Bosch Compress 7400i AW Test 2026: R410A ab 4.198 €
Bosch Compress 7400i AW im Test: R410A-Restbestand ab 4.198 €. Lohnt sich das Schnäppchen für Sie? Ab 2028 gibt es 0 % Förderung – ehrliche Analyse.

Das Wichtigste in Kürze
- Restbestand-Preis: Die 5-kW-Außeneinheit (CS7400iAW 5 OR-S) gibt es im Fachhandel-Abverkauf ab 4.198 € statt 8.770,30 € UVP – rund 52 % Rabatt; das Kompaktset startet ab 8.749 €.
- Förder-Stopp ab 2028: Ab dem 01.01.2028 sind nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln förderfähig – die 7400i AW (R410A) bekäme dann 0 % BEG-Förderung.
- Kältemittel R410A: GWP 2.088, Füllmenge ca. 1,75 kg (≈ 3,65 t CO₂-Äquivalent) – ein synthetisches F-Gas, kein natürliches Kältemittel wie R290.
- Effizienz top: SCOP bis 5,1 und COP 5,0 bei A7/W35, Energieeffizienzklasse A+++ – trotz altem Kältemittel energetisch auf Höhe der R290-Modelle.
- Max. Vorlauf 62 °C: ausreichend für Neubau und modernisierte Altbauten, aber unter den 75 °C der R290-Schwester 6800i AW.
- Sehr leise: Schalldruck im Silent-Modus nur ca. 31–33 dB(A) in rund 3 m Abstand ("Silent Queen") – oft die einzige in engen Reihenhaus-Siedlungen genehmigungsfähige Wärmepumpe.
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Die Bosch Compress 7400i AW ist derzeit das wohl auffälligste Schnäppchen im Wärmepumpen-Markt: Die 5-kW-Außeneinheit ist im Abverkauf ab 4.198 € statt 8.770,30 € UVP zu haben – ein Rabatt von rund 52 %. Der Haken: Die 7400i arbeitet mit dem synthetischen Kältemittel R410A (GWP 2.088) und nicht mit natürlichem Propan wie ihre Schwestern Bosch Compress 5800i AW und 6800i AW. Genau dieses Kältemittel ist der Grund für den Preissturz – und für die wichtigste Einschränkung: Ab dem 01.01.2028 sind R410A-Wärmepumpen nicht mehr förderfähig.
In diesem Test ordne ich ehrlich ein, für wen sich das Restbestand-Angebot 2026/2027 wirklich lohnt – und für wen der niedrige Kaufpreis zur teuren Falle wird. Sie erfahren, welche Effizienz- und Schallwerte die 7400i liefert (SCOP bis 5,1, Silent-Modus 31–33 dB(A)), was die einzelnen Varianten kosten und wie viel Förderung Ihnen im Vergleich zu einem R290-Gerät entgeht. Eine Einordnung in die gesamte Bosch Compress-Reihe und in die Kältemittel-Regel ab 2028 hilft bei der Entscheidung.
Bosch Compress 7400i AW: Was steckt hinter dem Schnäppchen?
Die Compress 7400i AW ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Monoblock-Bauweise: Der komplette Kältekreis sitzt in der Außeneinheit, zwischen außen und innen fließt nur Heizungswasser. Eine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs für Arbeiten am Kältekreis ist damit nicht nötig. Bosch bietet die Baureihe in zwei Leistungsstufen (5 und 7 kW) sowie mit verschiedenen Inneneinheiten – von der reinen Außeneinheit bis zum Komplettpaket mit Speicher und Heizmodul.
Technisch ist die 7400i alles andere als veraltet: Sie erreicht Effizienzwerte auf dem Niveau aktueller Propan-Geräte und ist außergewöhnlich leise. Ihr einziges, aber gewichtiges Manko ist das Kältemittel R410A. Es ist der Grund, warum Bosch die Baureihe aktuell als Restbestand ausverkauft – und warum ich sie trotz Bestwerten nur einer klar umrissenen Zielgruppe empfehle. Beginnen wir mit den harten technischen Fakten.
Technische Daten der Compress 7400i AW im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die offiziellen Herstellerangaben zusammen. Auffällig ist die Kombination aus Spitzeneffizienz (A+++, SCOP bis 5,1) und dem problematischen Kältemittel.
| Kennwert | Wert |
|---|---|
| Bauart | Monoblock, Luft-Wasser, Außenaufstellung (auch Innenvariante) |
| Leistungsstufen | 5 kW und 7 kW (keine größeren Stufen) |
| Kältemittel | R410A, GWP 2.088, Füllmenge ca. 1,75 kg (≈ 3,65 t CO₂-Äquiv.) |
| SCOP (35 °C) | bis 5,1 |
| COP bei A7/W35 | 5,0 |
| COP bei A2/W35 | 4,3 |
| Energieeffizienzklasse | A+++ |
| Max. Vorlauftemperatur | 62 °C |
| Schallleistung | max. 54 dB(A) tags / 48 dB(A) nachts (ErP 50 dB) |
| Schalldruck | ~35 dB(A) in 2,9 m; Silent-Modus ca. 31–33 dB(A) in ~3 m |
| Elektrischer Zusatzheizer | 9 kW |
| Arbeitsbereich Heizbetrieb | bis ca. –20 °C Außentemperatur |
| Systemgarantie | 5 Jahre |
Quelle: Bosch Home Comfort – Compress 7400i AW, Produktdaten; Praxiswerte zu Vorlauftemperatur und Schalldruck aus Fachhandels-Datenblättern (Stand Juli 2026).
Ein oft übersehener Vorteil des R410A: Es ist ein nicht brennbares Kältemittel (Sicherheitsklasse A1). Anders als bei R290 (Propan, Klasse A3) gelten rund um die Außeneinheit keine Flammbarkeits-Sicherheitsabstände. Das kann bei sehr beengten Aufstellorten – etwa im schmalen Reihenhaus-Grundstück – tatsächlich ein praktisches Argument sein. Auf diesen Punkt komme ich im Kapitel zur Lautstärke zurück.
R410A: Das Kältemittel-Problem im Detail
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Der eigentliche Streitpunkt der 7400i lässt sich in einer Zahl zusammenfassen: GWP 2.088. Der Global Warming Potential-Wert gibt an, wie stark ein Kältemittel im Vergleich zu CO₂ zur Erderwärmung beiträgt, falls es entweicht. Ein Kilogramm R410A wirkt also wie gut zwei Tonnen CO₂. Bei der Füllmenge von ca. 1,75 kg entspricht die Ladung der 7400i rechnerisch rund 3,65 Tonnen CO₂-Äquivalent. Zum Vergleich: Natürliches Propan (R290) hat einen GWP von lediglich 3 – rund 700-mal klimafreundlicher.
Solange das Kältemittel im geschlossenen Kreislauf bleibt, entsteht kein Schaden. Relevant wird der hohe GWP-Wert bei Leckagen, bei der Wartung und vor allem am Ende der Lebensdauer, wenn das Gerät fachgerecht entsorgt werden muss. Ökologisch ist R410A damit das genaue Gegenteil der natürlichen Kältemittel – und genau daran hat der Gesetzgeber die Förderung und die Verkaufszulassung geknüpft.
Warum ist die 7400i gerade so billig? Die EU-F-Gas-Verordnung
Der Preissturz der 7400i ist kein Zufall, sondern die direkte Folge der EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573, die R410A und andere hoch klimaschädliche Kältemittel schrittweise aus dem Markt drängt. Bosch verkauft die Baureihe deshalb jetzt als Restbestand ab, bevor das Verkaufsverbot greift.
| Zeitpunkt | Was gilt |
|---|---|
| Seit 11.03.2024 | EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 in Kraft |
| Ab 01.01.2027 | Verkaufsverbot neuer Monoblock-Wärmepumpen mit Kältemittel über GWP 150 – betrifft R410A (Grund für den Abverkauf) |
| Ab 2032 | Monoblock-Wärmepumpen bis 12 kW komplett ohne fluorierte Kältemittel |
| Betrieb & Wartung | Bestandsschutz: bereits installierte R410A-Geräte dürfen unbefristet weiterlaufen und gewartet werden |
Quelle: EU-Verordnung (EU) 2024/573 (F-Gase); Einordnung Umweltbundesamt.
Zwei Dinge sind hier wichtig. Erstens: Das Verbot betrifft nur das Inverkehrbringen (Herstellung und Verkauf), nicht den Betrieb. Wer 2026 oder 2027 eine 7400i kauft und installiert, darf sie also legal und dauerhaft weiterbetreiben. Zweitens: Der schrittweise HFKW-Phase-down kürzt die verfügbaren R410A-Quoten Jahr für Jahr. Das Kältemittel wird knapper und teurer, was Nachfüllung und Reparaturen über die Lebensdauer spürbar verteuern kann. Wer die technischen Hintergründe vertiefen möchte, findet sie im Ratgeber R32 vs. R290 im Kältemittel-Vergleich.
Preise im Abverkauf: 42–52 % Rabatt
Das Herzstück des Angebots sind die Rabatte. Gegenüber der offiziellen UVP werden die 7400i-Varianten aktuell mit 42 bis 52 % Nachlass gehandelt. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen Konfigurationen (inkl. MwSt., nur Gerät):
| Variante | Aktionspreis | UVP | Rabatt |
|---|---|---|---|
| CS7400iAW 5 OR-S (nur Außeneinheit) | 4.198 € | 8.770,30 € | –52 % |
| CS7400iAW 5 ORM-S (+ Kompaktmodul AWM) | 8.749 € | 18.397,57 € | –52 % |
| CS7400iAW 5 ORE-S (+ WH 290 Speicher) | 9.219 € | 17.272,03 € | –46 % |
| CS7400iAW 5 ORMB-S (+ Speicher + Heizmodul) | 9.659 € | 18.066,58 € | –46 % |
| CS7400iAW 7 OR-S (nur Außeneinheit) | 5.979 € | 11.049,15 € | –46 % |
| CS7400iAW 7 ORM-S (+ Kompaktmodul) | 10.529 € | 20.721,99 € | –49 % |
| CS7400iAW 7 ORE-S (+ WH 290 Speicher) | 11.009 € | 19.075,70 € | –42 % |
Quelle: Herstellerangaben (UVP) und Fachhandels-Abverkaufslisten, Stand Juli 2026.
Wichtig: Das sind reine Gerätepreise. Installation, Hydraulik, Pufferspeicher, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme kommen obendrauf. Ein komplett installiertes Luft-Wasser-System liegt üblicherweise im mittleren fünfstelligen Bereich vor Förderung. Wie sich diese Gesamtkosten zusammensetzen und welchen Anteil das Gerät daran hat, zeigt der Ratgeber zu den Gesamtkosten und der Förderung einer Wärmepumpe. Der Geräte-Rabatt von mehreren tausend Euro ist real – aber er ist nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte ist die Förderung.
Förderung: Der entscheidende Punkt
Wärmepumpen werden 2026 über die BEG-Einzelmaßnahmen (KfW-Programm 458) bezuschusst. Für die 7400i AW ist die Förderung der Knackpunkt, denn ausgerechnet hier zeigt sich der Nachteil des R410A. Die folgende Tabelle zeigt die Bausteine:
| Baustein | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Einbau einer Wärmepumpe / Austausch der Heizung |
| Effizienzbonus | +5 % | nur natürliche Kältemittel (R290 u. a.) – die 7400i erhält ihn nicht |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Selbstnutzer, Austausch alter fossiler Heizung (bis 31.12.2028) |
| Einkommensbonus | +30 % | zu versteuerndes Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr |
| Maximale Gesamtförderung | 70 % | Kostendeckel 30.000 € (1. Wohneinheit) → max. 21.000 € Zuschuss |
Quelle: Gebäudeforum klimaneutral (dena) – Förderung Wärmepumpen.
Rechenbeispiel 2026/2027: Was der fehlende Bonus kostet
Der einzige Förder-Unterschied zwischen der 7400i und einem R290-Gerät ist in den Jahren 2026 und 2027 der Effizienzbonus von 5 Prozentpunkten. Ein typischer Selbstnutzer, der eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt, erreicht mit der 7400i also:
- Grundförderung 30 % + Klimageschwindigkeitsbonus 20 % = 50 %
- Ein vergleichbares R290-Gerät käme auf 30 % + 20 % + 5 % = 55 %
Auf den Kostendeckel von 30.000 € gerechnet sind das 1.500 € weniger Zuschuss. Diese 1.500 € werden vom Geräte-Rabatt (mehrere tausend Euro gegenüber der UVP) in der Regel mehr als ausgeglichen. Haushalte mit Einkommensbonus stoßen ohnehin an die 70-%-Deckelung – für sie kostet der fehlende 5-%-Bonus effektiv nichts, weil die Obergrenze auch ohne ihn erreicht wird. So weit, so unkritisch.
Die harte Frist: Ab 2028 kippt die Rechnung
Das eigentliche Risiko liegt im Datum. Ab dem 01.01.2028 sind nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln förderfähig – R410A-Geräte wie die 7400i fallen dann komplett aus der BEG-Förderung heraus. Wer erst 2028 beantragt oder installiert, verliert nicht 5 Prozentpunkte, sondern die gesamte Förderung von bis zu 21.000 €. In diesem Fall frisst der Förderausfall den Geräte-Rabatt um ein Vielfaches auf, und das Schnäppchen wird zum teuren Fehlkauf. Die Details dieser Regelung habe ich im Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung und dem Kältemittel-Stichtag 2028 aufgeschlüsselt.
Die Konsequenz ist eindeutig: Die 7400i ist ausschließlich dann eine Option, wenn Kauf, Installation und Förderantrag noch 2026 oder 2027 abgeschlossen werden. Wer seinen Heizungstausch erst für 2028 oder später plant, sollte die 7400i gar nicht erst in Betracht ziehen.
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7400i AW (R410A) gegen 5800i / 6800i AW (R290)
Die entscheidende Alternative zur 7400i sind Boschs eigene Propan-Modelle. Sie kosten regulär mehr, sind dafür aber zukunftssicher, dauerhaft förderfähig und ökologisch unbedenklich. Die direkte Gegenüberstellung:
| Merkmal | 7400i AW (R410A) | 5800i / 6800i AW (R290) |
|---|---|---|
| Kältemittel | R410A, GWP 2.088 | R290 (Propan), GWP 3 |
| Förderfähig ab 2028 | Nein (0 %) | Ja |
| Effizienzbonus +5 % | Nein | Ja |
| Max. Vorlauftemperatur | 62 °C | bis 75 °C (6800i AW) |
| Zielgruppe | Neubau / gut saniert | Neubau (5800i) / Altbau (6800i) |
| Preis 2026 | stark rabattierter Restbestand | regulärer Marktpreis |
| Zukunftssicherheit | endlich (Auslaufmodell) | langfristig |
Der wichtigste technische Unterschied neben dem Kältemittel ist die Vorlauftemperatur. Die 7400i schafft 62 °C – genug für Fußbodenheizungen und modernisierte Heizkörper, aber zu wenig für viele unsanierte Altbauten mit alten, klein dimensionierten Radiatoren. Hier spielt die Bosch Compress 6800i AW mit bis zu 75 °C Vorlauf ihre Stärke aus. Wer einen Neubau oder ein gut gedämmtes Haus mit Flächenheizung hat, für den ist die niedrigere Vorlauftemperatur der 7400i dagegen kein Nachteil.
Meine ehrliche Kurzformel: Für Neubau oder gut saniert, niedrige Vorlauftemperatur, enge Grundstücke und eine Installation samt Förderantrag noch 2026/2027 kann die 7400i dank Preis und Laufruhe netto die günstigere Wahl sein. Wer dagegen Zukunftssicherheit, den maximalen Förder- und Wiederverkaufswert oder eine Installation ab 2028 anstrebt, sollte konsequent zur 5800i AW oder 6800i AW mit natürlichem Kältemittel greifen. Grundsätzliches zur empfohlenen Technik erklärt der Ratgeber zur Propan-Wärmepumpe mit R290.
Lautstärke: Die "Silent Queen" im Reihenhaus
Wo die 7400i wirklich glänzt, ist der Schallpegel. Die Schallleistung liegt bei maximal 54 dB(A) tagsüber und 48 dB(A) nachts. Entscheidend für die Genehmigung ist aber der Schalldruck am Nachbargrundstück: In rund 2,9 m Abstand sind es etwa 35 dB(A), im Silent-Modus sogar nur 31 bis 33 dB(A) in etwa 3 m Entfernung. Zum Einordnen: Ein Flüstern liegt bei rund 30 dB(A).
In der Praxis ist die 7400i damit häufig die einzige Wärmepumpe, die sich in dicht bebauten Reihenhaus-Siedlungen überhaupt genehmigen lässt, ohne dass aufwendige Schallschutzmaßnahmen nötig werden. Kombiniert mit dem Vorteil des nicht brennbaren R410A – keine Flammbarkeits-Sicherheitsabstände rund um die Außeneinheit – kann sie bei sehr beengten Grundstücken sogar aufstellungstechnisch punkten, wo eine Propan-Wärmepumpe an den Abstandsregeln scheitert. Welche Grenzwerte und Abstände im Reihenhaus konkret gelten, zeigt der Ratgeber zur Wärmepumpe im Reihenhaus.
Baugleiche Buderus-Schwester: Angebote vergleichen
Wie bei allen Bosch-Wärmepumpen gilt auch hier: Die 7400i AW hat innerhalb des Konzerns eine weitgehend baugleiche Buderus-Schwester. Technik, Außeneinheit und Kennwerte sind praktisch identisch, nur Marke, Typenbezeichnung und teils die Ersatzteil-Nummern unterscheiden sich. Für Sie heißt das: Holen Sie ruhig Angebote für dasselbe Gerät unter beiden Marken ein, denn die Straßenpreise können je nach Fachbetrieb unterschiedlich ausfallen. Details dazu, wie eng die beiden Marken zusammenhängen, lesen Sie im Vergleich Bosch oder Buderus Wärmepumpe.
Für wen lohnt sich die 7400i AW – und für wen nicht?
Fassen wir die Bewertung ehrlich und ausgewogen zusammen.
Dafür spricht:
- Sehr niedriger Einstandspreis dank 42–52 % Rabatt gegenüber UVP.
- Spitzeneffizienz mit SCOP bis 5,1, COP 5,0 (A7/W35) und A+++.
- Außergewöhnlich leise (Silent-Modus 31–33 dB(A)) – ideal für enge Wohngebiete.
- Nicht brennbares Kältemittel (A1): keine Flammbarkeits-Abstände, flexible Aufstellung.
- Sofort verfügbar – kein Warten auf Liefertermine der gefragten R290-Modelle.
Dagegen spricht – meine ehrlichen Kritikpunkte:
- Kältemittel R410A (GWP 2.088) ist ein hoch klimaschädliches, synthetisches F-Gas – ökologisch das Gegenteil der natürlichen R290-Modelle (GWP 3).
- Förder-Stopp ab 01.01.2028: R410A-Geräte sind dann gar nicht mehr BEG-förderfähig. Wer erst 2028 beantragt oder installiert, verliert bis zu 21.000 € Zuschuss – der Rabatt wird zur Falle.
- Schon 2026/2027 fehlt der 5-%-Effizienzbonus für natürliche Kältemittel: 50 % statt 55 % Förderung, also rund 1.500 € weniger auf 30.000 €.
- Auslaufmodell: Ab 2027 darf die 7400i nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden – es sind Restbestände, der Ersatzteil- und Service-Horizont ist endlich.
- R410A wird durch den EU-Phase-down knapper und teurer – Nachfüllung und Reparaturen können über die Lebensdauer spürbar teurer werden.
- Maximale Vorlauftemperatur nur 62 °C: für unsanierte Altbauten mit hohem Bedarf grenzwertig (die 6800i AW schafft 75 °C).
- Nur 5 und 7 kW – keine größeren Leistungsstufen für große oder schlecht gedämmte Häuser.
- Geringerer Wiederverkaufs- und Restwert; beim späteren Hausverkauf kann das "veraltete" Kältemittel zum Argument gegen Sie werden.
Wovon ich klar abrate: die 7400i für einen unsanierten Altbau mit hohem Wärmebedarf, für ein großes Haus mit mehr als 7 kW Leistungsbedarf oder für jedes Projekt, dessen Installation und Förderantrag nicht sicher noch 2026/2027 abgeschlossen sind. In all diesen Fällen überwiegen die Nachteile den Preisvorteil deutlich.
Häufige Fragen (FAQ)
Welches Kältemittel nutzt die Bosch Compress 7400i AW und warum ist das ein Problem?
Die 7400i AW arbeitet mit R410A, einem synthetischen F-Gas mit einem GWP von 2.088. Bei einer Füllmenge von rund 1,75 kg entspricht das etwa 3,65 Tonnen CO₂-Äquivalent, falls das Kältemittel entweicht. Das Problem ist nicht der Betrieb selbst, sondern die Regulierung: R410A verliert ab 2028 die Förderfähigkeit, und die EU drängt es durch die F-Gas-Verordnung schrittweise aus dem Markt. Die natürlichen R290-Modelle (GWP 3) sind hier klar zukunftssicherer.
Wird die Bosch Compress 7400i AW 2026/2027 noch gefördert – und was ändert sich 2028?
In den Jahren 2026 und 2027 ist die 7400i weiterhin über die BEG (KfW 458) förderfähig – allerdings ohne den 5-%-Effizienzbonus für natürliche Kältemittel. Ein typischer Selbstnutzer erreicht damit rund 50 % statt 55 % Förderung. Ab dem 01.01.2028 sind nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln förderfähig; die 7400i bekäme dann 0 % Zuschuss. Der Förderantrag und die Installation müssen also zwingend noch 2026 oder 2027 erfolgen.
Warum ist die Bosch Compress 7400i AW gerade so stark rabattiert?
Weil sie ein Auslaufmodell ist. Die EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573 verbietet ab dem 01.01.2027 das Inverkehrbringen neuer Monoblock-Wärmepumpen mit Kältemitteln über GWP 150 – das betrifft R410A direkt. Bosch verkauft die 7400i deshalb jetzt als Restbestand mit 42 bis 52 % Rabatt ab, bevor das Verkaufsverbot greift. Der niedrige Preis ist also kein reiner Kundenvorteil, sondern Ausdruck des nahenden Marktendes dieser Technik.
Darf ich eine R410A-Wärmepumpe wie die 7400i AW überhaupt noch kaufen und dauerhaft betreiben?
Ja. Die kommenden Verbote betreffen nur das Inverkehrbringen, also Herstellung und Verkauf neuer Geräte. Für bereits installierte R410A-Wärmepumpen gilt ein unbefristeter Bestandsschutz: Sie dürfen dauerhaft weiterbetrieben und gewartet werden. Wer die 7400i also 2026 oder 2027 kauft und installiert, muss keine Betriebseinschränkung befürchten – lediglich Nachfüllung und Reparatur können über die Jahre teurer werden, weil die R410A-Mengen sinken.
Wie laut ist die Bosch Compress 7400i AW und ist sie im Reihenhaus genehmigungsfähig?
Die 7400i gehört zu den leisesten Luft-Wasser-Wärmepumpen überhaupt. Der Schalldruck liegt bei etwa 35 dB(A) in 2,9 m Abstand, im Silent-Modus bei nur 31 bis 33 dB(A) in rund 3 m – kaum lauter als ein Flüstern. Gerade in engen Reihenhaus-Siedlungen ist sie dadurch oft die einzige genehmigungsfähige Wärmepumpe. Zusätzlich entfallen dank des nicht brennbaren R410A die Flammbarkeits-Sicherheitsabstände, die bei Propan-Geräten die Aufstellung erschweren können.
Welche Vorlauftemperatur erreicht die 7400i AW – reicht das für einen Altbau?
Die maximale Vorlauftemperatur beträgt 62 °C. Für Neubauten, gut gedämmte Häuser und modernisierte Altbauten mit ausreichend dimensionierten Heizkörpern oder Fußbodenheizung reicht das problemlos. Für unsanierte Altbauten mit alten, klein dimensionierten Radiatoren und hohem Wärmebedarf ist der Wert dagegen grenzwertig. Hier ist die R290-Schwester 6800i AW mit bis zu 75 °C die passendere Wahl.
Was ist der Unterschied zwischen der 7400i AW (R410A) und der 5800i/6800i AW (R290)?
Der zentrale Unterschied ist das Kältemittel: Die 5800i und 6800i AW nutzen natürliches Propan (R290, GWP 3), die 7400i das synthetische R410A (GWP 2.088). Daraus folgt alles Weitere: Die R290-Modelle bleiben auch nach 2028 förderfähig, sichern den 5-%-Effizienzbonus und sind zukunftssicher. Die 6800i erreicht zudem 75 °C Vorlauf statt 62 °C. Die 7400i punktet dafür mit dem stark rabattierten Restbestandspreis und der einfacheren Aufstellung dank nicht brennbarem Kältemittel.
Was kostet die Bosch Compress 7400i AW im Abverkauf?
Die reine 5-kW-Außeneinheit (CS7400iAW 5 OR-S) startet im Fachhandel-Abverkauf bei rund 4.198 € statt 8.770,30 € UVP – ein Rabatt von etwa 52 %. Komplettpakete mit Kompaktmodul oder Speicher liegen je nach Ausstattung zwischen 8.749 € und 9.659 € (5 kW) beziehungsweise bis 11.009 € (7 kW). Hinzu kommen Installation, Hydraulik, Speicher und Inbetriebnahme, sodass ein fertig installiertes System vor Förderung im mittleren fünfstelligen Bereich liegt.
Lohnt sich die Bosch Compress 7400i AW als Schnäppchen trotz R410A?
Das hängt ausschließlich von Ihrem Zeitplan und Gebäude ab. Für Neubau oder gut saniert, niedrige Vorlauftemperatur, ein enges Grundstück und eine Installation samt Förderantrag noch 2026/2027 kann die 7400i netto die günstigere Wahl sein – der Geräte-Rabatt übersteigt den fehlenden 5-%-Bonus deutlich. Sobald Sie aber erst 2028 planen, einen unsanierten Altbau mit hohem Bedarf haben oder Wert auf Zukunftssicherheit und Wiederverkaufswert legen, überwiegen die Nachteile klar, und ein R290-Gerät ist die bessere Entscheidung.
Nächster Schritt: Passt die 7400i AW zu Ihrem Gebäude?
Ob sich das R410A-Schnäppchen für Sie tatsächlich rechnet oder ob ein zukunftssicheres R290-Gerät unter dem Strich günstiger kommt, hängt von Ihrem Gebäude, dem Sanierungszustand, der nötigen Vorlauftemperatur und vor allem von Ihrem Zeitplan bis 2028 ab. Pauschale Empfehlungen ersetzen diese Abwägung nicht. Mit reduco analysieren Sie Ihr Haus in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einordnung, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Gebäude passt – inklusive Fördermittelberechnung und einer ehrlichen Gegenüberstellung von Geräte-Rabatt und drohendem Förderausfall.
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