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Ratgeber17 Min. Lesezeit

Dachfenster austauschen Kosten 2026: ab 580 € pro Fenster

Dachfenster austauschen 2026: 580–1.650 € pro Fenster inkl. Einbau. Förderung bis 20 % (BAFA & §35c), nötiger U-Wert und ehrliche Kostenfallen im Überblick.

Neues dreifach verglastes Dachflächenfenster wird in ein gedämmtes Steildach eingebaut

Das Wichtigste in Kürze

  • Kosten pro Dachfenster: Der Austausch ohne Vergrößerung kostet inklusive Einbau rund 580–1.650 € pro Fenster; je nach Modell und Größe reicht die Marktspanne komplett von etwa 700 bis 2.500 €.
  • Montage: Der Einbau dauert 4–6 Stunden bei einem Stundensatz von 80–120 €, das ergibt 350–720 € reine Arbeitskosten pro Fenster – plus Dämmung/Anschluss 150–250 € und Entsorgung 30–50 €.
  • U-Wert-Pflicht (GEG): Beim Austausch in Bestandsgebäuden gilt für Dachflächenfenster gesetzlich Uw ≤ 1,4 W/(m²K) – das ist aber nur die Mindestpflicht, nicht die Förderschwelle.
  • U-Wert für Förderung: BAFA/BEG-EM und §35c-Steuerbonus verlangen Uw ≤ 1,0 W/(m²K) für das gesamte Dachfenster-Element – faktisch nur mit 3-fach-Verglasung erreichbar.
  • Förderung: BAFA-Zuschuss 15 % (Basis) bzw. 20 % mit iSFP, alternativ §35c-Steuerbonus mit 20 % über 3 Jahre (max. 40.000 € pro Objekt). Beide Wege sind nicht kombinierbar.
  • Ehrlicher Hinweis: Bei nur 1–2 Fenstern ist der Steuerbonus meist praktikabler – die BAFA verlangt einen Energieeffizienz-Experten, dessen Kosten den 20-%-Zuschuss bei einem Einzelfenster oft aufzehren.

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Alte Dachflächenfenster sind oft die größte energetische Schwachstelle im sonst gut gedämmten Dachgeschoss: undichte Rahmen, beschlagene Scheiben und im Sommer eine unerträgliche Hitze unter dem Dach. Ein Austausch löst diese Probleme – kostet aber mehr als ein normales Fassadenfenster, weil der Einbau in die schräge, gedämmte Dachfläche aufwendiger ist.

Der Austausch eines Dachfensters kostet 2026 inklusive fachgerechtem Einbau je nach Modell und Größe rund 580 bis 1.650 € pro Fenster – ein einfaches, kleines Schwingfenster ist ab knapp 600 € zu haben (Dachdecker.com), für ein typisches Schwingfenster sind eher rund 1.000 € realistisch, hochwertige Holz- oder Elektromodelle erreichen 1.600 bis 2.000 € (Aroundhome). Wer fördern lassen will, muss dabei einen entscheidenden Punkt beachten, den viele verwechseln: Die gesetzliche Mindestanforderung des GEG (Uw ≤ 1,4) reicht für keine Förderung aus – BAFA und Steuerbonus verlangen den deutlich strengeren Wert Uw ≤ 1,0 W/(m²K).

Dieser Ratgeber liefert alle Zahlen für Ihre Entscheidung: die Kostenbestandteile pro Fenster, einen Typenvergleich, die exakten U-Wert-Schwellen von Pflicht und Förderung sowie eine ehrliche Einordnung, wann sich der BAFA-Weg lohnt und wann nicht. Für gerade verglaste Fassadenfenster lesen Sie ergänzend den Ratgeber Fenster austauschen: Kosten, Förderung & Vergleich 2026; wenn ohnehin das ganze Dach ansteht, hilft die Übersicht zur Dachsanierung: Kosten, Maßnahmen & Förderung.

Kostenübersicht: Was ein Dachfenster-Austausch wirklich kostet

Der Endpreis pro Dachfenster setzt sich aus mehreren Posten zusammen. Anders als bei Online-Materialpreisen (die nur das nackte Fenster zeigen) gehören zur Komplettkalkulation immer auch der Eindeckrahmen, die Montage, der luftdichte Anschluss an die Dämmebene und die Entsorgung des Altfensters. Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Bestandteile für einen Austausch ohne Vergrößerung der Dachöffnung.

Kostenposition Spanne in € Hinweis
Dachfenster (Material) 250–900 € je nach Größe, Material und Verglasung; 3-fach teurer
Eindeckrahmen 150–350 € Pflichtbauteil; in vielen Komplettpreisen bereits enthalten
Montage / Arbeitszeit 350–720 € 4–6 Stunden bei 80–120 €/h Stundensatz
Dämmung / Anschluss 150–250 € luftdichte Einbindung in die Dämmebene
Entsorgung 30–50 € Altfenster und Bauschutt
Gesamt (ohne Vergrößerung) 580–1.650 € Marktspanne komplett bis ca. 2.500 € je nach Modell

Quellen: VELUX Magazin – Dachfenster einbauen Kosten (Montage-, Dämm- und Entsorgungskosten), Aroundhome – Dachfenster Kosten.

Die größte Position sind in der Regel die Arbeitskosten: Mit 350 bis 720 € pro Fenster macht der Einbau einen erheblichen Anteil am Gesamtpreis aus. Das liegt am Aufwand in der Dachschräge – das Altfenster muss ausgebaut, der Eindeckrahmen wasserdicht in die Dacheindeckung integriert und der Innenanschluss luftdicht hergestellt werden.

Wichtig für den Preisvergleich: Online finden Sie Dachfenster scheinbar günstig „ab 250 €". Diese Materialpreise sind ohne Eindeckrahmen, ohne Einbau und ohne Innenausbau jedoch nicht mit den Komplettkosten vergleichbar. Wer mehrere Fenster gleichzeitig tauschen lässt, kann die Arbeitskosten pro Fenster meist etwas senken, weil das Gerüst und die Anfahrt nur einmal anfallen.

Dachfenster-Typen im Preisvergleich

Nicht jedes Dachfenster ist gleich. Die Öffnungsart, das Rahmenmaterial und die Verglasung bestimmen sowohl den Preis als auch den erreichbaren U-Wert. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen Typen mit ihren reinen Materialpreisen (ohne Einbau).

Typ Material Größe (Beispiel) Preis Material € typischer Uw-Wert
Schwingfenster Kunststoff / Holz mittel (ca. 78×118 cm) 250–700 € 1,0–1,3 W/(m²K)
Klapp-Schwing-Fenster Holz / Kunststoff mittel–groß 450–900 € 0,9–1,1 W/(m²K)
Elektro-/Solarfenster Kunststoff / Holz mittel 600–1.200 € 0,9–1,1 W/(m²K)
Flachdachfenster Kunststoff / Alu flachdachspezifisch ab 900 € je nach Aufbau

Das Schwingfenster ist der Klassiker: Es dreht sich um eine mittige Achse und ist die günstigste Variante. Ein Klapp-Schwing-Fenster öffnet sich zusätzlich nach außen oben und gibt dadurch mehr Kopffreiheit und einen freieren Ausblick. Elektro- und Solarfenster lassen sich per Funk steuern und sind besonders bei schwer erreichbaren Fenstern (etwa über Treppenhäusern) sinnvoll – kosten aber spürbar mehr. Flachdachfenster sind eine Sonderbauform und in dieser Preisübersicht nur zur Orientierung aufgeführt.

Entscheidend für Förderung und Energieeffizienz ist nicht die Öffnungsart, sondern die Verglasung: Nur die 3-fach-Verglasung erreicht zuverlässig den geförderten U-Wert. Moderne Modelle belegen das eindrucksvoll – VELUX-Dachfenster mit der 3-fach-Verglasung „Energie" (Ug 0,6 W/(m²K)) erreichen einen Uw-Wert von 1,0 W/(m²K) und sind damit förderfähig (VELUX Presse). Wer den Unterschied zwischen den Verglasungen im Detail verstehen will, findet ihn im Ratgeber Dreifachverglasung vs. Zweifachverglasung: Kosten & U-Wert.

U-Wert: Pflicht und Förderung sind nicht dasselbe

Hier liegt der wichtigste – und am häufigsten verwechselte – Punkt beim Dachfenster-Austausch. Es gibt zwei verschiedene U-Wert-Schwellen, und sie haben völlig unterschiedliche Konsequenzen:

  1. Die gesetzliche Mindestpflicht aus dem GEG. Sie müssen sie einhalten, sonst ist der Einbau nicht zulässig.
  2. Die Förderschwelle für BAFA und Steuerbonus. Sie ist deutlich strenger – nur wer sie erreicht, bekommt Geld zurück.

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch das Fenster verloren geht: Je niedriger, desto besser. Eine grundlegende Einordnung finden Sie im Ratgeber U-Wert einfach erklärt. Die folgende Tabelle stellt die Schwellen gegenüber.

Regelwerk max. Uw Dachflächenfenster max. Uw Fenster (Fassade)
GEG Anlage 7 (gesetzliche Pflicht) 1,4 W/(m²K) 1,3 W/(m²K)
BAFA / BEG-EM (Förderung) 1,0 W/(m²K) 0,95 W/(m²K)
§35c EStG (Steuerbonus) 1,0 W/(m²K) 0,95 W/(m²K)

Quellen: GEG Anlage 7, ESanMV Anlage 4, Roto – Staatliche Fördermöglichkeiten.

Die praktische Konsequenz: Tauschen Sie ein Dachfenster aus, schreibt das GEG in Anlage 7 für Dachflächenfenster lediglich Uw ≤ 1,4 W/(m²K) vor. Ein solches Fenster ist legal eingebaut – bekommt aber keinen Cent Förderung. Denn sowohl die BAFA als auch der Steuerbonus nach §35c verlangen für das gesamte Dachfenster-Element Uw ≤ 1,0 W/(m²K).

Diesen Förderwert erreichen Sie faktisch nur mit einer 3-fach-Verglasung. Achten Sie beim Kauf auf die Herstellerangabe „Uw" (für das ganze Fenster), nicht nur auf den „Ug"-Wert der reinen Verglasung – nur der Uw-Wert zählt für die Förderung, und der Hersteller muss ihn per Bestätigung nachweisen (Roto). Sehr gute moderne Fenster erreichen mit 3-fach-Wärmeschutzglas und Warme-Kante-Abstandhalter sogar Uw-Werte von 0,6–0,9 W/(m²K) (Zukunft Altbau).

Förderung 2026: BAFA-Zuschuss oder Steuerbonus

Für den Austausch von Dachfenstern stehen 2026 zwei sich ausschließende Förderwege offen. Sie können pro Maßnahme entweder den BAFA-Zuschuss oder den Steuerbonus nach §35c EStG nutzen – niemals beides für dieselbe Maßnahme. Welcher Weg sich lohnt, hängt vor allem von der Anzahl der Fenster ab.

Weg Fördersatz Höchstgrenze Voraussetzungen
BAFA (BEG-EM) 15 % Basis, +5 % mit iSFP = bis 20 % 30.000 € pro WE, mit iSFP 60.000 € pro WE Uw ≤ 1,0; Energieeffizienz-Experte Pflicht; Antrag vor Auftragsvergabe
§35c EStG (Steuerbonus) 20 % über 3 Jahre (7 %/7 %/6 %) 40.000 € pro Objekt Uw ≤ 1,0; selbstgenutztes Wohneigentum; Gebäude älter als 10 Jahre

Quellen: BAFA – Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, §35c EStG.

BAFA-Zuschuss (BEG Einzelmaßnahmen)

Über die BAFA fördert der Bund Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle – dazu zählen auch Dachflächenfenster – mit 15 % der förderfähigen Ausgaben. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor, kommen weitere 5 % hinzu, sodass insgesamt bis zu 20 % möglich sind. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € pro Wohneinheit und Jahr gedeckelt, mit iSFP-Bonus auf 60.000 € (BAFA).

Zwei Bedingungen sind dabei entscheidend und werden oft unterschätzt:

  • Energieeffizienz-Experte ist Pflicht. Für die BAFA-Förderung der Gebäudehülle müssen Sie einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten einbinden. Dessen Honorar liegt oft bei 500–1.000 € – Geld, das den 20-%-Zuschuss bei einem einzelnen Fenster schnell wieder auffrisst.
  • Antrag vor Vorhabenbeginn. Der Zuschuss muss beantragt werden, bevor Sie den Handwerker beauftragen. Wer zuerst den Auftrag vergibt und dann den Antrag stellt, verliert die Förderung komplett.

Steuerbonus nach §35c EStG

Die unkompliziertere Alternative ist der Steuerbonus nach §35c EStG. Sie setzen 20 % der Kosten über drei Jahre von der Steuer ab – 7 % im ersten Jahr, 7 % im zweiten, 6 % im dritten –, maximal 40.000 € pro Objekt. Voraussetzung: Es handelt sich um selbstgenutztes Wohneigentum, das Gebäude ist älter als 10 Jahre, und das neue Dachfenster erreicht ebenfalls Uw ≤ 1,0 W/(m²K). Ein Energieberater ist hier nicht zwingend nötig – nur eine Fachunternehmerbescheinigung. Tiefer in die Mechanik steigt der Ratgeber Sanierung steuerlich absetzen: §35c EStG einfach erklärt ein.

Beispielrechnung: 2 Dachfenster zu je 1.200 €

Angenommen, Sie tauschen zwei Dachfenster für insgesamt 2.400 € (jeweils 3-fach-Verglasung, Uw 1,0):

  • §35c-Steuerbonus: 20 % von 2.400 € = 480 € Steuerersparnis über drei Jahre, ohne Energieberater.
  • BAFA-Weg: 20 % von 2.400 € = 480 € Zuschuss – abzüglich Energieeffizienz-Experte (ca. 500–1.000 €) bleibt unterm Strich oft ein Minus.

Bei nur ein oder zwei Fenstern ist der Steuerbonus also fast immer der wirtschaftlichere Weg. Die BAFA lohnt sich erst, wenn der Fenstertausch Teil eines größeren Sanierungspakets ist – etwa zusammen mit der Dachdämmung Kosten 2026: 20–300 €/m² –, sodass der Energieberater ohnehin gebraucht wird und das Mindestinvestitionsvolumen (oft 2.000 € netto) klar überschritten ist.

Einen vollständigen Vergleich aller Förderwege inklusive KfW finden Sie im Ratgeber Fenster-Förderung 2026: BAFA, KfW & Steuerbonus im Vergleich.

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Einbau, Schimmelgefahr und Wärmebrücken

Ein neues Dachfenster ist nur so gut wie sein Einbau. Gerade hier lauern die teuersten Fehler – und ein Risiko, das viele unterschätzen: Schimmel.

Warum dichte Fenster die Schimmelgefahr erhöhen

Alte Dachfenster sind oft undicht und sorgen für einen ständigen, ungeregelten Luftaustausch. Das ist energetisch schlecht – aber es trocknet die Raumluft. Setzen Sie nun ein modernes, luftdichtes Dachfenster ein, entfällt dieser unkontrollierte Luftwechsel. Wird die Feuchtigkeit aus der Raumluft (Duschen, Kochen, Atmen) nicht aktiv abgeführt, kondensiert sie an kühlen Stellen und es droht Tauwasser- und Schimmelbildung. Nach dem Tausch brauchen Sie deshalb ein Lüftungskonzept beziehungsweise konsequentes Stoßlüften – oder ein Fenster mit integrierter Lüftungsklappe.

Wärmebrücken an der Laibung vermeiden

Die zweite kritische Stelle ist der Anschluss an die Dämmebene. Wird das Dachfenster nicht wärmebrückenarm und luftdicht in die Dämmung eingebunden, entsteht an der Laibung eine Wärmebrücke – mit Kondenswasser und Schimmel als Folge. Ein fachgerechter Anschluss mit den passenden Dämm- und Anschlussprodukten (in der Kostentabelle mit 150–250 € berücksichtigt) ist deshalb kein optionales Extra, sondern Pflicht. Mehr dazu im Ratgeber Wärmebrücken erkennen und beseitigen.

Dachfenster und Dachdämmung zusammen tauschen

Der ideale Zeitpunkt für den Fenstertausch ist zeitgleich mit der Dachdämmung. Wenn das Dach ohnehin von innen oder außen gedämmt wird, lässt sich das Fenster sauber und wärmebrückenfrei in die neue Dämmebene einbinden – und Sie sparen die doppelte Baustelleneinrichtung. Steht eine größere Maßnahme an, lohnt der Blick in den Gesamtüberblick zur Dachsanierung: Kosten, Maßnahmen & Förderung.

Vorsicht bei Vergrößerung oder Versetzen

Alle bisher genannten Preise gelten für den Austausch ohne Vergrößerung der Dachöffnung. Wollen Sie das Fenster vergrößern oder versetzen, ändert sich die Kalkulation grundlegend: Es muss in den Dachstuhl eingegriffen werden (Sparren, Statik), die Innenverkleidung und Laibung werden neu hergestellt, und je nach Bundesland und Gebäude kann das Vorhaben genehmigungspflichtig sein. Solche Eingriffe treiben die Kosten schnell deutlich über die genannten Spannen hinaus.

Wann lohnt sich der Dachfenster-Austausch?

Ein Austausch ist sinnvoll, wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen zutreffen:

  • Beschlagene Scheiben oder Kondenswasser zwischen den Scheiben deuten auf eine defekte Verglasung hin.
  • Zugluft und kalte Oberflächen am Rahmen zeigen undichte Dichtungen und einen schlechten U-Wert.
  • Sommerliche Überhitzung unter dem Dach – moderne Fenster mit Sonnenschutzglas und passendem Sonnenschutz reduzieren das Aufheizen spürbar.
  • Geplante Dachdämmung: Wenn das Dach ohnehin saniert wird, ist der Tausch der beste und günstigste Zeitpunkt.
  • Alter über 20–25 Jahre: Dachfenster aus den 1990er- oder frühen 2000er-Jahren haben meist nur 2-fach-Verglasung mit hohem U-Wert.

Ältere Dachfenster mit einfacher oder veralteter 2-fach-Verglasung liegen energetisch weit über den heutigen Standards. Der Tausch gegen ein 3-fach-verglastes Modell mit Uw 1,0 oder besser reduziert den Wärmeverlust an dieser Stelle deutlich – und macht das Dachgeschoss im Sommer wie im Winter komfortabler.

Häufige Fragen

Was kostet ein Dachfenster-Austausch 2026 inklusive Einbau?

Der Austausch eines Dachfensters ohne Vergrößerung der Öffnung kostet 2026 rund 580–1.650 € pro Fenster inklusive Einbau, Eindeckrahmen, Anschluss und Entsorgung. Je nach Modell, Größe und Ausstattung (etwa Elektro- oder Solarantrieb) reicht die komplette Marktspanne bis etwa 2.500 €. Die reine Montage macht mit 350–720 € pro Fenster einen großen Teil der Kosten aus.

Welchen U-Wert muss ein neues Dachfenster haben?

Gesetzlich (GEG Anlage 7) gilt beim Austausch für Dachflächenfenster Uw ≤ 1,4 W/(m²K) – das ist die Mindestpflicht. Für eine Förderung reicht dieser Wert aber nicht: BAFA und §35c-Steuerbonus verlangen Uw ≤ 1,0 W/(m²K) für das gesamte Fenster-Element. Diesen Wert erreichen praktisch nur Modelle mit 3-fach-Verglasung.

Wird der Austausch von Dachfenstern von der BAFA gefördert?

Ja. Dachflächenfenster zählen zur Gebäudehülle und werden über die BAFA (BEG-EM) mit 15 % der förderfähigen Kosten gefördert, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) mit 20 %. Voraussetzung ist ein U-Wert von Uw ≤ 1,0, die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten und ein Antrag vor Beauftragung des Handwerkers.

Wie hoch ist die Förderung für Dachflächenfenster (BAFA vs. Steuerbonus §35c)?

Beide Wege bringen bis zu 20 % zurück. Die BAFA zahlt 15 % Basis plus 5 % iSFP-Bonus, gedeckelt auf 30.000 € (mit iSFP 60.000 €) pro Wohneinheit. Der §35c-Steuerbonus bringt ebenfalls 20 %, verteilt über drei Jahre (7 %/7 %/6 %), maximal 40.000 € pro Objekt. Pro Maßnahme ist nur einer der beiden Wege möglich – eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.

Kann ich den Dachfenster-Austausch steuerlich absetzen?

Ja, über den Steuerbonus nach §35c EStG. Sie setzen 20 % der Kosten über drei Jahre von der Steuer ab, maximal 40.000 € pro Objekt. Voraussetzung ist selbstgenutztes Wohneigentum, ein Gebäudealter von über 10 Jahren und ein Dachfenster mit Uw ≤ 1,0 W/(m²K). Ein Energieberater ist hier nicht nötig, nur eine Fachunternehmerbescheinigung – das macht diesen Weg bei wenigen Fenstern meist praktikabler als die BAFA.

Was kostet die Vergrößerung eines Dachfensters beim Austausch?

Eine Vergrößerung ist deutlich teurer als ein reiner Austausch, weil in den Dachstuhl eingegriffen werden muss (Sparren, Statik), Innenausbau und Laibung neu hergestellt werden und das Vorhaben je nach Bundesland genehmigungspflichtig sein kann. Pauschale Preise lassen sich dafür nicht nennen – die genannten 580–1.650 € gelten ausdrücklich nur für den Austausch ohne Vergrößerung.

Welche Dachfenster sind besser: Velux oder Roto?

Beide Hersteller bieten Modelle, die den geförderten U-Wert von Uw ≤ 1,0 W/(m²K) erreichen. Entscheidend für die Förderung ist nicht die Marke, sondern dass der Hersteller den Uw-Wert des gesamten Fensters per Bestätigung nachweist. Achten Sie beim Vergleich auf den Uw-Wert (ganzes Fenster), die Öffnungsart und ob ein Eindeckrahmen für Ihre Dacheindeckung verfügbar ist – nicht allein auf den Markennamen.

Brauche ich nach dem Dachfenster-Tausch ein Lüftungskonzept gegen Schimmel?

In den meisten Fällen ja. Neue, luftdichte Dachfenster verhindern den ungeregelten Luftaustausch der alten Fenster. Ohne aktives Stoßlüften oder ein Lüftungskonzept sammelt sich Feuchtigkeit, kondensiert an kühlen Stellen und es droht Schimmel. Ein Fenster mit integrierter Lüftungsklappe oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung beugt diesem Risiko vor.

Sollte man Dachfenster zusammen mit der Dachdämmung austauschen?

Ja, das ist ideal. Wird das Dach ohnehin gedämmt, lässt sich das Fenster wärmebrückenarm und luftdicht in die neue Dämmebene einbinden, und die Baustelleneinrichtung fällt nur einmal an. Außerdem rechtfertigt ein größeres Sanierungspaket eher den für die BAFA nötigen Energieeffizienz-Experten – so wird der 20-%-Zuschuss auch beim Fenstertausch wirtschaftlich.

Nächster Schritt: Lohnt sich der Dachfenster-Tausch bei Ihnen?

Ob sich bei Ihnen der reine Fenstertausch über den §35c-Steuerbonus rechnet oder ob die BAFA-Förderung im Rahmen einer größeren Dachsanierung der bessere Weg ist, hängt von der Anzahl der Fenster, dem Zustand Ihres Dachs, dem Gebäudealter und Ihren individuellen Fördervoraussetzungen ab – pauschale Empfehlungen ersetzen hier keine gebäudespezifische Analyse. Mit reduco analysieren Sie Ihr Gebäude in wenigen Minuten und sehen datenbasiert, welche Maßnahme an Dach und Fenstern sich wirtschaftlich lohnt – inklusive Fördermittelberechnung und konkreter Kosten-Nutzen-Abwägung. So treffen Sie die Entscheidung mit belastbaren Zahlen statt nach Bauchgefühl.

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