Wärmepumpe kaufen 2026: Preis, worauf achten & 8 Fehler
Wärmepumpe kaufen 2026: 27.000–40.000 € inkl. Einbau, nach Förderung ab 9.000 €. Kaufen vs. mieten, Preis-Check und die 8 teuersten Fehler im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze
- Realistische Preis-Bandbreite: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus 2026 inkl. Einbau meist 27.000–40.000 € (Gerät ca. 8.000–16.000 €, Installation/Speicher/Zubehör ca. 7.000–15.000 €).
- Eigenanteil nach Förderung: Nach maximaler Förderung sinkt der Eigenanteil auf oft nur 9.000 € oder weniger – der Staat fördert bis zu 70 % der max. 30.000 € förderfähigen Kosten pro Wohneinheit, also bis zu 21.000 € Zuschuss über KfW 458.
- Die 70 % im Detail: 30 % Grundförderung + 20 % Klimageschwindigkeitsbonus (bis Ende 2028 voll, dann alle 2 Jahre −3 %-Punkte) + 30 % Einkommensbonus (nur bis 40.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen) + 5 % Effizienzbonus (natürliches Kältemittel wie R290, GWP 3, oder Erd-/Wasserwärme) – gedeckelt bei 70 %.
- Teuerster Planungsfehler: Überdimensionierung. Ein doppelt zu groß ausgelegtes Gerät kostet im Schnitt 3.000–5.000 € zu viel und taktet – Pflicht ist deshalb eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (300–1.000 € im EFH).
- Kältemittel-Frist: Ab 01.01.2027 sind R32-Monoblock- und Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW für Neuinstallationen EU-weit verboten (GWP-Grenze ≤150) – zukunftssicher ist R290 (GWP 3), das zugleich den 5 % Effizienzbonus auslöst.
- Vor dem Kauf: mindestens 2–3 vergleichbare Angebote einholen, hydraulischer Abgleich nach Verfahren B ist Pflicht (GEG § 60c) und Förderbedingung, und der Förderantrag muss VOR Vertragsabschluss gestellt werden.
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Der Kauf einer Wärmepumpe ist für die meisten Eigentümer die größte Einzelinvestition am Haus seit dem Kauf selbst. Und anders als bei einer neuen Küche oder einem Auto lässt sich ein Fehler hier kaum korrigieren: Eine falsch ausgelegte Anlage begleitet Sie 15 bis 20 Jahre – mit unnötig hohen Stromkosten und häufigem Takten. Genau deshalb ist dieser Ratgeber als Kauf-Entscheidungshilfe gedacht, nicht als Produktkatalog. Ich zeige Ihnen die realistische Preis-Bandbreite von 27.000–40.000 € inkl. Einbau, warum der Eigenanteil nach Förderung auf oft 9.000 € sinkt und wie Sie sich zwischen Kaufen, Mieten und Komplettpaket entscheiden.
Der Schwerpunkt liegt auf den 8 teuersten Fehlern, die Käufer 2026 machen – von der Überdimensionierung bis zum zu spät gestellten Förderantrag. Wenn Sie danach ein konkretes Angebot Position für Position durchgehen wollen, hilft die 10-Punkte-Angebotscheckliste; die vollständigen Förder- und Kostentabellen finden Sie im Kosten-Ratgeber zur Wärmepumpe.
Was eine Wärmepumpe 2026 wirklich kostet
Bevor Sie sich für eine Kaufform entscheiden, brauchen Sie ein ehrliches Preisgerüst. „Die Wärmepumpe" gibt es nicht zum Festpreis – der Endbetrag hängt von Heizlast, Gebäudezustand, Wärmequelle und den sogenannten bauseitigen Leistungen ab. Die folgende Tabelle zeigt die realistische Bandbreite für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus laut ADAC.
| Kostenblock | Bandbreite (EFH) | Anmerkung |
|---|---|---|
| Wärmepumpe (Gerät) | 8.000–16.000 € | R290-Modelle tendenziell im oberen Bereich |
| Installation, Speicher, Zubehör | 7.000–15.000 € | Pufferspeicher, Warmwasser, Hydraulik |
| Gesamt inkl. Einbau | 27.000–40.000 € | vor Förderung |
| – abzüglich max. Förderung | bis −21.000 € | KfW 458, siehe unten |
| Eigenanteil nach Förderung | oft ≤ 9.000 € | bei 70 % und guter Auslegung |
Zwei laufende Posten sollten Sie von Anfang an mit einplanen: die Stromkosten von rund 750–1.600 € pro Jahr und die Wartung von etwa 150–300 € pro Jahr. Die Stromkosten hängen entscheidend von der Effizienz ab – und die wiederum von der richtigen Auslegung und der Vorlauftemperatur. Genau darum geht es später bei den teuren Fehlern.
Eine Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpe liegt beim Gerät und vor allem bei der Erschließung (Bohrung, Brunnen) höher, arbeitet dafür effizienter. Für die meisten Bestandsgebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der Standardfall, weshalb sich dieser Ratgeber auf sie konzentriert.
Kaufen, mieten oder Komplettpaket: die Grundentscheidung
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Bevor es um Technik geht, steht eine kaufmännische Frage: In welcher Form beschaffen Sie die Anlage überhaupt? Es gibt drei Wege.
Kaufen (klassisch)
Sie beauftragen einen Fachbetrieb, kaufen Gerät und Installation, stellen selbst den Förderantrag und erhalten die volle staatliche Förderung. Über die Gesamtlaufzeit von 15–20 Jahren ist das in aller Regel die günstigste Variante, weil Sie den vollen Zuschuss von bis zu 21.000 € einstreichen und keine Marge an einen Vermieter zahlen. Der Nachteil: Die Anfangsinvestition (bzw. der Eigenanteil) fällt sofort an, und Sie tragen Planung und Antrag.
Mieten
Ein Anbieter installiert die Wärmepumpe und Sie zahlen eine monatliche Miete, meist inklusive Wartung. Das senkt die Anfangsinvestition auf nahezu null – kostet über die Laufzeit aber häufig deutlich mehr, weil der Anbieter die Förderung vereinnahmt und eine Mietmarge aufschlägt. Wer wenig Kapital hat oder das Ausfallrisiko auslagern will, für den kann Mieten trotzdem passen. Die vollständige Kostenrechnung über 20 Jahre habe ich im Vergleich Wärmepumpe mieten oder kaufen durchgerechnet – dort geht es auch um die Frage, wem am Ende die Anlage gehört.
Komplettpaket („aus einer Hand")
Gerät, Planung, Einbau und Förderabwicklung kommen gebündelt von einem Anbieter. Das ist bequem und reduziert die Schnittstellen. Der Haken: Bequemlichkeit hat ihren Preis, und Sie verlieren leicht den Überblick, ob jede Position marktüblich kalkuliert ist. Meine Empfehlung: Auch ein Komplettpaket gehört mit 2–3 Einzelangeboten verglichen. Nur so erkennen Sie, ob das Paket wirklich günstiger ist oder nur bequemer.
| Kriterium | Kaufen | Mieten | Komplettpaket |
|---|---|---|---|
| Anfangsinvestition | hoch (Eigenanteil) | ~ 0 € | mittel–hoch |
| Förderung | Sie erhalten sie voll | Anbieter vereinnahmt sie | meist Sie |
| Gesamtkosten 20 Jahre | am günstigsten | oft am teuersten | dazwischen |
| Aufwand für Sie | höher | gering | gering |
| Eigentum am Ende | Sie | Anbieter | Sie |
Für die große Mehrheit der selbstnutzenden Eigentümer mit etwas Eigenkapital ist Kaufen die wirtschaftlich beste Wahl. Der Rest dieses Ratgebers geht deshalb vom Kauf aus – und davon, wie Sie dabei kein Geld verbrennen.
Die 8 teuersten Fehler beim Wärmepumpenkauf
Die folgenden acht Fehler sehe ich immer wieder. Jeder einzelne kann Sie mehrere tausend Euro kosten oder die komplette Förderung – und alle sind vermeidbar, wenn Sie sie vor Vertragsabschluss kennen.
Fehler 1: Überdimensionierung ohne Heizlastberechnung
Der teuerste Planungsfehler überhaupt. Wird die Wärmepumpe „auf Nummer sicher" zu groß gewählt, kostet ein doppelt überdimensioniertes Gerät im Schnitt 3.000–5.000 € mehr – und arbeitet schlechter: Es taktet ständig ein und aus, verschleißt schneller und verbraucht unnötig Strom, wie Thermondo für zu groß ausgelegte Geräte beschreibt. Die richtige Leistung liefert nur die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (300–1.000 € im EFH). Sie ist die Grundlage jeder seriösen Auslegung – wie Sie die passende kW-Zahl bestimmen, zeigt die Dimensionierungs-Tabelle. Verlangen Sie im Angebot ausdrücklich eine Heizlastberechnung, keine Faustschätzung nach Wohnfläche.
Fehler 2: Keine Heizlastberechnung als Grundlage verlangen
Eng verwandt, aber eigenständig: Viele Angebote nennen eine kW-Leistung, ohne dass ihr eine echte Berechnung zugrunde liegt. Die Heizlastberechnung ist die einzige belastbare Basis, um Gerätegröße, Pufferspeicher und Heizkörper aufeinander abzustimmen. Fehlt sie, kaufen Sie im Blindflug. Rechnen Sie die 300–1.000 € fest ein – gemessen an einem 30.000-€-Projekt ist das die günstigste Versicherung gegen den teuersten Fehler.
Fehler 3: Hydraulischer Abgleich wird „vergessen"
Der hydraulische Abgleich nach Verfahren B ist beim Wärmepumpen-Einbau im Bestand Pflicht – gesetzlich verankert in § 60c GEG – und zugleich Förderbedingung: Ohne Nachweis gibt es keinen Zuschuss, wie auch die Energie-Experten betonen. Der Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht – Voraussetzung für niedrige Vorlauftemperaturen und hohe Effizienz. Prüfen Sie, ob der Abgleich als eigene Position im Angebot steht; Details und Kosten stehen im Ratgeber zum hydraulischen Abgleich.
Fehler 4: Zu hohe Vorlauftemperatur akzeptieren
Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl (JAZ) und desto niedriger die Stromkosten. Im Fraunhofer-ISE-Feldtest lag die maximale Vorlauftemperatur bei Luft-Wärmepumpen im Mittel bei nur rund 44 °C – auch in Bestandsgebäuden. Als Faustregel sollte die Auslegung unter 55 °C bleiben. Wird im Angebot eine deutlich höhere Vorlauftemperatur unterstellt, zahlen Sie das ein Anlagenleben lang über die Stromrechnung. Meist ist eine niedrige Vorlauftemperatur mit hydraulischem Abgleich und ggf. einzelnen größeren Heizkörpern erreichbar – wie, zeigt der Ratgeber Vorlauftemperatur senken.
Fehler 5: Falsches oder bald verbotenes Kältemittel
Ab dem 01.01.2027 dürfen laut F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 Monoblock- und Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW mit dem Kältemittel R32 (GWP-Grenze ≤150) EU-weit nicht mehr neu installiert werden. Bestandsanlagen genießen Bestandsschutz – aber wer 2026 neu kauft, sollte zukunftssicher wählen. Das natürliche Kältemittel R290 (Propan) hat einen GWP von nur 3 und liegt damit klar unter der Grenze von 150 – es ist dauerhaft zulässig; zusätzlich löst es den 5 % Effizienzbonus der Förderung aus. Den vollständigen Vergleich finden Sie unter R32 vs. R290. Fragen Sie im Angebot gezielt nach dem Kältemittel – bei R32 im unteren Leistungsbereich kaufen Sie unter Umständen ein auslaufendes Modell.
Fehler 6: Nur ein einziges Angebot einholen
Weil sich die Preise für identische Anlagen stark unterscheiden, sollten Sie mindestens 2–3 vergleichbare Angebote einholen; die Verbraucherzentrale bietet dafür sogar eine unabhängige Prüfung Ihrer Wärmepumpen-Angebote an. „Vergleichbar" ist dabei das Schlüsselwort: Alle Angebote müssen Heizlastberechnung, hydraulischen Abgleich und die bauseitigen Leistungen ausweisen, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Wie Sie einen passenden Betrieb finden und was eine seriöse Referenz ausmacht, steht im Ratgeber Wärmepumpen-Fachbetrieb finden.
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Fehler 7: Bauseitige Kostenfallen übersehen
„Bauseits" bedeutet: Leistungen, die nicht im Angebot des Heizungsbauers stehen, aber trotzdem anfallen – und die Sie am Ende selbst zahlen. Typische Posten sind Elektroarbeiten für den separaten Wärmepumpenzähler, ein Fundament oder eine Konsole für das Außengerät, Kernbohrungen, Anpassungen an der Warmwasserverteilung oder Malerarbeiten nach der Installation. Wer diese Positionen nicht vorab klärt, erlebt eine böse Überraschung in der Schlussrechnung. Lassen Sie sich im Angebot explizit auflisten, was bauseits zu erbringen ist, und holen Sie dafür separate Kostenschätzungen ein. Diese Line-Item-Prüfung gehört in jede seriöse Angebotsprüfung.
Fehler 8: Förderantrag zu spät stellen
Der ärgerlichste Fehler, weil er die gesamte Förderung kostet: Anträge müssen immer VOR Beginn der Maßnahme bzw. vor Abschluss eines verbindlichen Liefer- oder Leistungsvertrags gestellt werden, wie die Verbraucherzentrale klarstellt. Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag stellt, verliert in der Regel den kompletten Anspruch auf die bis zu 21.000 €. Reihenfolge deshalb: Angebote einholen, Antrag über die KfW (Programm 458) stellen, erst dann verbindlich unterschreiben. Warum diese Reihenfolge so unerbittlich ist, erklärt der Ratgeber Förderantrag vor Vorhabenbeginn.
Förderung 2026: So kommen die 70 % zustande
Die Förderung entscheidet, ob Ihr Eigenanteil bei 9.000 € oder bei 20.000 € landet. Über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) sind bis zu 70 % Zuschuss möglich – gedeckelt auf max. 30.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit, also maximal 21.000 €. Der Satz setzt sich aus vier Bausteinen zusammen, die zusammen aber höchstens 70 % ergeben.
| Förderbaustein | Satz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | für alle förderfähigen Heizungsarten |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | Austausch funktionstüchtiger Öl-/Kohle-/Gas-Etagen-/Nachtspeicherheizung oder Heizung ≥20 Jahre |
| Einkommensbonus | 30 % | selbstnutzend, zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 € |
| Effizienzbonus | 5 % | natürliches Kältemittel (z. B. R290) oder Wärmequelle Wasser/Erdreich/Abwasser |
| Maximum | 70 % | Deckel unabhängig von der Summe der Bausteine |
Zwei Dinge sind für den Kaufzeitpunkt wichtig. Erstens: Der Klimageschwindigkeitsbonus ist bis Ende 2028 voll und sinkt danach alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte – wer den Austausch ohnehin plant, fährt mit einem früheren Kauf besser. Zweitens: Der Einkommensbonus gilt nur bis 40.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen; viele Haushalte kommen deshalb realistisch auf 50 % (30 % + 20 %) plus 5 % Effizienzbonus, also 55 %.
Rechenbeispiel: Bei 30.000 € Gesamtkosten und 50 % Förderung erhalten Sie 15.000 € Zuschuss – Eigenanteil 15.000 €. Erreicht ein Haushalt die vollen 70 %, sind es 21.000 € Zuschuss und 9.000 € Eigenanteil. Wählen Sie ein R290-Gerät, sichern Sie sich den Effizienzbonus praktisch nebenbei. Die vollständigen Fördertabellen mit allen Sonderfällen finden Sie im Kosten- und Förderratgeber und speziell zur Antragsmechanik im Ratgeber zur KfW 458.
Die Vor-dem-Kauf-Checkliste
Diese Checkliste fasst die Entscheidung zusammen. Arbeiten Sie sie ab, bevor Sie unterschreiben – in dieser Reihenfolge:
- Kaufform festlegen – Kaufen, Mieten oder Komplettpaket bewusst wählen (für die meisten: Kaufen).
- Heizlastberechnung beauftragen – nach DIN EN 12831, keine Faustschätzung.
- Kältemittel festlegen – R290 für Zukunftssicherheit und 5 % Effizienzbonus.
- Vorlauftemperatur prüfen – Auslegung unter 55 °C anstreben.
- Hydraulischen Abgleich verlangen – Verfahren B, als eigene Position im Angebot.
- 2–3 vergleichbare Angebote einholen – mit identischem Leistungsumfang.
- Bauseitige Leistungen klären – Elektro, Fundament, Bohrungen separat kalkulieren.
- Förderantrag VOR Vertragsabschluss stellen – KfW 458, sonst 0 € Zuschuss.
Wenn Sie diese acht Punkte sauber abhaken, haben Sie die häufigsten teuren Fehler bereits ausgeschlossen – noch bevor der erste Handwerker vor der Tür steht.
Wovon ich abrate
Ein paar klare Warnungen aus der Praxis. Kaufen Sie nicht das größte Gerät „zur Sicherheit" – Überdimensionierung ist der teuerste Fehler, nicht die Absicherung. Unterschreiben Sie nichts vor dem Förderantrag, egal wie attraktiv ein „Sonderpreis nur diese Woche" klingt; der verlorene Zuschuss übersteigt fast jeden Rabatt. Akzeptieren Sie kein Angebot ohne Heizlastberechnung und ohne ausgewiesenen hydraulischen Abgleich – beides ist Pflicht, ein Fehlen ist ein Warnsignal für unseriöse Planung.
Und verlassen Sie sich nicht allein auf ein Komplettpaket, nur weil es bequem ist: Ohne Vergleichsangebote wissen Sie nie, ob der Komfort marktüblich oder überteuert eingekauft ist. Der bequemste Weg ist selten der günstigste.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet eine Wärmepumpe 2026 inklusive Einbau?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus 2026 inklusive Installation meist 27.000–40.000 €. Davon entfallen ca. 8.000–16.000 € auf das Gerät und ca. 7.000–15.000 € auf Installation, Pufferspeicher und Zubehör. Nach maximaler Förderung sinkt der Eigenanteil auf oft 9.000 € oder weniger.
Wie viel Förderung gibt es 2026 beim Kauf einer Wärmepumpe?
Über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) sind bis zu 70 % Zuschuss möglich – gedeckelt auf max. 30.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit, also maximal 21.000 €. Der Satz setzt sich zusammen aus 30 % Grundförderung, 20 % Klimageschwindigkeitsbonus, 30 % Einkommensbonus (bis 40.000 € Haushaltseinkommen) und 5 % Effizienzbonus – zusammen aber höchstens 70 %.
Wärmepumpe kaufen, mieten oder als Komplettpaket – was lohnt sich?
Kaufen ist über die Gesamtlaufzeit meist am günstigsten, weil Sie die volle staatliche Förderung erhalten und keine Mietmarge über 10–20 Jahre zahlen. Mieten senkt die Anfangsinvestition, kostet über die Laufzeit aber oft deutlich mehr. Komplettpakete (Gerät + Einbau aus einer Hand) sind bequem, sollten aber trotzdem mit 2–3 Einzelangeboten verglichen werden.
Welche Fehler sind beim Wärmepumpenkauf am teuersten?
Die häufigsten teuren Fehler sind: Überdimensionierung ohne Heizlastberechnung (3.000–5.000 € Mehrkosten und Takten), fehlender hydraulischer Abgleich, zu hohe Vorlauftemperatur, ein nicht förderfähiges oder bald verbotenes Kältemittel (R32 ab 2027), nur ein Angebot einzuholen, versteckte bauseitige Kosten und ein zu spät gestellter Förderantrag.
Warum ist eine Heizlastberechnung vor dem Kauf so wichtig?
Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 (300–1.000 € im EFH) legt die richtige Leistung in kW fest. Ohne sie wird die Wärmepumpe oft überdimensioniert: Ein doppelt zu großes Gerät kostet im Schnitt 3.000–5.000 € mehr, taktet häufig, verschleißt schneller und verbraucht unnötig Strom.
Welches Kältemittel sollte eine neue Wärmepumpe 2026 haben?
Wählen Sie eine Wärmepumpe mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan, GWP 3). Ab 01.01.2027 dürfen Monoblock- und Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW mit R32 nicht mehr neu installiert werden (F-Gase-Verordnung 2024/573). R290 ist zukunftssicher und löst zusätzlich den 5 % Effizienzbonus der Förderung aus.
Muss ich mehrere Angebote einholen, bevor ich eine Wärmepumpe kaufe?
Ja. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, mindestens 2–3 vergleichbare Angebote einzuholen, da sich Preise für identische Anlagen stark unterscheiden. Achten Sie darauf, dass alle Angebote Heizlastberechnung, hydraulischen Abgleich und bauseitige Leistungen ausweisen, damit sie wirklich vergleichbar sind.
Wann muss ich den Förderantrag für die Wärmepumpe stellen?
Immer VOR Beginn der Maßnahme bzw. vor Abschluss eines verbindlichen Liefer- oder Leistungsvertrags. Der Antrag läuft über die KfW (Programm 458). Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag stellt, verliert in der Regel den kompletten Anspruch auf Förderung.
Warum ist eine niedrige Vorlauftemperatur beim Kauf entscheidend?
Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl (JAZ) und desto niedriger die Stromkosten. Im Fraunhofer-ISE-Feldtest lag die maximale Vorlauftemperatur bei Luft-Wärmepumpen im Mittel bei rund 44 °C. Als Faustregel sollte die Auslegung unter 55 °C bleiben – auch im Altbau ist das mit hydraulischem Abgleich und ggf. größeren Heizkörpern meist erreichbar.
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