Heizung & Wärmewende
Buderus oder Vaillant Wärmepumpe 2026: UVP ab 10.150 €

Hendrik Stotz
Zertifizierter Energieeffizienz-Experte
Stand: 9. September 202616 Minuten

Bekannt aus


















Das Wichtigste in Kürze
- Preistransparenz: Buderus veröffentlicht Listenpreise (UVP der Logatherm WLW186i AR je nach Inneneinheit 10.150–15.950 Euro, ohne Installation), Vaillant nennt für die aroTHERM plus weder auf der Produktseite noch im Datenblatt einen einzigen Preis.
- Effizienz: Vaillant liegt auf dem Datenblatt vorn. Im 10-kW-Paar steht der SCOP bei 55 °C 3,86 gegen 3,64, das sind bei 15.000 kWh Heizwärmebedarf rund 87 Euro Stromkosten pro Jahr.
- Warentest: Beide Baureihen tragen die Note 2,3, stammen aber aus zwei verschiedenen Prüfrunden (Buderus 8/2024, Vaillant 10/2025). test.de weist die älteren Ergebnisse ausdrücklich als nicht vergleichbar aus.
- Modellfalle bei Buderus: Nur die WLW186i schafft 75 °C. Die WLW176i hat dieselbe Außeneinheit und denselben SCOP, endet aber bei 60 °C; der Aufpreis für die 75-Grad-Variante beträgt 615–795 Euro. Jede aroTHERM plus kann 75 °C.
- Garantie: Buderus gibt 5 Jahre nur auf ein Logaplus- oder Logasys-Systempaket und nur mit jährlicher Wartung (Intervall maximal 16 Monate). Vaillant gibt 5 Jahre nach Online-Registrierung binnen 180 Tagen.
- Förderung: für beide Marken identisch. Im Standardfall 46 Prozent auf höchstens 28.000 Euro, also 12.880 Euro Zuschuss.
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Wer zwischen einer Buderus oder Vaillant Wärmepumpe schwankt, vergleicht zwei sehr ähnliche R290-Monoblocks: Beide erreichen 75 °C Vorlauftemperatur, bei Buderus allerdings nur die WLW186i, und beide arbeiten mit Propan. Die echten Unterschiede liegen woanders. Vaillant ist auf dem Datenblatt effizienter (SCOP 3,86 gegen 3,64 bei 55 °C, rund 87 Euro Strom im Jahr), und Buderus ist die einzige der beiden Marken mit veröffentlichten Preisen: Die Logatherm WLW186i AR steht mit 10.150–15.950 Euro in der Liste, ohne Installation.
Buderus oder Vaillant Wärmepumpe: die Kennwerte im Direktvergleich
Beide Hersteller bauen ihr Volumenmodell heute als Luft-Wasser-Monoblock mit dem natürlichen Kältemittel R290. Bei Buderus ist das die Logatherm WLW186i AR in fünf Leistungsgrößen, bei Vaillant die aroTHERM plus in der Generation /8.1 mit den Typen VWL 35 bis VWL 125. Die Leistungsgrößen decken sich nicht auf das Kilowatt genau, lassen sich aber paarweise gegenüberstellen, weil die Auslegung im Einfamilienhaus ohnehin in Klassen erfolgt.
| Leistungsklasse | Buderus: kW bei A-7/W35 | Buderus: SCOP 35/55 °C | Vaillant: kW bei A-7/W35 | Vaillant: SCOP 35/55 °C |
|---|---|---|---|---|
| 4 kW (WLW186i-4 / VWL 35) | 3,9 | 4,58 / 3,32 | 4,26 | 4,97 / 3,65 |
| 5 kW (WLW186i-5 / VWL 55) | 5,4 | 4,57 / 3,50 | 5,59 | 4,83 / 3,65 |
| 7 kW (WLW186i-7 / VWL 75) | 6,7 | 4,58 / 3,52 | 6,94 | 4,98 / 3,62 |
| 10 kW (WLW186i-10 / VWL 105) | 9,6 | 4,77 / 3,64 | 10,58 | 5,13 / 3,86 |
| 12 kW (WLW186i-12 / VWL 125) | 11,6 | 4,66 / 3,51 | 12,14 | 5,13 / 3,86 |
Quellen: Buderus (Produktseite Logatherm WLW186i AR, Variante E, mit ausgewiesenem SCOP), Vaillant (Produktinfo aroTHERM plus /8.1, Stand 07/2026). Vaillant weist dort statt des SCOP die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz aus (196/143, 190/143, 196/142, 202/151 und 202/151 Prozent); der SCOP ist daraus nach der ErP-Systematik umgerechnet und fällt für VWL 105 und VWL 125 gleich aus · Stand: September 2026
Vier Punkte sind bei beiden praktisch identisch und taugen deshalb nicht als Entscheidungskriterium:
- Kältemittel: R290 (Propan) mit einem Treibhauspotenzial von 0,02. Füllmenge bei Buderus 0,95 kg (4 bis 7 kW) und 1,6 kg (10 bis 12 kW), bei Vaillant 0,6 bis 1,3 kg.
- Maximale Vorlauftemperatur: 75 °C bei der WLW186i wie bei jeder aroTHERM plus.
- Kühlbetrieb: beide reversibel, also im Sommer aktiv kühlend.
- Stromanschluss: die kleinen Größen einphasig mit 230 V, ab der 10-kW-Klasse dreiphasig mit 400 V.
Ein Hinweis zur Einordnung: Buderus-Wärmepumpen sind hardwareseitig die Bosch-Geräte, die Bosch Compress 6800i AW weist exakt dieselben Kennwerte aus. Was diese Baugleichheit für Auswahl und Angebot bedeutet, steht im Vergleich Bosch oder Buderus.
Welche Wärmepumpe hat bei Stiftung Warentest besser abgeschnitten, Buderus oder Vaillant?
Das ist die meistgestellte Frage zu diesem Markenpaar, und sie hat eine unbequeme Antwort: Buderus und Vaillant standen nie im selben Testfeld. Ein Satz wie „Buderus war besser als Vaillant“ ist sachlich falsch, in beide Richtungen.
Die Fakten, jeweils als einzelne Tatsache mit Fundstelle. Die Buderus Logatherm WLW186i-10 AR E erzielte bei der Stiftung Warentest zusammen mit dem Gerät eines anderen Anbieters den Testsieg mit dem Urteil „Gut (2,3)“ und ist zugleich Umwelttipp (test 8/2024). Die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 erhielt in der Kombination mit Hydraulikstation und Regelung das Urteil „GUT (2,3)“ in der Ausgabe 10/2025.
Zwei mal 2,3, aber aus zwei Prüfrunden. Im Test 10/2025 prüfte die Stiftung Warentest fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen, Buderus war in diesem Feld nicht vertreten. Die älteren Geräte aus den Runden 10/2023 und 8/2024 führt test.de gesondert und weist ausdrücklich darauf hin, dass sie nach anderen Prüfbedingungen getestet wurden und deshalb nicht direkt mit den 2025er Ergebnissen vergleichbar sind. Testsieger der Runde 2025 war ein Gerät von Viessmann.
Wer die Einzelergebnisse zu den beiden Baureihen sucht, findet sie in den Detailseiten zur Buderus Logatherm WLW186i und zur Vaillant aroTHERM plus; den Überblick über das aktuelle Testfeld liefert der Wärmepumpe Test 2026.
Effizienz bei 35 und 55 Grad: was die SCOP-Differenz an Stromkosten ausmacht
Die Datenblattwerte sprechen für Vaillant, allerdings in einer Größenordnung, die man kennen sollte, bevor man sie überbewertet. Im direkt vergleichbaren 10-kW-Paar liegt der SCOP bei 55 °C bei 3,86 (VWL 105/8.1) gegenüber 3,64 (WLW186i-10 AR E). Bei 35 °C sind es 5,13 gegenüber 4,77. In der Sprache des EU-Labels heißt das: 151 Prozent jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz bei Vaillant gegenüber 142 Prozent bei Buderus im 55-Grad-Betrieb. Die Klassenschwelle zu A+++ liegt bei 150 Prozent, das 10-kW-Paar trennt also genau eine Effizienzklasse.
Rechenbeispiel mit offener Annahme: Ein Altbau mit Heizkörpern und 15.000 kWh Heizwärmebedarf im Jahr, Betriebspunkt 55 °C. Die Buderus WLW186i-10 zieht rechnerisch rund 4.121 kWh Strom, die Vaillant VWL 105 rund 3.886 kWh. Die Differenz beträgt 235 kWh. Beim durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW, Stand 21.08.2026) sind das rund 87 Euro im Jahr und über 20 Jahre etwa 1.740 Euro. Am Neubau-Punkt mit 35 °C schrumpft der Abstand auf 221 kWh oder rund 82 Euro im Jahr.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens sind SCOP-Werte Prüfstandswerte nach Normklima; die reale Jahresarbeitszahl liegt in aller Regel darunter, weil Hydraulik, Regelung und Warmwasserbereitung mitspielen. Die Systematik dahinter steht im SCOP-Vergleich der effizientesten Wärmepumpen. Zweitens sind 87 Euro im Jahr weniger, als die Streuung zwischen zwei Installationsangeboten für dasselbe Gerät typischerweise ausmacht. Der Effizienzvorsprung ist real, entscheidet die Markenfrage aber nicht allein.
Vorlauftemperatur im Altbau: warum es bei Buderus auf die WLW186i ankommt
Hier liegt die konkreteste Kaufentscheidung dieses Vergleichs, und sie betrifft nur eine der beiden Marken. Buderus bietet dieselbe Außeneinheit in zwei Regelungsvarianten an: Die WLW186i AR erreicht laut Produktinformation maximal 75 °C Vorlauftemperatur und hält 65 °C noch bei minus 10 °C Außentemperatur. Die WLW176i AR endet bei 60 °C. Leistung, SCOP und Schallwerte sind identisch, der Unterschied steckt allein in der maximalen Vorlauftemperatur.
| Variante mit 7 kW | WLW176i AR (60 °C) | WLW186i AR (75 °C) | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| E (Wandeinheit) | 10.765 € | 11.560 € | 795 € |
| TP70 (70-l-Puffertower) | 13.610 € | 14.225 € | 615 € |
| T180 (180-l-Speichertower) | 15.165 € | 15.950 € | 785 € |
Quellen: Buderus, unverbindliche Preisempfehlungen der Produktseiten WLW176i und WLW186i, ohne Installationskosten · Stand: September 2026
Rund 600 bis 800 Euro für die Altbau-Tauglichkeit sind, gemessen an einer Gesamtinvestition von über 20.000 Euro, ein kleiner Betrag. Wer im unsanierten Bestand mit alten Heizkörpern die 60-Grad-Variante ins Angebot geschrieben bekommt, spart an der falschen Stelle. Bei Vaillant stellt sich diese Frage nicht, weil jede Größe der aroTHERM plus 75 °C erreicht.
Prüfen lässt sich der Bedarf vor dem Kauf. Vaillant formuliert dafür ein brauchbares Kriterium: Die Heizkörper sollten am kältesten Tag des Jahres mit höchstens 55 °C Vorlauftemperatur 20 °C Raumtemperatur liefern können. Gelingt das, reicht beiden Marken die Standardauslegung. Gelingt es nicht, sind entweder größere Heizkörper fällig oder eben die 75-Grad-Variante.
Wie laut ist eine Wärmepumpe von Buderus oder Vaillant nachts?
Beim Schall wird viel mit unvergleichbaren Zahlen geworben. Vaillant nennt prominent 27,5 dB(A), trägt dazu aber die Fußnote, dass dieser Wert in 3 Metern Entfernung für die 3-kW-Leistungsgröße im Nachtmodus gilt. Buderus wiederum weist im geräuschreduzierten Betrieb Schalldruckpegel von 25,5 bis 34,9 dB(A) in 3 Metern aus. Solche Werte gegeneinander zu stellen, führt in die Irre. Sauber vergleichbar ist allein die maximale Schallleistung nach EN 12102, klassenweise gepaart.
| Leistungsklasse | Buderus Tag/Nacht in dB(A) | Vaillant Tag/Nacht in dB(A) |
|---|---|---|
| 4 kW | 51,2 / 43,3 | 52,7 / 45,0 |
| 5 kW | 53,0 / 46,0 | 55,6 / 46,0 |
| 7 kW | 57,7 / 46,2 | 57,4 / 46,2 |
| 10 kW | 58,3 / 48,7 | 58,2 / 49,6 |
| 12 kW | 60,0 / 52,4 | 59,9 / 49,6 |
Quellen: Buderus (Produktseite und Produktinformation WLW176i/WLW186i), Vaillant (Produktinfo aroTHERM plus /8.1) · Stand: September 2026
Das Bild ist uneinheitlich, und genau das ist die Nachricht. In der 4-kW-Klasse ist Buderus nachts 1,7 dB(A) leiser, bei 5 und 7 kW sind beide praktisch gleich, bei 10 kW liegt Buderus 0,9 dB(A) vorn. In der 12-kW-Klasse dreht sich das Verhältnis deutlich: 52,4 dB(A) bei Buderus gegenüber 49,6 dB(A) bei Vaillant. Wer eine große Anlage plant und einen kritischen Nachbarabstand hat, sollte diese Zeile ernst nehmen.
Wichtiger als der Datenblattwert bleibt trotzdem die Aufstellung. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Aufstellort nicht in unmittelbarer Nähe zu Schlafräumen oder Nachbargebäuden zu wählen und einen Mindestabstand von drei bis vier Metern einzuhalten; Schallschutzhauben schaffen bis zu 15 dB(A) Reduktion. Wie sich diese Werte in Nachbarschaftsabstände übersetzen, steht im Vergleich der leisesten Wärmepumpen.
Was kostet eine Wärmepumpe von Buderus oder Vaillant mit Einbau?
Beim Preis endet die Symmetrie der beiden Marken. Buderus veröffentlicht auf den Produktseiten unverbindliche Preisempfehlungen je Variante, Vaillant nennt in Produktseite und Datenblatt keinen einzigen Preis. Die einzige belegte Preisaussage des Remscheider Herstellers lautet, dass ein einfaches Luft-Wasser-Wärmepumpensystem mit kompaktem Hydrauliktower etwa 16.000 Euro kostet; ob die Installation darin enthalten ist, sagt die Quelle nicht.
| Kostenblock | Betrag | Grundlage |
|---|---|---|
| Buderus WLW186i-7 AR E (Wandeinheit) | 11.560 € | UVP Buderus, ohne Installation |
| Buderus WLW186i-7 AR T180 (mit 180-l-Speicher) | 15.950 € | UVP Buderus, ohne Installation |
| Vaillant, einfaches System mit Hydrauliktower | etwa 16.000 € | einzige Preisangabe von Vaillant |
| Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe | 8.000–12.000 € | Buderus-Kostenübersicht |
| Erschließung | rund 2.000 € | Buderus-Kostenübersicht |
| Gesamtkosten im Einfamilienhaus | 20.000–35.000 € | Buderus-Kostenübersicht |
| Wartung und Inspektion je Jahr | 150–300 € | Verbraucherzentrale, Buderus |
Quellen: Buderus Kostenübersicht, Buderus Produktseiten, Vaillant Ratgeber, Verbraucherzentrale (Stand 17.04.2026) · Stand: September 2026
Zur Einordnung der Buderus-Zahlen: Es sind unverbindliche Preisempfehlungen ohne Installationskosten, und die Produktseite trifft keine Aussage dazu, ob es sich um Brutto- oder Nettopreise handelt. Für die beiden großen Altbau-Größen mit 10 und 12 kW nennt Buderus bei der WLW186i überhaupt keinen Preis, dort steht in der Liste nur ein Strich. Die vollständigen Portfolios beider Marken mit allen Baureihen stehen in den Übersichten zu Buderus-Wärmepumpen und zu Vaillant-Wärmepumpen.
Listenpreis oder Schätzung: was die veröffentlichte UVP über Ihr Angebot verrät
Die Preistransparenz ist der praktisch nützlichste Unterschied zwischen den beiden Marken, und fast niemand nutzt ihn. Bei Buderus können Sie ein Angebot gegen eine veröffentlichte Zahl rechnen, bei Vaillant nur gegen andere Angebote.
Ein Beispiel: Ein Angebot über 30.000 Euro für eine WLW186i-7 AR T180 enthält ein Gerät mit 15.950 Euro Listenpreis. Bleiben rund 14.000 Euro für Montage, Demontage der Altanlage, Hydraulik, Elektroanschluss, Fundament, Inbetriebnahme und Marge. Das ist plausibel, trifft aber exakt die Obergrenze des Rasters, das Buderus selbst nennt: 8.000 bis 12.000 Euro Installation plus rund 2.000 Euro Erschließung. Nach dem Standardzuschuss von 12.880 Euro bleiben von diesem Angebot 17.120 Euro Eigenanteil. Genau diese Rechnung sollten Sie bei jedem Angebot aufmachen; welche Positionen dabei einzeln ausgewiesen sein müssen, steht in der Anleitung zum Wärmepumpen-Angebot prüfen.
Bei Vaillant fehlt dieser Anker vollständig. Das ist kein Nachteil des Geräts und kein Hinweis auf höhere Preise, es verschiebt die Prüfung nur: Ohne Listenpreis bleibt allein der Vergleich mehrerer Angebote für dieselbe Konfiguration. Rechnen Sie in beiden Fällen mit dem Systempreis inklusive Inneneinheit, nicht mit dem Gerätepreis allein. Der Sprung von der Wandeinheit zum Speichertower kostet bei Buderus in der 7-kW-Klasse 4.390 Euro, mehr als jeder Markenunterschied auf dem Datenblatt.
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Garantie und Kundendienst: wo Buderus und Vaillant auseinandergehen
Beide Hersteller werben mit fünf Jahren Garantie. Die Bedingungen dahinter sind unterschiedlich streng, und das ist die Feinheit, die im Verkaufsgespräch selten fällt.
Bei Buderus gilt die Systemgarantie laut Garantiebedingungen (Stand 10/2025) nur für ein Logaplus-Paket oder ein Logasys-System, also für eine abgestimmte Systemlösung mit einer Artikelnummer und einem Preis, nicht für ein einzeln gekauftes Gerät. Dazu kommen: Installation durch einen Fachhandwerker, Registrierung innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme und eine jährliche Wartung mit einem Intervall von höchstens 16 Monaten. Im Garantiefall sind Wartungsnachweis, Inbetriebnahmeprotokoll und Rechnung vorzulegen, Ansprüche sind binnen drei Monaten nach Kenntnis des Mangels anzumelden, und Kosten eines Fremdhandwerkers behält sich Buderus vor abzulehnen, wenn dessen Einsatz nicht vorher schriftlich autorisiert wurde.
Vaillant gewährt die fünf Jahre auf die aroTHERM plus /8.1 nach digitaler Aktivierung innerhalb von 180 Tagen nach Installation, kostenfrei und inklusive Fernbetreuung sowie kostenfreier Reparatur im Garantiefall. Eine Wartungspflicht nennt die Garantieseite nicht. Das ist kein Beleg dafür, dass keine besteht, die Einzelheiten stehen in den Garantiebedingungen. Zusätzlich führt Vaillant eine Zehnjahresgarantie unter dem Namen GarantiePREMIUM, die laut Hersteller über den Heizungsfachbetrieb gebucht wird. Zu deren Konditionen macht die Seite keine Angabe.
Beim Service lassen sich nur die harten Angaben gegenüberstellen. Vaillant gibt für den eigenen Kundendienst über 320 Experten an, erreichbar an 365 Tagen im Jahr, montags bis freitags 7 bis 20 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 8 bis 18 Uhr. Buderus nennt keine Technikerzahl, führt neben der Fachbetriebssuche aber einen eigenen Kundendienst, einen Wartungsdienst und Niederlassungen vor Ort. Für das Fachhandwerk gibt es das Portal ConnectPRO. Praktisch relevanter ist der Online CheckUp: Der Betrieb einer neu installierten Wärmepumpe wird sechs Wochen lang überwacht und anschließend von einem Buderus-Experten ausgewertet, der Fachbetrieb erhält einen Report und kann nachjustieren.
Hybridheizung im unsanierten Altbau: Logatherm mit Brennwertkessel oder aroTHERM plus mit ecoTEC?
Beide Marken bieten ein Hybridsystem an, und beide begründen es mit demselben Fall: einem Bestandsgebäude, das energetisch noch nicht so weit ist. Belastbare Zahlen darüber, was Installateure im Mittel empfehlen, gibt es nicht. Vergleichbar ist nur die Systemlogik der Hersteller.
Buderus kombiniert die Wärmepumpen-Außeneinheit mit einem Öl- oder Gas-Brennwertkessel und einer Hybrid-Hydraulikgruppe mit dem Hybridmanager HM200, eingebunden in die Regelung Logamatic EMS plus; der Hybridmanager entscheidet je nach Strategie, ob Wärmepumpe, Kessel oder beide liefern. Alternativ gibt es den modularen Logamax plus GBH172i, der zunächst als Gas-Brennwertgerät läuft, später um eine Wärmepumpe erweitert und schließlich mit E-Heizer vollelektrisch betrieben werden kann. Buderus nennt dazu eine eigene Systemempfehlung nach Sanierungsgrad: Bei Bestandsgebäuden mit Vorlauftemperaturen über 55 beziehungsweise über 65 °C bevorzugt ein Hybridsystem, die Wärmepumpenleistung auf den künftigen Sanierungs-Endstand auslegen, der Kessel deckt Temperatur- und Leistungsspitzen.
Vaillant kombiniert die aroTHERM plus mit dem Gas-Brennwertgerät ecoTEC plus VC, der Regelung sensoCOMFORT und einem Speicher uniSTOR plus mit 400 oder 500 Litern. Die Wärmepumpe deckt den Großteil des Bedarfs, der Kessel springt an sehr kalten Tagen oder bei besonders hohem Warmwasserbedarf ein. Einen Bivalenzpunkt nennt die Herstellerseite nicht.
Bei der Förderung ist die Bauart der Knackpunkt, und zwar deutlicher, als die Prospekte nahelegen: Gas-Hybridheizungen sind seit Januar 2024 über die KfW 458 gar nicht mehr förderfähig. Den Zuschuss gibt es nur für die Wärmepumpe als alleinigen Wärmeerzeuger. Bleibt der Brennwertkessel im Haus, entfällt zusätzlich der Klimageschwindigkeitsbonus, weil nach dem Tausch keine fossile Heizung mehr im Gebäude verbleiben darf. Wer das Hybridsystem allein wegen hoher Vorlauftemperaturen erwägt, sollte vorher die Heizlast und die vorhandenen Heizflächen prüfen lassen; oft genügt die reine Wärmepumpe mit 75 °C. Die Einordnung dazu liefert die Dimensionierung nach kW-Tabelle.
Förderung 2026: warum der Zuschuss die Markenfrage nicht entscheidet
Die Förderung ist bei beiden Marken gleich, weil beide Luft-Wasser-Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel sind und der frühere Effizienzbonus für R290 mit der Richtlinie vom 21.07.2026 entfallen ist. Es bleiben 30 Prozent Grundförderung und 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus beim Tausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung durch Selbstnutzer. Im Standardfall sind das 46 Prozent auf höchstens 28.000 Euro förderfähige Kosten, also 12.880 Euro Zuschuss und 15.120 Euro Eigenanteil. Am einkommensabhängigen Deckel von 80 Prozent sind es 22.400 Euro Zuschuss und 5.600 Euro Eigenanteil. Alle Bausteine, Fristen und die Degression ab Februar 2027 stehen in der Übersicht zur KfW-Heizungsförderung 458 und in der Wärmepumpen-Förderung 2026.
Die Schwachstellen, die im Angebot untergehen
Kein Vergleich taugt etwas, der nur Stärken auflistet. Fünf Punkte, die in Angeboten regelmäßig unter den Tisch fallen:
Der 60-Grad-Irrtum bei Buderus. Wer im Altbau die WLW176i angeboten bekommt, weil sie günstiger ist, kauft dieselbe Außeneinheit mit gedeckelter Vorlauftemperatur. Für 615 bis 795 Euro Aufpreis gibt es die 75-Grad-Version.
Die Buderus-Garantie hängt am Systempaket. Fünf Jahre gelten nur für ein komplettes Logaplus- oder Logasys-System mit einer Artikelnummer, plus jährliche Wartung. Ein aus Einzelkomponenten zusammengestelltes Angebot erfüllt diese Bedingung nicht.
Die fehlende Preisliste bei Vaillant. Ohne UVP fehlt der objektive Prüfmaßstab. Das macht mindestens drei Vergleichsangebote für dieselbe Konfiguration zur Pflicht.
Die zwei Warentest-Noten. 2,3 und 2,3 sehen nach Gleichstand aus, stammen aber aus verschiedenen Prüfverfahren. Wer damit argumentiert, argumentiert mit einer Scheingenauigkeit.
Der Schutzbereich für Propan. Buderus veröffentlicht konkrete Maße: 1.000 mm vor der Hauswand, 1.000 bis 2.000 mm vor einer Wandecke, 1.000 mm freistehend. Innerhalb dieses Bereichs dürfen weder Fenster, Türen und Lichtschächte noch Steckdosen, Lampen und Schalter liegen, auch keine Senken oder Nachbargrundstücke. Vaillant wirbt mit einem minimalen Schutzbereich, nennt aber weder auf der Produktseite noch in der Produktinfo Maße. Lassen Sie sich den Schutzbereich vom Fachbetrieb im Lageplan einzeichnen.
Und der Punkt, der alle anderen schlägt: Auslegung, Heizkurve und hydraulischer Abgleich entscheiden über die reale Effizienz stärker als 0,22 SCOP-Punkte auf dem Datenblatt. Ein Fachbetrieb, der die Heizlast rechnet statt zu schätzen, ist mehr wert als die Marke auf dem Gehäuse. Wie Sie ihn erkennen, steht unter Wärmepumpe Fachbetrieb finden.
Häufige Fragen zu Buderus und Vaillant Wärmepumpen
Wer hat 2026 bei Stiftung Warentest besser abgeschnitten, Buderus oder Vaillant?
Keiner von beiden, weil beide nie im selben Testfeld standen. Die Buderus WLW186i-10 AR E wurde in der Ausgabe 8/2024 mit „Gut (2,3)“ Testsieger und Umwelttipp, die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 erhielt in der Ausgabe 10/2025 ebenfalls „GUT (2,3)“. test.de weist ausdrücklich darauf hin, dass die älteren Geräte nach anderen Prüfbedingungen getestet wurden und die Ergebnisse nicht direkt vergleichbar sind.
Welche Wärmepumpe ist besser, Buderus oder Vaillant?
Auf dem Datenblatt Vaillant, in der Kaufabwicklung Buderus. Vaillant liegt beim SCOP in allen Leistungsklassen vorn und braucht keine Modellwahl für hohe Vorlauftemperaturen. Buderus veröffentlicht Preise, gegen die sich ein Angebot prüfen lässt, und bietet mit dem Speichertower T180 eine kompakte Komplettlösung. Technisch sind beide R290-Monoblocks mit 75 °C, reversibel und in denselben Leistungsklassen.
Buderus oder Vaillant: welcher Hersteller ist günstiger bei vergleichbarer Leistung?
Das lässt sich nur einseitig beantworten. Buderus nennt für die WLW186i AR in der 7-kW-Klasse UVP zwischen 11.560 und 15.950 Euro je nach Inneneinheit, ohne Installation. Vaillant veröffentlicht keine Listenpreise und nennt lediglich rund 16.000 Euro für ein einfaches System mit Hydrauliktower. Komplett installiert liegen beide in derselben Marktklasse von 20.000 bis 35.000 Euro; der Installateur bestimmt den Endpreis stärker als die Marke.
Welcher Hersteller bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?
Rechnerisch spielt der Effizienzvorsprung von Vaillant rund 87 Euro Stromkosten im Jahr ein (15.000 kWh, 55 °C, 37,0 ct/kWh). Über 20 Jahre sind das etwa 1.740 Euro. Zwei Angebote für dieselbe Anlage unterscheiden sich häufig um mehr. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis entsteht deshalb im Angebotsvergleich, nicht in der Markenwahl.
Sind Buderus und Vaillant Wärmepumpen gleich laut?
Fast, aber nicht überall. Nach EN 12102 liegt Buderus in der 4-kW-Klasse nachts 1,7 dB(A) günstiger, bei 5 und 7 kW sind beide gleichauf (46,0 und 46,2 dB(A)), und in der 12-kW-Klasse ist Vaillant mit 49,6 gegenüber 52,4 dB(A) deutlich leiser. Beworbene Einzelwerte wie 27,5 dB(A) beziehen sich auf eine bestimmte Größe im Nachtmodus in 3 Metern Abstand und taugen nicht zum Markenvergleich.
Welche Buderus passt zum Altbau, WLW176i oder WLW186i?
Im unsanierten Altbau mit alten Heizkörpern die WLW186i. Sie erreicht 75 °C Vorlauftemperatur und hält 65 °C noch bei minus 10 °C Außentemperatur, während die WLW176i bei 60 °C endet. Außeneinheit, Leistung und SCOP sind bei beiden identisch, der Aufpreis liegt je nach Inneneinheit bei 615 bis 795 Euro.
Wie lange gilt die Garantie bei Buderus und Vaillant?
Fünf Jahre bei beiden, mit unterschiedlichen Auflagen. Buderus verlangt ein Logaplus- oder Logasys-Systempaket, die Registrierung binnen sechs Monaten und eine jährliche Wartung mit maximal 16 Monaten Intervall; im Garantiefall sind Wartungsnachweis, Inbetriebnahmeprotokoll und Rechnung vorzulegen. Vaillant verlangt die digitale Aktivierung binnen 180 Tagen nach Installation, kostenfrei und inklusive Fernbetreuung.
Bekomme ich für Buderus und Vaillant dieselbe Förderung?
Ja. Beide sind Luft-Wasser-Wärmepumpen mit R290, und der frühere Effizienzbonus für natürliche Kältemittel ist zum 21.07.2026 entfallen. Es gelten 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und der einkommensabhängige Deckel bis 80 Prozent auf maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten. Anders liegt der Fall beim Hybridsystem: Gas-Hybridheizungen sind seit Januar 2024 nicht mehr förderfähig, gefördert wird nur die Wärmepumpe als alleiniger Wärmeerzeuger.
Sind Buderus- und Bosch-Wärmepumpen dasselbe Gerät?
Hardwareseitig ja: Die Bosch Compress 6800i AW weist dieselben Kennwerte aus wie die Buderus Logatherm WLW186i, und Buderus ist eine Marke der Bosch Thermotechnik GmbH in Wetzlar. Unterschiede gibt es bei Vertriebswegen, Systempaketen und Preisen. Die Details stehen im Vergleich Bosch oder Buderus.
Nächster Schritt: Welche der beiden passt zu Ihrem Haus?
Ob in Ihrem Gebäude 55 °C nach der Optimierung genügen oder ob es wirklich 75 °C braucht, wie hoch die Heizlast tatsächlich ausfällt und ob sich der Effizienzvorsprung von Vaillant gegen einen möglicherweise günstigeren Buderus-Systempreis rechnet, hängt von Baujahr, Dämmzustand, Heizflächen und Ihrem zu versteuernden Einkommen ab. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einordnung zu Heizlast, Fördermitteln und Wirtschaftlichkeit. Konkrete Zahlen für Ihr Haus liefern anschließend Angebote von Fachbetrieben, die beide Marken führen.
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