Q Cells oder Meyer Burger 2026: Vergleich, 22,5 % Test
Q Cells vs Meyer Burger im Direktvergleich: bis 22,5 % Wirkungsgrad, HJT vs TOPCon, Garantie und das Insolvenz-Risiko bei Meyer Burger – die Fakten für Sie.

Das Wichtigste in Kürze
- Wirkungsgrad: Das Q Cells Q.TRON G3 erreicht laut Datenblatt bis zu 22,5 % Modulwirkungsgrad (Classic-Spitzenvariante laut Herstellerseite bis 23,8 %), das Meyer Burger Black kommt mit 380 Wp auf 20,7 %.
- Technik: Q Cells nutzt N-Type Q.ANTUM NEO (TOPCon), Meyer Burger HJT (Heterojunction) + SmartWire – Meyer Burger hat den besseren Temperaturkoeffizienten (−0,259 %/K vs. −0,30 %/K).
- Zukunftssicherheit (KO-Kriterium): Q Cells (Hanwha-Tochter, über 10 GW Kapazität) produziert aktiv; die deutschen Meyer-Burger-Gesellschaften sind 2025 insolvent, die Modulproduktion ist eingestellt.
- Garantie: Beide geben 25 Jahre Produktgarantie. Q Cells G3 bietet 30 Jahre lineare Leistungsgarantie (88,93 % nach 30 J.), Meyer Burger 25 Jahre – aber das Garantieversprechen ist durch die Insolvenz rechtlich entwertet.
- Preis (Modul-Stückpreis, Handel): Q Cells Q.TRON ab ca. 80–81 €/Modul, Meyer Burger Black (380 Wp) ab ca. 112 € (offizieller Shop 165 €) – pro Watt ist Q Cells deutlich günstiger.
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Q Cells oder Meyer Burger? Technisch sind beide Premium-Module, doch sie haben 2026 ein gegensätzliches Schicksal. Die kurze Antwort: Q Cells führt beim absoluten Wirkungsgrad (bis 22,5 %, Classic bis 23,8 %) und beim Preis pro Watt, Meyer Burger punktet minimal beim Temperaturverhalten (−0,259 %/K) und mit der HJT-Technik "Made in Germany". Entscheidend ist aber die Zukunftssicherheit: Q Cells gehört zur solventen Hanwha Group und produziert weiter, während die deutschen Meyer-Burger-Gesellschaften 2025 insolvent wurden. Für die meisten Käufer ist Q Cells deshalb die sicherere Wahl. Dieser Direktvergleich arbeitet die Trade-offs heraus; die tiefen Einzeltests stehen unter Q Cells Solarmodule im Test und Meyer Burger 2026 noch kaufen?.
Direktvergleich: Q Cells Q.TRON vs Meyer Burger
Die folgende Tabelle stellt die aktuellen Q-Cells-Module den beiden Meyer-Burger-Baureihen gegenüber. Wichtig zum Einordnen: Q Cells differenziert nach Bauart (Glas-Glas-bifazial bei G3, Glas-Folie beim älteren G2), Meyer Burger nach Optik (Black mit schwarzer Rückseitenfolie, White mit weißer Folie). Alle Wirkungsgrade beziehen sich auf den Modulwirkungsgrad, nicht den Zellwirkungsgrad.
| Merkmal | Q Cells Q.TRON (G3 / Classic) | Q Cells Q.TRON BLACK (G3) | Meyer Burger Black | Meyer Burger White |
|---|---|---|---|---|
| Zelltechnologie | N-Type Q.ANTUM NEO (TOPCon) | N-Type Q.ANTUM NEO (TOPCon) | HJT (Heterojunction) + SmartWire | HJT (Heterojunction) + SmartWire |
| Leistung | 440–450 Wp (Classic bis 515 Wp) | 440 Wp | 375–390 Wp | 380–400 Wp |
| Modulwirkungsgrad | bis 22,5 % (Classic bis 23,8 %)¹ | ca. 22 % | 20,7 % (380 Wp) | bis ~21,7 % |
| Temp.-Koeffizient PMPP | −0,30 %/K | −0,30 %/K | −0,259 %/K (besser) | ~−0,26 %/K |
| Produktgarantie | 25 Jahre | 25 Jahre | 25 Jahre | 25 Jahre |
| Leistungsgarantie | 30 Jahre linear (88,93 % nach 30 J.) | 30 Jahre linear | 25 Jahre (>92 % nach 25 J.) | 25 Jahre |
| Bauart | Glas-Glas, bifazial | Glas-Glas, bifazial, Full-Black | Glas-Folie, Full-Black | Glas-Folie, schwarzer Rahmen |
| Preis (Modul, ca.) | ~80–81 € (~177 €/kWp) | ~80 € | ~112–165 € | ~ähnlich Black |
| Hersteller-Status | aktiv (Hanwha, >10 GW) | aktiv | dt. Gesellschaften insolvent (2025) | dt. Gesellschaften insolvent (2025) |
| Garantie-Risiko | gering (solventer Konzern) | gering | hoch (Garantiegeber insolvent) | hoch |
¹ 23,8 % laut Hersteller-Produktseite (Classic-Spitzenwert); das Datenblatt der Variante S-G3R.12+ BFG nennt bis 22,5 %.
Quellen: Q Cells Q.TRON G3 Datenblatt, q-cells.de (Q.TRON G3/G2), energiespeicher-online.shop (Meyer Burger Black 380 Wp), shop.meyerburger.com. Preise sind Händler-Brutto-Stückpreise (Stand Mitte 2026), keine fertig installierten Anlagenpreise.
Den Vergleich der beiden mit weiteren Top-Marken finden Sie im Überblick Beste Solarmodule 2026 im Test.
Technik-Duell: Q.ANTUM NEO (TOPCon) vs HJT mit SmartWire
Beide Hersteller setzen auf moderne N-Type-Zellen, gehen aber technisch unterschiedliche Wege. Das ist der eigentlich spannende Teil des Vergleichs – denn beide Ansätze haben reale Vor- und Nachteile.
Q Cells: N-Type Q.ANTUM NEO (TOPCon)
Die aktuellen Q.TRON-Module nutzen monokristalline N-Type-Q.ANTUM-NEO-Halbzellen auf TOPCon-Basis. Laut offizieller Q-Cells-Produktseite erreicht die Variante S-G3R.12+ BFG mit 450 Wp bis zu 22,5 % Modulwirkungsgrad (Classic-Spitzenvariante bis 23,8 %). Die Stärken von TOPCon:
- Höchster absoluter Wirkungsgrad – mehr Ertrag pro Quadratmeter Dachfläche, ein Vorteil bei begrenztem Platz.
- Günstigere Massenfertigung – TOPCon ist die derzeit dominierende Technologie und entsprechend kosteneffizient.
- Glas-Glas, bifazial (G3) – das Q.TRON G3 ist ein Doppelglas-Modul mit beidseitiger Stromerzeugung und hoher mechanischer Robustheit (max. Testlast 5.400/2.400 Pa, Frontglas 1,6 mm vorgespannt).
Der Temperaturkoeffizient der Leistung liegt bei −0,30 %/K – das ist solide, aber nicht der Bestwert am Markt.
Meyer Burger: HJT (Heterojunction) mit SmartWire
Meyer Burger setzt auf HJT (Heterojunction-Technologie) mit der patentierten SmartWire-Verschaltung (SWCT) und 120 monokristallinen n-Si-Halbzellen. Die Stärken von HJT:
- Besserer Temperaturkoeffizient – mit −0,259 %/K verliert das Meyer Burger Black bei Hitze geringfügig weniger Leistung als das Q.TRON. An heißen Sommertagen ein kleiner, realer Vorteil.
- Gutes Schwachlichtverhalten – HJT-Module liefern bei diffusem Licht und niedrigem Sonnenstand traditionell gute Erträge.
- "Made in Germany"-Anspruch – die Zellen und Module stammten aus deutscher Fertigung (dazu unten mehr).
Der Haken: Der Modulwirkungsgrad ist niedriger (20,7 % beim 380-Wp-Black) und die Module sind teurer. HJT erreicht derzeit nicht die absoluten Spitzenwerte von TOPCon und ist in der Fertigung aufwendiger.
Fazit Technik: Q Cells gewinnt beim absoluten Wirkungsgrad und beim Preis, Meyer Burger beim Temperaturverhalten und Schwachlicht. In der Praxis sind die Unterschiede für den Jahresertrag eines normalen Hausdachs überschaubar – die wenigen Prozent Wirkungsgrad fallen erst bei knapper Dachfläche wirklich ins Gewicht. Wie sich diese Top-Marken gegen LONGi und Aiko schlagen, lesen Sie in den Einzeltests zu LONGi Hi-MO Solarmodulen und Aiko Solarmodulen.
Garantie: Auf dem Papier vs. in der Realität
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Die Garantie ist beim Modulkauf das zentrale Versprechen für die nächsten 25 bis 30 Jahre. Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Herstellern – und er hat wenig mit der Garantielaufzeit zu tun.
Garantie auf dem Papier
| Garantieart | Q Cells Q.TRON G3 | Q Cells Q.TRON G2 | Meyer Burger Black |
|---|---|---|---|
| Produktgarantie | 25 Jahre | 25 Jahre | 25 Jahre |
| Leistungsgarantie | 30 Jahre linear | 25 Jahre | 25 Jahre linear |
| Restleistung Jahr 1 | mind. 98,5 % | k. A. | k. A. |
| Restleistung Endjahr | mind. 88,93 % (nach 30 J.) | k. A. | >92 % (nach 25 J.) |
| Degradation/Jahr | max. 0,33 % | k. A. | k. A. |
Auf dem Papier bietet das Q Cells Q.TRON G3 mit 30 Jahren linearer Leistungsgarantie die längste Laufzeit. Wichtig: Das ältere Q.TRON G2 (Glas-Folie, residential) hat nur 25 Jahre Leistungsgarantie – verwechseln Sie die Generationen nicht beim Angebotsvergleich. Meyer Burger garantiert über 92 % Restleistung nach 25 Jahren, was ebenfalls ein guter Wert ist.
Der entscheidende Realitäts-Check: Garantie vs. Gewährleistung
Eine Garantie ist juristisch nur so viel wert, wie der Garantiegeber solvent ist. Genau hier wird die Meyer-Burger-Insolvenz für Käufer relevant. Es gibt zwei verschiedene Ansprüche:
- Gesetzliche Gewährleistung (2 Jahre): Sie richtet sich gegen Ihren Verkäufer/Installateur, nicht gegen den Hersteller. Diese bleibt bestehen, solange Ihr Verkäufer existiert.
- Freiwillige Hersteller-Garantie (25/30 Jahre): Sie richtet sich gegen den Hersteller. Solange dieser existiert, bleibt sie bestehen; wird die Garantiegeber-Gesellschaft jedoch liquidiert, werden die Ansprüche zu reinen Insolvenzforderungen, die faktisch nur noch zur Insolvenztabelle anmeldbar – und damit praktisch kaum durchsetzbar – sind.
Für Q Cells ist das unproblematisch: Der Garantiegeber Hanwha ist ein finanzstarker Großkonzern. Für Meyer Burger ist das 25-Jahre-Garantieversprechen durch die Insolvenz der deutschen Gesellschaften rechtlich entwertet. Ob ein Käufer oder die Schweizer Muttergesellschaft die Garantien bestehender Kunden weiter bedient, ist nach aktuellem Stand nicht offiziell bestätigt.
Zukunftssicherheit: aktiver vs. insolventer Hersteller
Das ist 2026 das eigentliche KO-Kriterium dieses Vergleichs. Bei einem Produkt, das 25 bis 30 Jahre auf dem Dach bleiben soll, zählt die Frage, ob der Hersteller in zehn Jahren noch existiert.
Q Cells: aktiv und solvent
Q Cells (offiziell Hanwha Qcells) ist eine Tochter der südkoreanischen Hanwha Group und gehört mit einer Jahreskapazität von über 10 GW zu den weltgrößten Modulherstellern. Das Unternehmen produziert aktiv und forscht weiter in Deutschland (Thalheim/Sachsen-Anhalt).
Aber ehrlich auch hier ein Downside: Q Cells hat am 24.09.2025 den Direktvertrieb in Deutschland und Europa eingestellt und verkauft seine Module nur noch über rund 1.000 autorisierte Fachpartner. Für Endkunden ändert das wenig – die Module bleiben über Installateure und Fachhandel verfügbar – aber der Direktbezug entfällt.
Meyer Burger: Insolvenz und Produktionsstopp
Die Lage bei Meyer Burger ist gravierend:
- Modulwerk Freiberg (Sachsen): bereits im März/April 2024 geschlossen.
- Insolvenzantrag für Meyer Burger (Germany) GmbH und Meyer Burger (Industries) GmbH: per Mitteilung vom 31. Mai 2025.
- Verfahren formal eröffnet: Industries GmbH am 01.08.2025, Germany GmbH am 01.09.2025 – rund 620 Beschäftigte betroffen.
- Masseunzulänglichkeit für die Industries GmbH (Zellfertigung Bitterfeld-Wolfen) am 26.08.2025 angezeigt – die Masse reicht nicht einmal zur Deckung der Verfahrenskosten.
Die Modulproduktion ist eingestellt. Neue Module aus deutscher Fertigung gibt es nicht mehr; im Handel zirkulieren nur noch Restbestände. Das bedeutet für Käufer: erschwerte Ersatzteilbeschaffung und im Schadensfall kein verlässlicher Garantiepartner.
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Preis: Was kosten die Module pro Stück?
Meyer Burger war stets das teurere Premiumprodukt mit "Made in Germany"-Aufpreis – Q Cells ist pro Watt deutlich günstiger. Die folgenden Werte sind reine Modul-Stückpreise (brutto, Handel), keine fertig installierten Anlagenpreise. Sie schwanken stark je nach Händler und Bestellmenge.
| Modul | Stückpreis (ca.) | Hinweis |
|---|---|---|
| Q Cells Q.TRON Classic | ~81 € (~177 €/kWp) | Handelspreis, Stand Test 2026 |
| Q Cells Q.TRON BLACK (440 Wp) | ~80 € | Glas-Glas, bifazial (Beleg wenig autoritativ) |
| Meyer Burger Black (380 Wp) | ab ~112 € (Händler) | teils "nicht mehr verfügbar" |
| Meyer Burger Black (380 Wp) | 165 € | offizieller Meyer-Burger-Shop |
Pro Watt gerechnet ist Q Cells damit klar günstiger: Das Q.TRON liefert mehr Leistung (440–450 Wp) zum niedrigeren Stückpreis, das Meyer Burger Black weniger Leistung (380 Wp) zum höheren Preis. Wer Meyer Burger kauft, zahlt also den Premium-Aufpreis – ohne die volle Garantiesicherheit zu erhalten.
Ein realistischer Blick auf die Anlage: Die reinen Modulkosten machen nur einen Teil der Gesamtinvestition aus. Wechselrichter, Montage, Speicher und Installation summieren sich – eine Einordnung der Gesamtkosten finden Sie im Ratgeber Photovoltaik: Kosten und Förderung 2026 sowie im Wechselrichter-Ratgeber.
Unabhängige Tests: Was sagen die Daten wirklich?
Beim Thema "Testsieger" ist Vorsicht geboten. Eine wichtige Klarstellung vorweg: Es gibt keinen aktuellen Stiftung-Warentest-Modultest. Der letzte umfassende Test von Aufdach-Solarmodulen liegt rund 20 Jahre zurück (ca. 2006); 2024 testete die Stiftung Warentest nur Balkonkraftwerke. Wer mit einer "Warentest-Note" für Q Cells oder Meyer Burger wirbt, kann sich also auf keinen aktuellen Volltest stützen.
Reale, unabhängige Belege liefern stattdessen die PVEL-Tests (Kiwa PV Evolution Labs): Q Cells wurde in der PVEL Module Reliability Scorecard mehrfach als "Top Performer" ausgezeichnet – 2024 zum neunten Mal in Folge; auch in der aktuellen Scorecard sind mehrere Q-Cells-Module als Top Performer gelistet. Diese Belege betreffen primär Q Cells; für die HJT-Module von Meyer Burger gilt die Technik unabhängig als hochwertig, ein vergleichbar prominentes aktuelles Ranking liegt aber nicht vor.
Förderung: Module sind nur ein Baustein
Eine direkte Bundesförderung speziell für Solarmodule gibt es nicht – die Wahl zwischen Q Cells und Meyer Burger beeinflusst Ihre Förderung also nicht. Relevant sind stattdessen die Rahmenbedingungen der gesamten PV-Anlage:
- Nullsteuersatz (0 % Umsatzsteuer): Auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp fällt keine Mehrwertsteuer an – das gilt für beide Module gleichermaßen. Die oben genannten Bruttopreise enthalten in diesem Rahmen also de facto keine USt.
- Einspeisevergütung: Für eingespeisten Strom erhalten Sie eine gesetzlich garantierte Vergütung über 20 Jahre.
- Regionale Förderprogramme: Manche Bundesländer und Kommunen fördern Speicher oder Anlagen zusätzlich.
Konkrete Rechenbeispiele und aktuelle Sätze finden Sie im Ratgeber Photovoltaik: Kosten und Förderung 2026. Für die Modulwahl gilt: Da die Förderung identisch ist, entscheiden Wirkungsgrad, Preis und – vor allem – die Zukunftssicherheit des Herstellers.
Honest: Wann welches Modul?
Damit der Vergleich fair bleibt, hier die ehrliche Einordnung beider Optionen.
Für Q Cells Q.TRON spricht:
- Höherer absoluter Wirkungsgrad (bis 22,5 %, Classic bis 23,8 %) – mehr Ertrag pro m².
- Niedrigerer Preis pro Watt.
- 30 Jahre lineare Leistungsgarantie (nur G3, nicht G2).
- Solventer Hersteller (Hanwha) – Garantie und Ersatzteile gesichert.
- Mehrfach PVEL-Top-Performer (2024 zum neunten Mal in Folge).
Gegen Q Cells spricht:
- Kein Direktvertrieb mehr (seit 09/2025, nur noch Fachpartner).
- Etwas schlechterer Temperaturkoeffizient (−0,30 %/K).
- Der 23,8-%-Spitzenwert gilt nur für die Classic-Topvariante, nicht für jedes Modell.
Für Meyer Burger spricht:
- Besserer Temperaturkoeffizient (−0,259 %/K) und gutes Schwachlichtverhalten.
- HJT-Qualität "Made in Germany".
- Restbestände teils günstiger als zu den früheren Spitzenpreisen.
Gegen Meyer Burger spricht:
- Niedrigerer Wirkungsgrad (20,7 % vs. 22,5 %).
- Deutlich höherer Stückpreis.
- Deutsche Gesellschaften insolvent, Produktion eingestellt.
- 25-Jahre-Garantieversprechen rechtlich entwertet, Ersatz im Schadensfall schwierig.
Klare Empfehlung: Für die meisten Käufer ist Q Cells Q.TRON 2026 die rationalere Wahl – höherer Wirkungsgrad, günstiger und vor allem ein solventer Garantiegeber. Meyer Burger sollten Sie nur mit Risikobewusstsein als Restposten kaufen, wenn der Preisvorteil das Garantie- und Ersatzteilrisiko für Sie aufwiegt. Ob sich der Modulkauf in Ihrem Fall überhaupt lohnt, klären Sie am besten vorab mit einer Anlagenplanung. Wie sich Q Cells gegen weitere Marken schlägt, zeigt der Test zu Trina Solar Vertex.
Häufige Fragen (FAQ)
Q Cells oder Meyer Burger – welche Solarmodule sind besser?
Technisch erreicht das Q Cells Q.TRON mit der N-Type-Q.ANTUM-NEO-Technologie (TOPCon) einen höheren Modulwirkungsgrad von bis zu 22,5 % (Classic laut Herstellerseite bis 23,8 %) gegenüber 20,7–21,7 % bei Meyer Burgers HJT-Modulen. Meyer Burger punktet beim Temperaturkoeffizienten (−0,259 %/K vs. −0,30 %/K), liefert also bei Hitze geringfügig stabiler. Entscheidend ist 2026 jedoch die Zukunftssicherheit: Q Cells (Hanwha) produziert aktiv, während die deutschen Meyer-Burger-Gesellschaften 2025 insolvent sind – das macht Q Cells für die meisten Käufer zur sichereren Wahl.
Ist Meyer Burger insolvent – und was bedeutet das für meine Garantie?
Ja. Meyer Burger beantragte per Mitteilung vom 31. Mai 2025 die Insolvenz für die deutschen Gesellschaften Meyer Burger (Germany) GmbH und Meyer Burger (Industries) GmbH; die Verfahren wurden am 01.08. bzw. 01.09.2025 eröffnet, für Industries wurde am 26.08.2025 sogar Masseunzulänglichkeit angezeigt. Eine freiwillige Hersteller-Garantie ist rechtlich nur so viel wert wie der Garantiegeber solvent ist: Wird die Gesellschaft liquidiert, lassen sich Garantieansprüche praktisch nur noch zur Insolvenztabelle anmelden und sind faktisch kaum durchsetzbar. Die gesetzliche Gewährleistung (2 Jahre) richtet sich ohnehin gegen Ihren Verkäufer/Installateur, nicht gegen den Hersteller.
Welcher Wirkungsgrad hat das Q Cells Q.TRON gegenüber Meyer Burger Black?
Das Q Cells Q.TRON G3 (S-G3R.12+ BFG, 450 Wp) erreicht laut Datenblatt einen Modulwirkungsgrad von bis zu 22,5 %, die Classic-Variante laut Hersteller-Produktseite bis zu 23,8 %. Das Meyer Burger Black kommt mit 380 Wp auf 20,7 % Modulwirkungsgrad. Q Cells liegt damit beim Flächenertrag pro m² klar vorn.
Welche Technik nutzen Q Cells und Meyer Burger – Q.ANTUM/TOPCon vs. HJT?
Q Cells setzt bei den aktuellen Q.TRON-Modulen auf N-Type-Q.ANTUM-NEO-Zellen, eine TOPCon-Technologie. Meyer Burger nutzt HJT (Heterojunction) mit der patentierten SmartWire-Verschaltung (SWCT). HJT hat traditionell einen leicht besseren Temperaturkoeffizienten (hier −0,259 %/K vs. −0,30 %/K bei Q.TRON) und gutes Schwachlichtverhalten; TOPCon erreicht aktuell die höheren absoluten Wirkungsgrade und ist günstiger in der Massenfertigung.
Wie unterscheiden sich die Garantien von Q Cells und Meyer Burger?
Beide geben 25 Jahre Produktgarantie. Bei der Leistungsgarantie unterscheiden sie sich: Q Cells Q.TRON G3 bietet 30 Jahre linear (mind. 88,93 % nach 30 Jahren), das ältere Q.TRON G2 nur 25 Jahre. Meyer Burger gibt 25 Jahre Leistungsgarantie mit über 92 % Restleistung nach 25 Jahren. Auf dem Papier ist die Garantielaufzeit von Q Cells G3 also länger – und vor allem ist der Garantiegeber Q Cells (Hanwha) solvent, während Meyer Burgers Garantieversprechen durch die Insolvenz entwertet ist.
Kann man Meyer Burger Solarmodule 2026 noch kaufen?
Restbestände sind bei einigen Händlern noch erhältlich (z. B. Meyer Burger Black 380 Wp ab ca. 112 € brutto/Modul), bei anderen ist das Modul bereits "nicht mehr verfügbar". Neue Module aus deutscher Fertigung gibt es nicht mehr: Die Werke in Freiberg (2024) sowie Bitterfeld-Wolfen (2025) sind geschlossen. Wer kauft, sollte den Preisvorteil gegen das Garantie- und Ersatzteilrisiko abwägen. Die Details stehen im Ratgeber Meyer Burger 2026 noch kaufen?.
Was kosten Q Cells und Meyer Burger Module pro Stück?
Q Cells Q.TRON Classic kostet im Handel etwa 81 €/Modul (rund 177 €/kWp), das Q.TRON BLACK (440 Wp, Glas-Glas) ca. 80 €. Meyer Burger Black (380 Wp) liegt bei rund 112 € brutto/Modul (Händler), im offiziellen Meyer-Burger-Shop 165 €. Pro Watt ist Q Cells damit deutlich günstiger – Meyer Burger war stets das teurere Premiumprodukt mit "Made in Germany"-Aufpreis. Hinweis: Das sind reine Modul-Stückpreise, keine fertig installierten Anlagenpreise.
Welche Module sind zukunftssicherer – Q Cells oder Meyer Burger?
Q Cells ist als Tochter der südkoreanischen Hanwha Group mit über 10 GW Jahreskapazität aktiv und finanziell solide; das Unternehmen forscht weiter in Sachsen-Anhalt. Meyer Burgers deutsche Gesellschaften sind insolvent und die Modulproduktion ist eingestellt. Für Garantie- und Ersatzteilsicherheit ist Q Cells daher klar die zukunftssicherere Wahl.
Nächster Schritt: Welches Modul passt zu Ihrem Dach?
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