Dimplex Wärmepumpe 2026: System M, Modelle & Preise
Dimplex System M & System E (R290) im Check: SCOP bis 5,35, Vorlauf 75 °C, ab 25 dB(A). Alle Modelle, Preise und der Stromverbrauch-Faktencheck.

Das Wichtigste in Kürze
- Spitzeneffizienz: Die Monoblock-Modelle der System-E-Serie (z. B. LA 0712CP M) erreichen mit dem natürlichen Kältemittel R290 einen SCOP von 5,35 bei 35 °C – Energieeffizienzklasse A+++.
- Altbau-tauglich: Vorlauftemperaturen bis 75 °C (LA 0712CP M) machen die R290-Geräte auch für klassische Heizkörper im Bestand nutzbar.
- Sehr leise im Design: Das preisgekrönte System M (German Design Award 2018) wird vom Hersteller mit ab 25 dB(A) im reduzierten Nachtmodus angegeben.
- Made in Germany: Dimplex ist eine Marke der Glen Dimplex Deutschland GmbH in Kulmbach (ca. 700 Mitarbeiter, über 40 Jahre Heiztechnik).
- Kosten & Förderung: Der reine Gerätepreis der LA 0712CP M liegt online bei rund 7.732 €; über die KfW sind bis zu 70 % Zuschuss möglich, R290 sichert den 5 % Effizienzbonus.
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Dimplex ist einer der traditionsreichsten deutschen Heiztechnik-Namen – und gleichzeitig einer der am meisten missverstandenen. Das Flaggschiff der Produktwelt ist das modulare System M, das 2018 sowohl den German Design Award als auch den iF Design Award gewann. Daneben steht die kompakte Monoblock-Serie System E mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan): Modelle wie die LA 0712CP M erreichen einen SCOP von 5,35 (35 °C), Vorlauftemperaturen bis 75 °C und Effizienzklasse A+++. In diesem Ratgeber sortiere ich die verwirrende Modellwelt, ordne die Preise für 2026 ein und prüfe datenbasiert die hartnäckige Kontroverse, Dimplex-Wärmepumpen seien „Stromfresser". Wer parallel die grundsätzliche Effizienz einer Wärmepumpe (COP/JAZ) verstehen will, findet dort die Grundlagen.
Dimplex und Glen Dimplex: Das Unternehmen hinter der Marke
Dimplex ist kein eigenständiger Hersteller, sondern ein Geschäftsbereich der Glen Dimplex Deutschland GmbH mit Sitz in Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Das Unternehmen ist Teil der weltweit tätigen Glen Dimplex Gruppe und entwickelt und fertigt seit über 40 Jahren Heiz- und Kühlsysteme am Standort Kulmbach, an dem rund 700 Mitarbeiter arbeiten.
Die Wärmepumpen-Inneneinheiten entstehen in einer eigenen Fertigung in Kulmbach (auf 1.100 m² in der Kulmbacher Raumhalle). Für den europäischen Markt entwickelte und produzierte Systeme positioniert Dimplex als „Made in Germany" – ein echtes deutsches Fertigungserbe, das im Markt nicht selbstverständlich ist.
Die wichtigsten Fakten zum Unternehmen:
- Marke: Dimplex (Geschäftsbereich der Glen Dimplex Deutschland GmbH)
- Hauptsitz: Kulmbach, Bayern
- Mitarbeiter: ca. 700 am Standort Kulmbach
- Tradition: über 40 Jahre Heiz- und Kühltechnik
- Konzern: Teil der weltweiten Glen Dimplex Gruppe
Wichtig für das spätere Verständnis der Stromverbrauchs-Kontroverse: Dimplex stammt historisch aus der Elektroheizungstechnik und war ein Pionier der Nachtspeicherheizung – ein Erbe, das den heute nicht mehr zutreffenden Ruf als „Stromfresser" mitgeprägt hat.
Modellüberblick: System M, System E und Co.
Die Dimplex-Produktwelt ist – das ist eine der ehrlichen Schwächen der Marke – nicht selbsterklärend. Bevor wir in die Einzelmodelle gehen, hier die Einordnung der wichtigsten Daten auf einen Blick:
| Modell / Serie | Kältemittel | Heizleistung (A7/W35) | SCOP (35 °C / 55 °C) | max. Vorlauf | Schallleistung | Gerätepreis (online, o. Installation) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LA 0712CP M (System E) | R290 (Propan) | 8,0 kW (max. 9,12 kW) | 5,35 / 4,06 | 75 °C | 53 dB(A) (49 dB(A) reduziert) | ca. 7.732 € inkl. MwSt |
| LA 1014CP M (System E) | R290 (Propan) | bis 14 kW Gebäudeheizlast | A+++ (35 °C/55 °C) | 75 °C | k. A. verifiziert | k. A. verifiziert |
| LA 1118CP | R290 (Propan) | 11,2 kW (A-7/W35) | ~4,9* / 3,88 | 65 °C | 49 dB(A) | k. A. verifiziert |
| LA 1525CP | R290 (Propan) | max. 16,8 kW | 4,65 / 3,55 | 70 °C | 54 dB(A) | k. A. verifiziert |
| System M (modular, Design) | R290** | k. A. einzeln verifiziert | k. A. einzeln verifiziert | bis ~70 °C** | ab 25 dB(A) (Nachtmodus, Herstellerangabe) | ca. ab 15.000 € (Drittquelle) |
* LA 1118CP: 196 % saisonale Raumheizungseffizienz bei 35 °C laut Datenblatt (entspricht SCOP ~4,9). ** System-M-Kältemittel/Vorlauf variieren je nach Konfiguration und Generation – nur als Konzept verifiziert, Einzelmodelldaten nicht eindeutig.
Hinweis: Installierte Komplettpreise (Gerät + Montage + hydraulische Einbindung) liegen laut Drittquellen bei ca. 20.000–40.000 € vor Förderung; der reine Gerätepreis macht typischerweise nur 40–50 % der Gesamtinvestition aus.
Quellen: dimplex.atlassian.net (Technische Produktinformationen LA 0712CP M / LA 1118CP / LA 1525CP); heat-store.de (Gerätepreis LA 0712CP M); shk-journal.de (System E); gruenes.haus / waermepumpe-kaufen24.de (Komplettpreis-Schätzungen, Drittquellen).
Kurz gefasst gibt es drei Welten, die man auseinanderhalten sollte:
- System M – das modulare Design- und Systemkonzept (Heizen, Kühlen, Lüften in einem System) mit anpassbarer Optik. Hier zählt vor allem die Ästhetik und der Komfort, nicht die einzelne kW-Stufe.
- System E – die kompakte R290-Monoblock-Serie für den schnellen Heizungstausch im Bestand (Modelle LA 0712CP M, LA 1014CP M und die größeren LA 1118CP / LA 1525CP).
- System S – die R32-Split-Variante (separate Außen- und Inneneinheit).
System M: Das preisgekrönte Designkonzept
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System M ist Dimplex' modulares Luft-Wasser-Wärmepumpensystem, das Heizen, Kühlen und Lüften in einem System vereint. Der Clou ist der modulare Aufbau: Das System lässt sich nach Wärmebedarf konfigurieren und Farbe sowie Material an die Gebäudeästhetik anpassen. Damit richtet sich System M an Bauherren und Sanierer, denen das Erscheinungsbild der Technik ebenso wichtig ist wie die reine Funktion.
Diese Designorientierung ist nicht nur Marketing: Das System gewann 2018 den German Design Award in der Kategorie „Energy" (gegen über 2.000 nominierte Produkte) und zusätzlich den iF Design Award 2018. Ein weiteres Verkaufsargument ist die Lautstärke – der Hersteller gibt System M mit ab 25 dB(A) im reduzierten Betrieb beziehungsweise Nachtmodus an. Das ist ein sehr niedriger Wert, der gerade in dicht bebauten Wohngebieten relevant ist; mehr dazu im Ratgeber Wärmepumpe: Lautstärke und Schallschutz.
Ehrlich bleiben muss man bei den Detaildaten: Die exakten Einzelmodell-Spezifikationen von System M (genaue kW-Stufen, COP/SCOP je Variante, präzise Vorlauftemperatur) sind aus offiziellen Quellen nicht eindeutig verifizierbar – Drittquellen widersprechen sich teils erheblich. Belegt sind das Konzept selbst und der Nachtmodus-Wert von 25 dB(A). Wer harte, vergleichbare Datenblattwerte braucht, ist bei der System-E-Serie besser aufgehoben.
System E: Die R290-Monoblock-Serie für den Heizungstausch
System E ist die kompakte R290-Monoblock-Serie (Plug-and-play für Heizen, Kühlen und Warmwasser), die vor allem für den schnellen Heizungstausch im Bestand entwickelt wurde. Bei einem Monoblock befinden sich alle kältemitteltechnischen Komponenten im Außengerät – zwischen außen und innen verlaufen nur Heizwasserleitungen. Die einphasigen Modelle (LA 0712CP M, LA 1014CP M) erreichen Effizienzklasse A+++ und Vorlauftemperaturen bis 75 °C. Wer die grundsätzlichen Unterschiede der Bauformen verstehen will, findet sie im Ratgeber Wärmepumpe: Splitgerät oder Monoblock.
LA 0712CP M: Das einphasige Einstiegsmodell
Die LA 0712CP M ist das einphasige (230 V) Kernmodell der Serie und nutzt das natürliche Kältemittel R290 (Propan) mit nur 1,1 kg Füllmenge – das CO2-Äquivalent liegt bei praktisch vernachlässigbaren 0,02 t. Die wichtigsten offiziellen Datenblattwerte:
| Merkmal | Daten |
|---|---|
| Kältemittel | R290 (Propan), 1,1 kg Füllmenge |
| Heizleistung A7/W35 | 8,00 kW (Maximalwert A-7/W35: 9,12 kW) |
| COP A7/W35 | 5,25 |
| COP A2/W35 | 3,78 |
| COP A-7/W35 | 2,75 |
| SCOP (35 °C / 55 °C) | 5,35 / 4,06 |
| Energieeffizienzklasse | A+++ (35 °C und 55 °C) |
| Max. Vorlauftemperatur | bis 75 °C |
| Schallleistung | 53 dB(A) (Normalbetrieb A7/W55), 49 dB(A) reduziert |
| Anschluss | einphasig, 230 V |
Der SCOP von 5,35 bei 35 °C ist ein sehr starker Wert und auf Augenhöhe mit den effizientesten Geräten am Markt. Gleichzeitig zeigt der COP-Verlauf, wie stark die Effizienz mit sinkender Außentemperatur und steigender Vorlauftemperatur abfällt (COP 5,25 bei A7/W35, aber nur 2,75 bei A-7/W35) – das ist physikalisch normal und bei jeder Luft-Wasser-Wärmepumpe so. Eine niedrige Vorlauftemperatur ist deshalb der wichtigste Hebel für die Jahresarbeitszahl.
LA 1118CP: Dreiphasig für mittlere Heizlasten
Die LA 1118CP ist die dreiphasige (400 V) Variante für größere Heizlasten. Sie nutzt ebenfalls R290 (1,3 kg Füllmenge) und liefert eine Heizleistung von 11,2 kW bei A-7/W35. Der COP bei A7/W35 liegt bei 5,6, die saisonale Raumheizungseffizienz bei 35 °C bei 196 % (das entspricht einem SCOP von rund 4,9), bei 55 °C beträgt der SCOP 3,88. Die maximale Vorlauftemperatur liegt bei 65 °C, die Schallleistung des Außengeräts bei 49/48 dB(A), die Effizienzklasse bei A+++ in beiden Temperaturpunkten.
LA 1525CP: Das Leistungsmodell
Für hohe Heizlasten gibt es die dreiphasige LA 1525CP mit R290 (2,04 kg). Die maximale Heizleistung liegt bei 16,8 kW (COP 4,7 bei A7/W35), der SCOP bei 4,65 (35 °C) beziehungsweise 3,55 (55 °C). Die Vorlauftemperatur reicht bis 70 °C, die Schallleistung beträgt 54 dB(A), die Effizienzklasse A+++ (35 °C) / A++ (55 °C).
Warum R290 (Propan) bei Dimplex ein echtes Argument ist
Alle aktuellen System-E-Monoblock-Modelle setzen auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP 3) statt auf synthetische Kältemittel wie R32 oder R410A. Das hat drei handfeste Vorteile:
- Hohe Vorlauftemperaturen: R290 ermöglicht bis zu ~75 °C Vorlauf und damit die Sanierung im Altbau mit bestehenden Heizkörpern.
- Zukunftssicherheit: Die verschärfte EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 leitet einen stufenweisen Phase-down für synthetische Kältemittel wie R32 ein. Ein natürliches Kältemittel mit GWP 3 ist hier auf der sicheren Seite.
- Förderung: Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel sichern sich einen zusätzlichen KfW-Effizienzbonus von 5 % (mehr dazu im Förderkapitel).
Die Kehrseite, die ehrlicherweise dazugehört: R290 ist brennbar. Das stellt zusätzliche Anforderungen an die Aufstellung (Sicherheitsabstände), die ein erfahrener Installateur kennen und einhalten muss. Für die meisten Einfamilienhäuser ist das problemlos lösbar, sollte aber bei der Planung berücksichtigt werden.
Faktencheck: Verbraucht Dimplex wirklich „zu viel Strom"?
Kaum eine Marke wird in Foren so hartnäckig mit dem Vorwurf „Stromfresser" verbunden wie Dimplex. Diese Kontroverse verdient eine sachliche, datenbasierte Einordnung – denn sie speist sich aus zwei Quellen, die beide einer Prüfung nicht standhalten.
Erstens: das historische Image. Dimplex war ein Pionier der Nachtspeicherheizung – einer reinen Elektroheizung, die tatsächlich viel Strom verbraucht. Dieses Erbe prägt den Ruf bis heute, hat mit den aktuellen Wärmepumpen aber technisch nichts mehr zu tun.
Zweitens: einzelne Forenberichte. In Nutzerforen finden sich Einzelfälle mit sehr hohem Verbrauch (über 4.000 € Stromkosten pro Jahr). Die dokumentierte Ursache sind dabei fast immer Planungs- und Installationsfehler – falsche Dimensionierung, fehlende Flächenheizung, zu hohe Vorlauftemperatur – und nicht die Hardware selbst. Wichtig: Solche Forenberichte sind anekdotisch und nicht repräsentativ.
Wie sieht die belastbare Datenlage aus? Im Fraunhofer-ISE-Feldtest erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4, gemessen über vier Jahre an 77 Anlagen. Die Bandbreite lag bei Luft-Wasser-Geräten zwischen 2,6 und 4,9. Das zeigt zweierlei: Erstens sind Luft-Wasser-Wärmepumpen im Durchschnitt klar effizient. Zweitens ist die Streuung enorm – und genau diese Streuung entscheidet darüber, ob eine Anlage sparsam läuft oder zum Stromfresser wird. Der entscheidende Faktor ist nicht die Marke, sondern die fachgerechte Auslegung.
Eine modellspezifische Felddatenquelle ausschließlich für Dimplex-Geräte existiert nicht – es gibt also keinen belastbaren Beleg, dass Dimplex-Wärmepumpen systematisch schlechter abschneiden als andere. Wer den Stromverbrauch grundsätzlich einordnen will, findet die Details im Ratgeber Wärmepumpe: Stromverbrauch und Stromkosten.
Stiftung Warentest: Dimplex fehlt im aktuellen Test
Ein wichtiger und ehrlicher Punkt für jeden Kaufinteressenten: Es gibt keine offizielle Stiftung-Warentest-Note für Dimplex. Im aktuellen Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest (Heft 10/2025, veröffentlicht am 23.09.2025) wurden fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen geprüft: Alpha Innotec, Viessmann, Stiebel Eltron, Mitsubishi Electric und Vaillant. Dimplex war nicht Teil dieses Tests.
Das bedeutet konkret: Wer sich bei der Kaufentscheidung auf ein unabhängiges Testurteil stützen möchte, findet für Dimplex schlicht keines. Hinzu kommt, dass die Stiftung Warentest 2025 ihr Testverfahren deutlich geändert hat – gemessene Stromverbrauchswerte sind nur innerhalb eines Testjahres, nicht über Jahre hinweg vergleichbar. Ein Vergleich mit älteren Testurteilen anderer Hersteller ist also nur eingeschränkt aussagekräftig.
Für einen breiteren Überblick, welche Marken wie abschneiden, hilft der Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.
Preise: Gerätekosten und Gesamtinstallation
Die Preisfrage bei Dimplex ist heikel, weil belastbare offizielle Listenpreise rar sind. Klar belegt ist nur ein Gerätepreis: Die LA 0712CP M (System E) kostet online rund 7.732 € inkl. 19 % MwSt – als reiner Gerätepreis über ein Fachhandelsportal, ohne Installation.
Für die größeren Modelle und für System M liegen keine offiziellen Dimplex-Listenpreise vor. Drittquellen schätzen den reinen Gerätepreis für System M auf ab ca. 15.000 € und für System E auf ca. 12.000–18.000 €. Diese Werte sind ausdrücklich Schätzungen Dritter, kein offiziell bestätigter Listenpreis – entsprechend mit Vorsicht zu behandeln.
Gerätepreise (ohne Installation)
| Modell / Serie | Preis (ca., inkl. MwSt.) | Quelle |
|---|---|---|
| LA 0712CP M (System E) | ~7.732 € | Fachhandelsportal (belegt) |
| System E (allgemein) | ~12.000–18.000 € | Drittquelle (Schätzung) |
| System M (modular) | ab ~15.000 € | Drittquelle (Schätzung) |
Gesamtkosten komplett installiert
Inklusive Installation und hydraulischer Einbindung beziffern Drittanbieter die Gesamtinvestition für eine Dimplex-Wärmepumpe im Einfamilienhaus auf ca. 20.000–40.000 € vor Förderung. Auch das ist eine Drittquellen-Schätzung, kein primär belegter Wert. Eine wichtige Faustregel hilft bei der Einordnung: Der reine Gerätepreis macht typischerweise nur 40–50 % der Gesamtinvestition aus – der Rest entfällt auf Montage, Hydraulik, Elektrik und Demontage der Altanlage. Eine detaillierte Aufschlüsselung finden Sie im Ratgeber Wärmepumpe: Kosten im Einfamilienhaus 2026.
Die Premium-Positionierung von Dimplex bedeutet realistischerweise: Die Gerätepreise liegen tendenziell im oberen Marktsegment. Wer ausschließlich auf den niedrigsten Anschaffungspreis achtet, findet bei anderen Herstellern günstigere Einstiegsmodelle.
Förderung 2026: Bis zu 70 % Zuschuss
Der Heizungstausch wird seit 2024 über die KfW (Programm 458) abgewickelt. Die Grundförderung beträgt 30 %, maximal sind 70 % der förderfähigen Kosten möglich. Die förderfähigen Kosten sind für die erste Wohneinheit auf 30.000 € gedeckelt – die maximale Fördersumme beträgt damit 21.000 €.
Förderungsbausteine im Überblick
| Baustein | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Einbau einer Wärmepumpe / Heizungstausch |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Austausch alter Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung; voller Bonus bei Antrag bis Ende 2028 |
| Einkommensbonus | +30 % | Zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €/Jahr |
| Effizienzbonus | +5 % | Natürliches Kältemittel (R290) – wie bei Dimplex System E |
| Maximale Fördersumme | bis 70 % | Gedeckelt bei 30.000 € förderfähigen Kosten |
Quellen: ADAC – Förderung Heizung / KfW 458.
Der Klimageschwindigkeitsbonus ist für Dimplex-Interessenten besonders interessant: Wer eine alte Nachtspeicherheizung austauscht, qualifiziert sich für die vollen 20 % – ein hübsches Detail angesichts der Nachtspeicher-Historie der Marke. Der volle Bonus gilt bei Antragstellung bis Ende 2028; ab 2029 sinkt er alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte.
Rechenbeispiel Dimplex System E (Altbau-Sanierung):
- Gesamtkosten: 30.000 €
- Grundförderung (30 %): 9.000 €
- Klimageschwindigkeitsbonus (20 %): 6.000 €
- Effizienzbonus R290 (5 %): 1.500 €
- Gesamtförderung: 16.500 € (55 %)
- Eigenanteil: 13.500 €
Bei niedrigem Einkommen (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €/Jahr) kommen weitere 30 % hinzu – maximal sind dann 21.000 € Förderung möglich. Alle Details zur Antragstellung finden Sie im Ratgeber KfW 458: Heizungstausch fördern.
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Smart-Steuerung: Dimplex Home App und SG Ready
Die aktuellen Dimplex-Geräte (insbesondere System M und System E) sind serienmäßig vernetzt. Über die Dimplex Home App lassen sich Temperaturen ändern, der Anlagenstatus prüfen und Fehlermeldungen direkt an den Installateur senden – das verkürzt im Störungsfall die Reaktionszeit erheblich.
Zusätzlich sind die Geräte SG Ready (Smart Grid Ready) und damit für dynamische Stromtarife vorbereitet. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage oder einem zeitvariablen Tarif lässt sich der Betrieb auf günstige Stromphasen verschieben – ein weiterer Hebel gegen hohe Stromkosten.
Ehrliche Schwächen: Wovon Sie sich nicht blenden lassen sollten
Dimplex hat substanzielle Stärken – aber auch klare Schwächen, die in eine ehrliche Kaufberatung gehören:
- Kein unabhängiges Testurteil: Dimplex fehlte im aktuellen Stiftung-Warentest 10/2025. Wer ein unabhängiges Warentest-Urteil als zwingendes Kaufkriterium betrachtet, findet bei Dimplex keines.
- Verwirrende Produktnomenklatur: System M / System E / System S, dazu Modellbezeichnungen wie LA 0712CP M und ältere Generationen erschweren den Vergleich. Vorsicht bei veralteten Datenblättern: Eine ältere LA-0712CP-Version arbeitete noch mit R410A (GWP 2.088), nur 55 °C Vorlauf und SCOP 4,1 – nicht mit der aktuellen R290-Generation verwechseln.
- Dokumentierte Einzelfälle: In Foren gibt es Berichte über sehr hohen Stromverbrauch und Servicekritik. Auch wenn diese nicht repräsentativ sind, zeigen sie das reale Risiko bei schlechter Auslegung.
- Premium-Preise: Die Gerätepreise liegen tendenziell im oberen Marktsegment (System M ab ca. 15.000 € Gerät laut Drittquelle).
- R290-Aufstellung: Das brennbare Propan stellt Anforderungen an Sicherheitsabstände bei der Aufstellung.
Wann ich von Dimplex eher abraten würde: wenn ein unabhängiges Testurteil für Sie zwingendes Kaufkriterium ist – oder wenn vor Ort kein erfahrener Dimplex-Installateur verfügbar ist. Denn die fachgerechte Auslegung ist bei diesen Geräten der entscheidende Effizienzfaktor. Vergleichen Sie in dem Fall mit Alternativen wie Stiebel Eltron, die im aktuellen Warentest vertreten sind.
Häufige Fragen (FAQ)
Wird die Dimplex System M wirklich in Deutschland gefertigt?
Ja. Dimplex ist ein Geschäftsbereich der Glen Dimplex Deutschland GmbH in Kulmbach (Oberfranken). Dort werden seit über 40 Jahren Heiz- und Kühlsysteme entwickelt und Wärmepumpen-Inneneinheiten gefertigt; rund 700 Mitarbeiter arbeiten am Standort. System M wird als „Made in Germany" positioniert.
Welches Kältemittel nutzt Dimplex – R290 oder R32?
Die aktuelle Monoblock-Generation (System E, z. B. LA 0712CP M, LA 1118CP, LA 1525CP) setzt auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP 3). Vorteil: hohe Vorlauftemperaturen bis 75 °C für die Altbausanierung, Zukunftssicherheit gegenüber der EU-F-Gas-Verordnung und ein zusätzlicher KfW-Effizienzbonus von 5 %. Achtung: Ältere Datenblätter können noch R410A ausweisen – nicht mit der aktuellen Serie verwechseln.
Hat die Stiftung Warentest die Dimplex-Wärmepumpe getestet?
Nein. Im aktuellen Warentest-Wärmepumpentest (Heft 10/2025, veröffentlicht am 23.09.2025) wurden nur Alpha Innotec, Viessmann, Stiebel Eltron, Mitsubishi Electric und Vaillant geprüft. Für Dimplex existiert daher keine offizielle Warentest-Note. Wer ein unabhängiges Testurteil als Kaufkriterium braucht, muss das berücksichtigen.
Stimmt es, dass Dimplex-Wärmepumpen viel Strom verbrauchen?
In Foren gibt es Einzelfälle mit sehr hohem Verbrauch, deren dokumentierte Ursache fast immer Planungs- oder Installationsfehler sind (falsche Dimensionierung, fehlende Flächenheizung, zu hohe Vorlauftemperatur) – nicht die Hardware. Im Fraunhofer-ISE-Feldtest erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen im Schnitt eine JAZ von 3,4 (Bandbreite 2,6–4,9). Das alte „Stromfresser"-Image stammt aus der Nachtspeicher-Historie der Marke. Entscheidend ist die fachgerechte Auslegung.
Was kostet eine Dimplex-Wärmepumpe?
Der reine Gerätepreis der LA 0712CP M (System E) liegt online bei rund 7.732 € inkl. MwSt. Inklusive Installation und hydraulischer Einbindung nennen Drittanbieter für ein Einfamilienhaus etwa 20.000–40.000 € vor Förderung; der Gerätepreis macht dabei nur 40–50 % der Gesamtkosten aus. Die höheren Werte sind Drittquellen-Schätzungen und kein offizieller Dimplex-Listenpreis.
Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Dimplex-Wärmepumpe?
Über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) sind bis zu 70 % möglich – maximal 21.000 € bei förderfähigen Kosten bis 30.000 € pro Wohneinheit. Da Dimplex System E R290 (natürliches Kältemittel) nutzt, gibt es zusätzlich 5 % Effizienzbonus. Wer eine alte Nachtspeicherheizung austauscht, sichert sich zudem den Klimageschwindigkeitsbonus von 20 %.
Was ist System M genau – und was unterscheidet es von System E?
System M ist das modulare Design- und Systemkonzept (Heizen, Kühlen, Lüften in einem System) mit anpassbarer Optik; es gewann 2018 den German Design Award und den iF Design Award. System E ist die kompakte R290-Monoblock-Serie für den schnellen Heizungstausch im Bestand (Modelle LA 0712CP M, LA 1014CP M, LA 1118CP, LA 1525CP). System S ist die R32-Split-Variante.
Wie laut ist eine Dimplex-Wärmepumpe?
System M wird vom Hersteller mit ab 25 dB(A) im reduzierten Nachtmodus angegeben. Die Monoblock-Modelle haben eine Schallleistung von 49–54 dB(A) im Normalbetrieb (LA 0712CP M: 53 dB(A), reduziert 49 dB(A); LA 1118CP: 49 dB(A)). Damit gehört Dimplex zu den leiseren Anbietern – die genaue Geräuschwirkung hängt aber stark von der Aufstellung ab.
Eignet sich eine Dimplex-Wärmepumpe für den Altbau?
Ja. Die R290-Modelle erreichen Vorlauftemperaturen bis 75 °C (LA 0712CP M) beziehungsweise 65–70 °C (LA 1118CP / LA 1525CP) und sind damit auch für Altbauten mit klassischen Heizkörpern geeignet. Für eine gute Jahresarbeitszahl sind dennoch niedrige Vorlauftemperaturen und eine korrekte Auslegung empfehlenswert – sonst steigt der Stromverbrauch spürbar.
Nächster Schritt: Passt Dimplex zu Ihrem Gebäude?
Ob ein Dimplex-Modell für Ihr Haus die wirtschaftlichste Lösung ist – und ob eine Dimplex-Wärmepumpe überhaupt die beste Option darstellt – hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, vorhandenem Heizsystem und Ihren individuellen Fördermöglichkeiten ab. Gerade bei Dimplex ist die fachgerechte Auslegung der entscheidende Faktor zwischen sparsamem Betrieb und hohem Stromverbrauch. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe wirtschaftlich und technisch zu Ihrem Haus passt – inklusive Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Analyse.
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