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Energieberatung Alb-Donau-Kreis: iSFP-Fahrplan statt Vollsanierung

Im Alb-Donau-Kreis liegen nur 56 % der Wohngebäude in Klasse F–H – oft reichen gezielte Einzelmaßnahmen. So holen Sie neutrale Beratung, iSFP und Förderung.

Aggregierte Gebäudedaten für Alb-Donau-Kreis55 Gemeinden, rund 57.270 Wohngebäude.

56 %

Klasse F–H

hoher Sanierungsbedarf, geschätzt

40 %

Gebäude vor 1979

unsaniert oft Klasse E–H

173

kWh/m²·a Endenergie

Median, unsaniert

234 m²

Ø Wohnfläche EFH

Bezug für Kostenschätzung

Geschätzte Energieeffizienzklassen in Alb-Donau-Kreis

Im unsanierten Modellzustand liegen rund 56 % der Wohngebäude in Alb-Donau-Kreis in einer der schlechten Effizienzklassen F, G oder H – dort ist der Sanierungshebel am größten:

Klasse A+0%Klasse A0%Klasse B0%Klasse C0%Klasse D14%Klasse E29%Klasse F18%Klasse G14%Klasse H25%
Geschätzte Energieeffizienzklassen der Wohngebäude in Alb-Donau-Kreis (unsaniert modelliert, GEG-Bänder) · Basis: energetische Gebäudemodellierung.

Effizienzklassen unsaniert modelliert (GEG-Bänder); real sanierte Gebäude liegen besser.

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Wo eine Sanierung in Alb-Donau-Kreis ansetzt

Ø Wand-U-Wert (unsaniert)0,53 W/m²·K
Zielwert nach Sanierung≈ 0,20 W/m²·K
Heizwärmebedarf (Median)125 kWh/m²·a
Typische Wohnfläche EFH234 m²

Ein hoher Wand-U-Wert zeigt großes Einsparpotenzial durch eine Fassaden- oder Dachdämmung. Was sich für Ihr konkretes Gebäude lohnt – Reihenfolge, Kosten, Förderung und Amortisation – berechnet der kostenlose Sanierungs-Check weiter unten für Ihre Adresse.

vor 19198%1919–19482%1949–19575%1958–19689%1969–197815%1979–199010%1991–200032%2001–20115%2012–20151%ab 201612%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Alb-Donau-Kreis (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Der Gebäudebestand im Alb-Donau-Kreis ist besser, als viele Eigentümer vermuten – und genau das verändert die richtige Beratungsstrategie. Nur rund 40 % der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1979, die größte Baualtersgruppe wurde in den 1990er-Jahren errichtet (rund 32 %), und der modellierte U-Wert der Außenwände liegt im Kreis bei etwa 0,53 W/m²K. In der modellierten Effizienzklassen-Verteilung fallen 56 % der Wohngebäude in die Klassen F bis H – deutlich weniger als in vielen Landkreisen mit älterem Bestand. Für Sie heißt das: In den meisten Häusern lohnt sich nicht die teure Komplettsanierung, sondern eine gezielte Reihenfolge einzelner Maßnahmen. Der Schlüssel dafür ist ein guter Fahrplan – kein Baukran.

Warum der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) hier der beste erste Schritt ist

Ein iSFP ordnet die sinnvollen Einzelmaßnahmen an Ihrem konkreten Haus – Dach, Fenster, Fassade, Heizung – in eine wirtschaftlich und technisch schlüssige Abfolge. Das ist besonders passend bei den rund 57.270 Wohngebäuden im Kreis, von denen etwa 89 % Ein- und Zweifamilienhäuser sind (nach Anzahl der Wohngebäude): Bei einem freistehenden Einfamilienhaus mit im Schnitt gut 234 m² modellierter Wohnfläche entscheidet die Reihenfolge über Tausende Euro.

Der iSFP zahlt sich doppelt aus. Bundesweit hebt die Umsetzung einer Maßnahme aus einem iSFP den Zuschuss der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) um einen iSFP-Bonus von 5 % über den Basissatz hinaus und erhöht zugleich den förderfähigen Höchstbetrag. Die iSFP-Energieberatung durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten kostet über das Programm Zukunft Altbau grob 1.600 €, wovon das Bundesprogramm bis zu etwa 650 € übernimmt. Für einen guten, aber nicht sanierten Bestand wie im Alb-Donau-Kreis ist das die effizienteste Eintrittskarte in die Förderung.

Die neutrale Erstberatung ist im Kreis kostenlos

Der Alb-Donau-Kreis betreibt selbst kein eigenes Sanierungs- oder Zuschussprogramm – einen „Kreis-Zuschuss" gibt es nicht. Sein Beitrag ist anders gelagert und für Sie bares Geld wert: Der Landkreis ist Mitträger der Regionalen Energieagentur Ulm (neben der Stadt Ulm und dem Landkreis Neu-Ulm). Deren Erstberatung zu Sanierung, Heizungstausch und Erneuerbaren ist unabhängig, neutral und kostenlos. Terminvereinbarung läuft über das Sekretariat (Tel. 0731/7903308-0, Sitz Hafenbad 25, 89073 Ulm). Wichtig: Es gibt keine Beratungsstelle pro Gemeinde und die Vor-Ort-Kapazität ist begrenzt – buchen Sie früh.

Ergänzend erreichen Sie kostenlos die landesweite Hotline von Zukunft Altbau (KEA-BW, gefördert vom Umweltministerium BW) unter 08000 12 33 33 sowie die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale (Hotline 0800 809 802 400), deren Telefon- und Online-Beratung bundesfinanziert und damit kostenlos ist. Diese Erstberatungen ersetzen aber nicht den iSFP durch einen zertifizierten Experten – erst der schaltet den +5-%-Bonus frei.

Vor der Heizung: erst den Wärmeplan der Gemeinde prüfen

Baden-Württemberg war das erste Bundesland mit gesetzlicher Pflicht zur kommunalen Wärmeplanung. Große Kreisstädte mussten ihren Wärmeplan bis Ende 2023 vorlegen – im Kreis betrifft das die Große Kreisstadt Ehingen (Donau); die übrigen der 55 Gemeinden folgen im Konvoi-Verfahren. Bevor Sie sich auf eine Wärmepumpe oder eine andere Heizung festlegen, prüfen Sie, ob für Ihre Straße ein Wärmenetz geplant ist. Das erspart Fehlinvestitionen. Die gute Nachricht für die Wärmepumpe: Der vergleichsweise junge Bestand ist oft direkt WP-tauglich – die modellierte Heizlast eines typischen Einfamilienhauses liegt im Kreis bei rund 19 kW.

Förderung und Finanzierung: der Bundes-Rahmen plus BW-Aufsätze

Die eigentliche Förderung läuft über den Bund: BEG-EM-Zuschuss für Einzelmaßnahmen (Basissatz in der Regel 15 %, generell bis zu 70 % beim Heizungstausch), immer vor Vorhabenbeginn beantragen – nachträgliche Anträge sind ausgeschlossen. Als baden-württembergischer Aufsatz gibt es die zinsverbilligte L-Bank-Zusatzfinanzierung „Energieeffizientes Sanieren" (1,0 % Zins). Achtung, ein häufiger Irrtum: Das ist kein eigenständiger Sanierungskredit. Er ist nur zusätzlich zu einer L-Bank-Eigentumsfinanzierung BW (Z15, für Kauf/Neubau) aus den letzten zehn Jahren nutzbar, setzt einen Energieeffizienz-Experten voraus und hat aktuell rund ein Jahr Bearbeitungszeit. Wer sein Haus konventionell finanziert hat, fällt hier heraus.

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Häufige Fragen

Nein. Auf der offiziellen Landkreis-Website ist kein eigenes, vom Kreis administriertes Sanierungs- oder Solarprogramm ausgewiesen. Der Beitrag des Kreises ist die kostenlose neutrale Erstberatung über die mitgetragene Regionale Energieagentur Ulm, die er neben der Stadt Ulm und dem Landkreis Neu-Ulm trägt. Geld für Maßnahmen kommt über BAFA/KfW (BEG) und die L-Bank.

Im Alb-Donau-Kreis liegen nur 56 % der Wohngebäude modelliert in Klasse F–H, der Bestand ist vergleichsweise gut. In vielen Häusern bringen gezielte Einzelmaßnahmen mehr Rendite je Euro als eine teure Komplettsanierung. Ein iSFP zeigt Ihnen die wirtschaftliche Reihenfolge für Ihr konkretes Gebäude.

Bei der Regionalen Energieagentur Ulm (Tel. 0731/7903308-0, Hafenbad 25, 89073 Ulm), die der Kreis mitträgt. Kostenlos sind außerdem die Landes-Hotline Zukunft Altbau (08000 12 33 33) und die Verbraucherzentrale (0800 809 802 400). Alle drei beraten unabhängig und produktneutral.

Ja, wenn Sie den vollen Förderhebel wollen. Die kostenlose Erstberatung ordnet Ihre Optionen, ersetzt aber nicht den iSFP eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten. Erst der iSFP bringt den +5-%-BEG-Bonus und einen höheren förderfähigen Höchstbetrag – und wird über Zukunft Altbau selbst bezuschusst.

Nur unter einer engen Bedingung: Die Zusatzfinanzierung zu 1,0 % gibt es ausschließlich ergänzend zu einer L-Bank-Eigentumsfinanzierung BW (Z15) aus den letzten zehn Jahren. Ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht, und die Bearbeitung dauert derzeit rund ein Jahr. Für die meisten Bestandseigentümer mit konventioneller Finanzierung ist sie deshalb nicht zugänglich.

Ja: Prüfen Sie zuerst den kommunalen Wärmeplan Ihrer Gemeinde. In Ehingen (Donau) besteht die Pflicht seit Ende 2023, die übrigen Gemeinden folgen im Konvoi. Ist ein Wärmenetz geplant, kann das Ihre Heizungsentscheidung verändern. Und: BEG-Zuschuss immer vor Auftragsvergabe beantragen.

Häufig ja. Mit rund 40 % Gebäuden vor 1979 ist der Bestand im Kreis vergleichsweise jung, viele Häuser sind ohne große Vorarbeiten wärmepumpentauglich. Die modellierte Heizlast eines typischen Einfamilienhauses liegt bei etwa 19 kW – die genaue Auslegung sollte aber immer individuell erfolgen. Am schnellsten sehen Sie die richtige Reihenfolge für Ihr eigenes Haus im kostenlosen Sanierungs-Check: Er berechnet auf Basis Ihrer Gebäudedaten Einsparpotenzial, sinnvolle Einzelmaßnahmen und Förderung – und verbindet Sie bei Bedarf mit einem geprüften Energieberater aus dem Netzwerk, der den Alb-Donau-Kreis bedient.

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