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Wärmepumpe Landkreis Landshut: Öl raus, Erdwärme prüfen

Im Landkreis Landshut heizen 66 % der Wohngebäude mit Öl, Fernwärme gibt es nur in der Stadt – so finden Sie die passende Wärmepumpe. Jetzt Check starten.

Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Landshut35 Gemeinden, rund 51.768 Wohngebäude.

41 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

18,7 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

118

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

53 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Landkreis Landshut: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Landkreis Landshut wurden rund 41 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 19198%1919–19481%1949–19572%1958–19684%1969–197826%1979–19908%1991–200035%2001–20115%2012–20151%ab 20169%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Landkreis Landshut (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Landkreis Landshut hat eine geschätzte Heizlast von rund 18,7 kW (mittlere 50 %: 12,627,4 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 19 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW12%
10–15 kW25%
15–20 kW18%
20–30 kW26%
≥ 30 kW19%

Heizträger in Landkreis Landshut heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas27%
Öl66%
Fernwärme1%
Holz5%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Der Landkreis Landshut hat ein Werkzeug, das die meisten Eigentümer hier gar nicht kennen: ein kostenloses Geothermiekataster, mit dem Sie für Ihr Grundstück nachsehen können, ob dort Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder eine Grundwasserwärmepumpe zulässig und sinnvoll sind. Das Kataster weist zugleich Bohrungsrisiken und Wasserschutzgebiete aus. Für einen Kreis, in dem 95 % der Wohngebäude Einfamilienhäuser mit eigenem Grundstück sind, ist das der ehrlichere Einstieg als jede Pauschalempfehlung – denn die Frage lautet hier oft nicht „Wärmepumpe ja oder nein", sondern „welche Quelle passt auf mein Grundstück".

Öl-Hochburg ohne Wärmenetz – die Ausgangslage ist eindeutig

Der Heizungsbestand im Kreis ist fossil geprägt: Rund 66 % der Wohngebäude heizen (modelliert) mit Öl, weitere 27 % mit Gas – und nur 1 % hängt an einem Wärmenetz. Dieses eine Prozent liegt praktisch vollständig in der kreisfreien Stadt Landshut. Deren Fernwärme der Stadtwerke Landshut mit den Netzen Ost (seit 2012) und West (seit 2021) endet an der Stadtgrenze; die 35 Gemeinden des Landkreises werden nicht versorgt und stehen auch nicht auf der Ausbauliste. Wer im Landkreis wohnt, sollte Stadt und Kreis also nicht verwechseln – für Ihr Haus in Essenbach, Ergolding, Vilsbiburg oder Rottenburg ist ein Anschluss keine realistische Option.

Auf eine kommunale Wärmeplanung zu warten, hilft ebenfalls nicht weiter. Weil alle Kreisgemeinden deutlich unter 100.000 Einwohner liegen, greift für sie erst die gesetzliche Frist 30.06.2028 – und in einer Streusiedlung aus überwiegend frei stehenden Einfamilienhäusern wird kaum irgendwo ein Wärmenetz herauskommen. Die nüchterne Konsequenz: Für die allermeisten Häuser hier ist die dezentrale Wärmepumpe der einzige tragfähige Weg zur 65-%-Erneuerbaren-Pflicht, und je früher der Öltank raus muss, desto eher lohnt der Wechsel.

Der Gebäudebestand spielt oft mit

Die gute Nachricht steckt im Baualter. Nur etwa 41 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979 – der Bestand im Landkreis ist damit vergleichsweise jung, und viele dieser frei stehenden Häuser sind ohne große Vorarbeiten wärmepumpentauglich. Rund 53 % der Einfamilienhäuser stehen komplett frei, was die Aufstellung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im Außenbereich meist unkompliziert macht.

Ein Wert verdient Aufmerksamkeit: Die modellierte, unsanierte Heizlast liegt beim durchschnittlichen Einfamilienhaus im Kreis bei rund 18,7 kW – bei den größeren, älteren Öl-Häusern deutlich darüber. Solche Gebäude fahren oft hohe Vorlauftemperaturen. Damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet (Jahresarbeitszahl um 3, angestrebte Vorlauftemperatur um 55 °C oder darunter – allgemeine Richtwerte), zählt die saubere Auslegung. Häufig genügen der Tausch einzelner Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich; bei den ältesten Häusern kann eine gezielte Einzelmaßnahme vorab sinnvoll sein. Genau diese Einordnung liefert Ihnen der Gebäude-Check weiter unten für Ihre konkrete Adresse.

Förderung: Die 70 % kommen vom Bund, nicht vom Kreis

Hier ist Klartext wichtiger als Wunschdenken: Weder der Landkreis Landshut noch der Freistaat Bayern zahlen einen eigenen Zuschuss auf die Wärmepumpen-Hardware. Der Landkreis nennt auf seiner Seite zu Energieberatung und Förderungen selbst keine kommunalen Zuschüsse, sondern verweist auf die Förderdatenbanken von Bund, KfW und BAFA. Das frühere bayerische 10.000-Häuser-Programm ist ausgelaufen und wurde nicht neu aufgelegt.

Der eigentliche Geldtopf ist die Bundesförderung effiziente Gebäude – Heizungsförderung (KfW-Zuschuss 458): 30 % Grundförderung, plus 20 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung, plus bis zu 30 % Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €) und 5 % Effizienzbonus – gedeckelt auf maximal 70 % von höchstens 30.000 € förderfähigen Kosten pro Wohneinheit. Zwei Punkte sind entscheidend: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden (mit Liefer- oder Leistungsvertrag unter aufschiebender Bedingung), und der 20-%-Klimageschwindigkeitsbonus soll laut Regierungsentwurf vom Juli 2026 ab 2027 auslaufen – noch ist das kein Gesetz, aber ein Grund, die tagesaktuellen Sätze vor Antragstellung direkt bei KfW/BAFA zu prüfen.

Für eine neutrale Vorabprüfung gibt es im Kreis zwei kostenlose Anlaufstellen: die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern jeden ersten Donnerstag im Monat von 14–17 Uhr im Landratsamt Essenbach, und die gemeinnützige Landshuter Energieagentur e.V. mit kostenloser Erstberatung und Fördermittel-Check. reduco betreibt kein Büro im Landkreis Landshut. Wir liefern die datenbasierte Analyse Ihres Gebäudes und vermitteln Sie an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Kreis bedienen.

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Häufige Fragen

Für die 35 Kreisgemeinden praktisch nicht. Die Fernwärme der Stadtwerke Landshut endet an der Stadtgrenze, und nur rund 1 % der Wohngebäude im Kreis hängt überhaupt an einem Netz. In der ländlichen Streusiedlung mit 95 % Einfamilienhäusern bleibt die dezentrale Wärmepumpe für nahezu jede Adresse der realistische Weg.

Das hängt vom Grundstück ab – und genau dafür gibt es das kostenlose Geothermiekataster des Landkreises. Es zeigt, ob Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder eine Grundwasserwärmepumpe an Ihrer Adresse möglich sind, und wo Bohrungsrisiken oder Wasserschutzgebiete dagegensprechen. Erdgekoppelte Anlagen laufen effizienter, brauchen aber eine Genehmigung; prüfen Sie die Eignung immer vorab.

Nein. Der Landkreis Landshut verweist auf seiner Förderseite ausdrücklich nur auf die Bundesprogramme von KfW und BAFA, und Bayern hat aktuell kein eigenes Wärmepumpen-Zuschussprogramm für Haushalte. Das Geld kommt über die KfW-Heizungsförderung 458 – bis zu 70 % der förderfähigen Kosten.

Mit rund 66 % Ölheizungen sind Sie im Kreis in bester Gesellschaft, und genau hier greift der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % beim Heizungstausch. Zusammen mit Grund- und Einkommensbonus sind bis zu 70 % Förderung möglich. Da dieser Bonus laut Entwurf ab 2027 auslaufen soll, spricht viel für einen frühen Wechsel.

Oft ja: Nur etwa 41 % der Wohngebäude im Kreis stammen von vor 1979, viele sind direkt geeignet. Bei der modelliert hohen durchschnittlichen Heizlast von rund 18,7 kW im unsanierten Einfamilienhaus kommt es aber auf die richtige Auslegung an – manchmal reichen einzelne Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich. Der Gebäude-Check schätzt das für Ihr konkretes Haus ein.

Zwei Stellen: die Verbraucherzentrale Bayern jeden ersten Donnerstag im Monat von 14–17 Uhr im Landratsamt Essenbach (Terminvergabe über das Klimaschutzmanagement bzw. die VZB-Hotline) sowie die gemeinnützige Landshuter Energieagentur e.V. mit kostenloser Erstberatung und Fördermittel-Check. Beide sind ein risikofreier erster Schritt vor dem Kauf.

Nein. Für die kleinen Kreisgemeinden ist ein Wärmeplan erst bis 30.06.2028 fällig, und in der Streusiedlung wird kaum ein Wärmenetz entstehen. Warten bindet Sie länger an teures Öl und riskiert, dass die aktuell hohen Fördersätze bis dahin gekürzt sind. Ob Ihr Haus im Landkreis Landshut ohne Umbauten wärmepumpenbereit ist, welche Wärmequelle Ihr Grundstück hergibt und wie viel Förderung realistisch ist, hängt an Baujahr, Fläche und Heizlast – Werte, die sich für Ihre Adresse konkret abschätzen lassen. Starten Sie dazu den kostenlosen Wärmepumpen-Check für Ihr genaues Gebäude.

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