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Energieberatung Landkreis Groß-Gerau: Vor 1978 gebaut?

Der Kreis Groß-Gerau bietet nur 4 kostenlose Beratungstermine im Monat – bei 66.894 Wohngebäuden, von denen modelliert 81 % in Klasse F–H stehen. Jetzt prüfen.

Aggregierte Gebäudedaten für Landkreis Groß-Gerau14 Gemeinden, rund 66.894 Wohngebäude.

81 %

Klasse F–H

hoher Sanierungsbedarf, geschätzt

67 %

Gebäude vor 1979

unsaniert oft Klasse E–H

221

kWh/m²·a Endenergie

Median, unsaniert

167 m²

Ø Wohnfläche EFH

Bezug für Kostenschätzung

Geschätzte Energieeffizienzklassen in Landkreis Groß-Gerau

Im unsanierten Modellzustand liegen rund 81 % der Wohngebäude in Landkreis Groß-Gerau in einer der schlechten Effizienzklassen F, G oder H – dort ist der Sanierungshebel am größten:

Klasse A+0%Klasse A0%Klasse B0%Klasse C0%Klasse D7%Klasse E12%Klasse F19%Klasse G25%Klasse H37%
Geschätzte Energieeffizienzklassen der Wohngebäude in Landkreis Groß-Gerau (unsaniert modelliert, GEG-Bänder) · Basis: energetische Gebäudemodellierung.

Effizienzklassen unsaniert modelliert (GEG-Bänder); real sanierte Gebäude liegen besser.

Was würde eine Sanierung bei Ihnen bringen?

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Wo eine Sanierung in Landkreis Groß-Gerau ansetzt

Ø Wand-U-Wert (unsaniert)0,97 W/m²·K
Zielwert nach Sanierung≈ 0,20 W/m²·K
Heizwärmebedarf (Median)164 kWh/m²·a
Typische Wohnfläche EFH167 m²

Ein hoher Wand-U-Wert zeigt großes Einsparpotenzial durch eine Fassaden- oder Dachdämmung. Was sich für Ihr konkretes Gebäude lohnt – Reihenfolge, Kosten, Förderung und Amortisation – berechnet der kostenlose Sanierungs-Check weiter unten für Ihre Adresse.

vor 19196%1919–19483%1949–195710%1958–196821%1969–197827%1979–199013%1991–200011%2001–20118%2012–20151%ab 20161%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Landkreis Groß-Gerau (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Selten hat ein Landkreis so klar gesagt, wer gemeint ist. Mit der Kampagne „Sanierung im Fokus" richtet sich der Kreis Groß-Gerau ausdrücklich an „Bürger*innen im Kreis Groß-Gerau, in deren Eigentum sich ein Ein- oder Zweifamilienhaus befindet, welches vor dem Jahr 1978 erbaut wurde". Das ist keine willkürliche Grenze, sondern trifft genau den Kern des Bestands: Die Gebäudeanalyse für den Kreis zeigt, dass 67 % der Wohngebäude vor 1979 errichtet wurden und modelliert 81 % in den schlechten Effizienzklassen F bis H liegen – bei einem modellierten Endenergiebedarf von 221 kWh/m² im Jahr und einem mittleren Wand-U-Wert von 0,97 W/m²K, der praktisch ungedämmtes Mauerwerk beschreibt. Wenn Ihr Haus in diese Beschreibung fällt, hat der Kreis Sie bereits als Zielgruppe adressiert. Die Frage ist nur, ob Sie auf einen der wenigen kostenlosen Beratungsplätze warten – oder direkt starten.

Vier Termine im Monat – die Kapazitätslücke ist Ihr eigentliches Problem

Seit dem 12. Mai 2026 bieten Kreis Groß-Gerau und Verbraucherzentrale Hessen eine kostenfreie, anbieterunabhängige Energieberatung im Landratsamt an – jeweils am zweiten Dienstag im Monat, in der Kreisverwaltung an der Wilhelm-Seipp-Straße 4 in 64521 Groß-Gerau, Raum 601 A. Das Angebot ist gut, aber winzig: Pro Beratungstag gibt es nur vier Termine à 45 Minuten zwischen 14 und 17 Uhr, Anmeldung über klima@kreisgg.de oder die kostenfreie Hotline 0800 – 809 802 400. Das sind rund 48 kostenlose Beratungen im Jahr – für 66.894 Wohngebäude im Kreis. Diese Rechnung geht rechnerisch nicht auf, und deshalb sollten Sie den Termin als das nehmen, was er ist: eine hervorragende, aber knappe erste Orientierung, nicht als jederzeit verfügbaren Ersatz für eine vollwertige Vor-Ort-Beratung. Sind die Slots belegt, berät die Verbraucherzentrale Hessen landesweit über dieselbe Hotline weiter; eine Vor-Ort-Beratung kostet laut LandesEnergieAgentur Hessen maximal 40 Euro Eigenanteil.

Der iSFP-Pfad ist bei diesem Gebäudebestand der größte Hebel

Wer nicht warten will, geht den Weg, der ohnehin die stärkere Förderwirkung hat: die BAFA-Energieberatung für Wohngebäude mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP). Der Bund übernimmt 50 % des förderfähigen Beraterhonorars – maximal 650 Euro beim Ein- und Zweifamilienhaus, maximal 850 Euro beim Mehrfamilienhaus ab drei Wohneinheiten, dazu einmalig bis 250 Euro für die Erläuterung in einer Eigentümerversammlung. Entscheidend ist: Ein in dieser Beratung erstellter iSFP ist die Voraussetzung dafür, dass der iSFP-Bonus überhaupt in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) berücksichtigt wird. Gerade bei einem Bestand, der modelliert zu 98 % mit Gas heizt und im freistehenden Einfamilienhaus eine mittlere Heizlast von 17,3 kW aufweist, entscheidet die richtige Reihenfolge über Tausende Euro: erst Hülle und Dämmung, dann die Wärmeerzeugung. Die konkreten BEG-Fördersätze und Boni nennen wir hier bewusst nicht als feste Zahlen – am 8. Juli 2026 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages laut LEA Hessen bedeutende Änderungen an der BEG beschlossen, maßgeblich ist immer der bei Antragstellung gültige Stand. Für den Überblick über alle Zuschüsse und Kredite betreibt die LEA Hessen eine kostenfreie Beratung unter 0800 – 809 802 400 und die Online-Datenbank lea.foerdermittelauskunft.de.

Wichtig zur Einordnung: Der Kreis Groß-Gerau selbst zahlt keinen eigenen Euro-Zuschuss für Sanierung, Heizung oder Photovoltaik. Er liefert Beratung, Veranstaltungen und die Weiterleitung auf KfW, BAFA und LEA – erwarten Sie also keine „Kreisförderung" auf Ihrem Konto. Wer mit Photovoltaik plant, findet beim Kreis zusätzlich eine kostenfreie PV-Beratung jeden Dienstag vormittags und nachmittags (Anmeldung per klima@kreisgg.de).

„Auf die Wärmeplanung warten?" – im Kreis Groß-Gerau eine Ortsfrage

Bei kaum einem anderen Thema hängt die richtige Antwort so stark vom Wohnort ab. Die kommunale Wärmeplanung ist im Kreis extrem ungleich weit: Nach dem Stand Mai 2026 ist sie in Mörfelden-Walldorf bereits fertiggestellt und in den Gremien beschlossen, während sie in Stockstadt am Rhein erst 2027 startet und in Groß-Gerau selbst ab August 2026 überhaupt erst eine halbe Stelle im Umweltamt besetzt werden soll. Raunheim steckt laut Kreis noch in der Bestandsanalyse (Fertigstellung bis März 2027), plant dann aber Wärmenetze in allen Stadtteilen. Praktisch heißt das: Wer in Mörfelden-Walldorf wohnt, kann den beschlossenen Plan heute in seine Heizungsentscheidung einbeziehen; wer in Stockstadt oder Groß-Gerau wohnt und auf Klarheit wartet, verschenkt womöglich zwei Jahre – in denen ein alter Gaskessel weiterläuft. Ein individueller Sanierungsfahrplan löst diese Blockade auf, weil er die für Ihr Haus wirtschaftliche Lösung unabhängig vom kommunalen Zeitplan bestimmt.

So verschaffen Sie sich Klarheit für Ihre Adresse

reduco betreibt im Kreis Groß-Gerau keine Filiale und schickt keinen eigenen Berater vorbei. Wir liefern die datenbasierte Gebäudeanalyse für Ihre konkrete Adresse und vermitteln an ein Netzwerk geprüfter Energieberater und Fachbetriebe, die den Kreis bedienen. Das ist gerade hier wertvoll: Der Kreis benennt in „Sanierung im Fokus" 46.852 Ein- und Zweifamilienhäuser (Stichtag 31.12.2019) als Kernzielgruppe, doch keine Statistik sagt Ihnen, wie wärmepumpentauglich Ihr Haus wirklich ist. Genau das zeigt der kostenlose Sanierungs-Check für Ihr Gebäude – Effizienzklasse, sinnvolle Maßnahmenreihenfolge und die tatsächlich greifende Förderung –, bevor Sie einen der raren Beratungstermine buchen oder den ersten Handwerker rufen.

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Häufige Fragen

Nein. Der Kreis Groß-Gerau zahlt nach den öffentlich einsehbaren Quellen keinen eigenen Euro-Zuschuss für Sanierung, Wärmepumpe oder Photovoltaik. Er stellt kostenfreie Beratung und Veranstaltungen bereit und verweist für das Geld ausdrücklich auf KfW, BAFA und die LEA Hessen. Ihre Zuschüsse kommen also von Bund und Land, nicht vom Kreis.

Die kostenfreie Beratung von Kreis und Verbraucherzentrale Hessen findet am zweiten Dienstag im Monat in der Kreisverwaltung (Wilhelm-Seipp-Straße 4, 64521 Groß-Gerau) statt, mit nur vier Terminen à 45 Minuten zwischen 14 und 17 Uhr. Anmeldung über klima@kreisgg.de oder 0800 – 809 802 400. Weil die Plätze knapp sind, lohnt es sich, parallel eine geförderte BAFA-Vor-Ort-Beratung einzuplanen.

Weil der Bestand es statistisch nahelegt: 67 % der Wohngebäude im Kreis stammen aus der Zeit vor 1979, modelliert liegen 81 % in den Effizienzklassen F bis H, der modellierte Endenergiebedarf beträgt 221 kWh/m² im Jahr und der mittlere Wand-U-Wert 0,97 W/m²K. Der Kreis hat genau diese Häuser mit der Grenze „vor 1978" als Zielgruppe seiner Kampagne definiert. Ob Ihr konkretes Haus dazugehört, klärt der Sanierungs-Check.

Das hängt vom Wohnort ab. In Mörfelden-Walldorf ist der Plan (Stand Mai 2026) fertig und beschlossen, in Groß-Gerau und Stockstadt am Rhein beginnt die Planung erst ab 2026 beziehungsweise 2027. Wer auf Fernwärme in seinem Stadtteil hofft, sollte den lokalen Stand prüfen; für die meisten Ein- und Zweifamilienhäuser ist die eigene, gut geplante Lösung ohnehin der schnellere und sicherere Weg.

Der iSFP aus der geförderten BAFA-Energieberatung legt fest, in welcher Reihenfolge Dämmung, Fenster und Heiztechnik für Ihr Haus sinnvoll sind – und ist Voraussetzung dafür, dass der iSFP-Bonus in der BEG-Förderung berücksichtigt wird. Bei einem zu 98 % gasbeheizten Bestand mit hohem Wärmebedarf ist diese Reihenfolge oft der Unterschied zwischen einer überdimensionierten und einer wirtschaftlichen Wärmepumpe.

Die anbieterunabhängige Erstberatung von Kreis und Verbraucherzentrale ist kostenfrei, die Vor-Ort-Beratung der Verbraucherzentrale Hessen kostet laut LEA Hessen maximal 40 Euro Eigenanteil. Die vertiefte BAFA-Beratung mit iSFP wird zu 50 % des Honorars bezuschusst, beim Ein- und Zweifamilienhaus höchstens mit 650 Euro. Achtung: Gedeckelt ist der Zuschuss, nicht Ihr Eigenanteil – liegt das Honorar über 1.300 Euro, zahlen Sie den Rest selbst. Der spätere iSFP-Bonus in der BEG holt diesen Einsatz meist mehr als zurück.

Starten Sie mit dem kostenlosen Sanierungs-Check für Ihre genaue Adresse. Er zeigt, in welcher Effizienzklasse Ihr Gebäude steht, wie wärmepumpentauglich es ist und welche Förderung von Bund und Land tatsächlich greift – damit Sie vorbereitet in den knappen Beratungstermin oder das Gespräch mit dem Fachbetrieb gehen.

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