Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Kosten 2026, 46 % Förderung
Ölheizung raus, Wärmepumpe rein: was die Umrüstung nach Haustyp kostet, warum 46 % Förderung nur bis 31.01.2027 gelten und wann Ihr Haus nicht geeignet ist.
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Hendrik Stotz
5. September 2026
Hendrik ist zertifizierter Energieeffizienz-Experte und bringt durch seinen Bachelor of Engineering und Master of Science tiefe Expertise in den Bereichen Sanierung und Gebäudeenergiesysteme mit sich. Seit fast 7 Jahren beschäftigt er sich angefangen bei Bosch Building Technologies mit Gebäudetechnik und verfolgt mit Reduco die Mission, so viele Eigentümer, Berater und Installateure wie möglich bei der Planung von wirtschaftlich sinnvollen Sanierungen zu unterstützen.

Das Wichtigste in Kürze
- Gesamtkosten: Die komplette Umrüstung kostet im Einfamilienhaus rund 29.000–41.000 € brutto je nach Haustyp, inklusive Öltank-Rückbau. Für eine 10-kW-Wärmepumpe im Bestand belegt das Fraunhofer ISE eine Spanne von 28.500–42.800 € (ohne Tank).
- Eigenanteil: Im Standardfall greifen 46 % Förderung (30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus) = 12.880 € Zuschuss. Im 150-m²-Haus bleiben damit rund 22.120 €, mit Einkommensbonus und 80-%-Deckel nur 12.600 €.
- Öl-Sondervorteil: Der Klimageschwindigkeitsbonus gilt beim Ölkessel ohne Altersgrenze. Bei einer Gasheizung setzt die KfW mindestens 20 Betriebsjahre voraus.
- Frist 31.01.2027: Danach sinken drei Stellschrauben gleichzeitig. Aus 12.880 € Zuschuss werden 11.445 € (EU-Gerät) beziehungsweise 7.358 €, falls der geplante Wertschöpfungsbonus die Grundförderung für Nicht-EU-Geräte halbiert.
- Öltank: Für die Förderung genügt die Stilllegung, der Ausbau ist freiwillig und trotzdem förderfähig. Arbeiten darf nur ein Fachbetrieb nach AwSV. Marktspanne: 800–1.500 € für den Kellertank, 1.800–4.000 € für den Erdtank.
- Break-even über 15 Jahre: Die geförderte Wärmepumpe schlägt einen neuen Ölkessel ab einem dauerhaften Heizölpreis von rund 1,13 €/l. Aktuell liegt er bei 1,40 €/l, im Zehnjahresschnitt bei 0,84 €/l.
Wer eine funktionierende Ölheizung gegen eine Wärmepumpe tauscht, zahlt 2026 im Einfamilienhaus brutto rund 29.000–41.000 € und bekommt davon im Normalfall 46 % zurück, weil beim Ölkessel neben der Grundförderung auch der Klimageschwindigkeitsbonus greift. Entscheidend für die Rechnung sind drei Dinge, die auf den meisten Ratgeberseiten fehlen: Der Förderdeckel liegt seit dem 21.07.2026 bei 28.000 € förderfähigen Kosten, der Öltank-Rückbau zählt zwar in diesen Deckel hinein, hebt ihn aber nicht an, und ab dem 1. Februar 2027 fällt der Zuschuss spürbar. Dieser Ratgeber rechnet die Umrüstung Position für Position durch, nach Haustyp und nach Einkommensfall. Die Rechtslage rund um Weiterbetrieb und Verbot behandelt der Ratgeber zur Austauschpflicht für Ölheizungen, den Überblick über Pellets, Fernwärme und Hybrid finden Sie unter alle Alternativen zur Ölheizung.
Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Kosten nach Haustyp (100, 150 und 200 m²)
Die belastbarste Preisquelle für den deutschen Markt ist die Kurzstudie des Fraunhofer ISE zum Vergleich der Wärmeversorgung. Sie weist für eine 10-kW-Wärmepumpe im Einfamilienhaus Investitionskosten von 28.500 bis 42.800 € brutto aus, inklusive Primär- und Sekundärseite sowie gering investiver Maßnahmen wie Heizkörpertausch und Pufferspeicher. Das Referenzgebäude der Studie ist genau der typische Ölhaus-Fall: ein teilsanierter Altbau vor EnEV 2002 mit 150 m² und 30 MWh Wärmebedarf im Jahr.
Der Rückbau der Ölanlage ist in dieser Spanne nicht enthalten. Für 100 und 200 m² gibt es keine zweite gemessene Spanne, deshalb habe ich die 10-kW-Werte anhand der Anlagenleistung skaliert und als abgeleitete Größenordnung gekennzeichnet. Die dritte Spalte ist die eigentliche Steuergröße: Förderfähig sind pro Wohneinheit maximal 28.000 €, alles darüber zahlen Sie voll.
| Haustyp (Ölhaus, teilsaniert) | Wärmepumpe (Leistung) | Investition brutto | Öltank-Rückbau | Gesamt brutto | Förderfähig (Deckel) |
|---|---|---|---|---|---|
| 100 m², ca. 20.000 kWh | 6–8 kW | 24.000–36.000 € (abgeleitet) | 800–4.000 € | ca. 29.000 € | 28.000 € |
| 150 m², ca. 30.000 kWh | 10 kW | 28.500–42.800 € (ISE, belegt) | 800–4.000 € | ca. 35.000 € | 28.000 € |
| 200 m², ca. 40.000 kWh | 12–14 kW | 32.000–48.000 € (abgeleitet) | 800–4.000 € | ca. 41.000 € | 28.000 € |
Quellen: Fraunhofer ISE, Kurzstudie Vergleich Wärmeversorgung (Bruttopreise Q4/2025); Öltank-Spanne als Marktspanne ohne amtliche Quelle. Die Spalte „Gesamt brutto" ist der Rechenfall, mit dem ich im Folgenden weiterarbeite.
Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens: Schon das kleinste Haus reißt den Förderdeckel von 28.000 €. Zweitens: Der Abstand zwischen 100 und 200 m² beträgt nur rund 12.000 €, weil der Aufwand für Hydraulik, Elektrik und Rückbau fast unabhängig von der Hausgröße anfällt. Flächenscharfe Vergleichswerte für 100, 150 und 200 m² sowie die Aufteilung nach Wärmepumpen-Typ finden Sie im Ratgeber zu Kosten und Förderung der Wärmepumpe.
Was die Umrüstung im Detail kostet: Wärmepumpe, Heizkörper, Elektrik und Öltank
Die Gesamtsumme setzt sich aus zehn Positionen zusammen, von denen im Angebot selten alle sauber getrennt ausgewiesen werden. Die folgenden Spannen stammen aus Angeboten und dem geprüften Bestand dieser Seite, nicht aus einer amtlichen Quelle. Belegt ist dagegen die letzte Spalte: Das KfW-Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen nennt die Entsorgung eines alten Öl- oder Gastanks, den Ausbau des alten Wärmeerzeugers samt Sonderabfällen, Niedertemperaturheizkörper mit Vorlauftemperatur bis 55 °C, Pufferspeicher, Flächenheizungen inklusive Estrich sowie notwendige Elektroarbeiten ausdrücklich als förderfähig.
| Position | Marktspanne | In die 28.000 € einrechenbar |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gerät) | 9.000–18.000 € | ja |
| Montage, Hydraulik, Inbetriebnahme | 5.000–9.000 € | ja |
| Puffer- und Warmwasserspeicher | 1.500–3.500 € | ja |
| Elektroanschluss, Zählerplatz, Steuerung | 1.000–3.000 € | ja |
| Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich | 500–1.500 € | ja |
| Anpassung kritischer Heizkörper (2–5 Stück) | 2.000–5.000 € | ja |
| Demontage und Entsorgung des Ölkessels | 500–1.500 € | ja (Pflicht für den Bonus) |
| Öltank stilllegen oder ausbauen | 800–4.000 € | ja |
| Restölentsorgung | 150–500 € je 1.000 l | ja |
| Maler- und Bodenarbeiten im Heizraum | 300–1.500 € | ja (Umfeldmaßnahme) |
Und jetzt der Haken, den kaum jemand dazusagt: Dass all diese Positionen förderfähig sind, hebt den Deckel nicht an. Wer allein mit Gerät, Montage und Speicher bereits bei 28.000 € liegt, bekommt für Tankrückbau, Heizkörper und Malerarbeiten rechnerisch keinen Cent zusätzlich. Der Satz „der Öltank wird mitgefördert" stimmt formal und ist für die meisten Einfamilienhäuser trotzdem wirkungslos.
Praktisch heißt das: Prüfen Sie im Angebot, ob nicht förderfähige Positionen versehentlich in die Förderrechnung gerutscht sind. Nicht förderfähig sind laut KfW-Infoblatt unter anderem die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks sowie Außenanlagen. Ob der Tausch einzelner Heizkörper überhaupt nötig ist, entscheidet die Heizlastberechnung und nicht das Bauchgefühl des Monteurs. In vielen Ölhäusern sind die Heizkörper von 1975 bewusst großzügig dimensioniert und laufen ohne Tausch mit niedriger Vorlauftemperatur, wie der Ratgeber zur Wärmepumpe mit vorhandenen Heizkörpern im Altbau zeigt.
Förderung für den Ölheizungstausch 2026: 46 % im Standardfall, bis zu 22.400 €
Beim Ölkessel ist die Förderung besonders gut, und der Grund ist eine Detailregel, die viele übersehen. Der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % gilt laut KfW-Infoblatt für den Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- und Nachtspeicherheizungen ausdrücklich ohne Anforderung an den Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Bei einer normalen Gasheizung dagegen verlangt die KfW mindestens 20 Betriebsjahre. Wer eine sechs Jahre alte Öl-Brennwertanlage im Keller stehen hat, bekommt den Bonus trotzdem, während der Nachbar mit der zehn Jahre alten Gastherme leer ausgeht. Wie sich das im Gasfall rechnet, steht im Parallelratgeber Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten.
Die Bausteine der KfW-458-Heizungsförderung im Überblick, alle Werte aus dem Merkblatt zum Zuschuss 458:
| Baustein | Satz | Bedingung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | förderfähige Wärmepumpe, Antrag über die KfW |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | funktionstüchtige Ölheizung, fachgerechte Demontage und Entsorgung, nur selbstgenutzte Wohneinheit |
| Einkommensbonus | 40 / 30 / 10 % | zvE bis 30.000 / 40.000 / 50.000 €, nur Selbstnutzer |
| Familienzuschlag | zvE −10.000 € | einmalig und pauschal, Kind unter 18 und kindergeldberechtigt im Haushalt |
| Deckel | 70 % bzw. 80 % | 80 % nur bei zvE bis 30.000 € (mit Familienzuschlag bis 40.000 €) |
| Förderfähige Kosten | 28.000 € | erste Wohneinheit; 15.000 € je 2.–6. WE, 8.000 € ab der 7. |
Der Effizienzbonus von 5 % und der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € sind zum 21.07.2026 ersatzlos entfallen. Wenn eine Seite Ihnen noch 20 % Klimageschwindigkeitsbonus, 30.000 € Höchstkosten oder die BAFA als Bewilligungsstelle nennt, rechnet sie mit Zahlen, die seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr gelten. Das Ergebnis wäre eine zu klein kalkulierte oder abgelehnte Förderung.
Eigenanteil nach Haustyp und Einkommensfall
Jetzt die Rechnung, die im Netz nirgends steht: Was bleibt nach Abzug der Förderung tatsächlich übrig? Grundlage sind die Gesamtkosten aus der ersten Tabelle und förderfähige Kosten von 28.000 €.
| Förderfall | Fördersatz | Zuschuss | Eigenanteil 100 m² (29.000 €) | Eigenanteil 150 m² (35.000 €) | Eigenanteil 200 m² (41.000 €) |
|---|---|---|---|---|---|
| Standardfall, zvE über 50.000 € | 46 % | 12.880 € | 16.120 € | 22.120 € | 28.120 € |
| zvE über 40.000 bis 50.000 € | 56 % | 15.680 € | 13.320 € | 19.320 € | 25.320 € |
| zvE über 30.000 bis 40.000 € (76 %, auf 70 % gekappt) | 70 % | 19.600 € | 9.400 € | 15.400 € | 21.400 € |
| zvE bis 30.000 € (86 %, auf 80 % gekappt) | 80 % | 22.400 € | 6.600 € | 12.600 € | 18.600 € |
Zwei Anmerkungen zur Ehrlichkeit dieser Tabelle. Erstens greifen Einkommensbonus und Familienzuschlag nur für Selbstnutzer und nur für die selbst bewohnte Wohneinheit, für vermietete Objekte bleibt es bei 46 %. Zweitens ist die Kappung real: Rechnerisch ergäben 30 + 16 + 40 Prozentpunkte 86 %, ausgezahlt werden maximal 80 %. Nachgewiesen wird das zu versteuernde Einkommen über die Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang, maßgeblich ist der Durchschnitt aus beiden Jahren.
Wer die Förderung nicht bekommt oder nicht will, kann stattdessen den Steuerbonus nach § 35c EStG nutzen: 7 % im Jahr des Abschlusses, 7 % im Folgejahr und 6 % im dritten Jahr, zusammen 20 % und höchstens 40.000 € je Objekt. Voraussetzung ist ein über zehn Jahre altes, ausschließlich selbst bewohntes Gebäude. Beides zusammen geht für dieselbe Maßnahme nicht, und bei 28.000 € förderfähigen Kosten ist der KfW-Zuschuss mit 12.880 € deutlich stärker als 20 % Steuerermäßigung über drei Jahre.
Warum der Ölheizungstausch bis zum 31. Januar 2027 deutlich günstiger ist
Maßgeblich ist nicht der Einbautermin, sondern der Zeitpunkt der Antragstellung. Und zum 1. Februar 2027 bewegen sich drei Stellschrauben gleichzeitig nach unten.
Erstens sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus laut KfW-Merkblatt 458 erstmalig zum 01.02.2027 und danach halbjährlich zum 1. Februar und 1. August um jeweils 4 Prozentpunkte: 16 %, dann 12 %, 8 %, 4 % und ab dem 01.08.2028 gar nichts mehr. Zweitens fällt der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit ab dem 01.02.2027 halbjährlich um 750 € und liegt dann bei 27.250 €. Drittens kündigt die KfW für das erste Quartal 2027 einen Wertschöpfungsbonus an: Für Wärmepumpen, die innerhalb der EU gefertigt oder zusammengebaut wurden, bleibt die Grundförderung bei 30 %, für Geräte von außerhalb der EU sinkt sie auf 15 %. Das ist bislang eine Ankündigung und noch keine geltende Regel. Planen Sie es als Risiko ein, nicht als Fakt.
| Antragstellung | Fördersatz | Förderfähige Kosten | Zuschuss im Standardfall |
|---|---|---|---|
| bis 31.01.2027 | 46 % | 28.000 € | 12.880 € |
| ab 01.02.2027, EU-Gerät | 42 % | 27.250 € | 11.445 € |
| ab 01.02.2027, Nicht-EU-Gerät (falls Wertschöpfungsbonus kommt) | 27 % | 27.250 € | 7.358 € |
| ab 01.08.2028 | 30 % | 25.000 € | 7.500 € |
Der Unterschied beträgt also 1.435 € im günstigen Fall und 5.522 €, falls das Gerät nicht aus EU-Produktion stammt. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein sehr konkreter Grund, den Antrag nicht ins nächste Frühjahr zu schieben. Wer ohnehin im Winter 2026/27 entscheidet, sollte den Antrag also vor dem Stichtag einreichen und nicht auf das Frühjahrsangebot warten.
Wichtig für die Reihenfolge: Sie schließen zuerst einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung in Bezug auf die KfW-Zusage ab und stellen erst danach den Antrag im KfW-Portal. Nach der Zusage haben Sie 36 Monate Zeit, das Vorhaben abzuschließen. Ein Vertrag ohne diese Klausel gilt als Vorhabenbeginn und kostet die komplette Förderung.
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Ölheizung auf Wärmepumpe umstellen: Ablauf, Dauer und wer welchen Schritt macht
Vom ersten Gedanken bis zur Auszahlung vergehen typischerweise drei bis sechs Monate. Die eigentliche Bauzeit im Haus beträgt davon nur ein bis zwei Wochen. Die längsten Posten sind Angebotseinholung und Nachweisverfahren, also genau die Schritte, die Sie selbst beschleunigen können.
| Schritt | Was passiert | Dauer | Wer macht es |
|---|---|---|---|
| Bestandsaufnahme | Schornsteinfegerprotokoll, Typenschild des Kessels, Öl-Abrechnungen der letzten drei Jahre, Tankart und Tankvolumen erfassen | 1 Tag | Sie selbst |
| Vorlauftemperatur-Test | Heizkurve an einem kalten Tag so absenken, dass höchstens 55 °C anliegen, und prüfen, ob alle Räume warm werden | 1–2 Wochen Heizperiode | Sie selbst |
| Heizlast und Heizkörper | Raumweise Heizlastberechnung, Abgleich mit den vorhandenen Heizkörperflächen, Liste der kritischen Räume | 1–2 Wochen | Fachbetrieb oder Energieberater |
| Angebote einholen | Mindestens drei Angebote auf identischer Grundlage, inklusive Tankrückbau und Elektrik | 2–6 Wochen | Sie selbst |
| Vertrag und BzA | Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung, Bestätigung zum Antrag ausstellen lassen | 1 Woche | Fachbetrieb oder Energieberater |
| Förderantrag | Registrierung im Portal „Meine KfW", Online-Antrag, Zusage abwarten | 1 Tag plus Bearbeitungszeit | Sie selbst |
| Rückbau der Ölanlage | Restöl absaugen, Kessel demontieren und entsorgen, Tank reinigen und stilllegen oder ausbauen | 1–3 Tage | Fachbetrieb nach AwSV |
| Einbau der Wärmepumpe | Außeneinheit setzen, Hydraulik und Speicher anschließen, Elektrik und Steuerung, Inbetriebnahme | 2–4 Tage | Heizungsbauer und Elektriker |
| Optimierung | Hydraulischer Abgleich, Heizkurve einstellen, Nachjustierung in der ersten Heizperiode | 1 Tag plus eine Saison | Fachbetrieb |
| Nachweise und Auszahlung | Bestätigung nach Durchführung, Rechnungen einreichen, Auszahlung beantragen | 4–8 Wochen | Sie selbst |
Der Schritt, den fast alle unterschätzen, ist der Vorlauftemperatur-Test. Er kostet nichts, dauert eine kalte Woche und beantwortet die einzige Frage, an der die ganze Umrüstung hängt. Die Verbraucherzentrale formuliert die Faustregel so: Ein Gebäude ist geeignet, wenn die Vorlauftemperatur der Heizung ganzjährig unter 55 Grad Celsius liegt. Oft reiche es, wenige zu kleine Heizkörper auszutauschen. Wie Sie die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe systematisch senken, steht im eigenen Ratgeber dazu.
Ein zweiter Punkt aus der Praxis: Legen Sie den Rückbau der Ölanlage und den Einbau der Wärmepumpe in dieselbe Woche, aber lassen Sie sich beides getrennt ausweisen. Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt laut KfW-Infoblatt eine fachgerechte Demontage und Entsorgung der ausgetauschten Heizung voraus, und der Nachweis dafür ist die Rechnung. Außerdem gilt: Nach dem Austausch dürfen die versorgten Wohneinheiten nicht mehr von fossilen Heizungen im Gebäude oder gebäudenah versorgt werden. Ein Öl-Hybrid mit weiterlaufendem Kessel schließt den Bonus also aus.
Öltank stilllegen und entsorgen: Pflichten und Kosten beim Heizungstausch
Der Öltank ist der Posten, der Ölhäuser vom Gasfall unterscheidet, und er ist rechtlich klar geregelt. Nach § 45 AwSV dürfen Heizölverbraucheranlagen der Gefährdungsstufen B, C und D nur von Fachbetrieben errichtet, von innen gereinigt, instand gesetzt und stillgelegt werden. Weil Heizöl EL der Wassergefährdungsklasse 2 zugeordnet ist, liegt praktisch jeder Haustank über 1.000 Liter bereits in Stufe B. Rückbau in Eigenregie ist damit ausgeschlossen, auch beim scheinbar harmlosen Kellertank. Bei der Stilllegung sind nach § 17 AwSV die wassergefährdenden Stoffe zu entfernen, soweit technisch möglich, und die Anlage ist gegen missbräuchliche Nutzung zu sichern.
Für die Förderung ist die Abgrenzung wichtig: Nachzuweisen ist die Demontage und Entsorgung des Wärmeerzeugers, also des Kessels. Für den Tank genügt die Stilllegung. Der vollständige Ausbau ist freiwillig, als Umfeldmaßnahme aber ebenfalls förderfähig, wenn Sie ihn beauftragen.
| Tankart | Maßnahme | Marktspanne |
|---|---|---|
| Kellertank (Stahl oder Kunststoff) | reinigen und stilllegen | ab ca. 700 € |
| Kellertank | reinigen, demontieren, entsorgen | 800–1.500 € |
| Erdtank | reinigen und verfüllen oder ausbauen | 1.800–4.000 € |
| Erdtank mit Bodenverdacht | zusätzlich Bodengutachten und Sanierung | bis 6.000 € |
| Restheizöl | Absaugen und Entsorgung | 150–500 € je 1.000 l |
Diese Werte sind Marktspannen ohne amtliche Quelle. Weder Verbraucherzentrale noch KfW nennen Eurobeträge für den Tankrückbau, deshalb finden Sie sie hier bewusst als Spanne und nicht als vermeintlich exakten Preis. Die vollständige Herleitung samt Sonderfällen steht im Detailratgeber Öltank entsorgen: Kosten.
Ein Argument, das in keiner Kostentabelle auftaucht, aber jeden Kellerbesitzer betrifft: Ein 3.000-Liter-Batterietank belegt mitsamt Auffangwanne und Wartungsabstand schnell 6 bis 10 m². Dieser Raum wird nach dem Rückbau frei, während die Wärmepumpe nur einen Bruchteil davon braucht. Wer Restöl im Tank hat, verkauft es üblicherweise nicht, sondern lässt es beim Rückbau absaugen. Ein sehr niedriger Tankstand zum Zeitpunkt der Umrüstung senkt diese Position spürbar. Es lohnt sich also, im Frühjahr nicht mehr voll zu tanken, wenn der Wechsel im Sommer geplant ist.
Ölheizung erneuern oder Wärmepumpe einbauen? Vollkosten über 15 Jahre
Die ehrliche Vergleichsfrage lautet nicht „Ölheizung behalten oder tauschen", sondern: Was passiert, wenn der alte Kessel ohnehin ersetzt werden muss? Dann steht eine neue Öl-Brennwertheizung gegen eine Wärmepumpe, und beide kosten Geld. Ich rechne mit offen ausgewiesenen Annahmen, damit Sie jede Zahl nachvollziehen können.
Annahmen: Einfamilienhaus mit 2.000 l Heizöl im Jahr, also 20.000 kWh Endenergie. Dieser Verbrauch liegt bewusst unter dem ISE-Referenzgebäude mit 30 MWh Wärmebedarf, denn ein hoher Ölverbrauch macht die Rechnung automatisch günstiger für die Wärmepumpe. Kesselnutzungsgrad 90 %, daraus 18.000 kWh Nutzwärme. Für die Wärmepumpe rechne ich mit der gemessenen Jahresarbeitszahl von 3,4 im Bestand, also 5.294 kWh Strom. Der Strompreis von 34,87 ct/kWh ist der Fixpreis für Haushaltsneukunden im Januar 2026 und damit eine konservative Obergrenze, weil Wärmepumpen über § 14a EnWG ein reduziertes Netzentgelt bekommen. Wartung und Instandhaltung setze ich für beide Systeme mit 500 €/Jahr an, wie in der ISE-Kurzstudie. Die Investition für den neuen Ölkessel liegt bei 16.000 €, gestützt auf die ISE-Spanne von 11.400–20.400 € für einen 10-kW-Gasbrennwertkessel plus Tank.
| Position (15 Jahre) | Wärmepumpe, 46 % Förderung | Neue Öl-Brennwertheizung |
|---|---|---|
| Investition brutto | 35.000 € | 16.000 € |
| Förderung | −12.880 € | 0 € |
| Eigenanteil | 22.120 € | 16.000 € |
| Energie, Szenario heutiger Preis | 27.690 € (Strom, 34,87 ct/kWh) | 42.050 € (Öl, 1,40 €/l) |
| Energie, Szenario Zehnjahresschnitt | 27.690 € | 25.160 € (Öl, 0,84 €/l) |
| Wartung und Instandhaltung | 7.500 € | 7.500 € |
| Summe bei heutigem Ölpreis | 57.310 € | 65.550 € |
| Summe beim Zehnjahresschnitt | 57.310 € | 48.660 € |
| Nicht beziffert | – | Bio-Treppe ab 2029, CO₂-Preis ab 2027 offen |
Das Ergebnis ist unbequemer, als es die meisten Vergleichsseiten darstellen: Beim heutigen Heizölpreis von 1.401,80 € je 1.000 Liter, den die EU-Kommission im Weekly Oil Bulletin für die Preiswoche 31.08.2026 ausweist, spart die Wärmepumpe über 15 Jahre rund 8.200 €. Bliebe Heizöl dagegen dauerhaft auf dem Zehnjahresschnitt der Jahre 2016 bis 2025 von 838,61 € je 1.000 Liter, wäre der neue Ölkessel um rund 8.700 € günstiger. Die entscheidende Größe ist also der Ölpreis, den Sie für die nächsten 15 Jahre erwarten.
Der Break-even lässt sich exakt ausrechnen: Bei einem dauerhaften Heizölpreis oberhalb von rund 1,13 €/l gewinnt die geförderte Wärmepumpe. Mit dem 80-%-Deckel sinkt diese Schwelle auf etwa 0,81 €/l, dann gewinnt sie in jedem der beiden Szenarien. Zur Einordnung: 2026 lag der Preis bisher zwischen 905,00 € (Januar) und 1.530,90 € (April) je 1.000 Liter, im Jahresmittel bei 1.191 €. Das amtliche Preisniveau bestätigt die Richtung: Das Statistische Bundesamt weist für leichtes Heizöl im Juli 2026 ein Plus von 34,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat aus, während Strom im selben Monat 5,3 % billiger wurde.
Zwei Posten fehlen in der Ölspalte bewusst, weil sie sich nicht seriös beziffern lassen, und beide gehen zulasten des Öls. Erstens die Bio-Treppe: Nach § 43 GModG, dem seit dem 29.07.2026 umbenannten Gebäudeenergiegesetz, muss eine nach diesem Stichtag neu eingebaute Öl- oder Gasheizung ab dem 01.01.2029 mindestens 10 % klimaneutrale Brennstoffe nutzen, ab 2030 sind es 15 %, ab 2035 dann 30 %. Für den Bestandskessel gilt die Quote nicht, für Ihren neuen sehr wohl. Was das an der Zapfsäule kostet, hängt von einem Markt für klimaneutrales Heizöl ab, den es heute kaum gibt. Seriös beziffern lässt sich dieser Aufschlag deshalb nicht.
Zweitens der CO₂-Preis. Im heutigen Literpreis stecken bei einem Zertifikatspreis von 60 €/t rund 19 ct/l brutto, bei 2.000 Litern also etwa 380 € im Jahr. Der gesetzliche Korridor von 55 bis 65 € gilt nach § 10 BEHG allerdings nur für das Jahr 2026. Ab 2027 koppelt das Gesetz den Preis an den europäischen Emissionshandel ohne feste Obergrenze, ab 2028 bildet sich der Preis im ETS2 frei am Markt. Jede Verdopplung des CO₂-Preises schlägt mit weiteren rund 19 ct/l durch, also noch einmal etwa 380 € im Jahr. Wärmepumpenstrom ist von diesem Mechanismus nicht betroffen. Die Herleitung der Rechnung finden Sie im Ratgeber zu CO₂-Preis und Heizkosten 2026.
Wann sich die Ölheizung nicht durch eine Wärmepumpe ersetzen lässt
Ein ehrlicher Ratgeber benennt die Fälle, in denen ich abrate. Sie sind selten, aber sie existieren. Arbeiten Sie diese fünf Punkte vor dem ersten Angebot ab.
- Vorlauftemperatur dauerhaft über 55–60 °C. Wenn Ihr Haus im Test bei 55 °C nicht warm wird, ist die Standard-Wärmepumpe die falsche Wahl. Es bleiben zwei Wege: einzelne Heizkörper vergrößern oder ein Hochtemperaturgerät mit R290 einsetzen, das 70–75 °C schafft. Der Preis dafür ist eine Jahresarbeitszahl von nur noch 2 bis 3, was die Stromkosten gegenüber dem Wert aus meiner Rechnung um etwa 15 bis 70 % erhöht.
- Zu hohe Heizlast für die Aufstellsituation. Über etwa 15 kW werden Luft-Wasser-Geräte im Einfamilienhaus laut, groß und teuer. Prüfen Sie vorher, ob eine Teilsanierung der Hülle die Heizlast unter diese Schwelle drückt, statt die Anlage größer zu wählen. Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet und verschlechtert ihre eigene Effizienz.
- Kein Platz für die Außeneinheit. Nötig sind ein tragfähiger Aufstellort mit Abstand zur Grundstücksgrenze, ein freier Luftweg und ausreichender Abstand zum Schlafzimmerfenster des Nachbarn. Enge Reihenhaus-Grundstücke sind hier der klassische Problemfall.
- Stromanschluss nicht ausreichend. Ein alter Hausanschluss mit 35 A und ein voller Zählerschrank können eine Ertüchtigung nötig machen. Fragen Sie das früh beim Netzbetreiber ab, denn Netzanschlussarbeiten außerhalb des Gebäudes sind nicht förderfähig.
- Junger Öl-Brennwertkessel in einem schwer sanierbaren Gebäude. Wer erst vor fünf Jahren investiert hat und ein Haus mit sehr hohem Temperaturbedarf bewohnt, fährt oft besser damit, den Kessel auslaufen zu lassen und die Umrüstung parallel vorzubereiten. Der Klimageschwindigkeitsbonus schmilzt in dieser Zeit allerdings ab, das ist der Preis des Wartens.
Der häufigste Einwand im Ölhaus, „meine alten Heizkörper schaffen das nicht", hält der Messung meist nicht stand. Das Fraunhofer ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen im Bestand vermessen, in Gebäuden der Baujahre 1826 bis 2001 mit 90 bis 370 m² Wohnfläche. Ergebnis: Luft-Wasser-Geräte erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4 bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9, Sole-Wasser-Geräte 4,3. Und ausreichend dimensionierte Heizkörper lassen sich laut Studie mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie eine Fußbodenheizung. Die CO₂-Emissionen der untersuchten Anlagen lagen im Mittel 64 % unter denen einer Gasheizung, gegenüber Öl ist der Abstand noch größer, weil Heizöl je Kilowattstunde rund ein Drittel mehr CO₂ trägt.
Häufige Fragen zur Umrüstung von Ölheizung auf Wärmepumpe
Was kostet es, eine Ölheizung auf eine Wärmepumpe umzurüsten?
Im Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten brutto bei rund 29.000 € (100 m²) bis 41.000 € (200 m²), inklusive Rückbau der Ölanlage. Für eine 10-kW-Wärmepumpe im Bestand belegt das Fraunhofer ISE eine Investitionsspanne von 28.500 bis 42.800 € ohne Tankrückbau. Nach der Standardförderung von 46 % bleiben im 150-m²-Haus rund 22.120 € Eigenanteil, mit Einkommensbonus und 80-%-Deckel nur 12.600 €.
Wie viel Förderung bekomme ich, wenn ich meine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe tausche?
Im Standardfall sind es 46 %: 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, bei 28.000 € förderfähigen Kosten also 12.880 €. Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 50.000 € kommen über den Einkommensbonus auf 56 %, 70 % oder maximal 80 %, das entspricht bis zu 22.400 € Zuschuss. Der Effizienzbonus von 5 % und der Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € sind seit dem 21.07.2026 entfallen.
Muss der Öltank raus, wenn ich auf eine Wärmepumpe umstelle?
Nein. Für die Förderung genügt die fachgerechte Stilllegung des Tanks, nachzuweisen ist nur die Demontage und Entsorgung des Kessels. Der komplette Ausbau ist freiwillig, aber als Umfeldmaßnahme ebenfalls förderfähig. Wichtig: Nach § 45 AwSV dürfen Reinigung und Stilllegung nur Fachbetriebe ausführen, weil praktisch jeder Haustank über 1.000 Liter in die Gefährdungsstufe B fällt.
Wie lange dauert die Umrüstung von Öl auf Wärmepumpe?
Von der Entscheidung bis zur Auszahlung vergehen typischerweise drei bis sechs Monate. Die Arbeiten im Haus dauern nur ein bis zwei Wochen: ein bis drei Tage für Rückbau von Kessel und Tank, zwei bis vier Tage für den Einbau der Wärmepumpe. Den größten Zeitblock machen Angebotseinholung und das Nachweisverfahren aus. Nach der KfW-Zusage haben Sie 36 Monate Zeit, das Vorhaben abzuschließen.
Muss ich alle Heizkörper austauschen, wenn ich die Ölheizung ersetze?
In der Regel nicht. Die Fraunhofer-ISE-Feldmessung im Bestand zeigt, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper mit ähnlich niedrigen Temperaturen laufen wie eine Fußbodenheizung. Meist reicht der Tausch von zwei bis fünf kritischen Heizkörpern in den kältesten Räumen, was in der Praxis 2.000 bis 5.000 € kostet und vollständig förderfähig ist. Welche Räume betroffen sind, klärt die raumweise Heizlastberechnung, nicht das Baujahr.
Funktioniert eine Wärmepumpe in einem unsanierten Altbau mit Ölheizung?
Meistens ja, aber nicht immer. Die Feldstudie des Fraunhofer ISE umfasste Gebäude der Baujahre 1826 bis 2001 und kam bei Luft-Wasser-Geräten auf eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4, mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Der Praxistest ist einfach: Senken Sie an einem kalten Tag die Heizkurve auf maximal 55 °C Vorlauf und prüfen Sie, ob alle Räume warm bleiben. Klappt das nicht, brauchen Sie größere Heizkörper oder ein Hochtemperaturgerät mit entsprechend schlechterer Effizienz.
Lohnt es sich, stattdessen die Ölheizung zu erneuern?
Nur in engen Grenzen. Ein neuer Öl-Brennwertkessel kostet rund 16.000 € ohne jede Förderung und unterliegt ab 2029 der Bio-Treppe nach § 43 GModG mit zunächst 10 % klimaneutralen Brennstoffen. Über 15 Jahre gewinnt die geförderte Wärmepumpe ab einem dauerhaften Heizölpreis von etwa 1,13 €/l, aktuell liegt er bei 1,40 €/l. Bleibt Öl dauerhaft billig, kann der neue Kessel rechnerisch günstiger sein, dann wetten Sie allerdings gegen den CO₂-Preispfad ab 2027.
Bis wann muss ich den Antrag stellen, um noch 16 % Klimageschwindigkeitsbonus zu bekommen?
Bis zum 31.01.2027, denn maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung, nicht der Einbau. Ab dem 01.02.2027 sinkt der Bonus auf 12 %, danach halbjährlich um weitere 4 Prozentpunkte bis auf 0 % ab dem 01.08.2028. Gleichzeitig fällt der Förderhöchstbetrag auf 27.250 €. Im Standardfall werden aus 12.880 € Zuschuss dann 11.445 €.
Was passiert mit dem Restheizöl im Tank?
Es wird beim Rückbau vom Fachbetrieb abgesaugt und entsorgt, üblicherweise für 150 bis 500 € je 1.000 Liter. Ein Weiterverkauf an Nachbarn ist wegen der Gewährleistungs- und Haftungsfragen unüblich. Wenn Sie den Wechsel für den Sommer planen, tanken Sie im Frühjahr nicht mehr voll: Jeder nicht mehr gekaufte Liter spart doppelt, beim Einkauf und bei der Entsorgung.
Nächster Schritt: Was Ihr Haus für die Wärmepumpe braucht
Ob die Umrüstung bei Ihnen 29.000 € oder 41.000 € kostet, hängt an vier Größen: der tatsächlichen Heizlast, der nötigen Vorlauftemperatur, dem Zustand der Heizkörper und der Tanksituation im Keller oder im Garten. Genau diese vier Punkte entscheiden auch darüber, ob der Eigenanteil nach Förderung im fünfstelligen oder im niedrigen fünfstelligen Bereich landet. Pauschale Spannen aus dem Netz ersetzen diese Prüfung nicht. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten auf Basis realer Gebäudedaten und erhalten eine belastbare Einschätzung zu Heizlast, geeigneter Anlagengröße, Fördersumme und Eigenanteil, bevor Sie das erste Angebot einholen.
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