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Wärmepumpe Kreis Herford: Wärmeplan, Thermalkarte & Check

Im Kreis Herford heizen 89 % der Wohngebäude mit Gas, 0 % mit Fernwärme. Wärmeplan und Thermalkarte zeigen: Netz oder Wärmepumpe? Jetzt kostenlos checken.

Aggregierte Gebäudedaten für Kreis Herford9 Gemeinden, rund 66.892 Wohngebäude.

68 %

Gebäude vor 1979

oft mit Sanierungsbedarf

27,2 kW

Ø Heizlast EFH

unsaniert, geschätzt

177

kWh/m²·a Wärmebedarf

Median, unsaniert

81 %

Freistehende EFH

günstig für Aufstellort

Gebäudebestand in Kreis Herford: Baualter entscheidet

Das Baujahr ist der wichtigste Hinweis auf die nötige Vorlauftemperatur und damit die Eignung für eine Wärmepumpe. In Kreis Herford wurden rund 68 % der Wohngebäude vor 1979 – also vor der ersten Wärmeschutzverordnung – errichtet:

vor 191910%1919–194813%1949–195713%1958–19689%1969–197823%1979–19902%1991–200018%2001–201110%2012–20151%ab 20161%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Kreis Herford (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Baujahr und Heizträger sind modellierte Schätzwerte auf Basis der Gebäudedaten.

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Heizlast & Auslegung im Einfamilienhaus

Ein typisches Einfamilienhaus in Kreis Herford hat eine geschätzte Heizlast von rund 27,2 kW (mittlere 50 %: 16,037,7 kW) im unsanierten Zustand. Als grobe Orientierung passt dazu eine Wärmepumpe der Leistungsklasse um 27 kW – die genaue Auslegung hängt vom Sanierungszustand ab.

< 10 kW7%
10–15 kW16%
15–20 kW10%
20–30 kW24%
≥ 30 kW43%

Heizträger in Kreis Herford heute

Die geschätzte Verteilung der Energieträger zeigt, wie groß das Umstellungspotenzial auf eine Wärmepumpe ist:

Gas89%
Öl11%
Fernwärme0%
Holz0%

Energieträger modelliert; der heutige Wärmepumpen-Bestand wird tendenziell unterschätzt.

Netz oder Wärmepumpe? Im Kreis Herford müssen Sie das nicht raten – Sie können beides amtlich nachschlagen. Das ist selten: Der Kreis ist mit 89 % Gasheizungen und exakt 0 % Fernwärme im Wohnbestand extrem gasdominiert, und trotzdem liegen für die Frage "Bekomme ich vielleicht doch ein Wärmenetz – oder ist die Wärmepumpe die Lösung?" hier gleich zwei offizielle Datenquellen zum eigenen Haus vor. Erstens der kommunale Wärmeplan der Stadt Herford, bereits am 01.04.2025 im Haupt- und Finanzausschuss beschlossen – gut drei Jahre vor der gesetzlichen Frist 30.06.2028. Zweitens die Thermalkarte Ihres Dachs aus der kreisweiten Thermografie-Befliegung im Februar 2023.

Wärmeplan Herford: Prüfkulisse, keine Zusage

Zum Herforder Wärmeplan gehört eine veröffentlichte Karte der "potentiellen Wärmenetzausbaugebiete"; das Vollpapier liegt als PDF vor. Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 aus einem Mix von Wärmenetzen, Wärmepumpen und dezentralen Lösungen je Quartier (herford.de). Ein wichtiger Realitätscheck: Diese Karte ist eine Prüfkulisse, keine Anschlusszusage und kein Anschlusszwang. Bei 0 % Fernwärmeanteil im Kreisbestand steht der Netzausbau faktisch bei null – selbst in einem markierten Gebiet ist Fernwärme nicht garantiert. Für die überwiegende Mehrheit der Eigentümer bleibt die Wärmepumpe die einzige realistische Lösung, um das 65-%-Erneuerbare-Gebot des GEG zu erfüllen. Und Vorsicht: Der Wärmeplan deckt nur das Stadtgebiet Herford ab. Für die acht übrigen Kommunen – Bad Oeynhausen, Bünde, Enger, Hiddenhausen, Kirchlengern, Löhne, Spenge und Vlotho – gilt bis auf Weiteres nur die Frist 30.06.2028; ein veröffentlichter Wärmeplan-Stand ließ sich dort bislang nicht bestätigen.

Thermalkarte: der erste Schritt vor der Auslegung

Genau hier liegt der eigentliche technische Wert für den Kreis Herford. Seit dem 12.06.2023 können Eigentümer die Thermalkarte ihres Dachs über das Serviceportal des Kreises beantragen (Kreis Herford, Kataster, Geodaten und Immobilienwerte, thermographie@kreis-herford.de). Warum das zählt: Der Bestand ist alt – modelliert stammen 68 % der Wohngebäude aus der Zeit vor 1979, und die geschätzte Heizlast eines unsanierten Einfamilienhauses liegt bei rund 27,2 kW. 43 % der Wohngebäude liegen (modelliert) sogar über 30 kW. Wer bei diesen Werten die Gastherme 1:1 gegen eine gleich große Wärmepumpe tauscht, riskiert Überdimensionierung, Taktbetrieb und eine schlechte Jahresarbeitszahl. Vor die Geräteauswahl gehört daher die Heizlast-Reduktion – und die Thermalkarte ist ein guter, kostengünstiger Einstieg, um Wärmeverluste über das Dach sichtbar zu machen. Ihre Grenzen sollten Sie kennen: Sie zeigt nur Dachflächen, keine Wände, Fenster oder Keller, sie stammt aus Februar 2023 und ersetzt keine Heizlastberechnung. Ob die Karte kostenlos oder gegen Gebühr abgegeben wird, war auf der Kreisseite nicht ausgewiesen – kurz nachfragen lohnt sich.

Förderung: kommt zu 100 % vom Bund

Eine Warnung vorweg, damit keine falsche Erwartung entsteht: Weder der Kreis Herford noch die Stadtwerke Herford fördern Wärmepumpen finanziell. Die Förderprogramm-Seite der Stadtwerke listet nur Zuschüsse für energieeffiziente Haushaltsgeräte und Regenwasserzisternen – keinen Wärmepumpen-Bonus. Der Tarif "RUNDstrom öko – Wärmepumpe" (28,87 ct/kWh zzgl. 11,04 € Grundpreis im Monat, Stand Juli 2026) ist ein Stromprodukt, keine Förderung; prüfen Sie den Preis vor Abschluss neu, Tarife ändern sich mehrmals jährlich. Die eigentliche Geldförderung läuft daher komplett bundesweit über die Heizungsförderung der KfW (458): 30 % Grundförderung, gedeckelt bei 70 % der förderfähigen Kosten. Wichtig: Die KfW passt die Förderbedingungen zum 21.07.2026 an – die technologiespezifischen Boni (darunter der Klimageschwindigkeitsbonus) fallen weg, dafür wird der Einkommensbonus gestaffelt und ein Familienzuschlag für Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind eingeführt. Die für Ihren Antrag geltenden Sätze bitte unmittelbar vor Antragstellung auf kfw.de gegenprüfen.

Der regionale Mehrwert liegt stattdessen in Beratung und Daten – und die ist im Kreis nach Wohnort aufgeteilt und überwiegend kostenlos (Übersicht Energieberatungen): die kreisweiten Energiesparlotsen (kostenlos, 05221/177590); Bünde, Kirchlengern und Spenge über die EWB (jeden 1. Montag 14–18 Uhr, kostenlos); Hiddenhausen über die Verbraucherzentrale NRW (jeden 2. Donnerstag 14–18 Uhr) und Enger ebenfalls über die Verbraucherzentrale, dort allerdings nur alle zwei Monate; Vlotho über die Stadtwerke Vlotho (jeden 1. Donnerstag 14–18 Uhr, kostenlos, Anmeldung erforderlich). In der Stadt Herford berät die Verbraucherzentrale NRW jeden 3. Donnerstag 14–18 Uhr. Bei der Verbraucherzentrale gilt durchgehend: Die Kurzberatung in der Beratungsstelle ist gratis, der 90-minütige Vor-Ort-Check zu Hause kostet 60 €. Wer zusätzlich die PV-plus-Wärmepumpe-Kombination prüfen will, findet im Solardachkataster und Energieatlas des Kreises ein kostenloses Werkzeug.

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Häufige Fragen

Für die allermeisten Häuser nein. Der Fernwärmeanteil im Wohnbestand liegt bei 0 %, der Netzausbau steht faktisch bei null. Die Karte der potentiellen Wärmenetzausbaugebiete im Herforder Wärmeplan ist eine Prüfkulisse ohne Anschlusszusage. Rechnen Sie im gasdominierten Bestand mit der Wärmepumpe als realistischer GEG-Lösung.

Nein. Der beschlossene Wärmeplan deckt nur das Stadtgebiet Herford ab. Für die acht übrigen Kommunen gilt bis auf Weiteres die gesetzliche Frist 30.06.2028; ein eigener veröffentlichter Plan ließ sich dort bislang nicht bestätigen. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach dem aktuellen Stand.

Sie macht Wärmeverluste über die Dachfläche sichtbar und ist ein günstiger Einstieg in die Frage, wo Sie vor der Wärmepumpe dämmen sollten. Beantragen können Sie sie über das Serviceportal des Kreises (thermographie@kreis-herford.de). Grenze: Sie zeigt nur das Dach, nicht Wände oder Fenster, und ersetzt keine Heizlastberechnung.

Nein. Weder der Kreis noch die Stadtwerke Herford zahlen einen Wärmepumpen-Zuschuss – die Stadtwerke-Programme betreffen nur Haushaltsgeräte und Zisternen. Die Geldförderung kommt zu 100 % vom Bund über die KfW-Heizungsförderung (458) mit bis zu 70 % der förderfähigen Kosten.

Nein, das ist ein Wärmepumpen-Stromtarif (28,87 ct/kWh zzgl. 11,04 € Grundpreis im Monat, Stand Juli 2026), kein Zuschuss. Er ist auf steuerbare Wärmepumpen nach § 14a EnWG zugeschnitten – seit 2024 fallen Wärmepumpen ab 4,2 kW Anschlussleistung darunter, der Netzbetreiber darf die Leistung zeitweise reduzieren und gewährt dafür reduzierte Netzentgelte. Prüfen Sie den aktuellen Preis vor Abschluss – Tarife ändern sich mehrmals im Jahr.

Der Wert von rund 27,2 kW ist ein modellierter Durchschnitt für unsanierte Einfamilienhäuser, und 43 % der Wohngebäude liegen sogar über 30 kW. Ein 1:1-Tausch führt dann oft zu Überdimensionierung und schlechter Effizienz. Bei 68 % Bestand vor 1979 gehört mindestens eine Heizlastberechnung, oft auch Dämmung, vor die Geräteauswahl.

Das hängt vom Wohnort ab: kreisweit die Energiesparlotsen (05221/177590, nach Terminvereinbarung), in Bünde/Kirchlengern/Spenge die EWB, in Vlotho die Stadtwerke Vlotho – diese Angebote sind kostenlos. In Enger, Hiddenhausen und der Stadt Herford berät die Verbraucherzentrale NRW: Die Kurzberatung ist gratis, der 90-minütige Vor-Ort-Check kostet 60 €. Wie viel Förderung, welche Heizlast und welche Betriebskosten für Ihr konkretes Gebäude im Kreis Herford herauskommen, zeigt Ihnen der kostenlose Wärmepumpen-Check in wenigen Minuten – gebäudegenau statt pauschal.

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