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Wärmepumpe 10 kW 2026: Für welches Haus? Preis & Stromverbrauch

10-kW-Wärmepumpe passt zu ~100–170 m²: Preis 18.000–27.000 € inkl. Einbau, minus 70 % Förderung, 4.500–5.500 kWh Strom/Jahr. Modelle & ehrliche Sizing-Hilfe.

10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe vor einem Einfamilienhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Passendes Haus: Eine 10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe passt rechnerisch zu einem teilsanierten Einfamilienhaus mit ~100–130 m² (bei 0,08 kW/m²) bzw. **130–170 m²** bei gutem Sanierungsstand (~0,06 kW/m²) – 10 kW ÷ 0,08 kW/m² = 125 m². Verbindlich ist aber nur die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
  • Preis inkl. Einbau: ca. 18.000–27.000 € für eine 10-kW-Anlage im Einfamilienhaus. Über die KfW-458-Förderung von bis zu 70 % (max. 21.000 €) sinkt der Eigenanteil auf grob 9.000–15.000 €.
  • Förderung 2026: 30 % Grundförderung + 20 % Klimageschwindigkeitsbonus (2026 noch voll) + bis 30 % Einkommensbonus + 5 % Effizienzbonus für R290 – gedeckelt bei 70 % von max. 30.000 € = 21.000 € Zuschuss.
  • Stromverbrauch: rund 4.500–5.500 kWh pro Jahr (Heizwärmebedarf ~15.000–18.000 kWh ÷ JAZ 3,4–3,8; Fraunhofer ISE misst für Luft/Wasser im Bestand im Schnitt JAZ 3,4).
  • Stromkosten: bei 5.000 kWh/Jahr rund 1.000–1.350 € mit Wärmepumpentarif (20–27 ct/kWh, § 14a EnWG) bzw. ~1.860 € zum BDEW-Haushaltsstrompreis von 37,2 ct/kWh (Stand Jan 2026).
  • Reale Modelle 2026: Vaillant aroTHERM plus VWL 105 (10,58 kW bei A-7), Bosch Compress AW 10 (9,6 kW bei A-7) und Viessmann Vitocal 250-A A10 (9,7 kW bei A-7) – alle mit R290.

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Die 10-kW-Klasse ist die meistverkaufte Leistungsgröße im deutschen Einfamilienhaus – und genau deshalb wird sie am häufigsten falsch verstanden. Die 10 kW sind nicht der Dauerbedarf Ihres Hauses, sondern die maximale Heizleistung, die die Wärmepumpe am kältesten Auslegungstag des Jahres liefern muss. Rechnerisch passt eine 10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe zu einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit ~100–130 m² im teilsanierten Zustand oder bis ~170 m² bei gutem Dämmstandard. Die Gesamtkosten liegen 2026 bei 18.000–27.000 € inklusive Einbau, nach KfW-Förderung bleiben grob 9.000–15.000 € Eigenanteil. Der Jahresstromverbrauch beträgt rund 4.500–5.500 kWh.

Dieser Ratgeber ist eine reine Kauf- und Sizing-Seite für genau 10 kW: Haus-Profile, konkrete Kosten, Verbrauch und real verfügbare Modelle. Er ersetzt aber weder die vollständige kW-Tabelle über alle Leistungsklassen noch die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – 10 kW verstehen Sie hier als Orientierung, nicht als Ersatz für die Norm-Berechnung.

Für welches Haus passt eine 10-kW-Wärmepumpe?

Die Grundlogik der Dimensionierung ist einfach: Heizlast = spezifischer Wärmebedarf (kW/m²) × beheizte Wohnfläche (m²). Der spezifische Wärmebedarf hängt fast ausschließlich vom Sanierungszustand ab. Für die 10-kW-Klasse ergeben sich daraus je nach Dämmstand sehr unterschiedliche Hausgrößen.

Faustformel-Tabelle für 10 kW

Sanierungszustand Spez. Wärmebedarf Passende Wohnfläche für 10 kW
Neubau (KfW-Standard) ~0,04–0,05 kW/m² ~200–250 m²
Saniert / gut gedämmt ~0,06 kW/m² ~130–170 m²
Teilsaniert ~0,08 kW/m² ~100–130 m²
Unsaniert (Altbau) ~0,12–0,18 kW/m² ~55–85 m²

Rechenbeispiel: Ein teilsaniertes Haus der 80er/90er Jahre mit erneuerten Fenstern und Teildämmung von 130 m² kommt bei ~0,08 kW/m² auf 130 × 0,08 = 10,4 kW Heizlast – ein klassischer Fall für ein 10-kW-Modell. Ein gut gedämmtes Haus derselben Fläche liegt dagegen bei 130 × 0,06 = 7,8 kW und wäre mit einem 8-kW-Modell besser bedient. Die spezifischen Kennwerte je Sanierungszustand sind Faustwerte zur Vororientierung; verbindlich ist allein die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Das typische 10-kW-Haus im Klartext

Wenn Sie sich Ihr Haus in eine Kategorie einordnen wollen, ist die 10-kW-Klasse meist richtig, wenn:

  • Sie ein freistehendes Einfamilienhaus aus den 70er bis 90er Jahren bewohnen,
  • Fenster erneuert und Dach oder oberste Geschossdecke gedämmt wurden, die Fassade aber noch nicht oder nur teilweise,
  • die beheizte Fläche zwischen etwa 110 und 160 m² liegt,
  • Sie mit klassischen Heizkörpern (nicht nur Fußbodenheizung) heizen und Vorlauftemperaturen um 50–55 °C brauchen.

Ehrlich bleiben: Diese Faustformel dient ausschließlich der Vororientierung. Zwei baugleiche Häuser können sich in der realen Heizlast um 30 % unterscheiden – je nach Ausrichtung, Fensterflächen, Lüftungsverhalten und regionaler Auslegungstemperatur (in Süddeutschland kalkuliert man mit -12 °C, an der Küste mit -10 °C, im Alpenvorland teils -16 °C). Wie die Heizlast korrekt nach DIN EN 12831 raumweise berechnet wird und was das kostet (300–1.200 €), erklärt der verlinkte Methodik-Ratgeber.

Wärmepumpe 10 kW: Preis inklusive Einbau 2026

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Für eine 10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten inklusive Einbau 2026 typischerweise bei rund 18.000–27.000 €. Das ist eine Spanne, keine Punktzahl – wo Sie landen, hängt von Hersteller, Hydraulik, Speichergröße und dem Aufwand für die Anpassung des bestehenden Heizsystems ab.

Kostenaufstellung 10-kW-Wärmepumpe

Position Kostenspanne
Gerät (10-kW-Außeneinheit + Hydraulikmodul) 8.000–15.000 €
Installation, Montage, Inbetriebnahme 3.000–6.000 €
Pufferspeicher / Warmwasserspeicher 1.500–3.000 €
Hydraulik, Rohre, Elektro, Zähler 1.500–3.000 €
Demontage & Entsorgung Altheizung 500–1.500 €
Summe (vor Förderung) 18.000–27.000 €

Diese Bandbreite entspricht den marktüblichen Gesamtkosten für Luft-Wasser-Wärmepumpen inklusive Einbau. Der wichtigste Kostenhebel im Bestand ist oft nicht die Wärmepumpe selbst, sondern die Vorlauftemperatur: Wenn vorhandene Heizkörper zu klein sind, um bei 45–50 °C genug Wärme abzugeben, kommen Kosten für größere Heizkörper oder eine Fußbodenheizung hinzu – oder die JAZ sinkt und der Stromverbrauch steigt.

Eine detaillierte Aufschlüsselung aller Größenklassen und Gebäudetypen finden Sie im übergreifenden Ratgeber Wärmepumpe Kosten & Förderung.

Förderung 2026: So sinkt der Eigenanteil auf 9.000–15.000 €

Die 18.000–27.000 € sind der Bruttopreis. Entscheidend für Ihre Kaufentscheidung ist der Eigenanteil nach Förderung – und der ist bei einer 10-kW-Wärmepumpe deutlich niedriger.

KfW-458-Bausteine 2026

Die Heizungsförderung läuft 2026 über das KfW-Programm 458. Die Boni sind stapelbar, aber bei 70 % der förderfähigen Kosten gedeckelt:

Förderbaustein Höhe Voraussetzung
Grundförderung 30 % Für alle förderfähigen Wärmepumpen
Klimageschwindigkeitsbonus 20 % Austausch funktionierender alter Heizung; 2026 noch voll
Einkommensbonus bis 30 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €
Effizienzbonus 5 % Natürliches Kältemittel (R290) oder Erd-/Wasser-WP
Maximale Förderquote 70 % gedeckelt bei 30.000 € förderfähigen Kosten

Die förderfähigen Kosten sind bei der ersten Wohneinheit auf 30.000 € gedeckelt – der maximale Zuschuss beträgt damit 21.000 €. Details zu Grundförderung, Höchstbetrag und Deckelung stehen im KfW-Merkblatt 458.

Zwei Rechenbeispiele für 10 kW

Beispiel 1 – Standardfall (50 % Förderung): Ein selbstnutzendes Ehepaar tauscht die 25 Jahre alte Gasheizung. Anlage 22.000 €, davon 30 % Grund + 20 % Klimageschwindigkeit = 50 %. Zuschuss: 11.000 €. Eigenanteil: 11.000 €.

Beispiel 2 – Maximalfall (70 % Förderung): Familie mit Haushaltseinkommen unter 40.000 €, R290-Gerät, Austausch alter Heizung. 30 % + 20 % + 30 % Einkommensbonus + 5 % Effizienzbonus = 105 %, gedeckelt auf 70 %. Bei 22.000 € Anlage: Zuschuss 15.400 €, aber max. auf 30.000 € Basis = hier 15.400 €. Eigenanteil: ca. 6.600 €.

Je nach Bonus-Konstellation landen die meisten 10-kW-Käufer bei einem Eigenanteil von grob 9.000–15.000 €. Wichtig: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden – wer erst beauftragt und dann fördert, verliert den Anspruch.

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Stromverbrauch einer 10-kW-Wärmepumpe pro Jahr

Hier trennen sich Marketing und Physik. Die 10 kW sind die maximale Heizleistung, nicht der Jahresverbrauch. Der tatsächliche Stromverbrauch ergibt sich aus zwei Größen: dem jährlichen Heizwärmebedarf des Hauses und der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Anlage.

Die Rechnung Schritt für Schritt

Formel: Stromverbrauch (kWh) = jährlicher Heizwärmebedarf (kWh) ÷ JAZ

Ein Haus, das eine 10-kW-Wärmepumpe braucht (teilsaniert, ~100–130 m²), hat typischerweise einen Heizwärmebedarf inklusive Warmwasser von rund 15.000–18.000 kWh pro Jahr. Geteilt durch eine realistische JAZ:

Heizwärmebedarf JAZ 3,4 (ISE-Bestand) JAZ 3,8 (gute Anlage)
15.000 kWh ~4.400 kWh ~3.950 kWh
16.500 kWh ~4.850 kWh ~4.340 kWh
18.000 kWh ~5.300 kWh ~4.740 kWh

Daraus ergibt sich der Praxiswert von rund 4.500–5.500 kWh Strom pro Jahr. Die JAZ 3,4 ist kein Pessimismus, sondern gemessene Realität: Die Fraunhofer-ISE-Feldstudie WP-QS im Bestand misst für Luft/Wasser-Wärmepumpen im Altbau eine durchschnittliche JAZ von 3,4 (Spanne 2,6–4,9 bei den Luft/Wasser-Anlagen; 77 Anlagen insgesamt). Sole/Wasser-Anlagen liegen mit Ø 4,3 höher.

Der Verbrauch ist stark hausabhängig: Die Rechenlogik und typische Jahreswerte je Gebäudetyp – sanierter Altbau ~6.000 kWh, Neubau ~4.500 kWh – finden Sie ausführlicher im Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch & Stromkosten. Faktor Nummer eins ist die Vorlauftemperatur: Jedes Grad weniger verbessert die JAZ um rund 2,5 %.

Stromkosten: Was kostet der Betrieb im Jahr?

Bei einem Verbrauch von rund 5.000 kWh pro Jahr hängen die Betriebskosten fast vollständig vom Stromtarif ab – und der Unterschied ist erheblich.

Tarif Preis pro kWh Jahreskosten bei 5.000 kWh
Wärmepumpentarif (§ 14a EnWG) 20–27 ct/kWh 1.000–1.350 €
Haushaltsstrom (BDEW-Durchschnitt) 37,2 ct/kWh ~1.860 €

Ein spezieller Wärmepumpen-Stromtarif profitiert von reduzierten Netzentgelten nach § 14a EnWG. Der BDEW-Haushaltsstrompreis lag im Januar 2026 bei 37,2 ct/kWh. Der Wechsel lohnt sich fast immer: Ein separater Wärmepumpenzähler kostet einmalig 500–1.000 €, amortisiert sich über den günstigeren Tarif aber meist in 2–3 Jahren. Voraussetzung ist, dass der Netzbetreiber die Wärmepumpe im Bedarfsfall kurz dimmen darf (§ 14a EnWG) – in der Praxis passiert das selten und kaum spürbar.

Reale 10-kW-Modelle 2026 im Vergleich

Anders als bei der reinen Faustformel geht es beim Kauf um konkrete Geräte. Die folgenden drei Modelle liefern jeweils rund 10 kW bei der maßgeblichen Norm-Bedingung A-7/W35 (-7 °C Außentemperatur, 35 °C Vorlauf) und nutzen alle das natürliche Kältemittel R290, das den 5-%-Effizienzbonus sichert.

Modell Leistung A-7/W35 COP A7/W35 Vorlauf max. SCOP (W35)
Vaillant aroTHERM plus VWL 105 10,58 kW 5,39 75 °C 3,86 (W55)
Bosch Compress AW 10 9,6 kW 4,8 75 °C 4,77
Viessmann Vitocal 250-A A10 9,7 kW 5,31 70 °C 5,01

Vaillant aroTHERM plus VWL 105

Die Vaillant aroTHERM plus VWL 105 liefert mit 10,58 kW bei A-7/W35 (COP 3,01) sogar an kalten Tagen die volle Leistung und drosselt an milden Tagen bis auf 5,74 kW (COP 5,39 bei A7/W35). Vorlauftemperaturen bis 75 °C machen sie altbautauglich. Mehr zu Modellpalette und Preisen im Vaillant-Wärmepumpen-Ratgeber.

Bosch Compress AW 10

Die Bosch Compress AW 10 aus der Baureihe 5800i/6800i erreicht 9,6 kW bei A-7/W35 und einen starken COP von 4,8 bei A7/W35. R290 (GWP 3), Vorlauf bis 75 °C, SCOP 4,77 bei W35. Das baugleiche Buderus-Schwestermodell wurde bei der Stiftung Warentest Testsieger. Details im Bosch-Wärmepumpen-Ratgeber.

Viessmann Vitocal 250-A A10

Die Viessmann Vitocal 250-A A10 liefert 9,7 kW bei A-7 mit einem exzellenten COP von 5,31 bei A7/W35 und einem SCOP von 5,01. Vorlauf bis 70 °C (bis -10 °C Außentemperatur). Sie war Stiftung-Warentest-Testsieger mit der Note 2,0 – Details im Vitocal-250-A-Test.

Einordnung: Alle drei sind hochtemperaturfähig und für teilsanierte Häuser mit vorhandenen Heizkörpern geeignet. Bei der reinen Effizienz (SCOP) hat Viessmann die Nase vorn, bei der Kaltleistung Vaillant. Die tatsächliche JAZ hängt aber weniger vom Modell als von Ihrer Vorlauftemperatur und der Auslegung ab.

Zu groß oder zu klein? Die häufigsten Sizing-Fehler

Bei der Dimensionierung gilt: Möglichst genau treffen. Beide Fehlerrichtungen kosten Geld.

Überdimensionierung (WP zu groß): Eine zu große Wärmepumpe taktet – sie schaltet häufig ein und aus, weil sie ihre Mindestleistung nicht abrufen kann. Das senkt die Effizienz, erhöht den Verschleiß und kostet Lebensdauer. Ein Fehler, der bei 10-kW-Käufern häufig ist, weil man „auf Nummer sicher“ gehen will.

Unterdimensionierung (WP zu klein): Eine zu kleine Wärmepumpe erreicht an den kältesten Tagen die Wunschtemperatur nur mit dem elektrischen Heizstab – und der verbraucht Strom mit COP 1, also viermal so viel wie die Wärmepumpe. Ein paar Heizstab-Stunden im Jahr sind normal und eingeplant; wird der Heizstab zur Dauerlösung, war die Auslegung falsch.

Wovon ich abrate: Kaufen Sie keine 10-kW-Wärmepumpe allein auf Basis der Wohnfläche oder weil der Nachbar dieselbe hat. Für ein unsaniertes 130–150-m²-Altbau-Einfamilienhaus (0,12–0,18 kW/m²) wäre 10 kW meist zu klein – hier braucht es eher 12 bis 16 kW oder vorgelagerte Dämmung. Die Kennwerte je Sanierungszustand zeigen, wie stark die Heizlast mit dem Dämmstand schwankt. Verbindlich ist nur die Heizlastberechnung – siehe die vollständige kW-Übersicht aller Leistungsklassen.

Häufige Fragen (FAQ)

Für welches Haus reicht eine 10-kW-Wärmepumpe?

Rechnerisch passt eine 10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe zu einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit etwa 100–130 m² im teilsanierten Zustand (Faustformel ~0,08 kW/m²: 10 ÷ 0,08 = 125 m²) oder bis ~170 m² bei gutem Dämmstandard (~0,06 kW/m²). Als grobe Orientierung: Ein teilsaniertes Haus der 80er/90er Jahre mit erneuerten Fenstern und Teildämmung landet oft bei 8–11 kW Heizlast. Verbindlich ist diese Zuordnung aber nur über eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – die Faustformel dient ausschließlich der Vororientierung.

Was kostet eine 10-kW-Wärmepumpe inklusive Einbau?

Für eine 10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten inklusive Einbau 2026 typischerweise bei rund 18.000–27.000 €. Darin stecken das Gerät (grob 8.000–15.000 €) sowie Installation, Hydraulik, Speicher, Elektro und Inbetriebnahme (5.000–10.000 €). Über die KfW-458-Förderung von bis zu 70 % (maximal 21.000 € Zuschuss) sinkt der Eigenanteil je nach Bonus-Konstellation auf grob 9.000–15.000 €.

Wie viel Strom verbraucht eine 10-kW-Wärmepumpe pro Jahr?

Eine 10-kW-Wärmepumpe in einem passenden Haus verbraucht rund 4.500–5.500 kWh Strom pro Jahr. Die 10 kW sind die maximale Heizleistung am kältesten Auslegungstag – nicht der Dauerbedarf. Rechnung: Der jährliche Heizwärmebedarf eines solchen Hauses liegt bei etwa 15.000–18.000 kWh; geteilt durch eine realistische Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4–3,8 (Fraunhofer ISE misst für Luft/Wasser im Bestand im Schnitt 3,4) ergeben sich rund 4.500–5.500 kWh Strom.

Was kostet der Betrieb einer 10-kW-Wärmepumpe im Jahr?

Bei einem Verbrauch von rund 5.000 kWh pro Jahr kostet der Betrieb mit einem speziellen Wärmepumpentarif (20–27 ct/kWh dank reduzierter Netzentgelte nach § 14a EnWG) etwa 1.000–1.350 € pro Jahr. Nutzen Sie normalen Haushaltsstrom zum BDEW-Durchschnitt von 37,2 ct/kWh (Stand Januar 2026), sind es rund 1.860 €. Ein separater Wärmepumpenzähler kostet einmalig 500–1.000 €, amortisiert sich über den günstigeren Tarif aber meist in 2–3 Jahren.

Welche 10-kW-Wärmepumpen gibt es 2026?

Gängige Modelle in dieser Leistungsklasse sind die Vaillant aroTHERM plus VWL 105 (10,58 kW bei -7 °C Außentemperatur, Kältemittel R290, Vorlauf bis 75 °C), die Bosch Compress AW 10 aus der Baureihe 5800/6800i (9,6 kW bei -7 °C, COP 4,8 bei A7/W35, R290) und die Viessmann Vitocal 250-A A10 (9,7 kW bei -7 °C, R290, Vorlauf bis 70 °C, Stiftung-Warentest-Testsieger 2025 mit Note 2,0). Alle drei nutzen das natürliche Kältemittel R290 und sichern damit den 5-%-Effizienzbonus der KfW-Förderung.

Ist eine 10-kW-Wärmepumpe zu groß oder zu klein für mein Haus?

Das lässt sich nur mit der konkreten Heizlast beantworten. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig (schaltet zu oft ein/aus), was Effizienz und Lebensdauer senkt; eine zu kleine erreicht an kalten Tagen die gewünschte Temperatur nicht ohne teuren Heizstab. Als Orientierung: Liegt Ihre berechnete Heizlast zwischen etwa 8 und 11 kW, ist ein 10-kW-Modell meist passend. Größere Häuser brauchen 12, 16 oder 20 kW, kleinere 8 kW – die genaue Stufe legt erst die Heizlastberechnung fest.

Reicht eine 10-kW-Wärmepumpe für einen unsanierten Altbau?

In einem unsanierten Altbau liegt der spezifische Wärmebedarf bei etwa 0,12–0,18 kW/m². Damit deckt eine 10-kW-Wärmepumpe rechnerisch nur rund 55–85 m² ab – für ein typisches 130–150-m²-Altbau-Einfamilienhaus wäre sie also zu klein. Solche Häuser brauchen oft 12–16 kW oder vorher energetische Maßnahmen (Dämmung, Fenster), die die Heizlast senken. Prüfen Sie das immer über eine Heizlastberechnung, bevor Sie kaufen.

Bringt mir eine Hochtemperatur-10-kW-Wärmepumpe im Altbau etwas?

Ja – Modelle wie die Vaillant aroTHERM plus oder Bosch Compress erreichen bis zu 75 °C Vorlauftemperatur und können damit auch mit vorhandenen Heizkörpern im teilsanierten Altbau betrieben werden, ohne dass Sie zwingend eine Fußbodenheizung nachrüsten müssen. Wichtig: Je höher die nötige Vorlauftemperatur, desto niedriger die JAZ und desto höher der Stromverbrauch. Eine Absenkung der Vorlauftemperatur durch größere Heizkörper oder Teildämmung senkt die Betriebskosten spürbar.

Nächster Schritt: Passt genau 10 kW zu Ihrem Haus?

Die 10-kW-Klasse ist der Standard für das teilsanierte deutsche Einfamilienhaus – aber ob Ihr Haus 8, 10, 12 oder 16 kW braucht, entscheidet sich an Details, die eine Faustformel nicht abbildet: Dämmzustand jeder Bauteilfläche, Fensterqualität, regionale Auslegungstemperatur und die Größe Ihrer vorhandenen Heizkörper. Bevor Sie ein Angebot einholen, sollten Sie Ihre reale Heizlast kennen und wissen, welcher Eigenanteil nach Förderung tatsächlich bleibt. Mit der kostenlosen Gebäudeanalyse von reduco ermitteln Sie in wenigen Minuten, welche Leistungsklasse und welches Modell wirtschaftlich und technisch zu Ihrem Gebäude passen – inklusive Fördermittelberechnung und einer belastbaren Kosten-Nutzen-Einordnung, mit der Sie besser vorbereitet in das Gespräch mit dem Fachbetrieb gehen.

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