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Ratgeber20 Min. Lesezeit

Gaswärmepumpe 2026: Technik, Kosten und 0 % Förderung

Gasabsorptions- und gasmotorische Wärmepumpe: GUE bis 174 %, aber 0 % BEG-Zuschuss und kein Steuerbonus. So ordnen Sie die Nischentechnik 2026 richtig ein.

Außeneinheit einer gasbetriebenen Absorptionswärmepumpe an einem Gebäude

Das Wichtigste in Kürze

  • Förderung: 0 Euro. Das BEG-Infoblatt zu den förderfähigen Kosten (Version 10.1, in Kraft seit 21.07.2026) nennt „Gas-Wärmepumpen" unter Nummer 9.2 namentlich als nicht förderfähig, ausdrücklich auch beim Betrieb mit biogenem Gas.
  • Zwei Bauarten: Die Gasabsorptionswärmepumpe (GAWP) arbeitet thermisch mit einer Ammoniak-Wasser-Lösung ohne mechanischen Verdichter. Die gasmotorische Wärmepumpe (GMWP) treibt einen normalen Kältemittelverdichter über einen Verbrennungsmotor an.
  • Effizienz über 100 %: Robur weist für die Baureihe GAHP Plus bis 174 % GUE aus (Wasser/Wasser, W10/W35). Möglich ist das, weil gasbefeuerte Geräte direkt am Brennstoff gemessen werden, elektrische dagegen mit dem Umwandlungskoeffizienten CC = 2,5 auf Primärenergie umgerechnet werden.
  • Zu groß fürs Einfamilienhaus: Das kleinste verbreitete Gerät leistet 18,9 kW bei A7/W35, ein saniertes Einfamilienhaus braucht 6 bis 10 kW.
  • Rechtlich keine Wärmepumpe: § 42 Abs. 2 Nr. 2 GModG nennt nur „eine elektrisch angetriebene Wärmepumpe". Die Brennstoffquote des § 43 GModG knüpft am Energieträger Gas an, nicht an der Bauart.
  • Steuerbonus gesperrt: Die ESanMV schließt unter Nummer 6.3 gasbetriebene Wärmepumpen vom Bonus nach § 35c EStG aus. Es bleibt § 35a EStG mit maximal 1.200 EUR pro Jahr auf den Lohnanteil.

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Die Gaswärmepumpe ist die vielleicht am häufigsten missverstandene Heiztechnik am deutschen Markt. Sie ist technisch real, seit Jahrzehnten erprobt und erreicht Normnutzungsgrade, die jeden Gasbrennwertkessel klar schlagen. Trotzdem spielt sie im Einfamilienhaus praktisch keine Rolle. Der Grund liegt weniger in der Physik als in drei nüchternen Fakten: Es gibt keinen Zuschuss und keinen Steuerbonus, die verfügbaren Geräte beginnen erst bei rund 19 kW, und nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz gilt sie als gasbeschickte Heizungsanlage mit allen Folgen für die kommende Brennstoffquote.

Dieser Ratgeber trennt die beiden Bauarten, erklärt die Nutzungsgrade über 100 Prozent, zeigt die verfügbaren Geräte mit Herstellerdaten und misst die Technik an der elektrischen Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Gaswärmepumpe im Überblick: die beiden Bauarten

Merkmal Gasabsorptionswärmepumpe (GAWP) Gasmotorische Wärmepumpe (GMWP)
Antrieb des Kreisprozesses Thermisch, Gasbrenner treibt einen Austreiber Mechanisch, Verbrennungsmotor treibt einen Verdichter
Arbeitsmittel Ammoniak-Wasser-Lösung (R717 als Kältemittel) Klassisches Kältemittel im Verdichterkreis
Bewegte Teile im Kreisprozess Praktisch nur eine Lösungspumpe Motor, Verdichter, Ventiltrieb
Zusätzliche Wärmequelle Umweltwärme aus Luft, Sole oder Wasser Umweltwärme plus Motor- und Abgaswärme
Typischer Einsatz in Deutschland Gewerbe, Mehrfamilienhaus, Kaskaden Gewerbe, VRF-Klimatisierung
Nutzungsgrad über 100 % Ja, herstellerseitig bis 174 % GUE Ja, prinzipbedingt, aber ohne belastbare öffentliche Kennwerte
F-Gase-Verordnung betroffen? Nein, Ammoniak ist ein natürliches Kältemittel Ja, je nach eingesetztem Kältemittel
BEG-Förderung 2026 Nein Nein

Beide Bauarten teilen denselben förderrechtlichen Status und dieselbe gesetzliche Einordnung. Wirtschaftlich relevant bleibt der technische Unterschied trotzdem, weil er den Wartungsaufwand bestimmt.

Wie eine Gaswärmepumpe funktioniert

Jede Wärmepumpe braucht Antriebsenergie, um Umweltwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau zu heben. Bei der elektrischen Wärmepumpe liefert sie ein Elektromotor, bei der Gaswärmepumpe die Verbrennung von Erdgas, Flüssiggas oder Biomethan.

Gasabsorptionswärmepumpe: Wärme statt Strom als Antrieb

Die Gasabsorptionswärmepumpe ersetzt den mechanischen Verdichter durch einen thermisch angetriebenen Kreislauf. In einem geschlossenen System zirkuliert eine Lösung aus Wasser und Ammoniak. Ein Gasbrenner erhitzt sie im Austreiber, Ammoniak entweicht als Dampf, kondensiert unter Wärmeabgabe an den Heizkreis, verdampft anschließend bei niedrigem Druck unter Aufnahme von Umweltwärme und wird zuletzt wieder vom Wasser absorbiert. Eine kleine Lösungspumpe schließt den Kreis.

Praktisch bedeutet das: Der Nutzwärmestrom setzt sich aus Verbrennungswärme und aufgenommener Umweltwärme zusammen. Genau daraus entsteht der Nutzungsgrad über 100 Prozent. Der elektrische Bedarf ist minimal, Robur gibt für die K18 Simplygas maximal 355 W an.

Förderrechtlich interessant ist das Arbeitsmittel: Als Kältemittel dient Ammoniak, laut Hersteller „ein natürliches Kältemittel, das keinen Beschränkungen oder Meldepflichten unterliegt" (Robur, Abso-Linie). Ammoniak trägt in der ESanMV die Kennung R717 und zählt dort ausdrücklich zu den anerkannten natürlichen Kältemitteln, neben R290 Propan, R600a Isobutan, R1270 Propen, R718 Wasser und R744 Kohlendioxid (ESanMV Anlage 6). Die Kältemittel-Anforderung erfüllt die Gasabsorptionswärmepumpe also mühelos. Sie scheitert am Antrieb.

Gasmotorische Wärmepumpe: Verbrennungsmotor statt Elektromotor

Die gasmotorische Wärmepumpe folgt einem einfacheren Gedanken. Sie nutzt einen konventionellen Kältemittelkreis mit Verdichter, ersetzt aber den Elektromotor durch einen gasbetriebenen Verbrennungsmotor. Zusätzlich wird die Abwärme von Motor und Abgas ausgekoppelt und in den Heizkreis eingespeist. Auch hier addieren sich Umweltwärme und Verbrennungswärme zu einem Nutzungsgrad über 100 Prozent.

Bei der GMWP ist die Datenlage deutlich dünner: Für den deutschen Markt ließen sich keine öffentlich zugänglichen Herstellerdatenblätter beschaffen. Kolportierte Leistungsbereiche und Wartungsintervalle kursieren zwar in Ratgeberportalen, sind aber an keiner Primärquelle belegbar. Seriös sagen lässt sich: Ein Verbrennungsmotor braucht Ölwechsel, Zündkerzen und Verschleißteile, und er altert nach Betriebsstunden statt nach Kalenderjahren. Lassen Sie sich Wartungskonzept, Intervalle und Kosten je Betriebsstunde schriftlich geben, bevor Sie rechnen. In Deutschland kommt die Technik fast nur in gewerblichen VRF-Klimasystemen vor.

Adsorptions- und Zeolithgeräte: im deutschen Programm nicht mehr geführt

Eine dritte Variante hat den Markt zeitweise geprägt: die Gas-Adsorptionswärmepumpe mit Zeolith, bekannt aus dem Vaillant zeoTHERM und dem Viessmann Vitosorp 200-F. Diese Geräte waren die einzigen wirklich einfamilienhaustauglichen Gaswärmepumpen. In den aktuellen Produktnavigationen beider Hersteller sind sie 2026 nicht mehr auffindbar. Eine ausdrückliche Einstellungserklärung liegt nicht vor, der Befund als Marktbeobachtung ist aber eindeutig: Im Leistungsbereich eines Einfamilienhauses bieten die großen Volumenhersteller 2026 praktisch nichts mehr an.

Warum ein Nutzungsgrad über 100 Prozent möglich ist

Die Zahl irritiert viele Eigentümer und wird im Marketing gern ohne Erklärung stehen gelassen. Dabei ist die Ursache reine Messkonvention: Die Ökodesign-Verordnung berechnet die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz ηs für elektrisch angetriebene Geräte über den Umwandlungskoeffizienten. Verordnung (EU) Nr. 813/2013 definiert ihn in Artikel 2 Nummer 23 als „ein Beiwert, der dem auf 40 % geschätzten durchschnittlichen Wirkungsgrad der Erzeugung in der EU […] entspricht; der Wert des Umwandlungskoeffizienten beträgt CC = 2,5" (Verordnung 813/2013). Der Stromverbrauch wird also mit 2,5 multipliziert, bevor er ins Verhältnis zur Wärme gesetzt wird. Gasbefeuerte Geräte misst man dagegen direkt am Brennstoff, ohne Kraftwerkswirkungsgrad. Die genutzte Umweltwärme erscheint damit unmittelbar als Überschuss über 100 Prozent.

Die praktische Konsequenz: Ein GUE von 169 % und ein COP von 4,22 beschreiben denselben physikalischen Vorgang in zwei verschiedenen Bezugssystemen. Wer beide Zahlen unbesehen nebeneinanderstellt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Wie COP, JAZ und SCOP zusammenhängen, erklärt der Grundlagenartikel zur Wärmepumpen-Effizienz.

Die ErP-Klassen richtig lesen

Genauso aufschlussreich ist der Blick auf die Effizienzlabel. Verordnung (EU) Nr. 811/2013 legt die Klassengrenzen für Raumheizgeräte fest:

ErP-Klasse ηs-Band (Standardskala) ηs-Band (Niedertemperatur-Wärmepumpen)
A+++ ηs ≥ 150 % ηs ≥ 175 %
A++ 125 % ≤ ηs < 150 % 150 % ≤ ηs < 175 %
A+ 98 % ≤ ηs < 125 % 123 % ≤ ηs < 150 %
A 90 % ≤ ηs < 98 % 115 % ≤ ηs < 123 %
B bis D 36 % ≤ ηs < 90 % 61 % ≤ ηs < 115 %

Quelle: Verordnung (EU) Nr. 811/2013

Robur gibt für die K18 Simplygas bei 55 °C die Klasse A++ an, für die GAHP A Plus A+ (Version S1 ebenfalls A++). A++ bedeutet ein ηs zwischen 125 und 150 Prozent, moderne elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen dagegen A+++, also mindestens 150 Prozent. Hinzu kommt: Seit dem 26.09.2017 verlangt die Ökodesign-Verordnung von Wärmepumpen-Raumheizgeräten ohnehin ein ηs von mindestens 110 Prozent, bei Niedertemperatur-Geräten mindestens 125 Prozent. Ein Nutzungsgrad über 100 Prozent ist also kein Alleinstellungsmerkmal, sondern gesetzliche Untergrenze.

Welche Geräte es tatsächlich gibt: Leistungsdaten

Der italienische Hersteller Robur ist der einzige Anbieter, der 2026 eine durchgängige Baureihe von Gasabsorptionswärmepumpen für den deutschen Markt dokumentiert. Die folgenden Werte stammen aus den Herstellerdatenblättern.

Modell Quelle/Senke Nennwärmeleistung GUE Max. Vorlauf Heizung ErP bei 55 °C
K18 Simplygas Luft/Wasser 18,9 kW (A7/W35) 169 % 65 °C A++
GAHP A Plus Luft/Wasser 44,6 kW (A7/W35) 172 % 65 °C (WW 70 °C) A+ (S1: A++)
GAHP GS Plus Sole/Wasser 43,0 kW (B0/W35) 165 % 65 °C (WW 70 °C) A++
GAHP WS Plus Wasser/Wasser 45,3 kW (W10/W35) 174 % 65 °C A++
GAHP AR Plus Luft/Wasser, reversibel 38,8 kW (A7/W35) 154 % 60 °C (WW 65 °C) A+

Quellen: Robur-Produktseiten K18, A Plus, GS Plus, WS Plus, AR Plus; Nennbedingungen nach EN 12309-2.

Ein Blick auf die Leistungsklassen genügt: Vier der fünf Baureihen liegen zwischen 38,8 und 45,3 kW. Das ist die Klasse eines Mehrfamilienhauses oder Gewerbeobjekts, nicht die eines Einfamilienhauses.

Die Stärke der Absorptionstechnik: Kälteverhalten

Ein echter technischer Vorteil zeigt sich im Leistungsverlauf über der Außentemperatur: Die Absorptionsmaschine bricht bei Kälte weniger ein als eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil ein erheblicher Teil der Nutzwärme direkt aus der Verbrennung stammt.

Außentemperatur Heizleistung K18 bei 35 °C Vorlauf Heizleistung K18 bei 55 °C Vorlauf
+10 °C 19,0 kW 17,0 kW
0 °C 18,0 kW 15,0 kW
−10 °C 16,0 kW 13,0 kW
−15 °C 15,0 kW 12,5 kW
−25 °C 13,0 kW 11,8 kW

Quelle: Robur K18 Simplygas

Von +10 °C auf −25 °C verliert das Gerät bei 35 °C Vorlauf nur rund 32 Prozent seiner Leistung. Das ist für ein Luftgerät bemerkenswert. Hinzu kommt eine maximale Vorlauftemperatur von 65 °C, was den Einsatz an unsanierten Heizkörperkreisen erlaubt. Allerdings erreichen moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen im Altbau inzwischen dieselben und höhere Vorlauftemperaturen elektrisch, und zwar mit voller Förderfähigkeit.

Die GAHP A Plus läuft serienmäßig bis −15 °C, als Sonderausführung bis −30 °C, und verbraucht nominal 2,79 m³ Gas pro Stunde (G20). Wie stark der Wirkungsgrad im Kühlbetrieb einbricht, zeigt die reversible GAHP AR Plus: GUE 65 % bei A35/W7.

Warum 18,9 kW im Einfamilienhaus zum Problem werden

Das kleinste verfügbare Gerät liefert bei A7/W35 rund 18,9 kW. Ein gut saniertes Einfamilienhaus hat eine Heizlast von etwa 6 bis 10 kW, ein unsaniertes Haus aus den 1960er- oder 1970er-Jahren je nach Größe 12 bis 18 kW. Selbst im ungünstigsten Fall ist das Gerät nur knapp passend, im Normalfall deutlich überdimensioniert.

Der niedrigste ausgewiesene Wert der K18-Kennlinie liegt bei 11,8 kW (−25 °C, 55 °C Vorlauf), eine Herstellerangabe zur Mindestmodulation liegt nicht vor. Dass ein solches Gerät in einem Haus mit 8 kW Heizlast an milden Tagen taktet, ist deshalb eine Schlussfolgerung und kein Messwert. Lassen Sie sich das Teillastverhalten in der Planung vom Hersteller belegen.

Förderung 2026: null Euro für die Gaswärmepumpe

Hier entscheidet sich die Wirtschaftlichkeit, und die Rechtslage ist eindeutig.

BEG und KfW 458 schließen Gaswärmepumpen aus

Die KfW-Heizungsförderung 458 zählt die förderfähigen Anlagen abschließend auf: Solarthermie, Biomasseheizungen, elektrisch angetriebene Wärmepumpen, Brennstoffzellen, wasserstofffähige Heizungen, innovative Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien sowie den Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz (KfW 458). Gaswärmepumpen fehlen in dieser Liste.

Noch deutlicher wird das BEG-Infoblatt zu den förderfähigen Kosten in der Version 10.1, die laut Versionsübersicht am 21.07.2026 in Kraft getreten ist. Nummer 9.2 listet unter den nicht förderfähigen Kosten auf: „Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Gas, z. B. Gas-Brennwertkessel, Gas-Wärmepumpen, gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Gasstrahler, Gas-Warmlufterzeuger sowie die zugehörigen Umfeldmaßnahmen […]." Und weiter: „Der Förderausschluss betrifft Anlagen, die mit dem Einsatz von fossilem, von fossil erzeugtem und von biogenem Gas betrieben werden." (BEG-Infoblatt förderfähige Kosten)

Damit ist auch der beliebteste Rettungsversuch versperrt: Der Betrieb mit Biomethan ändert nichts an der Förderfähigkeit. Dieselbe Nummer stellt zudem klar, dass der Ausschluss gasbetriebener Anlagen auch für Gebäudenetze gilt.

Die amtliche BAFA-Förderübersicht BEG EM mit Stand 28.07.2026 bestätigt das aus der anderen Richtung. Unter Nummer 5.3 listet sie die förderfähige Heizungstechnik auf, Buchstabe c) lautet ausdrücklich „Elektrisch angetriebene Wärmepumpen". Eine Kategorie für gasbetriebene Wärmepumpen existiert nicht (BAFA-Förderübersicht BEG EM). Hinzu kommt eine strukturelle Hürde: Die BEG-Grundvoraussetzung verlangt, dass „die durch die Anlagen versorgten Wohneinheiten oder Flächen nach Durchführung der Maßnahme zu mindestens 65 % durch erneuerbare Energien beheizt werden" (BEG-Infoblatt Nr. 4.1, Förderrichtlinie BEG EM TMA Nummer 3.1). Eine Gasabsorptionswärmepumpe deckt nur den Umweltwärmeanteil ab und erreicht diese Quote nicht.

Auch der Steuerbonus nach § 35c EStG ist gesperrt

Wer keine Zuschussförderung bekommt, denkt zu Recht an den Steuerbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen. Auch dieser Weg ist versperrt. Die Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung nennt in Anlage 6 unter Nummer 6.3 nur elektrisch angetriebene Wärmepumpen und stellt ausdrücklich klar: „Wärmepumpen, die mit Gas betrieben werden oder Raumluft als Wärmequelle nutzen, sind hiervon ausgenommen." (ESanMV Anlage 6)

Zur Größenordnung: § 35c EStG gewährt 7 % im Jahr der Maßnahme (max. 14.000 EUR), 7 % im Folgejahr (max. 14.000 EUR) und 6 % im dritten Jahr (max. 12.000 EUR), insgesamt höchstens 40.000 EUR je Objekt (§ 35c EStG). Das Gebäude muss älter als zehn Jahre sein, und der Bonus entfällt bei öffentlicher Förderung mit Zuschuss oder zinsverbilligtem Darlehen.

Was bleibt, ist § 35a Abs. 3 EStG für Handwerkerleistungen: 20 % der Aufwendungen, höchstens 1.200 EUR pro Jahr, und ausschließlich auf Lohn-, Fahrt- und Maschinenkosten, nicht auf das Material (§ 35a EStG).

Der direkte Fördervergleich

Position Gaswärmepumpe Elektrische Wärmepumpe
BEG-Grundförderung 0 % 30 %
Klimageschwindigkeitsbonus 0 % bis 16 %, halbjährlich sinkend
Einkommensbonus 0 % bis 40 %
Maximaler Fördersatz 0 % 70 %, bei zvE bis 30.000 EUR 80 %
Maximal förderfähige Kosten 28.000 EUR (EFH bzw. 1. Wohneinheit)
Steuerbonus § 35c EStG ausgeschlossen bis 40.000 EUR über drei Jahre
Handwerkerbonus § 35a EStG 20 %, max. 1.200 EUR/Jahr 20 %, max. 1.200 EUR/Jahr

Fördersätze nach BAFA-Förderübersicht BEG EM und KfW 458, Fördersätze seit 21.07.2026, BAFA-Übersicht mit Stand 28.07.2026. Ab voraussichtlich Q1 2027 sinkt der Grundfördersatz für elektrisch angetriebene Wärmepumpen (BEG EM Nummer 5.3 c) auf 15 %, dafür ist ein Wertschöpfungsbonus von 15 % vorgesehen.

Bei 28.000 EUR förderfähigen Kosten beträgt die Differenz im Standardfall 12.880 EUR, beim maximalen Einkommensbonus 22.400 EUR. Diesen Betrag muss eine Gaswärmepumpe über Anschaffungspreis und Betriebskosten erst einmal wieder einspielen.

Achtung bei alten Herstellerangaben

Robur wirbt auf der deutschen K18-Produktseite bis heute damit, das Gerät sei „in der BAFA Förderung für effiziente Wärmepumpen gelistet". Diese Angabe stammt erkennbar aus der Zeit vor der Neuordnung der BEG und widerspricht der Positivliste der KfW 458 wie auch Nummer 9.2 des BEG-Infoblatts. Verlassen Sie sich bei der Förderfähigkeit nur auf amtliche Dokumente.

Für Nichtwohngebäude gilt nichts anderes: Die BAFA-Seite zu Anlagen zur Wärmeerzeugung verweist auf die Technischen Mindestanforderungen Nummern 3.2 bis 3.7 und nennt keine gasbetriebene Wärmepumpe.

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Rechtslage: Was das GModG für Gaswärmepumpen bedeutet

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz, verkündet als BGBl. 2026 I Nr. 226. Es hat die frühere 65-%-Erneuerbaren-Einbaupflicht und die 30-Jahre-Austauschpflicht ersatzlos gestrichen. Der Begriff „65 Prozent" kommt im Gesetzestext nicht mehr vor.

Im Gesetz ist die Gaswärmepumpe keine Wärmepumpe

§ 42 Abs. 2 GModG listet zehn gleichrangige Optionen für den Heizungsersatz auf. Nummer 2 lautet ausdrücklich „eine elektrisch angetriebene Wärmepumpe", Nummer 1 nennt die mit Gas beschickte Heizungsanlage. Eine Gasabsorptions- oder gasmotorische Wärmepumpe ist damit nach dem Wortlaut nicht die Wärmepumpen-Option des Gesetzes, sondern sachlich eine Gasheizung (GModG, BGBl. 2026 I Nr. 226). Das ist keine Formalie, sondern entscheidet darüber, welche Folgepflichten greifen.

Die Brennstoffquote nach § 43 GModG

§ 43 Abs. 1 GModG bestimmt: „Wird eine Heizungsanlage, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickt wird, nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude neu eingebaut, hat der Eigentümer des Gebäudes sicherzustellen, dass" ab vier Stichtagen wachsende Mindestanteile der bereitgestellten Wärme aus Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder grünem, blauem, orangenem beziehungsweise türkisem Wasserstoff stammen.

Stichtag Mindestanteil klimaneutraler Brennstoffe
01.01.2029 10 %
01.01.2030 15 %
01.01.2035 30 %
01.01.2040 60 %

Quelle: § 43 Abs. 1 GModG

Die Norm knüpft rein objektiv am Energieträger an, nicht an der Bauart. Nach unserer Lesart erfasst der Wortlaut eine Gaswärmepumpe damit eindeutig; eine amtliche Auslegung dazu ließ sich bislang nicht finden. Behandeln Sie die Quotenpflicht deshalb als begründete Einordnung, nicht als gesicherte Rechtsfolge, und lassen Sie den Fall vor der Investition von einer fachkundigen Person nach § 88 GModG prüfen. Was die Quote praktisch bedeutet, vertieft der Artikel zur Bio-Treppe im GModG.

Der Hybrid-Ausweg funktioniert nicht

Für Hybridanlagen sieht § 43 Abs. 5 GModG eine Erfüllungsfiktion vor. Sie greift jedoch nur für eine „Wärmepumpen-Hybridheizung", und diese ist in § 42 Abs. 2 Nr. 5 definiert als Kombination aus einer elektrisch angetriebenen Wärmepumpe mit einer Gas-, Heizöl-, Flüssiggas- oder Biomassefeuerung. Als Schwelle nennt § 43 Abs. 5 Satz 1 eine Wärmepumpenleistung im Teillastpunkt A nach DIN EN 14825 von mindestens 30 % (bivalent paralleler oder teilparalleler Betrieb) beziehungsweise 40 % (bivalent alternativer Betrieb) der Leistung des Spitzenlasterzeugers. Eine Gaswärmepumpe mit Gaskessel kann diese Fiktion nicht nutzen, weil beide Erzeuger mit Gas beschickt werden. Ziehen Sie hier den Vergleich mit der klassischen Hybridheizung aus Wärmepumpe und Gas.

Havarie-Schonfrist und die angekündigte Grüngasquote

§ 43 Abs. 7 GModG enthält eine Havarieregelung: Fällt die Altheizung irreparabel aus und wird zwischen dem 01.01.2028 und dem 31.12.2028 eine Gasheizung eingebaut, gilt die Quote erst zwölf Monate nach dem Einbau. Und § 42a GModG kündigt eine Grüngas- und Grünheizölquote auf der Lieferantenseite an: Die Bundesregierung soll bis zum 1. Dezember 2026 ein Gesetz vorlegen, das Inverkehrbringer verpflichtet, die Gebäude-Brennstoffe ab dem Jahr 2045 vollständig auf klimaneutrale Brennstoffe umzustellen. Für Eigentümer ist das ein offener Preisfaktor, den heute niemand seriös beziffern kann.

Kosten: was Sie realistisch einplanen müssen

Bei den Anschaffungskosten muss dieser Ratgeber ehrlich sein: Es gibt keine belastbare öffentliche Preisquelle für Gaswärmepumpen. Robur veröffentlicht keine Preislisten, die Produktseiten nennen keine Preise, und die in Vergleichsportalen kursierenden Spannen sind nirgends belegt. Wir geben solche Zahlen deshalb nicht als Fakten weiter.

Qualitativ lässt sich die Lage trotzdem beschreiben. Eine Gasabsorptionswärmepumpe ist ein Spezialgerät in geringen Stückzahlen und technisch aufwendiger als ein Brennwertkessel, ihr Investitionsniveau liegt mindestens auf Höhe einer elektrischen Wärmepumpe. Entscheidend ist ohnehin nicht der Bruttopreis, sondern der Eigenanteil: Auf die elektrische Variante gibt es 30 bis 80 Prozent Zuschuss, auf die Gasvariante null.

Betriebskosten: die eigentliche Stärke der Technik

Beim Arbeitspreis je Kilowattstunde Wärme sieht die Rechnung anders aus. Das Statistische Bundesamt weist für private Haushalte im zweiten Halbjahr 2025 durchschnittlich 12,23 ct/kWh für Erdgas und 40,55 ct/kWh für Strom aus, jeweils inklusive Steuern, Abgaben und CO2-Preis (destatis). Daraus ergibt sich folgende Überschlagsrechnung von reduco, die ihre Annahmen offenlegt.

Erzeuger Angesetzte Effizienz Energiepreis Wärmekosten je kWh
Gasbrennwertkessel 98 % Nutzungsgrad 12,23 ct/kWh Gas rund 12,5 ct
Gasabsorptionswärmepumpe 140 % (konservative Annahme) 12,23 ct/kWh Gas rund 8,7 ct
Gasabsorptionswärmepumpe 169 % (Datenblatt A7/W35) 12,23 ct/kWh Gas rund 7,2 ct
Elektrische Luft-Wasser-WP JAZ 3,4 (ISE-Feldtest) 20–28 ct/kWh WP-Tarif rund 5,9–8,2 ct
Elektrische Erdwärmepumpe JAZ 4,3 (ISE-Feldtest) 20–28 ct/kWh WP-Tarif rund 4,7–6,5 ct

Zu den Annahmen: Der destatis-Gaspreis enthält den CO2-Preis bereits. Für die elektrische Wärmepumpe ist der Haushaltsstrompreis von 40,55 ct/kWh der falsche Maßstab, weil dort ein Sondertarif gilt; die angesetzten 20 bis 28 ct/kWh sind eine Annahme, verfügbare Tarife zeigt der Wärmepumpen-Stromtarif. Die Jahresarbeitszahlen stammen aus dem vierjährigen Feldtest des Fraunhofer ISE mit 77 Anlagen im Bestand: Luft-Wasser JAZ 3,4 (2,6 bis 4,9), erdgekoppelt JAZ 4,3 (3,6 bis 5,4) (Fraunhofer ISE, 03.11.2025).

Der Befund ist differenziert: Die Gaswärmepumpe schlägt den Gasbrennwertkessel beim Arbeitspreis deutlich und landet je nach Tarifannahme in derselben Region wie eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie scheitert nicht am Betrieb, sondern an Nullförderung und Quotenrisiko.

Der CO2-Preis als bewegliches Ziel

Ein Faktor bleibt unkalkulierbar. Im nationalen Emissionshandel gilt 2026 erstmals ein Versteigerungsverfahren mit einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. Der EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr, der ETS 2, startet erst 2028, nicht wie oft berichtet 2027 (Umweltbundesamt). Ab dann bestimmt der europäische Markt den Preis, eine Obergrenze gibt es dort nicht. Das Fraunhofer ISE beziffert die CO2-Einsparung elektrischer Wärmepumpen gegenüber Gasheizungen für 2024 auf rund 64 Prozent. Eine Gaswärmepumpe senkt den Gasverbrauch, bleibt aber vollständig an den fossilen Energieträger gebunden.

Abgrenzung: Gaswärmepumpe, Hybrid, Brennwert und elektrische Wärmepumpe

Vier Systeme werden regelmäßig verwechselt.

System Antrieb der Wärmepumpe Zählt als Wärmepumpe nach § 42 Abs. 2 Nr. 2? BEG-förderfähig Brennstoffquote § 43
Gasabsorptions-/gasmotorische WP Gas Nein Nein Nach Wortlaut ja
Wärmepumpen-Hybridheizung Strom, plus fossiler Spitzenlastkessel Ja, als Nr. 5 Ja, elektrischer Anteil Erfüllungsfiktion nach Abs. 5 möglich
Gasbrennwertkessel keine Wärmepumpe Nein Nein Ja
Elektrische Luft-Wasser-WP Strom Ja Ja, 30 bis 80 % Nein

Ob sich der Einbau eines reinen Gaskessels 2026 überhaupt noch lohnt, prüft der Ratgeber Gasheizung einbauen 2026.

Wann eine Gaswärmepumpe trotzdem in Frage kommt

Die ehrliche Antwort lautet: selten, aber nicht nie.

  • Leistungsklasse ab 40 kW im Gewerbe oder Mehrfamilienhaus. Genau dort liegt die einzige dokumentierte Baureihe.
  • Begrenzte elektrische Anschlussleistung. Wo der Netzanschluss keine 40-kW-Kaskade hergibt, zählt die minimale elektrische Aufnahme.
  • Hohe Vorlauftemperaturen im unsanierten Bestand. 65 °C ohne elektrischen Zuheizer bleiben relevant.
  • Kältefeste Auslegung. Der geringe Leistungsabfall bis −25 °C hilft an Standorten mit strengen Normaußentemperaturen.
  • Kältemittelrecht. Ammoniak unterliegt nicht der F-Gase-Verordnung, es gibt keinen GWP-bedingten Ausphasungsdruck.

Für das durchschnittliche Einfamilienhaus greift keiner dieser Punkte. Eine elektrische Wärmepumpe kostet dort ähnlich viel, bekommt aber 30 bis 80 Prozent Zuschuss, ist im Betrieb mindestens gleichauf, unterliegt keiner Brennstoffquote und hat bei den Vorlauftemperaturen aufgeschlossen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist eine Gaswärmepumpe und wie funktioniert sie?

Eine Gaswärmepumpe nutzt wie jede Wärmepumpe Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser, bezieht die Antriebsenergie aber aus der Verbrennung von Gas statt aus Strom. Weil sich die Nutzwärme aus Verbrennungs- und Umweltwärme zusammensetzt, liegt der auf den Brennstoff bezogene Nutzungsgrad über 100 Prozent. Es gibt zwei Bauarten: die thermisch angetriebene Absorptionswärmepumpe und die gasmotorische Wärmepumpe.

Was ist der Unterschied zwischen Gasabsorptionswärmepumpe und gasmotorischer Wärmepumpe?

Die Gasabsorptionswärmepumpe hat keinen mechanischen Verdichter. Ein Gasbrenner treibt einen thermochemischen Kreislauf aus Ammoniak und Wasser an, bewegt wird nur eine kleine Lösungspumpe. Die gasmotorische Wärmepumpe nutzt einen normalen Kältemittelverdichter, den ein Gasmotor antreibt, und koppelt zusätzlich Motor- und Abgaswärme aus. Sie kommt in Deutschland fast nur in gewerblichen Klimasystemen vor.

Wie kann eine Gaswärmepumpe einen Nutzungsgrad über 100 Prozent haben?

Das ist eine Frage der Messkonvention. Bei elektrischen Geräten wird der Stromverbrauch nach Verordnung (EU) Nr. 813/2013 mit dem Umwandlungskoeffizienten CC = 2,5 auf Primärenergie hochgerechnet, gasbefeuerte Geräte misst man direkt am Brennstoff. Die genutzte Umweltwärme erscheint dadurch als Überschuss über 100 Prozent. Ein GUE von 169 % entspricht rechnerisch einem COP von 4,22.

Wird eine Gaswärmepumpe 2026 gefördert?

Nein. Das BEG-Infoblatt zu den förderfähigen Kosten in der Version 10.1, in Kraft seit dem 21.07.2026, nennt „Gas-Wärmepumpen" unter Nummer 9.2 namentlich als nicht förderfähig. Der Ausschluss gilt ausdrücklich auch für biogenes Gas und für Gebäudenetze. Die Positivliste der KfW 458 und die BAFA-Förderübersicht nennen jeweils nur elektrisch angetriebene Wärmepumpen.

Gilt die Brennstoffquote nach § 43 GModG auch für eine Gaswärmepumpe?

Nach dem Wortlaut spricht alles dafür. § 43 Abs. 1 GModG knüpft an „eine Heizungsanlage, die mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas beschickt wird" an, also am Energieträger und nicht an der Bauart. Eine amtliche Auslegung zu Gaswärmepumpen liegt bislang nicht vor. Betrachten Sie die Quotenpflicht deshalb als begründete Einordnung und lassen Sie den Einzelfall vor der Investition von einer fachkundigen Person nach § 88 GModG prüfen.

Was kostet eine Gaswärmepumpe inklusive Einbau?

Belastbare öffentliche Preisangaben existieren nicht. Robur veröffentlicht keine Preislisten, und die in Portalen kursierenden Spannen sind nicht belegt. Realistisch ist, dass das Investitionsniveau mindestens dem einer elektrischen Wärmepumpe entspricht. Der Unterschied liegt im Eigenanteil: Auf die elektrische Variante entfallen 30 bis 80 Prozent Zuschuss auf bis zu 28.000 EUR förderfähige Kosten, auf die Gasvariante nichts.

Lohnt sich eine Gaswärmepumpe im Einfamilienhaus?

In aller Regel nicht. Das kleinste verbreitete Gerät leistet 18,9 kW und ist für ein Haus mit 6 bis 10 kW Heizlast überdimensioniert. Hinzu kommen null Förderung, kein Steuerbonus nach § 35c EStG und die absehbare Brennstoffquote ab 2029. Die attraktiven Betriebskosten kompensieren den Förderverzicht von bis zu 22.400 EUR nicht.

Welche Hersteller bieten 2026 noch Gaswärmepumpen in Deutschland an?

Durchgängig dokumentiert ist die Baureihe des italienischen Herstellers Robur mit der K18 Simplygas sowie den Modellen GAHP A Plus, GS Plus, WS Plus und AR Plus. Die früher verbreiteten Zeolith-Geräte Vaillant zeoTHERM und Viessmann Vitosorp 200-F sind in den aktuellen deutschen Produktnavigationen nicht mehr geführt. Für gasmotorische Geräte ließen sich keine öffentlich zugänglichen Datenblätter beschaffen.

Gaswärmepumpe oder elektrische Wärmepumpe: Was ist im Betrieb günstiger?

Das hängt vom Stromtarif ab. Mit dem amtlichen Gaspreis von 12,23 ct/kWh und einem Nutzungsgrad von 140 bis 169 Prozent kostet die Wärme aus der Gasabsorptionswärmepumpe rund 7,2 bis 8,7 ct/kWh. Eine elektrische Luft-Wasser-Wärmepumpe mit der ISE-Feldtest-JAZ von 3,4 liegt bei 20 bis 28 ct/kWh Wärmepumpentarif zwischen etwa 5,9 und 8,2 ct/kWh. Beide Systeme spielen in derselben Liga, während der Gasbrennwertkessel mit rund 12,5 ct/kWh klar zurückfällt.

Nächster Schritt: Welche Technik zu Ihrem Gebäude passt

Ob eine Gaswärmepumpe für Ihr Objekt in die engere Wahl gehört, entscheidet sich an wenigen harten Größen: Heizlast, verfügbare elektrische Anschlussleistung, notwendige Vorlauftemperatur und die Frage, wie viel Förderung Sie mit der jeweiligen Alternative tatsächlich abrufen können. Bei einer Heizlast unter 15 kW ist die Antwort fast immer eindeutig, im Mehrfamilienhaus und im Gewerbe lohnt der genauere Blick. Mit der Gebäudeanalyse von reduco ermitteln Sie die realistische Heizlast, die passende Systemgröße und den konkreten Förderbetrag einer förderfähigen Lösung. Auf dieser Grundlage lassen sich Angebote sinnvoll vergleichen.

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