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Buderus Wärmepumpe Test 2026: 6 Baureihen, SCOP bis 5,4

Hendrik Stotz

Hendrik Stotz

Zertifizierter Energieeffizienz-Experte

Stand: 9. September 202616 Minuten

Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus in Deutschland

Bekannt aus

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Das Wichtigste in Kürze

  • Testlage 2026: Das bekannte Warentest-Urteil stammt aus test 8/2024 (Logatherm WLW186i-10 AR E, Gesamtnote gut 2,3). Im aktuellen Wärmepumpen-Test vom 23.09.2025 wurde kein Buderus-Gerät geprüft.
  • Sechs aktuelle Baureihen: SCOP 4,55 bis 5,40 bei 35 °C, Vorlauftemperaturen von 60 bis 75 °C, Leistungen von 3,9 bis 40,2 kW (Buderus-Datenblätter, Stand September 2026).
  • Kältemittel-Bruch im Programm: Die sechs aktuellen Baureihen laufen mit R290 (GWP 0,02), die Auslaufreihen WLW196i, WSW186i(T) und WSW196i(T) dagegen mit R410A (GWP 2.088). Ab 01.01.2028 sind nur noch natürliche Kältemittel förderfähig.
  • Neu 2026: Die Sole-Wasser-Wärmepumpe Logatherm WSW186i.2 mit Propan, 6 bis 17 kW und bis 75 °C Vorlauf ist die einzige Buderus-Sole-Wärmepumpe im Programm mit natürlichem Kältemittel.
  • Erfahrungswerte im Feld: Luft-Wasser-Anlagen erreichen im Mittel eine JAZ von 3,4 (Spanne 2,6–4,9), erdgekoppelte 4,3 (Fraunhofer ISE, 77 vermessene Anlagen).
  • Garantie-Kleingedrucktes: Die 5-Jahres-Systemgarantie gilt nur für ein komplettes Logaplus- oder Logasys-Paket, mit Registrierung binnen 6 Monaten und jährlicher Wartung (150–300 EUR pro Jahr).

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Das bekannteste Testurteil zu einer Buderus Wärmepumpe stammt aus dem Heft test 8/2024: Die Logatherm WLW186i-10 AR E war dort Testsieger mit der Gesamtnote gut (2,3). Im aktuellen Wärmepumpen-Test vom 23. September 2025 taucht kein Buderus-Gerät mehr auf. Wer heute urteilen will, muss deshalb die Datenblätter der sechs aktuellen Logatherm-Baureihen gegeneinander lesen: SCOP zwischen 4,55 und 5,40 bei 35 °C, Vorlauftemperaturen von 60 bis 75 °C und durchgehend Propan als Kältemittel.

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Buderus Wärmepumpe im Test 2026: Was der Testsieger-Titel heute noch aussagt

Buderus wirbt bis heute mit einem Testerfolg, und dieser Erfolg ist echt. Die Logatherm WLW186i-10 AR E war Testsieger im Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote gut (2,3), veröffentlicht in test 8/2024; den Gesamtsieg teilte sie sich nach Angaben von Buderus punktgleich mit dem Gerät eines weiteren Herstellers. Diese eine Tatsache ist belastbar und lässt sich beim Original nachlesen. Nur ist sie inzwischen zwei Jahre alt.

Im aktuellen Wärmepumpen-Test vom 23. September 2025 (Heft 10/25) standen fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem Prüfstand, ein Gerät von Buderus war nicht darunter. Die Tester weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Ergebnisse aus den Veröffentlichungen 2023 und 2024, zu denen die Buderus-Werte gehören, vor allem beim Stromverbrauch nur untereinander vergleichbar sind und nicht mit den Ergebnissen von 2025. Für 2026 gibt es also keinen aktuellen unabhängigen Testwert für eine Buderus-Wärmepumpe. Wer heute Angebote vergleicht, sollte den Titel von 2024 entsprechend gewichten: als Momentaufnahme eines einzelnen Geräts, nicht als laufendes Qualitätssiegel für das ganze Programm.

Die Auszeichnungen von 2026 sind Design- und Leserwahl-Preise

In der Auszeichnungsübersicht von Buderus stehen für 2026 der PLUS X AWARD für die Logatherm WLW186i MBE+ AR, der iF Design Award, der German Design Award und die Leserwahl von haustec.de. Das sind Design- und Branchenpreise. Bewertet werden Gestaltung, Bedienkonzept und Bekanntheit in der Fachwelt, nicht der gemessene Stromverbrauch und nicht die Zuverlässigkeit. Als einzigen Bezug zu einem Wärmepumpen-Test führt Buderus weiterhin das Urteil von 2024. Wer die 2026er Preise für ein neues Testergebnis hält, verwechselt zwei sehr verschiedene Kategorien.

Was an die Stelle eines aktuellen Testurteils tritt

Ohne frisches Testergebnis bleiben drei Quellen, die sich unabhängig prüfen lassen: die veröffentlichten Kennwerte je Baureihe, unabhängige Feldmessungen an der Gerätekategorie und die Garantiebedingungen im Wortlaut. Genau aus diesen drei Bausteinen besteht dieser Vergleich. Die Detailtiefe zu einzelnen Geräten steht in den Einzeltests zur Logatherm WLW186i und zur Logatherm WLW176i.

Wie gut sind Buderus Wärmepumpen im Vergleichstest der sechs Baureihen?

Buderus führt im September 2026 sechs aktuelle Wärmepumpen-Baureihen. Nebeneinandergelegt ergibt sich ein klares Bild davon, welche Baureihe wofür gebaut wurde. Die Tabelle zeigt die Kennwerte, auf die es beim Vergleich ankommt: Leistung, Kältemittel, maximale Vorlauftemperatur, Norm-Effizienz und die Lautstärke im gedrosselten Betrieb.

Baureihe Typ und Einsatz Leistung Kältemittel (GWP) Max. Vorlauf SCOP 35 °C Schalldruck 3 m, geräuschreduziert
WLW166i MBB AR Luft-Wasser, Neubau und Modernisierung 4,0–12,8 kW (A-7/W35) R290 (0,02) 75 °C 4,96–5,04 33,5–39,5 dB(A)
WLW176i AR Luft-Wasser, Neubau 3,9–11,6 kW (A-7/W35) R290 (0,02) 60 °C 4,55–4,77 25,5–34,9 dB(A)
WLW186i AR Luft-Wasser, Bestand 3,9–11,6 kW (A-7/W35) R290 (0,02) 75 °C 4,55–4,77 25,5–34,9 dB(A)
WLW186i MBE+ AR Luft-Wasser, größerer Bestand 11,0–13,9 kW (A-7/W35) R290 (0,02) 75 °C 5,00–5,40 33,4–37,4 dB(A)
WLW286 Luft-Wasser, Mehrfamilienhaus und Gewerbe 9,8–40,2 kW (A7/W35) R290 (0,02) 70 °C bis 5,3 keine Angabe
WSW186i.2 Sole-Wasser, Innenaufstellung 6 / 8 / 13 / 17 kW R290 (0,02) 75 °C keine Angabe keine Angabe

Quellen: Buderus-Produktdatenblätter zu WLW176i AR, WLW186i AR und WLW286 · Stand: September 2026

Drei Befunde stechen heraus. Erstens ist die stärkste Norm-Effizienz nicht beim ältesten Modell zu finden, sondern bei der neuen MBE+ mit SCOP 5,40 bei 35 °C und immer noch 4,12 bei 55 °C. Sie hält damit auch bei hoher Vorlauftemperatur die Effizienzklasse A+++, was im Bestand mehr wiegt als ein Spitzenwert bei 35 °C. Zweitens teilen sich WLW176i und WLW186i dieselbe Außeneinheit und dieselben Effizienz-, Leistungs- und Schallwerte. Der entscheidende Unterschied im Datenblatt ist die maximale Vorlauftemperatur, 60 gegenüber 75 °C. Drittens ist die kleinste Teillast der bessere Auswahlmaßstab als die Maximalleistung: Die WLW176i und die WLW186i regeln bei A2/W35 bis auf 2,1 kW herunter, die MBE+ erst bei 4,7 kW. In einem kleinen, gut gedämmten Haus taktet ein zu groß gewähltes Gerät deshalb häufiger, egal wie hoch sein SCOP ausfällt.

Für die Förderung ist die Effizienz kein Engpass. Die BEG-Förderrichtlinie Einzelmaßnahmen verlangt bei Luft als Wärmequelle mindestens 150 % ETAs bei 35 °C und 125 % bei 55 °C. Alle aktuellen Luft-Wasser-Baureihen liegen darüber. Am dichtesten an der Grenze bleiben WLW176i und WLW186i, die bei 55 °C je nach Baugröße auf 127 bis 142 % kommen.

Welche Logatherm passt zu Neubau, Altbau und Mehrfamilienhaus?

Die Auswahl entscheidet sich an zwei Zahlen: der benötigten Vorlauftemperatur und der Heizlast des Gebäudes. Alles andere ist nachgelagert.

Neubau und gut gedämmter Bestand mit Flächenheizung. Hier reicht die WLW176i AR. Ihre Grenze von 60 °C ist unkritisch, solange die Heizkurve dauerhaft unter 45 °C bleibt. In einem unsanierten Gebäude mit alten Rippenheizkörpern ist dieselbe Grenze dagegen ein Ausschlusskriterium, denn an sehr kalten Tagen fehlt schlicht Temperatur.

Bestandsgebäude mit vorhandenen Heizkörpern. Dafür sind die WLW186i AR, die WLW166i MBB AR und die neue WLW186i MBE+ AR ausgelegt, alle drei mit bis zu 75 °C. Wichtig ist die ehrliche Lesart dieser Zahl: 75 °C sind die technische Obergrenze, nicht der Betriebspunkt. Jedes Grad mehr Vorlauf kostet Effizienz, weshalb auch im Altbau der hydraulische Abgleich und größere Heizflächen vor der Gerätewahl kommen.

Größerer Bestand ab etwa 11 kW Heizlast. Die MBE+ startet erst bei 11 kW und deckt bis 13,9 kW ab, jeweils bei A-7/W35. Sie ist damit kein Allrounder, sondern die Antwort auf große Altbauten, in denen die kleineren Baureihen an ihre Leistungsgrenze kommen.

Mehrfamilienhaus und Gewerbe. Die WLW286 gibt es in zwei Größen mit 22 und 42 kW, sie kühlt reversibel und lässt sich bis zu 14 Geräte kaskadieren. Bis minus 10 °C Außentemperatur liefert sie 70 °C Vorlauf, bis minus 16 °C noch 65 °C. Das reicht für ein Mehrparteienhaus mit zentraler Trinkwassererwärmung.

Welche Kilowattzahl Ihr Gebäude tatsächlich braucht, entscheidet nicht der Katalog, sondern eine Heizlastberechnung. Eine erste Einordnung liefert die kW-Tabelle zur Dimensionierung; verbindlich ist immer die Berechnung des Fachbetriebs nach Norm.

R290 statt R410A: Der Kältemittel-Bruch im Programm und die Förderung ab 2028

Durch das Buderus-Programm läuft ein Bruch, den man auf den Produktseiten leicht übersieht. Alle sechs aktuellen Baureihen arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) und einem Treibhauspotenzial von 0,02. Die noch gelisteten Sole-Wasser-Geräte WSW186i(T) und WSW196i(T) sowie die ältere Luft-Wasser-Linie WLW196i nutzen dagegen R410A mit einem GWP von 2.088; die Datenblätter tragen den Hinweis „Enthält fluorierte Treibhausgase“.

Für Käufer ist daran eine Zahl wichtig. Ab dem 1. Januar 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert; als natürlich anerkennt die Richtlinie unter anderem R290, R600a, R1270, R717, R718 und R744. R410A gehört nicht dazu. Ein heute gekauftes R410A-Gerät bleibt zwar in Betrieb und behält seine bereits bewilligte Förderung, aber das Restbestandsargument im Angebot verliert damit an Gewicht. Der frühere Effizienzbonus von 5 % für natürliche Kältemittel ist seit der Richtlinie vom 21. Juli 2026 ohnehin ersatzlos entfallen, sodass R290 aktuell keinen Förderaufschlag mehr bringt, wohl aber Planungssicherheit. Die vollständigen Sätze und Fristen stehen im Ratgeber zur KfW-Heizungsförderung 458.

Unabhängig von der Förderung verschärft die EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase die Grenzwerte: Ab 1. Januar 2027 dürfen Monoblock-Wärmepumpen bis 50 kW und Luft-Wasser-Split-Systeme bis 12 kW nur noch mit Kältemitteln unter einem GWP von 150 neu in Verkehr gebracht werden. R290 ist von diesen Stufen nicht betroffen.

Gibt es eine Buderus Sole-Wärmepumpe mit R290?

Ja, seit 2026. Die Logatherm WSW186i.2 ist eine innen aufgestellte Sole-Wasser-Wärmepumpe mit dem natürlichen Kältemittel R290 und einem GWP von 0,02. Buderus nennt vier Leistungsgrößen mit 6, 8, 13 und 17 kW und eine maximale Vorlauftemperatur von 75 °C; die Speicher- und Ausstattungsvarianten stehen in der Modell- und Preisübersicht.

Der für die Beurteilung interessante Teil ist das Sicherheitskonzept, denn Propan ist brennbar und die Maschine steht im Haus. Serienmäßig verbaut sind eine integrierte Lüftung, zwei Gassensoren auf einem eigenen Safety Board, ein automatischer Selbsttest und eine kontinuierliche Überwachung der Abluftstrecke. Die Kältekreisbox lässt sich für Transport und Einbringung herausnehmen, was in engen Kellertreppen den Unterschied zwischen machbar und unmöglich ausmacht. Eine Einschränkung nennt Buderus selbst: Die Einbindung einer Photovoltaikanlage über die Bedieneinheit BC400 ist erst ab 2027 verfügbar.

Wichtig ist die Unterscheidung zur Vorgängergeneration, die im Netz regelmäßig durcheinandergeht. Die weiterhin gelisteten Baureihen WSW186i(T) und WSW196i(T) sind nicht die neue Maschine. Sie arbeiten mit R410A und erreichen SCOP-Werte von 3,87 bis 4,17, sind im Kältemittel aber eine Generation zurück. Wer eine Erdwärmepumpe von Buderus anfragt, sollte im Angebot deshalb ausdrücklich auf die Typbezeichnung mit „.2“ achten.

Erfahrungen mit Buderus-Wärmepumpen: Feldwerte statt Testlabor

Eine belastbare Feldstudie speziell zu Buderus-Geräten gibt es nicht, und Forenbeiträge sind keine Datenbasis. Was es gibt, ist eine abgeschlossene Langzeitmessung des Fraunhofer ISE an 77 Wärmepumpenheizungen in Ein- bis Dreifamilienhäusern über vier Jahre. Diese Werte gelten für die Gerätekategorie und sind der ehrlichste verfügbare Maßstab für das, was von einem Datenblatt im Alltag übrig bleibt.

Kennwert Buderus-Datenblatt (Normbedingungen) Feldmessung Fraunhofer ISE
Luft-Wasser bei 35 °C SCOP 4,55–5,40 JAZ Ø 3,4 (Spanne 2,6–4,9), 61 Anlagen
Luft-Wasser bei 55 °C SCOP 3,25–4,13 im Feld nicht getrennt ausgewiesen
Sole-Wasser SCOP 3,87–4,17 (R410A-Generation) JAZ Ø 4,3 (Spanne 3,6–5,4), 16 Anlagen
Anteil des Elektroheizstabs im Datenblatt nicht ausgewiesen 1,3 % der elektrischen Arbeit (Luft/Wasser)
Einfluss des Baujahrs nicht ausgewiesen kein Zusammenhang messbar

Quellen: Buderus-Produktdatenblätter, Fraunhofer ISE (Feldmessung an 77 Anlagen, 03.11.2025) · Stand: September 2026

Die Lücke zwischen 5,40 im Prospekt und 3,4 im Feld ist kein Buderus-Problem, sondern die Differenz zwischen Normprüfstand und echtem Haus mit echtem Nutzerverhalten. Sie kostet aber Geld: Bei einem Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026) kostet die Kilowattstunde Heizwärme bei einer JAZ von 3,4 rund 10,9 Cent, bei 4,3 nur noch 8,6 Cent. Über 15.000 kWh Wärmebedarf sind das mehrere hundert Euro im Jahr. Wie sich das auf die Jahresrechnung auswirkt, rechnet der Ratgeber zum Stromverbrauch der Wärmepumpe durch.

Drei Fehlerquellen, die das Fraunhofer ISE im Feld gemessen hat

Die Forscher benennen die Ursachen der schwachen Anlagen konkret. Viele Wärmepumpen waren, bezogen auf den Verbrauch, überdimensioniert. Die Schalthäufigkeit lag bei einem Teil der Anlagen im sehr hohen Bereich. Und bei Anlagen mit Kombispeichern war die Trennung der Temperaturniveaus für Raumheizung und Trinkwasser oft nicht zuverlässig gelöst. Ermutigend ist der vierte Befund: Zwischen dem Baujahr des Gebäudes und der Effizienz ließ sich kein Zusammenhang feststellen, und ausreichend dimensionierte Heizkörper lassen sich im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie eine Flächenheizung. Der Altbau ist also nicht das Problem, die Auslegung ist es.

Wie leise ist die Logatherm im geräuschreduzierten Nachtbetrieb?

Beim Schall lohnt der Blick auf den gedrosselten Betrieb, weil nachts die Nachbarschaftskonflikte entstehen. Buderus gibt für jede Baugröße zwei Werte an, einmal im Normalbetrieb und einmal geräuschreduziert, jeweils als Schalldruck in 3 Metern Entfernung.

Baureihe und Größe Normalbetrieb Geräuschreduzierter Betrieb
WLW176i / WLW186i AR, Größe -4 39,7 dB(A) 25,5 dB(A)
WLW176i / WLW186i AR, Größe -5 41,5 dB(A) 28,5 dB(A)
WLW176i / WLW186i AR, Größe -7 46,2 dB(A) 28,7 dB(A)
WLW176i / WLW186i AR, Größe -10 46,8 dB(A) 31,2 dB(A)
WLW176i / WLW186i AR, Größe -12 48,5 dB(A) 34,9 dB(A)
WLW166i MBB AR (-4 bis -13) 47,5–53,5 dB(A) 33,5–39,5 dB(A)
WLW186i MBE+ AR (-11 bis -15) 47,5–52,5 dB(A) 33,4–37,4 dB(A)

Quellen: Buderus-Produktdatenblätter zu WLW166i MBB AR und WLW186i MBE+ AR · Stand: September 2026

Das Ergebnis widerspricht der Intuition. Die leiseste Buderus ist nicht die neueste, sondern die kleine WLW176i beziehungsweise WLW186i in Größe -4 mit 25,5 dB(A) im gedrosselten Betrieb. Die neue MBE+ liegt selbst gedrosselt bei 33,4 bis 37,4 dB(A), also rund 8 bis 12 dB(A) darüber. Nach der akustischen Faustregel, dass plus 10 dB(A) subjektiv als doppelt so laut gelten, ist das ein hörbarer Unterschied. Das ist der Preis für die höhere Leistung, kein Konstruktionsfehler. Für ein enges Reihenhausgrundstück ist er trotzdem relevant. Die innen aufgestellten Sole-Geräte umgehen das Thema ohnehin, sie liegen laut Datenblatt bei maximal 28 bis 37 dB(A) Schalldruck. Wie sich Buderus im Marktumfeld einordnet, zeigt der Vergleich der leisesten Wärmepumpen.

Systemgarantie im Kleingedruckten: Bedingungen, Wartung und laufende Kosten

Die beworbene 5-Jahres-Systemgarantie ist ein echtes Argument, hat aber Bedingungen, die man vor der Unterschrift kennen sollte. Nach den Garantiebedingungen mit Stand 10/2025 gilt sie ausdrücklich nur für ein „Logaplus Paket“ oder ein „Logasys System“, also für die Kombination aus Wärmeerzeuger und abgestimmten Systemkomponenten mit einer Artikelnummer und einem Preis. Ein einzeln beschafftes Gerät, das der Installateur mit fremdem Speicher und fremder Hydraulik kombiniert, fällt nicht darunter.

Diese Punkte müssen zusätzlich erfüllt sein:

  • Installation durch einen Fachhandwerker und Inbetriebnahme in Deutschland am oder nach dem 1. Juli 2022.
  • Registrierung innerhalb von sechs Monaten nach der Inbetriebnahme, sonst entsteht kein Garantieanspruch.
  • Wartung einmal jährlich, wobei das Intervall 16 Monate nicht überschreiten darf, und eine leichte, sichere Zugänglichkeit der Anlage.
  • Im Schadensfall Meldung innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis des Mangels, dazu Wartungsnachweis, Inbetriebnahmeprotokoll (bei Wärmepumpen zwingend) und Rechnung.
  • Fremdhandwerkerkosten behält Buderus sich vor abzulehnen, wenn der Einsatz nicht vorher schriftlich autorisiert wurde. Verschleißteile, Ausstellungsstücke sowie Transport-, Montage- und Fremdeinwirkungsschäden sind ausgenommen.

Ein zweiter Punkt wird häufig falsch wiedergegeben: Die 10-Jahres-Wärmetauschergarantie deckt laut den Bedingungen keine Wärmepumpe ab. Auf der Garantieseite sind ausschließlich Gas-Brennwert-Baureihen wie Logamax plus GB192i oder Logano plus KB372 aufgeführt, keine einzige Logatherm.

Die jährliche Wartung ist damit nicht optional, sondern Bedingung. Kalkulieren Sie dafür laut Verbraucherzentrale 150 bis 300 EUR pro Jahr, über fünf Jahre also 750 bis 1.500 EUR laufende Kosten, die im Angebot selten auftauchen.

Was kostet eine Buderus Wärmepumpe mit Einbau, und lohnt der Markenaufpreis?

Vorab die Einordnung: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 195.000 Wärmepumpen abgesetzt (BWP), der Markt ist also kein Nischengeschäft mehr, und Buderus preist entsprechend im Mittelfeld der Markenanbieter. Die Listenpreise ohne Installation liegen je nach Baureihe und Inneneinheit zwischen rund 8.200 und 43.765 EUR; für die WLW186i MBE+ AR, die großen 186i-Größen und die neue WSW186i.2 nennt Buderus gar keine unverbindliche Preisempfehlung. Ob die Beträge netto oder brutto gemeint sind, schreibt der Hersteller nicht dazu.

Für die Bewertung zählt ohnehin nur ein einziger Vergleichspunkt, und der beantwortet die Preis-Leistungs-Frage besser als jede Preistabelle. Die WLW186i-7 AR mit Tower T180 kostet 15.950 EUR, die technisch identische WLW176i-7 AR mit demselben Tower 15.165 EUR. Der Aufpreis von 785 EUR kauft ausschließlich die höhere maximale Vorlauftemperatur, 75 statt 60 °C. In einem unsanierten Bestandsgebäude sind diese 785 EUR gut angelegt. In einem Neubau mit Fußbodenheizung zahlen Sie für eine Reserve, die Sie nie abrufen.

Was die komplette Anlage inklusive Einbau kostet, hängt an Hydraulik, Speicher, Elektroanschluss und Aufstellort und nicht am Markennamen. Die vollständigen Preisstaffeln aller Baureihen stehen in der Übersicht zu Buderus Logatherm Modellen und Preisen, die Gesamtrechnung inklusive Montage im Ratgeber Wärmepumpe Kosten und Förderung. Zur Einordnung der Förderseite: Im Standardfall aus 30 % Grundförderung und 16 % Klimageschwindigkeitsbonus sind das 46 % auf maximal 28.000 EUR förderfähige Kosten, also 12.880 EUR Zuschuss. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus auf 12 %, und die förderfähigen Kosten sinken ab demselben Datum halbjährlich um jeweils 750 EUR.

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Schwächen im Test: Wovon ich bei Buderus-Wärmepumpen abrate

Kein Programm ist überall stark. Fünf Punkte würde ich vor der Unterschrift kritisch prüfen.

Die WLW176i im unsanierten Altbau. 60 °C maximale Vorlauftemperatur sind die härteste Grenze im ganzen Programm. Wer alte Heizkörper behalten will, kauft hier ein Gerät, dem an den kältesten Tagen schlicht Vorlauftemperatur fehlt. Die 785 EUR Aufpreis zur 186i sind in diesem Fall die günstigste Versicherung, die das Angebot enthält.

Die MBE+ im kleinen Einfamilienhaus. Ihre kleinste Teillast liegt bei 4,7 kW. Genau die Überdimensionierung, die das Fraunhofer ISE als häufigsten Feldfehler gemessen hat, entsteht so am Reißbrett. Unter etwa 11 kW Heizlast gehört diese Baureihe nicht ins Angebot.

Die R410A-Auslaufgeneration. Die Logatherm WLW196i AR S+ und die Sole-Baureihen WSW186i(T) und WSW196i(T) sind weiterhin auf den Buderus-Produktseiten gelistet. Alle drei laufen mit R410A, die WLW196i kommt zudem nur auf 62 °C Vorlauf. Als rabattiertes Restbestandsangebot können sie rechnerisch aufgehen, die Förderfähigkeit ab 2028 gilt aber nur noch für natürliche Kältemittel. Die Details zur ältesten Luft-Wasser-Linie stehen im Test der Logatherm WLW196i.

Die WLW166i mit vorläufigen Daten. Buderus kennzeichnet die Datenblatt-Tabelle dieser Baureihe selbst als vorläufig, lieferbar sind die kleinen Größen ab dem zweiten Quartal 2026, die Größen 10 und 13 ab dem dritten. Wer im laufenden Heizsaison-Winter eine funktionierende Anlage braucht, sollte den Liefertermin schriftlich bestätigen lassen.

Die Garantie nur im Paket. Ein Angebot, das Gerät und Speicher aus verschiedenen Quellen zusammenstellt, kann günstiger aussehen und kostet die fünfjährige Systemgarantie. Prüfen Sie im Angebot, ob dort ein Logaplus- oder Logasys-Paket mit einer Artikelnummer steht. Worauf es in Angeboten sonst noch ankommt, steht in der Checkliste Wärmepumpen-Angebot einholen und prüfen; wie sich Buderus gegen andere Marken schlägt, zeigt der Hersteller-Vergleich 2026.

Häufige Fragen zur Buderus Wärmepumpe im Test

Ist Buderus Testsieger bei der Stiftung Warentest?

Die Logatherm WLW186i-10 AR E war Testsieger im Wärmepumpen-Test der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote gut (2,3), veröffentlicht in test 8/2024; den Gesamtsieg teilte sie sich punktgleich mit dem Gerät eines weiteren Herstellers. Im aktuellen Test vom 23. September 2025 (Heft 10/25) wurde kein Buderus-Gerät geprüft. Der Titel gilt also für ein bestimmtes Gerät und einen bestimmten Jahrgang, nicht für das Programm 2026.

Ist die Buderus Logatherm WLW186i wirklich so gut wie die Testergebnisse versprechen?

Die Datenblattwerte stützen das gute Urteil: SCOP 4,55 bis 4,77 bei 35 °C, bis 75 °C Vorlauf und im geräuschreduzierten Betrieb je nach Größe 25,5 bis 34,9 dB(A) in 3 Metern. Im Feld erreichen Luft-Wasser-Wärmepumpen aber im Mittel eine JAZ von 3,4. Über die tatsächliche Effizienz entscheidet die Auslegung stärker als das Gerät. Alle Details im Einzeltest der WLW186i.

Welche neue Buderus Wärmepumpe gibt es 2026?

Neu im Programm sind die Logatherm WLW186i MBE+ AR für größere Bestandsgebäude, in drei Baugrößen von 11 bis 13,9 kW bei A-7/W35, und die Sole-Wasser-Wärmepumpe Logatherm WSW186i.2 mit dem natürlichen Kältemittel R290, vier Leistungsgrößen von 6 bis 17 kW und bis zu 75 °C Vorlauftemperatur. Die preisoptimierte WLW166i MBB AR ist ab dem zweiten beziehungsweise dritten Quartal 2026 lieferbar.

Welche Erfahrungen gibt es mit Buderus Wärmepumpen?

Eine herstellerspezifische Feldstudie existiert nicht. Belastbar sind die Messwerte des Fraunhofer ISE für die Gerätekategorie: 77 Anlagen über vier Jahre, im Mittel JAZ 3,4 bei Luft-Wasser-Geräten und 4,3 bei erdgekoppelten Anlagen, wobei der Elektroheizstab nur 1,3 % der elektrischen Arbeit übernahm. Die Streuung von 2,6 bis 4,9 zeigt, wie stark die Planung wiegt.

Was kostet eine Buderus Wärmepumpe?

Die Listenpreise von Buderus reichen ohne Installation von rund 8.200 EUR für die kleinste Baugröße mit wandhängender Inneneinheit bis 43.765 EUR für die WLW286-42 im Mehrfamilienhaus; für mehrere Baureihen nennt der Hersteller gar keine Preisempfehlung. Die vollständigen Staffeln und die Gesamtkosten inklusive Einbau stehen in der Modell- und Preisübersicht.

Gibt es eine Buderus Wärmepumpen-Preisliste?

Buderus veröffentlicht auf den Produktseiten je Variante eine unverbindliche Preisempfehlung, ausdrücklich ohne Installationskosten. Eine vollständige Endkunden-Preisliste als Dokument gibt es nicht, und für die MBE+, die großen 186i-Größen sowie die WSW186i.2 bleibt die Preisspalte leer. Welche Baureihe was kostet, ist nach Größen sortiert in der Modell- und Preisübersicht aufgeschlüsselt; verbindlich ist immer das Angebot des Fachbetriebs.

Sind Bosch und Buderus Wärmepumpen baugleich?

Buderus ist eine Marke der Bosch Thermotechnik GmbH, und die Wärmepumpen beider Marken teilen sich weitgehend die Technik. Welche Modellpaare sich tatsächlich entsprechen und wo Preis, Vertrieb und Service auseinandergehen, klärt der Vergleich Bosch oder Buderus Wärmepumpe.

Bleiben Buderus-Wärmepumpen nach 2028 förderfähig?

Alle sechs aktuellen Baureihen einschließlich der neuen WSW186i.2 arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 und erfüllen damit die Anforderung, die ab dem 1. Januar 2028 gilt. Die Geräte mit R410A, also die WLW196i sowie die Sole-Baureihen WSW186i(T) und WSW196i(T), erfüllen sie nicht und wären ab diesem Stichtag nicht mehr förderfähig. Die Fördersätze und Fristen stehen im Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung.

Welche Vorlauftemperatur erreichen die Buderus-Baureihen?

Die WLW186i AR, die WLW186i MBE+ AR, die WLW166i MBB AR und die WSW186i.2 erreichen bis zu 75 °C. Die WLW176i AR ist auf 60 °C begrenzt, die WLW286 für Mehrfamilienhäuser auf 70 °C bis minus 10 °C Außentemperatur. Die ältere WLW196i kommt auf 62 °C. Für unsanierte Gebäude mit alten Heizkörpern sind die 75-°C-Baureihen die sichere Wahl.

Nächster Schritt: Passt eine Buderus-Baureihe zu Ihrem Gebäude?

Die Entscheidung fällt nicht zwischen Marken, sondern zwischen Ihrer benötigten Vorlauftemperatur und Ihrer Heizlast. Erst wenn beide Zahlen auf dem Tisch liegen, lässt sich sagen, ob die 60 °C der WLW176i reichen, ob es die 75-°C-Baureihe sein muss oder ob eine Sole-Anlage die bessere Rechnung ergibt. Mit der Gebäudeanalyse von reduco bekommen Sie diese Ausgangswerte für Ihre Adresse und können Angebote anschließend gegen Ihre eigenen Zahlen prüfen statt gegen einen Prospekt.

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