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Wärmepumpe Landkreis Regensburg: Öl raus, bis 70 % Förderung

Im Landkreis Regensburg heizen rund 63 % der Häuser noch mit Öl – bei jungem, oft WP-tauglichem Bestand. So holen Sie bis zu 70 % KfW-Förderung. Jetzt prüfen.

Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Regensburg41 Gemeinden, rund 60.665 Wohngebäude.

33 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

18,2 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

113

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

50 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Landkreis Regensburg: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Landkreis Regensburg wurden rund 33 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 19192%1919–19481%1949–19571%1958–19686%1969–197824%1979–199010%1991–200036%2001–201110%2012–20151%ab 201610%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Landkreis Regensburg (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Landkreis Regensburg hat eine geschätzte Heizlast von rund 18,2 kW (mittlere 50 %: 12,626,9 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 18 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW12%
10–15 kW26%
15–20 kW19%
20–30 kW25%
≥ 30 kW19%

Heizträger in Landkreis Regensburg heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas32%
Öl63%
Fernwärme1%
Holz4%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Der Landkreis Regensburg hat ein ungewöhnliches Profil: einen für Bayern vergleichsweise jungen Gebäudebestand – nur etwa 33 % der Wohngebäude stammen (modelliert) aus der Zeit vor 1979 – und gleichzeitig eine starke Öl-Prägung beim Heizen. Rund 63 % der Wohngebäude werden nach unserer Modellierung noch mit Öl beheizt, weitere 32 % mit Gas. Diese Kombination ist genau der Grund, warum sich hier ein Umstieg auf die Wärmepumpe oft schneller rechnet als anderswo: Wer ein Haus aus den 1980er- oder 1990er-Jahren besitzt (allein die Baujahre 1990–1999 machen rund 36 % des Bestands aus), sitzt technisch häufig auf einem Gebäude, das ohne teure Vollsanierung wärmepumpentauglich ist – nutzt aber eine Heiztechnik, die mittelfristig teuer und regulatorisch unter Druck steht.

Warum Warten auf Fernwärme hier keine Strategie ist

In der kreisfreien Stadt Regensburg gibt es über die REWAG ein Fernwärmenetz – im ländlichen Landkreis mit seinen 41 Gemeinden ist das aber die Ausnahme, nicht die Regel. Nah- und Fernwärme sind nur in wenigen erschlossenen Netzgebieten adressgenau verfügbar (rewag.de). Dazu kommt der zeitliche Rahmen: Die kleinen Landkreis-Gemeinden fallen unter die spätere Frist zur kommunalen Wärmeplanung (30.06.2028), und die WPG-Novelle mit Kabinettsbeschluss vom 27.05.2026 sieht für kleine Kommunen sogar eine optionale, vereinfachte Wärmeplanung vor. Den konkreten Planungsstand Ihrer Gemeinde können Sie im KWW-Wärmewendeatlas nachsehen.

Praktisch heißt das: Wer heute eine alte Ölheizung hat, wartet nicht in einer Fernwärme-Warteschleife, sondern kann jetzt entscheiden. Eine Wärmepumpe ist in den meisten Einfamilienhäusern des Landkreises – und 89 % der Wohngebäude sind Einfamilienhäuser – die realistische, planbare Option.

Die Förderung kommt vom Bund, nicht vom Kreis

Wichtig zur Einordnung: Der Landkreis Regensburg hat kein eigenes Zuschussprogramm für Wärmepumpen. Auf der Landkreis-Website ist an keiner Stelle ein Kreis-Wärmepumpen-Zuschuss ausgewiesen – der Fokus liegt auf Beratung, Daten (Solarpotenzialkataster, EnergieMonitor) und Erzeugung über die Bürger-Energiegenossenschaft KERL eG. Die eigentliche Förderung läuft daher bundesweit über die KfW-Heizungsförderung (KfW 458).

Die aktuellen Sätze (Stand Juli 2026): 30 % Grundförderung, dazu 20 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung (selbstnutzend), 30 % Einkommensbonus bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 €/Jahr und 5 % Effizienzbonus bei Erdreich-, Wasser- oder Abwasser-Wärmequellen – gedeckelt auf maximal 70 %. Förderfähig sind bis zu 30.000 € für die erste Wohneinheit, also bis zu 21.000 € Zuschuss (KfW 458). Angesichts der vielen Ölheizungen im Landkreis ist der Klimageschwindigkeitsbonus hier ein zentraler Hebel – aber ein zeitkritischer: Ein Regierungsentwurf (Juli 2026) will ihn ab 2027 auslaufen lassen. Das ist noch nicht geltendes Recht, sollte aber niemand als dauerhaft garantiert einplanen.

Kostenlose, unabhängige Beratung vor Ort

Bevor Sie ein Angebot einholen, lohnt der Weg zur Energieagentur Regensburg e. V. Sie wird gemeinsam von Stadt Regensburg, Landkreis Regensburg und Landkreis Kelheim getragen und bietet Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose, anbieterneutrale Erstberatung – inklusive Heizungstausch und Fördermittel-Lotsen (energieagentur-regensburg.de). Der Landkreis verweist zusätzlich auf den Energie-Check des Verbraucherservice Bayern; einzelne Gemeinden geben zudem Gutscheine für eine Energieberatung aus – das ist allerdings nicht flächendeckend und je nach Wohnsitzgemeinde unterschiedlich, also am besten direkt bei Ihrer Gemeinde nachfragen (Landkreis Regensburg – Energie-Beratung).

Ein Detail für Betreiber: Die REWAG bietet einen speziellen Wärmepumpen-Stromtarif (rewario.strom.thermonatur) an, der mit separatem Zähler die laufenden Kosten senken kann – die Verfügbarkeit sollten Sie adressgenau prüfen.

Was das für Ihr Haus bedeutet

Für ein typisches freistehendes Einfamilienhaus im Landkreis liegt die modellierte Heizlast bei rund 18 kW (Bandbreite grob 13–27 kW für die mittleren 50 %) – ein Wert, der bei unsaniertem Bestand nach oben zeigt. Genau hier entscheidet sich, ob eine Wärmepumpe mit Vorlauftemperaturen um 55 °C effizient läuft oder ob vorher einzelne Maßnahmen (größere Heizflächen, Dämmung der obersten Geschossdecke) sinnvoll sind. Der Vorteil im Landkreis Regensburg: Beim jüngeren Bestand reichen oft gezielte Einzelmaßnahmen statt einer Vollsanierung. Was für Ihr konkretes Gebäude gilt, hängt von Baujahr, Fläche und bestehender Heizung ab – und lässt sich vorab durchrechnen.

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Häufige Fragen

Nein. Der Landkreis Regensburg hat kein eigenes Zuschussprogramm für Wärmepumpen. Die finanzielle Förderung läuft über den Bund (KfW-Heizungsförderung 458) mit bis zu 70 % Zuschuss. Der Landkreis selbst setzt auf kostenlose Beratung über die Energieagentur Regensburg e. V.

In vielen Fällen ja. Da rund 63 % der Wohngebäude im Landkreis (modelliert) noch mit Öl heizen, ist der Austausch einer alten Ölheizung genau der Fall, für den es zusätzlich zu den 30 % Grundförderung den 20 % Klimageschwindigkeitsbonus gibt. Ob Ihr Gebäude ohne größere Sanierung wärmepumpentauglich ist, hängt vom Baujahr und den vorhandenen Heizflächen ab.

Für die meisten Gemeinden des Landkreises ist das keine realistische Option: Fern- und Nahwärme über die REWAG sind vor allem ein Thema der Stadt Regensburg und im ländlichen Landkreis nur punktuell verfügbar. Die kommunale Wärmeplanung der kleinen Gemeinden läuft zudem erst bis 30.06.2028. Wer jetzt eine defekte Ölheizung hat, sollte nicht darauf warten.

Stand Juli 2026 gelten die vollen Sätze inklusive des 20 % Klimageschwindigkeitsbonus. Ein Regierungsentwurf sieht allerdings vor, diesen Bonus ab 2027 auslaufen zu lassen – beschlossen ist das noch nicht. Wer den Austausch ohnehin plant, sollte den Zeitpunkt bewusst wählen und die aktuellen Konditionen bei der KfW prüfen.

Die Energieagentur Regensburg e. V. bietet eine kostenlose, anbieterneutrale Erstberatung für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises – inklusive Fördermittel-Beratung. Ergänzend gibt es den Energie-Check des Verbraucherservice Bayern, und einzelne Gemeinden geben Beratungsgutscheine aus. Fragen Sie hierzu bei Ihrer Wohnsitzgemeinde nach.

Als Orientierung liegt Haushaltsstrom aktuell bei rund 35 ct/kWh; mit einem speziellen Wärmepumpentarif – die REWAG bietet einen solchen an – lässt sich der Preis mit separatem Zähler senken. Bei einer soliden Jahresarbeitszahl von etwa 3 wandelt die Wärmepumpe eine Kilowattstunde Strom in rund drei Kilowattstunden Wärme um. Wie wirtschaftlich das für Sie ist, hängt von Ihrem Verbrauch und dem gewählten Tarif ab. Wie viel eine Wärmepumpe in Ihrem Haus im Landkreis Regensburg kostet, welche Heizlast realistisch ist und wie hoch Ihre konkrete Förderung ausfällt, zeigt Ihnen unser kostenloser Wärmepumpen-Check – gebäudegenau und in wenigen Minuten. reduco liefert dabei die Daten und Analyse und vermittelt bei Bedarf an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Landkreis bedienen.

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