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NIBE oder Stiebel Eltron Wärmepumpe 2026: COP 2,65 vs. 3,25

NIBE S2125 oder Stiebel Eltron WPL-A? Bei −7 °C trennt beide ein COP von 2,65 zu 3,25. Daten, Garantiehaken und Förderung 2026 im ehrlichen Vergleich.

Luft-Wasser-Wärmepumpe vor einem Einfamilienhaus, Vergleich NIBE S2125 und Stiebel Eltron WPL-A

Das Wichtigste in Kürze

  • Der auslegungsrelevante Effizienzvergleich: Bei −7 °C Außentemperatur und 35 °C Vorlauf liefert die NIBE S2125-12 7,23 kW bei einem COP von 2,65, die Stiebel Eltron WPL-A 07.2 Plus 7,09 kW bei einem COP von 3,25. Nahezu gleiche Leistung, rund 23 % Unterschied im Wirkungsgrad zugunsten Stiebel. Bei A2/W35 schrumpft der Abstand auf rund 6 % (4,57 gegen 4,32).
  • Der Prospekt-COP taugt nicht: Beide Marken werben mit COP-Werten um 5,2 bis 5,5 bei A7/W35. Das ist bei Invertergeräten ein Teillastpunkt. Bei NIBE haben die Baugrößen S2125-14, -16 und -20 dort exakt denselben Wert (5,10 kW, COP 5,55) und dieselbe Auslegungsleistung von 11,0 kW. Die Zahl unterscheidet die Geräte also überhaupt nicht.
  • SCOP fast Gleichstand: NIBE 5,00 bis 5,33 (W35), Stiebel in der Plus-Linie 4,89 bis 5,35. Die Normkennzahl bildet den Abstand am kalten Punkt nicht ab.
  • Die teuerste Verwechslung bei Stiebel: Trend und Plus heißen beide WPL-A, unterscheiden sich bei A−7/W35 aber um rund 14 % im COP (3,25 gegen 2,84).
  • Garantie: Beide werben mit sieben Jahren, an völlig unterschiedliche Bedingungen geknüpft. NIBE verlangt Installation durch einen zertifizierten Effizienzpartner plus Dauerverbindung, Stiebel den Komplettbezug aller Hauptkomponenten plus kostenpflichtiges ISG plus Wartung alle zwei Jahre. Ohne ISG bleiben bei Stiebel fünf Jahre.
  • Praxis schlägt Prospekt: Das Fraunhofer ISE misst an Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Diese Streuung ist größer als jeder Markenunterschied in diesem Artikel.

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Update (Stand: 20. August 2026): Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue BEG-Konditionen. Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 28.000 € für die erste Wohneinheit, der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 %, und der Effizienzbonus für natürliche Kältemittel sowie der Emissionsminderungszuschlag sind ersatzlos entfallen. Wer noch mit "5 % extra für R290" rechnet, kalkuliert mit einer Zahl, die es nicht mehr gibt.

NIBE und Stiebel Eltron landen auf vielen Angebotslisten gemeinsam, weil sie sich ähnlich positionieren: Premiumsegment, ausgeprägte Erdwärme-Kompetenz, moderne Invertertechnik und R290 in der Luft-Wasser-Linie. NIBE ist ein schwedischer Spezialist, der in Deutschland als NIBE Systemtechnik GmbH in Celle auftritt; Produktentwicklung und der größte Teil der Fertigung liegen nach eigenen Angaben in Markaryd. Stiebel Eltron hat Hauptsitz und größte Produktionsstätten in Holzminden und unterhält sechs regionale Niederlassungen. Auf der Luft-Wasser-Schiene stehen sich die NIBE S2125 und die Stiebel Eltron WPL-A .2 gegenüber, intern als "wpnext" geführt.

Wer tiefer einsteigen will, findet die komplette NIBE-Modellübersicht mit Preisrahmen und die Stiebel-Eltron-Modellpalette in den jeweiligen Herstellerratgebern. Einen breiteren Marktüberblick liefert der Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.

NIBE S2125-12 vs. Stiebel Eltron WPL-A 07.2 Plus: die Kennwerte

Damit der Vergleich fair bleibt, stehen hier nicht Flaggschiff gegen Einsteiger, sondern zwei Geräte, die bei Auslegungsbedingungen fast identisch viel Wärme liefern: die NIBE S2125-12 mit 7,23 kW bei −7 °C und die Stiebel Eltron WPL-A 07.2 Plus HK 230 mit 7,09 kW im selben Punkt.

Merkmal NIBE S2125-12 Stiebel Eltron WPL-A 07.2 Plus
Kältemittel R290 (Propan), 0,8 kg Füllmenge R290 (Propan), Füllmenge im Datenblatt nicht genannt
GWP-Angabe des Herstellers 0,02 (nach IPCC AR6) im Datenblatt nicht genannt
Heizleistung A7/W35 (EN 14511) 3,67 kW, COP 5,24 3,05 kW, COP 5,50
Heizleistung A2/W35 (EN 14511) 3,67 kW, COP 4,32 3,29 kW, COP 4,57
Heizleistung A−7/W35 7,23 kW, COP 2,65 7,09 kW, COP 3,25
SCOP W35 (mittleres Klima) 5,00 5,09
SCOP W55 (mittleres Klima) 3,80 4,02
Auslegungsleistung P_design 35/55 °C 6,80 / 7,60 kW im Datenblatt nicht ausgewiesen
Raumheizungs-Effizienz ETA_s 195 % (W35), 150 % (W55) Effizienzklasse A+++ (W35 und W55)
Max. Vorlauftemperatur 75 °C im Verdichterbetrieb, 65 °C noch bei −25 °C 75 °C, zugehörige Außentemperatur nicht angegeben
Einsatzgrenze Heizbetrieb −25 bis +40 °C −25 bis +40 °C
Schallleistung (EN 12102) 59 dB(A) bei A7/W45 Volllast, 54 dB(A) im Nachtbetrieb 43 dB(A), Betriebspunkt nicht angegeben
Konnektivität myUplink ohne separat zu kaufendes Gateway, Bedienung über die S-Serie-Regelung ISG Connect nötig, eigenes Produkt mit eigener Bestellnummer
Endkundenpreis vom Hersteller nicht veröffentlicht vom Hersteller nicht veröffentlicht

Quellen: NIBE Produktflyer S2125, Revision M12972 CIL DE 2605-3 (Stand 05/2026) und technisches Datenblatt Stiebel Eltron WPL-A Plus. Die Schallleistungspegel beziehen sich auf unterschiedliche Betriebspunkte und sind deshalb nicht direkt vergleichbar. Stand: August 2026.

Das Muster ist damit früh sichtbar: Stiebel gewinnt die beiden vergleichbaren Effizienzpunkte, NIBE liefert das deutlich vollständigere Datenblatt und die Anbindung ohne Zusatzkauf.

Kältemittel: zweimal R290, aber nur einer nennt eine Zahl

Auf der Luft-Wasser-Schiene gibt es keinen Unterschied. Sowohl die NIBE S2125 als auch beide WPL-A-Linien von Stiebel Eltron arbeiten mit R290, also Propan, einem natürlichen Kältemittel mit sehr geringem Treibhauspotenzial. Die Beschränkungen der F-Gase-Verordnung greifen bei beiden nicht.

Irritierend ist nur die Darstellung. NIBE schreibt für R290 ein GWP von 0,02 in den Flyer und bezieht sich damit auf den Sechsten Sachstandsbericht des IPCC. Die EU-Regulatorik und die meisten Datenblätter rechnen dagegen mit dem älteren Bezugsrahmen, in dem für Propan ein GWP von 3 steht. Stiebel Eltron nennt im Datenblatt überhaupt keinen GWP-Wert, obwohl mit dem natürlichen Kältemittel geworben wird. Wer beide Angaben unbesehen nebeneinanderlegt, könnte glauben, NIBE sei um den Faktor 150 klimafreundlicher. Physikalisch ist es dasselbe Propan im selben Kreislauf. NIBE weist zusätzlich das CO₂-Äquivalent der Füllung mit 0,016 beziehungsweise 0,023 kg aus, je nach Baugröße, also rechnerisch passend zum GWP von 0,02. Warum die Kältemittelfrage trotzdem eine Rolle spielt, ordnet der Beitrag zu R32 und R290 im Vergleich ein.

Wichtig für die Kalkulation: Fördertechnisch ist das Kältemittel seit dem 21. Juli 2026 kein Kriterium mehr. Ältere Vergleichsartikel, die "natürliches Kältemittel gleich fünf Prozent mehr Zuschuss" behaupten, sind schlicht überholt.

Vorlauftemperatur und Altbau: 75 °C stehen bei beiden im Datenblatt

Für unsanierte Gebäude mit klassischen Heizkörpern ist die maximale Vorlauftemperatur oft die entscheidende Frage. Hier geben beide Hersteller 75 °C an, und beide nennen als Einsatzgrenze der Wärmequelle −25 bis +40 °C. Auf dem Papier also Gleichstand.

Der Unterschied liegt in der Belegtiefe. NIBE nennt für die S2125 einen konkreten Stützpunkt: 65 °C Vorlauf noch bei −25 °C Außentemperatur, erreicht im reinen Verdichterbetrieb. Stiebel Eltron nennt die 75 °C als Einsatzgrenze, sagt aber nicht, bei welcher Außentemperatur sie noch anliegen. Das ist ein echter Informationsvorsprung von NIBE, aber kein bewiesener Produktvorteil: Es fehlt schlicht die Gegenangabe, um es zu prüfen. Wer im Altbau plant, sollte sich diesen Punkt vom Fachbetrieb für die konkrete Baugröße schriftlich bestätigen lassen.

Ein häufiges Gerücht lässt sich hier ausräumen: In den öffentlich zugänglichen Garantiebedingungen beider Hersteller findet sich keine Klausel, die die Garantie an eine maximale Vorlauftemperatur koppelt. Das ist ein Negativbefund, keine bestätigte Freigabe, und nicht mit der technischen Einsatzgrenze von 75 °C zu verwechseln.

Die gute Nachricht kommt aus der Forschung. Das Fraunhofer ISE hat 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern im Bestand vermessen und kommt zu dem Ergebnis, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden können wie Flächenheizungen. Eine Korrelation zwischen Baujahr des Gebäudes und Effizienz der Anlage fanden die Forscher nicht. Wer teuer Hochtemperaturreserve einkauft, kauft also oft eine Reserve, die er bei sauberer Auslegung nie abruft. Wie Sie im Bestand vorgehen, beschreibt der Ratgeber zur Wärmepumpe im Altbau.

Effizienz: warum der Prospekt-COP hier nichts entscheidet

Der Teillast-Artefakt

Beide Hersteller führen A7/W35 mit COP-Werten zwischen 5,2 und 5,5 an. Diese Zahl klingt nach Spitzenklasse, beschreibt bei modulierenden Geräten aber einen Teillastpunkt bei milder Witterung, nicht die Leistung bei Auslegungsbedingungen. Die NIBE S2125-8 ist laut Hersteller für eine Gebäudeheizlast von 8 kW empfohlen, liefert im "nominalen" Punkt A7/W35 aber nur 3,15 kW, also rund 40 % Auslastung.

Noch klarer wird es weiter oben in der Baureihe. S2125-14, S2125-16 und S2125-20 stehen bei A7/W35 mit exakt demselben Wert im Flyer, nämlich 5,10 kW und COP 5,55, dazu mit derselben Auslegungsleistung von 11,0 kW bei 35 °C. Erst bei A2 und A−7 trennen sich die drei Geräte. Wer eine Baugröße nach dem Prospekt-COP auswählt, wählt also nach einer Zahl, die drei völlig unterschiedlich starke Maschinen nicht auseinanderhält. Welche Leistung Sie tatsächlich brauchen, klärt eine Heizlastberechnung, nicht das Datenblatt.

Der belastbare Vergleich bei −7 °C

Kennwert NIBE S2125-12 Stiebel WPL-A 07.2 Plus
Heizleistung A−7/W35 7,23 kW 7,09 kW
COP A−7/W35 2,65 3,25
COP A2/W35 4,32 4,57
COP-Bandbreite der Baureihe bei A−7/W35 2,64 bis 2,77 3,11 bis 3,47 (Plus), 2,62 bis 2,86 (Trend)
SCOP W35 5,00 5,09
SCOP W55 3,80 4,02

Quellen: NIBE Produktflyer S2125 (05/2026), Stiebel Eltron technische Datenblätter WPL-A Plus und Trend. COP nach EN 14511, SCOP nach EN 14825, mittleres Klima.

Nahezu identische Wärmeleistung, aber rund 23 % Unterschied im COP zugunsten Stiebel Eltron. Dieser Punkt bestimmt den Stromverbrauch an den kalten Tagen, an denen die Anlage den größten Teil der Jahresarbeit leistet. Bei A2/W35, dem zweiten belastbar vergleichbaren Punkt, liegt Stiebel mit 4,57 gegen 4,32 ebenfalls vorn, allerdings nur noch um rund 6 %.

Eine Einschränkung gehört dazu: Beide berufen sich auf dieselbe Norm EN 14511, ob NIBE bei A−7 volllastbezogen und Stiebel teillastbezogen misst, lässt sich aus den Datenblättern nicht eindeutig ableiten. Der Vergleich ist zulässig, aber kein Laborduell unter identischen Bedingungen. Immerhin hält sich das Bild über die ganze Baureihe: NIBE bleibt bei A−7/W35 zwischen 2,64 und 2,77, die Stiebel-Plus-Linie zwischen 3,11 und 3,47.

Beim SCOP verschwindet dieser Abstand fast. NIBE erreicht 5,00 bis 5,33, Stiebel in der Plus-Linie 4,89 bis 5,35. Auf ein Haus mit 20.000 kWh Wärmebedarf gerechnet, sind das bei SCOP 5,00 rund 4.000 kWh Strom und bei 5,09 rund 3.929 kWh, also etwa 70 kWh im Jahr. Das ist Rauschen. Die Lehre daraus: Die Normkennzahl bildet die Differenz am kalten Punkt nicht ab, und wer Geräte nur nach SCOP sortiert, sortiert nach einer Kennzahl, die den kritischen Betriebsbereich mittelt.

Trend oder Plus: der teuerste Buchstabe im Angebot

Stiebel Eltron führt die WPL-A .2 in zwei Linien mit derselben Typbezeichnung. Der Unterschied ist kein Ausstattungs-, sondern ein Effizienzmerkmal, und er sitzt im auslegungsrelevanten Punkt: Bei A−7/W35 steht die 07.2 Plus bei COP 3,25, die 07.2 Trend bei 2,84, also rund 14 % auseinander. Beim SCOP schrumpft die Differenz auf 5,09 gegen 4,67. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht nur "WPL-A 07.2" lesen, sondern das Wort dahinter. Die Trend-Werte liegen im Kaltpunkt auf NIBE-Niveau, teils darunter.

Der Realitätscheck aus dem Feld

Dieselbe Fraunhofer-Studie misst an 61 Luft-Wasser-Anlagen im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4 bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9; die 16 Sole-Wasser-Anlagen kamen im Mittel auf 4,3 bei einer Spanne von 3,6 bis 5,4. Gegenüber dem Vorgängerprojekt sind das 0,3 beziehungsweise 0,2 mehr. Als Optimierungspotenziale im Anlagenpool nennen die Forscher verbrauchsbezogene Überdimensionierung, bei einigen Anlagen sehr hohe Schalthäufigkeiten und Kombispeicher ohne zuverlässige Trennung der Temperaturniveaus.

Die Feldspanne von 2,6 bis 4,9 ist größer als der gesamte Markenunterschied zwischen NIBE und Stiebel Eltron. Eine sauber geplante NIBE schlägt eine schlecht ausgelegte Stiebel, und umgekehrt. Der COP-Vorsprung von 23 % ist real, aber der zweite Hebel. Der erste ist die Auslegung.

Zur Einordnung unabhängiger Tests: Die Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus HK 400 gehörte zu den fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen, die die Stiftung Warentest für test 10/2025 geprüft hat, veröffentlicht am 23. September 2025. NIBE war in diesem Test nicht vertreten. Ein "Testsieger NIBE oder Stiebel" lässt sich daraus nicht ableiten.

Schall und Aufstellort: die Zahlen sind nicht vergleichbar

Nominell liegen die Volllast-Schallleistungspegel der NIBE S2125 zwischen 55 und 63 dB(A), die der Stiebel WPL-A Plus zwischen 43 und 46 dB(A). Beide messen zwar nach derselben Norm EN 12102, aber nicht im selben Betriebspunkt: NIBE weist A7/W45 aus, Stiebel nennt gar keinen Punkt. Eine Lücke von 15 dB wäre zwischen zwei aktuellen Invertergeräten außergewöhnlich, ein erheblicher Teil dürfte auf die Messbedingungen entfallen. Wir stellen die Werte deshalb nebeneinander, rechnen daraus aber keinen Grenzabstand.

Was sich seriös sagen lässt: NIBE dokumentiert den Schall detaillierter. Für die S2125-12 stehen 59 dB(A) bei Volllast, 54 dB(A) im Nachtbetrieb sowie Schalldruckpegel von 46 dB(A) tagsüber und 35 dB(A) nachts in fünf Metern Abstand im Flyer, und der Maximalpegel lässt sich zeitgesteuert absenken. Bei Stiebel Eltron steigt der Pegel innerhalb der Trend-Linie von 44 dB(A) bei den kleinen Geräten auf 52 dB(A) bei der 17.2. Auch hier gibt also die Baugröße den Ausschlag, nicht der Markenname.

Lassen Sie sich für die konkret angebotene Baugröße den Schallleistungspegel und den Aufstellort in die Angebotsunterlagen schreiben und planen Sie den abgesenkten Nachtbetrieb von Anfang an ein. In eng bebauten Wohngebieten entscheidet das über die Genehmigungsfähigkeit des Standorts. Die Grundlagen dazu erklärt der Ratgeber zu Lautstärke und Schallschutz bei Wärmepumpen.

Sole/Wasser: die Erdwärme-Schiene beider Marken

Beide Hersteller haben eine ernst zu nehmende Erdwärme-Historie, und wer ohnehin bohren lässt, sollte diese Linie mitprüfen, weil die Feldwerte hier systematisch höher liegen.

NIBE führt die Serien S1156 und S1256 mit drei Leistungsgrößen von 1,5 bis 8 kW, 3 bis 13 kW und 4 bis 18 kW. Die S1256 hat einen Brauchwasserspeicher integriert, den NIBE als 180-Liter-Speicher bewirbt, während die technischen Daten 178 Liter ausweisen; bei 35 °C wie bei 55 °C steht sie in Effizienzklasse A+++. Die ältere, weiterhin gelistete S1155 deckt 6 bis 25 kW ab. Ein Punkt gehört zur Ehrlichkeit dazu: Bei der S1155 nennt die Produktseite das Kältemittel gar nicht, angegeben ist nur ein CO₂-Äquivalent von 4,39 Tonnen.

Stiebel Eltron stellt dem die WPE-I Premium H 230 gegenüber, die deutlich transparenter dokumentiert ist:

Baugröße WPE-I 04 WPE-I 06 WPE-I 08 WPE-I 12 WPE-I 15
SCOP 35 °C (EN 14825) 5,07 5,20 5,12 5,59 5,44
Heizleistung B0/W35 1,96 kW 2,37 kW 2,78 kW 4,19 kW 5,18 kW
Modulationsbereich B0/W35 1,0–4,2 kW 1,0–6,6 kW 1,0–7,6 kW 2,1–12,7 kW 2,1–14,8 kW
COP B0/W35 4,60 4,60 4,67 5,01 4,86
Schallleistung (EN 12102) 38–40 dB(A) 38–43 dB(A) 38–45 dB(A) 39–46 dB(A) 39–47 dB(A)

Quelle: technisches Datenblatt Stiebel Eltron WPE-I Premium H 230. Kältemittel R454C, maximale Vorlauftemperatur 75 °C, Effizienzklasse A+++ bei W35.

Auch hier greift der Teillast-Artefakt: Die WPE-I 12 wird mit 4,19 kW bei B0/W35 ausgewiesen, moduliert aber bis 12,7 kW. Der schöne COP von 5,01 gilt am unteren Ende des Bereichs.

Und eine Korrektur, die in vielen Erdwärme-Vergleichen fehlt: Auf der Sole-Schiene arbeitet keiner der beiden mit einem natürlichen Kältemittel. NIBE setzt bei S1156 und S1256 auf R454B mit einem GWP von 466 und Füllmengen von 1,15 bis 1,72 kg, Stiebel Eltron auf R454C. Da der Effizienzbonus gestrichen ist, hat das keine Förderfolge mehr, es ist aber ein Argument für alle, denen die langfristige Regulierung des Kältemittels wichtig ist. Was Erdwärme im Betrieb kostet und wo die Bohrung ins Budget schlägt, rechnet der Beitrag zu den Kosten einer Sole-Wasser-Wärmepumpe durch.

Regelung, App und Service: hier trennen sich die Philosophien

Kriterium NIBE Stiebel Eltron
Struktur in Deutschland NIBE Systemtechnik GmbH in Celle; Produktentwicklung und der größte Teil der Fertigung liegen laut NIBE im schwedischen Markaryd Hauptsitz und größte Produktionsstätten in Holzminden
Standorte Celle sechs regionale Niederlassungen (Nord, Ost, West, Mitte, Bayern, Baden-Württemberg)
Service Fachbetriebs- und Kundendienstsuche über NIBE eigener Werkskundendienst, telefonisch rund um die Uhr erreichbar; Einsätze Mo bis Fr 7:30 bis 17:00 Uhr, Sonderservice bis 21:30 Uhr sowie am Wochenende zu höheren Preisen
Regelung Bedienung über die S-Serie-Regelung, Regeleinheit SMO S40 für Systemintegration integrierte Regelung, App-Bedienung von unterwegs laut Datenblatt nur mit Zusatzkomponente
App und Portal myUplink, ohne separat zu kaufendes Gateway ISG Connect (Best.-Nr. 206780) plus SERVICEWELT-Portal
SG Ready vorhanden über das ISG Connect

Quellen: NIBE Unternehmensdarstellung, Stiebel Eltron Standorte und die Stiebel Eltron Garantiebedingungen (PDF). Stand: August 2026.

Bei NIBE ist die myUplink-Anbindung ohne Zusatzkauf zu haben, bei Stiebel Eltron kostet sie extra. Das ISG Connect ist ein eigenes Produkt mit eigener Bestellnummer, muss also im Angebot stehen, und ist zugleich Voraussetzung für die verlängerte Garantie. Wer daran spart, verliert beides: die App und zwei Jahre Garantie.

Umgekehrt spielt Stiebel Eltron die Servicekarte. Ein eigener Werkskundendienst mit sechs regionalen Niederlassungen und deutscher Fertigung ist eine andere Ausgangslage als eine einzelne deutsche Gesellschaft, die den Service über Fachbetriebe organisiert. Wenn im Januar bei −8 °C der Verdichter steht, zahlt sich das aus.

Garantie: zweimal "bis zu sieben Jahre", zwei völlig verschiedene Preise dafür

Kriterium NIBE Stiebel Eltron
Regelfall 5 Jahre auf myUplink-registrierbare Wärmepumpen und direkt verbundenes Zubehör 5 Jahre ohne ISG
Maximum 7 Jahre, nur für die S-Serie bis zu 7 Jahre auf Komplettanlagen, nur bis 20 kW Wärmeleistung bei A7/W35
Bedingung für das Maximum Installation durch einen zertifizierten NIBE Effizienzpartner plus dauerhafte Internetverbindung alle Hauptkomponenten von Stiebel Eltron, ISG erworben, an der SERVICEWELT angemeldet und dauerhaft aufgeschaltet
Registrierung online bei myUplink durch den Fachhandwerker innerhalb eines Monats nach Übergabe und Aktivierung; Garantiecheck innerhalb von sechs Monaten nach Aktivierung
Weitere Auflagen Herstelldatum max. 24 Monate zurück, Inbetriebnahme max. 180 Tage her, Verdichterlaufzeit max. 1.200 h Wartung im 2. und 4. Betriebsjahr (5 Jahre) bzw. im 2., 4. und 6. Betriebsjahr (7 Jahre), Kosten trägt der Kunde
Ohne Erfüllung gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten Herstellergarantie 24 Monate im Privathaushalt, 12 Monate gewerblich

Quellen: NIBE Garantiebedingungen, Stiebel Eltron Garantieverlängerung und die Stiebel Eltron Garantiebedingungen (PDF). Stand: August 2026.

Beide werben mit derselben Zahl, verlangen dafür aber grundverschiedene Zugeständnisse. Bei NIBE hängt die Sieben-Jahres-Stufe an der Wahl des Installateurs: Nur ein zertifizierter Effizienzpartner löst sie aus. Das ist die härtere Hürde, als sie klingt, weil solche Betriebe regional sehr unterschiedlich verfügbar sind. Immerhin ist die Fünf-Jahres-Stufe fair konstruiert: Nach der Registrierung bei myUplink ist eine dauerhafte Internetverbindung ausdrücklich nicht erforderlich. Ausgenommen sind einzeln installierte Komponenten wie Brauchwasser-Wärmepumpen oder Speicher.

Bei Stiebel Eltron hängen die sieben Jahre am Komplettbezug: Wärmepumpe, Puffer-, Durchlauf- oder Warmwasserspeicher, Hydraulikmodul und Kompaktinstallation müssen aus demselben Haus stammen, gemischte Anlagen fallen faktisch aus der Verlängerung. Dazu kommen Fristen, die in der Praxis gerne reißen: Registrierung binnen eines Monats nach Übergabe und Aktivierung, Garantiecheck binnen sechs Monaten, Wartung im zweiten, vierten und sechsten Betriebsjahr. Zwei Kostenpunkte nennt Stiebel Eltron dabei offen: Die Aktivierung ist kostenpflichtig, und der Garantiecheck durch den Werkskundendienst ebenfalls; die Wartungskosten trägt ohnehin der Kunde. Die Sieben-Jahres-Stufe gilt zudem nur für Wärmepumpen bis 20 kW Wärmeleistung, bei Luft-Wasser-Geräten gemessen bei A7/W35, und nur für ab dem 1. Januar 2024 gekaufte und aktivierte Komplettsysteme. Die allgemeinen Bedingungen schließen unter anderem Schäden durch Verkalkung, fehlerhafte Installation und unterlassene Wartung aus; für Ersatzteile gibt es über die gesetzliche Gewährleistung hinaus keine Garantie.

Unter dem Strich: Beide "sieben Jahre" sind Werbeversprechen mit Kleingedrucktem, und beide lassen sich im Alltag verlieren. Prüfen Sie vor der Unterschrift, ob Ihr Wunschbetrieb die jeweilige Bedingung überhaupt erfüllen kann.

Kosten und Wartung: was sich seriös beziffern lässt

Weder NIBE noch Stiebel Eltron veröffentlichen Endkundenpreise für die hier verglichenen Geräte. Alle kursierenden Beträge stammen von Händlern, Portalen oder Installateuren, lassen sich gegen keine Primärquelle prüfen und werden hier deshalb nicht wiedergegeben.

Belastbar ist nur die markenneutrale Marktauswertung. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat zwischen Oktober 2024 und Mai 2025 160 regionale Angebote für Einfamilienhäuser ausgewertet, die Stiftung Warentest hat die Ergebnisse am 25. Juni 2025 berichtet: Das günstigste Angebot lag bei rund 20.000 €, das teuerste bei über 60.000 €, der Durchschnitt bei etwa 36.000 €.

Für den laufenden Betrieb sind laut Verbraucherzentrale 150 bis 300 € pro Jahr für Wartung und Instandhaltung einzuplanen, unabhängig vom Hersteller. Wichtig: Arbeits- und Fahrtstunden des Fachbetriebs kommen laut Verbraucherzentrale noch obendrauf. Bei Stiebel Eltron ist die Wartung im Zwei-Jahres-Rhythmus zugleich Bedingung für die verlängerte Garantie, also keine freie Entscheidung mehr. Einsätze außerhalb der regulären Zeiten berechnet der Werkskundendienst zu höheren Preisen.

Förderung 2026: identisch für beide Marken

Die Heizungsförderung läuft ausschließlich über die KfW im Programm 458, nicht über die BAFA, und sie unterscheidet nicht nach Hersteller. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen.

Baustein Wert 2026
Grundförderung 30 %
Klimageschwindigkeitsbonus 16 % (nur Selbstnutzer)
Einkommensbonus 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen
Familienzuschlag Bemessungsgrenze steigt einmalig und pauschal um 10.000 € bei mindestens einem kindergeldberechtigten Kind unter 18 mit Hauptwohnsitz
Effizienzbonus entfallen
Emissionsminderungszuschlag entfallen
Maximaler Fördersatz 70 %, einkommensabhängig bis 80 %
Förderfähige Höchstkosten 28.000 € (erste Wohneinheit), 15.000 € je 2. bis 6. WE, 8.000 € je weitere

Quelle: KfW-Merkblatt zum Zuschuss 458, Stand 07/2026, gültig ab 21. Juli 2026.

Rechenbeispiel: Eine selbstnutzende Familie ersetzt eine alte Gasheizung und zahlt 36.000 €, also den ermittelten Marktdurchschnitt. Förderfähig sind davon 28.000 €. Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus ergeben zusammen 46 %, das sind 12.880 € Zuschuss, der Eigenanteil liegt bei 23.120 €. Kommt der Einkommensbonus dazu, greift der Deckel: Bei 70 % sind maximal 19.600 € möglich, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 € und damit 80 % Fördersatz rechnerisch maximal 22.400 €. Diese 22.400 € stehen so nicht im Merkblatt, sie ergeben sich aus 80 % von 28.000 €. Ob Sie den Einkommensbonus bekommen, entscheidet der Steuerbescheid, nicht das Gerät.

Zwei Fristen gehören in den Kalender. Erstens sinkt der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um jeweils 750 €. Zweitens sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus ab demselben Datum halbjährlich um vier Prozentpunkte und entfällt bei Antragstellung ab dem 1. August 2028 vollständig. Das ist eine doppelte Degression: Wer 2027 statt 2026 saniert, verliert an zwei Stellen gleichzeitig. Der Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt sein. Die Reihenfolge der Schritte beschreibt die Anleitung zur Antragstellung.

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Kaufempfehlung nach Gebäudetyp

Sanierter Bestand oder Neubau mit Flächenheizung: Hier liegen beide dicht beieinander, weil der SCOP bei 35 °C fast identisch ist. Entscheiden Sie nach Fachbetrieb, Aufstellort und Angebotspreis, nicht nach dem Datenblatt. Achten Sie bei Stiebel darauf, dass die Plus-Linie im Angebot steht.

Altbau mit Heizkörpern und hoher Auslegungstemperatur: Vorteil Stiebel Eltron Plus. Der COP-Abstand bei −7 °C von 3,25 zu 2,65 wirkt genau dort, wo die meisten Kilowattstunden anfallen, und der SCOP bei 55 °C fällt mit 4,02 gegen 3,80 ebenfalls zugunsten Stiebel aus. Wer dagegen eine dokumentierte Aussage zum Verhalten bei extremer Kälte braucht, findet nur bei NIBE einen konkreten Stützpunkt, nämlich 65 °C Vorlauf noch bei −25 °C.

Sie wollen Fernzugriff, Monitoring und offene Systemintegration ohne Zusatzkauf: Vorteil NIBE. myUplink ist ohne separat zu kaufendes Gateway nutzbar und ohnehin Teil der Garantieregistrierung. Bei Stiebel Eltron müssen Sie das ISG Connect mitbestellen, sonst haben Sie weder App noch die verlängerte Garantie.

Erdwärme mit geplanter Bohrung: Beide Marken sind hier zu Hause. NIBE bietet mit der S1256 die integrierte Speicherlösung und mit der S1155 Leistungen bis 25 kW, Stiebel Eltron dokumentiert die WPE-I sauberer und liegt beim SCOP mit bis zu 5,59 sehr hoch. Kältemittelseitig nehmen sich beide nichts, es ist in beiden Fällen ein synthetisches Gemisch.

Ländliche Lage mit weitem Weg zum Fachbetrieb: Prüfen Sie zuerst, welche Marke in Ihrem Umkreis regelmäßig verbaut und gewartet wird. Bei NIBE ist die Sieben-Jahres-Garantie zudem an einen zertifizierten Effizienzpartner gebunden. Gibt es keinen in erreichbarer Nähe, ist die Zahl für Sie ohne Wert.

Wovon ich abrate: Erstens davon, Geräte nach dem A7/W35-COP aus dem Prospekt auszuwählen. Bei NIBE tragen drei Baugrößen dort denselben Wert, die Zahl kann Ihre Entscheidung also gar nicht tragen. Zweitens davon, den Schallvergleich zwischen den beiden Marken für bare Münze zu nehmen: Die Messpunkte sind nicht identisch, und wer daraus einen Grenzabstand ableitet, rechnet mit Scheingenauigkeit. Drittens davon, bei Stiebel Eltron das ISG oder eine Hauptkomponente wegzulassen, um ein paar hundert Euro zu sparen, und dabei die Garantieverlängerung zu verlieren. Und viertens davon, eine Amortisationsrechnung auf Portalpreisen aufzubauen, die keiner der beiden Hersteller je bestätigt hat.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist NIBE oder Stiebel Eltron die bessere Wärmepumpe?

Am auslegungsrelevanten Betriebspunkt liegt Stiebel Eltron vorn: 3,25 gegen 2,65 im COP bei −7 °C und 35 °C Vorlauf, bei nahezu gleicher Wärmeleistung. Bei A2/W35 bleibt der Vorsprung bestehen, fällt mit 4,57 gegen 4,32 aber deutlich kleiner aus. Beim SCOP herrscht praktisch Gleichstand, und NIBE punktet mit integrierter Konnektivität und transparenteren Datenblättern. "Besser" hängt also davon ab, was für Sie zählt und wer die Anlage auslegt.

Wer stellt NIBE Wärmepumpen her und wo werden sie produziert?

NIBE ist ein schwedischer Hersteller; Produktentwicklung und der größte Teil der Fertigung finden laut Unternehmen in Markaryd statt. In Deutschland tritt NIBE als NIBE Systemtechnik GmbH mit Sitz in Celle auf. Stiebel Eltron hat Hauptsitz und größte Produktionsstätten in Holzminden und unterhält sechs regionale Niederlassungen in Deutschland. Für die Ersatzteilversorgung ist das ein Unterschied, den Sie im Störfall spüren.

Welche Wärmepumpe ist leiser, NIBE oder Stiebel Eltron?

Auf dem Papier Stiebel Eltron, mit 43 bis 46 dB(A) Schallleistung in der Plus-Linie gegenüber 55 bis 63 dB(A) bei der NIBE S2125 unter Volllast. Belastbar ist der Vergleich aber nicht: NIBE gibt den Wert für A7/W45 an, Stiebel nennt gar keinen Betriebspunkt. Ein großer Teil der Differenz dürfte auf die Messbedingungen entfallen.

Wie lange hält eine NIBE beziehungsweise eine Stiebel Eltron Wärmepumpe?

Eine belastbare Herstellerangabe zur Lebensdauer veröffentlicht keiner der beiden. Aussagekräftiger sind die Wartungsvorgaben: Stiebel Eltron verlangt für die verlängerte Garantie eine Wartung alle zwei Jahre, NIBE nennt regelmäßige Wartung als Bedingung ohne festes Intervall. Entscheidender als die Marke sind laut Fraunhofer ISE Dimensionierung und Schalthäufigkeit.

Wie viel Garantie gibt es auf NIBE und Stiebel Eltron Wärmepumpen?

Beide werben mit bis zu sieben Jahren, koppeln das aber unterschiedlich. NIBE gibt fünf Jahre auf myUplink-registrierbare Wärmepumpen und sieben Jahre nur für die S-Serie bei Installation durch einen zertifizierten Effizienzpartner mit dauerhafter Internetverbindung. Stiebel Eltron gibt bis zu sieben Jahre auf Komplettanlagen bis 20 kW, ohne ISG fünf Jahre, jeweils mit Registrierung binnen eines Monats nach Übergabe und Aktivierung, Garantiecheck binnen sechs Monaten und Wartung im zweiten, vierten und sechsten Betriebsjahr. Ohne diese Voraussetzungen bleiben bei beiden 24 Monate im Privathaushalt.

Welche Vorlauftemperatur schaffen NIBE S2125 und Stiebel WPL-A im Altbau?

Beide geben maximal 75 °C an, beide arbeiten von −25 bis +40 °C Außentemperatur. NIBE nennt zusätzlich einen konkreten Stützpunkt, nämlich 65 °C Vorlauf noch bei −25 °C im reinen Verdichterbetrieb. Stiebel Eltron macht dazu keine Angabe. Eine Garantiegrenze für den Dauerbetrieb bei hoher Vorlauftemperatur findet sich in den öffentlichen Bedingungen beider Hersteller nicht.

Nutzen NIBE und Stiebel Eltron das natürliche Kältemittel R290?

In der Luft-Wasser-Linie ja, beide. NIBE S2125 und Stiebel WPL-A arbeiten mit R290, also Propan. Auf der Erdwärme-Schiene gilt das für keinen von beiden: NIBE setzt bei S1156 und S1256 auf R454B mit einem GWP von 466, Stiebel Eltron bei der WPE-I auf R454C. Fördertechnisch ist das seit dem 21. Juli 2026 ohne Folge, weil der Effizienzbonus für natürliche Kältemittel gestrichen wurde.

Was kostet eine NIBE beziehungsweise Stiebel Eltron Wärmepumpe inklusive Einbau?

Markenspezifische Preise veröffentlicht keiner der beiden Hersteller, und Händlerangaben lassen sich nicht gegen eine Primärquelle prüfen. Belastbar ist nur die markenneutrale Auswertung von 160 regionalen Angeboten für Einfamilienhäuser: rund 20.000 € im günstigsten Fall, über 60.000 € im teuersten, im Durchschnitt etwa 36.000 €. Dazu kommen 150 bis 300 € pro Jahr für Wartung. Holen Sie drei vollständige Angebote ein und vergleichen Sie Positionen, nicht Endsummen.

Wurden NIBE und Stiebel Eltron von der Stiftung Warentest getestet?

Nur Stiebel Eltron. Die WPL-A 10.2 Plus HK 400 gehörte zu den fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen im Test der Stiftung Warentest (test 10/2025, veröffentlicht am 23. September 2025). NIBE war unter den getesteten Marken nicht vertreten. Wer einen "Testsieger" zwischen beiden ausruft, stützt sich also nicht auf die Stiftung Warentest.

Nächster Schritt: Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem Gebäude?

Ob der Effizienzvorsprung von Stiebel Eltron am kalten Punkt in Ihrem Haus tatsächlich ankommt oder ob die integrierte Konnektivität und die bessere Datenlage von NIBE für Sie mehr wiegen, hängt an Zahlen, die kein Markenvergleich liefern kann: Heizlast, Vorlauftemperatur bei Auslegungsbedingungen, Dämmzustand, Aufstellsituation, Stromtarif und Ihr individueller Fördersatz. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einschätzung, welche Wärmepumpenklasse technisch passt, was sie realistisch kostet und wie viel Förderung in Ihrem Fall drin ist. Erst danach lohnt die Frage nach dem Herstellerlogo.

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