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Ratgeber17 Min. Lesezeit

Wärmepumpe Kosten 100 qm Haus 2026: ab 9.000 € Eigenanteil

Was kostet eine Wärmepumpe für ein 100 qm Haus? Rechnen Sie mit 22.000–31.000 € komplett und dank 70 % Förderung ab 9.000 € Eigenanteil. Alle kW-Werte.

Luft-Wasser-Wärmepumpe vor einem kleinen Einfamilienhaus mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche

Das Wichtigste in Kürze

  • Komplettkosten (100 m²): Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Einbau rund 22.000–31.000 € vor Förderung; der häufige Basiswert liegt bei ca. 22.500 € inkl. Speicher, Zähler und Pumpe.
  • Förderung 2026: Über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) sind bis zu 70 % Zuschuss möglich – gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten je Einfamilienhaus, also maximal 21.000 €.
  • Eigenanteil: Je nach Bonus-Kombination bleiben rund 7.000–15.000 €; im günstigsten Fall (70 % Förderung) ab ca. 9.000 €.
  • Heizleistung: Ein 100-m²-Haus braucht rund 4–5 kW (gut gedämmt), sanierter Altbau 6–8 kW, unsanierter Altbau 8–10 kW.
  • Betriebskosten: Der Stromverbrauch liegt bei etwa 2.000–4.000 kWh/Jahr, die jährlichen Stromkosten bei rund 500–1.000 €.
  • Reale Effizienz: Im Fraunhofer-ISE-Feldtest erreichten Luft-Wasser-Geräte eine Jahresarbeitszahl von Ø 3,4 (2,6–4,9), Erdwärmepumpen 4,3 – und emittierten 64 % weniger CO₂ als Gasheizungen.

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Ein Einfamilienhaus mit 100 m² liegt am unteren Ende der typischen EFH-Größen – und genau das wirft eine praktische Frage auf: Zahlt man für die kleinere Fläche auch deutlich weniger? Die kurze Antwort: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett installiert rund 22.000–31.000 € (vor Förderung), der Wärmebedarf liegt bei 4–8 kW. Über die KfW-Heizungsförderung sind bis zu 70 % Zuschuss möglich, sodass der Eigenanteil im günstigsten Fall auf rund 9.000 € sinkt. In diesem Ratgeber rechne ich die Kosten für ein 100-m²-Haus Schritt für Schritt durch – von der benötigten kW-Leistung über die Gesamtkosten und Förderung bis zum konkreten Eigenanteil.

Zur Einordnung innerhalb der Größenserie: Ein 100-m²-Haus braucht spürbar weniger Heizleistung als ein 120-m²-Haus, ein 150-m²-Haus oder ein großes 200-m²-Haus – bei den Gesamtkosten fällt der Unterschied aber kleiner aus, als viele erwarten, weil viele Posten im Komplettpaket unabhängig von der Fläche anfallen. Warum das so ist und wann sich welche Wärmepumpe rechnet, zeige ich weiter unten mit ehrlichen Rechenbeispielen.

Wärmepumpe für 100 qm: Welche Heizleistung braucht das Haus?

Bevor es um Preise geht, muss die richtige Größe stehen. Als grober Faustwert gelten laut co2online etwa 0,015–0,05 kW pro Quadratmeter – für ein gut gedämmtes 100-m²-Haus ergibt das rund 4–5 kW Heizleistung. Entscheidend ist aber nicht die Wohnfläche allein, sondern der energetische Zustand des Gebäudes. Ein Passivhaus kommt mit einem Bruchteil der Leistung aus, ein unsanierter Altbau braucht das Doppelte bis Dreifache.

kW-Bedarf nach Gebäudezustand (100 m²)

Gebäudezustand (100 m²) Heizleistung (inkl. Warmwasser) Passende Wärmepumpe
Gut gedämmter Neubau (KfW-Effizienzhaus) 4–6 kW Luft-Wasser 5 kW
Teilsanierter / sanierter Altbau 6–8 kW Luft-Wasser 6–8 kW
Unsanierter Altbau (vor 1979) 8–10 kW und mehr Luft-Wasser 8–10 kW

Quelle: co2online, Praxis-Dimensionierung (Stand Juli 2026).

Für ein gut gedämmtes 100-m²-Haus ist damit oft eine kompakte Anlage der richtige Griff – die passenden Modelle und Preise dieser Klasse habe ich im Ratgeber Wärmepumpe 5 kW zusammengestellt. Wer es genauer wissen will, rechnet die Heizlast über die Faustformel: Heizlast (kW) = Wohnfläche (m²) × spezifischer Wärmebedarf (W/m²) / 1.000, plus einen Warmwasser-Zuschlag von rund 0,25 kW pro Person (etwa 1,0 kW bei vier Personen).

Spezifische Heizlast nach Baujahr (W/m²)

Baujahr / Standard Spez. Heizlast Rechnerische Heizlast bei 100 m²
Unsanierter Altbau (bis 1978) 100–150 W/m² 10–15 kW
Bauten 1970er/80er-Jahre 70–100 W/m² 7–10 kW
Einfache Dämmung (1979–1995) 70–100 W/m² 7–10 kW
Neubau (1995–2001) 50–70 W/m² 5–7 kW
KfW-55-Neubau 25–40 W/m² 2,5–4 kW
Passivhaus 10–15 W/m² 1–1,5 kW

Quelle: Aggregierte Heizlast-Kennwerte nach DIN EN 12831 (Stand Juli 2026).

Zur Referenz: Finanztip beziffert für ein 120-m²-Haus etwa 4,8 kW im Neubau (ab 2010) und rund 9,6 kW im sanierten Altbau – also den doppelten Bedarf bei identischer Fläche. Ein 100-m²-Haus liegt jeweils etwas darunter. Beachten Sie die Spanne zwischen der rechnerischen Heizlast (Faustformel oben) und der in der Praxis verbauten Anlagengröße: Selten trifft das kälteste W/m²-Extrem tatsächlich zu, und Warmwasser wird häufig separat gepuffert. Verbindlich ist ausschließlich eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Wie Sie die genaue Leistung für Ihr Haus bestimmen, zeigt die kW-Tabelle zur Wärmepumpen-Dimensionierung.

Was kostet eine Wärmepumpe für 100 qm?

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Jetzt zu den Zahlen. Für ein 100-m²-Haus liegen die Komplettkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau bei rund 22.000–31.000 € vor Förderung. co2online nennt einen Basiswert von etwa 22.500 € inklusive Warmwasserspeicher, Wärmemengenzähler und Umwälzpumpe. Wer eine Wärmequelle im Erdreich erschließt, zahlt deutlich mehr.

Anschaffungskosten nach Wärmepumpen-Typ (100 m², inkl. Einbau, vor Förderung)

Wärmepumpen-Typ Kosten für 100 m² Anmerkung
Luft-Wasser-Wärmepumpe 22.000–31.000 € Standard, kein Erdeingriff
Sole-Wasser (Erdwärme) 37.000–52.000 € inkl. Flächenkollektor oder Bohrung
Wasser-Wasser (Grundwasser) 44.000–61.000 € wasserrechtliche Genehmigung nötig

Quelle: co2online (Basiswerte), Praxis-Angebote 100 m² (Stand Juli 2026).

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist bei einem kleinen Haus fast immer die wirtschaftlichste Wahl – dazu weiter unten mehr. Wie sich der Preis einer Luftwärmepumpe zusammensetzt, schlüsselt Finanztip transparent auf.

Kostenaufschlüsselung Luft-Wasser-Wärmepumpe

Position Kosten (ca.)
Wärmepumpen-Gerät 8.000–16.000 €
Installation / Montage ~3.000 €
Bauliche Anpassungen (Speicher, Heizkörper, Hydraulik) 400–15.000 €
Gesamt (Luftwärmepumpe) 11.000–35.000 €

Quelle: Finanztip (Stand Juli 2026).

Die enorme Spanne bei den baulichen Anpassungen (400 € bis 15.000 €) erklärt, warum pauschale Preise wenig taugen: Wer bereits eine Fußbodenheizung hat, kommt am unteren Ende heraus; wer im Altbau Heizkörper tauschen und die Hydraulik ertüchtigen muss, landet oben. Eine ausführliche Kostenübersicht über alle Gebäudetypen finden Sie im Pillar-Ratgeber Wärmepumpe Kosten Einfamilienhaus 2026.

100 vs. 120 vs. 150 qm: Wie viel spart das kleine Haus wirklich?

Hier lohnt der ehrliche Blick, denn die Intuition führt in die Irre. Ein 100-m²-Haus braucht weniger Leistung als größere Häuser – aber die Ersparnis bei den Gesamtkosten ist erstaunlich gering.

kW-Bedarf im Größenvergleich (saniert)

Wohnfläche Heizleistung (saniert) Passende WP-Größe
100 m² 4–8 kW 5–8 kW
120 m² 6–9 kW 6–9 kW
150 m² 8–12 kW 8–12 kW

Quelle: Aggregierte Dimensionierungswerte (Stand Juli 2026).

Der Grund für die geringe Kostendifferenz: Ein großer Teil der Ausgaben besteht aus Fixkosten, die von der Anlagengröße kaum abhängen – Installation (rund 3.000 €), Pufferspeicher, Elektro- und Hydraulikanschluss, Anfahrt, Inbetriebnahme. Ein etwas kleineres Gerät (5 statt 9 kW) kostet nur ein paar hundert bis wenige tausend Euro weniger. Unterm Strich spart ein 100-m²-Haus gegenüber einem 120-m²-Haus oder 150-m²-Haus also weniger, als die Flächendifferenz vermuten lässt – und die Kosten pro Kilowatt steigen bei kleinen Anlagen sogar. Das ist kein Grund gegen die Wärmepumpe, aber ein Grund, keine überzogene Ersparnis zu erwarten.

Förderung 2026: Bis zu 70 % für die Wärmepumpe

Die gute Nachricht: Genau hier wird die Rechnung attraktiv. Über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) sind für selbstnutzende Eigentümer bis zu 70 % Zuschuss möglich. Die Boni werden kombiniert, die Summe aber gedeckelt.

KfW-458-Förderbausteine im Überblick

Baustein Fördersatz Voraussetzung
Grundförderung 30 % alle Eigentümer (Selbstnutzer und Vermieter)
Klimageschwindigkeitsbonus +20 % Selbstnutzer, Austausch alter Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung (bzw. Gas/Biomasse ≥ 20 Jahre)
Einkommensbonus +30 % Selbstnutzer, zu versteuerndes Haushaltseinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Effizienzbonus +5 % natürliches Kältemittel (z. B. R290) oder Wärmequelle Erde/Wasser/Abwasser
Maximale Förderung max. 70 % gedeckelt auf 30.000 € Kosten (EFH) = max. 21.000 €

Quelle: KfW – Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458).

Zwei Punkte sind für ein 100-m²-Haus besonders wichtig. Erstens: Die förderfähigen Kosten sind bei Einfamilienhäusern auf 30.000 € gedeckelt – bei einer 25.000-€-Anlage sind also die vollen Kosten förderfähig, bei einer 40.000-€-Erdwärme-Anlage nur 30.000 €. Zweitens: Vermieter erhalten nur die Grundförderung (30 %) plus ggf. Effizienzbonus (5 %), also maximal 35 % – Klima- und Einkommensbonus sind selbstnutzenden Eigentümern vorbehalten. Alle Details zur Antragstellung und den Fristen finden Sie im Ratgeber KfW 458 Heizungsförderung.

Eigenanteil bei 100 qm: Das bleibt nach Förderung

Rechnen wir es konkret durch – am Beispiel einer typischen Luft-Wasser-Wärmepumpe für 25.000 € in einem sanierten 100-m²-Haus, in dem ein Selbstnutzer eine alte Gasheizung ersetzt.

Rechenbeispiel Eigenanteil (Luft-Wasser ~25.000 €)

Szenario Förderquote Zuschuss Eigenanteil
Nur Grundförderung + Effizienzbonus (z. B. Vermieter) 35 % 8.750 € 16.250 €
Grund + Klima + Effizienz (Selbstnutzer, alte Gasheizung) 55 % 13.750 € 11.250 €
+ Einkommensbonus (≤ 40.000 € Haushaltseinkommen) 70 % 17.500 € 7.500 €

Beispielrechnung auf Basis der belegten KfW-Fördersätze (Stand Juli 2026).

Der oft genannte Einstieg "ab rund 9.000 € Eigenanteil" ergibt sich, wenn die maximale Förderung an die Deckelung stößt: 70 % auf die gedeckelten 30.000 € förderfähigen Kosten sind 21.000 € Zuschuss – bei einer 30.000-€-Anlage bleiben dann rund 9.000 €. Bei einer schlankeren 22.000-€-Anlage und 55 % Förderung liegt der Eigenanteil bei etwa 9.900 €. Insgesamt bewegt sich der Eigenanteil damit je nach Ausstattung und Förderquote zwischen rund 7.000 € und 15.000 €. Den vollen 30-%-Einkommensbonus, der den Eigenanteil im Beispiel auf 7.500 € drückt, erhalten ausschließlich selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von höchstens 40.000 € pro Jahr.

Ein Wort zur Frist, bevor Sie loslegen: Der Förderantrag muss vor der Auftragsvergabe an den Installateur gestellt werden, und das Vorhaben ist binnen 36 Monaten umzusetzen. Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag stellt, verliert den kompletten Zuschuss von bis zu 21.000 €.

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Betriebskosten & Stromverbrauch bei 100 qm

Die Anschaffung ist die eine Seite, der laufende Betrieb die andere. Hier spielt die kleine Fläche ihren Vorteil aus: Bei einem 100-m²-Haus liegt der Stromverbrauch der Wärmepumpe bei etwa 2.000–4.000 kWh pro Jahr, die jährlichen Stromkosten bei rund 500–1.000 €.

Betriebskosten im Überblick (100 m²)

Position Wert (100 m²)
Stromverbrauch Wärmepumpe 2.000–4.000 kWh/Jahr
Stromkosten (Wärmepumpentarif ~25 ct/kWh) ~500–1.000 €/Jahr
Wartung 150–300 €/Jahr
Rechenbeispiel 4.000 kWh × 25 ct = 1.000 €/Jahr

Quelle: Praxis-Verbrauchswerte 100 m², co2online-Spanne (Stand Juli 2026).

Der Stromtarif ist dabei der größte Hebel. Für Wärmepumpen gibt es spezielle Wärmepumpentarife zwischen 20 und 25 ct/kWh, während normaler Haushaltsstrom aktuell bei rund 31–37 ct/kWh liegt. Die Spanne beim Verbrauch ist groß: Laut co2online reicht sie von unter 1.000 kWh/Jahr im gut gedämmten Neubau bis über 6.500 kWh im unsanierten Altbau. Wer die Verbrauchsseite genauer verstehen und optimieren will, findet die Details im Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch und Stromkosten.

Luft-Wasser oder Erdwärme für 100 qm?

Bei einem kleinen Haus stellt sich die Systemfrage anders als bei einem großen. Erdwärme ist effizienter, aber teuer in der Erschließung – und dieser Aufwand rechnet sich bei geringem Wärmebedarf schlechter.

Systemvergleich für 100 m²

Kriterium Luft-Wasser Sole-Wasser (Erdwärme)
Kosten 100 m² (inkl. Einbau) 22.000–31.000 € 37.000–52.000 €
Reale JAZ (Fraunhofer-ISE-Feldtest) 3,4 (2,6–4,9) 4,3 (3,6–5,4)
Erdeingriff / Genehmigung nein ja (Bohrung oder Kollektor)
Wirtschaftlichkeit bei 100 m² meist besser selten lohnend

Quelle: Fraunhofer ISE Feldstudie, co2online (Stand Juli 2026).

Der vierjährige Fraunhofer-ISE-Feldtest an 77 Wärmepumpen hat gezeigt: Erdwärmepumpen erreichen mit einer Jahresarbeitszahl von im Schnitt 4,3 klar bessere Werte als Luft-Wasser-Geräte mit 3,4. Über die Lebensdauer spart Erdwärme also Strom. Nur: Die Mehrkosten von 15.000 € und mehr für Bohrung (6.000–13.000 €) oder Flächenkollektor (2.000–5.000 €) amortisieren sich über diesen Effizienzvorsprung bei einem sparsamen 100-m²-Haus meist nicht. Die Verbraucherzentrale bewertet eine Wärmepumpe ab einer JAZ von 3 als effizient – dieses Niveau erreicht eine gut geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe im gut gedämmten Haus zuverlässig. Für die meisten 100-m²-Häuser ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe daher die wirtschaftlichere Entscheidung.

Wovon ich bei einem 100-m²-Haus abrate

Zum ehrlichen Bild gehören die Fallstricke. Diese Punkte sehe ich bei kleinen Einfamilienhäusern immer wieder – und sie kosten bares Geld, wenn man sie übersieht.

  • Keine überzogene Ersparnis erwarten. Wie gezeigt, dominieren die Fixkosten. Eine kleine Wärmepumpe ist nicht proportional günstiger als eine größere – die Kosten pro Kilowatt steigen bei kleinen Anlagen sogar.
  • Der unsanierte Altbau ist der Sonderfall. Er braucht 8–10 kW und hohe Vorlauftemperaturen. Das drückt die reale Jahresarbeitszahl (im Feldtest bis hinunter auf 2,6) und treibt die Stromkosten. Die günstigen 4–5-kW-Werte gelten nur für gut gedämmte Häuser. Wenn Ihr 100-m²-Haus ein ungedämmter Altbau ist, sollten Sie vor der Anschaffung eine Teilsanierung der Gebäudehülle prüfen – schon gedämmte Wände und ein gedämmtes Dach senken die nötige Leistung und damit die Stromkosten spürbar.
  • Erdwärme rechnet sich bei kleinem Bedarf selten. Die hohen Fixkosten für Bohrung oder Kollektor amortisieren sich bei 100 m² über die bessere JAZ meist schlechter als bei größeren Häusern.
  • Die Förderung greift nur bei korrektem Ablauf. Der KfW-Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Wer zuerst beauftragt, verliert bis zu 21.000 € Zuschuss.
  • Vermieter zahlen fast doppelt. Klima- (20 %) und Einkommensbonus (30 %) gibt es nur für Selbstnutzer. Vermieter erhalten maximal 35 % – der Eigenanteil verdoppelt sich dadurch nahezu.
  • Die Preisspannen sind breit – ein Angebot ist Pflicht. 22.000–31.000 € sind eine Orientierung, kein Festpreis. Verlässlich ist nur ein Vor-Ort-Angebot mit Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
  • Der Stromtarif entscheidet mit. Ohne speziellen Wärmepumpentarif (20–25 ct/kWh statt 31–37 ct Haushaltsstrom) und ohne PV steigen die Stromkosten deutlich über die 500–1.000-€-Spanne.
  • Wer wartet, verliert Förderquote. Der Klimageschwindigkeitsbonus bleibt bis 2028 bei 20 %, sinkt ab 2029 auf 17 % und danach weiter. Die 70-%-Maximalförderung ist nicht dauerhaft garantiert.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine Wärmepumpe für ein 100 qm Haus komplett mit Einbau?

Für ein 100-m²-Einfamilienhaus liegen die Komplettkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau bei rund 22.000–31.000 € vor Förderung. Ein häufiger Basiswert sind etwa 22.500 € inklusive Warmwasserspeicher, Wärmemengenzähler und Pumpe. Eine Erdwärmepumpe kostet mit Bohrung oder Kollektor deutlich mehr (37.000–52.000 €). Nach Abzug der KfW-Förderung bleibt oft nur ein Bruchteil davon übrig.

Welche kW-Leistung braucht eine Wärmepumpe für ein 100-m²-Haus?

Als Faustwert gelten 0,015–0,05 kW pro m², also rund 4–5 kW für ein gut gedämmtes 100-m²-Haus. Ein sanierter Altbau benötigt eher 6–8 kW, ein unsanierter Altbau 8–10 kW oder mehr. Verbindlich ist nur eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – die Faustformel dient der ersten Orientierung.

Wie viel bleibt nach Förderung als Eigenanteil bei 100 qm?

Je nach Bonus-Kombination bleibt ein Eigenanteil von rund 7.000–15.000 €. Bei 55 % Förderung auf eine 25.000-€-Anlage zahlen Sie etwa 11.250 €, bei 70 % (mit Einkommensbonus) nur rund 7.500 €. Der oft genannte Einstieg liegt bei rund 9.000 € – erreichbar, wenn die maximale Förderung greift.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 100 qm pro Jahr?

Eine Wärmepumpe verbraucht in einem 100-m²-Haus je nach Effizienz und Dämmung etwa 2.000–4.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Wärmepumpentarif von rund 25 ct/kWh entspricht das jährlichen Stromkosten von 500–1.000 €. In sehr gut gedämmten Neubauten kann der Verbrauch unter 1.000 kWh liegen, in unsanierten Altbauten über 6.000 kWh.

Lohnt sich eine Wärmepumpe für ein kleines Einfamilienhaus?

Ja, in den meisten Fällen – besonders bei gutem Dämmstandard und wenn eine alte fossile Heizung ersetzt wird. Durch die Förderung von bis zu 70 % sinkt der Eigenanteil oft unter 10.000 €, und die Betriebskosten liegen mit 500–1.000 €/Jahr niedrig. Kritisch wird es nur im unsanierten Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen. Ein Vor-Ort-Angebot mit Heizlastberechnung schafft Klarheit.

Ist eine Wärmepumpe im 100-m²-Altbau ohne Sanierung möglich?

Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Ein unsanierter 100-m²-Altbau braucht 8–10 kW und hohe Vorlauftemperaturen, was die reale Jahresarbeitszahl drückt (im Feldtest bis auf 2,6) und die Stromkosten erhöht. Sinnvoll sind dann Hochtemperatur-Wärmepumpen und flankierende Maßnahmen wie größere Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich. Die günstigen 4–5-kW-Werte gelten nur für gut gedämmte Häuser.

Luft-Wasser- oder Erdwärmepumpe für 100 qm – was ist günstiger?

Bei einem kleinen 100-m²-Haus ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe fast immer wirtschaftlicher. Sie kostet 22.000–31.000 €, während Erdwärme mit Bohrung 37.000–52.000 € erreicht. Zwar hat Erdwärme die bessere JAZ (4,3 gegenüber 3,4), doch bei geringem Wärmebedarf amortisiert sich der höhere Aufwand für die Wärmequelle meist nicht.

Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe (KfW 458)?

Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) bietet 30 % Grundförderung, +20 % Klimageschwindigkeitsbonus, +30 % Einkommensbonus (bei ≤ 40.000 € Haushaltseinkommen) und +5 % Effizienzbonus für natürliche Kältemittel. Gedeckelt ist die Summe auf 70 % und 30.000 € förderfähige Kosten pro Einfamilienhaus – also maximal 21.000 € Zuschuss. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden.

Nächster Schritt: Was Ihre Wärmepumpe konkret kostet

Die hier genannten Spannen – 22.000–31.000 € Komplettkosten, 4–8 kW Leistung, ab rund 9.000 € Eigenanteil – sind belastbare Orientierungswerte. Der tatsächliche Preis für Ihr 100-m²-Haus hängt aber von Dämmzustand, vorhandenem Heizsystem, Heizkörpern und Ihrer persönlichen Förderberechtigung ab. Mit der Gebäudeanalyse von reduco ermitteln Sie in wenigen Minuten, welche Wärmepumpe technisch und wirtschaftlich zu Ihrem Haus passt – inklusive Heizlast-Einordnung, Fördermittelberechnung und einer realistischen Kosten-Nutzen-Analyse. So wissen Sie schon vor dem ersten Angebot, mit welchem Eigenanteil Sie rechnen müssen.

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