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Energieberatung Ennepe-Ruhr-Kreis: erst dämmen, dann heizen

Im Ennepe-Ruhr-Kreis heizen 91 % der Wohngebäude mit Gas, 81 % fallen in Klasse F–H. Warum Sie mit einem geförderten iSFP statt der Wärmepumpe starten.

Aggregierte Gebäudedaten für Ennepe-Ruhr-Kreis9 Gemeinden, rund 70.813 Wohngebäude.

81 %

Klasse F–H

hoher Sanierungsbedarf, geschätzt

75 %

Gebäude vor 1979

unsaniert oft Klasse E–H

230

kWh/m²·a Endenergie

Median, unsaniert

204 m²

Ø Wohnfläche EFH

Bezug für Kostenschätzung

Geschätzte Energieeffizienzklassen in Ennepe-Ruhr-Kreis

Im unsanierten Modellzustand liegen rund 81 % der Wohngebäude in Ennepe-Ruhr-Kreis in einer der schlechten Effizienzklassen F, G oder H – dort ist der Sanierungshebel am größten:

Klasse A+0%Klasse A0%Klasse B0%Klasse C1%Klasse D9%Klasse E9%Klasse F15%Klasse G25%Klasse H41%
Geschätzte Energieeffizienzklassen der Wohngebäude in Ennepe-Ruhr-Kreis (unsaniert modelliert, GEG-Bänder) · Basis: energetische Gebäudemodellierung.

Effizienzklassen unsaniert modelliert (GEG-Bänder); real sanierte Gebäude liegen besser.

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Wo eine Sanierung in Ennepe-Ruhr-Kreis ansetzt

Ø Wand-U-Wert (unsaniert)1,13 W/m²·K
Zielwert nach Sanierung≈ 0,20 W/m²·K
Heizwärmebedarf (Median)172 kWh/m²·a
Typische Wohnfläche EFH204 m²

Ein hoher Wand-U-Wert zeigt großes Einsparpotenzial durch eine Fassaden- oder Dachdämmung. Was sich für Ihr konkretes Gebäude lohnt – Reihenfolge, Kosten, Förderung und Amortisation – berechnet der kostenlose Sanierungs-Check weiter unten für Ihre Adresse.

vor 191918%1919–19487%1949–195715%1958–196813%1969–197822%1979–19906%1991–200010%2001–20117%2012–20151%ab 20161%
Baualtersstruktur der Wohngebäude in Ennepe-Ruhr-Kreis (Anteil je Baujahrsklasse) · Basis: amtliche 3D-Gebäudedaten, Baujahr modelliert.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis lohnt es sich, die Reihenfolge umzudrehen. Wer hier über einen Heizungstausch nachdenkt, denkt meist zuerst an die Wärmepumpe – und stößt schnell an zwei sehr konkrete Grenzen. Erstens sind nur 44 % der Einfamilienhäuser freistehend; der Rest sind Reihen- und Doppelhäuser, bei denen Aufstellort und Schallschutz zum Nachbarn zum echten Knackpunkt werden. Zweitens liegt die geschätzte Heizlast im unsanierten Einfamilienhaus modelliert bei rund 25 kW – eine Wärmepumpe dieser Größe wäre teuer, laut und für einen ungedämmten Altbau schlicht überdimensioniert. Die kluge erste Investition ist deshalb nicht der schnelle Erzeugertausch, sondern die Gebäudehülle. Wer zuerst dämmt, senkt die Heizlast so weit, dass später eine kleinere, leisere und günstigere Wärmepumpe reicht.

Warum die Hülle im Ennepe-Ruhr-Kreis der größte Hebel ist

Der Gebäudebestand im Kreis ist ausgesprochen sanierungsbedürftig: 81 % der Wohngebäude fallen in die schwachen Effizienzklassen F bis H (modelliert), 41 % sogar in Klasse H. Rund 75 % der Häuser stammen aus der Zeit vor 1979, also weitgehend vor der ersten Wärmeschutzverordnung. Das schlägt sich in der Bausubstanz nieder: Der modellierte U-Wert der Außenwände liegt im Mittel bei 1,13 W/m²K – ein Vielfaches heutiger Neubauwerte. Der geschätzte Endenergiebedarf im typischen Einfamilienhaus liegt modelliert bei etwa 250 kWh/m² im Jahr, bei rund 204 m² Wohnfläche.

Genau hier liegt der Reiz: In so einem Bestand bringt jede Maßnahme an Dach, Fassade und Fenstern spürbar mehr als anderswo. Dämmen senkt nicht nur die Heizkosten, sondern auch die Heizlast – und damit die Größe und den Preis der späteren Wärmepumpe. Das ist der Grund, warum ein strukturierter Sanierungsfahrplan im Ennepe-Ruhr-Kreis fast immer vor dem Erzeugertausch stehen sollte.

Der iSFP als geförderter Startpunkt

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist genau dieses Werkzeug. Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte nimmt Ihr Haus auf und legt eine sinnvolle, schrittweise Reihenfolge fest – was zuerst, was später, mit welcher Wirkung. Die BAFA fördert diese Energieberatung für Wohngebäude mit 50 % des Beraterhonorars, gedeckelt auf 650 EUR beim Ein- und Zweifamilienhaus bzw. 850 EUR ab drei Wohneinheiten; bei Eigentümergemeinschaften kommen 250 EUR WEG-Bonus hinzu. Für den hohen Mehrfamilienhaus-Anteil im Kreis (34 % der Wohngebäude) ist das ein relevanter Punkt.

Der zweite, oft übersehene Vorteil: Der iSFP schaltet den 5 %-iSFP-Bonus in der BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung frei – zusätzlich zu den regulären Zuschüssen. Wichtig ist die Reihenfolge: Der iSFP muss vor der Maßnahme existieren, rückwirkend gibt es den Bonus nicht.

Neutraler Einstieg über die Verbraucherzentrale in Witten

Wer erst einmal unabhängig sortieren will, findet den Einstieg bei der Verbraucherzentrale NRW mit ihrer Beratungsstelle in Witten (Bergerstraße 35, 58452 Witten), die den gesamten Kreis abdeckt. Telefon- und Video-Beratung sowie Termine in der Beratungsstelle sind kostenlos; die „Energieberatung zu Hause“ kostet 40 EUR, die WEG-Beratung 40–80 EUR. Terminvereinbarung unter 0800 – 809 802 400. Das ist ein neutraler, herstellerunabhängiger Startpunkt, bevor Sie Angebote von Fachbetrieben einholen.

Fördergeld: Bund und Land, nicht der Kreis

Wichtig zur Einordnung: Es gibt keine bestätigte kreiseigene Cash-Förderung. Das eigentliche Geld kommt aus der BEG-Förderung von BAFA und KfW – für die Wärmepumpe generell 30 % Grundförderung, plus mögliche Boni bis in Richtung 70 % je nach Situation. Ergänzend fördert das Land über progres.nrw – administriert von der Bezirksregierung Arnsberg unter anderem oberflächennahe Geothermie in Verbindung mit einer Wärmepumpe, Fassaden-PV und Wärmenetze. Die Mittel sind laut Bezirksregierung begrenzt, eine Förderung kann deshalb nicht garantiert werden – früh beantragen lohnt. Und für alle Anträge gilt: erst beantragen, dann beauftragen.

Der Kreis selbst liefert vor allem Werkzeuge statt Zuschüsse. Über das kostenlose Solardachkataster und das Klimaschutz-Infoportal des Ennepe-Ruhr-Kreises prüfen Sie die Solar-Eignung Ihres Dachs – ein guter Vorlauf, wenn nach der Hülle ohnehin PV und Wärmepumpe zusammen geplant werden.

reduco betreibt keine Filiale im Kreis. Wir liefern die Daten- und Gebäudeanalyse und vermitteln an ein Netzwerk geprüfter Energieberater und Fachbetriebe, die den Ennepe-Ruhr-Kreis bedienen.

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Häufige Fragen

Weil die modellierte Heizlast im unsanierten Einfamilienhaus hier bei rund 25 kW liegt – zu viel für eine effiziente Wärmepumpe. Dämmen Sie zuerst die Hülle, sinkt die Heizlast, und die spätere Wärmepumpe wird kleiner, leiser und günstiger. Bei nur 44 % freistehenden Einfamilienhäusern entschärft das auch das Schallschutz-Problem zum Nachbarn.

Er gibt Ihnen eine geförderte, geordnete Sanierungsreihenfolge für Ihr Haus und schaltet zusätzlich den 5 %-iSFP-Bonus in der BEG-Förderung frei. Die BAFA übernimmt 50 % des Beraterhonorars, gedeckelt auf 650 EUR beim Einfamilienhaus.

Nein, eine kreiseigene Cash-Förderung ist nicht bestätigt. Das Geld kommt aus der BEG von BAFA/KfW und aus progres.nrw des Landes. Der Kreis stellt dafür kostenlose Werkzeuge wie das Solardachkataster bereit.

Prüfen sollten Sie sie auf jeden Fall. Alle 9 Städte im Kreis liegen unter 100.000 Einwohnern und haben bis zum 30.06.2028 Zeit für ihre Wärmeplanung. In gasbeheizten Straßen klärt sie, ob eher ein Wärmenetz oder die eigene Wärmepumpe sinnvoll ist – die Hüllensanierung lohnt sich aber in jedem Fall vorab.

Weil 91 % der Wohngebäude im Kreis mit Gas heizen und nur 9 % mit Öl. Der Umstieg auf erneuerbare Wärme steht also fast überall an – ein weiterer Grund, mit dem iSFP eine belastbare Reihenfolge festzulegen, statt überstürzt die Heizung zu tauschen.

An die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Witten (Bergerstraße 35), die den ganzen Kreis abdeckt. Telefon-, Video- und Beratungsstellen-Termine sind kostenlos; die Vor-Ort-Beratung zu Hause kostet 40 EUR, die WEG-Beratung 40–80 EUR.

Der kostenlose Sanierungs-Check von reduco analysiert Ihr konkretes Gebäude – Baujahr, Fläche, heutiger Zustand – und zeigt Ihnen die sinnvolle Reihenfolge aus Hüllensanierung, Förderung und Heizungstausch, bevor Sie Angebote einholen.

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