Photovoltaik Ortenaukreis: 964 kWh/kWp – Sonne statt Zuschuss
Der Ortenaukreis zahlt keinen PV-Zuschuss – dafür liefert der Oberrheingraben rund 964 kWh/kWp. Rechnen Sie Ihren Dachertrag durch, bevor Sie neu eindecken.
Aggregierte Gebäudedaten für Ortenaukreis – 51 Gemeinden, rund 103.057 Wohngebäude.
964
kWh/kWp Ø-Ertrag
je installiertem Kilowatt-Peak
99 %
Dächer gut geeignet
sehr gut oder gut
2.046 MWp
Dach-PV-Potenzial
≈ 1.956 GWh/Jahr
17,5 kWp
Typisches EFH-Dach
≈ 16.700 kWh/Jahr
Solarertrag über das Jahr in Ortenaukreis
Bei einer mittleren Globalstrahlung von 1.156 kWh/m² erreicht eine Anlage auf einem Wohngebäude in Ortenaukreis im Median rund 964 kWh je installiertem Kilowatt-Peak pro Jahr. Die Erträge verteilen sich stark auf das Sommerhalbjahr:
Sie interessieren sich für eine Solaranlage?
Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region und sparen Sie bis zu 37 % durch unseren Angebotsvergleich.
- 100 % kostenlos & unverbindlich
- Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
- Durch Vergleich bis zu 37 % sparen
Typische PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus in Ortenaukreis
| Nutzbare Dachfläche (Median) | 87 m² |
| Passende Anlagengröße | 17,5 kWp |
| Erwarteter Jahresertrag | 16.700 kWh |
| Dächer mit ≥ 10 kWp Potenzial | 85 % |
Wie viel davon sich für Ihr konkretes Dach lohnt – inklusive Eigenverbrauch, Speicher, Amortisation und Einspeisevergütung – berechnet der kostenlose PV-Rechner weiter unten für Ihre Adresse.
Dachlandschaft in Ortenaukreis
Die Dachformen bestimmen, wie einfach sich Module montieren lassen und welche Ausrichtung möglich ist. In Ortenaukreis verteilen sich die Wohngebäude wie folgt (mittlere Dachneigung geneigter Dächer: 35°):
Ihre beste "Förderung" im Ortenaukreis ist keine Behörde, sondern die Sonne. Der Landkreis legt – anders als viele Hausbesitzer vermuten – kein eigenes PV-, Speicher- oder Balkonkraftwerk-Förderprogramm auf; die Stabsstelle Klimaschutz betreibt Klimaschutzkonzept, Leitstern Energieeffizienz und Klimaschutzpakt, aber keinen einzigen Euro Direktzuschuss. Wer auf ein "Landkreis-Förderprogramm Photovoltaik Ortenaukreis" wartet, wartet vergeblich. Das ist hier aber kein Nachteil – denn die Ertragsrechnung trägt die Anlage im Oberrheingraben ohnehin allein.
Warum sich das Rechnen hier besonders lohnt
Die Ortenau liegt im sonnenreichsten Landstrich Deutschlands. Mit rund 964 kWh/kWp spezifischem Ertrag liegen Dächer im Kreis deutlich über dem Bundesschnitt (etwa 900 kWh/kWp) – jedes installierte Kilowatt-Peak liefert hier spürbar mehr Strom als in der Republik im Mittel. Dazu kommt die Dachlandschaft: 85 % der Wohngebäude-Dächer im Kreis haben ein Potenzial von mindestens 10 kWp, und ein typisches Einfamilienhaus bringt modelliert rund 87 m² nutzbare Dachfläche mit. Mit rund 76 % Einfamilienhäusern (Anteil der Wohngebäude nach Anzahl) und einem klaren Übergewicht an Satteldächern (74 %) ist der Ortenaukreis nahezu ideales PV-Terrain – die Eignung wird für 99 % der Dachflächen als gut oder sehr gut eingestuft.
Praktisch heißt das: Statt einer knapp bemessenen Anlage lohnt sich hier die groß dimensionierte Auslegung mit Speicher und Wallbox. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus im Kreis trägt auf diesen rund 87 m² modelliert etwa 17,5 kWp und erzeugt damit geschätzt rund 16.700 kWh Solarstrom pro Jahr – genug, um einen erheblichen Teil des Haushalts, eine Wärmepumpe und ein E-Auto zu speisen. Weil eingespeister Strom mit rund 7–8 ct/kWh nur schwach vergütet wird, der Netzbezug aber bei etwa 35 ct/kWh liegt, entscheidet der Eigenverbrauch über die Wirtschaftlichkeit – und genau den heben Speicher und Wallbox. Das ist ein allgemeiner Marktzusammenhang, aber im ertragsstarken Oberrheingraben schlägt er besonders deutlich zugunsten der großen Anlage aus.
Die echten Förderhebel: Bund, Land, Steuer
Weil der Kreis nicht zahlt, kommen alle relevanten Hebel von Bund und Land. Bundesweit gilt seit 2023 der 0-%-Umsatzsteuersatz auf Wohn-PV samt Speicher, dazu die EEG-Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom. Für die Finanzierung ist der KfW-Kredit 270 "Erneuerbare Energien – Standard" der Standardweg: ein zinsgünstiges Darlehen über bis zu 100 % der Kosten für Dach-PV und Batteriespeicher. Wichtig: Das ist ein Kredit, kein Zuschuss – und Balkonkraftwerke sind ausdrücklich nicht förderfähig.
Kostenlose, anbieterneutrale Orientierung gibt es dagegen sehr wohl vor Ort: Die Ortenauer Energieagentur in Offenburg (0781 924619-0) berät Bürgerinnen und Bürger im gesamten Kreis zu PV auf Dach oder Balkon, Speicher und Fördermitteln – ebenfalls ohne Geldzuschuss, aber als neutraler Einstieg vor dem Angebotsvergleich.
Die Pflicht kommt mit dem Dachdecker
Der wichtigste – und am häufigsten übersehene – Punkt in Baden-Württemberg: Die Solarpflicht nach KlimaG BW und PV-Pflicht-Verordnung greift nicht nur beim Neubau (Wohngebäude seit 01.05.2022), sondern seit 01.01.2023 bei jeder grundlegenden Dachsanierung im Bestand. Wer sein Dach neu eindeckt, muss mindestens 60 % der geeigneten Dachfläche mit PV belegen. Für den Ortenaukreis mit seinem älteren Baubestand (rund 59 % der Wohngebäude vor 1979) ist das brisant: Viele anstehende Dachsanierungen lösen die Pflicht aus, ohne dass die Eigentümer es wissen. Die Botschaft lautet deshalb: Rechnen Sie Ihren Ertrag durch, bevor der Dachdecker kommt – dann wird aus einer Pflicht eine geplante, rentable Investition statt einer teuren Nachrüstung.
reduco betreibt keine Filiale im Ortenaukreis. Wir liefern die datenbasierte Analyse Ihres konkreten Dachs und vermitteln an ein Netzwerk geprüfter Fachbetriebe und Energieberater, die den Kreis bedienen – neutral und ohne Vorfestlegung auf einen Anbieter.
Kostenloser Gebäudecheck
Lohnt sich Solar auf Ihrem Dach?
Berechnen Sie kostenlos Anlagengröße, Ertrag, Autarkie und Amortisation – auf Basis von PVGIS-Daten für Ihr Dach, ohne Anmeldung.
Photovoltaik-Rechner startenAngebot für Ihre Solaranlage erhalten
Erhalten Sie kostenlos und unverbindlich Angebote für Ihre PV-Anlage von geprüften Fachbetrieben.
- 100 % kostenlos & unverbindlich
- Bis zu 5 Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region
- Durch Vergleich bis zu 37 % sparen
Häufige Fragen
Nein. Der Ortenaukreis legt kein eigenes PV-, Speicher- oder Balkonkraftwerk-Förderprogramm auf. Die relevanten Hebel sind bundesweit: KfW-Kredit 270, 0 % Umsatzsteuer auf Wohn-PV und die EEG-Einspeisevergütung. Beratung gibt es kostenlos über die Ortenauer Energieagentur.
Ja, und zwar überdurchschnittlich. Mit rund 964 kWh/kWp liegt der Ertrag klar über dem Bundesschnitt von etwa 900, und 99 % der Dachflächen gelten als gut oder sehr gut geeignet. Die fehlende Kreisförderung wird durch den hohen Ertrag mehr als ausgeglichen.
In Baden-Württemberg ja: Seit 01.01.2023 löst jede grundlegende Dachsanierung die Solarpflicht aus – mindestens 60 % der geeigneten Dachfläche müssen belegt werden. Ausnahmen gibt es unter anderem bei technischer oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit und bei Denkmalschutz. Planen Sie die Anlage deshalb zusammen mit dem Dach.
Größer, als viele denken. 85 % der Wohngebäude-Dächer im Kreis tragen mindestens 10 kWp, ein typisches Einfamilienhaus modelliert rund 17,5 kWp auf etwa 87 m² nutzbarer Dachfläche mit geschätzt 16.700 kWh Jahresertrag. Weil Eigenverbrauch deutlich mehr wert ist als Einspeisung, lohnt sich die Kombination aus großer Anlage, Speicher und Wallbox besonders im ertragsstarken Oberrhein.
Über den KfW-Kredit 270 nicht – Steckersolargeräte sind dort ausdrücklich ausgenommen. Einzelne Ortenau-Gemeinden hatten zeitweise eigene Balkonkraftwerk-Zuschüsse, diese sind aber volatil und oft ausgeschöpft. Prüfen Sie den aktuellen Stand immer direkt bei Ihrer Stadt oder Gemeinde und verlassen Sie sich nicht auf veraltete Listen.
Die Ortenau wird nicht flächendeckend von einem einzigen Netzbetreiber versorgt. In weiten Teilen ist die E-Werk Netze GmbH & Co. KG (Unternehmensgruppe E-Werk Mittelbaden) zuständig, in anderen Gemeinden andere Netzbetreiber. Klären Sie vor der Anmeldung den örtlich zuständigen Netzbetreiber und tragen Sie die Anlage fristgerecht im Marktstammdatenregister ein.
Am schnellsten über den kostenlosen PV-Rechner: Er berechnet für Ihr genaues Gebäude – Dachfläche, Ausrichtung, Neigung – den zu erwartenden Ertrag, die passende Anlagengröße mit Speicher und die Wirtschaftlichkeit. So sehen Sie Ihren Ortenau-Ertrag, bevor Sie über Sanierung oder Neuanschaffung entscheiden.
