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Ratgeber17 Min. Lesezeit

Hitachi Yutaki Test 2026: COP 5,25, Modelle & Erfahrungen

Hitachi Yutaki S und S Combi im Test 2026: COP bis 5,25, R32, 60 °C Vorlauf und A+++. Alle Modelle, Preise, Förderung bis 70 % und ehrliche Erfahrungen.

Hitachi Luft-Wasser-Wärmepumpe als Außeneinheit an einer Hauswand in Deutschland

Das Wichtigste in Kürze

  • Spitzen-Effizienz: Das 4,3-kW-R32-Modell der Yutaki S erreicht laut Herstellerdatenblatt einen COP von 5,25 (A7/W35, EN 14511) – 6 kW und 8 kW liegen bei 4,8 bzw. 4,6.
  • Altbau-tauglich: Bis zu 60 °C Vorlauftemperatur – R32-Modelle rein thermodynamisch bis −5 °C, R410A-Modelle bis −10 °C Außentemperatur.
  • All-in-One: Die Yutaki S Combi integriert einen 220-l-Edelstahlspeicher auf nur 600 × 600 mm Stellfläche – ideal für kleine Technikräume.
  • Zwei Kältemittel: Die kleinen Modelle (4,3–8 kW) nutzen R32, die großen (11–24 kW) noch R410A – das entscheidet über Förderbonus und Zukunftssicherheit.
  • Förderung bis 70 %: Über die KfW 458 sind bis zu 70 % Zuschuss möglich – maximal 21.000 € bei 30.000 € förderfähigen Kosten.

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Hitachi ist in Deutschland vor allem als Klima- und Kältetechnik-Marke bekannt – bei Wärmepumpen fliegt die Baureihe Yutaki dagegen etwas unter dem Radar, obwohl sie technisch mit den bekannten Namen mithalten kann. Das Flaggschiff für Effizienz, die Yutaki S mit 4,3 kW und R32, erreicht laut offiziellem Datenblatt einen COP von 5,25 (A7/W35, EN 14511) und die Energieeffizienzklasse A+++ bei 35 °C Vorlauf. Für Sanierer besonders interessant ist die Yutaki S Combi: Sie packt einen 220-Liter-Edelstahlspeicher in ein Standgerät mit nur 600 × 600 mm Grundfläche und schafft bis zu 60 °C Vorlauf. In diesem Ratgeber schlüssele ich alle Yutaki-Baureihen auf, trenne sauber zwischen R32- und R410A-Modellen, ordne die Förderung 2026 ein und sage ehrlich, wovon ich abrate. Wer zunächst die Grundbegriffe klären will, findet in COP, JAZ & SCOP einfach erklärt das nötige Rüstzeug.

Hitachi Yutaki im Überblick: drei Baureihen

Hitachi bündelt seine Heizungs-Wärmepumpen für Wohngebäude unter dem Namen Yutaki. Für Einfamilienhäuser sind drei Baureihen relevant, die sich in Bauweise und Speicherkonzept unterscheiden.

Baureihe Bauweise Speicher Leistungsbereich
Yutaki S Split, wandhängendes Innengerät externer Speicher (frei wählbar) 4,3–24 kW
Yutaki S Combi Split, Standgerät (all-in-one) integriert, 220 l Edelstahl 4,3–16 kW
Yutaki M Monoblock (Außengerät) externer Speicher R32, COP bis 5

Alle drei sind reversibel und können im Sommer auch aktiv kühlen. Die Split-Baureihen (S und S Combi) benötigen eine kältemittelführende Verbindung zwischen Außen- und Innengerät und damit einen F-Gas-zertifizierten Installateur. Die Yutaki M als Monoblock hat den kompletten Kältekreis im Außengerät – zwischen außen und innen laufen nur wasserführende Leitungen.

Yutaki S: die Split-Wärmepumpe mit dem höchsten COP

Die Yutaki S ist das klassische Split-System: ein Außengerät und ein kompaktes, wandhängendes Innengerät (Hydrobox). Den Warmwasserspeicher wählen Sie separat und dimensionieren ihn passend zum Haushalt. Die Baureihe deckt laut Datenblatt einen Leistungsbereich von 4,3 bis 24 kW ab (Modelle 4,3 / 6 / 8 / 11 / 14 / 16 / 20 / 24 kW) und ist damit auch für größere oder unsanierte Gebäude geeignet.

Technische Daten der Yutaki S (R32-Modelle)

Modell Kältemittel COP A7/W35 SCOP (35 °C) SCOP (55 °C) Effizienzklasse (35/55 °C)
4,3 kW R32 5,25 4,6 3,4 A+++ / A++
6 kW R32 4,8 4,5 3,25 A+++ / A++
8 kW R32 4,6 4,5 3,2 A+++ / A++

Werte nach EN 14511 (COP) bzw. EN 14825 (SCOP, mittleres Klima) laut Hitachi-Datenblatt. Die 11–24-kW-Modelle nutzen R410A (siehe Kältemittel-Abschnitt).

Was die Yutaki S auszeichnet

Höchster COP im 4,3-kW-Modell – Mit einem COP von 5,25 (A7/W35, EN 14511) gehört das kleinste R32-Modell zu den effizientesten Luft-Wasser-Wärmepumpen seiner Klasse. Wichtig zum Einordnen: Der COP ist ein Prüfstandswert bei fest definierten Bedingungen; die im Alltag entscheidende Jahresarbeitszahl (JAZ) hängt stark von Gebäude, Heizsystem und Einstellung ab. Wie diese Kennzahlen zusammenhängen, erkläre ich in COP, JAZ & SCOP einfach erklärt.

Vorlauftemperatur bis 60 °C – Die maximale Wasseraustrittstemperatur im Heizbetrieb liegt bei 60 °C. Die R32-Modelle halten diese rein thermodynamisch (ohne Elektroheizstab) bis zu einer Außentemperatur von −5 °C, die R410A-Modelle sogar bis −10 °C. Das macht die Yutaki S auch für Altbauten mit konventionellen Heizkörpern interessant, sofern das Heizsystem für diese Temperatur ausgelegt ist.

A+++ bei 35 °C – Bei 35 °C Vorlauf erreichen die R32-Modelle die Effizienzklasse A+++, bei 55 °C noch A++. Der SCOP fällt von 4,5–4,6 (35 °C) auf 3,2–3,4 (55 °C) – ein normaler Effekt: Je höher die geforderte Vorlauftemperatur, desto niedriger die Effizienz.

Aktive Kühlung – Die Yutaki S ist reversibel und kühlt im Sommer über Fußbodenheizung oder Gebläsekonvektoren aktiv. Die EER-Werte reichen laut Hersteller von 4,0 (4,3 kW) bis 2,81 (24 kW).

Leiser Betrieb – Die Inneneinheit erreicht eine Schallleistung von nur 37 dB(A). Zur Außeneinheit und zur Aufstellung mehr im Schall-Abschnitt weiter unten.

Yutaki S Combi: 220-Liter-Speicher auf 600 × 600 mm

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Die Yutaki S Combi ist die All-in-One-Variante für alle, die keinen separaten Warmwasserspeicher aufstellen wollen oder können. Statt eines wandhängenden Innengeräts kommt ein Standgerät zum Einsatz, in dem ein 220-Liter-Warmwasserspeicher aus Duplex-Edelstahl bereits integriert ist. Die Baureihe reicht von 4,3 bis 16 kW (Modelle 4,3 / 6 / 8 / 11 / 14 / 16 kW).

Technische Daten der Yutaki S Combi

Merkmal Daten
Leistungsbereich 4,3–16 kW
Kältemittel R32 (4,3–8 kW) / R410A (11–16 kW)
Integrierter Speicher 220 l Duplex-Edelstahl
Warmwasser-COP (EN 16147) 3,2 (R32) / 3,1 (R410A), Klasse A+
Aufheizzeit Speicher 1:55 h
Stellfläche 600 × 600 mm (Höhe 1.788 mm)
Max. Vorlauftemperatur 60 °C
Effizienzklasse Heizen (35/55 °C) A+++ / A++

Das All-in-One-Argument

Der eigentliche Clou der Combi ist die Kombination aus großem Speicher und minimaler Grundfläche. 220 Liter Warmwasser decken den Bedarf eines vier- bis fünfköpfigen Haushalts komfortabel ab, und der Warmwasser-COP von 3,2 (EN 16147) mit Energieeffizienzklasse A+ bei der Warmwasserbereitung ist solide. Dass das gesamte Paket auf nur 600 × 600 mm Stellfläche passt (bei 1.788 mm Höhe), ist ein handfestes Argument für beengte Technikräume in Sanierungen – hier scheitern separate Speicher-Lösungen oft schlicht am Platz.

Die Aufheizzeit des Speichers von 1:55 h ist im Rahmen. In der Praxis heißt das: Nach einem Legionellenschutz-Zyklus oder einer hohen Zapfung ist der Speicher innerhalb von rund zwei Stunden wieder voll aufgeheizt. Für den Alltag reicht der reguläre Nachheizbetrieb, sodass diese Volladung selten komplett anfällt.

Meine Einordnung: Die Combi ist die pragmatische Wahl für die meisten Einfamilienhaus-Sanierungen. Wer dagegen einen sehr großen Warmwasserbedarf hat, eine Frischwasserstation oder eine Solarthermie-Einbindung plant, ist mit der Yutaki S plus frei dimensioniertem externem Speicher flexibler.

Yutaki M: der Monoblock ohne Kältemittelrohr

Die Yutaki M ist die Monoblock-Baureihe für alle, die keine kältemittelführende Split-Verbindung ins Haus legen wollen. Der komplette Kältekreis sitzt im Außengerät, nach innen laufen nur Heizwasserleitungen. Das vereinfacht die Installation und macht eine F-Gas-Zertifizierung für die Verbindungsleitungen überflüssig.

Laut Hitachi-Produktseite arbeitet die Yutaki M mit R32, erreicht einen COP von bis zu 5 und ein Energielabel bis A+++. Bemerkenswert ist die Warmwasser-Stabilität bei Kälte: Die M hält eine Warmwassertemperatur von 60 °C bis −10 °C und 55 °C bis −20 °C Außentemperatur. Das ist für kalte Regionen ein echtes Argument, weil die Warmwasserversorgung auch im Hochwinter ohne massiven Heizstab-Einsatz komfortabel bleibt.

Der Nachteil des Monoblocks: Bei Außenaufstellung führt Heizwasser nach draußen, was einen Frostschutz erfordert. Die grundsätzlichen Unterschiede beider Konzepte habe ich in Splitgerät vs. Monoblock im Vergleich ausführlich gegenübergestellt.

Kältemittel: R32 oder R410A – der wichtigste Unterschied

Bei kaum einem anderen Punkt gehen in Konkurrenzblogs die Angaben durcheinander wie beim Kältemittel. Deshalb hier sauber getrennt: Bei der Yutaki nutzen die kleinen Modelle (4,3 / 6 / 8 kW) R32, die großen Modelle (11 bis 24 kW) noch R410A. Das gilt für die Yutaki S ebenso wie für die S Combi. Die Yutaki M ist durchgehend R32.

Kältemittel Yutaki-Modelle GWP Vorlauf rein thermodynamisch Effizienzbonus?
R32 4,3 / 6 / 8 kW 675 60 °C bis −5 °C Außentemp. teilweise*
R410A 11 / 14 / 16 / 20 / 24 kW 2.088 60 °C bis −10 °C Außentemp. nein

*Der 5-%-Effizienzbonus der KfW gilt ausdrücklich für natürliche Kältemittel wie R290 (Propan). R32 ist ein synthetisches Kältemittel mit deutlich niedrigerem GWP als R410A, qualifiziert sich aber nicht automatisch für den Bonus. Details dazu im Förderabschnitt.

Was das praktisch bedeutet: R410A hat mit einem GWP von 2.088 eine hohe Treibhauswirkung und wird durch die EU-F-Gas-Verordnung schrittweise zurückgedrängt. Für die großen Yutaki-Modelle heißt das: höhere Servicekosten im Kältemittel-Fall und ein Fragezeichen bei der langfristigen Förderfähigkeit. R32 (GWP 675) ist die deutlich zukunftssicherere Wahl. Wer wissen will, wie R32 gegen das natürliche Propan-Kältemittel R290 abschneidet, findet die Abwägung in R32 vs. R290: welches Kältemittel ist zukunftssicher?.

Ein kurioser Nebeneffekt: Bei tiefen Außentemperaturen halten die R410A-Modelle die 60 °C rein thermodynamisch länger durch (bis −10 °C) als die R32-Modelle (bis −5 °C). Wer also ein sehr kaltes Grundstück mit hohem Vorlaufbedarf hat, muss diesen Zielkonflikt zwischen Zukunftssicherheit und Kaltwetter-Reserve bewusst abwägen – oder gleich die Yutaki M mit ihrer stabilen Warmwasserleistung bis −20 °C prüfen.

Schallpegel: wie laut ist die Hitachi Yutaki?

Die Lautstärke entscheidet oft über den Aufstellort – gerade in dicht bebauten Wohngebieten, wo die TA Lärm nachts nur 35 dB(A) am Nachbarfenster erlaubt. Hitachi gibt für die Yutaki folgende Werte an:

Komponente Modelle Schallleistung
Inneneinheit R32-Modelle 37 dB(A)
Außeneinheit (Heizbetrieb) 4,3–8 kW (R32) 61–64 dB(A)
Außeneinheit (Heizbetrieb) große Modelle bis 74 dB(A)

Die Inneneinheit mit 37 dB(A) ist unproblematisch – das ist Flüster- bis Bibliotheksniveau. Entscheidend für die Nachbarschaft ist die Außeneinheit. Deren Schallleistung von 61 bis 64 dB(A) (R32, 4,3–8 kW) ist ein Normalwert für diese Klasse, muss aber durch ausreichenden Abstand und eine kluge Platzierung auf zulässige Schalldruckwerte am Nachbargebäude gebracht werden. Die großen Modelle mit bis zu 74 dB(A) brauchen entsprechend mehr Abstand oder Schallschutzmaßnahmen. Faustregel: Jede Verdopplung des Abstands senkt den Schalldruck um rund 6 dB(A). Planen Sie die Position deshalb früh mit dem Fachbetrieb – nachträgliche Schallschutzhauben kosten Geld und Effizienz.

Preise: was kostet eine Hitachi Yutaki?

Hier muss ich ehrlich sein: Hitachi veröffentlicht keine offiziellen Listenpreise für die Yutaki-Baureihe, und seriöse, belastbare Komplettpreise lassen sich nicht pauschal angeben. Jede Zahl, die Ihnen ein Blog als „den" Hitachi-Yutaki-Preis verkauft, ist bestenfalls eine grobe Schätzung – meist aus einem Einzelangebot abgeleitet. Ich nenne hier deshalb bewusst keinen erfundenen Festpreis.

Was sich seriös sagen lässt:

  • Der Gerätepreis hängt stark von Baureihe (S, S Combi, M), Leistungsgröße und Speicherkonfiguration ab.
  • Die Installationskosten (Hydraulik, Elektro, Demontage der Altheizung, Fundament) machen bei einer Sanierung einen erheblichen Teil der Gesamtsumme aus – unabhängig vom Hersteller.
  • Den belastbaren Endpreis liefert nur ein konkretes Angebot eines Fachbetriebs nach Vor-Ort-Termin und Heizlastberechnung.

Eine realistische Einordnung der Gesamtkosten inklusive Installation und der einzelnen Kostenblöcke finden Sie im Ratgeber Wärmepumpe Kosten & Förderung 2026. Kalkulieren Sie zusätzlich mit 150 bis 300 € jährlichen Wartungskosten, die die Verbraucherzentrale für Wärmepumpen ansetzt.

Förderung 2026: bis zu 70 % über die KfW

Die gute Nachricht: Auch für eine Hitachi Yutaki gibt es Förderung – vorausgesetzt, das konkrete Modell steht auf der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen. Läuft über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458). Wichtig: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden.

Förderbausteine im Überblick

Baustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe
Klimageschwindigkeitsbonus +20 % Austausch einer alten Öl-, Gas- oder Kohleheizung
Einkommensbonus +30 % zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr
Effizienzbonus +5 % natürliches Kältemittel (z. B. R290)
Maximum bis 70 % gedeckelt bei 30.000 € förderfähigen Kosten

Quelle: KfW – Heizungsförderung für Wohngebäude (458).

Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei der ersten Wohneinheit im Einfamilienhaus bei 30.000 €. Bei der maximalen Quote von 70 % ergibt das einen Zuschuss von bis zu 21.000 €.

Rechenbeispiel (Sanierung, Öl-Heizung wird ersetzt):

  • Förderfähige Kosten: 30.000 €
  • Grundförderung (30 %): 9.000 €
  • Klimageschwindigkeitsbonus (20 %): 6.000 €
  • Zwischensumme: 15.000 € (50 %)
  • Mit Einkommensbonus (+30 %, bei Einkommen unter 40.000 €): Deckelung greift bei 70 % → max. 21.000 €

Ein Hinweis zum Effizienzbonus: Die 5 % gelten für natürliche Kältemittel wie R290. Die R32- und R410A-Yutaki-Modelle qualifizieren sich dafür nicht automatisch – prüfen Sie die konkrete Modell-Eintragung, statt sich auf pauschale Bonus-Versprechen zu verlassen.

Wichtig für 2026/27: Der Klimageschwindigkeitsbonus soll laut einem Regierungsentwurf vom Juli 2026 ab 2027 sinken (Stand: noch nicht als Gesetz beschlossen). Wer den Austausch ohnehin plant, sollte den aktuellen Fördersatz nicht verstreichen lassen. Details in Klimageschwindigkeitsbonus 2027: das ändert sich. Den vollständigen Antragsweg mit allen Fristen erkläre ich in KfW 458 Heizungsförderung: bis 21.000 € Zuschuss.

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Für wen eignet sich welche Yutaki?

Zum Abschluss der Modell-Analyse eine ehrliche Einordnung, welche Baureihe zu welchem Haus passt – und wovon ich abrate.

Situation Empfehlung
Sanierung, kleiner Technikraum Yutaki S Combi (220 l, 600 × 600 mm)
Großer/flexibler WW-Bedarf, Solarthermie Yutaki S + externer Speicher
Kein Kältemittelrohr ins Haus gewünscht Yutaki M (Monoblock, R32)
Sehr kaltes Grundstück, hoher Vorlauf Yutaki M oder R410A-Modell (mit Kältemittel-Abwägung)
Zukunftssicherheit hat Priorität R32-Modell (4,3–8 kW), kein R410A

Wovon ich abrate: Ein großes R410A-Modell allein wegen der etwas besseren Kaltwetter-Reserve zu wählen, ist auf lange Sicht riskant – höhere Servicekosten und Förder-Unsicherheit. Prüfen Sie zuerst, ob ein R32-Modell mit passend ausgelegtem Heizsystem oder die Yutaki M nicht die bessere Lösung ist. Und: Lassen Sie sich von einem einzelnen Spitzen-COP (5,25 beim 4,3-kW-Modell) nicht blenden – dieser Wert gilt nur für die kleinste Leistungsgröße unter Prüfstandsbedingungen. Für Ihr Haus zählt die Auslegung, nicht der Katalog-Bestwert. Wie die Yutaki gegen andere Hersteller abschneidet, zeigt der Wärmepumpe Test 2026.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Hitachi Yutaki S Combi eine gute Wärmepumpe?

Für die Sanierung ja. Die Yutaki S Combi erreicht bei 35 °C Vorlauf die Effizienzklasse A+++, bietet einen COP von bis zu 5,25 (4,3-kW-Modell, EN 14511), einen integrierten 220-l-Edelstahlspeicher auf nur 600 × 600 mm und schafft bis zu 60 °C Vorlauf. Damit deckt sie die meisten Anforderungen im Einfamilienhaus ab. Ehrlich bleiben muss man aber bei einem Punkt: Für Hitachi gibt es keinen unabhängigen Stiftung-Warentest-Einzeltest wie für Viessmann oder Vaillant – die belastbaren Werte stammen aus dem Herstellerdatenblatt nach EN 14511/14825.

Was ist der Unterschied zwischen Yutaki S und Yutaki S Combi?

Die Yutaki S ist ein Split-System mit wandhängendem Innengerät und externem, frei wählbarem Speicher (Leistungsbereich 4,3–24 kW). Die Yutaki S Combi ist ein Standgerät mit integriertem 220-l-Edelstahlspeicher (4,3–16 kW) – eine platzsparende All-in-One-Lösung auf nur 600 × 600 mm Stellfläche. Die S ist flexibler bei der Speicherdimensionierung, die Combi spart Platz und Installationsaufwand.

Welches Kältemittel nutzt die Hitachi Yutaki?

Das hängt von der Leistungsgröße ab: Die kleinen Modelle 4,3 / 6 / 8 kW nutzen R32 (GWP 675), die großen Modelle 11 bis 24 kW noch R410A (GWP 2.088). Die Yutaki M (Monoblock) arbeitet durchgehend mit R32. Für Zukunftssicherheit und niedrige Servicekosten ist R32 klar zu bevorzugen. Wie R32 gegen das natürliche Propan-Kältemittel abschneidet, lesen Sie in R32 vs. R290.

Welche Vorlauftemperatur erreicht die Hitachi Yutaki?

Bis zu 60 °C im Heizbetrieb. Entscheidend ist, bis zu welcher Außentemperatur diese rein thermodynamisch (ohne Elektroheizstab) gehalten wird: Die R32-Modelle schaffen das bis −5 °C, die R410A-Modelle bis −10 °C Außentemperatur. Für viele Altbauten mit vorhandenen Heizkörpern reichen 60 °C aus – vorausgesetzt, das Heizsystem ist entsprechend ausgelegt und hydraulisch abgeglichen.

Was kostet eine Hitachi Yutaki Wärmepumpe mit Einbau?

Hitachi veröffentlicht keine offiziellen Listenpreise, und einen seriösen Pauschalpreis inklusive Einbau kann niemand ohne Vor-Ort-Termin nennen. Der Komplettpreis hängt von Baureihe, Leistung, Speicher und dem Installationsaufwand ab. Belastbar ist nur das konkrete Angebot eines Fachbetriebs nach Heizlastberechnung. Nach Abzug der KfW-458-Förderung von bis zu 70 % (maximal 21.000 €) sinkt der Eigenanteil deutlich. Die Kostenblöcke im Detail finden Sie unter Wärmepumpe Kosten & Förderung.

Wie laut ist die Hitachi Yutaki im Betrieb?

Die Inneneinheit erreicht eine Schallleistung von nur 37 dB(A) und ist damit im Haus praktisch unproblematisch. Die Außeneinheit liegt im Heizbetrieb bei 61 bis 64 dB(A) (R32-Modelle 4,3–8 kW), größere Modelle bei bis zu 74 dB(A). Für die Nachbarschaft ist deshalb ausreichender Abstand und eine durchdachte Platzierung wichtig – jede Abstandsverdopplung senkt den Schalldruck um rund 6 dB(A).

Bekomme ich für die Hitachi Yutaki BAFA-/KfW-Förderung?

Ja – sofern das konkrete Yutaki-Modell auf der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen steht. Die Förderung läuft über die KfW 458 mit bis zu 70 % Zuschuss und förderfähigen Kosten von 30.000 € (maximal 21.000 € Zuschuss). Wichtig: Den Antrag vor der Auftragsvergabe stellen. Prüfen Sie außerdem, ob das gewählte Modell den Effizienzbonus für natürliche Kältemittel erhält – R32-Geräte tun das nicht automatisch.

Kann die Hitachi Yutaki auch kühlen?

Ja. Alle Yutaki-Baureihen sind reversibel und können im Sommer aktiv kühlen. Die EER-Werte reichen laut Hersteller von 4,0 (4,3 kW) bis 2,81 (24 kW). Voraussetzung für die Kühlung ist ein geeignetes Verteilsystem – eine Fußbodenheizung oder Gebläsekonvektoren. Über normale Heizkörper lässt sich nicht kühlen.

Hat die Hitachi Yutaki einen Stiftung-Warentest-Sieg?

Nein. Anders als Viessmann oder Vaillant hat Hitachi mit der Yutaki keinen unabhängigen Stiftung-Warentest-Einzeltest vorzuweisen. Das heißt nicht, dass die Geräte schlechter sind – es bedeutet nur, dass Sie sich auf die belastbaren, genormten Datenblattwerte (COP nach EN 14511, SCOP nach EN 14825) stützen sollten statt auf ein Testurteil. Einen Marktüberblick mit getesteten Modellen bietet der Wärmepumpe Hersteller-Vergleich 2026.

Nächster Schritt: Passt eine Hitachi Yutaki zu Ihrem Gebäude?

Welche Yutaki-Baureihe – S, S Combi oder M – für Ihr Haus die wirtschaftlichste Lösung ist und ob eine Hitachi überhaupt die beste Wahl gegenüber anderen Herstellern darstellt, hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, vorhandenem Heizsystem und Ihren konkreten Fördermöglichkeiten ab. Ein Spitzen-COP im Datenblatt ersetzt keine gebäudespezifische Auslegung. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt – inklusive Fördermittelberechnung und Kosten-Nutzen-Analyse.

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