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Ratgeber16 Min. Lesezeit

CTC Wärmepumpe 2026: Modelle, Preise & SCOP bis 5,5

CTC EcoAir & EcoPart im Check: R290, SCOP bis 5,5 und integrierter Speicher. Alle Modelle, Preise und Förderung bis 80 % – so wählen Sie richtig.

Luft-Wasser-Wärmepumpe an einem Wohnhaus in Deutschland

Das Wichtigste in Kürze

  • Luft-Wasser mit R290: Das Flaggschiff EcoAir 700M (708M/712M/720M) nutzt das natürliche Kältemittel R290 (Propan), heizt bis −25 °C Außentemperatur und trägt die Energieeffizienzklasse A+++.
  • Erdwärme als Effizienz-Königsdisziplin: Die modulierende Sole-Baureihe EcoPart i600M (i608M/i612M/i616M) erreicht laut Hersteller einen SCOP von 5,5 – Vorlauf bis 65 °C, ebenfalls A+++.
  • Komplettsystem aus einer Hand: Die Inneneinheiten EcoZenith liefern integrierten Speicher plus Regelung – von 223 Litern (i255) über >300 Liter (i360, SmartGrid-ready) bis 600 Litern (i555 Pro).
  • Schwedische Marke, NIBE-Nähe: CTC ist eine schwedische Traditionsmarke (Ljungby/Småland) und gehört zur NIBE-Gruppe – nicht identisch mit den NIBE-Modellen, aber technisch verwandt.
  • Förderung seit 21.07.2026: Grundförderung 30 %, Klimageschwindigkeitsbonus 16 % (sinkt ab 02/2027), Einkommensbonus bis +40 %, Deckel bis 80 % – der frühere Effizienzbonus ist entfallen.
  • Keine offiziellen CTC-Endkundenpreise: Realistisch sind je nach Bauart ca. 27.000–40.000 € (Luft-Wasser) bzw. 35.000–55.000 € (Erdwärme inkl. Bohrung), installiert und marktüblich – kein CTC-Listenpreis.

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CTC ist eine schwedische Wärmepumpen-Marke mit Wurzeln bis 1923 und drei klaren Produktlinien: EcoAir (Luft-Wasser), EcoPart (Sole/Erdwärme) und EcoZenith (Inneneinheiten mit integriertem Speicher). Der technische Kern für 2026 sind zwei Argumente: das natürliche Kältemittel R290 in den aktuellen Luft-Wasser-Modellen EcoAir 700M und EcoAir C100 sowie die sehr effizienten, modulierenden Sole-Wärmepumpen EcoPart 600M/i600M mit SCOP bis 5,5. Dazu kommt das reduco-relevante Alleinstellungsmerkmal: die EcoZenith-Inneneinheiten machen aus Außengerät und Speicher ein Komplettsystem aus einer Hand. In diesem Ratgeber gehe ich alle CTC-Baureihen durch, ordne die Preise für 2026 ehrlich ein (es gibt keine offiziellen CTC-Listenpreise) und zeige die aktuelle Förderung. Wer die Marke zunächst im Wettbewerbsumfeld einordnen will, findet den Kontext im Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.

CTC im Überblick: Marke, Baureihen und Einordnung

CTC gehört zum schwedischen Hersteller Enertech mit Sitz in Ljungby (Småland); die Marke wirbt mit „schwedischer Qualität seit 1923" und bündelt unter dem Dach unter anderem die Marken CTC, Bentone und Turboflame. Enertech ist seit 2020 Teil der NIBE-Gruppe – CTC und NIBE sind damit Schwestermarken innerhalb desselben Konzerns, treten am Markt aber als eigenständige Marken mit eigenen Produktlinien auf. Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer CTC vergleicht, sollte auch einen Blick auf die NIBE-Baureihen werfen, darf beide aber nicht als baugleich verstehen.

Die folgende Tabelle gibt den schnellen Überblick über die aktuellen CTC-Wärmepumpen-Baureihen und ihre Positionierung.

Baureihe Bauart Modelle Kältemittel Kennwert Klasse
EcoAir 700M Luft-Wasser (modulierend) 708M / 712M / 720M R290 Heizen bis −25 °C A+++
EcoAir C100 Luft-Wasser (modulierend) C106 / C108 / C112 / C116 R290 bis −25 °C, kosteneffizient
EcoAir 600M Luft-Wasser (modulierend) 610M / 614M / 622M vom Hersteller nicht ausgewiesen SCOP 4,9; Vorlauf 65 °C A+++
EcoAir 400 Luft-Wasser (On/Off) 406–420 SCOP 3,9; bis −22 °C A++
EcoPart i600M Sole/Erdwärme (modulierend) i608M / i612M / i616M SCOP 5,5 A+++
EcoPart 600M Sole/Erdwärme (modulierend) 612M / 616M 2,5–16 kW; Vorlauf 65 °C A+++
EcoPart 400 Sole/Erdwärme (On/Off) 406–417 6–17 kW; Vorlauf 65 °C A+++
EcoZenith Inneneinheit/Speicher i255 / i360 / i555 Pro 223 bis 600 l Warmwasser

Modellnummern folgen grob der kW-Leistungsklasse (z. B. 712M ≈ 12 kW, i616M ≈ 16 kW). Kältemittel-Angaben nur dort, wo der Hersteller sie ausdrücklich nennt (siehe Abschnitt Kältemittel).

Im Folgenden gehe ich der Reihe nach durch: zuerst die Luft-Wasser-Linie EcoAir (das Volumensegment), dann die Erdwärme-Linie EcoPart, anschließend die EcoZenith-Inneneinheiten als Kernstück des Komplettsystems und schließlich Preise und Förderung.

EcoAir: Die Luft-Wasser-Baureihe (R290)

Die EcoAir-Linie ist der Einstieg für die meisten Neuinstallationen. Innerhalb der Baureihe gibt es vier Generationen mit deutlich unterschiedlichem technischem Stand – vom R290-Flaggschiff bis zur auslaufenden On/Off-Serie.

EcoAir 700M: Das R290-Flaggschiff

Die EcoAir 700M ist die modulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe an der Spitze des Programms. Sie arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan), ist in den drei Baugrößen 708M, 712M und 720M erhältlich und heizt laut Hersteller bis zu einer Außentemperatur von −25 °C; im Kühlbetrieb sind bis +40 °C abgedeckt. Die Energieeffizienzklasse ist A+++. Der modulierende Verdichter passt die Leistung stufenlos an den Bedarf an – das reduziert das Takten und hält die Effizienz über die Heizsaison hoch. Für Deutschland ist vor allem der weite Kältebereich relevant: −25 °C sind komfortable Reserve für die kalten Wochen, in denen viele ältere Luft-Wärmepumpen bereits stark auf den Heizstab zurückfallen.

EcoAir C100: Der kosteneffiziente R290-Einstieg

Die EcoAir C100 ist die kosteneffiziente R290-Alternative in vier Baugrößen C106, C108, C112 und C116. Auch sie moduliert, nutzt R290 und heizt bis −25 °C. Positionierung: Wer die Zukunftssicherheit des Propan-Kältemittels möchte, aber ein schlankeres Budget hat, findet in der C100 den Einstieg – die 700M bleibt das technisch höherwertige Flaggschiff. Grundsätzliches zum Kältemittel erklärt der Ratgeber Propan-Wärmepumpe (R290).

EcoAir 600M und EcoAir 400: Ältere Generationen

Die EcoAir 600M (Baugrößen 610M, 614M, 622M) ist ebenfalls modulierend und erreicht laut Hersteller einen SCOP von 4,9 bei einer maximalen Vorlauftemperatur von 65 °C und Betrieb bis −22 °C, Klasse A+++. Wichtig zur Einordnung: Das Kältemittel dieser Baureihe weist der Hersteller auf der Produktseite nicht explizit als R290 aus – anders als bei 700M und C100. Wer gezielt eine Propan-Wärmepumpe sucht, sollte das im Angebot ausdrücklich prüfen und sich nicht auf die Baureihenbezeichnung verlassen.

Die EcoAir 400 (Modelle 406/408/410/415/420) ist die ältere On/Off-Baureihe mit fester Verdichterdrehzahl. Kennwerte laut Hersteller: SCOP 3,9, Klasse A++, Betrieb bis −22 °C, Warmwasser bis 65 °C. Sie ist als Einsteiger- bzw. auslaufendes Modell einzuordnen: technisch solide, aber ohne die Modulation und den Effizienzvorsprung der neueren Generationen. Für eine Neuinstallation 2026 ist in aller Regel eine modulierende R290-Baureihe (700M/C100) die bessere Wahl.

Modell Baugrößen Kältemittel SCOP Betrieb bis Klasse
EcoAir 700M 708M / 712M / 720M R290 −25 °C A+++
EcoAir C100 C106 / C108 / C112 / C116 R290 −25 °C
EcoAir 600M 610M / 614M / 622M nicht ausgewiesen 4,9 −22 °C A+++
EcoAir 400 406 / 408 / 410 / 415 / 420 3,9 −22 °C A++

SCOP-Werte sind Herstellerangaben unter Normbedingungen. Reale Jahresarbeitszahlen (JAZ) einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen im Feld erfahrungsgemäß niedriger – meist in der Größenordnung um 3. Wie sich SCOP und JAZ unterscheiden, erklärt der verlinkte Ratgeber.

EcoPart: Sole/Erdwärme – die Effizienz-Königsdisziplin

Bei Erdwärme spielt CTC – wie die Schwestermarke NIBE – seine skandinavische Stärke aus. Sole-Wasser-Wärmepumpen ziehen ihre Wärme aus Erdsonde, Flächenkollektor oder Grundwasser und arbeiten deutlich konstanter als Luft-Wärmepumpen, weil die Quellentemperatur im Jahresverlauf kaum schwankt. Das schlägt sich in höheren Leistungszahlen nieder. Wie eine Erdwärmepumpe grundsätzlich funktioniert und wie sie sich zur Luftwärmepumpe verhält, lesen Sie in den verlinkten Ratgebern.

EcoPart i600M: SCOP 5,5

Die EcoPart i600M ist die modulierende Sole-Wärmepumpe mit integrierter Bauform. Es gibt sie in drei Größen – i608M (2–8 kW), i612M (2–12 kW) und i616M (4–16 kW) – und sie erreicht laut Hersteller einen SCOP von 5,5. Das ist ein Spitzenwert und der stärkste Effizienz-Anker im gesamten CTC-Programm.

EcoPart 600M und EcoPart 400

Die EcoPart 600M ist die modulierende Sole-Baureihe in zwei Größen: 612M mit 2,5–12 kW und 616M mit 4–16 kW, primäre Vorlauftemperatur bis 65 °C, Klasse A+++ (Hersteller). Ein praktischer Vorteil der modulierenden 600M-Familie: EcoAir 600M und EcoPart 600M sind kaskadierbar – bis zu zehn Geräte lassen sich zu einer Anlage zusammenschalten, was vor allem für größere Objekte und Mehrfamilienhäuser interessant ist.

Die EcoPart 400 ist die ältere On/Off-Sole-Baureihe mit Scroll-Verdichter in sechs Größen von 6 bis 17 kW (406/408/410/412/414/417), Vorlauf bis 65 °C, Klasse A+++ (Hersteller). Wichtig: Die reinen EcoPart-Wärmepumpen ohne eigene Steuerung benötigen die separate Regelung CTC EcoLogic – das sollte im Angebot berücksichtigt sein.

Modell Bauart Größen Leistung Vorlauf Kennwert
EcoPart i600M modulierend, integriert i608M / i612M / i616M 2–16 kW 65 °C SCOP 5,5
EcoPart 600M modulierend 612M / 616M 2,5–16 kW 65 °C A+++, kaskadierbar
EcoPart 400 On/Off (Scroll) 406–417 6–17 kW 65 °C A+++, braucht EcoLogic

Reale Feldwerte für Sole-Wärmepumpen liegen erfahrungsgemäß in der Größenordnung um 4 (JAZ) – hoch, aber unterhalb der Normwerte. Einen Marktüberblick über konkurrierende Erdwärme-Anbieter bietet der Erdwärmepumpen-Hersteller-Vergleich; die Erfahrungen mit der verwandten NIBE-Sole-Technik lesen Sie im NIBE S1155/S1255-Vergleich.

EcoZenith: Inneneinheit mit integriertem Speicher

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal von CTC im Alltag ist die EcoZenith-Reihe: bodenstehende Inneneinheiten, die Warmwasserspeicher, Regelung, Elektro-Zuheizer und die Hydraulik in einem Gerät bündeln. In Kombination mit einer EcoAir- oder EcoPart-Wärmepumpe entsteht so ein Komplettsystem aus einer Hand – ein Argument sowohl für die Planung als auch für den Service.

Inneneinheit Warmwasserspeicher Warmwasser bis Besonderheit
EcoZenith i255 223 l integriert 65 °C kompakt, Bauhöhen 1.654 / 1.904 mm
EcoZenith i360 liefert >300 l WW (mit EcoAir/EcoPart) SmartGrid-ready, zwei Heizkreise, Bauhöhen 1,67 / 1,91 m
EcoZenith i555 Pro 600 l (bei 40 °C) E-Zuheizer 18 kW (bis 27 kW), 22 l/min, 90 mm PU-Dämmung

Die EcoZenith i255 ist die kompakte Variante mit 223-Liter-Speicher und Warmwasser bis 65 °C (Hersteller). Die EcoZenith i360 liefert in Kombination mit EcoAir/EcoPart über 300 Liter Warmwasser, ist SmartGrid-ready und steuert zwei Heizkreise; sie kommt in zwei Bauhöhen (1,67 m / 1,91 m) (Hersteller). Die EcoZenith i555 Pro ist die Komfort-Variante für hohen Warmwasserbedarf: 600 Liter (bei 40 °C), Elektro-Zuheizer 18 kW (mit Zubehör bis 27 kW, 3×400 V), 22 l/min Warmwasserleistung und 90 mm PU-Dämmung (Hersteller).

Für die Speicherdimensionierung – wie groß Puffer und Warmwasserspeicher zu Ihrem Haus passen – hilft der Ratgeber Pufferspeicher für die Wärmepumpe (Größe & Kosten). Das SmartGrid-ready-Merkmal der i360 ist besonders dann relevant, wenn eine Photovoltaikanlage vorhanden ist oder geplant wird: Die Wärmepumpe kann Eigenstrom-Überschüsse gezielt in Warmwasser oder Heizung verschieben – in Verbindung mit einem Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch weiter steigern.

Kältemittel R290: Zukunftssicher, aber Marketing prüfen

Der stärkste technische Anker der aktuellen EcoAir-Modelle (700M, C100) ist das natürliche Kältemittel R290 (Propan). Es ist gegenüber der EU-F-Gas-Verordnung zukunftssicher, weil synthetische Kältemittel schrittweise reguliert werden. Ein wichtiger Hinweis zur Einordnung von Marketingaussagen: CTC gibt für R290 auf einer Produktseite einen sehr niedrigen Treibhauseffekt an (Herstellerangabe „GWP 0,02"). Der standardisierte GWP-Wert von R290 (Propan) beträgt 3 – die Angabe „0,02" bezieht sich auf einen relativen Vergleich (etwa zu R410A) und sollte nicht als absoluter GWP-Wert missverstanden werden. Fair ist: R290 hat mit einem GWP von 3 ohnehin einen der niedrigsten Werte am Markt – der Zukunftssicherheits-Vorteil bleibt also bestehen, unabhängig von der Marketing-Formulierung. Die Grundlagen dazu vertieft der Ratgeber Propan-Wärmepumpe (R290).

Preise: Was eine CTC-Wärmepumpe realistisch kostet

Eine klare Ansage vorweg: CTC veröffentlicht keine offiziellen Endkundenpreise – wie die meisten Wärmepumpen-Hersteller. Konkrete „CTC-Listenpreise" kursieren zwar in einzelnen Angeboten, sind aber keine verbindlichen Herstellerpreise. Die folgende Einordnung nennt daher marktübliche, installierte Gesamtkosten für die jeweilige Bauart, wie sie im Wärmepumpen-Markt etabliert sind – ausdrücklich kein CTC-Preis, sondern eine Orientierungsspanne.

Bauart Marktübliche Gesamtkosten (installiert) Enthalten
Luft-Wasser (EcoAir + EcoZenith) ca. 27.000–40.000 € Gerät, Inneneinheit, Installation, Hydraulik
Sole/Erdwärme (EcoPart + EcoZenith) ca. 35.000–55.000 € zusätzlich Quellenerschließung (Bohrung/Kollektor)

Kein CTC-Listenpreis. Die Spannen sind marktübliche Orientierungswerte für die jeweilige Bauart – die tatsächlichen Kosten hängen von Gebäude, Umfang und Region ab. Bei Erdwärme ist die Quellenerschließung (Erdsondenbohrung oder Flächenkollektor) mit Abstand der größte Kostentreiber.

Warum die Spannen so breit sind: Ein schlanker Geräteaustausch bei vorhandener Fußbodenheizung liegt am unteren Ende, eine Vollsanierung mit neuen Heizkörpern, Speicher und Hydraulik am oberen. Belastbar wird eine Zahl erst durch ein konkretes Angebot. Die Kostentiefe für die jeweilige Bauart finden Sie in den Ratgebern Luft-Wasser-Wärmepumpe Kosten und Erdwärmepumpe Kosten & Funktion.

Verfügbarkeit in Deutschland: CTC wird in Deutschland überwiegend über Fachpartner und Distributoren vertrieben; das Netz ist weniger dicht als bei den großen deutschen Volumenmarken. Für ein realistisches Bild von Preis und Verfügbarkeit lohnt es sich daher, gezielt mehrere lokale Angebote einzuholen.

Förderung seit 21. Juli 2026: bis zu 80 %

Die Förderung einer CTC-Wärmepumpe läuft – wie bei jeder anderen Marke – über die KfW (Programm 458) und ist technologie-, nicht herstellerabhängig: Die Sätze gelten für EcoAir, EcoPart und jedes andere qualifizierte Wärmepumpen-System gleich. Seit dem 21. Juli 2026 gilt die neue BEG-Förderrichtlinie mit angepassten Sätzen.

Baustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau einer Wärmepumpe / Austausch fossiler Heizung
Klimageschwindigkeitsbonus +16 % Ersatz einer funktionstüchtigen Öl-/Kohle-/Gasheizung, selbstnutzend; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 %, entfällt ab 01.08.2028
Einkommensbonus +40 / +30 / +10 % gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen (≤ 30.000 € / ≤ 40.000 € / ≤ 50.000 €)
Effizienzbonus entfällt seit 21.07.2026 ersatzlos gestrichen (früher +5 % für R290 oder Sole/Wasser)
Maximaler Fördersatz bis 80 % / 70 % einkommensabhängig; gedeckelt auf 28.000 € förderfähige Kosten (erste Wohneinheit)

Quelle: KfW-Heizungsförderung (458). Wichtig: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden.

Was das Ende des Effizienzbonus für CTC bedeutet

Bis zum 20. Juli 2026 hätten fast alle CTC-Modelle den früheren +5 % Effizienzbonus eingesammelt: die EcoAir-R290-Geräte über das natürliche Kältemittel, alle EcoPart-Sole-Modelle über die Wärmequelle Erdreich. Diesen Bonus gibt es seit dem 21. Juli 2026 nicht mehr – er wurde ersatzlos gestrichen. Für die Förderung Ihrer CTC-Wärmepumpe zählen damit nur noch Grundförderung (30 %), Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) und der einkommensabhängige Bonus.

Der R290- und Erdwärme-Vorteil bleibt trotzdem relevant – nur nicht mehr über die Förderhöhe, sondern über die langfristige Zukunftssicherheit (F-Gas-Verordnung) und die hohe Effizienz im Betrieb.

Rechenbeispiel Luft-Wasser (EcoAir 700M)

  • Angenommene Gesamtkosten: 32.000 €, förderfähig gedeckelt auf 28.000 €
  • Grundförderung (30 %) + Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) = 46 % von 28.000 € = 12.880 €
  • Eigenanteil: ca. 19.120 €
  • Mit mittlerem Einkommen (zvE ≤ 40.000 €): +30 % → 76 % → 21.280 € Zuschuss (Eigenanteil ca. 10.720 €)

Rechenbeispiel Sole/Erdwärme (EcoPart i600M mit Erdsonde)

  • Angenommene Gesamtkosten: 42.000 €, förderfähig gedeckelt auf 28.000 €
  • Grundförderung (30 %) + Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) = 46 % von 28.000 € = 12.880 €
  • Eigenanteil: ca. 29.120 €
  • Geringverdiener (zvE ≤ 30.000 €) erreichen den Höchstdeckel 80 % = 22.400 € (Eigenanteil ca. 19.600 €)

Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab 2027 halbjährlich – wer ihn noch voll mitnehmen will, sollte den Antrag zeitnah stellen. Die Fördersätze sind für alle Marken identisch; die Marke CTC bringt hier keinen Vor- oder Nachteil.

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CTC einordnen: Für wen lohnt sich die Marke?

CTC ist kein Massenmarken-Name wie Vaillant oder Bosch, sondern eine skandinavische Spezialistenmarke mit klaren Stärken. So ordne ich die Entscheidung ein:

  • Für Erdwärme-Interessenten: Die EcoPart-Linie (i600M, SCOP 5,5) ist hochkonkurrenzfähig – hier spielt CTC seine skandinavische Kernkompetenz aus. Der Vergleich lohnt vor allem mit der Schwestermarke NIBE und den anderen Erdwärme-Anbietern.
  • Für R290-Fans bei Luft-Wasser: EcoAir 700M und C100 bieten Propan-Technik mit −25 °C Betrieb. Wer die R290-Zukunftssicherheit priorisiert, ist hier richtig – die Grundlagen klärt der R290-Ratgeber.
  • Für Komplettsystem-Denker: Die EcoZenith-Inneneinheiten (Speicher + Regelung aus einer Hand) sind ein echter Planungs- und Servicevorteil.
  • Wer maximale Servicedichte braucht: Hier kann eine deutsche Volumenmarke die pragmatischere Wahl sein – die CTC-Fachpartnerdichte ist geringer. Wer eine ähnlich profilierte Alternative sucht, findet sie z. B. bei Ochsner.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist CTC eine gute Wärmepumpe?

CTC ist eine etablierte skandinavische Marke mit einem technisch überzeugenden Programm: modulierende R290-Luft-Wasser-Wärmepumpen (EcoAir 700M/C100, A+++, bis −25 °C) und sehr effiziente Sole-Wärmepumpen (EcoPart i600M, SCOP 5,5). Besonders bei Erdwärme und beim Komplettsystem aus Wärmepumpe plus EcoZenith-Speicher ist CTC stark. Einschränkung: Das Fachpartner- und Servicenetz in Deutschland ist weniger dicht als bei den großen Volumenmarken – ein qualifizierter, CTC-erfahrener Fachbetrieb ist deshalb besonders wichtig.

Woher kommt die Marke CTC und wer steckt dahinter?

CTC ist eine schwedische Marke mit Wurzeln bis 1923, ansässig in Ljungby (Småland). Sie gehört zum Hersteller Enertech, der unter anderem auch die Marken Bentone und Turboflame führt. Enertech ist seit 2020 Teil der NIBE-Gruppe – CTC und NIBE sind damit Schwestermarken innerhalb desselben Konzerns, treten am Markt aber eigenständig auf.

Was kostet eine CTC Wärmepumpe (EcoAir / EcoPart)?

CTC veröffentlicht keine offiziellen Endkundenpreise. Marktüblich – und ausdrücklich kein CTC-Listenpreis – liegen installierte Gesamtkosten für eine Luft-Wasser-Anlage (EcoAir + EcoZenith) bei ca. 27.000–40.000 €, für eine Erdwärme-Anlage (EcoPart) inklusive Bohrung bei ca. 35.000–55.000 €. Die Quellenerschließung ist bei Erdwärme der größte Kostentreiber. Belastbar wird eine Zahl nur durch ein konkretes Angebot – Kostentiefe bietet der Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe Kosten.

Welches Kältemittel nutzt die CTC EcoAir 700M?

Die EcoAir 700M nutzt das natürliche Kältemittel R290 (Propan). R290 hat einen sehr niedrigen standardisierten GWP-Wert von 3 und ist gegenüber der EU-F-Gas-Verordnung zukunftssicher. Auch die EcoAir C100 arbeitet mit R290. Achtung: Bei der EcoAir 600M weist der Hersteller das Kältemittel auf der Produktseite nicht explizit als R290 aus – wer gezielt eine Propan-Wärmepumpe will, sollte das im Angebot prüfen.

Welche CTC Wärmepumpen-Modelle gibt es (EcoAir, EcoPart, EcoZenith)?

CTC gliedert das Programm in drei Linien: EcoAir (Luft-Wasser: 700M, C100, 600M, 400), EcoPart (Sole/Erdwärme: i600M, 600M, 400) und EcoZenith (Inneneinheiten mit integriertem Speicher: i255, i360, i555 Pro). Die Modellnummern folgen grob der kW-Leistungsklasse. Die reinen EcoPart-Wärmepumpen ohne eigene Regelung benötigen zusätzlich die Steuerung CTC EcoLogic.

Wie hoch ist der SCOP bzw. die JAZ der CTC EcoAir?

Der Hersteller nennt für die EcoAir 600M einen SCOP von 4,9, für die ältere On/Off-EcoAir 400 einen SCOP von 3,9. Das sind Normwerte unter Prüfbedingungen. Die reale Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt im Feld erfahrungsgemäß niedriger – meist in der Größenordnung um 3. Sole-Wärmepumpen wie die EcoPart i600M (SCOP 5,5) erreichen im Betrieb höhere reale Werte, oft um 4. Den Unterschied erklärt der Ratgeber Wärmepumpe COP, JAZ & Wirkungsgrad.

Wird die CTC Wärmepumpe von BAFA/KfW gefördert?

Ja. Die Förderung läuft seit dem 21. Juli 2026 über die KfW (Programm 458) und ist technologie-, nicht herstellerabhängig – die Sätze gelten für CTC wie für jede andere qualifizierte Wärmepumpe. Bausteine: 30 % Grundförderung, +16 % Klimageschwindigkeitsbonus (sinkt ab 02/2027), gestaffelter Einkommensbonus bis +40 %, Deckel bis 80 % auf maximal 28.000 € förderfähige Kosten. Der frühere Effizienzbonus (+5 %) ist entfallen. Antrag immer vor Auftragsvergabe stellen. Quelle: kfw.de.

Was ist der Unterschied zwischen EcoZenith i360, i255 und i555 Pro?

Alle drei sind bodenstehende Inneneinheiten mit integriertem Warmwasserspeicher und Regelung. Die i255 ist die kompakte Variante mit 223-Liter-Speicher (Warmwasser bis 65 °C). Die i360 liefert in Kombination mit EcoAir/EcoPart über 300 Liter Warmwasser, ist SmartGrid-ready und steuert zwei Heizkreise. Die i555 Pro ist die Komfort-Variante mit 600-Liter-Speicher, einem Elektro-Zuheizer von 18 kW (mit Zubehör bis 27 kW) und 22 l/min Warmwasserleistung – für Haushalte mit hohem Warmwasserbedarf.

Ist CTC die gleiche Firma wie NIBE?

Nicht dieselbe Firma, aber derselbe Konzern. CTC gehört zum schwedischen Hersteller Enertech, der seit 2020 Teil der NIBE-Gruppe ist. CTC und NIBE sind damit Schwestermarken – technisch verwandt und beide skandinavisch, aber mit eigenen Produktlinien, eigener Modellbezeichnung und eigenem Vertrieb. Die CTC-Modelle sind nicht baugleich mit den NIBE-Modellen; ein direkter Vergleich beider Marken lohnt sich vor dem Kauf.

Nächster Schritt: Passt CTC zu Ihrem Gebäude?

Ob für Ihr Haus eine EcoAir-Luft-Wasser-Wärmepumpe mit R290 oder eine hocheffiziente EcoPart-Erdwärmepumpe die wirtschaftlichste Lösung ist – und ob CTC gegenüber der Schwestermarke NIBE oder den deutschen Volumenmarken die passende Wahl darstellt – hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, vorhandenem Heizsystem, Bodenprofil und Ihren individuellen Fördermöglichkeiten ab. Gerade bei Erdwärme entscheiden Quellenerschließung und Bohrkosten über die Wirtschaftlichkeit, und pauschale Empfehlungen ersetzen keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt – inklusive Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Analyse.

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