-Inspektion 2026?

Nein. In der HTW-Inspektion 2026 wurden Systeme von BYD, Energy Depot, Fox ESS, Fronius, Kostal, RCT Power, SAX Power und SMA vermessen – Sigenergy war nicht dabei. Der beste System Performance Index (10-kW-Klasse) lag bei 97 % (Fox ESS). Alle „Testsieger"-Auszeichnungen für den SigenStor stammen daher nicht aus dieser unabhängigen Messung.

Nächster Schritt: Passt der SigenStor zu Ihrem Gebäude?

Ob der SigenStor – oder ein anderer Speicher – für Ihr Haus die wirtschaftlichste Lösung ist, hängt von Ihrem Stromverbrauch, der Dachfläche, einer eventuellen E-Auto-Planung und Ihrem Eigenverbrauchsprofil ab. Eine große 5-in-1-Anlage mit DC-Wallbox lohnt sich für andere Haushalte als ein schlanker 8-kWh-Einsteigerspeicher. Statt sich auf Affiliate-„Testsieger" zu verlassen, analysieren Sie Ihr Gebäude mit reduco in wenigen Minuten datenbasiert: Sie erhalten eine neutrale Einschätzung, welche Speichergröße und welche PV-Konfiguration technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt – inklusive Eigenverbrauchs- und Kosten-Nutzen-Rechnung.

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