Solvis Wärmepumpe 2026: SolvisLea Pro, R290, COP 5,45
SolvisLea Pro mit Propan R290 (GWP 3): COP 5,45, bis 75 °C Vorlauf, nur 43 dB(A). Alle Modelle, Technik und Förderung bis 70 % im System-Überblick für Sie.

Das Wichtigste in Kürze
- Zwei R290-Modelle: Die Pro-Linie besteht aus genau zwei Geräten – der SolvisLea 7 Pro und der SolvisLea 10 Pro. Beide arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290, GWP 3) statt mit klimaschädlichen Fluor-Gasen.
- Spitzen-Effizienz: COP 5,45 (Lea 7 Pro) bzw. 5,40 (Lea 10 Pro) bei A7/W35, SCOP35 von 5,09 – im Verbund mit Speicher erreichen beide die Energieeffizienzklasse A+++, sogar bei 55 °C Vorlauf.
- Altbau-tauglich: Bis zu 75 °C Vorlauftemperatur machen die Pro-Modelle auch für klassische Heizkörper im unsanierten Bestand geeignet.
- Sehr leise: Schallleistung nur 43 dB(A) (Lea 7 Pro) bzw. 46 dB(A); in 5 m Abstand sind es rechnerisch 21–24 dB(A) – ein starkes Argument gegen Nachbarschaftskonflikte.
- System statt Einzelgerät: Solvis verkauft die Wärmepumpe nie allein, sondern immer als komplettes Heizsystem mit Speicher (SolvisBen 230 l oder SolvisMax bis 950 l) und Frischwasserstation – deshalb gibt es keinen isolierten Gerätepreis.
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Die Marke Solvis aus Braunschweig ist im deutschen Wärmepumpenmarkt ein Sonderfall. Der 1988 gegründete Hersteller denkt die Wärmepumpe nicht als Gerät, sondern als Baustein eines Gesamtsystems: Bei jeder Solvis-Anlage gehören ein Schichtspeicher und eine Frischwasserstation fest dazu. Mit der neuen SolvisLea Pro setzt das Unternehmen jetzt konsequent auf das natürliche Kältemittel Propan (R290) – mit einem COP von bis zu 5,45 bei A7/W35 und einer maximalen Vorlauftemperatur von 75 °C spielt die Baureihe technisch in der Oberliga. In diesem Ratgeber ordne ich beide Pro-Modelle, die ältere Bestandslinie, den Systemgedanken und die Förderung 2026 ein. Für den generellen Herstellervergleich lohnt sich unser großer Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.
Alle Solvis-Wärmepumpen im Überblick
Solvis führt aktuell zwei Wärmepumpen-Welten parallel: die neue SolvisLea Pro mit Propan (R290) und die ältere SolvisLea mit Fluor-Kältemitteln. Der wichtigste Punkt vorweg, weil er oft verwechselt wird: Nur die Pro-Modelle nutzen R290. Die folgende Tabelle bündelt die zentralen Kennwerte der beiden Pro-Geräte als schnellen Einstieg.
| Modell | Kältemittel (GWP) | Wärmeleistung A7/W35 | COP A7/W35 | SCOP35 | Vorlauf max. | Schall L_WA | Maße (H×B×T) / Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SolvisLea 7 Pro | R290 (Propan, GWP 3) | 2,76–8,47 kW | 5,45 | 5,09 | 75 °C | 43 dB(A) | 960 × 1170 × 727 mm / 145 kg |
| SolvisLea 10 Pro | R290 (Propan, GWP 3) | 3,69–11,97 kW | 5,40 | 4,96 | 75 °C | 46 dB(A) | 1144 × 1170 × 727 mm / 166 kg |
Quelle: SolvisLea-Pro-Broschüre (Technische Daten), solvis.de. Beide Werte für die Wärmeleistung sind der Modulationsbereich bei A7/W35 – die Geräte passen ihre Leistung also stufenlos an den tatsächlichen Wärmebedarf an. Warum der COP wichtiger ist als die reine kW-Zahl, erklären wir im Detail unter COP, JAZ und Wirkungsgrad.
Preis-Hinweis (Stand: Juli 2026): Solvis veröffentlicht keine Listenpreise und verkauft ausschließlich über SHK-Fachbetriebe – und zwar immer als komplettes Heizsystem aus Wärmepumpe, Speicher und Regelung. Einen isolierten Gerätepreis gibt es deshalb nicht. Rechnen Sie mit einem Systempreis oberhalb reiner Split- oder Monoblock-Geräte, weil Schichtspeicher und Frischwasserstation fest zum Angebot gehören. Eine belastbare Orientierung liefert nur ein individuelles Angebot – die generelle Kostenspanne für Luft-Wasser-Wärmepumpen finden Sie unter Luft-Wasser-Wärmepumpe: Kosten.
Wer ist Solvis? Der Systemgedanke aus Braunschweig
Die Solvis GmbH mit Sitz in Braunschweig wurde 1988 gegründet und ist damit seit über 30 Jahren am Markt. Anders als die großen Konzernmarken positioniert sich Solvis nicht über den Preis oder die reine Stückzahl, sondern über einen klaren technischen Grundgedanken: Die Wärmepumpe ist bei Solvis nur ein Baustein in einem integrierten Heizsystem.
Konkret heißt das: Zu jeder SolvisLea gehört ein Schichtspeicher – entweder der kompakte SolvisBen oder der große SolvisMax – sowie eine Frischwasserstation, die das Trinkwarmwasser im Durchflussprinzip über einen Edelstahl-Plattenwärmetauscher bereitet. Es steht also kein Brauchwasser im Speicher, was das Thema Legionellen entschärft. Dieser Systemgedanke ist der eigentliche Unterschied zu einem umetikettierten Serien-Split-Gerät: Sie kaufen bei Solvis kein Einzelaggregat, sondern eine aufeinander abgestimmte Anlage.
Für die Umweltbilanz ist neben dem effizienten Betrieb vor allem das natürliche Kältemittel R290 (GWP 3) entscheidend. Wie hoch die tatsächliche CO₂-Einsparung ausfällt, hängt naturgemäß von Ihrem bisherigen Heizsystem und dem Strommix ab.
Zwei Produktlinien nicht verwechseln: SolvisLea Pro vs. SolvisLea
Das ist der Punkt, an dem die meisten Missverständnisse entstehen. Solvis führt zwei Baureihen mit fast identischem Namen, aber völlig unterschiedlichem Kältemittel:
- SolvisLea Pro – die neue Linie mit Propan (R290, GWP 3). Nur hier greift der Umwelt- und Zukunftssicherheits-Vorteil des natürlichen Kältemittels gegenüber der F-Gas-Verordnung. Modelle: 7 Pro und 10 Pro.
- SolvisLea (ohne „Pro") – die Bestandslinie mit Fluor-Kältemitteln: die 8,3 Premium mit R454C (GWP 148) sowie Lea 11 und Lea 14 mit R410A (GWP 2088).
Der Unterschied ist erheblich: R290 hat ein Treibhauspotenzial (GWP) von gerade einmal 3, R410A dagegen von 2088 – also rund 700-mal höher. Da R410A durch die europäische F-Gas-Verordnung mittelfristig ausläuft, wandert das Hersteller-Sortiment ohnehin Richtung R290. Wer heute neu plant, sollte deshalb in aller Regel zur Pro-Linie greifen. Die Hintergründe zu den Kältemitteln erklären wir unter R32 vs. R290 und speziell zur Propan-Wärmepumpe R290.
Die SolvisLea Pro im Detail: R290, Effizienz, Schall
Die beiden Pro-Modelle sind Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen zur Außenaufstellung. Das gesamte Kältemittel bleibt im Außengerät, sodass im Haus keine R290-führenden Leitungen liegen – ein Sicherheitsvorteil bei einem brennbaren Kältemittel. Die Füllmenge ist bewusst klein gehalten: 1,4 kg (Lea 7 Pro) bzw. 1,6 kg (Lea 10 Pro), was einem CO₂-Äquivalent von nur 0,0042 t bzw. 0,0048 t entspricht.
COP und SCOP über alle Betriebspunkte
Die Effizienz einer Wärmepumpe zeigt sich nicht am Bestwert bei mildem Wetter, sondern über das gesamte Temperaturspektrum. Die folgende Tabelle listet die vom Hersteller nach EN 14511 bzw. EN 14825 deklarierten Werte:
| Kennwert | SolvisLea 7 Pro | SolvisLea 10 Pro |
|---|---|---|
| COP bei A7/W35 | 5,45 | 5,40 |
| COP bei A2/W35 | 4,57 | 4,54 |
| COP bei A2/W35 (inkl. Abtaubetrieb) | 4,26 | 4,21 |
| COP bei A-7/W35 | 3,25 | 3,15 |
| SCOP 35 °C (durchschn. Klima) | 5,09 | 4,96 |
| SCOP 55 °C | 4,02 | 3,99 |
| η_s Niedertemperatur (35 °C) | 200 % | 195 % |
| η_s Mitteltemperatur (55 °C) | 158 % | 157 % |
| Energieeffizienzklasse (Verbund) | A+++ (W35 & W55) | A+++ (W35 & W55) |
Quelle: SolvisLea-Pro-Broschüre, Technische Daten. Bemerkenswert ist vor allem die letzte Zeile: Beide Modelle erreichen im Verbund mit Speicher die Klasse A+++ auch bei 55 °C Vorlauf – das schaffen längst nicht alle Wettbewerber. Selbst bei A-7/W35 liegt der COP noch bei 3,15 bis 3,25, die Wärmepumpe erzeugt also auch bei Frost noch gut das Dreifache der eingesetzten Stromenergie als Wärme.
Vorlauftemperatur bis 75 °C – auch für den Altbau
Die Pro-Modelle schaffen eine maximale Vorlauftemperatur von 75 °C bei einer minimalen Rücklauftemperatur von 15 °C. Das ist der entscheidende Wert für den Bestand: Wer noch klassische Heizkörper statt Fußbodenheizung hat, braucht an kalten Tagen oft 55–70 °C Vorlauf. Mit 75 °C Reserve deckt die SolvisLea Pro auch solche Anforderungen ab, ohne sofort auf einen elektrischen Heizstab angewiesen zu sein. Damit ist sie grundsätzlich altbau- und hochtemperaturtauglich. Die Betriebsgrenzen bei der Außenluft reichen von -25 °C bis +40 °C, decken das deutsche Klima also mit Reserve ab.
Nur in Kombination mit einem SolvisBen WP oder SolvisMax Solo steht zusätzlich eine elektrische Notheizung mit 6,2 kW (Lea 7 Pro) bzw. 6,2 oder 8,8 kW (Lea 10 Pro) zur Verfügung – als Reserve für Extremfälle, nicht als Dauerbetrieb.
Schall: 21–24 dB(A) in 5 m Abstand
Bei Außengeräten ist der Schall oft der Knackpunkt für die Genehmigung und den Nachbarschaftsfrieden. Hier punktet die Pro-Reihe deutlich: Die Schallleistung (EN 12102) liegt bei nur 43 dB(A) (Lea 7 Pro) bzw. 46 dB(A) (Lea 10 Pro). Rechnet man das auf den Schalldruck in 5 m Abstand im Freifeld um, bleiben nur 21 dB(A) bzw. 24 dB(A) – das ist leiser als ein durchschnittliches Wohnzimmer und liegt komfortabel unter den strengsten Immissionsrichtwerten der TA Lärm. Wie Sie Aufstellort und Abstände richtig planen, lesen Sie unter Wärmepumpe: Lautstärke und Schallschutz.
Komplette technische Daten der SolvisLea Pro
| Parameter | SolvisLea 7 Pro | SolvisLea 10 Pro |
|---|---|---|
| Bauart | Monoblock, Außenaufstellung | Monoblock, Außenaufstellung |
| Kältemittel | R290 (Propan), GWP 3 | R290 (Propan), GWP 3 |
| Füllmenge / CO₂-Äquivalent | 1,4 kg / 0,0042 t | 1,6 kg / 0,0048 t |
| Wärmeleistung A7/W35 (moduliert) | 2,76–8,47 kW | 3,69–11,97 kW |
| Max. Vorlauftemperatur | 75 °C | 75 °C |
| Min. Rücklauftemperatur | 15 °C | 15 °C |
| Betriebsgrenzen Außenluft | -25 °C bis +40 °C | -25 °C bis +40 °C |
| Schallleistung (EN 12102) | 43 dB(A) | 46 dB(A) |
| Schalldruck in 5 m | 21 dB(A) | 24 dB(A) |
| Abmessungen (H×B×T) | 960 × 1170 × 727 mm | 1144 × 1170 × 727 mm |
| Gewicht Außeneinheit | 145 kg | 166 kg |
| Elektr. Notheizung (nur mit SolvisBen WP / SolvisMax Solo) | 6,2 kW | 6,2 / 8,8 kW |
Quelle: SolvisLea-Pro-Broschüre (Technische Daten). Alle Werte sind wortgetreu aus den Datenblatt-Tabellen des Herstellers übernommen.
Die ältere SolvisLea (ohne Pro): Bestandslinie mit Fluor-Kältemittel
Neben der Pro-Linie führt Solvis weiterhin die klassische SolvisLea. Sie ist technisch solide, nutzt aber keine natürlichen Kältemittel – ein wichtiger Unterschied, gerade mit Blick auf die F-Gas-Verordnung und die künftigen Förderbedingungen.
| Modell | Kältemittel (GWP) | COP A7/W35 | Wärmeleistung A7/W35 | Schall L_WA / 5 m |
|---|---|---|---|---|
| SolvisLea 8,3 Premium | R454C (GWP 148) | 5,42 | 3,31–11,65 kW | 48 dB(A) / 23 dB(A) |
| SolvisLea 11 | R410A (GWP 2088) | 5,09 | 7,85–10,80 kW | 54 dB(A) / 32 dB(A) |
| SolvisLea 14 | R410A (GWP 2088) | 5,09 | 7,85–12,85 kW | 54 dB(A) / 32 dB(A) |
Quelle: SolvisLea-Broschüre (Technische Daten). Die 8,3 Premium mit R454C (GWP 148) ist dabei die klar bessere Wahl innerhalb der Bestandslinie: Sie ist mit 48 dB(A) deutlich leiser als die R410A-Modelle (54 dB(A)) und liegt mit einem GWP von 148 unter der wichtigen 150er-Schwelle, die für künftige Förderkriterien relevant ist. Die Lea 11 und 14 mit R410A (GWP 2088) sind dagegen als auslaufende Technik zu betrachten – für eine Neuinstallation heute meist nicht mehr die erste Wahl.
Unsere Empfehlung: Wenn Sie 2026 neu planen, ist in fast allen Fällen die SolvisLea Pro (R290) das richtige Gerät – wegen des Zukunftskältemittels, der Sicherheit gegenüber der F-Gas-Verordnung und der niedrigen Schallwerte. Die Bestandslinie kommt höchstens bei speziellen Leistungs- oder Bestandsanforderungen infrage.
Der Systemgedanke: Speicher, Frischwasser, Solar und Hybrid
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal von Solvis ist nicht die Wärmepumpe für sich, sondern die Systemintegration. Jede SolvisLea arbeitet mit einem Schichtspeicher und einer Frischwasserstation zusammen. Das eröffnet Möglichkeiten, die ein reines Split-Gerät nicht bietet.
Speicher: SolvisBen (230 l) oder SolvisMax (bis 950 l)
Solvis bietet zwei Speicherwelten an:
- SolvisBen – der kompakte Schichtspeicher mit 230 l Nennvolumen (232 l tatsächlich in der Solo-Variante). Er ist die richtige Wahl für Einfamilienhäuser mit überschaubarem Warmwasserbedarf.
- SolvisMax – der große Systemspeicher mit bis zu 950 l Fassungsvermögen (Varianten 457 / 757 / 957 mit 450 / 750 / 950 l Nennvolumen). Er ist das Herzstück für größere Häuser, für Hybridbetrieb und für die Einbindung von Solarthermie.
Warum die Speichergröße so wichtig ist und wie Sie sie richtig dimensionieren, erklären wir unter Pufferspeicher für die Wärmepumpe: Größe und Kosten. Das große SolvisMax-Volumen ist zugleich ein Argument für größere Ein- und Mehrfamilienhäuser – für die Auslegung solcher Anlagen siehe Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.
Frischwasser in Trinkwasserqualität
Das Warmwasser wird bei Solvis nach dem Frischwasserprinzip über einen Edelstahl-Plattenwärmetauscher erwärmt – also erst im Moment der Zapfung, im Durchfluss. Es steht kein stehendes Brauchwasser im Speicher. Das reduziert das Legionellenrisiko und liefert Warmwasser in Trinkwasserqualität.
Hybrid und Solar: die Solvis-Stärke
Das Solvis-System ist mono- oder bivalent aufgebaut und modular kombinierbar. Über die Regelung SolvisControl-3 lässt sich die SolvisLea mit Gas- oder Öl-Brennwerttechnik (Hybridbetrieb), mit Solarthermie (SolvisCala / SolvisLuna) und mit Photovoltaik verknüpfen. Gerade die enge Solarthermie-Einbindung ist ein historisches Kernthema von Solvis und ein echter USP – mehr dazu unter Wärmepumpe mit Solarthermie. Wenn Sie eine bestehende Gasheizung nicht sofort komplett ersetzen wollen, ist die Hybridlösung aus Wärmepumpe und Gas über den SolvisMax elegant abbildbar.
Förderung 2026: Was Sie für eine SolvisLea erwarten können
Der Heizungstausch hin zur Wärmepumpe wird über die BEG-Förderung der KfW (Programm 458) bezuschusst. Seit der Reform vom 21. Juli 2026 gelten neue Sätze. Die Bausteine im Überblick (Stand Juli 2026):
| Förderbaustein | Satz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Heizungstausch auf erneuerbare Wärme (KfW 458) |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Austausch alter fossiler Heizung, selbstnutzende Eigentümer (bis 31.01.2027) |
| Einkommensbonus | 10–40 % | gestaffelt: 40 % (bis 30.000 €), 30 % (bis 40.000 €), 10 % (bis 50.000 €) zu versteuerndes Haushaltseinkommen |
| Maximaler Gesamtsatz | max. 70 % (einkommensschwach bis 80 %) | Boni kombinierbar, aber gedeckelt |
Quelle: KfW Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458). Wichtig: Der frühere Effizienzbonus von 5 % für natürliche Kältemittel (R290) ist mit der Reform am 21.07.2026 entfallen – ausführlich in unserer Übersicht zur Heizungsförderung-Reform ab 21. Juli 2026.
Wichtiger Hinweis zum Klimageschwindigkeitsbonus (Stand Juli 2026): Die Förderlandschaft ist derzeit im Umbau. Der Klimageschwindigkeitsbonus liegt laut KfW aktuell bei 16 % und ist bis zum 31.01.2027 gültig, danach wird er schrittweise abgesenkt. Prüfen Sie den tagesaktuellen Satz immer gegen die aktuelle KfW-458-Richtlinie – wir ordnen die Entwicklung unter Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab 2027 laufend ein.
Die förderfähigen Höchstkosten liegen seit dem 21.07.2026 bei 28.000 € für die erste Wohneinheit (zuvor 30.000 €). Beim regulären Höchstsatz von 70 % ergibt das einen maximalen Zuschuss von 19.600 € (70 % × 28.000 €); einkommensschwache Haushalte mit bis zu 80 % kommen auf max. 22.400 €.
Zwei Rechenbeispiele (jeweils auf 28.000 € förderfähige Kosten):
- Höheres Einkommen (über 50.000 €), Selbstnutzer: 30 % Grund + 16 % Klimageschwindigkeit = 46 % → 12.880 € Zuschuss.
- Geringes Einkommen (bis 30.000 €): 30 % + 16 % + 40 % Einkommensbonus = 86 %, gedeckelt auf 80 % → 22.400 € Zuschuss.
Wie Sie den Antrag Schritt für Schritt stellen, zeigt unsere Anleitung zur Wärmepumpen-Förderung 2026.
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Für wen lohnt sich die SolvisLea? Neubau oder Altbau
Die SolvisLea Pro ist bewusst breit einsetzbar – dank der 75 °C Vorlauftemperatur ist sie nicht auf den Neubau mit Fußbodenheizung beschränkt.
- Neubau / gut gedämmter Bestand: Hier spielt die Pro-Linie ihre Effizienz voll aus. Bei niedrigen Vorlauftemperaturen (35 °C) arbeitet sie mit SCOP35 bis 5,09 besonders sparsam.
- Altbau / Sanierung mit Heizkörpern: Die 75 °C Reserve macht die SolvisLea Pro auch ohne Flächenheizung nutzbar. In Kombination mit dem großen SolvisMax-Speicher und optionalem Hybridbetrieb lässt sich der Umstieg zudem schrittweise gestalten.
- Größere EFH und MFH: Der SolvisMax mit bis zu 950 l und die Kaskadierbarkeit machen das System auch für höhere Heizlasten interessant.
- Lärmsensible Grundstücke: Mit 21–24 dB(A) in 5 m ist die Pro-Reihe eine der leiseren Optionen am Markt – relevant bei enger Bebauung.
Wer den kompletten Marktüberblick sucht und Solvis gegen andere Marken abwägen möchte, findet die Einordnung im Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet eine Solvis Wärmepumpe (SolvisLea / SolvisLea Pro)?
Einen offiziellen Listenpreis gibt es nicht: Solvis veröffentlicht keine Gerätepreise und verkauft ausschließlich über SHK-Fachbetriebe als komplettes Heizsystem aus Wärmepumpe, Speicher (SolvisBen oder SolvisMax) und Regelung. Der Systempreis liegt deshalb oberhalb reiner Split- oder Monoblock-Einzelgeräte, weil Schichtspeicher und Frischwasserstation immer Teil des Angebots sind. Eine belastbare Zahl liefert nur ein individuelles Angebot; zur groben Einordnung hilft die allgemeine Kostenspanne für Luft-Wasser-Wärmepumpen.
Welches Kältemittel nutzt die SolvisLea Pro und warum ist R290 wichtig?
Die SolvisLea Pro arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von nur 3. Zum Vergleich: Die ältere SolvisLea 11 und 14 nutzen R410A mit einem GWP von 2088. R290 ist damit zukunftssicher gegenüber der F-Gas-Verordnung, die fluorierte Kältemittel schrittweise zurückdrängt. Die Füllmenge ist mit 1,4 bis 1,6 kg klein und bleibt komplett im Außengerät.
Welchen COP und SCOP erreicht die SolvisLea Pro?
Bei A7/W35 erreicht die SolvisLea 7 Pro einen COP von 5,45, die 10 Pro 5,40 (EN 14511). Der SCOP35 liegt bei 5,09 bzw. 4,96. Selbst bei -7 °C Außentemperatur (A-7/W35) bleibt der COP mit 3,15 bis 3,25 hoch. Im Verbund mit Speicher erreichen beide Modelle die Energieeffizienzklasse A+++, sogar bei 55 °C Vorlauf.
Welche Vorlauftemperatur schafft die SolvisLea Pro im Altbau?
Beide Pro-Modelle erreichen eine maximale Vorlauftemperatur von 75 °C bei einer minimalen Rücklauftemperatur von 15 °C. Damit sind sie auch für klassische Heizkörper im unsanierten Altbau geeignet, ohne dass an kalten Tagen sofort ein elektrischer Heizstab einspringen muss. Für die Grundlagen siehe unseren Ratgeber zur Hochtemperatur-Wärmepumpe im Altbau.
Wie laut ist die Solvis Wärmepumpe im Betrieb?
Die Schallleistung (EN 12102) beträgt 43 dB(A) bei der SolvisLea 7 Pro und 46 dB(A) bei der 10 Pro. In 5 m Abstand entspricht das rechnerisch nur 21 bzw. 24 dB(A) – leiser als ein ruhiges Wohnzimmer. Die ältere Bestandslinie ist mit 48 dB(A) (8,3 Premium) bis 54 dB(A) (Lea 11/14) hörbar lauter.
Welche Modelle und Leistungsgrößen der SolvisLea gibt es?
Die Pro-Linie besteht aus genau zwei Modellen: SolvisLea 7 Pro (2,76–8,47 kW bei A7/W35) und SolvisLea 10 Pro (3,69–11,97 kW). Daneben gibt es die ältere Bestandslinie mit der 8,3 Premium (R454C) sowie Lea 11 und Lea 14 (beide R410A). Für Neuinstallationen ist in der Regel die Pro-Linie die richtige Wahl.
Wird die Solvis Wärmepumpe über BAFA/KfW gefördert?
Ja. Der Heizungstausch wird über die KfW (Programm 458) mit 30 % Grundförderung bezuschusst. Hinzu kommen der Klimageschwindigkeitsbonus (16 %, Stand Juli 2026) und der gestaffelte Einkommensbonus (10–40 %). Der frühere Effizienzbonus von 5 % für natürliche Kältemittel ist mit der Reform am 21.07.2026 entfallen. Der Gesamtsatz ist regulär auf maximal 70 % gedeckelt (einkommensschwache Haushalte bis 80 %), die förderfähigen Kosten auf 28.000 € für die erste Wohneinheit – also bis zu 19.600 € bzw. 22.400 € Zuschuss.
Braucht die SolvisLea zwingend einen SolvisMax- oder SolvisBen-Speicher?
Ja. Solvis verkauft die Wärmepumpe grundsätzlich als Teil eines Gesamtsystems mit Schichtspeicher (SolvisBen mit 230 l oder SolvisMax bis 950 l) und Frischwasserstation. Der Speicher ist kein optionales Zubehör, sondern fester Bestandteil des Systemgedankens. Manche Funktionen wie die elektrische Notheizung stehen sogar nur in Kombination mit SolvisBen WP oder SolvisMax Solo zur Verfügung.
Ist die SolvisLea eher für Neubau oder Altbau/Sanierung geeignet?
Beides. Im Neubau mit Fußbodenheizung spielt die Pro-Linie ihre Effizienz (SCOP35 bis 5,09) voll aus. Dank der 75 °C Vorlauftemperatur ist sie aber auch im Altbau mit Heizkörpern einsetzbar. In Verbindung mit dem großen SolvisMax-Speicher und optionalem Hybridbetrieb lässt sich der Umstieg in der Sanierung zudem schrittweise gestalten.
Nächster Schritt: Prüfen, ob die SolvisLea zu Ihrem Gebäude passt
Ob die SolvisLea 7 Pro oder 10 Pro, welcher Speicher und welche Vorlauftemperatur wirklich zu Ihrem Haus passen, hängt von Ihrer Heizlast, dem Dämmzustand und Ihren Heizflächen ab – nicht von der Broschüre. Mit der Gebäudeanalyse von reduco.ai ermitteln Sie in wenigen Minuten, welche Wärmepumpen-Leistung Ihr Gebäude braucht, welche Vorlauftemperatur realistisch ist und mit welcher Förderung Sie rechnen können. So gehen Sie mit belastbaren Zahlen ins Gespräch mit dem Fachbetrieb – und holen sich über das Formular unten unverbindlich passende Angebote für Ihr Projekt ein.
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