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Fujitsu General Waterstage 2026: Modelle & Preise, 5–17 kW

Fujitsu/General Waterstage: alle Modellreihen von 5 bis 17 kW, bis 60 °C Vorlauf, kein R290. Preise, Förderung und für welches Haus – so wählen Sie richtig.

Luft-Wasser-Wärmepumpe an der Außenwand eines Wohnhauses in Deutschland

Das Wichtigste in Kürze

  • Leistungsband: Die Waterstage-Reihe deckt rund 5–17 kW ab – Comfort (5–10 kW, Neubau/Fußbodenheizung), High Power (10–17 kW) und Super High Power (≈15–17 kW) für Sanierung und kalte Regionen.
  • Kältemittel: Die aktuellen Serien Comfort und High Power R32 nutzen R32 (GWP 675), die Super High Power noch R410A (GWP 2088). Ein R290-/Propan-Modell führt der Katalog nicht (Stand Juli 2026) – der wichtigste Kaufunterschied zu Daikin Altherma 4, Panasonic L/M oder Wolf/Vaillant. Wichtig: Ab dem 01.01.2028 sind laut BEG-Förderrichtlinie nur noch Wärmepumpen mit GWP-armem Kältemittel (z. B. R290) förderfähig – R32 und R410A erfüllen die Grenze nicht.
  • Vorlauf & Altbau: High Power R32 liefert 60 °C ohne Zusatzheizung bis −15 °C, Super High Power sogar 60 °C bis −20 °C und 55 °C bis −22 °C – echte Heizkörper-/Altbau-Tauglichkeit. Comfort schafft bis 55 °C (eher Neubau).
  • Bauform: Monoblock (nur Comfort) oder Split (alle Serien). Effizienzklasse bis A+++ (Monoblock Comfort); High-Power-R32 mit Verdichter der Klasse A.
  • Förderung: 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (gültig bis 31.01.2027, danach −4 Prozentpunkte je Halbjahr) über die KfW 458; zusätzlicher, gestaffelter Einkommens-Bonus (40/30/10 %) bei zu versteuerndem Jahreseinkommen bis 50.000 €.
  • Preise: Fujitsu General veröffentlicht keine Listenpreise. Orientierung im Kostenratgeber – Comfort ist günstiger als High/Super High Power, Split günstiger als Monoblock-plus-Speicher-Kombination.

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Fujitsu General ist als japanischer Konzern (Fujitsu General Ltd.) vor allem für Klimageräte bekannt – die Luft-Wasser-Wärmepumpen laufen unter der Marke Waterstage und werden in Deutschland unter beiden Labels Fujitsu und General verkauft (generalww.com). Die Baureihe teilt sich in drei Serien: Comfort (als Monoblock und Split), High Power (Split) und Super High Power (Split). Die aktuellen Serien Comfort und High Power arbeiten mit dem Kältemittel R32, die Super High Power noch mit R410A – ein reines R290-Propan-Modell führt der Katalog nicht (Stand Juli 2026). Das ist die zentrale Erkenntnis dieses Ratgebers: Wer eine Waterstage kauft, entscheidet sich bewusst gegen die R290-Zukunftssicherheit, gewinnt dafür aber mit den High-Power-Serien eine der stärksten Hochtemperatur-Argumentationen im Feld – 60 °C Vorlauf noch bei −20 °C. Wie sich das gegen Daikin und Panasonic einordnet und was das für Ihre Förderung bedeutet, klären wir hier Serie für Serie.

Waterstage im Überblick: die drei Serien auf einen Blick

Das Waterstage-Programm ist übersichtlicher aufgebaut als das mancher Wettbewerber. Statt eines Buchstaben-Wirrwarrs gibt es drei klar getrennte Leistungs- und Anwendungsstufen. Die folgende Tabelle fasst die gesicherten Herstellerdaten zusammen:

Serie Bauform Leistung Kältemittel Max. Vorlauf ohne Zusatzheizung Typischer Einsatz
Comfort Monoblock oder Split 5–10 kW R32 bis 55 °C Neubau, gut gedämmt, Fußbodenheizung
High Power (R32) Split 10–17 kW R32 60 °C bis −15 °C Saniert­er Altbau, Heizkörper
Super High Power Split ≈15–17 kW R410A 60 °C bis −20 °C · 55 °C bis −22 °C Unsanierter Altbau, kalte Regionen, hoher Wärmebedarf

Quelle: Fujitsu General – Air-to-Water-Programm. Datenblatt-Bezugsbedingungen der Comfort-Split: 7 °C Außentemperatur / 35 °C Heiztemperatur.

Die grobe Faustregel: Comfort = Neubau, High Power = Sanierung, Super High Power = harter Altbau bzw. kaltes Klima. Ob am Ende Split oder Monoblock sinnvoller ist, hängt weniger von der Marke als von der Bauform-Grundsatzfrage ab – diese entscheiden Sie am besten mit dem Ratgeber Split oder Monoblock im Vergleich.

Die Modell-Namenslogik verstehen

Fujitsu-General-Modellcodes wirken kryptisch, folgen aber einem festen Muster. Wer es einmal kennt, liest die Leistungsklasse direkt aus der Bezeichnung ab:

  • Außengerät WOYG… = 1-phasig (230 V), WOYK… = 3-phasig (400 V).
  • Die Zahl ≈ kW × 10. WOYG100 ≈ 10 kW, WOYG121 ≈ 12 kW, WOYG140 ≈ 14 kW, WOYG160 ≈ 16 kW.
  • WPEG…KRF kennzeichnet die Monoblock-Comfort mit integrierter Heizwasser-Einheit.
  • WSYA… (innen) + WOYA… (außen) ist die Split-Comfort.

Mit diesem Schlüssel lässt sich jedes Angebot einordnen – gerade beim Vergleich mehrerer Handwerker-Angebote hilft das, versehentlich unterschiedliche Leistungsklassen gegenüberzustellen.

Comfort-Serie (R32): die Neubau-Linie als Monoblock und Split

Die Comfort-Serie ist der Einstieg ins Waterstage-Programm und deckt das Leistungsband 5–10 kW ab. Sie richtet sich an Neubauten und gut gedämmte Bestandsgebäude mit Flächenheizung. Die maximale Vorlauftemperatur liegt bei 55 °C ohne Backup-Heizung – das genügt für Fußbodenheizungen, stößt aber bei klassischen Altbau-Heizkörpern an Grenzen. Fujitsu General bietet die Comfort in zwei Bauformen an.

Comfort Monoblock (WPEG…KRF)

Beim Monoblock sitzt der gesamte Kältekreis inklusive integrierter Heizwasser-Einheit im Außengerät; ins Haus laufen nur noch wasserführende Leitungen. Das erspart die F-Gas-Zertifizierung des Kältekreises vor Ort.

Modell Leistung (ca.) Kältemittel Anschluss Energieeffizienzklasse
WPEG050KRF 5 kW R32 1-phasig (230 V) A+++
WPEG080KRF 8 kW R32 1-phasig (230 V) A+++
WPEG100KRF 10 kW R32 1-phasig (230 V) A+++

Quelle: Monobloc Comfort Series. Energieeffizienzklasse A+++, integrierte Heizwasser-Einheit, einphasiger 230-V-Anschluss.

Comfort Split (WSYA… / WOYA…)

Die Split-Variante trennt Außengerät und Inneneinheit (Hydraulik) und ist häufig etwas günstiger in der Anschaffung. Auch hier gilt: Vorlauf bis 55 °C ohne Zusatzheizung.

Inneneinheit Außengerät Leistung (ca.) Kältemittel Max. Vorlauf
WSYA050ML3 WOYA060KLT 5 kW R32 55 °C
WSYA080ML3 WOYA080KLT 8 kW R32 55 °C
WSYA100ML3 WOYA100KLT 10 kW R32 55 °C

Quelle: Split Comfort R32. Datenblatt-Bedingungen 7 °C Außen / 35 °C Heiztemperatur.

Wofür sich die Comfort eignet: Neubau oder durchsaniertes Haus mit Fußbodenheizung in normaler Klimazone. Wer allerdings vorhandene Heizkörper behalten und mit höheren Vorlauftemperaturen fahren will, ist mit der Comfort unterdimensioniert und sollte direkt zur High-Power-Serie greifen. Warum die Vorlauftemperatur so über die Effizienz entscheidet, erklärt der Ratgeber COP, JAZ und Wirkungsgrad.

High Power-Serie (R32): die Altbau-Linie mit 60 °C bis −15 °C

Die High Power-Serie ist das Herzstück des Waterstage-Programms für die Sanierung. Sie deckt 10–17 kW ab, gibt es ein- und dreiphasig und liefert die entscheidende Zahl für den Altbau: 60 °C Vorlauftemperatur ohne Zusatzheizung – und das selbst bei −15 °C Außentemperatur (Split High Power R32). Damit können in vielen Bestandsgebäuden die vorhandenen Heizkörper weiterlaufen, ohne dass ein elektrischer Heizstab die Effizienz frisst.

Technische Daten High Power R32 (Außengeräte)

Außengerät Leistung (ca.) Anschluss Max. Vorlauf ohne Zusatzheizung
WOYG100MQL 10 kW 1-phasig 60 °C bis −15 °C
WOYG121MQL 12 kW 1-phasig 60 °C bis −15 °C
WOYG140MQL 14 kW 1-phasig 60 °C bis −15 °C
WOYK121MQL 12 kW 3-phasig 60 °C bis −15 °C
WOYK140MQL 14 kW 3-phasig 60 °C bis −15 °C

Quelle: Split High Power R32. Verdichter der Klasse A, hohe jahreszeitbedingte Raumheizungs-Effizienz (ηs).

High Power R32 mit integriertem Warmwasserspeicher

Wer keine separate Speicher-Ecke im Keller opfern will, wählt die All-in-One-Variante mit integriertem Warmwasserspeicher in der Inneneinheit. Sie nutzt dieselben Außengeräte und dieselbe 60-°C-bis-−15-°C-Zusage.

Inneneinheit (mit Speicher) passende Außengeräte Max. Vorlauf
WGEG140MQ6-19 (1-phasig) WOYG100 / 121 / 140MQL 60 °C bis −15 °C
WGEK140MQ9-19 (3-phasig) WOYG100 / 121 / 140MQL 60 °C bis −15 °C

Quelle: Split DHW High Power R32.

Neben der aktuellen R32-Baureihe existiert noch eine ältere High-Power-Split-Generation (nicht R32) mit den Außengeräten WOYG112 / 140 / 160 (≈ 11 / 14 / 16 kW), die sogar 60 °C bis −20 °C hält (ältere High Power Split). Sie wird teils als Restbestand angeboten – prüfen Sie hier aber genau das Kältemittel, denn ältere Generationen nutzen synthetische Kältemittel mit deutlich höherem Treibhauspotenzial. Für die Frage, wie hoch die Vorlauftemperatur im konkreten Altbau wirklich sein muss, lohnt der vertiefende Ratgeber Hochtemperatur-Wärmepumpe im Altbau.

Super High Power-Serie: 60 °C bis −20 °C für den harten Altbau

Die Super High Power-Serie ist die kompromissloseste Waterstage – gebaut für unsanierte Altbauten, kalte Regionen und hohen Wärmebedarf. Mit rund 15–17 kW und integriertem Warmwasserspeicher liefert sie die extremsten Vorlaufzahlen im Programm: 60 °C ohne Backup-Heizung bis −20 °C und 55 °C bis −22 °C Außentemperatur (Split DHW Super High Power). Anders als Comfort und High Power R32 arbeitet die Super High Power allerdings mit dem synthetischen Kältemittel R410A (GWP 2088) – förderrechtlich ist das ab 2028 ein Nachteil (siehe Kältemittel-Kapitel).

Außengerät Leistung (ca.) Anschluss Max. Vorlauf ohne Zusatzheizung
WOYG160LJL 16 kW 1-phasig 60 °C bis −20 °C · 55 °C bis −22 °C
WOYK150LJL 15 kW 3-phasig 60 °C bis −20 °C · 55 °C bis −22 °C
WOYK170LJL 17 kW 3-phasig 60 °C bis −20 °C · 55 °C bis −22 °C

Quelle: Split DHW Super High Power.

Das Verkaufsargument: Ein Heizsystem, das 60 °C noch bei −20 °C hält, macht in vielen Bestandsgebäuden den Heizkörpertausch überflüssig und läuft an den kältesten Tagen des Jahres weiter mit dem effizienten Verdichter statt mit teurem Heizstab. Das ist eine echte Radiator-Story und der Bereich, in dem Fujitsu General gegen japanische Wettbewerber wie Toshiba Estia am stärksten aufgestellt ist. Wichtig bleibt die richtige Auslegung: Ein zu groß dimensioniertes Gerät taktet häufiger und verliert an Effizienz, ein zu kleines rutscht bei Kälte doch in den Heizstab. Eine Heizlastberechnung durch den Fachbetrieb ist Pflicht.

R32/R410A statt R290: Was das für Kältemittel und Zukunftssicherheit bedeutet

Das ist der ehrlichste und zugleich wichtigste Punkt dieses Ratgebers. Die aktuellen Waterstage-Serien arbeiten mit R32 (GWP 675, Comfort und High Power R32) beziehungsweise R410A (GWP 2088, Super High Power und ältere High-Power-Split) – ein R290-Propan-Modell führt Fujitsu General im aktuellen Katalog nicht (Herstellerübersicht). Damit unterscheidet sich Waterstage grundlegend von der Daikin Altherma 4, der Panasonic Aquarea L/M-Serie oder Geräten wie Wolf CHA und Vaillant aroTHERM plus, die auf natürliches Propan (R290, GWP ≈ 3) setzen.

Was heißt das praktisch?

  • Förderrechtlich spielt der frühere Effizienzbonus für natürliche Kältemittel seit der BEG-Reform im Juli 2026 keine Rolle mehr – R32- und R290-Geräte sind bei der Grundförderung 2026 noch gleichgestellt. Entscheidend ist aber der Blick nach vorn: Laut BEG-Förderrichtlinie sind ab dem 1. Januar 2028 nur noch Wärmepumpen mit GWP-armem Kältemittel (z. B. R290) förderfähig – R32 (GWP 675) und R410A (GWP 2088) erfüllen die Grenze nicht. Wer eine Waterstage erst ab 2028 einbauen lässt, verliert damit die BEG-Förderung. Die Details erklärt der Ratgeber Wärmepumpen-Förderung & Kältemittel 2028.
  • Zukunftssicherheit ist der eigentliche Unterschied: R32 und R410A sind synthetische F-Gase und unterliegen dem EU-weiten F-Gas-Phasedown, während R290 als natürliches Kältemittel davon unberührt bleibt. Wer Wert auf maximale Regulierungs-Robustheit legt, findet die Argumente im Ratgeber Propan-Wärmepumpe (R290).

Das ist kein pauschales K.-o.-Kriterium gegen Fujitsu General bei einem Einbau 2026/2027 – R32 ist ein etabliertes, effizientes Kältemittel, und die High-Power-Serien holen aus ihm bemerkenswerte Hochtemperatur-Leistungen heraus. Aber es ist der Punkt, an dem Sie eine bewusste Entscheidung treffen sollten, statt ihn zu übersehen – gerade mit Blick auf die Förderfähigkeit ab 2028.

Was kostet eine Fujitsu/General Waterstage?

Klartext: Fujitsu General veröffentlicht keine Endkundenpreise, und seriöse Listenpreise liegen aus Primärquellen nicht vor. Wir erfinden hier bewusst keine €-Zahlen. Was sich belastbar sagen lässt, sind die relativen Preisunterschiede innerhalb des Programms:

  • Comfort ist günstiger als High Power und Super High Power (weniger Leistung, niedrigere Vorlauftemperatur).
  • Split ist in der Anschaffung meist günstiger als eine Monoblock-plus-Speicher-Kombination.
  • Der Aufpreis für die integrierte Warmwasser-/Speicher-Variante ist der Komfort- und Platzgewinn wert, wenn im Keller wenig Raum ist.

Für die absoluten Kostenbänder – Gerät plus Installation, inklusive Pufferspeicher, Hydraulik und Inbetriebnahme – nutzen Sie am besten die durchgerechneten Spannen im Schwester-Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe: Kosten sowie die Förder-Gegenrechnung in Wärmepumpe Kosten & Förderung 2026. Diese gelten markenübergreifend und lassen sich auf ein Waterstage-Angebot übertragen.

Förderung 2026: 30 % plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus

Eine Waterstage ist 2026 über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) förderfähig – wegen des R32-/R410A-Kältemittels allerdings nur noch bis Ende 2027 (ab 01.01.2028 sind laut Förderrichtlinie nur GWP-arme Kältemittel förderfähig, siehe Kältemittel-Kapitel). Die Bausteine für selbstnutzende Eigentümer im Überblick:

Baustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe
Klimageschwindigkeitsbonus +16 % Austausch einer alten fossilen Heizung; gültig bis 31.01.2027, danach −4 Prozentpunkte je Halbjahr
Einkommens-Bonus +40 / 30 / 10 % gestaffelt nach zu versteuerndem Jahreseinkommen bis 50.000 € (selbstnutzende Eigentümer)

Quelle: KfW 458 – Heizungsförderung für Wohngebäude. Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden.

Rechenbeispiel (Standardfall): Wer eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung durch eine Waterstage ersetzt, kombiniert 30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus = 46 % der förderfähigen Kosten. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 40.000 € kommen über den Einkommens-Bonus deutlich höher. Die genauen Deckel für die maximal förderfähigen Kosten und den einkommensabhängigen Höchstsatz rechnet der Ratgeber Wärmepumpe Kosten & Förderung 2026 gebäudespezifisch durch – prüfen Sie dort immer den tagesaktuellen Stand, weil der Klimageschwindigkeitsbonus ab dem 31.01.2027 halbjährlich sinkt.

Timing-Hinweis: Weil der Bonus nach dem 31.01.2027 um 4 Prozentpunkte je Halbjahr fällt, ist ein früher Antrag bares Geld wert. Wer den Heizungstausch ohnehin plant, sollte die Förderung nicht auf die lange Bank schieben.

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Für welches Haus welche Waterstage?

Die Serienwahl ergibt sich fast vollständig aus Baujahr, Heizsystem und Standort:

Comfort (Monoblock oder Split) – ideal für:

  • Neubau und durchsanierte Häuser mit Fußbodenheizung
  • Haushalte, denen 55 °C Vorlauf reichen
  • Wer den günstigsten Waterstage-Einstieg sucht

High Power R32 – ideal für:

  • Sanierten Altbau mit bestehenden Heizkörpern, die 55–60 °C brauchen
  • Standorte mit normalen bis kalten Wintern (60 °C bis −15 °C)
  • Optional als All-in-One mit integriertem Warmwasserspeicher bei wenig Kellerplatz

Super High Power – ideal für:

  • Unsanierten Altbau und Regionen mit harten Wintern
  • Hohen Wärmebedarf, bei dem 60 °C noch bei −20 °C gefragt sind
  • Wer den Heizkörpertausch vermeiden will

Wovon ich abrate: eine Waterstage – egal welche Serie – blind nach Katalog-Leistung zu bestellen, ohne vorher Heizlast und benötigte Vorlauftemperatur berechnen zu lassen. Wie Fujitsu General gegen die getesteten Marken abschneidet, ordnet der Wärmepumpe Test 2026 ein; die große Marktübersicht liefert der Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026.

Häufige Fragen (FAQ)

Welche Wärmepumpen-Modellreihen bietet Fujitsu/General Waterstage an?

Waterstage teilt sich in drei Serien: Comfort (5–10 kW, als Monoblock und Split), High Power (10–17 kW, Split) und Super High Power (≈15–17 kW, Split). Comfort ist die Neubau-/Fußbodenheizungs-Linie, High Power die Sanierungslinie und Super High Power die Hochleistungslinie für unsanierte Altbauten und kalte Regionen (Herstellerübersicht).

Ist die Fujitsu/General Waterstage ein Monoblock oder ein Split-Gerät?

Beides – je nach Serie. Die Comfort-Serie gibt es sowohl als Monoblock (Modelle WPEG…KRF mit integrierter Heizwasser-Einheit) als auch als Split. Die Serien High Power und Super High Power sind ausschließlich als Split-Geräte erhältlich. Welche Bauform grundsätzlich besser passt, klärt der Ratgeber Split oder Monoblock.

Welches Kältemittel nutzt die General Waterstage – R32 oder R290?

Comfort und High Power R32 arbeiten mit R32 (GWP 675), die Super High Power mit R410A (GWP 2088). Ein R290-/Propan-Modell führt Fujitsu General im aktuellen Katalog nicht (Stand Juli 2026). Das ist der wichtigste Unterschied gegenüber Marken wie Daikin, Panasonic, Wolf oder Vaillant, die R290-Geräte anbieten – zumal ab dem 1. Januar 2028 nur noch Wärmepumpen mit GWP-armem Kältemittel förderfähig sind. Die Konsequenzen für Zukunftssicherheit und Förderung erklärt der Ratgeber zur Propan-Wärmepumpe R290.

Wie hoch ist die maximale Vorlauftemperatur der Fujitsu Waterstage und taugt sie für den Altbau?

Das hängt von der Serie ab. Die Comfort schafft bis 55 °C (eher Neubau). Die High Power R32 liefert 60 °C ohne Zusatzheizung bis −15 °C, die Super High Power sogar 60 °C bis −20 °C und 55 °C bis −22 °C. Damit sind die High-Power-Serien echte Altbau-Kandidaten, weil vorhandene Heizkörper oft ohne Austausch weiterlaufen können. Vertiefung im Ratgeber Hochtemperatur-Wärmepumpe im Altbau.

Was kostet eine Fujitsu/General Waterstage Wärmepumpe inklusive Einbau?

Fujitsu General veröffentlicht keine Listenpreise, und belastbare Endkundenpreise liegen aus Primärquellen nicht vor – deshalb nennen wir hier keine erfundenen €-Zahlen. Als Orientierung für Gerät plus Installation nutzen Sie die markenübergreifenden Kostenbänder im Ratgeber Luft-Wasser-Wärmepumpe: Kosten. Innerhalb des Programms gilt: Comfort ist günstiger als High/Super High Power, und Split ist meist günstiger als eine Monoblock-plus-Speicher-Kombination.

Ist die General Waterstage BEG-förderfähig und bekommt sie den Effizienzbonus?

Ja, 2026 ist eine Waterstage über die KfW 458 förderfähig: 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (bis 31.01.2027, danach −4 Prozentpunkte je Halbjahr) und ein zusätzlicher, gestaffelter Einkommens-Bonus (40/30/10 %) bei zu versteuerndem Jahreseinkommen bis 50.000 €. Einen separaten Effizienzbonus speziell für das Kältemittel gibt es nach der BEG-Reform 2026 nicht mehr. Wichtig: Ab dem 1. Januar 2028 sind laut Förderrichtlinie nur noch Wärmepumpen mit GWP-armem Kältemittel (z. B. R290) förderfähig – R32- und R410A-Geräte wie die Waterstage fallen dann aus der Förderung.

Welche Leistungsklassen (kW) gibt es bei der Fujitsu Waterstage?

Die Comfort deckt 5–10 kW ab (Modelle ≈ 5 / 8 / 10 kW), die High Power R32 10–17 kW (10 / 12 / 14 kW) und die Super High Power ≈15–17 kW. Die Zahl im Modellcode entspricht ungefähr der Kilowatt-Leistung mal zehn – WOYG140 bedeutet also rund 14 kW. WOYG… steht für einphasigen, WOYK… für dreiphasigen Anschluss.

Wie schlägt sich Fujitsu/General gegen Daikin, Panasonic und Mitsubishi?

Fujitsu Generals Stärke liegt in der Hochtemperatur-/Kaltklima-Leistung der High-Power-Serien (60 °C bis −20 °C). Der spürbare Nachteil gegenüber Daikin und Panasonic ist das Fehlen eines R290-Modells – wer Wert auf ein natürliches Kältemittel legt, findet dort mehr Auswahl. Eine geordnete Gegenüberstellung liefert der Wärmepumpen-Hersteller-Vergleich 2026; welche Modelle unabhängig getestet wurden, zeigt der Wärmepumpe Test 2026.

Bis zu welcher Außentemperatur arbeitet die Waterstage High Power ohne Zusatzheizung?

Die High Power R32 hält 60 °C Vorlauftemperatur ohne Zusatzheizung bis −15 °C Außentemperatur. Die stärkere Super High Power schafft 60 °C sogar bis −20 °C und 55 °C bis −22 °C. Eine ältere High-Power-Split-Generation (nicht R32) erreicht ebenfalls 60 °C bis −20 °C. Damit ist an nahezu allen deutschen Standorten ein Betrieb bis zur Norm-Außentemperatur ohne teuren Heizstab möglich.

Nächster Schritt: Passt die Waterstage zu Ihrem Gebäude?

Ob am Ende die günstige Comfort, die vielseitige High Power R32 oder die kompromisslose Super High Power die wirtschaftlichste Lösung für Ihr Haus ist – und ob eine Fujitsu-General-Wärmepumpe gegenüber einem R290-Konkurrenten überhaupt die bessere Wahl darstellt – hängt von Gebäudetyp, Dämmzustand, vorhandenem Heizsystem und Ihren Fördermöglichkeiten ab. Katalog-Leistungen und Vorlaufzahlen allein ersetzen keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und erhalten eine datenbasierte Empfehlung, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt – inklusive Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Rechnung.

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