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Wertschöpfungsbonus 2027: 15 % Förderung für EU-Wärmepumpen

Ab Q1 2027 sollen in der EU gefertigte Wärmepumpen 15 % Wertschöpfungsbonus bekommen – Nicht-EU-Geräte nur 15 % Grundförderung. Welcher Hersteller fertigt wo?

Mehrere graue Luft-Wärmepumpen-Außeneinheiten in einer Reihe vor einer weißen Hausfassade

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausblick/Entwurf ab Q1 2027: Die Grundförderung für den Wärmepumpen-Tausch soll von 30 % auf 15 % sinken. In der EU gefertigte Wärmepumpen erhalten dann zusätzlich einen Wertschöpfungsbonus von 15 % – zusammen also wieder rund 30 %. Für außerhalb der EU gefertigte Geräte bleiben nur 15 % Grundförderung. Quelle: KfW
  • Konkreter Unterschied: Bei den Förderhöchstkosten von 28.000 € für die erste Wohneinheit trennt der Wertschöpfungsbonus eine EU- und eine Nicht-EU-Wärmepumpe um bis zu 4.200 € allein bei der Grundförderung.
  • „Made in Europe" ≠ „in der EU gefertigt": Wärmepumpen aus Schottland/Großbritannien (z. B. Mitsubishi Ecodan aus Livingston) oder der Türkei sind europäisch produziert, zählen aber seit dem Brexit nicht zur EU.
  • Keine pauschale Marken-Antwort: Dieselbe Marke kann je Modell EU- und Nicht-EU-Werke haben. Bosch, Vaillant, Stiebel Eltron, NIBE und Ochsner fertigen ihre gängigen Serien in EU-Werken; Daikin und Panasonic betreiben EU-Werke, importieren aber auch Serien aus Asien.
  • Noch nicht final: Die 15 % sind laut Bundeswirtschaftsministerium bislang nur ein Beispielwert; die genaue Höhe, die Definition von „in der EU gefertigt" und die Nachweisregeln will die KfW erst im 2. Halbjahr 2026 veröffentlichen. Bis dahin gilt: Ausblick, nicht Gesetz.

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Mit der neuen BEG-Förderrichtlinie ab dem 21. Juli 2026 ändert sich die Heizungsförderung an vielen Stellen. Ein Punkt sticht für die Kaufentscheidung besonders heraus: Ab dem ersten Quartal 2027 soll erstmals die Fertigungsherkunft einer Wärmepumpe darüber mitentscheiden, wie hoch die Förderung ausfällt. Wer eine in der EU gefertigte Wärmepumpe kauft, soll einen Wertschöpfungsbonus von 15 % bekommen – wer ein außerhalb der EU gefertigtes Gerät wählt, muss mit einer auf 15 % halbierten Grundförderung rechnen.

Dieser Artikel beantwortet genau eine Frage: Welcher Hersteller fertigt wo – und was heißt das für die Förderung ab 2027? Wie das gesamte Förderpaket aufgebaut ist, lesen Sie in der Wärmepumpen-Förderung 2026 im Überblick; wie der parallel schrumpfende Klimageschwindigkeitsbonus 2027 auf 16 % sinkt und wie der Einkommensbonus Wärmepumpe 2026 gestaffelt ist, behandeln eigene Beiträge. Hier geht es ausschließlich um die Herkunft der Hardware.

Wie der Wertschöpfungsbonus die Förderung verschiebt

Heute – und noch bis zum Start des Wertschöpfungsbonus – gilt für alle förderfähigen Wärmepumpen dieselbe Grundförderung von 30 %, unabhängig davon, wo das Gerät gebaut wurde. Ab Q1 2027 soll sich das ändern: Die Grundförderung wird auf 15 % halbiert, und nur EU-gefertigte Geräte holen die zweite Hälfte über den Wertschöpfungsbonus zurück.

Die folgende Tabelle zeigt den Mechanismus an der ersten Wohneinheit mit 28.000 € Förderhöchstkosten. Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus sind hier bewusst ausgeblendet, um nur den Effekt der Herkunft sichtbar zu machen.

Grundförderungs-Bestandteil Bis Start Wertschöpfungsbonus Ab Q1 2027: EU-gefertigt Ab Q1 2027: Nicht-EU
Grundförderung 30 % 15 % 15 %
Wertschöpfungsbonus + 15 %
Summe (nur Grundanteil) 30 % 30 % 15 %
Betrag bei 28.000 € 8.400 € 8.400 € 4.200 €

Kurz gesagt: Für eine EU-Wärmepumpe bleibt die Grundförderung effektiv bei 30 % – der Bonus gleicht die Halbierung genau aus. Für eine Nicht-EU-Wärmepumpe halbiert sie sich real auf 15 %, im Rechenbeispiel ein Unterschied von 4.200 €. Die genaue Höhe des Bonus ist laut Bundeswirtschaftsministerium allerdings bislang nur ein Beispielwert und wird erst im zweiten Halbjahr 2026 endgültig festgelegt.

Ausblick, kein geltendes Recht. Der gesamte 2027-Teil dieses Artikels beruht auf den am 8. Juli 2026 veröffentlichten Eckpunkten zur BEG-Reform. Höhe des Bonus, die Definition von „in der EU gefertigt" (Endmontage, Wertschöpfungsanteil oder Bauteilherkunft) und die Nachweispflichten sind noch offen. Maßgeblich ist am Ende die Förderrichtlinie und die Ausgestaltung durch die KfW.

Fertigungsherkunft der wichtigsten Wärmepumpen-Hersteller

Der Kern dieses Artikels ist die folgende Übersicht. Sie ordnet jedem Hersteller die belegten Produktionsstandorte seiner in Deutschland gängigen Wärmepumpen zu und leitet daraus die – noch vorläufige – Förder-Implikation für 2027 ab. Bewusst enthält die Tabelle keine Qualitäts- oder Markenbewertung, sondern ausschließlich die Fertigungsherkunft. Für Modelle, Preise und Tests verlinken wir auf die jeweiligen Detailseiten.

Hersteller Belegte Produktionsstandorte (gängige WP-Serien) EU / Nicht-EU Förder-Implikation 2027 (Ausblick)
Bosch (inkl. Buderus) Aveiro (PT), Eibelshausen (DE), Tranås (SE) EU Wertschöpfungsbonus voraussichtlich möglich
Vaillant Remscheid (DE), Skalica (SK), Nantes (FR) EU Wertschöpfungsbonus voraussichtlich möglich
Stiebel Eltron Holzminden (DE) EU Wertschöpfungsbonus voraussichtlich möglich
NIBE Markaryd (SE) EU Wertschöpfungsbonus voraussichtlich möglich
Ochsner Österreich, Deutschland EU Wertschöpfungsbonus voraussichtlich möglich
Daikin Ostende (BE), DE, IT, PL, Pilsen (CZ); Werksverbund auch UK/Türkei teils EU, teils Nicht-EU modellabhängig – pro Serie prüfen
Panasonic Pilsen (CZ) für Aquarea; weitere Serien aus Asien teils EU, teils Nicht-EU modellabhängig – pro Serie prüfen
Mitsubishi Electric Livingston, Schottland (UK) Nicht-EU (seit Brexit) kein Wertschöpfungsbonus zu erwarten

Wichtig zum Lesen der Tabelle: „EU" bedeutet hier, dass die belegten Werke der gängigen Serien innerhalb der Europäischen Union liegen. Ob ein einzelnes Modell im Sinne der künftigen Förderdefinition tatsächlich als „in der EU gefertigt" gilt, lässt sich vor Veröffentlichung der Nachweisregeln nicht rechtssicher zuordnen – die Herstellerangaben zu den Werken sind belegt, die förderrechtliche Einstufung ist es nicht.

Hersteller mit belegter EU-Fertigung

Bosch produziert seine Wärmepumpen in einem europäischen Werksverbund: Außeneinheiten und wandhängende Inneneinheiten der R290-Generation Compress 5800i/6800i AW stammen aus Aveiro in Portugal, bodenstehende R290-Inneneinheiten aus Eibelshausen in Deutschland, ergänzt um das schwedische Werk Tranås. Alle drei Standorte liegen in der EU. Details zu den Geräten finden Sie unter Bosch Compress: Modelle & Preise. Weil Buderus-Wärmepumpen zur Bosch-Gruppe gehören und weitgehend baugleich sind, gilt die Werksangabe sinngemäß.

Vaillant fertigt die aroTHERM plus am Hauptwerk Remscheid in Deutschland sowie in weiteren EU-Werken, unter anderem im slowakischen Skalica und im französischen Nantes. Alle drei liegen in der EU.

Stiebel Eltron entwickelt und produziert als unabhängiges Familienunternehmen am Standort Holzminden in Niedersachsen – ein klarer EU-Standort.

NIBE ist ein schwedischer Hersteller mit Hauptsitz und wesentlicher Fertigung in Markaryd, Schweden. Ochsner produziert nach eigenen Angaben ausschließlich in Österreich und Deutschland. Beide liegen damit vollständig in der EU. Weitere Modelldaten: NIBE Wärmepumpe: Modelle & Preise und Ochsner Air-Modelle & Preise.

Hersteller mit gemischter Herkunft

Daikin fertigt die Altherma-Baureihen in einem europäischen Werksverbund – unter anderem in Belgien (Ostende, zugleich europäischer Hauptsitz), Deutschland, Italien, Polen und im tschechischen Pilsen. Diese Standorte liegen in der EU. Der Werksverbund umfasst aber auch Standorte außerhalb der EU (UK, Türkei), und Daikin importiert daneben Serien aus Japan. Für die gängigen Altherma-Wärmepumpen ist die EU-Fertigung belegt, die konkrete Zuordnung sollte künftig jedoch pro Serie erfolgen. Modellübersicht: Daikin Altherma: Modelle & Preise.

Panasonic baut die europäische Aquarea-Produktion mit einer Produktionsstätte in Pilsen (Tschechien) aus. Andere Panasonic-Serien werden aus Asien importiert. Auch hier gilt: Der EU-Standort Pilsen ist für Aquarea dokumentiert, die konkrete förderrechtliche Einstufung einzelner Modelle bleibt bis zur KfW-Definition offen. (Der Standort Pilsen ist in dieser Recherche über eine Sekundärquelle belegt, nicht über eine Panasonic-Primärquelle.)

Dass eine Marke asiatischer Herkunft ist, sagt also nichts über den Fertigungsort des konkreten Geräts aus. Ein europäischer Konzern kann außerhalb der EU fertigen, ein asiatischer Konzern innerhalb.

„Made in Europe" ist nicht „in der EU gefertigt"

Der gefährlichste Denkfehler beim Wertschöpfungsbonus ist die Gleichsetzung von „europäisch" und „EU". Das sind zwei verschiedene Kategorien.

Mitsubishi Electric fertigt die Ecodan-Wärmepumpen seit 2009 im Werk Livingston in Schottland. Schottland gehört zum Vereinigten Königreich – und das ist seit dem Brexit nicht mehr Teil der EU. Eine in Livingston gebaute Wärmepumpe ist damit zwar „in Europa" produziert, nach heutigem Stand aber nicht „in der EU gefertigt". Ob sie den Wertschöpfungsbonus erhält, hängt davon ab, wie die KfW den Begriff am Ende definiert – nach der reinen EU-Zugehörigkeit spricht viel dagegen. Details zum Gerät: Mitsubishi Ecodan R290: Test & Erfahrungen.

Dieselbe Logik trifft auf die Türkei zu: Auch dort gefertigte Geräte sind europäisch produziert, liegen aber außerhalb der EU.

Fertigungsort „Made in Europe"? In der EU? Wertschöpfungsbonus (Ausblick)
Deutschland, Schweden, Belgien, Tschechien, Polen, Slowakei, Frankreich, Italien, Österreich ja ja voraussichtlich ja
Schottland / Großbritannien ja nein voraussichtlich nein
Türkei ja nein voraussichtlich nein
Japan, China, Südkorea nein nein nein

Für preisgünstige Direktimporte, wie sie im China-Wärmepumpen-Vergleich behandelt werden, bedeutet der Bonus tendenziell den größten Nachteil: Der niedrigere Kaufpreis kann durch die auf 15 % halbierte Grundförderung ganz oder teilweise aufgezehrt werden.

Was der Bonus konkret für Ihre Förderung bedeutet

Rechnen wir den Effekt an einem Einfamilienhaus mit einer förderfähigen Investition von 28.000 € durch – wieder nur der Grundanteil, ohne weitere Boni, damit der Herkunftseffekt isoliert sichtbar bleibt.

Fall Grundförderung + Wertschöpfungsbonus Zuschuss auf 28.000 €
EU-Wärmepumpe (ab Q1 2027) 15 % + 15 % = 30 % 8.400 €
Nicht-EU-Wärmepumpe (ab Q1 2027) 15 % + 0 % = 15 % 4.200 €
Differenz 15 Prozentpunkte 4.200 €

Diese 4.200 € sind der reine Herkunfts-Effekt. Wer weitere Boni erhält, verschiebt die absolute Fördersumme nach oben, der Herkunfts-Unterschied bleibt aber bestehen. Für Haushalte mit niedrigem Einkommen kommt zusätzlich der gestaffelte Einkommensbonus von bis zu 40 % hinzu, für alle Selbstnutzer bis Anfang 2027 noch der Klimageschwindigkeitsbonus – beide sind aber unabhängig von der Fertigungsherkunft.

Praktische Konsequenz für die Kaufentscheidung: Bis zum Start des Wertschöpfungsbonus spielt die Herkunft für die Förderhöhe keine Rolle – 30 % gibt es für jede förderfähige Wärmepumpe. Ab Q1 2027 wird die Herkunft dagegen zu einem echten Preisfaktor. Wer den Kauf ohnehin für 2027 plant und zwischen einem EU- und einem Nicht-EU-Gerät schwankt, sollte die 4.200 € Förderunterschied in den Angebotsvergleich aufnehmen. Wer dagegen jetzt handelt, sichert sich die noch einheitlichen 30 % – vergleichen Sie dazu die Modelle im Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.

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Was noch nicht feststeht

Weil der gesamte 2027-Mechanismus ein Entwurf ist, gehören zur ehrlichen Einordnung auch die offenen Punkte:

  • Höhe des Bonus: Die 15 % sind ein Beispielwert des Bundeswirtschaftsministeriums, keine final festgelegte Zahl.
  • Definition „in der EU gefertigt": Ob Endmontage, ein bestimmter Wertschöpfungsanteil oder die Bauteilherkunft entscheidet, ist offen. Davon hängt ab, ob ein Gerät mit EU-Endmontage, aber asiatischen Komponenten als „EU-gefertigt" gilt.
  • Nachweisregeln: Wie Eigentümer und Fachbetriebe die EU-Fertigung belegen müssen (Herstellererklärung, Werksangabe, Zertifikat), will die KfW erst im zweiten Halbjahr 2026 bekannt geben.
  • Genauer Starttermin: Die Primärquelle nennt „Q1 2027", aber kein taggenaues Datum.
  • Modell-Einstufung: Ob eine konkrete Serie (etwa eine bestimmte Daikin-, Panasonic- oder Bosch-Baureihe) als EU-gefertigt gilt, ist vor Veröffentlichung der Regeln nicht rechtssicher zuzuordnen.

Ein verwandtes, aber anderes künftiges Förderkriterium ist die Kältemittel-Frage: Ab 2028 könnte die Förderung stärker an natürliche Kältemittel wie R290 (Propan) gekoppelt werden. Das behandelt der Beitrag Wärmepumpen-Förderung 2028 und die Kältemittel-Frage – bitte nicht mit der Herkunfts-Frage vermischen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Wertschöpfungsbonus für Wärmepumpen und ab wann gilt er?

Der Wertschöpfungsbonus ist ein geplanter Förderzuschlag für Wärmepumpen, die innerhalb der EU gefertigt wurden. Er soll ab dem ersten Quartal 2027 gelten. Gleichzeitig wird die Grundförderung für den Heizungstausch von 30 % auf 15 % halbiert – der Bonus von voraussichtlich 15 % holt diese Halbierung für EU-Geräte wieder auf. Der Mechanismus ist bislang ein Entwurf aus den BEG-Reform-Eckpunkten und noch nicht in allen Details festgelegt.

Wie hoch ist der Wertschöpfungsbonus 2027 und wie verändert er die Grundförderung?

Als Beispielwert nennt das Bundeswirtschaftsministerium 15 %. Ab Q1 2027 soll die Grundförderung auf 15 % sinken; EU-gefertigte Wärmepumpen erhalten zusätzlich den Wertschöpfungsbonus, sodass sie in Summe wieder auf rund 30 % kommen. Für außerhalb der EU gefertigte Geräte bleiben nur 15 %. Die konkrete Höhe kann sich noch ändern, weil die KfW die Details erst im zweiten Halbjahr 2026 veröffentlicht.

Welche Wärmepumpen-Hersteller fertigen in der EU – und welche nicht?

Belegte EU-Fertigung haben unter anderem Bosch (Aveiro/Eibelshausen/Tranås), Vaillant (Remscheid/Skalica/Nantes), Stiebel Eltron (Holzminden), NIBE (Markaryd) und Ochsner (Österreich/Deutschland). Daikin und Panasonic betreiben EU-Werke, importieren aber auch Serien aus Asien. Mitsubishi Electric fertigt die Ecodan-Reihe in Schottland, das seit dem Brexit nicht mehr zur EU gehört. Für Marken ohne belegten Standort in dieser Übersicht sollten Sie das Werk pro Modell prüfen.

Zählt eine in Schottland oder Großbritannien gebaute Wärmepumpe als EU-Fertigung?

Nach heutigem Stand nicht. Großbritannien ist seit dem Brexit kein Mitglied der EU mehr. Eine in Livingston (Schottland) gebaute Mitsubishi-Ecodan-Wärmepumpe ist zwar „in Europa" produziert, aber voraussichtlich nicht „in der EU gefertigt" im Sinne des Bonus. Endgültige Klarheit bringt erst die KfW-Definition des Begriffs.

Sinkt die Förderung für Wärmepumpen aus China, Korea oder Japan ab 2027?

Für außerhalb der EU gefertigte Wärmepumpen soll die Grundförderung ab Q1 2027 auf 15 % sinken, ohne Ausgleich durch den Wertschöpfungsbonus. Bei 28.000 € Förderhöchstkosten sind das rund 4.200 € weniger als bei einem vergleichbaren EU-Gerät. Der oft niedrigere Kaufpreis von Direktimporten kann diesen Nachteil teilweise ausgleichen – die Rechnung sollten Sie im Einzelfall aufmachen.

Bekommen Daikin- und Panasonic-Wärmepumpen den Bonus, obwohl es asiatische Konzerne sind?

Die Konzernherkunft spielt keine Rolle – entscheidend ist der Fertigungsort des konkreten Geräts. Daikin fertigt die Altherma-Reihen in EU-Werken (u. a. Belgien, Tschechien, Polen), Panasonic die Aquarea in Pilsen (Tschechien). Diese Geräte könnten den Bonus erhalten. Beide Hersteller importieren aber auch Serien aus Asien, die dann nicht qualifizieren würden. Deshalb gilt: pro Modell prüfen, nicht pro Marke.

Ist der Wertschöpfungsbonus schon endgültig beschlossen oder noch ein Entwurf?

Er ist ein Ausblick aus den am 8. Juli 2026 veröffentlichten Eckpunkten der BEG-Reform, noch nicht in allen Details final. Höhe (Beispielwert 15 %), die Definition von „in der EU gefertigt" und die Nachweisregeln sind offen und sollen von der KfW im zweiten Halbjahr 2026 konkretisiert werden. Bis dahin sollten Sie den Bonus als Planungsgröße, nicht als sichere Zusage behandeln.

Wie muss ich die EU-Fertigung meiner Wärmepumpe für die Förderung nachweisen?

Das ist noch nicht geregelt. Die konkreten Nachweispflichten – etwa Herstellererklärung, Werksangabe oder ein Zertifikat – legt die KfW erst mit der Detailausgestaltung im zweiten Halbjahr 2026 fest. Wer für 2027 plant, sollte beim Angebot ohnehin nach dem konkreten Produktionsstandort des angebotenen Modells fragen und sich diesen schriftlich geben lassen.

Lohnt es sich, den Heizungstausch wegen des Bonus auf 2027 zu verschieben?

In der Regel nicht. Bis zum Start des Wertschöpfungsbonus gibt es die volle Grundförderung von 30 % für jede förderfähige Wärmepumpe, unabhängig von der Herkunft. Ab 2027 bekommt eine EU-Wärmepumpe über den Bonus ebenfalls rund 30 % – nur eine Nicht-EU-Wärmepumpe fährt dann schlechter. Ein Aufschub bringt bei EU-Geräten also keinen Fördervorteil, kostet aber ein weiteres Jahr mit höheren Betriebskosten der Altanlage. Wer ohnehin ein EU-Gerät kauft, hat keinen Grund zu warten.

Nächster Schritt: Herkunft und Förderung fürs eigene Gebäude einordnen

Ob sich der Wertschöpfungsbonus für Sie überhaupt auszahlt, hängt weniger von der Marke als von Ihrem Gebäude, dem passenden Wärmepumpen-Typ und dem Zeitpunkt des Tauschs ab. Die reduco-Gebäudeanalyse hilft Ihnen, diese Faktoren zusammenzubringen: Sie ordnet Ihr Haus energetisch ein, zeigt, welche Heizleistung realistisch ist, und macht transparent, welche Förderbausteine – von der Grundförderung über den Einkommensbonus bis zum künftigen Wertschöpfungsbonus – für Ihr Vorhaben in Frage kommen. So treffen Sie die Herkunfts- und Modellwahl auf Basis Ihrer konkreten Zahlen, nicht auf Basis von Pauschalurteilen.

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