Wolf oder Buderus Wärmepumpe 2026: 70 °C gegen 75 °C
Wolf CHA-Monoblock oder Buderus Logatherm WLW186i AR? 70 °C gegen 75 °C Vorlauf, beide mit R290. Alle Kennzahlen, Preise und Förderung 2026 im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
- Vorlauftemperatur: Die Wolf CHA-Monoblock erreicht laut Datenblatt 70 °C im reinen Wärmepumpenbetrieb, die Buderus Logatherm WLW186i AR 75 °C (bei −10 °C Außentemperatur noch 65 °C). Die Neubau-Schwester WLW176i AR ist auf 60 °C begrenzt und für Altbau-Heizkörper deshalb meist die falsche Wahl.
- Leistungsklassen: Buderus fängt deutlich kleiner an. Die kleinste Außeneinheit liefert 3,9 kW bei A−7/W35, die kleinste Wolf CHA-07 dagegen 6,8 kW. Für sanierte Häuser mit geringer Heizlast ist das der wichtigste praktische Unterschied.
- Effizienz nahezu gleichauf: Bei 35 °C Vorlauf nennt Wolf für die CHA-10 eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von 191 %, Buderus für die WLW186i-10 AR E 188 %. Dieser Abstand entscheidet keine Kaufentscheidung.
- Schall: Buderus liegt bei jeder vergleichbaren Baugröße vorn. 58,3 dB(A) maximaler Schallleistungspegel (10 kW) gegen 60 dB(A) bei der Wolf CHA-10, im leisen Betrieb 48,7 gegen 51 dB(A).
- Preise: Buderus veröffentlicht unverbindliche Preisempfehlungen ab 9.355 € für das Gerät, Wolf nennt öffentlich keine Preise. Installation ist in beiden Fällen nicht enthalten.
- Förderung 2026: Beide Baureihen nutzen R290 und sind über die KfW-Heizungsförderung 458 mit bis zu 70 % (einkommensabhängig 80 %) auf maximal 28.000 € förderfähige Kosten bezuschussbar.
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Update (Stand: 20. August 2026): Seit dem 21. Juli 2026 gilt die neue BEG-Förderrichtlinie. Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 28.000 € für die erste Wohneinheit, der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 % und sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um vier Prozentpunkte. Der frühere Effizienzbonus ist gestrichen.
Wolf aus dem niederbayerischen Mainburg und Buderus aus Wetzlar sind zwei deutsche Traditionsmarken mit dichtem Fachhandwerksnetz. Beide haben ihre aktuellen Luft-Wasser-Wärmepumpen auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) umgestellt, beide bleiben damit auch nach 2028 förderfähig. Trotzdem sind es zwei sehr unterschiedliche Angebote: Wolf verkauft eine Monoblock-Baureihe in vier Größen, Buderus zwei Baureihen mit drei Inneneinheit-Varianten und fünf Leistungsgrößen. Wer das übersieht, vergleicht am Ende Äpfel mit Birnen.
Dieser Artikel stellt die Datenblätter nebeneinander und sagt, welche Zahlen wirklich vergleichbar sind. Wenn Sie zuerst die komplette Modellpalette einer Marke sehen wollen: Alle Wolf-CHA-Modelle mit Preisen und Erfahrungen und die Buderus-Logatherm-Übersicht finden Sie in den jeweiligen Marken-Ratgebern. Einen breiteren Marktüberblick liefert der Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.
Wolf CHA gegen Buderus Logatherm: die Kennwerte im Direktvergleich
Sinnvoll vergleichbar sind die Geräte nur in ähnlicher Baugröße. Die folgende Tabelle stellt deshalb die Wolf CHA-10 der Buderus-Kombination aus WLW186i AR und der 10-kW-Außeneinheit gegenüber, jeweils mit den Werten aus den Herstellerdatenblättern.
| Merkmal | Wolf CHA-10 Monoblock | Buderus Logatherm WLW186i-10 AR |
|---|---|---|
| Bauart | Monoblock, Außen- plus Innenmodul | Monoblock-Außeneinheit plus Inneneinheit |
| Max. Leistung bei A−7/W35 | 9,8 kW | 9,6 kW |
| Kältemittel / GWP | R290 (Propan) / 0,02 | R290 (Propan) / 0,02 |
| Kältemittelfüllmenge | 3,4 kg | 1,6 kg |
| Max. Vorlauf (reiner WP-Betrieb) | 70 °C | 75 °C (65 °C bei −10 °C) |
| COP nach EN 14511 (A7/W35) | 5,7 | 4,84 (Baureihen-Bestwert 4,85) |
| Raumheizungs-Energieeffizienz 35 °C | 191 % | 188 % (Variante E) |
| Raumheizungs-Energieeffizienz 55 °C | 141 % | 142 % (Variante E) |
| Max. Schallleistungspegel Tag | 60 dB(A) | 58,3 dB(A) |
| Schallleistung im leisen Betrieb | 51 dB(A) | 48,7 dB(A) |
| Betriebsgrenze Heizen | −22 bis +40 °C | −22 bis +45 °C |
| Elektrischer Zuheizer | 9 kW | 9 kW |
| Varianten der Inneneinheit | ein Innenmodul, Wärmepumpencenter CHC optional | drei Varianten: T180, TP70 und Wandmodul E |
Quellen: WOLF CHA-Monoblock 07/10, Buderus Logatherm WLW186i AR sowie die Buderus-Broschüre Logatherm WLW186i AR (PDF; dort stehen COP, Zuheizer, Arbeitsbereich und die Vorlauftemperatur bei −10 °C). Stand: August 2026.
Auf den ersten Blick trennt die beiden wenig: gleiche Bauart, gleiches Kältemittel, nahezu gleiche Effizienzwerte, fast identische Heizleistung im Auslegungspunkt. Die Unterschiede liegen in vier Punkten, die im Folgenden einzeln aufgeschlüsselt werden: Vorlauftemperatur, Leistungsklassen, Schall und Preistransparenz.
Kältemittel: beide auf R290, ein Detail irritiert im Datenblatt
Beide Hersteller setzen bei den aktuellen Baureihen auf R290 (Propan). Wolf nennt für die gesamte CHA-Serie ein Treibhauspotenzial von 0,02 nach IPCC AR6, Buderus gibt in der Datenblatt-Tabelle der Produktseite ebenfalls einen GWP von 0,02 an. In der Buderus-Broschüre steht dagegen der ältere AR4-Wert 3, ausdrücklich bezogen auf IPCC AR4. Das ist kein Widerspruch, sondern derselbe Stoff mit zwei unterschiedlichen Bezugsrahmen: Der vierte IPCC-Sachstandsbericht führt Propan mit 3, der sechste mit 0,02. Wer Datenblätter vergleicht, sollte diesen Punkt kennen, sonst wirkt Buderus auf dem Papier grundlos schlechter.
Das Umweltbundesamt ordnet den Stoff eindeutig ein: Wärmepumpen mit halogenfreien Kältemitteln sind besonders umweltfreundlich, weil die Treibhauspotenziale dieser Kältemittel sehr gering sind. Förderpolitisch wird das ab 2028 zur harten Grenze: Ab 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert. Beide Marken sind damit auf der sicheren Seite, das Kältemittel ist zwischen Wolf und Buderus kein Unterscheidungskriterium. Es ist aber ein starkes Argument gegen ältere Restposten mit synthetischen Kältemitteln, die 2026 noch günstig angeboten werden. Die Unterschiede der Stoffe erklärt der Vergleich von R32 und R290 im Detail.
Ein praktischer Nebenaspekt: Die Wolf CHA-10 führt 3,4 kg Propan mit, die Buderus-Außeneinheit in derselben Klasse nur 1,6 kg. Propan ist brennbar, weshalb Aufstellabstände und Schutzbereiche eingehalten werden müssen. Kleinere Füllmengen erleichtern in engen Grundstückssituationen die Planung. Verbindlich klärt das immer der Fachbetrieb anhand der Herstellervorgaben, nicht der Prospekt.
Vorlauftemperatur: 70 gegen 75 °C und was das im Altbau bedeutet
Hier trennen sich die Wege am deutlichsten, und die eigentliche Frage lautet nicht nur "Wolf oder Buderus", sondern zusätzlich "welche Buderus".
| Modell | Max. Vorlauftemperatur | Zielgebäude laut Hersteller |
|---|---|---|
| Wolf CHA-07 / CHA-10 | 70 °C | Einfamilienhaus, Neubau und Modernisierung |
| Wolf CHA-16/20 und CHA-20/24 | 70 °C | Große EFH, Mehrfamilienhäuser, Kaskade bis 100 kW |
| Buderus Logatherm WLW186i AR | 75 °C (65 °C bei −10 °C) | Modernisierung und Neubau |
| Buderus Logatherm WLW176i AR | 60 °C | Neubau |
Quellen: WOLF CHA-Monoblock 07/10, WOLF CHA-Monoblock 16/20/24, Buderus WLW186i AR, Buderus WLW176i AR und die Buderus-Broschüre Logatherm WLW186i AR (PDF) für den Wert bei −10 °C. Stand: August 2026.
Buderus hat mit den 75 °C der WLW186i AR die höhere Spitze, und der Hersteller wirbt genau damit für den Bestand mit Heizkörpern. Wichtig ist die Fußnote: Die 75 °C gelten nicht bei jeder Witterung. Bei −10 °C Außentemperatur sinkt die maximale Vorlauftemperatur auf 65 °C. Wolf nennt für die CHA schlicht 70 °C im reinen Wärmepumpenbetrieb, ohne die Außentemperatur zu benennen, bei der dieser Wert noch anliegt. Das ist eine Lücke im Wolf-Datenblatt, die Sie im Angebotsgespräch schließen lassen sollten.
Für die Praxis relevanter als die Spitze ist ohnehin der Alltagswert, denn jedes Grad weniger Vorlauf verbessert die Arbeitszahl spürbar. 70 oder 75 °C sind die Reserve für die zehn kältesten Tage im Jahr und nicht der Dauerbetriebspunkt. Buderus schreibt das in der eigenen Produktinformation sogar ausdrücklich hin: Trotz der 75 °C Spitze sollte das Heizsystem mit maximal 55 °C Vorlauftemperatur betrieben werden. Wer im unsanierten Altbau eine Wärmepumpe plant, gewinnt deshalb mit hydraulischem Abgleich und dem Tausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper meist mehr als mit fünf Grad mehr Spitzentemperatur auf dem Papier.
Klar ist dagegen die Absage an ein Modell: Die WLW176i AR mit 60 °C ist ausdrücklich für den Neubau gedacht. Wenn Ihnen jemand diese Variante für ein Bestandsgebäude mit klassischen Radiatoren anbietet, ist das der falsche Vorschlag, unabhängig vom Preis.
Effizienz: welche Zahlen wirklich vergleichbar sind
Beim Wirkungsgrad wird es unübersichtlich, weil beide Hersteller unterschiedliche Punkte betonen. Wolf gibt für die CHA-10 einen COP von 5,7 bei A7/W35 an, Buderus für die aktuelle Generation bis 4,85 bei A7/W35 (die direkt vergleichbare WLW186i-10 AR liegt bei 4,84). Das sieht nach einem klaren Vorsprung für Wolf aus, ist aber nicht sauber vergleichbar: Wolf weist diesen COP laut Datenblatt bei einer Nennleistung von 4,1 kW aus, während dasselbe Gerät bei A−7/W35 bis zu 9,8 kW liefert. Der Bestwert stammt also aus einem Betriebspunkt weit unterhalb der Maximalleistung, und dort steht jede invertergeregelte Wärmepumpe besonders gut da. Buderus nennt zu seinem COP-Wert keine zugehörige Leistung, die beiden Zahlen lassen sich also gar nicht auf denselben Betriebspunkt zurückrechnen.
Belastbarer ist die genormte jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz (ETA_s) nach ErP, die beide Hersteller für dieselben Klimaverhältnisse ausweisen.
| Kennwert ETA_s (durchschnittliche Klimaverhältnisse) | Wolf | Buderus |
|---|---|---|
| 35 °C Vorlauf, CHA-07 bzw. WLW186i-7 AR E | 194 % | 180 % |
| 35 °C Vorlauf, CHA-10 bzw. WLW186i-10 AR E | 191 % | 188 % |
| 35 °C Vorlauf, CHA-16/20 (SCOP 5,46) | 215 % | keine Entsprechung |
| 55 °C Vorlauf, jeweils Bestwert der Baureihe | 154 % (CHA-16/20) | 142 % (WLW186i-10 AR E) |
Quellen: WOLF CHA-Monoblock 07/10, WOLF CHA-Monoblock 16/20/24 und Buderus WLW186i AR. Stand: August 2026.
In der für Einfamilienhäuser wichtigsten Klasse um 10 kW liegen beide praktisch gleichauf, 191 gegen 188 Prozent. Das sind rund drei Prozentpunkte, die im realen Betrieb von Auslegung, Hydraulik und Nutzerverhalten locker überdeckt werden. Erst bei den großen Wolf-Geräten wird der Abstand deutlich: Die CHA-16/20 erreicht 215 % und einen SCOP von 5,46 bei 35 °C Vorlauf. Dafür hat Buderus in dieser Leistungsklasse schlicht kein Gegenstück, die Baureihe endet bei 12 kW Außeneinheit.
Umgekehrt gilt: Buderus liefert die Effizienzwerte für jede einzelne Kombination aus Leistungsgröße und Inneneinheit, Wolf nur pro Baureihe. Wer rechnen will, bekommt bei Buderus die feinere Datenbasis.
Leistungsklassen: der unterschätzte Unterschied
Dieser Punkt entscheidet in der Praxis häufiger als die Vorlauftemperatur, wird aber selten diskutiert.
| Leistungsgröße (max. Leistung bei A−7/W35) | Wolf CHA | Buderus Logatherm WLW MB AR |
|---|---|---|
| unter 5 kW | nicht verfügbar | 3,9 kW |
| 5 bis 7 kW | 6,8 kW (CHA-07) | 5,4 kW und 6,7 kW |
| 9 bis 12 kW | 9,8 kW (CHA-10) | 9,6 kW und 11,6 kW |
| 16 bis 17 kW | 16,7 kW (CHA-16/20) | nicht verfügbar |
| 18 bis 20 kW | 19,6 kW (CHA-20/24), Kaskade bis 100 kW | nicht verfügbar |
Quellen: WOLF CHA-Monoblock 07/10, WOLF CHA-Monoblock 16/20/24 und Buderus WLW186i AR. Stand: August 2026.
Ein energetisch saniertes Einfamilienhaus hat oft eine Heizlast von vier bis sechs Kilowatt. Für solche Gebäude ist die kleinste Wolf CHA-07 mit 6,8 kW bereits an der oberen Kante, während Buderus mit 3,9 und 5,4 kW zwei passendere Stufen anbietet. Eine zu groß gewählte Wärmepumpe taktet häufiger, das kostet Effizienz und Verdichterlebensdauer. Verbindlich ist deshalb immer die Heizlastberechnung nach Norm, nicht die Quadratmeterzahl und erst recht nicht der Kesselaufkleber der alten Gasheizung.
Am anderen Ende dreht sich das Bild vollständig um. Für große Bestandsgebäude, Zweifamilienhäuser mit hohem Bedarf oder kleine Mehrfamilienhäuser hat Wolf mit der CHA-16/20 und der CHA-20/24 ein Angebot, das Buderus in dieser Baureihe nicht hat. Wolf erlaubt zudem die Kaskade aus bis zu fünf Geräten mit reiner Wärmepumpenleistung bis 100 kW. Wer ein Mehrparteienhaus umstellt, landet in diesem Zweikampf fast zwangsläufig bei Wolf.
Schall und Aufstellort: Buderus liegt bei jeder vergleichbaren Baugröße vorn
Der Schallleistungspegel ist die einzige Schallgröße, die beide Hersteller nach derselben Norm angeben. Deshalb ist er hier die Vergleichsbasis, nicht der Schalldruck, der immer von einem gewählten Abstand abhängt.
| Baugröße | Wolf CHA (Tag / leiser Betrieb) | Buderus WLW MB AR (Tag / leiser Betrieb) |
|---|---|---|
| ca. 4 kW | nicht verfügbar | 51,2 / 43,3 dB(A) |
| ca. 5 kW | nicht verfügbar | 53 / 46 dB(A) |
| ca. 7 kW | 58 / 49 dB(A) (CHA-07) | 57,7 / 46,2 dB(A) |
| ca. 10 kW | 60 / 51 dB(A) (CHA-10) | 58,3 / 48,7 dB(A) |
| ca. 12 kW | nicht verfügbar | 60 / 52,4 dB(A) |
| 16 bis 24 kW | 65 bis 66 / 56 bis 58 dB(A) | nicht verfügbar |
Quellen: WOLF CHA-Monoblock 07/10, WOLF CHA-Monoblock 16/20/24 und Buderus WLW186i AR. Alle Werte sind Schallleistungspegel. Stand: August 2026.
Der Vorsprung von Buderus ist real, fällt aber kleiner aus, als die Überschrift vermuten lässt. Am Tag sind es in der 7-kW-Klasse nur 0,3 Dezibel (57,7 gegen 58) und in der 10-kW-Klasse 1,7 Dezibel (58,3 gegen 60). Deutlicher wird der Abstand im geräuschreduzierten Betrieb mit 2,8 beziehungsweise 2,3 Dezibel. Drei Dezibel entsprechen ungefähr einer Halbierung der Schallleistung, hörbar ist der Unterschied am Zaun trotzdem eher dezent. Buderus nennt für die 5-kW-Einheit zusätzlich einen Schalldruckpegel von 28,5 dB(A) in 3 m Entfernung im geräuschreduzierten Betrieb, Wolf veröffentlicht für die CHA keinen Schalldruckwert mit Abstandsangabe.
Förderrelevant ist der Schall bei beiden Marken unproblematisch. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die KfW Luft-Wasser-Wärmepumpen nur fördert, wenn die Geräuschemissionen des Außengeräts mindestens 10 dB unter den EU-Grenzwerten liegen. Das erfüllen beide Baureihen. Entscheidender als die Marke ist am Ende der Aufstellort, dazu mehr im Ratgeber zu Lautstärke und Schallschutz bei Wärmepumpen.
Regelung, App und Netzanbindung
Beide Hersteller liefern das Kommunikationsmodul serienmäßig mit, was 2026 nicht selbstverständlich ist.
Wolf stattet jede CHA-Wärmepumpe ab Werk mit dem WOLF Link Schnittstellenmodul aus und macht sie damit EEBus-fähig. Bedient wird die Anlage über die Smartset App und das Smartset Portal, der Fachbetrieb kann Anlagendaten aus der Ferne einsehen. Die CHA ist SG Ready, PV-Überschuss lässt sich über eine Zweidrahtleitung zum Wechselrichter für Heizen, Warmwasser oder Kühlen nutzen.
Buderus regelt das System über die Bedieneinheit Logamatic BC400 auf Basis von EMS plus, dazu kommt die App MyBuderus für Betreiber und das Portal ConnectPRO für den Fachbetrieb. Das Funkmodul MX300 ist bei allen Varianten im Lieferumfang enthalten. Für die PV-Kopplung bietet Buderus den MyEnergyMaster an, der die Wärmepumpe abhängig von der Solarstromerzeugung ansteuert.
Funktional nehmen sich die Systeme wenig. Der Unterschied liegt in der Systemtiefe: Buderus deckt als Bosch-Marke vom Speicher über die Lüftung bis zur PV-Anlage mehr Komponenten aus einer Hand ab, Wolf punktet mit der eigenen Lüftungstechnik und einer schlanken, gut dokumentierten Monoblock-Logik.
Preise, Garantie und Servicenetz
Hier gibt es einen Unterschied, der selten erwähnt wird und im Einkauf hilft: Buderus veröffentlicht Preise, Wolf nicht.
Auf den Buderus-Produktseiten stehen unverbindliche Preisempfehlungen für jede einzelne Variante. Für die WLW176i AR reicht die Spanne von 9.355 € für die kleinste Wandvariante bis 19.880 € für die 12-kW-Version mit Warmwasserspeicher, für die WLW186i AR von 10.150 € bis 15.950 € in den gelisteten Größen. Buderus stellt ausdrücklich klar, dass in diesen Preisen die Kosten für die Installation nicht berücksichtigt sind. Interessant ist der Abstand zwischen den Baureihen: Bei gleicher Größe und gleicher Inneneinheit kostet die 75-°C-Variante WLW186i je nach Ausführung 615 bis 795 € mehr als die 60-°C-Variante WLW176i. Für 15 Grad mehr Vorlaufreserve ist das ein überschaubarer Aufpreis.
Wolf nennt auf den öffentlichen Produktseiten keine Preise. Die Preislisten liegen im myWOLF-Fachpartnerportal hinter einem Login, Endkunden erhalten Zahlen ausschließlich über den Fachbetrieb. Das macht einen Marken-Preisvergleich vor dem ersten Angebot schwierig. Belastbare Bandbreiten für die Komplettinstallation inklusive Montage, Speicher, Elektroarbeiten und Demontage der Altheizung finden Sie in der Übersicht zu den Wärmepumpen-Kosten im Einfamilienhaus 2026. Als regulatorischer Anker taugt die Förderobergrenze: Die KfW erkennt für die erste Wohneinheit maximal 28.000 € Gesamtkosten an, was den typischen Rahmen einer Komplettanlage gut abbildet.
Bei den laufenden Kosten gibt es keinen Markenunterschied. Die Verbraucherzentrale nennt für die Wartung einer Wärmepumpe 150 bis 300 Euro jährlich. Das gilt für Wolf wie für Buderus.
Bei Garantie und Service liegen beide auf ähnlichem Niveau, mit unterschiedlichem Zuschnitt:
- Wolf gewährt 5 Jahre Garantie, gebunden an drei Bedingungen: Registrierung der Seriennummer innerhalb von 12 Monaten nach Inbetriebnahme, fachgerechte Inbetriebnahme durch einen WOLF-Fachpartner und dokumentierte regelmäßige Wartung. Fehlen die Nachweise, kann die Garantie entfallen. Der Konzern ist mit der Konzernzentrale in Mainburg und 14 weiteren Niederlassungen im Bundesgebiet vertreten.
- Buderus bietet ebenfalls 5 Jahre Systemgarantie, laut Garantiebedingungen allerdings nur für komplette Logasys-Systeme und Logaplus-Pakete, registriert innerhalb von 6 Monaten nach Inbetriebnahme. Dazu kommt eine 10-jährige Wärmetauschergarantie. Der Kundendienst arbeitet nach Herstellerangaben mit fast 300 Servicetechnikern deutschlandweit.
Der Praxispunkt daraus: Beide Marken machen die Garantie von einer fristgebundenen Registrierung abhängig, bei Wolf innerhalb von 12 Monaten, bei Buderus innerhalb von 6 Monaten nach Inbetriebnahme. Das Buderus Garantie-Zertifikat erhalten Sie über den Heizungsfachpartner. Heben Sie in beiden Fällen jede Rechnung auf und klären Sie die genauen Bedingungen vor der Bestellung.
Förderung 2026: das Rechenbeispiel mit 28.000 €
Beide Baureihen sind über die KfW-Heizungsförderung für Wohngebäude (Programm 458) förderfähig, weil sie die technischen Mindestanforderungen erfüllen und ein natürliches Kältemittel nutzen. Die Sätze sind markenneutral, es gibt also keinen Förderbonus für Wolf oder Buderus.
Seit dem 21. Juli 2026 gilt: Die Grundförderung beträgt 30 %, der Klimageschwindigkeitsbonus 16 % und der Einkommensbonus je nach zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen 40 %, 30 % oder 10 %. Als Förderhöchstbetrag erkennt die KfW 28.000 € für die erste Wohneinheit an.
Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit 28.000 € förderfähigen Kosten:
- Standardfall ohne Boni: 30 % Grundförderung ergeben 8.400 € Zuschuss.
- Mit Klimageschwindigkeitsbonus (funktionstüchtige Gasheizung, mindestens 20 Jahre alt, selbst genutzt): 30 % plus 16 % sind 46 %, also 12.880 €.
- Zusätzlich mit Einkommensbonus bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 €: rechnerisch 76 %, gedeckelt auf die Obergrenze von 70 %, also 19.600 €.
- Maximalfall bei einem Einkommen bis 30.000 €: rechnerisch 86 %, gedeckelt auf 80 %, also 22.400 €.
Zwei Fristen sollten Sie im Blick behalten. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um vier Prozentpunkte und entfällt bei Anträgen ab dem 1. August 2028 vollständig. Parallel sinkt der Förderhöchstbetrag ab demselben Datum halbjährlich um 750 €. Wer 2026 tauscht, sichert sich also die derzeit höchsten Sätze. Wie der Einkommensbonus im Detail nachgewiesen wird, erklärt der Ratgeber zum Einkommensbonus für Wärmepumpen 2026. Wichtig bleibt die Reihenfolge: Vor der Antragstellung muss ein Fachunternehmen oder eine Energieeffizienz-Expertin die Bestätigung zum Antrag (BzA) ausstellen.
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Gibt es einen aktuellen Test von Wolf gegen Buderus?
Kurze Antwort: nein, und das ist eine Klarstellung wert. Einen unabhängigen Test, der die heutige Wolf CHA und die heutige Buderus WLW186i AR im selben Prüfdurchgang gegeneinander stellt, gibt es 2026 nicht. Die beiden Geräte wurden in unterschiedlichen Testrunden geprüft, mit unterschiedlichen Wettbewerbsfeldern und teils unterschiedlichen Prüfprogrammen.
Nach Herstellerangabe erzielte die Logatherm WLW186i-10 AR E bei der Stiftung Warentest in der Ausgabe test 8/2024 das Qualitätsurteil "Gut" (2,3), punktgleich mit dem Produkt eines anderen Anbieters. Nachzulesen ist das in der Buderus-Presseinformation vom 1. August 2024. Wolf verweist für die CHA-10/400V auf ein Ergebnis aus der früheren Testausgabe 10/2023. In der jüngsten Prüfrunde der Stiftung Warentest, die wir im Wärmepumpen-Test 2026 einordnen, war keine der beiden Marken vertreten.
Was Sie daraus nicht ableiten sollten: eine Rangfolge. Ergebnisse aus verschiedenen Jahrgängen sind nicht gegeneinander aufrechenbar, weil sich sowohl die Geräte als auch das Teilnehmerfeld verändert haben. Nutzen Sie Testergebnisse deshalb als Plausibilitätscheck und nicht als Entscheidungsgrundlage, denn die eigentliche Entscheidung fällt über Gebäude, Heizlast, Aufstellort und Angebot.
Kaufempfehlung nach Gebäudetyp
Saniertes Einfamilienhaus mit niedriger Heizlast und Fußbodenheizung: Vorteil Buderus. Die Außeneinheiten mit 3,9 und 5,4 kW passen zu Häusern, für die selbst die kleinste Wolf CHA-07 mit 6,8 kW zu groß ist. Dazu kommt der niedrigere Schallleistungspegel, der auf schmalen Grundstücken zählt. In dieser Konstellation reicht die WLW176i AR mit 60 °C völlig aus und ist die günstigere Wahl.
Unsanierter oder teilsanierter Altbau mit Heizkörpern: leichter Vorteil Buderus, aber nur mit der richtigen Variante. Die WLW186i AR bringt 75 °C Spitzenvorlauf gegen 70 °C bei Wolf, und der Aufpreis gegenüber der Neubau-Schwester bleibt je nach Ausführung unter 800 €. Wolf ist hier keineswegs disqualifiziert: 70 °C reichen in sehr vielen Bestandsgebäuden aus, sofern die Heizkörper nicht grenzwertig klein dimensioniert sind. Lassen Sie das über die Heizlastberechnung klären, nicht über den Prospekt.
Großes Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus oder kleines Mehrfamilienhaus: klarer Vorteil Wolf. Mit der CHA-16/20 und der CHA-20/24 deckt Wolf einen Bereich ab, in dem die Buderus-Baureihe schlicht endet. Die Kaskadierung von bis zu fünf Geräten bis 100 kW gibt zusätzlich Planungssicherheit und Redundanz. Zudem erreicht die CHA-16/20 mit 215 % Raumheizungs-Energieeffizienz den besten Effizienzwert im gesamten Vergleich.
Wovon ich abrate: erstens von der WLW176i AR im Altbau mit Radiatoren. Die 60-°C-Grenze ist eine echte Grenze, und die gut 600 bis 800 € Ersparnis holt der höhere Heizstabeinsatz in wenigen Wintern wieder auf. Zweitens davon, eine Marke allein wegen eines älteren Testergebnisses zu wählen. Drittens davon, ohne Heizlastberechnung eine 10-kW-Maschine zu bestellen, nur weil sie im Nachbarhaus läuft. Und viertens davon, 2026 noch ein Restpostengerät mit synthetischem Kältemittel zu kaufen, das ab 2028 die Förderfähigkeit verliert.
Am Ende entscheidet in vielen Fällen der lokale Fachbetrieb. Beide Marken haben ein dichtes Handwerksnetz, aber nicht jeder Betrieb führt beide. Ein Installateur, der Ihre Marke jeden Monat einbaut, ist mehr wert als zwei Dezibel oder fünf Grad auf dem Datenblatt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wolf oder Buderus Wärmepumpe: Welche ist besser?
Pauschal keine. Für kleine, gut gedämmte Häuser ist Buderus im Vorteil, weil die Baureihe schon bei 3,9 kW beginnt und etwas leiser ist. Für große Gebäude und Mehrfamilienhäuser ist Wolf im Vorteil, weil die CHA bis 19,6 kW reicht und als Kaskade bis 100 kW läuft. In der wichtigsten Klasse um 10 kW liegen beide bei Effizienz und Heizleistung praktisch gleichauf.
Welche Wärmepumpe erreicht die höhere Vorlauftemperatur?
Die Buderus Logatherm WLW186i AR mit 75 °C, allerdings sinkt der Wert bei −10 °C Außentemperatur auf 65 °C. Die Wolf CHA-Monoblock erreicht 70 °C im reinen Wärmepumpenbetrieb, ohne dass der Hersteller die zugehörige Außentemperatur nennt. Die Buderus WLW176i AR ist mit 60 °C deutlich niedriger und ausdrücklich für den Neubau gedacht.
Ist die Buderus Logatherm leiser als die Wolf CHA?
Ja, bei jeder vergleichbaren Baugröße, aber nur knapp. In der 10-kW-Klasse liegt der maximale Schallleistungspegel bei 58,3 dB(A) für Buderus und 60 dB(A) für die Wolf CHA-10, im leisen Betrieb bei 48,7 gegen 51 dB(A). Beide erfüllen die Schallanforderungen der KfW-Förderung ohne Weiteres. Wichtiger als diese ein bis drei Dezibel ist der gewählte Aufstellort.
Nutzen Wolf und Buderus dasselbe Kältemittel?
Ja. Beide aktuellen Baureihen arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) und geben auf ihren Produktseiten ein Treibhauspotenzial von 0,02 an. Damit bleiben beide auch nach 2028 förderfähig, wenn nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln bezuschusst werden. Unterschiedlich ist die Füllmenge: 3,4 kg bei der Wolf CHA-10 gegen 1,6 kg bei der Buderus-Außeneinheit derselben Klasse.
Was kostet eine Wolf CHA im Vergleich zu einer Buderus Logatherm?
Ein direkter Preisvergleich ist vor dem Angebot nicht möglich. Buderus veröffentlicht unverbindliche Preisempfehlungen von 9.355 € bis 19.880 € für die WLW176i AR und ab 10.150 € für die WLW186i AR, jeweils ohne Installation. Wolf veröffentlicht keine Endkundenpreise, die Preislisten liegen im Fachpartnerportal. Holen Sie deshalb bei beiden Marken jeweils zwei Angebote ein.
Ist Buderus dasselbe wie Bosch?
Nicht dasselbe, aber derselbe Konzern. Buderus gehört seit 2003 zu Bosch und wird von der Bosch Thermotechnik GmbH, Buderus Deutschland in Wetzlar geführt, die seit 2023 als Bosch Home Comfort Group auftritt. Praktisch heißt das: Es lohnt sich, Angebote für Wärmepumpen beider Konzernmarken einzuholen und zu vergleichen. Wolf ist dagegen ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Mainburg und entwickelt und fertigt dort.
Welche Garantie geben Wolf und Buderus?
Beide bieten fünf Jahre, jeweils an eine Registrierung gebunden. Bei Wolf müssen Sie die Seriennummer innerhalb von 12 Monaten nach Inbetriebnahme registrieren, die Inbetriebnahme muss durch einen WOLF-Fachpartner erfolgen und die Wartung dokumentiert sein. Buderus gewährt die fünf Jahre als Systemgarantie für komplette Logasys-Systeme und Logaplus-Pakete bei Registrierung innerhalb von 6 Monaten, zusätzlich zehn Jahre auf den Wärmetauscher; das Garantie-Zertifikat erhalten Sie vom Heizungsfachpartner. Die genauen Bedingungen klären Sie am besten vor der Bestellung.
Wolf oder Buderus im Altbau mit Heizkörpern?
Tendenziell die Buderus WLW186i AR, weil 75 °C mehr Reserve bieten als 70 °C und der Aufpreis gegenüber der Neubau-Variante je nach Ausführung nur 615 bis 795 € beträgt. Die Wolf CHA ist mit 70 °C aber in den meisten Bestandsgebäuden ausreichend. Ausschlaggebend ist die tatsächlich benötigte Vorlauftemperatur Ihres Heizsystems, und die ermittelt eine Heizlastberechnung. Die Buderus WLW176i AR mit 60 °C scheidet für Radiatoren-Altbauten in der Regel aus.
Welche Wärmepumpe passt in ein kleines, gut gedämmtes Haus?
Hier hat Buderus den klaren Vorteil. Die kleinste Außeneinheit liefert 3,9 kW bei A−7/W35, die zweitkleinste 5,4 kW. Wolfs kleinstes Modell CHA-07 startet erst bei 6,8 kW und wäre für eine Heizlast von vier oder fünf Kilowatt überdimensioniert. Eine zu große Wärmepumpe taktet häufiger, was Effizienz kostet und den Verdichter stärker belastet.
Nächster Schritt: Passt Wolf oder Buderus zu Ihrem Gebäude?
Ob die Wolf CHA oder eine Buderus Logatherm die bessere Wahl ist, hängt an Zahlen, die kein Datenblatt liefert: an der tatsächlichen Heizlast Ihres Hauses, an der Vorlauftemperatur, die Ihre vorhandenen Heizkörper wirklich brauchen, am möglichen Aufstellort und an Ihrem individuellen Förderanspruch. Erst wenn diese vier Größen feststehen, wird aus einem Markenvergleich eine Entscheidung. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Einschätzung, welche Leistungsklasse und welches Systemkonzept technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passen, inklusive Fördermittelberechnung und Kosten-Nutzen-Rechnung.
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