Haustür kaufen 2026: Kosten, Material & 20 % Förderung
Was kostet eine neue Haustür? Kunststoff ab 500 €, Alu 2.000–6.500 €, plus Montage. So sichern Sie sich 2026 bis zu 20 % BAFA-Förderung.

Eine neue Haustür kostet je nach Material zwischen 500 und 8.000 € – plus 200–500 € Montage. Am günstigsten sind Kunststofftüren (einfache Modelle ab ~500 €, Qualität vom Fachpartner 1.300–3.500 €), Aluminium liegt bei 2.000–6.500 €, Holz bei 2.000–6.000 €. Energieeffiziente Türen fördert 2026 die BAFA mit 15 % der Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sogar 20 % – vorausgesetzt, die Tür erreicht einen U-Wert (Ud) von maximal 1,3 W/(m²K). Wer Türen und Fenster gleich zusammen tauscht, spart Aufmaß-, Montage- und Antragskosten. In diesem Ratgeber finden Sie alle Preise nach Material, die Unterschiede bei Wärmedämmung und U-Wert, Einbruchschutz nach RC-Klassen und eine ehrliche Einordnung, welche Förderung 2026 sich für Sie wirklich lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Preise nach Material: Kunststoff ab ~500 € (Qualität 1.300–3.500 €), Aluminium 2.000–6.500 €, Holz 2.000–6.000 €, Holz-Alu 3.000–5.000 € – jeweils ohne Montage.
- Montage kostet 200–500 €, die empfohlene RAL-Montage rund 200–300 € Aufpreis; Demontage und Entsorgung der Alttür schlagen mit 100–200 € zu Buche.
- Förderung läuft 2026 über die BAFA, nicht mehr über die KfW: 15 % Zuschuss, mit iSFP 20 % – Antrag zwingend vor Vertragsabschluss.
- Drei U-Werte nicht verwechseln: GEG-Pflicht beim Austausch Ud ≤ 1,8, BAFA-Förderung Ud ≤ 1,3, einbruchhemmende oder barrierearme Türen Ud ≤ 1,1 W/(m²K).
- Reine Einbruchschutz-Zuschüsse gibt es nicht mehr: Der KfW-Zuschuss 455-E ist seit Ende 2023 eingestellt; bleibt nur der zinsgünstige KfW-Kredit 159.
- Polizeiliche Mindestempfehlung ist die Widerstandsklasse RC2; für freistehende Einfamilienhäuser wird RC3 empfohlen.
Was kostet eine Haustür? Preise nach Material 2026
Der Preis einer Haustür hängt vor allem vom Material des Türblatts und Rahmens ab – und davon, ob Sie eine einfache Standardtür oder ein gedämmtes Markenmodell mit Seitenteil und Sicherheitsausstattung wählen. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Spannen ohne Montage. Wichtig: Die Werte streuen je nach Quelle und Anbieter teils erheblich, deshalb arbeiten wir durchgehend mit Spannen statt mit Festpreisen.
| Material | Preisspanne (ohne Montage) | Typischer Ud-Wert | Pflegeaufwand |
|---|---|---|---|
| Kunststoff | 500–3.500 € | 0,9–1,0 W/(m²K) | sehr gering |
| Aluminium | 2.000–6.500 € | 0,7–0,95 W/(m²K) | gering |
| Holz | 2.000–6.000 € | 0,9–1,1 W/(m²K) | hoch (regelmäßig pflegen) |
| Holz-Aluminium | 3.000–5.000 € | 0,75–0,95 W/(m²K) | gering (außen Alu) |
Hinzu kommen in jedem Fall die Nebenkosten für Einbau, Demontage und gegebenenfalls Anpassungen am Mauerwerk – mehr dazu im Abschnitt zur Montage. Wer die Investition in den Kontext einer umfassenden Sanierung stellt, sollte die Tür gemeinsam mit Fenstern und Fassade betrachten, da hier oft dieselben Gewerke und Förderwege greifen.
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Aluminium, Kunststoff oder Holz? Der Materialvergleich
Es gibt nicht „das beste" Material – jede Variante hat ihre Stärken. Entscheidend sind Ihr Budget, der gewünschte Wärmeschutz, der Pflegeaufwand und die Optik. Hier die vier gängigen Bauarten im Detail.
Kunststoff-Haustüren: die günstigste Option
Kunststofftüren (meist PVC mit Stahl- oder Aluminiumkern im Rahmen) sind die preiswerteste Wahl. Einfache Baumarktmodelle starten bei rund 500 €, online beginnen Konfiguratoren bei etwa 555 €. Qualitätsmodelle vom Fachpartner kosten 1.300–3.500 €, je nach Ausstattung. Eine grobe Segmentierung:
| Segment | Preisspanne | Typische Ausstattung |
|---|---|---|
| Budget | 800–1.200 € | Standardfüllung, einfache Verriegelung |
| Standard | 1.200–1.800 € | gedämmte Füllung, Mehrfachverriegelung |
| Premium | 1.800–2.500 € | hochwertige Optik, RC2 möglich |
Vorteile: günstig, wartungsarm, gute Dämmwerte (Ud 0,9–1,0). Nachteile: weniger Designvielfalt als Aluminium, höhere Sicherheitsklassen wie RC3 sind selten und teuer (Stahlkern-Verstärkung +800–1.200 €).
Aluminium-Haustüren: langlebig und designstark
Aluminium gilt als das hochwertigste Material für moderne Haustüren: extrem langlebig, witterungsbeständig, wartungsarm und in nahezu jeder Form und Farbe verfügbar. Online geht es ab 952 € los, üblich sind 2.000–5.000 €, Premium-Modelle mit Glasanteilen und Seitenteilen 3.000–6.500 €.
| Segment | Preisspanne | Merkmal |
|---|---|---|
| Standard | 2.500–3.500 € | thermisch getrennter Rahmen, RC2 oft serienmäßig |
| Premium | 3.500–5.000 € | Designoberflächen, Glaselemente |
| Luxus | 5.000–8.000 € | Sonderanfertigung, integrierte Technik |
Vorteile: beste Dämmwerte (Ud 0,7–0,95, Passivhaus-tauglich), höchste Stabilität, RC2 häufig serienmäßig. Nachteile: höherer Anschaffungspreis als Kunststoff.
Holz-Haustüren: warme Optik mit Pflegebedarf
Holztüren bieten eine natürliche, warme Ausstrahlung und gute Dämmwerte. Sie kosten 2.000–6.000 €, je nach Holzart typisch 2.500–4.500 €, online ab etwa 2.223 €. Der Dämmwert liegt bei Ud 0,9–1,1.
Vorteile: behagliche Optik, guter natürlicher Dämmwert, nachwachsender Rohstoff. Nachteile: höherer Pflegeaufwand – Holz muss je nach Wetterseite regelmäßig nachbehandelt werden, sonst leiden Optik und Langlebigkeit.
Holz-Aluminium-Kombitüren: das Beste aus beiden Welten
Bei Holz-Alu-Türen sitzt innen warmes Holz, außen eine wetterfeste Aluminiumschale. Das vereint behagliche Innenoptik mit wartungsarmer Außenseite. Preise: 3.000–5.000 €, Premium-Varianten bis 7.000 €. Dämmwert Ud 0,75–0,95.
Vorteile: außen wartungsfrei, innen Holzoptik, sehr gute Dämmung. Nachteile: höherer Einstiegspreis als reine Holz- oder Kunststofftüren.
Glas- und Sonderfälle
Wer viel Lichteinfall im Eingangsbereich wünscht, kann Glaselemente integrieren: Ein Klarglas-Element kostet rund 1.500 €, Verbundsicherheitsglas etwa 3.500 €. Eine massive, mehrschichtige Schallschutztür aus Stahl liegt bei rund 3.000 €. Stahl-Alu-Konstruktionen starten im Konfigurator ab 1.051 €.
Aufpreise: Seitenteil, Oberlicht, Verglasung & Co.
Den Grundpreis treiben Sonderwünsche oft deutlich nach oben. Die folgenden Aufpreise stammen aus einem Online-Konfigurator am Kunststoff-Beispiel und sind als „ab"-Richtwerte zu verstehen – beim Fachbetrieb können sie anders ausfallen.
| Zusatzausstattung | Aufpreis (ab) |
|---|---|
| Seitenteil | ~2.028 € |
| Oberlicht | ~1.929 € |
| Dreifachverglasung | ~937 € |
| Elektrischer Türöffner | ~805 € |
| Sonderfarben (RAL nach Wahl) | +35 % auf den Türpreis |
Gerade Seitenteile und Oberlichter verdoppeln den Türpreis schnell – sie vergrößern aber auch die Glasfläche, was den Gesamt-U-Wert der Tür verschlechtern kann. Wenn Lichteinfall wichtig ist, lohnt der Blick auf Dreifach- statt Zweifachverglasung, um Wärmeverluste zu begrenzen.
Einbruchschutz: RC2 oder RC3 – welche Widerstandsklasse?
Haustüren werden nach der Norm DIN EN 1627 in Widerstandsklassen (Resistance Class, RC) eingeteilt. Sie geben an, wie lange eine Tür einem Einbruchsversuch mit bestimmten Werkzeugen standhält. Für Privathaushalte ist RC2 die polizeiliche Mindestempfehlung, für freistehende Einfamilienhäuser wird RC3 empfohlen.
| Klasse | Widerstandszeit (ca.) | Empfehlung | Aufpreis / Preisniveau |
|---|---|---|---|
| RC2 | ~3 Min. gegen einfaches Werkzeug | Mindestempfehlung Privathaushalt | bei Alu oft serienmäßig; sonst +200–400 € |
| RC3 | ~5 Min. gegen schweres Werkzeug | freistehende Einfamilienhäuser | +800–1.500 € gegenüber RC2 |
Eine zertifizierte RC2-Tür kostet als Komplettpreis ab etwa 800–1.500 € (teils bis 2.400 €), eine RC3-Tür ab rund 2.500 € (Spanne 1.800–3.400 €). Bei Aluminium ist RC2 häufig bereits Serienstandard, bei Kunststoff fällt ein Aufpreis von 200–400 € an. RC3 bei Kunststoff ist selten und erfordert eine Stahlkern-Verstärkung (+800–1.200 €).
Ehrlicher Hinweis zur Förderung: Reine Einbruchschutz-Maßnahmen werden 2026 nicht mehr als Zuschuss gefördert (Details im Förder-Abschnitt). Eine einbruchhemmende Tür kann nur dann bezuschusst werden, wenn sie zugleich die energetischen BAFA-Anforderungen erfüllt – und dafür gilt der strengere Wert Ud ≤ 1,1 W/(m²K).
Wärmedämmung & U-Wert: Was das GEG verlangt – und was die Förderung fordert
Beim U-Wert einer Haustür kommt es entscheidend darauf an, welche Anforderung gerade gemeint ist. Hier werden in der Praxis häufig drei völlig unterschiedliche Werte verwechselt. Der Ud-Wert (d = door) bezieht sich dabei immer auf das gesamte Bauteil aus Rahmen, Türblatt und Verglasung.
| Anforderungsebene | Maximaler Ud-Wert | Gilt für |
|---|---|---|
| GEG 2024 (gesetzliche Pflicht) | 1,8 W/(m²K) | jeden Austausch einer Haustür |
| BAFA-Förderung Standard | 1,3 W/(m²K) | Außentüren beheizter Räume |
| BAFA-Förderung einbruchhemmend / barrierearm | 1,1 W/(m²K) | RC-Türen oder barrierearme Türen |
Das bedeutet: Eine Tür, die nur das gesetzliche Minimum von 1,8 erfüllt, ist zwar erlaubt, aber nicht förderfähig. Für die BAFA-Förderung muss die Tür mindestens Ud ≤ 1,3 erreichen – das schaffen die meisten Markentüren problemlos. Soll die Tür zusätzlich einbruchhemmend (z. B. RC2) sein und gefördert werden, gilt der scharfe Wert Ud ≤ 1,1. Achtung: Nicht jede RC2-Tür erreicht automatisch 1,1 – prüfen Sie unbedingt die Ud-Deklaration des Herstellers. Wer die Hintergründe zum U-Wert verstehen will, findet sie im Ratgeber U-Wert einfach erklärt.
Smart Locks & elektronische Schlösser: Nachrüsten oder integrieren?
Schlüssellos öffnen per App, Fingerabdruck oder Zahlencode liegt im Trend. Hier gibt es zwei grundsätzliche Wege: nachrüsten oder ab Werk integrieren.
Nachrüsten ohne baulichen Eingriff: Smarte Türschlösser werden von innen auf den vorhandenen Schließzylinder montiert – ideal für Mieter und schnelle Lösungen. Richtpreise (UVP/Marktpreise 2026, als „ab"-Werte zu verstehen):
| Modell | Preis (ab) | Besonderheit |
|---|---|---|
| tedee GO 2 | 129 € | kompakt, günstiger Einstieg |
| Nuki Smart Lock 3.0 Pro | ~219 € (UVP 269,99 €) | etabliert, WLAN integriert |
| Nuki Smart Lock Ultra | ~348,90 € | gilt als Testsieger 2025/2026 |
Soll für Funkanbindung oder Türöffner ein Kabel verlegt werden, kommen rund 150–400 € Elektrikkosten hinzu.
Ab Werk integriert: In die neue Tür eingebaute Systeme wirken hochwertiger und sind manipulationssicherer. Aufpreise: einfaches elektronisches Schloss 100–500 €, biometrische Fingerprint-Lösung 350–600 €, App-/Funksteuerung 400–800 €, voll integriertes Motorschloss +400–600 €.
Fachgerechter Einbau: Warum die RAL-Montage entscheidet
Selbst die beste Tür dämmt schlecht, wenn die Anschlussfuge zur Wand undicht ist. Bei der RAL-Montage (geregelte Montage nach den Leitlinien für Fenster- und Haustüreinbau) wird die Fuge in drei Ebenen abgedichtet – innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und diffusionsoffen. Das verhindert Wärmebrücken, Zugluft und Schimmel.
| Einbau-Posten | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Standardmontage Haustür | 200–500 € |
| RAL-Montage (Dreiebenen-Abdichtung) | +200–300 € Aufpreis |
| Demontage + Entsorgung Alttür | 100–200 € |
| Türschwelle anpassen | 200–500 € |
| Mauerwerk anpassen | 300–800 € |
Die RAL-Montage kostet etwas mehr, ist aber in der Regel Voraussetzung für die volle Herstellergarantie und üblicherweise auch für die BAFA-Förderung – und sie verhindert, dass der gute U-Wert der Tür durch eine schlechte Fuge wieder verloren geht. Bei einem Fenstertausch gilt übrigens dasselbe Prinzip, weshalb sich die Beauftragung aus einer Hand anbietet.
Wo kaufen: Fachbetrieb, Online-Konfigurator oder Baumarkt?
Wo Sie Ihre Tür beziehen, beeinflusst Preis, Beratung und – entscheidend – die Förderfähigkeit. Ein ehrlicher Vergleich:
| Bezugsweg | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Fachbetrieb | Beratung, Aufmaß, RAL-Montage, Förderbegleitung aus einer Hand | höherer Preis |
| Online-Konfigurator | günstig (ab 555 €), große Auswahl, Preistransparenz | Montage und Förderbegleitung selbst organisieren; Lieferzeit oft +2 Wochen bei Montage |
| Baumarkt | sofort verfügbar, günstig | kaum Beratung, meist keine Förderbegleitung, Standardmaße |
Wichtig für die Förderung: Die BAFA verlangt einen Fachbetrieb mit Fachunternehmererklärung und die Begleitung durch eine:n zertifizierte:n Energieberater:in. Wer rein online und in Eigenmontage kauft, kann zwar günstiger fahren, verliert aber in der Regel den Zugang zur Förderung. Da viele Anbieter Fenster und Türen ohnehin bündeln, lohnt es sich, beide Maßnahmen zusammen zu vergleichen und ein gemeinsames Angebot einzuholen.
Förderung 2026: BAFA, KfW-Kredit & Steuerbonus
Bei der Förderung herrscht viel veraltete Information im Netz. Hier die aktuelle, quellenbelegte Lage für 2026.
BAFA: 15 % Zuschuss, mit iSFP 20 %
Die energetische Förderung für Haustüren läuft 2026 als Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) über die BAFA, nicht mehr über die KfW. Frühere KfW-Einzelmaßnahmen für Außentüren wurden eingestellt.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Fördersatz Basis | 15 % der förderfähigen Kosten |
| Bonus mit iSFP | +5 Prozentpunkte = 20 % |
| Förderfähige Kosten (Deckel) | 30.000 € / Wohneinheit / Jahr |
| Deckel mit iSFP | 60.000 € / Wohneinheit / Jahr |
| Mindestinvestition | 300 € |
| Technische Anforderung | Ud ≤ 1,3 (einbruchhemmend/barrierearm ≤ 1,1) |
Voraussetzungen: Antrag vor Vertragsabschluss bzw. Maßnahmenbeginn, Begleitung durch eine:n zertifizierte:n Energie-Effizienz-Expert:in, Ausführung durch einen Fachbetrieb mit Fachunternehmererklärung und unbare (überwiesene) Zahlung.
Rechenbeispiel A – Standard (BAFA 15 %):
- Alu-Haustür Ud 1,1 inkl. RAL-Montage: 3.450 €
- BAFA-Zuschuss 15 %: 517,50 €
- Eigenanteil: 2.932,50 €
Rechenbeispiel B – mit iSFP (BAFA 20 %):
- Gleiche Tür: 3.450 €
- BAFA-Zuschuss 20 %: 690 €
- Eigenanteil: 2.760 €
- Zusätzlich wird die iSFP-Erstellung selbst über die BAFA-Beratungsförderung bezuschusst.
Rechenbeispiel C – Premium RC3 mit iSFP:
- Alu-Premium-Tür RC3 inkl. Zubehör und Montage: ~7.600 €
- BAFA-Zuschuss 20 %: 1.520 €
- Eigenanteil: ~6.080 €
Die Beträge sind gerundet und hängen real vom konkreten Angebot ab. Alle Details zum Ablauf finden Sie im Ratgeber zur BEG-Förderung für Einzelmaßnahmen 2026 sowie speziell zur Fenster- und Türförderung 2026.
Einbruchschutz-Förderung: Was 2026 noch übrig ist
Hier ist Ehrlichkeit gefragt, weil viele Anbieterseiten weiter mit veralteten Programmen werben. Der KfW-Zuschuss 455-E „Einbruchschutz" wurde Ende 2023 endgültig eingestellt und 2026 nicht wieder aufgelegt. Reine Sicherheitsmaßnahmen gibt es nicht mehr als Zuschuss.
Verbleibend ist nur:
- KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen" – ein zinsgünstiges Darlehen bis 50.000 € pro Wohneinheit, das auch Einbruchschutz abdeckt.
- Eine einbruchhemmende Tür kann als energetische Maßnahme über die BAFA bezuschusst werden, wenn sie Ud ≤ 1,1 erreicht.
Anders gesagt: Einbruchschutz allein wird nicht mehr direkt bezuschusst – nur die energetisch hochwertige Tür.
Steuerliche Alternative: §35a EStG
Wer keine BAFA-Förderung in Anspruch nehmen will (z. B. wegen des Aufwands beim Energieberater), kann Handwerkerleistungen steuerlich absetzen: 20 % der Arbeits- und Lohnkosten (nicht des Materials), maximal 1.200 € Steuerabzug pro Jahr (entspricht max. 6.000 € begünstigtem Lohnaufwand). Voraussetzung sind eine Rechnung und unbare Zahlung.
Wichtig: BAFA-Förderung und §35a sind für dieselbe Maßnahme nicht kombinierbar (Doppelförderungsverbot). Mehr dazu im Ratgeber Handwerkerleistungen steuerlich absetzen.
Entscheidungs-Faustregel: Die BAFA-Förderung lohnt sich vor allem bei höherwertigen Türen und wenn ohnehin ein iSFP erstellt wird. Beim einfachen Kunststofftür-Tausch ist der Steuerbonus nach §35a oft der unbürokratischere Weg. Rechnen Sie beide Varianten durch und wählen Sie die günstigere.
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Realistische Gesamtbudgets: Was Sie wirklich einplanen sollten
Damit Sie eine Hausnummer haben: Hier drei realistische Komplettbudgets inklusive Montage, jeweils vor Abzug der Förderung.
| Szenario | Konfiguration | Gesamtbudget (vor Förderung) |
|---|---|---|
| Budget | Kunststofftür + Standardmontage | ~2.000–2.500 € |
| Standard | Aluminium RC2 + Seitenteil + Smart Lock | ~4.200–5.200 € |
| Premium | Alu Premium RC3 + Zubehör + RAL-Montage | ~6.000–10.000 € |
Bei einer geförderten Standard-Tür für 4.200 € sinkt der Eigenanteil mit 20 % BAFA auf rund 3.360 €. Wer parallel die Effizienzhaus-Stufen über die KfW anstrebt oder eine Fassadendämmung plant, sollte alle Maßnahmen gemeinsam mit dem Energieberater abstimmen, um Förderdeckel und iSFP optimal auszuschöpfen.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet eine neue Haustür mit Einbau 2026?
Rechnen Sie für eine einfache Kunststofftür mit Standardmontage mit 2.000–2.500 €, für eine Aluminium-Tür mit RC2-Einbruchschutz und Seitenteil mit 4.200–5.200 € und für eine Premium-Aluminiumtür (RC3, Zubehör, RAL-Montage) mit 6.000–10.000 € – jeweils vor Förderung. Die reine Montage kostet 200–500 €, die empfohlene RAL-Montage rund 200–300 € mehr, Demontage und Entsorgung der Alttür 100–200 €.
Welches Material ist am besten: Aluminium, Kunststoff oder Holz?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Kunststoff ist am günstigsten (ab ~500 €) und wartungsarm. Aluminium (2.000–6.500 €) ist am langlebigsten, designstark, hat die besten Dämmwerte (Ud bis 0,7) und oft serienmäßig RC2. Holz (2.000–6.000 €) punktet mit warmer Optik, braucht aber regelmäßige Pflege. Holz-Aluminium verbindet Holzoptik innen mit wartungsfreier Alu-Außenseite. Für die beste Kombination aus Dämmung, Sicherheit und Langlebigkeit ist Aluminium meist die erste Wahl – wenn das Budget passt.
Wird die Haustür 2026 von BAFA oder KfW gefördert?
2026 läuft die energetische Förderung über die BAFA (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen), nicht mehr über die KfW. Die früheren KfW-Einzelmaßnahmen für Außentüren wurden eingestellt. Der Fördersatz beträgt 15 %, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 %. Achten Sie auf veraltete Anbieterseiten, die noch alte KfW-Programme nennen.
Welchen U-Wert muss eine Haustür für die Förderung haben?
Für die BAFA-Förderung darf der Ud-Wert (gesamtes Bauteil) höchstens 1,3 W/(m²K) betragen. Bei einbruchhemmenden oder barrierearmen Türen gilt der strengere Wert Ud ≤ 1,1. Davon zu unterscheiden ist die gesetzliche GEG-Pflicht beim bloßen Austausch: Sie liegt bei Ud ≤ 1,8 – das ist erlaubt, aber nicht förderfähig. Lassen Sie sich die Ud-Deklaration vom Hersteller bestätigen, denn nicht jede RC2-Tür erreicht automatisch 1,1.
Brauche ich RC2 oder RC3 – und wird Einbruchschutz noch gefördert?
Die polizeiliche Mindestempfehlung für Privathaushalte ist RC2, für freistehende Einfamilienhäuser wird RC3 empfohlen. Bei Aluminium ist RC2 oft serienmäßig; RC3 kostet 800–1.500 € mehr. Wichtig und ehrlich: Reine Einbruchschutz-Zuschüsse gibt es 2026 nicht mehr – der KfW-Zuschuss 455-E ist seit Ende 2023 eingestellt. Eine einbruchhemmende Tür wird nur dann bezuschusst, wenn sie zugleich die energetische BAFA-Anforderung (Ud ≤ 1,1) erfüllt; alternativ gibt es den zinsgünstigen KfW-Kredit 159.
Was bringt eine RAL-Montage und warum ist sie wichtig?
Bei der RAL-Montage wird die Fuge zwischen Tür und Wand in drei Ebenen abgedichtet (innen luftdicht, mittig gedämmt, außen schlagregendicht). Das verhindert Wärmebrücken, Zugluft und Schimmel und sorgt dafür, dass der gute U-Wert der Tür nicht durch eine undichte Fuge verloren geht. Sie kostet rund 200–300 € Aufpreis, ist aber in der Regel Voraussetzung für die volle Herstellergarantie und üblicherweise auch für die BAFA-Förderung.
Kann ich ein Smart Lock an meiner Haustür nachrüsten?
Ja. Smarte Türschlösser wie das tedee GO 2 (ab 129 €), Nuki Smart Lock 3.0 Pro (Straßenpreis ~219 €, UVP 269,99 €) oder Nuki Smart Lock Ultra (~348,90 €) werden von innen auf den vorhandenen Schließzylinder montiert – ohne baulichen Eingriff, ideal auch für Mieter. Muss für Funkanbindung oder einen Türöffner ein Kabel verlegt werden, kommen 150–400 € Elektrikkosten hinzu. Alternativ lässt sich ein elektronisches Schloss direkt ab Werk in die neue Tür integrieren (Aufpreis 100–800 €, Motorschloss +400–600 €).
Lohnt sich der Kauf beim Fachbetrieb oder im Online-Shop?
Online-Türen sind günstiger (ab 555 € im Konfigurator), aber Sie müssen Montage und Förderbegleitung selbst organisieren – und verlieren dadurch in der Regel den Zugang zur BAFA-Förderung, die einen Fachbetrieb mit Fachunternehmererklärung und einen Energieberater voraussetzt. Der Fachbetrieb bietet Beratung, Aufmaß, fachgerechte RAL-Montage und Förderabwicklung aus einer Hand. Faustregel: Bei förderfähigen, höherwertigen Türen lohnt der Fachbetrieb; bei einer einfachen Tür in Eigenmontage kann der Online-Kauf günstiger sein.
Kann ich BAFA-Förderung und Steuerbonus (§35a) kombinieren?
Nein. Für dieselbe Maßnahme sind BAFA-Förderung und der Steuerbonus nach §35a EStG nicht kombinierbar (Doppelförderungsverbot). Sie müssen sich entscheiden: Die BAFA gibt 15–20 % der Gesamtkosten, §35a 20 % nur der Arbeits-/Lohnkosten (max. 1.200 € pro Jahr). Bei höherwertigen Türen mit iSFP ist meist die BAFA günstiger, beim einfachen Türtausch oft der unbürokratischere §35a-Weg.
Nächster Schritt: Welche Haustür passt wirtschaftlich zu Ihrem Haus?
Ob sich für Ihr Gebäude eine geförderte Aluminiumtür mit Ud ≤ 1,1 lohnt oder der unbürokratische Steuerweg beim einfachen Kunststofftausch günstiger ist – das hängt von Ihrem Gebäude, dem bestehenden Wärmeschutz, Ihren Sicherheitsanforderungen und den individuellen Fördermöglichkeiten ab. Pauschale Empfehlungen ersetzen keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und sehen datenbasiert, welche Maßnahmen an Türen, Fenstern und Fassade sich für Sie rechnen – inklusive Förderberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Einordnung.
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