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Wärmepumpenheizung 2026: Funktion, Kosten und bis 70 % Förderung

Wie eine Wärmepumpenheizung funktioniert, was sie kostet und ob Ihr Haus passt: 28.500–42.800 € Anschaffung, JAZ 3,4 im Bestand und bis 70 % Förderung.

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Außengerät einer Luft-Wasser-Wärmepumpenheizung neben einem Einfamilienhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • So funktioniert sie: Eine Wärmepumpenheizung arbeitet nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip. Von 100 kWh Heizwärme stammen bei einer Jahresarbeitszahl von 3,0 rund 67 kWh aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und nur 33 kWh aus Strom (Umweltbundesamt).
  • Anschaffung: Eine 10-kW-Luft-Wasser-Anlage im Einfamilienhaus kostet 28.500–42.800 € brutto inklusive Heizkörpern und Pufferspeicher. Ein Gas-Brennwertkessel liegt bei 11.400–20.400 € (Fraunhofer ISE, Kurzstudie 06/2026).
  • Effizienz in der Praxis: In einer vierjährigen Feldmessung an 77 Anlagen in Bestandsgebäuden erreichten Luft-Wasser-Anlagen im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, erdgekoppelte Anlagen 4,3. Eine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz gab es nicht (Fraunhofer ISE).
  • Betrieb: Wärmepumpenstrom kostete zum Stichtag 01.04.2025 im Mittel 27,44 ct/kWh mit getrenntem Zähler und 31,70 ct/kWh bei gemeinsamer Messung (Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2025). Bei 18.000 kWh Wärmebedarf sind das rund 1.450–1.680 € im Jahr.
  • Förderung: 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus ergeben 12.880 € Zuschuss im Standardfall. Der Fördersatz ist auf 70 % gedeckelt, für Selbstnutzer mit niedrigem Einkommen auf 80 %, jeweils bezogen auf höchstens 28.000 € Kosten (KfW-Merkblatt 458).
  • Ehrlich dagegen: Hohe Anschaffungskosten, Schall im Garten und Planungsfehler. Die Forscher fanden viele Anlagen überdimensioniert, mit teils sehr hohen Schalthäufigkeiten und schlecht getrennten Temperaturniveaus im Kombispeicher.
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Eine Wärmepumpenheizung ist ein komplettes Heizsystem: ein Gerät, das Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser aufnimmt, sie mit Strom auf Heiztemperatur anhebt und damit Heizkörper, Fußbodenheizung und den Warmwasserspeicher versorgt. Sie ersetzt den Gas- oder Ölkessel vollständig. Im Neubau ist sie längst Standard: 73,6 % der 2025 fertiggestellten Wohngebäude heizen damit, Gasheizungen kommen noch auf 10,5 % (Statistisches Bundesamt). 2025 wurden rund 299.000 Heizungswärmepumpen verkauft, etwa 95 % davon Luft-Wasser-Geräte (Umweltbundesamt, Marktdaten).

Dieser Artikel erklärt das System von Grund auf: Funktionsweise, Bauarten, Kennzahlen, Kosten, laufende Ausgaben, Förderung und die Frage, ob Ihr Haus überhaupt geeignet ist. Jede Preisspanne steht hier als Orientierung; die detaillierte Kostenrechnung mit allen Einzelposten finden Sie unter was eine Wärmepumpe im Detail kostet. Wer Geräte vergleichen will, findet die Messwerte einzelner Baureihen im Überblick Wärmepumpen im Test 2026 und in unserem Hersteller-Vergleich.

Wärmepumpenheizung: Funktion in fünf Schritten einfach erklärt

Die Wärmepumpe erzeugt keine Wärme, sie transportiert sie. Sie nimmt Energie auf niedrigem Temperaturniveau auf und hebt sie auf ein Niveau, mit dem sich ein Haus beheizen lässt. Das Umweltbundesamt beschreibt das als umgekehrtes Kühlschrankprinzip: Ein Kühlschrank zieht Wärme aus dem Innenraum und gibt sie nach hinten an die Küche ab. Die Wärmepumpe zieht Wärme von draußen und gibt sie ins Haus ab.

Technisch läuft im Inneren ein geschlossener Kreislauf mit einem Arbeitsmedium, dem Kältemittel. Es siedet schon bei sehr niedrigen Temperaturen und durchläuft vier Bauteile:

  1. Wärme aufnehmen. Ein Ventilator saugt Außenluft an, oder eine Solepumpe wälzt Flüssigkeit durch Rohre im Erdreich. Die Quelle liefert Wärme auf niedrigem Niveau, im Winter auch bei Minusgraden.
  2. Verdampfen. Im Verdampfer nimmt das Kältemittel diese Wärme auf und geht vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über.
  3. Verdichten. Ein elektrisch angetriebener Verdichter presst das Gas zusammen. Der Druck steigt, und mit ihm die Temperatur. Genau hier fließt der Strom, den die Wärmepumpe verbraucht.
  4. Wärme abgeben. Im Verflüssiger gibt das heiße Gas seine Energie an das Heizungswasser ab, kühlt dabei ab und wird wieder flüssig. Diese Wärme geht an Heizkörper, Flächenheizung und Warmwasserspeicher.
  5. Entspannen. Ein Expansionsventil senkt den Druck schlagartig. Das Kältemittel kühlt weiter ab und ist bereit, im Verdampfer erneut Umweltwärme aufzunehmen.

Der entscheidende Punkt für Ihre Heizkostenrechnung: Der Verdichter braucht deutlich weniger Energie, als am Ende als Wärme herauskommt. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,0 setzt sich eine Kilowattstunde Heizwärme aus zwei Dritteln kostenloser Umweltwärme und einem Drittel Strom zusammen. Je wärmer die Quelle und je niedriger die geforderte Vorlauftemperatur, desto weniger muss der Verdichter arbeiten, und desto günstiger heizen Sie.

Welche Arten von Wärmepumpenheizungen gibt es? Luft, Erdreich und Wasser im Vergleich

Unterschieden werden die Bauarten nach der Wärmequelle und nach dem Medium, an das die Wärme im Haus abgegeben wird. Der erste Wortteil nennt die Quelle, der zweite das Heizmedium: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe holt Wärme aus der Außenluft und gibt sie ans Heizungswasser ab.

Bauart Wärmequelle und Temperatur Reale Jahresarbeitszahl im Bestand Platz und Erschließung Genehmigung
Luft-Wasser Außenluft, schwankt mit dem Wetter Ø 3,4 (Spanne 2,6–4,9) Außengerät im Garten oder an der Fassade, keine Erdarbeiten in der Regel keine, aber Schall- und Abstandsregeln beachten
Sole-Wasser mit Erdsonde Erdreich, ganzjährig 7–13 °C Ø 4,3 (Spanne 3,6–5,4) Bohrung senkrecht bis 100 m, rund 20 m Bohrtiefe je kW Heizleistung wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde
Sole-Wasser mit Flächenkollektor Erdreich in 1,2–1,5 m Tiefe Ø 4,3 (Spanne 3,6–5,4) rund 40 m² unversiegelte, unbebaute Fläche je kW Heizleistung meist anzeigepflichtig
Wasser-Wasser Grundwasser, konstant 8–12 °C höchste Werte, aber selten gebaut Förder- und Schluckbrunnen, Wasseranalyse wasserrechtliche Genehmigung zwingend
Luft-Luft Außenluft, Wärmeabgabe direkt an die Raumluft keine Feldwerte im Bestandsprojekt Innen- und Außeneinheiten, kein Heizwasserkreis in der Regel keine

Quellen: Fraunhofer ISE (Feldmessung 77 Anlagen, 11/2025), Verbraucherzentrale, eigene Zusammenstellung.

Rund 95 % der 2025 verkauften Geräte waren Luft-Wasser-Wärmepumpen. Sie sind am günstigsten zu installieren, weil keine Erdarbeiten anfallen, arbeiten aber im Winter mit der kältesten Quelle. Erdgekoppelte Anlagen sind messbar effizienter, kosten aber die Erschließung zusätzlich. Welche der beiden für Ihr Grundstück die richtige ist, klärt der direkte Vergleich Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe.

Eine Besonderheit ist die Luft-Luft-Wärmepumpe, technisch eine Split-Klimaanlage mit Heizfunktion. Sie ist grundsätzlich förderfähig, wenn das Außengerät in der BAFA-Wärmeerzeugerliste steht, die gerätetechnischen Mindestanforderungen erfüllt (bei bis zu 12 kW eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von mindestens 181 %) und für den versorgten Bereich ein Anteil von 65 % erneuerbarer Energie nachgewiesen wird (BEG-Förderrichtlinie, Technische Mindestanforderungen). Der praktische Haken: Sie bereitet kein Warmwasser. Dafür brauchen Sie ein zweites Gerät.

Was kostet eine Wärmepumpenheizung? Anschaffungskosten nach Bauart

Für die Investitionskosten gibt es eine belastbare, methodisch offengelegte Referenz: die Kurzstudie des Fraunhofer ISE zum Vergleich der Wärmeversorgung. Sie rechnet mit Bruttopreisen aus dem vierten Quartal 2025 für ein Einfamilienhaus mit 10 kW Heizleistung und rechnet die Sekundärseite mit ein, also Heizkörper und Pufferspeicher.

Heizsystem Investition brutto im Einfamilienhaus Was darin enthalten ist
Luft-Wasser-Wärmepumpe, 10 kW 28.500–42.800 € Gerät, Montage, Hydraulik, Heizkörper, Pufferspeicher
Sole-Wasser mit Erdsonde Luft-Wasser plus Erschließung zusätzlich Bohrung, Sondenmaterial, Verpressung, Genehmigung
Wasser-Wasser Luft-Wasser plus Brunnenbau zusätzlich Förder- und Schluckbrunnen, Wasseranalyse
Gas-Brennwertkessel 11.400–20.400 € Kessel, Montage, Abgasführung, Sekundärseite
Fernwärme-Hausanschluss 9.300–15.600 € Hausstation, Anschluss, Baukostenzuschuss

Quelle: Fraunhofer ISE, Kurzstudie Vergleich Wärmeversorgung, 23.06.2026 (Bruttopreise Q4/2025).

Die Spanne von rund 14.000 € zwischen dem günstigsten und dem teuersten Wärmepumpen-Angebot ist kein Ausreißer, sondern der Normalfall. Sie entsteht durch Gerätequalität, Aufwand an der Hydraulik, Zahl der zu tauschenden Heizkörper und die regionale Handwerkerauslastung. Deshalb sind mehrere Angebote hier bares Geld wert.

Für Erdwärme lassen sich seriös keine pauschalen Bohrmeterpreise nennen, weil sie stark von Untergrund und Bohrtiefe abhängen. Zwei dokumentierte Praxisfälle geben eine Hausnummer: In einem teilsanierten Einfamilienhaus von 1996 mit 175 m² kostete die 8-kW-Sole-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau 33.000 €, das Gesamtprojekt mit zwei 140-m-Bohrungen und weiteren Arbeiten 72.000 € bei 36.000 € Förderung (Umweltbundesamt, Praxisbeispiel). Die Bohrkosten hängen so stark vom Untergrund und von der nötigen Tiefe ab, dass sie sich erst nach der Standortprüfung seriös beziffern lassen.

Wärmepumpenheizung Stromkosten: was der Betrieb pro Jahr kostet

Die laufenden Kosten hängen an drei Größen: Ihrem Wärmebedarf, der erreichten Jahresarbeitszahl und dem Strompreis. Alle drei kann man beeinflussen, den Strompreis am schnellsten.

Für Wärmepumpen gibt es eigene Tarife, weil der Verbrauch hoch und planbar ist. Zum Stichtag 01.04.2025 lag der mengengewichtete Bruttopreis bei 7.500 kWh Jahresverbrauch für Wärmepumpenstrom mit gemeinsamer Messung bei 31,70 ct/kWh, mit getrennter Messung bei 27,44 ct/kWh (Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2025). Haushaltsstrom kostete im gleichen Zeitraum 40,05 ct/kWh, Erdgas 12,13 ct/kWh (Bundesnetzagentur). Der Preisvorteil des separaten Zählers ist kein Rabatt, sondern folgt aus den Preisbestandteilen: Nach § 22 EnFG entfallen dort die KWK-Umlage und die Offshore-Netzumlage, und das Nettonetzentgelt liegt bei 3,33 statt 5,72 ct/kWh.

Rechenschritt Luft-Wasser (JAZ 3,4) Sole-Wasser (JAZ 4,3)
Wärmebedarf Heizung und Warmwasser 18.000 kWh 18.000 kWh
Stromverbrauch der Wärmepumpe rund 5.300 kWh rund 4.200 kWh
Stromkosten bei 27,44 ct/kWh (getrennte Messung) rund 1.450 € rund 1.150 €
Stromkosten bei 31,70 ct/kWh (gemeinsame Messung) rund 1.680 € rund 1.330 €
Wartung und Instandhaltung 500 € 500 €

Annahmen: 18.000 kWh Wärmebedarf im Einfamilienhaus, Jahresarbeitszahlen aus der Fraunhofer-ISE-Feldmessung, Strompreise Bundesnetzagentur (Stichtag 01.04.2025), Wartungsansatz Fraunhofer ISE. Die Verbraucherzentrale nennt für die Wartung 150–300 € pro Jahr, der ISE-Ansatz von 500 € enthält zusätzlich Instandhaltungsrücklagen.

Zwei Hebel senken diese Rechnung weiter. Erstens die reduzierten Netzentgelte nach § 14a EnWG: Modul 1 bringt eine pauschale Reduzierung von 110–190 € im Jahr, Modul 2 senkt den Netzentgelt-Arbeitspreis in der Niederspannung auf 40 % und lässt den Netzentgelt-Grundpreis entfallen, setzt dafür aber einen separaten Zähler voraus (Bundesnetzagentur). Zweitens die Tarifwahl selbst. Welche Vertragsformen für Wärmepumpen infrage kommen und wann sich ein dynamischer Tarif rechnet, behandelt der Beitrag zum Wärmepumpen-Stromtarif 2026.

Wer eine Photovoltaikanlage hat, deckt einen Teil des Bedarfs selbst. In den sechs vermessenen Wärmepumpen-PV-Kombinationen erreichten Gebäude ohne Batterie 25–40 % Autarkie, mit Batterie 32–62 % (Fraunhofer ISE). Die Wärmepumpe wird dadurch nicht kostenlos, aber spürbar günstiger.

Wärmepumpenheizung oder Gasheizung: die Rechnung über 15 Jahre

Der Vergleich der Anschaffungspreise allein führt in die Irre, weil sich das Verhältnis über die Betriebsdauer umkehrt. Die folgende Rechnung legt alle Annahmen offen. Sie unterstellt 18.000 kWh Wärmebedarf, einen Gas-Brennwertkessel mit rund 90 % Jahresnutzungsgrad (also 20.000 kWh Gasbezug), die Strom- und Gaspreise der Bundesnetzagentur zum Stichtag 01.04.2025 und je 500 € Wartung und Instandhaltung im Jahr.

Position Luft-Wasser-Wärmepumpe Gas-Brennwertkessel
Investition brutto 28.500–42.800 € 11.400–20.400 €
Förderung im Standardfall (46 % auf höchstens 28.000 €) −12.880 € 0 €
Investition nach Förderung 15.620–29.920 € 11.400–20.400 €
Energiekosten pro Jahr rund 1.450 € (5.300 kWh zu 27,44 ct) rund 2.430 € (20.000 kWh zu 12,13 ct)
Wartung pro Jahr 500 € 500 €
Energie und Wartung über 15 Jahre 29.250 € 43.950 €
Summe über 15 Jahre 44.870–59.170 € 55.350–64.350 €

Über 15 Jahre liegt die Wärmepumpenheizung damit vorn, im günstigen Fall um rund 10.500 €, im ungünstigen um knapp 5.200 €. Die Rechnung ist bewusst konservativ: Preissteigerungen sind auf keiner Seite eingerechnet, und die Wärmepumpe hat nach 15 Jahren noch Restlebensdauer, denn das ISE rechnet bei beiden Systemen mit 20 Jahren.

Jetzt der ehrliche Teil. Das Ergebnis hängt am Gaspreis, und der ist volatil. Rechnet man statt mit 12,13 ct/kWh mit 10 ct/kWh, sinken die Gaskosten auf rund 2.000 € im Jahr. Dann bleibt im günstigen Fall noch ein Vorteil von rund 4.000 € für die Wärmepumpe, im ungünstigen liegt sie rund 1.300 € hinten. Der Abstand wächst erst wieder über zwei absehbare Effekte: den CO2-Preis, der 2026 in einem gesetzlichen Korridor von 55–65 € je Tonne liegt und im Nachverkauf 68 € kostet (Deutsche Emissionshandelsstelle), und die Quotenpflicht für neue Gasheizungen. Wird nach dem 29. Juli 2026 eine Gas- oder Ölheizung neu in ein bestehendes Gebäude eingebaut, müssen laut § 43 GModG ab 2029 mindestens 10 %, ab 2030 15 %, ab 2035 30 % und ab 2040 60 % der Wärme aus Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff stammen. Diese Anteile sind heute deutlich teurer als Erdgas.

Förderung für die Wärmepumpenheizung 2026: bis zu 70 Prozent über KfW 458

Seit dem 21. Juli 2026 gilt eine neue Förderrichtlinie. Sie läuft bis zum 31.12.2030 und wird über das Zuschussprogramm KfW 458 abgewickelt. Wichtig für alle, die ältere Ratgeber lesen: Der Effizienzbonus von 5 % und der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € sind ersatzlos entfallen, und der Klimageschwindigkeitsbonus liegt nicht mehr bei 20 %.

Diese Bausteine gibt es noch:

  • Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten, für jede selbstgenutzte oder vermietete Wohneinheit.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 %, nur für Selbstnutzer und nur für die selbstgenutzte Wohneinheit. Voraussetzung ist der Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtstromspeicherheizung ohne Altersgrenze, oder einer funktionstüchtigen Gas- beziehungsweise Biomasseheizung, deren Inbetriebnahme mindestens 20 Jahre zurückliegt. Die alte Anlage muss fachgerecht demontiert und entsorgt werden.
  • Einkommensbonus: 40 % bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 €. Für Haushalte mit einem kindergeldberechtigten Kind unter 18 Jahren werden einmalig 10.000 € vom anzusetzenden Einkommen abgezogen.

Alle Boni zusammen sind auf 70 % der förderfähigen Kosten gedeckelt, für Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 € auf 80 %. Förderfähig sind höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit, je 15.000 € für die zweite bis sechste und je 8.000 € ab der siebten. Der praktische Standardfall, also 30 % plus 16 % auf 28.000 €, ergibt 12.880 € Zuschuss. Das Maximum für die erste Wohneinheit liegt bei 22.400 €.

Antragszeitraum Klimageschwindigkeitsbonus Förderfähige Höchstkosten Zuschuss bei 30 % Grundförderung
21.07.2026–31.01.2027 16 % 28.000 € 12.880 €
01.02.2027–31.07.2027 12 % 27.250 € 11.445 €
01.08.2027–31.01.2028 8 % 26.500 € 10.070 €
01.02.2028–31.07.2028 4 % 25.750 € 8.755 €
ab 01.08.2028 entfällt 25.000 € 7.500 €

Quelle: BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen vom 17.07.2026 und KfW-Merkblatt 458. Die förderfähigen Höchstkosten sinken ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 € bis auf 22.000 € ab 01.08.2030. Ab dem ersten Quartal 2027 gelten die 30 % Grundförderung für Wärmepumpen nur noch zusammen mit dem Wertschöpfungsbonus, siehe den folgenden Absatz.

Ein Punkt ist bisher kaum kommuniziert und für die Zeitplanung entscheidend: Nach der Richtlinie sinkt die Grundförderung für elektrisch angetriebene Wärmepumpen ab dem ersten Quartal 2027 von 30 % auf 15 %. Gleichzeitig soll ein Wertschöpfungsbonus von 15 Prozentpunkten hinzukommen, wenn die geförderte Wärmepumpe ihren Ursprung in der Union hat (BEG-Förderrichtlinie). Die Ausgestaltung regelt laut Richtlinie ein gesondertes Infoblatt, das KfW-Merkblatt vom 21.07.2026 kennt den Bonus noch nicht. Für Sie heißt das: Wer 2026 beantragt, sichert sich 30 % plus 16 % ohne Bedingung an die Herkunft des Geräts. Wer erst ab Februar 2027 beantragt, verliert allein über den kleineren Klimageschwindigkeitsbonus und die gesunkenen Höchstkosten 1.435 € gegenüber dem heutigen Standardfall.

Technisch verlangt die Förderung eine ausgelegte Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 nach VDI 4650 Blatt 1, eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von 150 % bei 35 °C und 125 % bei 55 °C für Luft-Wärmepumpen (Erdreich und Wasser: 180 % beziehungsweise 140 %), eine Schnittstelle zur netzorientierten Steuerung nach § 14a EnWG, den nachgewiesenen hydraulischen Abgleich und bei Luft-Wasser-Geräten Schallemissionen, die mindestens 10 dB unter den Ökodesign-Grenzwerten liegen. Ab dem 1. Januar 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert, anerkannt sind unter anderem R290, R717 und R744. Gas-Wärmepumpen und Geräte, die Raumluft als Wärmequelle nutzen, sind generell ausgeschlossen.

Der häufigste und teuerste Fehler ist die Reihenfolge. Sie schließen zuerst den Vertrag mit dem Fachunternehmen unter aufschiebender oder auflösender Bedingung der KfW-Zusage und beantragen erst danach im Portal. Ein Vertrag ohne diese Bedingung gilt bereits als Vorhabenbeginn und schließt die Förderung aus. Reicht der Zuschuss nicht, gibt es den zinsverbilligten Ergänzungskredit KfW 358/359 über bis zu 120.000 € je Wohneinheit. Wer keinen Zuschuss will oder kann, nutzt alternativ den Steuerbonus nach § 35c EStG mit 20 % über drei Jahre und höchstens 40.000 € je Objekt, allerdings nicht kombinierbar mit KfW 458 für dieselbe Maßnahme. Alle Schritte und Fristen im Detail: KfW 458 für den Heizungstausch.

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COP, JAZ und SCOP: was die Kennzahlen einer Wärmepumpenheizung bedeuten

In Prospekten und Angeboten stehen drei Abkürzungen, die leicht verwechselt werden. Sie messen alle dasselbe Verhältnis, aber unter unterschiedlichen Bedingungen.

Der COP (Coefficient of Performance, Leistungszahl) wird nach EN 14511 im Labor in einem einzelnen Betriebspunkt gemessen, etwa bei 7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf. Er ist ein Momentwert und immer der schmeichelhafteste. Der SCOP (Seasonal COP) wird nach DIN EN 14825 über eine ganze Heizsaison mit wechselnden Außentemperaturen ermittelt und ist deshalb aussagekräftiger. Aus ihm leitet sich der Wert ETAs ab, die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz nach der Verordnung (EU) Nr. 813/2013, auf die sich die Förderbedingungen beziehen.

Die für Sie wichtigste Zahl ist die JAZ, die Jahresarbeitszahl. Sie gibt laut Umweltbundesamt das Verhältnis der über ein Jahr abgegebenen Wärmemenge zur eingesetzten elektrischen Energie an, einschließlich Verdichter und Hilfsantriebe. Anders als COP und SCOP ist sie kein Prüfstandswert, sondern das Ergebnis Ihrer konkreten Anlage in Ihrem konkreten Haus. Als Zielwert nennt das Umweltbundesamt eine JAZ von 4,0 oder höher, die Förderung verlangt mindestens 3,0.

Realistisch einordnen lässt sich das über die Feldmessung: Luft-Wasser-Anlagen im Bestand erreichten im Mittel 3,4 bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9, erdgekoppelte Anlagen 4,3 bei einer Spanne von 3,6 bis 5,4. Wer in einem Angebot einen COP von 5,1 liest, sollte also nicht mit 5,1 rechnen. Die gemessenen SCOP-Werte einzelner Baureihen stehen im Wärmepumpen-Test 2026.

Ist mein Haus für eine Wärmepumpenheizung geeignet? Der Check in fünf Punkten

Die verbreitete Faustregel, eine Wärmepumpe brauche eine Fußbodenheizung und ein saniertes Haus, ist durch Messungen widerlegt. Im vierjährigen Feldprojekt an Gebäuden der Baujahre 1826 bis 2001 fanden die Forscher keine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz, und ausreichend dimensionierte Heizkörper ließen sich im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie Flächenheizungen. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern das folgende Fünfeck.

Prüfpunkt Zielwert Wenn er nicht erreicht wird
Vorlauftemperatur am kältesten Tag 35–45 °C ideal, bis 55 °C gut machbar einzelne Heizkörper vergrößern, hydraulisch abgleichen, Heizkurve senken
Heizlast berechnet nach DIN, nicht geschätzt Heizlastberechnung beauftragen, sonst droht Überdimensionierung
Dämmstand der Hülle keine großen Kältebrücken, dichte Fenster Dach oder oberste Geschossdecke zuerst dämmen, senkt die Heizlast direkt
Platz und Erschließung Stellfläche außen, Raum für Speicher, bei Erdwärme 20 m Bohrung je kW oder 40 m² Fläche je kW auf Luft-Wasser ausweichen oder Speicherkonzept anpassen
Schall am Nachbargrundstück nachts 35 dB(A) im reinen, 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet Aufstellort verlegen, leiseres Gerät wählen, Nachtabsenkung des Verdichters nutzen

Quellen: Fraunhofer ISE, Umweltbundesamt, TA Lärm, Verbraucherzentrale.

Wie viel Spielraum in einem Bestandsgebäude steckt, zeigt der Punkt Vorlauftemperatur. Heizkörper in Altbauten haben in der Regel Sicherheitsreserven, mit denen sich die Vorlauftemperatur senken lässt, einzelne zu kleine Heizkörper lassen sich gezielt tauschen. Was das im Detail bedeutet und wie Sie die nötige Temperatur an Ihrer alten Anlage messen, erklärt der Beitrag zur Vorlauftemperatur der Wärmepumpe.

Drei Hebel wirken im Bestand am stärksten: größere Heizflächen, ein effizienteres Gerät und eine wärmere Quelle. Wie stark der letzte wiegt, zeigt die Feldmessung selbst: Erdgekoppelte Anlagen kamen im Mittel auf eine Jahresarbeitszahl von 4,3 statt 3,4, also rund ein Viertel mehr Wärme je Kilowattstunde Strom. Ein dokumentierter Bestfall macht das anschaulich: Ein Einfamilienhaus von 1964 mit 218 m² brauchte vorher 61–70 °C Vorlauf und rund 35.000 kWh Gas. Nach dem Heizkörpertausch genügten 40 °C Vorlauf und eine 13-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Jahresarbeitszahl lag bei 5,67 (Umweltbundesamt, Praxisbeispiel). Das ist ein Bestfall, kein Erwartungswert. Planen Sie mit 3,4 und freuen Sie sich, wenn es mehr wird. Was im unsanierten Bestand konkret zu tun ist, steht im Beitrag Wärmepumpe im Altbau.

Welche Nachteile hat eine Wärmepumpenheizung? Die ehrliche Bilanz

Kein Heizsystem passt überall. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie unterschreiben.

Die Anschaffung ist teuer. Selbst nach Abzug von 12.880 € Förderung bleiben je nach Angebot 15.600–29.900 € Eigenanteil, gegenüber 11.400–20.400 € für einen Gaskessel ohne Förderung. Wer das Geld nicht hat und den Kessel gerade erst erneuert hat, muss nicht sofort handeln, denn die 65-Prozent-Pflicht für neue Heizungen ist mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz gestrichen worden. Der § 71 GModG lautet heute nur noch "(weggefallen)".

Planungsfehler sind häufig und teuer. Die Feldmessung des Fraunhofer ISE fand viele Anlagen auf den tatsächlichen Verbrauch bezogen überdimensioniert, mit teils sehr hohen Schalthäufigkeiten. Bei Kombispeichern fehlte oft die zuverlässige Trennung der Temperaturniveaus für Heizung und Trinkwasser. Beides kostet Effizienz und Lebensdauer und entsteht am Schreibtisch, nicht am Gerät. Eine saubere Heizlastberechnung nach Norm ist deshalb kein Luxus, sondern die Grundlage jedes belastbaren Angebots.

Schall ist ein echtes Nachbarschaftsthema. Ein Außengerät läuft auch nachts. Rechtlich maßgeblich ist nicht sein Datenblattwert, sondern der Immissionsrichtwert am Nachbargrundstück, nachts 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet (TA Lärm, Nummer 6.1). Der Aufstellort gehört deshalb in die Planung, nicht auf die Baustelle.

Der Betrieb hängt am Strompreis. Bei einem Preisverhältnis von Strom zu Gas oberhalb der erreichten Jahresarbeitszahl kippt die Betriebskostenrechnung. Mit Wärmepumpentarif und § 14a-Modul ist der Abstand heute komfortabel, garantiert ist er nicht.

Nicht jede Bauart kann alles. Luft-Luft-Wärmepumpen bereiten kein Warmwasser, das im vermessenen Bestand rund 19 % des Wärmebedarfs ausmachte. Erdwärme braucht Genehmigung, Fläche oder Bohrung, und die Bohrfirma muss nach DVGW W120-2 zertifiziert sein.

Die Förderung wird schlechter, nicht besser. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab Februar 2027 auf 12 %, die förderfähigen Höchstkosten sinken halbjährlich, und die Grundförderung soll ab dem ersten Quartal 2027 an die Herkunft des Geräts geknüpft werden. Wovon ich abrate: aus Angst vor der Degression ein schlecht geplantes Angebot zu unterschreiben. Eine überdimensionierte Anlage kostet über 20 Jahre mehr, als der Bonus je einbringt.

Wie sich das im Alltag anfühlt und was Besitzer nach einigen Heizperioden berichten, sammelt der Beitrag zu den Erfahrungen von Wärmepumpen-Besitzern. Ein verbreitetes Vorurteil lässt sich übrigens klar entkräften: Der elektrische Heizstab übernahm in der Feldmessung bei Luft-Wasser-Anlagen nur 1,3 % der elektrischen Arbeit, bei Erdreichanlagen nahezu nichts.

Wärmepumpenheizung einbauen lassen: Ablauf von der Beratung bis zur Inbetriebnahme

Der Weg vom ersten Gedanken zur laufenden Anlage dauert typischerweise drei bis sechs Monate, die reine Bauzeit ist kurz. Im dokumentierten Erdwärme-Praxisfall brauchten Bohrung und Wärmepumpe je etwa fünf Tage.

  1. Bestand aufnehmen. Heizlast berechnen lassen, aktuelle Vorlauftemperatur an der alten Anlage prüfen, Heizkörper und Warmwasserbedarf erfassen. Diese Daten entscheiden über Gerätegröße und Kosten.
  2. Bauart festlegen. Luft-Wasser, Sole-Wasser oder Wasser-Wasser, abhängig von Grundstück, Genehmigungslage und Budget.
  3. Angebote einholen. Drei Angebote sind das Minimum, gerechnet auf dieselbe Heizlast und dieselbe Vorlauftemperatur, sonst sind sie nicht vergleichbar. Worauf dabei zu achten ist, steht unter Heizungsbauer finden und Angebote vergleichen.
  4. Vertrag mit Bedingung schließen. Der Vertrag muss unter der aufschiebenden oder auflösenden Bedingung der Förderzusage stehen, sonst gilt das Vorhaben als begonnen.
  5. Zuschuss beantragen. Antrag im KfW-Portal, erst danach beginnen die Arbeiten.
  6. Einbauen und abnehmen. Nach der Inbetriebnahme gehören dazu: hydraulischer Abgleich mit Bestätigung, Bestellung des intelligenten Messsystems und die Fachunternehmererklärung als Grundlage für den Verwendungsnachweis.

Häufige Fragen zur Wärmepumpenheizung

Wie funktioniert eine Wärmepumpenheizung einfach erklärt?

Sie arbeitet wie ein umgekehrter Kühlschrank. Ein Kältemittel nimmt im Verdampfer Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf und wird gasförmig. Ein elektrisch angetriebener Verdichter presst das Gas zusammen, wodurch die Temperatur steigt. Im Verflüssiger gibt es die Wärme an das Heizungswasser ab, das Expansionsventil senkt anschließend den Druck, und der Kreislauf beginnt von vorn.

Was kostet eine Wärmepumpenheizung im Einfamilienhaus?

Für eine Luft-Wasser-Anlage mit 10 kW im Einfamilienhaus nennt das Fraunhofer ISE 28.500–42.800 € brutto, inklusive Heizkörpern und Pufferspeicher (Bruttopreise Q4/2025). Erdgekoppelte Anlagen kosten die Erschließung zusätzlich. Nach der Standardförderung von 12.880 € bleibt ein Eigenanteil von rund 15.600–29.900 €. Die vollständige Kostenaufschlüsselung nach Einzelposten steht im Beitrag zu den Wärmepumpen-Kosten.

Wie hoch sind die Stromkosten einer Wärmepumpenheizung pro Jahr?

Bei 18.000 kWh Wärmebedarf und einer realistischen Jahresarbeitszahl von 3,4 braucht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 5.300 kWh Strom. Mit einem Wärmepumpentarif und getrenntem Zähler zu 27,44 ct/kWh sind das etwa 1.450 € im Jahr, bei gemeinsamer Messung zu 31,70 ct/kWh rund 1.680 €. Eine erdgekoppelte Anlage mit einer Jahresarbeitszahl von 4,3 kommt auf rund 4.200 kWh und 1.150–1.330 €.

Funktioniert eine Wärmepumpenheizung auch im Altbau ohne Fußbodenheizung?

Ja. In der vierjährigen Feldmessung an 77 Bestandsgebäuden der Baujahre 1826 bis 2001 fand das Fraunhofer ISE keine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz, und ausreichend dimensionierte Heizkörper ließen sich im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie Flächenheizungen. Entscheidend ist die erreichbare Vorlauftemperatur, nicht der Bodenbelag. Oft genügt es, einzelne zu kleine Heizkörper zu tauschen und hydraulisch abzugleichen.

Welche Nachteile hat eine Wärmepumpenheizung?

Die Anschaffung ist deutlich teurer als bei einem Gaskessel, das Außengerät erzeugt Schall am Nachbargrundstück, und die Betriebskosten hängen am Verhältnis von Strom- zu Gaspreis. Der häufigste praktische Nachteil ist hausgemacht: Die Feldmessung fand viele Anlagen überdimensioniert und Kombispeicher ohne saubere Trennung der Temperaturniveaus. Eine ordentliche Heizlastberechnung verhindert genau das.

Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpenheizung?

Im Standardfall 46 %, nämlich 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, bezogen auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten. Das ergibt 12.880 € Zuschuss. Mit Einkommensbonus sind bis zu 80 % möglich, also maximal 22.400 € für die erste Wohneinheit. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt werden, der Vertrag mit dem Fachbetrieb also unter aufschiebender oder auflösender Bedingung stehen.

Wie laut ist eine Wärmepumpenheizung und welchen Abstand braucht sie zum Nachbarn?

Maßgeblich ist nicht das Datenblatt, sondern der Wert am Nachbargrundstück. Die TA Lärm gibt nachts 35 dB(A) im reinen und 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet vor. Als besonders leise gelten laut Umweltbundesamt Geräte unter 55 dB bei weniger als 6 kW, unter 60 dB bei 6–12 kW und unter 65 dB darüber. Gefördert werden Luft-Wasser-Geräte nur, wenn sie mindestens 10 dB unter den Ökodesign-Grenzwerten liegen.

Wie lange hält eine Wärmepumpenheizung und was kostet die Wartung?

Das Fraunhofer ISE rechnet mit einer Lebensdauer von 20 Jahren, also genauso lang wie bei einem Gas-Brennwertkessel, und setzt 500 € pro Jahr für Wartung und Instandhaltung an. Die Verbraucherzentrale nennt für die reine Wartung 150–300 € jährlich. Ein Kältemittelkreis ist wartungsärmer als eine Verbrennung, weil weder Abgasweg noch Schornsteinfeger anfallen.

Lohnt sich 2026 eine Wärmepumpenheizung oder noch eine neue Gasheizung?

Eine neue Gasheizung ist wieder erlaubt, seit die 65-Prozent-Pflicht mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz gestrichen wurde. Sie ist in der Anschaffung günstiger, trägt aber den CO2-Preis von 55–65 € je Tonne im Jahr 2026 und ab 2029 eine steigende Quote an biogenen Brennstoffen oder Wasserstoff nach § 43 GModG. Über 15 Jahre liegt die geförderte Wärmepumpe in unserer Rechnung um rund 5.200–10.500 € vorn. Wer den Kessel gerade erst erneuert hat, muss trotzdem nicht sofort tauschen.

Nächster Schritt: prüfen, was Ihr Haus wirklich braucht

Ob eine Wärmepumpenheizung für Sie die richtige Wahl ist, entscheidet sich nicht an der Bauart, sondern an vier Zahlen: Heizlast, erreichbare Vorlauftemperatur, Dämmstand und verfügbare Fläche. Die reduco-Gebäudeanalyse ermittelt aus Adresse, Baujahr und Gebäudedaten eine erste Einschätzung dieser Größen und zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind und welche Förderung dafür in Betracht kommt. Auf dieser Grundlage lassen sich Angebote von Fachbetrieben sauber vergleichen, statt sie gegeneinander zu raten.

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